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Die Literaturagenten
Die Literaturagenten
Author: radioeins (rbb)
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Gute Literaturagenten kennen jeden in der Buchbranche: Bestsellerautorinnen, Newcomer, Verlegerinnen, Übersetzer, Lektoren, Literaturvermittler. All die kennen die Literaturagenten auf radioeins und radio3 auch – und machen mit ihnen jeden Sonntag ein Büchermagazin mit Charme, Wissen und Leidenschaft: Die wichtigsten Neuerscheinungen werden vorgestellt in Gesprächen und Rezensionen. Prominente erzählen von „Büchern, die sie umgehauen haben“. Autor:innen werden zu Kritiker:innen – Annett Gröschner, Katja Kullmann, Gregor Sander, Kristof Magnusson, Thorsten Nagelschmidt, Mithu Sanyal, Jackie Thomae und David Wagner. Und die Hörer:innen bekommen auf Wunsch eine „Buchbehandlung“ – eine Literaturempfehlung, die zu ihrer Lebenslage passt.
Kurz: Eine Literatursendung, die Sie kennen sollten.
Kurz: Eine Literatursendung, die Sie kennen sollten.
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Diesmal geht's bei den "Literaturagenten" um gleich mehrere Bücher, die sich mit Herkunft, mit Überleben und Zugehörigkeit beschäftigen. Jacqueline Harpmans "Ich, die ich Männer nicht kannte" wurde posthum zu einem Riesenhit bei BookTok. Das Buch führt in eine beklemmende, rätselhafte Welt weiblicher Gefangenschaft. In "King Cobra" erzählt Muri Darida von Familiengeschichte, Gewalt und Identitätssuche zwischen Berlin, Budapest und den langen Schatten der Vergangenheit. Mit Salman Rushdie sprechen wie über seinen neuen Erzählband "Die elfte Stunde", nach 30 Jahren sein erster fiktionaler Band, in dem es auch um das Alter und die letzten Fragen des Lebens geht.
Um kostbare Erinnerungen geht es diesmal bei den Literaturagenten. Siri Hustvedt hat mit "Ghost Stories" ein zutiefst berührendes Buch über ihr Zusammenleben mit Paul Auster geschrieben und denkt darin auch über den Platz der Trauer in unserer Gesellschaft nach. Wir blicken zurück auf Hustvedts Lesungen in Berlin und Potsdam. Christoph Peters war lange Jahre Alkoholiker. In seinem Buch "Entzug" erzählt er die abgründigen Erfahrungen eines Trinkers, der es schließlich schafft, seine Sucht zu überwinden.
Manifeste Erinnerungsstücke finden sich in Museen und Archiven. Wir waren bei einer Führung in der Akademie der Künste, um frühe Briefe von Anna Seghers anzuschauen. Dazu Bücher über "Alte Wut", ein Wirkungstreffer von Pegah Ferydoni und ein Ausschnitt aus dem neuen Sörensen-Krimi von Sven Stricker.
Die Literaturagenten mit einer Sondersendung zur Leipziger Buchmesse. Marie Kaiser und Thomas Böhm sprechen mit Carsten Gansel über sein Buch "Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand". Von Dana Grigorcea erfahren Sie etwas über "Tanzende Frau, blauer Hahn", von Lukas Rietzschel über "Sanditz" und von Meike Winnemuth über "Eine Seite noch. Warum lesen glücklich macht". Unsere Literaturagenten blicken zurück auf die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse und sprechen mit Bernhard Schlink über seinen Essay "Gerechtigkeit". Und der Wirkungstreffer kommt von Darth Vader. Seine Empfehlung: "QualityLand" von Marc-Uwe Kling.
Diesmal stellen wir gleich mehrere Bücher vor, die unsere Gegenwart auf sehr unterschiedliche Weise vermessen. Bruno Preisendörfer schaut in „Schlagworte, die Geschichte machen“ auf Begriffe, in denen sich politische und gesellschaftliche Umbrüche bündeln. Mit Hartmut Rosa sprechen wir über seinen neuen soziologischen Essay “Situation und Konstellation“ und das Verschwinden gesellschaftlicher Spielräume. Wir stellen Martin Suters neues Buch „Können Sie mich sehen? Die Business Class im Homeoffice“ vor. In der Rubrik „Autoren sind auch nur Leser“ spricht Annett Gröschner über Sophie Sumburanes Kriminalroman „Keine besonderen Auffälligkeiten“ - nach dem wahren Fall des letzten Serienmörders der DDR. Ein True Crime-Roman, der gleichzeitig die Mechanismen des True Crime hinterfragt. Außerdem: ein „Wirkungstreffer“von Yade Yasemin Önder und ein Treffen mit Lena Gorelik zu ihrem Buch „Alle meine Mütter“.
Die Literaturagenten wünschen Happy Welt-Frauentag! Wir sprechen mit Yade Yasemin Önder über ihren "Anti Müller", einen Roman, der ungemein wütend und schreiend komisch auf Beziehungen, Kinderwunsch, Kulturbetrieb und die subtilen Fortsetzungen des Patriarchats schaut. In der Rubrik "Autorinnen sind auch nur Leserinnen" holt Katja Kullmann einen fast verschollenen feministischen Klassiker zurück ins Scheinwerferlicht: Helen Hodgmans "Gleichbleibend schön". Dazu verrät Comic-Künstlerin Ulli Lust ("Die Frau als Mensch") welches Buch, sie umgehauen hat, und Literaturagentin Anne-Dore Krohn rezensiert Judith Hermanns "Ich möchte zurückgehen in der Zeit". Deutschlands führende Frauenmedizinerin Prof. Dr. Mandy Mangler liefert mit "Don’t miss the Clitoris – Eine Bedienungsanleitung" ein nötiges und sehr unterhaltsames Aufklärungsbuch, und als "Lesegold" hören wir in die Hörbuchfassung von Irmgard Keuns Klassiker "Kind aller Länder".
Wie nah kann die Literatur der Gegenwart kommen? Was wird in einem Roman lesbar, dessen Handlung vor nicht einmal zwei Jahren angesiedelt ist - im "Sommer 24"? Woher kommt unsere Vorstellung von "Gut" und "Böse"? Wie lässt sich mit einer Lüge umgehen, die als besonders schöne Geschichte daherkommt? Wie lebt ein Literaturprofessor, der 250 Kilo wiegt und seit über einem Jahrzehnt das Haus nicht verlassen hat? Und was findet sich - am "Ende der Geschichte" wie am "Ende des Lieds"? Fragen, die die Literaturagenten im späten Winter 26 beschäftigen.
Die Literaturagenten ergründen, warum die Philosophie bei Liebeskummer hilft. Und: wer in der Eiszeitzeit für Kuren aller Art und die Kommunikation mit der Natur zuständig war. Zudem: ein Buch, in dem Tauben Trost spenden, ein Blick in das queere Liebesleben in Seoul und ein Besuch in einer preisgekrönten Comicbuchhandlung.
Die Literaturagentinnen sprechen diesmal mit Lina Muzur über ihr Buch "Frauenprobleme" – ein so komisches wie scharfes Protokoll weiblicher Realitäten. Mit der Comic-Künstlerin Anke Feuchtenberger tauchen sie ein in ihren neuen Essay-Band "Der Spalt", und Designer Alex Ziegler verrät anlässlich des Buchcover Awards, warum wir manche Bücher sofort in die Hand nehmen wollen, nur weil sie gut aussehen. Außerdem in der Sendung: Ein Wiederhören mit Virginia Woolfs feministischem Klassiker "Ein Zimmer für sich allein" als Hörstück, eine Rezension zu Verena Güntners neuem Roman "Medulla" und ein norwegischer "Wirkungstreffer" von Tarjei Vesaas. Und in der Rubrik "Autoren sind auch nur Leser" erzählt der isländisch-deutsche Schriftsteller und Übersetzer Kristof Magnusson, welches Buch ihn gerade beschäftigt.
Die Literaturagenten sprechen mit Danny Beuerbach, dem ersten Vorlesefriseur Deutschlands. "Book a look and read my book" - so heißt seine Leseförderung, die ganz nebenbei beim Haarschneiden passiert. Außerdem geht es mit Katerina Poladjan zum "Goldstrand" und Christian Brückner erweckt mit seiner einmaligen Stimme Weltliteratur zu neuem Leben.
Was hat eine Familienfeier mit einem Western zu tun? Alle wissen, es wird anstrengend – aber man geht trotzdem hin. Die alten Fehden: Seit Jahren ungeklärt, jeder kennt die Geschichte, keiner spricht sie offen aus. Und beide haben meist einen Showdown - so ist es im neuen Comic von Mia Oberländer "Saloon — Das ist Familiensache". Außerdem begeben wir uns mit Leïla Slimanis Roman "Trag das Feuer weiter" ins Marokko der "bleiernen Jahre" und entdecken George Orwells "Farm der Tiere" neu.
Die Literaturagenten begeben sich mit einer neuen Krimireihe zurück in die "Stunde Null" in Berlin, bekommen eine eindringliche Buchempfehlung von Ilija Trojanow, erkunden die Hörspielfassung des Romans, den Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek als "das größte Leseerlebnis" ihres Lebens bezeichnete, stellen das Buch vor, das den alternativen Deutschen Buchpreis bekommen hat (den Preis der "Hotlist") und lassen sich ein ungewöhnliches Kochbuch vorstellen.
Die Literaturagenten heben ein Glas aufs neue Jahr und erkunden die Verbindungen zwischen Wein und Literatur, finden heraus, wie das Feste-Feiern uns gegen die Anfechtungen der Gegenwart hilft. Und schauen sehr weit in die Zukunft.
Zum Jahresende blicken die Literaturagenten zurück auf die Schönen Lesungen des Jahres 2026: erinnern sich an besondere Momente, erhellende Aussagen, Lesepassagen, die das Publikum im Großen Sendesaal berührten, nachdenklich stimmten, zum Lachen brachten. Zu hören sind u.a. Daniel Kehlmann, Wolf Haas, Maren Kroymann mit einer Lesung von Margaret Atwood, Dota Kehr und Volker Weidermann in der Hommage an Mascha Kaléko, Albrecht Schuch und Martin Wuttke in der Lesung aus "Westend" von Volker Kutscher und Kat Mensch, Ian McEwan, Ocean Vuong und Sabin Tambrea.
Bewegend, fantastisch und "fraglich" geht es zu bei den Literaturagenten. Sigrid Nunez erzählt, wie der Pinselaffe Mitz die Schriftstellerin Virginia Woolf vor Adolf Hitler rettete. Rolf Dobelli stellt Fragen, mit denen man sich endlos und erkenntnisreich beschäftigen kann. Und Antje Rávik Strubel spricht über Joan Didions Buch für ihren verstorbenen Ehemann.
Was schenken zu Weihnachten? Natürlich: Bücher! Aber welche? Es ist einer der liebsten Termine der Literaturagenten: Jedes Jahr, kurz vor Weihnachten, laden wir zwei Buchhändler:innen ein, damit sie Weihnachtsbuchempfehlungen geben. Und zwar maßgeschneiderte. Für Sie! Sie schreiben/mailen uns, oder erzählen am Telefon, für wen Sie ein Buch suchen, was die Vorlieben, Hobbys, Interessen, Lesegewohnheiten des zu beschenken Menschen sind – wir wissen fachkundigen Rat; und schon liegen die richtigen Bücher auf dem Gabentisch. Dafür sorgen auch in diesem Jahr einmal mehr: Eleni Efthimiou von der Buchhandlung "Leseglück" in der Ohlauer Straße in Berlin-Kreuzberg und Kurt von Hammerstein, von der Buchhandlung "Hundt, Hammer, Stein" in der Alten Schönhauser Straße in Berlin-Mitte.
Es wird romantisch: Bobo & Herzfeld lassen auf ihrem neuen Album "Ich bin der Welt abhandengekommen" Gedichte deutscher Dichter*innen neu erklingen - u.a. Texte von Rilke, Eichendorff und Rückert. Bobo präsentiert einige dieser Vertonungen live mit Harmonium. Es wird rebellisch: Sonja M. Schultz stellt ihren Roman "Mauerpogo" vor - ein Buch, "das beim Lesen in den Händen vibriert", roh, unmittelbar, voller Wucht. Es wird geistreich: Michael Maar nimmt Sie mit auf einen "Streifzug durch die Weltliteratur" und zeigt mit seinem neuen Werk, warum er zu den beliebtesten Literaturkennern unserer Zeit gehört.
In dieser Ausgabe nehmen wir sie mit vom eisigen Norden bis ins wärmende Wohnzimmer, vom Polarkreis bis ins Spielzimmer. Wir sprechen mit Karen Köhler, die uns mit ihrem neues Buch „Spielen“ dazu auffordert, die Grenzen zwischen Alltag und Abenteuer zu sprengen und öfter mal das Leben selbst als Spiel zu begreifen. Unser Buch der Woche, Wlada Kolosowas "Mutters Sprache", portraitiert drei Frauen und sehr unterschiedliche Konzepten von Mutterschaft. Um sich ihrer Vergangenheit zu stellen, reisen sie zurück in ihre Heimat, ins russische Nikel, einer eiskalten, vergifteten Bergbausiedlung hoch im Norden. Auch der norwegische Abenteurer, Kunstsammler und Verleger Erling Kagge nimmt uns mit in die Kälte: In "Mein Nordpol" lotet er die Entfernung zwischen Mensch und Natur aus und schildert, warum ausgerechnet der Nordpol immer sein Sehnsuchtsort war. Mit Helene Hegemann, Gastgeberin des Literaturformats "Longreads" sprechen wir über Konzept und Höhepunkte der neuen Staffel, der Berliner Comiczeichner Flix empfiehlt uns die Comicfassung von Paul Austers "New-York-Trilogie", und die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann erleben wir in der Buchbehandlung als leidenschaftliche Vielleserin.
Podcast-Tipp: Der neue ARD-Podcast-Feed "Große Geschichten" mit dem ersten Hörspiel zu Elena Ferrantes "Neapolitanischer Saga" in der ARD-Audiothek https://1.ard.de/neapolitanische_saga?cp=literaturagenten
Die Literaturagenten machen sich auf einen wilden Trip durch 25 Jahre deutschsprachigen Pop-Journalismus mit Erika Thomalla und ihrer Oral History "Gegenwart machen". Mit Hannah Lühmann und ihrem Roman "Heimat" klären wir die Frage: Was bewegt eine "Tradwife" im tiefsten Inneren, also eine Frau, die sich ganz bewusst für das traditionelle Hausfrauendasein entscheidet? Und in der Buchbehandlung machen wir uns auf die Suche nach einem Buch, das Abwechslung in den Alltag mit pubertierenden Kindern bringt.
Diesmal nehmen wir uns zwei Gefühle genauer vor: Liebe und Wut. Die Liebe und wie sie als Gegenentwurf zur Ohnmacht sogar zur politischen Kraft werden kann, das beschreibt Daniel Schreiber in seinem neuen Buch "Liebe! Ein Aufruf". Die Literaturagenten sprechen mit dem gefeierten Essayisten über die Liebe. Um die Wut als mächtige Kraft geht es sowohl in Fiona Sironics gefeiertem Debüt "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft", unserem "Favorit Buch" in dieser Woche, als auch in Anja Kampmanns Roman "Die Wut ist ein heller Stern". Auch hier wird Wut zum Motor. Eine Ausgabe über Umbruch und Leidenschaft, über Zerstörung und Neubeginn - und über die Liebe! Außerdem freuen wir uns auf eine passgenaue Buchbehandlung der Buchhändlerin Katharina von Uslar für die Musikerin Dota.
Wir sprechen mit dem selbsternannten „Tausendsaša“ Stanišic über seinen neuen Band voller Geschichten und Reden gegen die Härten des Lebens. „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet ist“ heißt das vergnügliche Buch, das Trost und Spaß für graue Tage liefert. Die Booker-preisgekrönte Schrifstellerin Jokha Alharthi aus Oman hat uns ein Interview über ihren Roman „Herrinnen des Mondes“ gegeben, wir lernen die Künstler-Pionierin Hannah Höch kennen, wie Miku Sophie Kühmel sie in ihrem neuen Roman „Hannah“ portraitiert, und Tocotronic-Bassist und Podcaster Jan Müller bekommt eine passgenaue Buchbehandlung.















