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Radiospitzen - Kabarett und Comedy
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Radiospitzen - Kabarett und Comedy

Author: Bayerischer Rundfunk

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Kluges Kabarett, witzige Comedy, scharfe Satire: Bei uns hören Sie Neues aus der Kleinkunst-Szene, "Angespitzt", die Kolumne von Helmut Schleich, "Zugespitzt", den satirischen Monatsrückblick, und vieles mehr.
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"Der Atomausstieg war ein strategischer Fehler". So sprach Frau von der Leyen diese Woche in Paris.Das soll Napoleon 1817 auf St. Helena über Waterloo auch gesagt haben.Ob diese enorm frühe Uschi- Erkenntnis der Tatsache geschuldet ist, dass der Atomkraft- Fan Macron anwesend war, dem sie ihren Posten als Kommissionspräsidentin der EU ja überhaupt verdankt oder ob teure Berater ihre Hände im Spiel hatten?Wir werden's wohl nicht erfahren. Ich gehe davon aus, dass alle entsprechenden Daten auf ihrem Diensthandy bereits gelöscht sind.Wenn es um Strategie geht, lohnt es sich, bei Clausewitz nachzulesen, dem großen preußischen Militärstrategen des 19. Jahrhunderts.Strategie setzt dem Krieg ein Ziel und definiert so seinen Zweck.Der Stratege benötigt daher einen starken Charakter und einen klaren und sicheren Geist. Eigenschaften, die ihn über die Mittelmäßigkeit der allermeisten Feldherren erheben. Und genau daran, so Clausewitz, scheitert Strategie zumeist.Wenn man solche Zeilen liest, dann fragt man sich unweigerlich, woher schon der Clausewitz die Uschi gekannt hat!?Wie hat sie 2011 nach Fukushima gesagt?"Die CDU hat die Dringlichkeit der Energiewende verschlafen." Darauf hin wurde sie erst einmal Verteidigungsministerin, nach der Berateraffäre in ihrem Ministerium dann Selbstverteidigungsministerin und jetzt versucht sie sich in Sachen Atomausstieg als angehende Olympiasiegerin im Zurückrudern.Man muss zugeben, in Sachen "strategische Fehler" kennt sie sich aus.Schwerer tut sich da im Moment der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter. Sich vom FC Bayern für einen Aufsichtsratsposten honorieren zu lassen und hinterher zu sagen, er habe das gar nicht gewusst, dass das genehmigungspflichtig sei, das hat mit Strategie nicht mal mehr im Ansatz zu tun. Taktik?Bei Clausewitz findet man dazu Aufschlussreiches im Kapitel "Verteidigung im Morast".Sumpfiges Gelände stelle zwar grundsätzlich eine gute, weil schwer zu überwindende Verteidigungslinie dar.Die große Gefahr besteht jedoch darin, dass dem Feind eine einzige Übergangsstelle ausreicht, um diese Verteidigungslinie zu sprengen und der anschließende Kampf im sumpfigen Gelände mit großen Verlusten verbunden ist.Ein Wahlbeobachter in München hätte die Lage nicht besser beschreiben können.Wenn der Münchner Oberbürgermeister Clausewitz gelesen hat, weiß, er, was bis zur Stichwahl auf ihn zukommt.Ein strategischer Fehler der Gewerkschaft verdi ist es inzwischen, im Arbeitskampf Warnstreiks bei Bus und Bahn auf drei Tage auszudehnen und sich damit auch noch die letzten Sympathien in der Bevölkerung zu verspielen.Fahren ohne die Fahrkarten zu kontrollieren, statt mit dem Kopf durch die Wand, das wäre ein Streik von geradezu Clausewitz'scher Genialität.Eben alles eine Frage der Perspektive.
Es ist wieder Kommunalwahl in Bayern. Da sitzt man dann in einer Schule an einem Tisch mit Sichtschutz, während man versucht, den tagesdeckengroßen Stimmzettel für den Münchner Stadtrat in geheimer Wahl auszufüllen, ohne dabei den Tischnachbarn in selbigen einzuwickeln. Und dann nach drei Stunden der Schrei: Man hat sich verpanaschiert und verkumuliert, den Falschen gestrichen und zuviel Stimmen verteilt und noch eine Einkaufsliste auf den Zettel geschrieben, man ist halt abgeschweift nach drei Stunden. Wer kann sich schon in einer Schule konzentrieren, am Sonntag und dann auch noch Mathe... . Eine Glosse von Helmut Schleich.
"In dem niederbayerischen Ort Bodenmais wurde jetzt die Bayerische Weißwurstkönigin inthronisiert. Da frägt man sich natürlich, warum denn ausgerechnet in Bodenmais? Ein Ortsname, geschaffen für vegetarische Krönungen jegliche Art. Wenn es um Fleisch geht, dann doch bitte in Schweinhütt, das ist quasi gleich neben Bodenmais oder in Schweineberg im Oberallgäu. Und wo bitte schön war unser aller Landesfleischer, äh -vater Maggus, wie kann einem wie ihm so ein Termin nur so wurscht sein? Eine Glosse von Helmut Schleich."
Mathias Tretter war immer schon ganz nah dran am Puls der Zeit. In seinen Kabarettprogrammen geht es um die demokratisierende Kraft des Internets, den Zwang zur Selbstoptimierung, um virtuelle Freunde und twitternde Präsidenten, um asoziale Netzwerke und bizarre Trends. Einst zählte der gebürtige Würzburger gemeinsam mit seinen Kollegen vom "Ersten Deutschen Zwangsensemble" zu den jungen Wilden des Kabaretts. Zahlreiche Auszeichnungen später gehört Mathias Tretter zu den etablierten Kräften auf den deutschen Bühnen. Im aktuellen Bühnenprogramm "Souverän" wirft Mathias Tretter seinen scharfen Blick auf eine Gesellschaft im Ausnahmezustand und fragt: Wer ist eigentlich der Souverän in Zeiten, in denen der Demokratie die Herrschaft allmählich abhandenkommt?
Wir in München brauchen keinen Fasching. Wir haben Sendl-ing, Gies-ing, Schwab-ing und noch einige -ing's mehr. Faschingsendspurt gibt es bei uns genauso wenig wie Kölsch auf den Getränkekarten. Soll doch der Maggus seine Fastnacht irgendwo in Franken feiern, wir derblecken und das machen wir in der Fastenzeit. Wenn bei allen am Aschermittwoch alles vorbei ist, drehen wir erst richtig auf, mit Starkbier, seinerzeit von ganz oben kirchlich abgesegnet. Ganz ohne Kostüm nehmen wir uns die Ganzjahresclowns in der Politik vor. Das geht dann bis zum Maibockanstich und dann ist eh schon wieder Wiesn. Eine Glosse von Helmut Schleich.
Wunschtermine sind eine zwiespältige Angelegenheit, weiß Kolumnist Helmut Schleich. Der Termin zum Heiraten ist eine besonders heikle Sache: Wenn es nach wissenschaftlichen Erkenntnisse der Uni Melbourne geht, dann soll es auf keinen Fall ein Datum mit Schnapszahl sein...
Jetzt a mal ganz ehrlich, genießen wir doch noch die Streiks, so wie wir sie heute kennen. Dank KI und Digitalisierung wird in ein paar Jahrzenten, keinen mehr einen Streik interessieren. Der öffentliche Nahverkehr ist autonom unterwegs, Pakete kommen per Drohne, beim Flughafen wird Dir der "Check in Roboter" in den Koffer schauen und in Fabriken wird das Auto automatisiert gebaut und all das wird von KI-Maschinen gewartet, die von KI-Maschinen gebaut und programmiert werden. Na ja, vielleicht gibt's dann hin und wieder einen "Retrostreik" nur so, zum Spaß, hat ja dann eh keiner mehr was zu tun.
Der Deutsche Kabarettpreis 2025 wurde am vergangenen Samstag im und vom Burgtheater Nürnberg verliehen - die Stadt Nürnberg stiftete die Preisgelder. Der Hauptpreis ging an Christian Ehring, der Förderpreis an Fee Brembeck, und der Sonderpreis an das Kabarett-Duo "Das Geld liegt auf der Fensterband, Marie". Im Rahmen der Verleihungsgala traten die drei PreisträgerInnen in umgekehrter Reihenfolge auf. Durch den Abend führte Matthias Egersdörfer.
Als Escape-Room bezeichnet man ein Spiel, bei dem Menschen per Rätselknacken aus einer Anlage hinaus- oder durch diese hindurchfinden müssen. Das gibt's jetzt auch in einem Kloster. Es gilt, eine Bedrohung abzuwehren.Roggenburg (KNA) Das ist mal eine besondere Location: Im bayerisch-schwäbischen Kloster Roggenburg in der Nähe von Ulm eröffnet am 2. Januar ein Escape-Room. So bezeichnet man ein Spiel, bei dem Menschen durch Lösen von Rätseln aus einer Anlage hinaus- oder durch diese hindurchfinden müssen. Der Escape-Room des in Roggenburg ansässigen katholischen Ordens der Prämonstratenser-Chorherren dreht sich um folgende Geschichte: "Wir schreiben das Jahr 1632. Auf dem europäischen Kontinent tobt der Dreißigjährige Krieg", erklärt der Ordensmann Kilian Neubert, einer der Rätselraum-Verantwortlichen. Die Spieler seien Bedienstete des Klosters und müssten mit den herannahenden Schweden verhandeln, um das Kloster vor Verwüstungen zu bewahren, insbesondere das wertvolle Chorgestühl. Um den Schweden etwas anbieten zu können, gelte es, in 60 Minuten die verborgene Klosterschatzkammer zu finden.
Als der amtierende Bundesaußenminister Wadephul Anfang der Woche von sich reden gemacht hat, weil er in sämtlichen deutschen Botschaften in der Welt ein Porträt von sich aufhängen lassen will und dem Schreiben angeblich gleich ein Bild mit Zuschnitt-Muster beigelegt hat, da habe ich mich mal wieder gefragt: Wer macht in diesem Land eigentlich das Kabarett?
Der Trend geht zur Telefonzelle in der Wohnung. Aus dem öffentlichen Raum verschwunden im privaten Wohnzimmer gefunden. Kein Smartphone in der Hosentasche sondern 20 Cent.
Latein nicht mehr als bevorzugte Amtsprache? Hallo, was kommt als nächstes, der Petersplatz wird zum Baseballstadion, nur weil der Papst ein Fan von dem Spiel ist? Und jetzt ist natürlich den Nachahmern Tür und Tor geöffnet, oder vielmehr Dür und Dor. Fränkisch soll jetzt verpflichtende Amtsprache in Bayern werden. "Drei im Weggla" müssen in allen Behördenkantinen täglich angeboten werden. Dies sei zur Würdigung unser aller Landesvaters nur angemessen, meint er. Eine Glosse von Helmut Schleich.
Auch schwere Themen können uns zum Lachen bringen - wenn sie von einem Fachmann satirisch aufbereitet werden. Das ist die hohe Kunst, die der gebürtige Wiener Severin Groebner mit Bravour beherrscht.
Markus möchte jetzt Pop-Up-AKWs, Kernkraftwerke die wieder verschwinden, bevor überhaupt jemand mitbekommen hat das da eins war. Nach dem Motto "In Bayern strahlt das AKW, der Söder lächelt und sagt schee" werden die Standorte nach den neuesten politisch, demokratischen Standards ermittelt, per Losverfahren. Als Endlager für die Brennstäbe dienen die verwaisten Wohnungen der Mitglieder der Jungen Union, die sich geschlossen, nach der Forderung der Einführung der Wehrpflicht, für 70 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet haben. Wer so konsequent bei der Rentenpolitik ist, muss auch glaubwürdig bei der Verteidigungspolitik rüberkommen. Eine Glosse von Helmut Schleich.
Seit Jahren stauen sich doch die Fahrgäste in Zügen, auf Bahnhöfen und in Schienenverkehrersatzbussen. Und am nächsten Bahnhof ist schon wieder aus mit der Reise, wegen eines Defektes am Triebwagen.
Unser Markus ist schon vor 9 Jahren Ritter geworden. Nicht durch den Ritterschlag, sondern durch den klassischen Ordenhänger. Ein Karnevalsverein legte ihm die Auszeichnung an. Seit dem hören wir fast täglich von ihm Büttenreden.
Unser Markus ist schon vor 9 Jahren Ritter geworden. Nicht durch den Ritterschlag, sondern durch den klassischen Ordenhänger. Ein Karnevalsverein legte ihm die Auszeichnung an. Seit dem hören wir fast täglich von ihm Büttenreden.
Laut der Organisation "Survival International" gibt es weltweit noch 196 sogenannte unkontaktierte Völker, also Gruppen, die noch nie Kontakt zur Außenwelt hatten. Die Hälfte davon wird in zehn Jahren verschwunden sein.
Unkontaktierte Völker

Unkontaktierte Völker

2025-11-0203:12

"Angespitzt" von Helmut Schleich: Unkontaktierte Völker
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Comments (4)

Conny B.

H. G., einfach top!

Sep 18th
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Tommy Lee

Herr Schleich nimmt die Klimakatastrophe und das dadurch verursachte Wetter ja laienhafte fundiert “ernst“. Bisher hatte ich dem Komödianten mehr Allgemeinbildung zugetraut.

Aug 4th
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Nicholas Kiefer

Die persönliche Attacke auf Drosten ist zudem unglaublicher Unkenntnis geprägt. Als ob Drittmittel nach Klickzahlen verteilt würden...

Apr 4th
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Franz Maier

👍👍👍 im Radio ist der Schleich am allerbesten

Oct 17th
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