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Tagesgespräch

Author: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.
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Die neue Schweizer Jugendstudie zeigt: Viele Jugendliche sorgen sich um Zukunft und Krisen. Unterstützung suchen sie zunehmend digital – bereits jeder Zehnte wendet sich bei Problemen an eine KI. Was sagt das über den Zustand der jungen Generation? Pro-Juventute-Direktorin Nicole Platel ordnet ein. Schulstress, Mobbing und die Kriege dieser Welt. Es sind Themen, die junge Menschen in der Schweiz beschäftigen. Die repräsentative Jugend-Studie der Pro Juventute, die heute erscheint, hat den Jugendlichen (14-25 Jahre) den Puls genommen und sie zu ihrem psychischen Befinden befragt. Die grosse Mehrheit fühlt sich wohl. Aber viele Junge Menschen, vor allem Mädchen, sind gestresst, müde und erschöpft. Die Pro Juventute Jugendstudie wurde gemeinsam mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich entwickelt. Die Direktorin von Pro Juventute, Nicole Platel ist zu Gast bei David Karasek.
Die Stimmbevölkerung hat sich für die Individualbesteuerung ausgesprochen. Doch die Mitte lässt offen, ob sie an ihrer Volksinitiative festhält, die Eheleute weiterhin gemeinsam besteuern will. Fraktionspräsidentin Yvonne Bürgin nimmt Stellung zur Kritik, ihre Partei sei eine schlechte Verliererin. Das Steuer-Duell zwischen der FDP und der Mitte haben am Wochenende die Freisinnigen für sich entschieden. Mit 54% Ja-Stimmen haben die Stimmberechtigten das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung angenommen, mit dem ein langjähriges Anliegen der FDP umgesetzt wird. Der Entscheid bringt die Mitte in eine ungemütliche Lage. Ihre Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare» verlangt, dass die sogenannte «Heiratsstrafe» beseitigt wird. Eheleute sollen aber weiterhin gemeinsam veranlagt werden, was der Individualbesteuerung widerspricht. In der «Samstagsrundschau» erklärt die Präsidentin der Mitte-Fraktion, die Zürcher Nationalrätin Yvonne Bürgin, weshalb ihre Partei das Volksbegehren nicht sofort zurückzieht und sich damit dem Vorwurf aussetzt, das Ergebnis der Volksabstimmung nicht akzeptieren zu wollen. Zweites Thema in der Sendung ist der Entscheid des Ständerats, den Neubau von Kernkraftwerken in der Schweiz wieder ermöglichen zu wollen. Er ist dank zahlreicher Stimmen der Mitte-Partei zustande gekommen. Torpediert die Partei damit den Ausbau der erneuerbaren Energien, den die damalige Mitte-Bundesrätin Doris Leuthard nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima vor 15 Jahren eingeleitet hat? Mitte-Fraktionspräsidentin Yvonne Bürgin stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
Die US-Regierung reagiert auf den wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreis: Länder dürfen vorübergehend russisches Öl kaufen, das bereits auf Tankern unterwegs ist. Was sind die Folgen? Einschätzungen von Energieexperte Christof Rühl von der Columbia University in New York. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran sorgt für Turbulenzen auf den Energiemärkten. Öl- und Gaspreise steigen stark, seit Kriegsbeginn hat sich Rohöl deutlich verteuert. Wie geht es weiter? Wie gross ist das Risiko für die Weltwirtschaft – und was bedeutet das für den Benzinpreis in der Schweiz? Christof Rühl ist deutscher Ökonom, Energie-Experte an der Columbia University in New York, und er war bis 2014 Chefökonom des Ölkonzerns BP. Rühl ist zu Gast bei David Karasek.
Rund zwei Monate nach Crans-Montana erschüttert der Postauto-Brand von Kerzers die Schweiz. Der Psychiatrie-Chefarzt Thomas Ihde erklärt, warum uns solche Taten so tief treffen und was wir dagegen tun können. Am Dienstagabend brannte in Kerzers im Kanton Freiburg ein Postauto. Sechs Personen sind dabei gestorben. Der Brand wurde absichtlich ausgelöst. Der Täter war laut der Polizei «psychisch instabil» und von seiner Familie als vermisst gemeldet. Was löst dieses Unglück in der Bevölkerung aus, nur zwei Monate nach der Brandtragödie von Crans-Montana? Thomas Ihde, Chefarzt der Psychiatrie an den Spitälern Frutigen, Meiringen, Interlaken ist zu Gast bei David Karasek.
6 Jahre lang war Patrik Wülser SRF-Korrespondent in Grossbritannien. In dieser Zeit hat er mehrere Premiers kommen und gehen sehen, hat den Tod der Queen oder den Brexit journalistisch begleitet. Nun zieht er weiter und schaut vorher im Tagesgespräch nochmals zurück. Als Patrik Wülser vor 6 Jahren in London angekommen ist, war das Land bewegt von der Pandemie und dem Brexit. Seither ist viel passiert. Wülser war es stets wichtig, die grossen Themen im Kleinen zu erzählen. Nahe bei den Menschen, vor Ort. Im Tagesgespräch erzählt er, wie sich das Land verändert hat, warum es gewohnt ist, mit Erschütterungen umzugehen und warum die Königsfamilie mehr ist als Stoff für die Klatschpresse. Als Korrespondent sei man immer Abruf, sagt Wülser. Es habe sich angefühlt, als hätte er das Königreich stets in der Hosentasche mit dabei. Patrick Wülser ist Gast bei Simone Hulliger.
Antisemitismus in der Schweiz bleibt auch 2025 auf hohem Niveau. In der realen Welt haben die Fälle leicht abgenommen, online hingegen stark zugenommen. Warum ist das so? Zsolt Balkanyi, Präsident der Stiftung gegen Antisemitismus und Rassismus ist zu Gast bei Simone Hulliger. Antisemitismus ist in der Schweiz nach dem Anschlag der Hamas auf Israel und dem Krieg in Gaza stark angestiegen. Auch im 2025 sind die Fälle auf hohem Niveau, haben aber in der realen Welt leicht abgenommen. Im Internet hingegen sind sie angestiegen. Wie passt das zusammen? Was sind Auslöser von antisemitischen Vorfällen und wo ist die Grenzen zwischen Israelkritik und Antisemitismus? Zsolt Balkanyi-Guery, Präsident der Stiftung gegen Antisemitismus und Rassismus, ist zu Gast im Tagesgespräch. Seine Stiftung hat mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund den Antisemitismus-Bericht verfasst.
Gerade in den aktuellen Krisenzeiten seien die Ergebnisse der Abstimmungen vom Sonntag ein klares Vertrauensvotum und ein Bekenntnis zum politischen System in der Schweiz und unseren Institutionen. Das sagt Politologin Cloé Jans von GfS Bern. Erfolg für Bundesrat und Parlament: Die Individualbesteuerung erhält überraschend viel Zustimmung. Die SRG- und die Klimafonds-Initiative werden deutlich verworfen. Auch die Bargeld-Initiative fällt durch, während der Gegenvorschlag angenommen wird. Politikwissenschaftlerin Cloé Jans analysiert die Resultate des Abstimmungssonntags. Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung beim Forschungsbüro GFS Bern und zu Gast bei David Karasek.
Die aktuellen Kriege verursachen grosse Verwerfungen im Flugverkehr. Was heisst das für die Swiss nach einem mässigen 2025? Hat sie die Anziehungskraft der USA überschätzt? Wie will sie das Personal wieder gewinnen? Und, was sind ihre Klima-Ziele wert? Kritische Fragen an Swiss-Chef, Jens Fehlinger. Den Flugbetrieb ans wichtige Drehkreuz Dubai und ins israelische Tel Aviv muss die Schweizer Fluggesellschaft vorläufig aussetzen. Der neue Krieg im Nahen Osten erschwert aber auch den Flugverkehr nach Asien, weil nur noch schmale Korridore in der Luft zur Verfügung stehen. Bisher hat die Swiss erst einen Flug durchgeführt, um feststeckende Schweizer Passagiere zurückzuholen. Warum nicht mehr? Wie wird sich die aktuelle Situation in den Zahlen niederschlagen? Der Blick auf die Geschäftszahlen zeigt, dass der Gewinn im letzten Jahr um gut ein Viertel eingebrochen ist und das obschon die Zahl der Flüge und der Passagiere gestiegen ist und die Treibstoffpreise deutlich gesunken sind. Wie will die Schweiz ihre Resultate verbessern angesichts der eher noch weniger stabilen Weltlage und der wieder steigenden Treibstoffpreise? Ein Grund für das finanzielle Schwächeln im letzten Jahr, waren Probleme bei der Rekrutierung von Personal. Hat die Swiss bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu viel gespart? Mit welchen Argumenten will die Führung das Personal wieder gewinnen, jetzt wo neue Verhandlungen über den Gesamtarbeitsvertrag anstehen? Und, die Swiss gibt sich nicht nur das Image einer qualitativ hochstehenden Fluggesellschaft, sondern auch das einer nachhaltigen. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent reduziert werden im Vergleich zu 2019, bis 2050 will die Swiss – wie die Schweiz als Land – bei Netto-Null sein. Die Hoffnungen liegen auf nachhaltigen Treibstoffen SAF. Doch noch sind die verfügbaren Mengen verschwindend klein und die SAF sehr teuer. Wie realistisch sind die Klima-Ziele der Swiss angesichts der Tatsache, dass nicht nur in der Schweiz immer mehr geflogen wird? Jens Fehlinger, der Chef der Fluggesellschaft Swiss, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
Nach der Militärintervention in Venezuela hat die USA Iran angegriffen. Auch bei Grönland droht der US-Präsident Donald Trump, es notfalls militärisch zu übernehmen. SRF-Nordeuropakorrespondent Bruno Kaufmann ist in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Auf der Insel wächst die Besorgnis. Seit Jahren beschreitet Grönland den Weg Richtung Unabhängigkeit. Der zunehmend aggressiv geäusserte Wunsch der USA, Grönland zu übernehmen, hat die Bande der Insel mit Dänemark wieder verstärkt. Wie sind die Beziehungen zwischen Grönland und den USA und Grönland und Dänemark gewachsen? Wie haben sie sich entwickelt? Wie denken Grönländerinnen und Grönländer über die US-Übernahmegelüste? Wie kommen Ankündigungen an, beispielsweise ein Spitalschiff werde zur Unterstützung geschickt? Bruno Kaufmann reist immer wieder nach Grönland. Was er nun angetroffen hat, wie sich das Land verändert und wie es seine Zukunft sieht, erzählt er Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Die Mitgründerin von «Free Iran Switzerland» verurteilt den Krieg. Gleichzeitig versteht sie jene, die darin die letzte Chance sehen, das Mullah-Regime zu stürzen. Ihre Verwandten im Iran, sagt sie, hätten immer weniger Hoffnung. Saghi Gholipour hat Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Iran studiert. Ihre Familie ist in den 80er Jahren vor dem iranischen Regime geflohen. Seit ihrem zweiten Lebensjahr lebt sie in der Schweiz. Heute ist sie Mitgründerin des Vereins «Free Iran Switzerland» und setzt sich dafür ein, dass die Stimme des iranischen Protests auch in der Schweiz gehört wird. Saghi Gholipour ist Gästin im Tagesgespräch bei David Karasek.
Der Krieg im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf die Warenströme. Die Golfregion ist eine wichtige Drehscheibe für den Handel. Was heisst das für einen der weltweit grössten Logistik-Dienstleister? Stefan Paul, der Chef von «Kühne + Nagel» ist zu Gast bei Simone Hulliger. Viele Flugzeuge stehen aktuell in der Golfregion still. Damit fehlten 18% der weltweiten Frachtkapazität für den Luftverkehr, erklärt Paul. «Kühne + Nagel» versuche nun, Flieger aus anderen Regionen zu chartern. Die Schifffracht sei weniger betroffen, Paul rechnet nicht damit, dass in Europa Produkte in den Läden fehlen werden. Anders sieht es in der Golfregion aus: Die fast stillgelegten Häfen und Flughäfen erschwerten die Zulieferung von Waren stark. Wie geht der Logistiker mit der Unsicherheit um? Stefan Paul ist seit 2022 CEO des Schweizer Speditionskonzerns «Kühne + Nagel».
Vor über 10 Jahren lancierte der Unternehmer Guido Fluri die Wiedergutmachungsinitiative. Nun folgt eine zweite: Mit der «Internetinitiative» fordert er eine strengere Regulierung von Tech-Plattformen, Suchmaschinen und KI-Portalen. Was treibt ihn an? Und wo will er konkret ansetzen? Was auf Tech-Plattformen gezeigt werde, gefährde die Grundrechte und die Demokratie in der Schweiz. Besonders betroffen seien Kinder und Jugendliche. Fluri will Big-Tech-Unternehmen im Bereich Gewalt, Cyberkriminalität und ausländische Desinformationskampagnen stärker zur Verantwortung ziehen. Nationalrätinnen und Nationalräte aller grosser Parteien sowie Organisationen aus der Zivilgesellschaft stützen die Vorlage. Wie soll diese Regulation konkret funktionieren? Wie schmal ist der Grat zur Zensur? Und warum sollen ausländische Konzerne vor einer Schweizer Initiative kuschen? Guido Fluri gründete 2010 die «Guido Fluri Stiftung», welche den Kinderschutz als Stiftungszweck aufweist.
Nach vier Jahrzehnten Politik zieht die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr einen Schlussstrich. Im Tagesgespräch spricht sie so offen wie selten: Über Macht, Verantwortung und die Erfahrung politischer Niederlagen. Was hat sie geprägt? Und warum geht sie jetzt? Jacqueline Fehr zieht einen Schlussstrich: Die langjährige Regierungsrätin und ehemalige Nationalrätin verzichtet auf eine erneute Kandidatur bei den Wahlen im April 2027 und schlägt einen neuen beruflichen Weg ein. Im Tagesgespräch blickt Fehr auf ihre politische Laufbahn zurück. Sie spricht offen über Macht und Verantwortung, über prägende Entscheidungen und persönliche Zweifel, aber auch über Fehler, Rückschläge und grosse Niederlagen, wie die Nichtwahl in den Bundesrat. Was bleibt nach einem Leben in der Politik? Was hat sich verändert – im Land, im politischen Betrieb und bei ihr selbst? Und was braucht es heute, um politische Verantwortung zu übernehmen? Jacqueline Fehr ist zu Gast bei David Karasek.
Die Schweizer Botschaften in Iran, Israel und einigen Golfstaaten sind weiter in Betrieb - unter erschwerten Bedingungen. Die Ereignisse überschlagen sich, erzählt Monika Schmutz Kirgöz, die Nahost-Chefin im EDA. Wo ist noch Raum für Diplomatie? Monika Schmutz Kirgöz ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die Kommunikation sei eingeschränkt, es sei für das Team in Teheran aktuell schwierig, das iranische Aussendepartement zu erreichen, sagt Schmutz Kirgöz. Doch es sei wichtig, als Schutzmacht der USA weiter vor Ort zu sein und den Kanal zwischen den USA und Iran offenzuhalten. Auch in Israel bleibt der Botschafter vor Ort. Gestern mussten er und sein Team immer wieder Schutzräume aufsuchen. Welche Signale hat die Schweiz aus den Vertretungen in den Golfstaaten? Ist das Scheitern der Verhandlungen unter der Führung des Oman auch eine Niederlage für die Diplomatie? Und welche Rolle kann die Schweiz nun spielen? Monika Schmutz Kirgöz leitet die Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika im Aussendepartement EDA.
Die USA haben ihre Drohung wahr gemacht und zusammen mit Israel den Iran angegriffen. Der Iran wiederum reagierte mit Raketen auf Ziele in Israel und US-Militärbasen in der Region. Wie das alles einzuordnen ist, erklärt Nahost-Expertin Gudrun Harrer im Gespräch mit Karoline Arn. Der Angriff hatte sich seit Tagen abgezeichnet: Die USA haben Flugzeugträger in der Region stationiert und Botschaftspersonal abgezogen. Trotz Ankündigung, dass die Gespräche mit dem Iran weitergehen sollen, folgte der Schlag dann am Samstag. Welche Ziele verfolgen die USA und Israel? Was bedeuten diese Angriffe für die Region? Und sind Hoffnungen der Opposition auf einen Regimewechsel gerechtfertigt? Antworten darauf gibt Nahostexpertin Gudrun Harrer im Tagesgespräch Spezial mit Karoline Arn. Gudrun Harrer leitete das Auslandressort der österreichischen Tageszeitung Standard und unterrichtet an der Universität Wien.
Als Leiter einer Parlamentariergruppe lobbyierte Ständerat Damian Müller in den USA für die Schweiz. Als Sozialpolitiker und FDP-Wahlkampfchef kämpft er gegen höhere Steuern und will ein höheres Rentenalter. Ist das das richtige Rezept vor den Wahlen 2027? Die vier Parlamentsmitglieder trafen US-Abgeordnete, Mitarbeiter des Handelsbeauftragten von US-Präsident Trump und besuchten Firmen: Doch wieviel kann eine parteiübergreifende Parlamentsgruppe im Zollstreit überhaupt bewirken, da ja einzig US-Präsident Trump entscheidet – ist eine solche Reise das Geld wert, das sie kostet? Delegationsleiter Damian Müller, Luzerner FDP-Ständerat, nimmt Stellung. In der Sozialpolitik will die FDP möglichst keine höheren Steuern oder Lohnabzüge – die 13. AHV-Rente will sie erst mit einer grossen AHV-Reform finanzieren. Rentenalter 66 findet Damian Müller zumutbar – und propagiert ein höheres Rentenalter persönlich auch als Mittel, um den hohen Armeekosten zu begegnen. Sind mehr Sparen und ein höheres Rentenalter wirklich erfolgsversprechend für eine Partei, die nächstes Jahr bei den nationalen Wahlen indirekt auch um ihren zweiten Bundesratssitz kämpft? Was entgegnet Müller den älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die mit zunehmendem Alter mehr Mühe haben, überhaupt eine Stelle zu finden? Der Luzerner Ständerat stellt sich in der Samstagsrundschau den kritischen Fragen von Nathalie Christen. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
Seit gut 100 Tagen ist Serge Bavaud Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes. Er übernahm in einer schwierigen Zeit: Die Bedrohungslage hat sich verschlechtert, gleichzeitig hat eine Reorganisation den NDB geschwächt. Wo steht der Geheimdienst heute? Serge Bavaud ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die Umstrukturierung war zu viel für den Nachrichtendienst, räumt Bavaud ein, das Personal war ermüdet. Auch die Zusammenarbeit mit den Kantonen habe nicht mehr so funktioniert, wie sie sollte. Er ist aber überzeugt, dass er seit seinem Amtsantritt erste Verbesserungen initiieren konnte. Das sei wichtig, denn der NDB sei gefordert. Die Bedrohungslage habe sich verschlechtert. Die Schweiz befinde ich in einem hybriden Krieg. Ausserdem sei die Gefahr von Terrorismus und gewaltbereitem politischem Extremismus gross. Um all den Anforderungen gerecht zu werden, fordert Bavaud mehr Mittel. Serge Bavaud war vorher Leiter des Zentrums für Krisenmanagement im Departement des Äussern (EDA). Seit November 2025 leitet er den Nachrichtendienst des Bundes.
Seit 20 Jahren entwickelt die Universität Bern einen Massenspektrometer, der mit der Artemis-Mission mit den Astronauten zum Mond fliegen soll. Für den Leiter des Physikalischen Instituts ist dies vor allen ein Test. Sein Instrument soll einmal Leben auf dem Mars entdecken. Eigentlich hätte Artemis II Anfang März starten sollen, um mit 4 Astronauten einen Probeflug um den Mond zu machen. Nun wurde der Start auf April verschoben. «Wenn Menschen dabei sind, darf kein Risiko eingegangen werden», begründet der Schweizer Astrophysiker Peter Wurz diesen Schritt. Er steht in engem Austausch mit der Nasa. Bereits bei der Apollo-Mission schrieb ein Instrument der Universität Bern Geschichte: Das Sonnenwindsegel. Es sammelte den Sonnenwind ein, der nur ausserhalb der Atmosphäre weht. Noch vor der US-Flagge pflanzten die Astronauten das Segel in den Mond. Die enge Zusammenarbeit mit der Nasa ist nie abgebrochen. Die Universität Bern wurde angefragt, für die Artemis-Mission einen Massenspektrometer zu entwickeln, der portabel mit Laser die Zusammensetzung des Mondes erkunden kann. Das Ziel ist es, mit diesem Gerät einst nach Leben auf dem Mars zu suchen. Welchen Anforderungen muss ein Instrument im Weltall genügen? Welche Interessen stehen hinter der neuen Mondmission? Wird die Nasa den neuen Wettlauf zum Mond gewinnen? Warum beteiligen sich auch Bergbaufirmen mit Milliardenbeträgen an der Mission? Peter Wurz, Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Vor 40 Jahren (1986) trat Stephan Eicher zum ersten Mal im legendären Pariser Olympia auf. Nun ist er dort mit seinem neuen Album auf Tournee. Seit Jahrzehnten ist Eicher in Frankreich ein Star. Wie gelang ihm dies? Warum blieb er der Stadt, die sein Herz brach, über all die Jahre treu? Stephan Eicher kennt Paris wie keine andere Stadt. Er liebt sie auch. «Das würde ich nie auf Französisch sagen, sonst werden sie noch eingebildeter», spöttelt er. Seine Auftritte im 133jährigen Pariser Olympia, in welchem auch Edith Piaf oder die Beatles aufgetreten sind, vergleicht er mit kleinen Banküberfällen. Nach Paris kam er, weil er seiner ersten grossen Liebe aus Bern folgte, die er jedoch bald an einen Freund aus Paris verlor. Aus seinem Schmerz und mit ein paar Brocken Französisch textete er Lieder für das kleine Album «Souvenir». Aus einer zufälligen Begegnung mit dem Autor von «Betty Blue, 37.2 am Morgen», Philippe Djian, entwickelte sich eine jahrzehntelange Freundschaft und Zusammenarbeit. Ist Eicher in Frankreich ein anderer Star als in der Schweiz? Warum strotzt sein neues Album vor Naturbeobachtungen? Stephan Eicher ist nach dem Konzert im Olympia zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Der Direktor der Tessiner Handelskammer kritisiert Italiens Verhalten nach Crans-Montana scharf. Zudem machen ihm dauernd wechselnde US-Zölle, mögliche neue Industriegesetze zum Nachteil der Schweiz und Italiens Vorgehen bei der Grenzgängerbesteuerung Sorgen. Protektionismus und wirtschaftspolitisches Powerplay setzen die Schweiz und vor allem das Tessin zunehmend unter Druck. Seit Jahren versucht Italien mit einer aggressiven Standortpolitik, Unternehmen und Spitzenverdienende anzuziehen. Die Folgen sind im Tessin deutlich spürbar: sinkende Kaufkraft, wachsende Armut und ein steigender Schuldenberg. Es drohen Millionendefizite. Luca Albertoni analysiert die aktuellen Herausforderungen, zeigt Möglichkeiten zur Verschlankung des Staates auf und erklärt, warum Steuererhöhungen dennoch kaum zu vermeiden sein dürften. Luca Albertoni ist Gast im Tagesgespräch bei Iwan Santoro
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