DiscoverMedien - Cross und Quer
Medien - Cross und Quer
Claim Ownership

Medien - Cross und Quer

Author: SR

Subscribed: 75Played: 1,877
Share

Description

Die Moderatorinnen und Moderatoren informieren, diskutieren und räsonieren jede Woche über neue Trends und kontroverse Themen aus der großen weiten Welt der Medien. Immer zu zweit, immer voller Meinungsfreude und immer auch mit fundierten und gründlich recherchierten Fakten. Gespräche mit Experten und Expertinnen, Umfragen unter Nutzerinnen und Nutzern und Statements aus der Medienbranche können Probleme benennen und Argumente untermauern. Zum Team des Formats gehören Katrin Aue, Thomas Bimesdörfer, Florian Mayer, Michael Meyer, Kai Schmieding und Sabine Wachs.
315 Episodes
Reverse
Wie immer im Januar wird Saarbrücken in diesen Tagen zur Filmhauptstadt Deutschlands: Beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis dreht sich alles um den deutschen Filmnachwuchs.Während die Technik es Anfänger heute einfach macht, auch mit kleinem Budget Filme in Kinoqualität zu produzieren, kommt es beim Drehbuchschreiben auf originelle Ideen, Kreativität und Handwerk an. Wie sieht es damit aus beim Nachwuchs? Welche Themen treibt die neue Generation von Filmemachern um? Wie erzählen sie? Und: Was braucht der deutsche Film, um in Schwung zu kommen?Darüber sprechen Michael Meyer und Christoph Borgans mit dem Kulturjournalisten und SR-Redakteur Oliver Hottong, seit 10 Jahren Mitglied in der Jury des zum Festival gehörenden Fritz-Raff-Drehbuchpreises.
Vor 25 Jahren gründete Jimmy Wales das digitale Lexikon Wikipedia. Die Idee: das Wissen der Welt, zusammengetragen von einem Schwarm an Autoren. Die Idee funktionierte so gut, dass mittlerweile Millionen von Artikeln online stehen. Elon Musk hat mit "Grokipedia" letztes Jahr ein Konkurrenz-Projekt ins Leben gerufen. Doch wie verlässlich ist Wikipedia? Wie viele Fehler enthalten die Texte, gibt es eine politische Schlagseite? Und wo bleibt der Nachwuchs?Das fragen Michael Meyer und Thomas Bimesdörfer den Kommunikationswissenschaftler Hektor Haarkötter und Pavel Richter, einst Chef des deutschen Wikimedia-Vereins und Autor eines Buchs über das "Weltwunder des 21. Jahrhunderts".
Selten brauchen Journalistinnen und Journalisten so viel Fingerspitzengefühl wie bei weltpolitischen Ereignissen wie am 3. Januar, als das US-Militär Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro entführt und außer Landes gebracht hat. Erste Agenturen formulierten: "Maduro gefasst", manche titelten "Der Coup von Caracas" oder "Husarenstück von Venezuela". Prompt kam heftige Kritik – immerhin handelte es sich um einen völkerrechtswidrigen Übergriff. Über angemessene Wortwahl und das Berichten aus einer solchen Lage sprechen Stefan Eising und Katrin Aue mit der ARD-Korrespondentin für Venezuela, Jenny Barke, und mit Udo Stiehl, Nachrichtenredakteur vom WDR."
Journalismus über popkulturelle Themen ist heute überall zu finden,in den Feuilletons der großen Zeitungen genauso wie im Radio oder Fernsehen.Aber vor vierzig Jahren gab es eigene Zeitschriften, die sich mit Popkultur undAlltag befassten, Musikmagazine wie SOUNDs oder SPEX, Zeitgeistmagazinewie TEMPO oder WIENER. Diese Blätter revolutionierten die Berichterstattung,weil sie sehr subjektiv auf Themen blickten. Nun ist ein neues Buch über diese Zeit erschienen,"Gegenwart machen" heißt es, Christoph Borgans und Michael Meyer sprechen mit derAutorin, der Buchwissenschafterin Erika Thomalla.
Das Jahr 2025 geht zu Ende und in der Medienwelt war es geprägt von heißen Diskussionen über Nutzen und Gefahren von künstlicher Intelligenz im klassischen Journalismus und in den sozialen Medien. Die Zahl und das Niveau der Fälschungen und Falschmeldungen hat einen neuen Höchststand erreicht.Das alles und sogar noch etwas mehr sind Themen im Rückblick auf das Medienjahr 2025 von Thomas Bimesdörfer.
Das Jahr 2025 geht zu Ende und in der Medienwelt war es geprägt von heißen Diskussionen über Nutzen und Gefahren von künstlicher Intelligenz im klassischen Journalismus und in den sozialen Medien. Die Zahl und das Niveau der Fälschungen und Falschmeldungen hat einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig konnte die ARD ihren 75. Geburtstag feiern. Mit einem Schuss Nostalgie und der Erkenntnis, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Bedeutung für die Gesellschaft gerade angesichts der digitalen Revolution noch lange nicht verloren hat. Und dann gab es auch noch Wahlen und einen neuen Chef im deutschen Privatfernsehen. Das alles und sogar noch etwas mehr sind Themen im Rückblick auf das Medienjahr 2025 von Thomas Bimesdörfer.
In den sozialen Medien finden zunehmend christliche Themen ein junges Publikum. Die evangelische Kirche nutzt diesen Trend auf einer eigenen Plattform. Aber nicht zuletzt auch freikirchlich orientierte Influencer und Influencerinnnen sammeln eine wachsende Anhängerschaft und werben für ihre Vorstellung von richtig gelebtem Glauben. Die Positionen sind zum Teil sehr unterschiedlich, einzelne Inhalte haben eine erkennbar politische Botschaft und die ist im Zweifel rechts. Was ist von diesem Trend zu halten, wie sieht die Zielgruppe aus, sind einige Positionen gar demokratiefeindlich? Und was deckt unsere Religionsfreiheit? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Michael Meyer mit der Journalistin Kyra Funk, die gerade für eine Fernsehdokumentation in dieser Szene recherchiert.
Immer häufiger tauchen im Versandbuchhandel Kinderbücher auf, die nicht von Menschen geschrieben wurden, sondern von KI-Systemen stammen. Titel wie "Weil du ein wunderbares Mädchen bist" oder "Mathilda auf dem Mond" verkaufen sich gut – obwohl sie oft oberflächliche Geschichten und austauschbare Bilder enthalten. Mit wenigen Klicks produziert, überschwemmen diese Bücher die Online-Verkaufsplattformen und werden teilweise sogar zu Bestsellern.Bedrohen diese KI generierten Kinderbücher den herkömmlichen Buchmarkt? Und welche Gefahren ergeben sich daraus möglicherweise auch für Kinder? Darüber sprechen Katja Hackmann und Christoph Borgans mit Susanne Lux, Kinderbuchhändlerin und Sprecherin der IG Leseförderung im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
Im Herbst hat OpenAI, das Unternehmen hinter dem KI-Chatbot ChatGPT, eine neue Video-KI veröffentlicht: Sora 2. Die Anwendung produziert aus kurzen Texteingaben täuschend echt wirkende Videos. Auch andere Firmen haben eigene KI-Video-Dienste auf den Markt gebracht. Seitdem wird Social Media geradezu überschwemmt von "KI-Slops" – "KI-Schrott" - mit wenigen Klicks generierten, in Masse produzierten Videos. Droht da eine ganz neue Dimension an Falschinformationen, politischer Hetze und Urheberrechtsverletzungen? – Darüber sprechen Katrin Aue und Michael Meyer mit der österreichischen Publizistin Ingrid Brodnig.
Sie heißen "Apollo News”, nius.de, Junge Freiheit oder Tichys Einblick - und haben alle etwas gemeinsam: Sie bieten, so ihr eigenes Narrativ, einen alternativen Blick auf Politik und Gesellschaft, der in den als "Mainstream” kritisierten Leitmedien zu kurz komme. Die Vorwürfe gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wurden etwa vom Online-Magazin "Apollo News” lanciert, das manche Beobachter als "rechtslibertär” einordnen. Macht sie das weniger glaubwürdig und relevant? Oder ist das eher ein Zufall? Wer steckt hinter "Apollo News”? Inwiefern sind "Youtube-Politik-Influencer” Teil von Netzwerken? Und wie sind diese Angebote insgesamt einzuordnen? Das fragen Michael Meyer und Kai Schmieding den Publizisten Andreas Speit, der zu rechten Netzwerken recherchiert hat.
Für fast zwei Wochen ist die Weltklimakonferenz COP 30 im brasilianischen Belém ein internationaler Treffpunkt für Politik, Wissenschaft, Umweltverbände und Lobbygruppen. Entsprechend groß ist auch das Interesse der Medien. Aber bekommt dieses Treffen auch die öffentliche Aufmerksamkeit, die sich die Veranstalter für ihr Thema erhoffen? Oder sind Großveranstaltungen dieser Art inzwischen zu Ritualen erstarrt? Ist das das Ringen um einzelne Formulierungen in Abschlussverklärungen vielleicht einfach nicht spannend genug, um den Weg in die Schlagzeilen zu finden. Bekommt eine undiplomatische Äußerung von Kanzler Merz über das Gastgeberland deshalb mehr journalistische Bedeutung als das komplexe Thema Klima? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Stefan Eising mit Janina Schreiber aus der ARD Klimaredaktion, zum Zeitpunkt der Aufnahme Korrespondentin in Belém.
Die Netflix-Dokumentation "BABO" über den Deutschrapper Haftbefehl ist ein Streaming-Erfolg: Über 4 Millionen Abrufe in der ersten Woche, Platz 1 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gleichzeitig sorgt sie für einen seltenen popkulturellen Moment – sogar ein 50 Jahre altes Lied von Reinhard Mey steigt durch eine Szene in der Doku wieder in die Charts ein.Darüber sprechen Katja Hackmann und Christoph Borgans mit dem Dokumentarfilmer Thomas Schadt. Was macht die Produktion so erfolgreich? Liegt es an der Berühmtheit des Rappers, seiner ungewohnten Verletzlichkeit oder an der Erzählweise bzw. Filmsprache?
Jahrelang verzeichneten die Social Media-Netzwerke wie facebook, Instagram, TikToK, X usw. stark steigende Nutzungszahlen, was sich auch in steigenden Gewinnen ausdrückte. Doch nun scheint sich ein Trend durchzusetzen, der den Silicon Valley-Konzernen nicht schmecken dürfte: Menschen ziehen sich von den Plattformen zurück. Laut einer Analyse des Marktforschungsinstituts GWI verringert sich weltweit die Zeit, die Menschen mit Social Media verbringen. Interessanterweise vor allem bei Leuten unter 30. Kann das eine langfristige Entwicklung sein?Das fragen Katrin Aue und Michael Meyer den Journalisten Simon Berlin vom Socialmediawatchblog.
Sie heißen Substack oder Steady und sie sind Bühnen, Plattformen für Journalismus außerhalb der Verlagshäuser und Rundfunkanstalten. In den USA sind bereits große Namen und bekannte Edelfedern auf eigene Rechnung unterwegs. Ein typisches Beispiel ist der frühere Kolumnist der New York Times Paul Krugman. Auch in Deutschland gewinnt diese Art der Verbreitung publizistischer Inhalte erkennbar an Bedeutung. Was macht redaktionslose Plattformen so attraktiv für Journalistinnen und Journalisten? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Christoph Borgans mit Nils Minkmar, langjähriger Redakteur bei großen deutschen Printmedien, jetzt freier Autor für die Süddeutsche Zeitung und nicht zuletzt unabhängiger Blogger und Podcaster.
Junge Menschen lesen nicht mehr, heißt es oft. Wer sich in sozialen Medien umschaut, der weiß: Das stimmt nicht. Millionen teilen unter dem Hashtag BookTok ihre Leseeindrücke, weinen vor der Kamera über Romanfiguren oder werfen auch mal ein Buch wütend in die Ecke. Was macht diese Form der Literaturvermittlung so erfolgreich? Ist BookTok ein Grund zur Freude für alle Deutschlehrer? Oder geht es hier bloß um geschicktes Marketing? Christoph Borgans und Kai Schmieding sprechen mit der Medienforscherin Rieke Falkenstein, die sich mit der deutschsprachigen BookTok-Community beschäftigt hat.
Podcasts sind nah dran, persönlich, oft meinungsstark. Doch wie groß ist ihr tatsächlicher Einfluss auf die politische Meinungsbildung? Und welche Verantwortung tragen Hosts, die Millionen Zuhörerinnen und Zuhörer erreichen – gerade in Zeiten von Fake News und Polarisierung? Während in den USA Podcasts längst gezielt für politische Kampagnen eingesetzt werden, wächst auch in Deutschland die Bedeutung des Formats als Meinungsmacher. Zwischen journalistischem Anspruch und persönlicher Haltung stellt sich die Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen Information und Einflussnahme?Darüber reden Michael Meyer und Katja Hackmann und in dieser Folge mit dem SR-Korrespondenten Moritz Rödle aus dem ARD-Hauptstadtstudio, Teil des Podcasts "Berlin Code". Ein Gespräch über Nähe, Vertrauen und die Macht von Stimmen, die wir beim Wäscheaufhängen, Aufräumen oder auf dem Weg zur Arbeit hören.
Rund um den Tag der Deutschen Einheit wird immer gerne bilanziert: wie gut ist die Berichterstattung über die östlichen Bundesländer in den Medien? Die Antwort lautet dann oft: sie könnte besser, differenzierter sein. Und wie sieht es mit dem kleinen Land im deutschen Südwesten aus? Wenn Wälder brennen, wenn Öl auf dem Meer ausfließt oder Wasser ganze Landstriche überflutet, dann schlägt die Stunde des Saarlandes. Als Vergleichsgröße, zum Anschaulich machen der betroffenen Gebiete. In diesem Jahr ist die Landeshauptstadt Saarbrücken Gastgeber der Feierlichkeiten zur deutschen Einheit. Ein guter Anlass, um zu fragen: gibt es nicht auch in der überregionalen Saarlandberichterstattung Luft nach oben? Darüber reden Thomas Bimesdörfer und Michael Meyer mit dem langjährigen Nachrichtenredakteur des SR und Agenturkorrespondenten Michael Kuderna.
Seit Jahren wird der Umzug der Zeitungsbranche ins Digitale diskutiert. Viele, gerade kleinere Verlage tun sich damit schwer, denn im Internet sind deutlich weniger Werbegelder zu holen und auch die Leserschaft hängt oft noch am gedruckten Papier. Die taz versucht es nun als erste überregionale Tageszeitung: von Mitte Oktober an gibt es sie Montag bis Freitag nur noch digital, gedruckt und ausgeliefert wird nur noch am Wochenende. Was bedeutet das für die taz, aber auch für die gesamte Zeitungsbranche? Das fragen Thomas Bimesdörfer und Michael Meyer die Chefredakteurin der taz, Ulrike Winkelmann, und den Medienwissenschaftler und Gründer des VOCER- Instituts für Digitale Resilienz, Stephan Weichert.
Militärische Themen haben wieder Konjunktur in den deutschen Medien. Der Ukraine-Krieg hat das Territorium unseres östlichen Nachbarn Polen erreicht, dort haben Abfangjäger der Nato russische Drohnen abgeschossen. Die Wehrpflicht soll wieder gelten und viel Geld in die Rüstung gesteckt werden. Doch wie berichten Journalistinnen und Journalisten über das große Thema Verteidigung oder Wehrpolitik? Welche Schwerpunkte setzen sie, welche Begriffe müssen erklärt werden, wie sorgsam muss dabei die Sprache sein? Oder machen die Medien gar verbal mobil? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Stefan Eising mit Uli Hauck vom Saarländischen Rundfunk, er ist im ARD-Hauptstadtstudio Experte für Verteidigungspolitik.
Über viele Jahrzehnte war UKW die beste Möglichkeit, in hoher Qualität und verlässlich Radioprogramme zu senden. Inzwischen gilt die Ultrakurzwelle aber als veraltet und im Vergleich zu digitalen Übertragungswegen wie DAB auch als zu teuer. In ganz Europa wird daher das Ende von UKW zum Teil leidenschaftlich diskutiert. In der Schweiz wurde daraus so etwas wie ein Kulturkampf. Der dortige öffentlich – rechtliche Rundfunk hat sich bereits Ende 2025 von der UKW-Ausstrahlung verabschiedet. Aber damit auch von nicht wenigen Hörerinnen und Hörern. Jetzt versucht ein breites Bündnis, das endgültige amtliche Aus im nächsten Jahr noch zu verhindern. Unterstützt wird diese Initiative auch von den Schweizer Privatradios. Was ist medienpolitisch los bei den Eidgenossen und was könnte zum Beispiel die bundesdeutsche Medienpolitik aus der hitzigen Debatte um UKW lernen? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Kai Schmieding mit dem Schweizer Medienmanager und UKW-Lobbyisten Roger Schawinski.
loading
Comments