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Medien - Cross und Quer
Medien - Cross und Quer
Author: SR
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Die Moderatorinnen und Moderatoren informieren, diskutieren und räsonieren jede Woche über neue Trends und kontroverse Themen aus der großen weiten Welt der Medien. Immer zu zweit, immer voller Meinungsfreude und immer auch mit fundierten und gründlich recherchierten Fakten. Gespräche mit Experten und Expertinnen, Umfragen unter Nutzerinnen und Nutzern und Statements aus der Medienbranche können Probleme benennen und Argumente untermauern. Zum Team des Formats gehören Katrin Aue, Thomas Bimesdörfer, Florian Mayer, Michael Meyer, Kai Schmieding und Sabine Wachs.
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Wer deutsche Filme oder Serien schaut, stößt immer wieder auf ältere Menschen,die oft weiß, wohlhabend und gutversorgt sind. Kritiker monieren, dass zu vieleKlischees in den Medien auftauchen, gerade Schauspielerinnen stören sich an einer gewisse Monokultur, wenn es um interessante Rollen für Ältere geht. Doch ist daswirklich so? Hat sich in den letzten Jahren nicht doch etwas getan auf dem Medienmarkt, und wenn ja, was genau? Das fragen Michael Meyer und Kai Schmieding die Schauspielerin Leslie Malton, sie ist Vorsitzende des Schauspielverbands BFFS.
Während lineare Medien immer mehr an Akzeptanz verlieren, haben sich Podcasts vom Nischenmedium zum Erfolgsmodell entwickelt. Reichweiten und Nutzungsdauer nehmen immer weiter zu. Insbesondere die 18- bis 29-Jährigen hören Podcasts, vor allem jungen Frauen treiben das Wachstum der Branche voran. Katrin Aue und Michael Meyer sprechen über mögliche Gründe dafür, den Trend zu Videopodcasts, die Finanzierung, Influencer als Hosts, und über True Crime, das nicht totzukriegen ist und zwar mit Patrick Fina von Podimo, einem kommerziellen Streaming-Dienst für Podcasts und Hörbücher.
Die Idee ist fast so alt wie die großen amerikanischen Online- und Social-Media-Plattformen sind, und jetzt wird sie wieder verstärkt diskutiert: Sollten wir nicht eine europäische Alternative schaffen? Eine Art EU-weite Plattform im Netz, die zuverlässige Inhalte zeigt? Damit wäre die Abhängigkeit von den großen amerikanischen Alternativen verringert. Aber wer würde sie nutzen, da doch Youtube und Co so bequem und eingeführte Marken sind? Und wie könnte so eine europäische Plattform organisiert und befüllt werden? Und woher käme das Geld? Darüber sprechen Katrin Aue und Thomas Bimesdörfer mit Matthias Pfeffer vom Think Tank "European Public Space".
Donald Trump regiert seit gut einem Jahr erneut die USA. Nicht nur die Weltpolitik, auch in der amerikanischen Medienlandschaft geriet das Jahr turbulent: Mehrfach wurden Medien und Journalisten bedroht, wenn sie nicht im Sinne der Trump-Regierung berichten. Mehrmals reichte die Trump-Regierung Klagen gegen Redaktionen ein, der Comedian Jimmy Kimmel verlor um ein Haar seine Sendung und nun droht auch noch eine Übernahme im Sinne von Trump: Warner Brothers, zu dem der kritische Nachrichtensender CNN gehört, wird an einen Trump-freundlichen Investor gehen. Was bedeutet das alles für die Medien- und Meinungslandschaft in den USA? Das fragen Michael Meyer und Kai Schmieding den ehemaligen ARD-Korrespondenten Artur Landwehr.
Der Krieg im Iran geht nun in die dritte Woche - was auch Folgen hat für die angrenzenden Golfstaaten, von denen manche stark vom Tourismus leben. In Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten bemüht man sich im Netz um Schadensbegrenzung: "Alles friedlich und sicher hier" - so die Botschaft vieler Influencer. Ähnliches sieht man immer wieder aus Russland: bekannte Influencerinnen, die in Moskau leben, zeichnen ein Bild einer normalen, friedliebenden Gesellschaft. Sind diese Kampagnen koordiniert von staatlichen Stellen? Wirken die Botschaften überhaupt? Und was können wir dagegen tun?Darüber sprechen Christoph Borgans und Michael Meyer mit Gavin Karlmeier, Journalist und Moderator des Podcast "Haken dran", dem Social-Media-Update des Computer-Magazins c't.
Man trifft auf sie in fast allen Medien: Die Kolumne, die täglich, wöchentlich oder monatlich erscheint. Inhaltlich kann es darin um alles Mögliche gehen: Privates oder Politisches, es gibt Koch-Kolumnen,welche über Autos oder Immobilien und vieles mehr. Doch was macht eine gute Kolumne aus, was macht sie interessant und warum gibt es scheinbar immer mehr Kolumnen in deutschen Medien? Das fragen Michael Meyer und Thomas Bimesdörfer Hajo Schumacher, der bereits in einigen Medien eine Kolumne schrieb, und derzeit auch bei SR kultur regelmäßig zur "Schlussrunde" einlädt.
Angriffe auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt es mittlerweile landauf, landab. In der Schweiz wird es am 8. März konkret: Die sogenannte SRG-Initiative hat eine Volksabstimmung initiiert. Danach soll die jährliche Medienabgabe von derzeit 335 auf 200 Schweizer Franken pro Jahr und Haushalt sinken. Für den öffentlich-rechtlichen Sender SRG würde das drastische Sparmaßnahmen bedeuten. Kritiker sprechen von "Kahlschlag" und befürchten, dass die Demokratie Schaden nimmt. Die Befürworter wollen, dass das Angebot auf einen "Grundfunk" reduziert wird. Ähnliches fordern zum Beispiel auch die österreichische FPÖ und die deutsche AfD. Darüber sprechen Katrin Aue und Michael Meyer mit Manuel Puppis, Medienprofessor an der Universität Fribourg.
Ob Leonardo DiCaprio oder Jason Momoa - wenn Hollywoodstars in Deutschland auf der Leinwand erscheinen, sprechen sie wie selbstverständlich deutsch. Dahinter stecken das Handwerk und die Kunst von Synchronsprechern. Doch künstliche Intelligenz ist dabei das zu ändern: Stimmen lassen sich digital klonen. Aktuell sorgt eine Vereinbarung von Netflix für Aufruhr und Widerspruch: Der Streamingdienst will sich das Recht einräumen lassen, Synchronstimmen für KI-Zwecke zu nutzen. Ist das Handwerk der Synchronisation noch zu retten, wenn sich die Technik immer weiterentwickelt? Was kann die KI, was kann nur ein Mensch? Und brauchen wir neue Regeln für das Recht an der eigenen Stimme? Darüber sprechen Katja Hackmann und Christoph Borgans mit dem Synchronschauspieler Matti Klemm, bekannt unter anderem als deutsche Stimme von Jason Momoa und als Mufasa im "König der Löwen".
Wer im Journalismus arbeitet, kennt sie: die "Aussteiger". Ehemalige Kollegen, die jetzt Pressesprecher sind, oder Lehrerinnen, oder die umgeschult haben auf Tischler. Die Gründe für den Branchenwechsel sind komplex: "Aussteiger" beklagen Arbeitsverdichtung und Überforderung angesichts der digitalen Transformation, rückläufige Einkünfte, Anfeindungen aus der Gesellschaft oder schlechte Work-Life-Balance. Experten bereitet das Sorgen, denn die Medien haben schließlich einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag.Darüber sprechen Michael Meyer und Katrin Aue mit Jana Rick, Medienwissenschaftlerin und Autorin des Buchs "Ausstieg aus dem Journalismus: Gründe, Wege und Folgen".
Bill und Tom Kaulitz werden im Dezember das ZDF-Format "Wetten, dass…" moderieren. Diese Personalie sorgt gerade für reichlich Gesprächsstoff! Vorgänger Thomas Gottschalk zweifelt an der "dienstbaren Funktion" der Kaulitz-Zwillinge als Gastgeber, andere hingegen schreiben von einer "grandiosen Idee" und gar von der "besten Nachricht des Jahres". Aber können die Musiker und Podcaster mit Wohnsitz in Hollywood tatsächlich den Unterhaltungsklassiker mit neuem Leben füllen, wie es sich das ZDF erhofft? Und warum spielt der Samstagabend im Fernsehen immer noch so eine große Rolle? Brennt da noch das große Lagerfeuer für alle, wie vor 40 Jahren? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Christoph Borgans mit dem Chefredakteur des Mediendienstes DWDL, Thomas Lückerath.
Immer wieder gibt es Kritik an Unwetterwarnungen in den Medien oder auf entsprechenden Apps. Unlängst blieb der Südwesten der Republik von einer vorhergesagten Glatteis-Gefahr weitgehend verschont. Die Schulen im Saarland blieben an diesem Tag allerdings auch geschlossen. Unnötige Panikmache, sagen die einen, vor allem übertriebene Medienberichterstattung, wehren sich die Meteorologen. Oder gilt: besser einmal zu viel gewarnt als einmal zu wenig? Wo liegt der Mittelweg zwischen Abstumpfung und Panikmache? Verstehen wir vielleicht auch die Wettervorhersagen nicht immer richtig? Gibt es ein Vermittlungsproblem? Darüber sprachen Thomas Bimesdörfer und Kai Schmieding mit dem Fernsehmeteorologen und Buchautor Sven Plöger.
Wie immer im Januar wird Saarbrücken in diesen Tagen zur Filmhauptstadt Deutschlands: Beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis dreht sich alles um den deutschen Filmnachwuchs.Während die Technik es Anfänger heute einfach macht, auch mit kleinem Budget Filme in Kinoqualität zu produzieren, kommt es beim Drehbuchschreiben auf originelle Ideen, Kreativität und Handwerk an. Wie sieht es damit aus beim Nachwuchs? Welche Themen treibt die neue Generation von Filmemachern um? Wie erzählen sie? Und: Was braucht der deutsche Film, um in Schwung zu kommen?Darüber sprechen Michael Meyer und Christoph Borgans mit dem Kulturjournalisten und SR-Redakteur Oliver Hottong, seit 10 Jahren Mitglied in der Jury des zum Festival gehörenden Fritz-Raff-Drehbuchpreises.
Vor 25 Jahren gründete Jimmy Wales das digitale Lexikon Wikipedia. Die Idee: das Wissen der Welt, zusammengetragen von einem Schwarm an Autoren. Die Idee funktionierte so gut, dass mittlerweile Millionen von Artikeln online stehen. Elon Musk hat mit "Grokipedia" letztes Jahr ein Konkurrenz-Projekt ins Leben gerufen. Doch wie verlässlich ist Wikipedia? Wie viele Fehler enthalten die Texte, gibt es eine politische Schlagseite? Und wo bleibt der Nachwuchs?Das fragen Michael Meyer und Thomas Bimesdörfer den Kommunikationswissenschaftler Hektor Haarkötter und Pavel Richter, einst Chef des deutschen Wikimedia-Vereins und Autor eines Buchs über das "Weltwunder des 21. Jahrhunderts".
Journalismus über popkulturelle Themen ist heute überall zu finden,in den Feuilletons der großen Zeitungen genauso wie im Radio oder Fernsehen.Aber vor vierzig Jahren gab es eigene Zeitschriften, die sich mit Popkultur undAlltag befassten, Musikmagazine wie SOUNDs oder SPEX, Zeitgeistmagazinewie TEMPO oder WIENER. Diese Blätter revolutionierten die Berichterstattung,weil sie sehr subjektiv auf Themen blickten. Nun ist ein neues Buch über diese Zeit erschienen,"Gegenwart machen" heißt es, Christoph Borgans und Michael Meyer sprechen mit derAutorin, der Buchwissenschafterin Erika Thomalla.
Das Jahr 2025 geht zu Ende und in der Medienwelt war es geprägt von heißen Diskussionen über Nutzen und Gefahren von künstlicher Intelligenz im klassischen Journalismus und in den sozialen Medien. Die Zahl und das Niveau der Fälschungen und Falschmeldungen hat einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig konnte die ARD ihren 75. Geburtstag feiern. Mit einem Schuss Nostalgie und der Erkenntnis, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Bedeutung für die Gesellschaft gerade angesichts der digitalen Revolution noch lange nicht verloren hat. Und dann gab es auch noch Wahlen und einen neuen Chef im deutschen Privatfernsehen. Das alles und sogar noch etwas mehr sind Themen im Rückblick auf das Medienjahr 2025 von Thomas Bimesdörfer.
In den sozialen Medien finden zunehmend christliche Themen ein junges Publikum. Die evangelische Kirche nutzt diesen Trend auf einer eigenen Plattform. Aber nicht zuletzt auch freikirchlich orientierte Influencer und Influencerinnnen sammeln eine wachsende Anhängerschaft und werben für ihre Vorstellung von richtig gelebtem Glauben. Die Positionen sind zum Teil sehr unterschiedlich, einzelne Inhalte haben eine erkennbar politische Botschaft und die ist im Zweifel rechts. Was ist von diesem Trend zu halten, wie sieht die Zielgruppe aus, sind einige Positionen gar demokratiefeindlich? Und was deckt unsere Religionsfreiheit? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Michael Meyer mit der Journalistin Kyra Funk, die gerade für eine Fernsehdokumentation in dieser Szene recherchiert.
Immer häufiger tauchen im Versandbuchhandel Kinderbücher auf, die nicht von Menschen geschrieben wurden, sondern von KI-Systemen stammen. Titel wie "Weil du ein wunderbares Mädchen bist" oder "Mathilda auf dem Mond" verkaufen sich gut – obwohl sie oft oberflächliche Geschichten und austauschbare Bilder enthalten. Mit wenigen Klicks produziert, überschwemmen diese Bücher die Online-Verkaufsplattformen und werden teilweise sogar zu Bestsellern.Bedrohen diese KI generierten Kinderbücher den herkömmlichen Buchmarkt? Und welche Gefahren ergeben sich daraus möglicherweise auch für Kinder? Darüber sprechen Katja Hackmann und Christoph Borgans mit Susanne Lux, Kinderbuchhändlerin und Sprecherin der IG Leseförderung im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
Im Herbst hat OpenAI, das Unternehmen hinter dem KI-Chatbot ChatGPT, eine neue Video-KI veröffentlicht: Sora 2. Die Anwendung produziert aus kurzen Texteingaben täuschend echt wirkende Videos. Auch andere Firmen haben eigene KI-Video-Dienste auf den Markt gebracht. Seitdem wird Social Media geradezu überschwemmt von "KI-Slops" – "KI-Schrott" - mit wenigen Klicks generierten, in Masse produzierten Videos. Droht da eine ganz neue Dimension an Falschinformationen, politischer Hetze und Urheberrechtsverletzungen? – Darüber sprechen Katrin Aue und Michael Meyer mit der österreichischen Publizistin Ingrid Brodnig.
Sie heißen "Apollo News”, nius.de, Junge Freiheit oder Tichys Einblick - und haben alle etwas gemeinsam: Sie bieten, so ihr eigenes Narrativ, einen alternativen Blick auf Politik und Gesellschaft, der in den als "Mainstream” kritisierten Leitmedien zu kurz komme. Die Vorwürfe gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wurden etwa vom Online-Magazin "Apollo News” lanciert, das manche Beobachter als "rechtslibertär” einordnen. Macht sie das weniger glaubwürdig und relevant? Oder ist das eher ein Zufall? Wer steckt hinter "Apollo News”? Inwiefern sind "Youtube-Politik-Influencer” Teil von Netzwerken? Und wie sind diese Angebote insgesamt einzuordnen? Das fragen Michael Meyer und Kai Schmieding den Publizisten Andreas Speit, der zu rechten Netzwerken recherchiert hat.
Für fast zwei Wochen ist die Weltklimakonferenz COP 30 im brasilianischen Belém ein internationaler Treffpunkt für Politik, Wissenschaft, Umweltverbände und Lobbygruppen. Entsprechend groß ist auch das Interesse der Medien. Aber bekommt dieses Treffen auch die öffentliche Aufmerksamkeit, die sich die Veranstalter für ihr Thema erhoffen? Oder sind Großveranstaltungen dieser Art inzwischen zu Ritualen erstarrt? Ist das das Ringen um einzelne Formulierungen in Abschlussverklärungen vielleicht einfach nicht spannend genug, um den Weg in die Schlagzeilen zu finden. Bekommt eine undiplomatische Äußerung von Kanzler Merz über das Gastgeberland deshalb mehr journalistische Bedeutung als das komplexe Thema Klima? Darüber sprechen Thomas Bimesdörfer und Stefan Eising mit Janina Schreiber aus der ARD Klimaredaktion, zum Zeitpunkt der Aufnahme Korrespondentin in Belém.




