DiscoverCampus Report 2016
Campus Report 2016
Claim Ownership

Campus Report 2016

Author: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Subscribed: 1Played: 17
Share

Description

Für den »Campus Report« der Baden-Unis Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Karlsruhe produziert die Radio-KIT-Redaktion wöchentlich einen populärwissenschaftlichen Beitrag. Die Sendungen laufen montags bis freitags um 19.10 Uhr im Programm von »Radio Regenbogen«.
52 Episodes
Reverse
Für viele ist das Smartphone rund um die Uhr zum ständigen Be-gleiter geworden. Auch wenn wir feiern, sind wir nicht mehr nur an einem Ort sondern mindestens an zwei Orten gleichzeitig. Da sitzt man mit der Familie an der Weihnachtstafel und über WhatsApp oder Facebook erfährt man, was die Freunde irgendwo anders auf der Welt gerade so machen. Das hat Folgen nicht nur für das Weihnachtsgefühl sondern für die Erfahrung von Wirklichkeit überhaupt.
In den Weiten der Ozeane findet man die letzten unerforschten Gebiete. Gleichzeitig entscheidet sich in den Weltmeeren das Schicksal unseres Planeten, sowohl was den Klimawandel als auch was die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung angeht. Das Wissenschaftsjahr 2016-17 des Bundesforschungsministeriums ist der Erforschung der Meere gewidmet. In der Karlsruher Innenstadt startete dazu gestern die Aktion „Schaufenster Ozean“
Die CIA ist sich sicher: Russland hat mit Cyberangriffen massiv versucht, die amerikanische Präsidentenwahl vom 8. November zu beeinflussen. Am vergangenen Freitag ordnete der noch am-tierende Präsident Obama eine Untersuchung der russischen Hacker-Angriffe auf Mailserver der Demokraten an. Die Angreifer hatten im Sommer tausende Emails aus dem Umfeld der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton gestohlen und im Internet veröffentlicht.
^Mehr als eine Million Telekom-Kunden standen am vorletzten Wochenende ohne Telefon und ohne Internet da. Ihre Router wa-ren Opfer eines groß angelegten Hackerangriffs, der auch außer-halb Deutschlands im Internet systematisch nach Schwachstellen in sogenannten Peripheriegeräten suchte. „Nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in Punkto Cyberkriminalität noch bevorsteht“, warnt der Karlsruher IT-Sicherheitsexperte Prof. Jörg Müller-Quade.
In einem Hightech-Land wie Deutschland muss die Gesellschaft informiert werden, ob neue Technologien möglicherweise auch neue Risiken mit sich bringen. Das sollte möglichst objektiv geschehen, ohne dass übertriebene Ängste geschürt werden. Aber auch die neutralste Berichterstattung kann Befürchtungen wecken, wo sie eigentlich nicht angebracht sind. Das ist das Ergebnis einer Studie, die jetzt von Kommunikationsforschern vorgelegt wurde.
Wenn Wissenschaftler einen lernfähigen Roboter nach menschlichem Vorbild bauen. Ist das dann schon ein Mensch? Oder doch eher eine Maschine? Darf ich bei einem menschenähnlichen Roboter einfach den Akku ausbauen? Fragen, die mit den Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz immer schwieriger zu beantworten sind. Das am Karlsruher Institut für Technologie neu gegründete „Forum für kritische Interdisziplinarität“ will Antworten durch den Dialog ganz unterschiedlicher Wissenschaften finden.
Die Welt ertrinkt in Plastik. Der rund um den Globus in den Weltmeeren treibende Plastikmüll gefährdet inzwischen die Fisch-bestände. Biologisch abbaubares Plastik könnte hier Abhilfe schaf-fen. Ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Forschungsprojekt am Karlsruher Institut für Technologie will Bakterien nutzen, um Bioplastik herzustellen. Ernährt werden die Bakterien dabei mit Strom und CO2.
Mathe, Chemie, Physik: für viele Schüler sind diese drei Fächer der Inbegriff ihrer Leiden. Der Unterricht langweilt, die Klassenarbeiten sind die reine Tortur. Entsprechend sinken die Leistungen in diesen sogenannten MINT-Fächern. Dass man den Unterricht in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern auch richtig spannend gestalten könnte, glauben dagegen die Initiatoren von MINT2 Karlsruhe. Man müsste nur die Lehrer entsprechend aus-bilden.
Warum umständlich Energie in Batterien speichern, wenn man Temperaturunterschiede in der Umgebung doch ganz einfach in Strom umwandeln kann. Das dachten sich vier Studierende am Karlsruher Institut für Technologie und gründeten „Otego“. Seither sind die vier dabei, die eigene Firma hochzuziehen. Im Unterschied zu vielen anderen Startups wollen sie wirklich etwas herstellen. Das heißt, sie probieren aus, was es in der Praxis heißt, neue Materialien und Maschinen zu entwickeln. Mit kräftiger Unterstützung ihrer Hochschule.
Die Energiewende soll zum deutschen Exportartikel werden. Nicht nur durch Technologien für möglichst effiziente Solarpanels oder Windräder: das ganze inzwischen in Deutschland entstandene Wissen rund um den Einsatz erneuerbarer Energien soll ebenfalls über Sprachgrenzen hinweg weitergegeben werden. Am Karlsruher Zentrum für mediales Lernen wurden dafür spezielle englischsprachige Weiterbildungsangebote entwickelt. Am 7. No-vember gehen sie online.
Seit mehr als 200 Jahren gibt es die von Louis Braille entwickelte die Blindenschrift. Durch sie haben Blinde und Sehbehinderte Zugang zur Welt des Geschriebenen. In der Computerwelt von heute aber haben Bildschirme das auf Papier Gedruckte weitgehend verdrängt. Graphiken und Bilder spielen eine immer wichtigere Rolle. Damit Sehbehinderte nicht von dieser modernen Form der Kommunikation ausgeschlossen bleiben, hat eine junge Wissenschaftlerin am Karlsruher Institut für Technologie einen Bildschirm entwickelt, auf dem Bilder ertastet werden können.
Wieviel Bewegung braucht der Mensch? Seitdem vor allem Jugendliche und Kinder Stunden um Stunden vor den Bildschirmen von Smartphones und Tablets verbringen, ist das eine Schicksalsfrage geworden. „Entweder wir sorgen für ein Minimum an Sport täglich, oder wir haben es in wenigen Jahren mit einer ganzen Generation vorzeitig gealterter Menschen zu tun“. Das ist die Überzeugung des Sportwissenschaftlers Prof. Alexander Woll. Ende September wurden am Karlsruher Institut für Technologie die nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung vorgestellt.
Flüsse spielen eine wichtige Rolle für Trinkwasser und Klima. Mit ihren Überschwemmungsgebieten sind die Flusslandschaften Schatzkammern der Artenvielfalt. Aber immer neue Staudämme und der Ausbau zu Wasserstraßen gefährden das Ökosystem der großen Flüsse weltweit. Das „Auen-Institut“ in Rastatt setzt sich seit über 30 Jahren für den Schutz von Flusslandschaften und Feuchtgebieten ein. Am vergangenen Donnerstag wurde dort der Wolfgang-Staab-Naturschutzpreis verliehen.
Intensive Landwirtschaft bedeutet intensive Düngung. Leider kommt immer noch viel zu viel Dünger auf unsere Felder. Mit dramatischen Folgen für Seen und Ozeane: unkontrolliertes Algenwachstum führt zu einem Absterben der Gewässer. Man schätzt, dass 84.000 Quadratkilometer der Ostsee bereits biolo-gisch tot sind. Am Karlsruher Institut für Technologie wird jetzt eine Boje entwickelt, mit der man die Wasserqualität in gefährdeten Gebieten rund um die Uhr überwachen kann.
Am 24. August wurden die Einwohner von Amatrice und viele Touristen mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen. Ein schweres Erdbeben erschütterte den Gebirgsort in Mittelitalien und hinterließ Chaos und Zerstörung. 268 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Jetzt, vier Wochen später, legt das Karlsruher Zentrum für Katastrophen-Management CEDIM seinen Abschlussbericht vor. Fazit: Amatrice wird nicht mehr aufgebaut werden können und Investitionen in die Bausubstanz hätten das Schlimmste verhindern können.
Brillen, die eine Warnung einblenden, wenn sich unser Ge-sprächspartner ärgert. T-Shirts, die aufleuchten, wenn sie von Licht getroffen werden, intelligente Uhren, die unseren Stress messen: tragbare Computer können die unterschiedlichsten Größen, Formen und Funktionen haben. Aber wie das Smart-phone so eindrucksvoll gezeigt hat, steckt ein gewaltiges wirtschaftliches Potential in ihnen. Gestern hat in Heidelberg eine Konferenz über „tragbare Computer“ begonnen. Bis Freitag wird dort intensiv nach den neuesten Trends gesucht, wie man Computer und Gegenstände des Alltags verbinden kann.
Der Sommer 2016 geht in die Zielgerade. Trotz der kleinen Hitzewelle Ende August glich er über lange Strecken einem Monsun, wie er sonst nur in tropischen Gebieten zu finden ist. Insbesondere im Mai und Juli wurde Baden-Württemberg von schweren Gewittern und heftigen Regenfällen heimgesucht. Mancherorts fielen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Sturzfluten mit Schlammlawinen und Überschwemmungen waren die Folge.
Geschätzte 800.000 Kubikmeter Rohöl haben 2010, nach der Havarie einer Förderanlage weite Teile des Golfs von Mexiko verschmutzt. Die Versuche, die auf der Meeresoberfläche treibenden gigantischen Öllachen mit Chemikalien aufzulösen oder auch einfach zu verbrennen, haben die Schäden an der Umwelt nur noch verstärkt. Am Karlsruher Institut für Technologie beschäftigt man sich deshalb mit einer kleinen, unscheinbaren Wasserpflanze. Sie könnte dafür sorgen, dass Ölkatastrophen dieser Art in Zukunft besser beherrschbar sind.
Der Blindenstock ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für Menschen mit einer Sehbehinderung. Das Problem ist, mit dem Blindenstock kann man Hindernisse nur in Bodenhöhe ertasten. In der Stadt können sich Blinde deshalb meist nur auf eintrainierten Wegen bewegen. Das Terrain-Forschungsprojekt am Karlsruher Institut für Technologie will das jetzt ändern. Das Handy soll zu einer Art digitalem Blindenstock werden.
Hier bei uns war der Juli eher gemischt: ein Wechselbad aus Regen und Sonne. Weltweit aber schlug der Juli 2016 alle Rekorde. Es war der heißeste Juli seit 1880. Das heißt, seit die Meteorologen Temperaturen rund um den Globus aufzeichnen. Mehr noch: seit mehr als einem Jahr werden Monat für Monat Hitzerekorde aufgestellt. Damit wird das Jahr 2016 mit Sicherheit wieder zum heißesten Jahr aller Zeiten. Heißer noch als 2015, dem bisherigen Rekordhalter.
loading
Comments 
loading