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Die Brandkatastrophe in Crans Montana könnte das Bild der Schweiz in Italien langfristig prägen. Giorgia Meloni hat daran ihren Anteil. Nicht nur aus politischen Gründen, sondern weil sie die Schweiz wenig kennt und keine Verbindung zum Nachbarland hat. Sagt SRF-Italienkorrespondent Franco Battel.
Am Freitag beginnen die Olympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026. Die Schweiz schaut nicht nur aus sportlichen Gründen auf die Spiele, sondern auch, weil die Schweiz allfällige Winterspiele 2038 nach einem ähnlichen dezentralen Konzept plant. Wie ist dies Stimmung vor diesen Spielen in Italien? Und wie ist die Stimmung in Italien gegenüber der Schweiz?
Nach der drastischen Massnahme des Abzugs des italienischen Botschafters aus der Schweiz haben auch italienische Behörden mit Untersuchungen zur Brandkatastrophe in Crans Montana begonnen. Welche Auswirkungen werden diese Ermittlungen haben? Wie wird sich dieses Ereignis auf das Bild der Schweiz in Italien und das Verhältnis der beiden Länder auswirken?
Sicher ist, dass es mit der freundschaftlichen Verbundenheit der letzten 10 Jahre, welche Franco Battel als SRF-Italienkorrespondent überblicken kann, vorerst vorbei ist. Franco Battel ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Die ukrainische Autorin Kateryna Mishchenko spricht über die aktuellen festgefahrenen Verhandlungen, russischen Dauerbeschuss, Stromausfälle bei minus 20 Grad – und darüber, warum dieser Krieg auch ein Angriff auf die kulturelle Identität und das Selbstverständnis der Ukraine ist.
Kateryna Mishchenko ist Autorin, Verlegerin und Übersetzerin. Nach dem Kriegsausbruch floh sie mit ihrem Sohn von Kiew nach Berlin. Ein Gespräch über den russischen Dauerbeschuss, Stromausfälle bei minus 20 Grad und immer wieder Verhandlungen. Und: Russlands Krieg richtet sich nicht nur gegen das ukrainische Territorium, sondern auch gegen seine Kultur, Sprache und Literatur.
In den Buchhandlungen wurde gemailt, als niemand dieses System kannte. Jeff Bezos wählt nicht zufällig Bücher, um mit Amazon den Onlinehandel zu erobern. Ex Libris geht im Digitec Galaxus auf; ein Zeichen der Zeit, sagt Tanja Messerli, Geschäftsführerin des Schweizer Buchhandels- und Verlagsverbands
Die Nationalbank handelt unabhängig von der Politik. Doch Daniel Lampart, Chefökonom des Gewerkschaftsbunds und langjähriger Bankenrat der SNB, sorgt sich, dass der starke Franken immer mehr Arbeitsplätze in der Schweiz vernichtet. Er fordert deshalb von der SNB Gegensteuer und eine klare Haltung.
Die Arbeitslosigkeit zieht seit letztem Jahr wieder an. Was macht der Schweizer Wirtschaft am meisten zu schaffen? Die US-Zölle? Die angekündigten Schweizer Investitionen im Ausland? Die Wirtschaftslage in Europa? Der starke Franken? «Wo sind die Investitionsversprechen für die Schweiz?», fragt der Chefökonom des Gewerkschaftsbunds Daniel Lampart mit Blick auf die Milliarden, welche Schweizer Unternehmen in den USA, aber auch in Indien investieren wollen. Wie schaut der Gewerkschaftsbund in die Zukunft? Daniel Lampart ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Am 8. März stimmen wir über die Klimafonds-Initiative ab. Diese verlangt mehr Mittel für den Klimaschutz, etwa für Solarpanels oder die Förderung klimaneutraler Technologien. Ist die Schweiz auf Kurs in Sachen Klimaschutz - oder braucht es einen zusätzlichen Klimafonds, um die Ziele zu erreichen?
Der Bund soll deutlich mehr für den Klimaschutz ausgeben – das fordert die Klimafonds-Initiative. Bis 2050 sollen jährlich zwischen 0.5 bis 1 Prozent des nationalen Bruttoinlandprodukts in einen staatlichen Klimafonds fliessen. Die Ausgaben wären zumindest vorübergehend von der Schuldenbremse ausgenommen. Während die Initiantinnen und Initianten darin eine notwendige Investition sehen, um hohe Kosten künftiger Klimaschäden zu vermeiden, warnen die Gegnerinnen und Gegner vor einer Verschuldung auf Kosten künftiger Generationen. Über die Initiative diskutieren Grünen-Nationalrätin Marionna Schlatter als Befürworterin und SVP-Ständerat Jakob Stark als Gegner.
Trotz Gesetzesanpassungen fürchtet Deutschland, dass die Schweiz die Wiederausfuhr von Waffen behindern könnte. «Völlig falsch!», heisst es von der Schweizer Industrie. Warum? Und, wie sollen Waffenkäufer wieder in die Schweiz vertrauen? Kritische Fragen an Swissmem-Direktor, Stefan Brupbacher.
Als Deutschland Schweizer Munition für Panzer des Typs Gepard an die Ukraine weitergeben wollte, untersagte dies der Bundesrat mit Verweis auf das Verbot von Wiederausfuhren an Krieg führende Länder. In der Folge kündigte Deutschland an, keine Rüstungsgüter mehr in der Schweiz zu bestellen. Die Schweizer Rüstungsindustrie machte Druck. Das Parlament lockerte Ende letzten Jahres das Kriegsmaterialgesetz. Doch aus Sicht des deutschen Botschafters in der Schweiz bleibt Unsicherheit, weil der Bundesrat Ausfuhren weiterhin verhindern könnte. Der Branchenverband Swissmem hat sich für die Rüstungsindustrie stark gemacht und die Gesetzgebung massgeblich geprägt. Was sagt der Direktor zu den Zweifeln des deutschen Botschafters? Was, wenn der Bundesrat tatsächlich wieder Wiederausfuhren verhindern würde? Und wie steht’s um die Ukraine? Dorthin dürfen Schweizer Waffen weiterhin nicht weitergegeben werden – alles für nichts, also?
Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie wartet diese Woche auch gespannt auf ein Zeichen aus Italien. Passiert nichts, so treten ab Februar in Italien neue Haushaltsregeln in Kraft, die es Unternehmen erlauben Hyperabschreibungen zu machen auf Maschinen, die sie in der EU oder im EWR kaufen, nicht aber auf solche aus der Schweiz. Aufträge an Schweizer Firmen im Umfang von einer Milliarde Franken sind laut Swissmem bedroht. Sind die neuen Regeln tatsächlich entscheidend? Warum schlägt der Verband erst jetzt Alarm? Und, spricht diese Situation nun für oder gegen den Abschluss neuer Bilateraler Verträge mit der EU?
Und, die exportorientierte Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie scheint zu stagnieren. Sie klagt über den starken Franken und fordert mehr Freihandel und weniger Bürokratie. Macht es sich die Industrie da nicht zu einfach?
Stefan Brupbacher, der Direktor des Branchenverbands Swissmem nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.
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Die Atommächte bauen ihre Nukleararsenale seit Jahren aus. Eine atomwaffenfreie Welt ist in weiter Ferne. Der russische Präsidentin Vladimir Putin droht regelmässig, Nuklearwaffen einzusetzen und US-Präsident Donald Trump kündigte Atomtests an. Florian Eblenkamp und seine Genfer Nichtregierungsorgan
Jede Waffe sei eine Bedrohung. Aber keine Waffe habe ein annährend so grosses Zerstörungspotenzial wie Atomwaffen. Das betont der Genfer Politologe und Nuklearwaffenexperte Florian Eblenkamp. Seine NGO «Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen» (ICAN) wurde 2017 für ihr Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die NGO hatte unter anderen einen Atomwaffenverbotsvertrag lanciert, den mittlerweile rund 100 Uno-Mitgliedsstaaten unterzeichnet haben. Dessen ungeachtet, setzen die Atommächte weiterhin auf nukleare Abschreckung und bauen ihre Waffenarsenale aus. Warum ist das so? Und warum hat der Bundesrat den Atomwaffenverbotsvertrag bislang nicht unterzeichnet, obwohl Schweizer Diplomaten an dessen Ausarbeitung beteiligt waren und National- und Ständerat den Bundesrat aufgefordert haben, sich dem Vertrag anzuschliessen? Der Bundesrat stellte sich auf den Standpunkt, dass, solange sich die Atommächte dem Verbotsvertrag nicht anschliessen, dieser auch keine Wirkung entfaltet. Das sieht Florian Eblenkamp anders. Um den Druck auf den Bundesrat zu erhöhen und die Unterzeichnung zu erzwingen, hat er eine Volksinitiative lanciert und das Anliegen im Dezember bei der Bundeskanzlei eingereicht. Florian Eblenkamp ist zu Gast in Tagesgespräch bei Philippe Reichen.
Sebastian Kurz war bis 2021 Bundeskanzler von Österreich. Wegen Korruptionsvorwürfen trat er zurück. Heute ist er Unternehmer und äussert sich regelmässig zur Geopolitik. Was treibt ihn an? Strebt er nach einem Comeback in der österreichischen Politik? Sebastian Kurz ist zu Gast bei Simone Hulliger.
Dank seiner Zeit in der Politik ist Kurz auf der Weltbühne noch immer gut vernetzt. So kennt er auch Donald Trump und Personen aus seinem engen Umfeld persönlich. Die aktuelle Politik der USA betrachtet er differenziert. Er mag nicht in den Chor derer einstimmen, die alles schlecht finden, was von Trump kommt. Als überzeugter Transatlantiker sieht er die Zoll- und Grönlandpolitik allerdings kritisch. Heute ist Kurz Unternehmer im Bereich Cybersicherheit. Was genau macht er dort? Und will er zurück in die Politik?
Die Diplomatin im Aussendepartement EDA verantwortet die Beziehungen zu Syrien, Iran und Gaza. Sie vermittelt hinter den Kulissen, mahnt humanitäres Völkerrecht ein und sucht politische Perspektiven in den brennendsten Krisen des Nahen Ostens.
Nach dem Abzug der kurdischen Milizen sollen zahlreiche IS-Anhänger aus Lagern und Haftanstalten in Syrien entkommen sein. Zwar beteuert die Übergangsregierung in Damaskus, die Situation unter Kontrolle zu haben, doch es bestehen weiterhin Zweifel. Monika Schmutz Kirgöz, Leiterin der Abteilung Mittlerer Osten im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), steht in Kontakt mit den Schweizer IS-Anhängern. Die Diplomatin ist zu Gast bei David Karasek.
Der Autor Tom Kummer hat vor 25 Jahren einer der grössten Medienskandale im deutschsprachigen Raum ausgelöst. Zum SRF-Thema Fakt oder Fake fragen wir, was es braucht, damit erfundene Interviews geglaubt werden und wie sich eine vermeintliche Freiheit als Gefahr für den Journalismus entpuppte.
Im März erscheint Tom Kummers neuer Roman: «Freiwürfe mit einem Diktator». Darin verarbeitet er die Zeit des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un in Berner Internaten zu einem Roman.
Was literarisch gang und gäbe ist, anhand von Fakten zusammen mit Fiktion eine Geschichte zu erzählen, hat vor 25 Jahren als Journalismus einen grossen Medienskandal ausgelöst. Kummer veröffentlichte erfundene Interviews mit Stars in verschiedenen renommierten deutschsprachigen Magazinen.
Während Jahren wurden diese gefälschten Interviews von Kummer gedruckt, geglaubt und gut verkauft. Welche Mechanismen spielten da? Was gilt auch für heutige Fakenews? Was ist anders?
«Heute würde ich nicht mehr dafür plädieren, dass sich im Journalismus Realität mit Fiktion vermischen», bilanziert Kummer. Tom Kummer ist zum SRF-Thema Fakt oder Fake zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Die Lage in den kurdischen Gebieten in Syrien ist unübersichtlich. Einige IS-Kämpfer sind aus den Gefängnissen entkommen, ebenfalls wurden Frauen und Kinder aus IS-Lagern in Syrien entlassen. Dies sagt der Migrationsexperte Ashti Amir, er ist vor 25 Jahren aus Syrien in die Schweiz geflüchtet.
Ashti Amir ist letzten November nach Syrien gereist und hat IS-Lager besucht und mit Inhaftierten gesprochen.
Auch mit einer Schweizerin, die mit ihrem Kind zurückkehren möchte. Bisher hat die Schweiz keine aktiven Rückführungen vorgenommen.
Nun drohen diese drei Schweizer und die Schweizerin mit ihrem Kind in der unübersichtlichen Lage auf freien Fuss zu gelangen. Auch in Europa warnen Stimmen vor vermehrten Anschlägen des IS durch freigekommene Kämpfer.
Ashti Amir hat in der Schweiz verschiedene Asylzentren geleitet und führt das kleine Hilfswerk SyrAid. Er ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Am WEF in Davos hat US-Präsident Trump seinen Machtpoker um Grönland fortgesetzt - und über die Schweiz gelästert. Der Bundesrat blieb bei all dem ziemlich leise. Zu leise, findet die frühere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Doch wäre ein lauter Protest tatsächlich im Interesse des Landes?
Micheline Calmy-Rey hält sich für gewöhnlich nicht zurück mit Kritik. Auch jetzt nicht. "In dieser turbulenten Situation hätte ich erwartet, dass sich der Bundesrat äussert und den Respekt des Völkerrechts fordert", sagt die frühere SP-Bundesrätin und Aussenministerin. Auch sie weiss: Ein entschiedeneres Auftreten wäre riskant gewesen in der Ära Trump, in der jedes Wort negative Folgen haben kann. Denn noch ist der Zolldeal zwischen Washington und Bern nicht unter Dach und Fach. Ein Dilemma also: Einstehen fürs Völkerrecht, für Werte - oder zurückstehen im Sinne der wirtschaftlichen Landesinteressen?
Klar ist Calmy-Rey beim sogenannten Friedensrat, zu dem Trump die Schweiz eingeladen hat: Auf keinen Fall dürfe die Schweiz diese Einladung annehmen, sagt sie. Es drohe eine Schwächung der UNO, des internationalen Genfs und der Schweiz.
Die neue Weltordnung, die offen zur Schau getragene Abkehr der USA vom Völkerrecht und von Europa, scheint den Bundesrat zurzeit etwas sprachlos zu machen. Wo ist der Platz der Schweiz? Wie viel bringt eine engere Anbindung an Europa, wenn dies die Souveränität schmälert? Kritische Fragen an Micheline Calmy-Rey.
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Am WEF in Davos spricht Jens Spahn, Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, über den Umgang mit Donald Trump, den Aufstieg der AfD und darüber, wie die Zusammenarbeit mit Kanzler Merz funktioniert.
Jens Spahn ist einer der mächtigsten Politiker Deutschlands. Er war Gesundheitsminister unter Angela Merkel und ist nun Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag. Spahn sieht die Forderungen und Drohungen Trumps bezüglich Grönland als inakzeptabel an, betont aber die Wichtigkeit guter Beziehungen zu den USA für Europas Sicherheit und Wirtschaft. Weitere Themen im Gespräch: Der Vormarsch der AfD, die politische Brandmauer und die Zusammenarbeit mit Kanzler Merz. Er räumt ein, dass es bei der Mehrheitsbeschaffung in der Fraktion Schwierigkeiten gab. Jens Spahn ist zu Gast bei David Karasek.
Der Streit um Grönland belastet die Beziehungen zwischen der EU und den USA. Nun gibt es Bewegung: Donald Trump verzichtet vorerst auf neue Zölle gegen europäische Länder und schliesst eine militärische Aktion aus. Wie geht es jetzt weiter? Antworten von EU-Korrespondent Charles Liebherr.
Nato Generalsekretär Mark Rutte hat sich mit Donald Trump auf eine Grundlage für ein Grönland-Abkommen geeinigt. Wie könnte ein solches Abkommen aussehen? Wie geschlossen steht die EU bei der Ausgestaltung der transatlantischen Beziehungen da? Und wie hat die Machtpolitik der Grossmächte Europa verändert? Charles Liebherr ist seit 2019 EU-Korrespondent von Radio SRF in Brüssel. Im Tagesgespräch ist er zu Gast bei Simone Hulliger.
Helen Toner war im Verwaltungsrat von Open AI, als Chat GPT veröffentlicht wurde. Kurze Zeit später stimmte sie für die Entlassung von CEO Sam Altman. Im Tagesgespräch erzählt sie von dieser Zeit und erklärt, wo sie die grössten Risiken in der Entwicklung von KI ortet.
Sie konnte den Aussagen von Altman damals nicht vertrauen, darum habe sie ihre Kontrollfunktion als Verwaltungsrätin nicht erfüllen können, erinnert sich Toner. Das war der Grund, warum das Gremium Altman absetzte. Nur wenige Tage später war er wieder zurück und Toner verliess den Verwaltungsrat.
Heute befasst sie sich mit Sicherheitsrisiken von KI im «Think Tank Center for Security and Emerging Technology» an der Georgetown Universität in Washington.
Im Tagesgespräch erzählt sie, dass auch die berühmtesten KI-Forscher nicht wirklich verstehen, was sie tun, erklärt, warum es unbedingt mehr Regulation braucht und welchen Beruf ein junger Mensch heute wählen könnte.
Helen Toner ist Gästin bei Simone Hulliger.
Die Olympischen Winterspiele 2038 sollen in der Schweiz stattfinden. Aber: Die Schweiz will nicht. 2013, 2017 und 2018 sagten die Stimmberechtigten Nein zu Olympischen Winterspielen in ihren Kantonen. Wie will Swiss Olympic Präsidentin Ruth Metzler die Bevölkerung überzeugen?
Olympische Winterspiele in der Schweiz – in rund zwölf Jahren könnten sie Realität werden. Der Verein «Switzerland 2038» hat dazu erste konkrete Pläne vorgelegt. Vorgesehen sind dezentrale Spiele in allen Landesteilen und Sprachregionen – ein Novum in der Geschichte der Olympischen Winterspiele. Ob die Schweiz den Zuschlag erhält, hängt vom politischen Willen und den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees ab.
Darüber spricht die ehemalige Bundesrätin und Justizministerin Ruth Metzler, seit einem Jahr Präsidentin von Swiss Olympic, bei David Karasek.
Erneut droht Donald Trump europäischen Ländern mit Zöllen. Wie wirkt sich das auf die Finanzmärkte aus? Diese sind mit Euphorie ins neue Jahr gestartet. Droht nun eine Kurskorrektur? Der Börsenkorrespondent Jens Korte ist zu Gast im Tagesgespräch mit Simone Hulliger.
Die Finanzmärkte wirken zurzeit wie aus Teflon. Trotz militärischer Konflikte oder steigenden Staatsschulden verzeichnen sie Höchststände, ein Allzeithoch jagte anfangs Jahr das nächste. Woher kommt diese Zuversicht? Spiegeln die Börsen überhaupt noch das Befinden der realen Wirtschaft wider? Und was könnte die Party auf den Finanzmärkten beenden? Jens Korte berichtet seit 1999 von der Wallstreet in New York, auch für Radio und Fernsehen SRF.
Das 56. WEF steht ganz im Zeichen des Besuchs von US-Präsident Donald Trump. Dabei steht Trump für das Gegenteil des «Geistes von Davos», also globale Zusammenarbeit. Lässt sich das WEF kapern? Übertüncht der Besuch die internen Probleme? Kritische Fragen an den WEF-Co-Präsidenten, André Hoffmann.
André Hoffmann gehört zur Familie der Roche-Erben, ist Vize-Präsident des Pharmakonzerns und seit dem letzten August präsidiert er zusammen mit Blackrock-Chef, Larry Fink, den WEF-Stiftungsrat. Und, André Hoffmann, der sich selbst als Umweltaktivist bezeichnet und sich für Nachhaltigkeit engagiert, zeigte sich bei der Wahl Donald Trumps vor einem Jahr schockiert, dass eine Mehrheit in den USA einen «alten, korrupten Mann» gewählt habe. Nun ist just dieser Mann Star-Gast am WEF in Davos. Warum also die Einladung? Was unternimmt das WEF gegen die immer grösser werdende Präsenz der USA in Davos? Und setzt sich der Schweizer WEF-Co-Präsident für Schweizer Interessen ein?
Der Besuch des US-Präsidenten macht vergessen, dass das WEF im vergangenen Jahr kräftig durchgeschüttelt wurde. Whistleblower hatten dem Gründer und langjährigen Mister WEF, Klaus Schwab, vorgeworfen, er habe u.a. bei den Spesen getrickst und Studien des WEF zu beeinflussen versucht. Zwar hat eine externe Untersuchung die Vorwürfe entkräftet, der Nachfolger von Schwab, ex-Nestlé-Chef, Peter Brabeck nahm trotzdem Knall auf Fall den Hut. Sind die Wogen intern wirklich geglättet? Was macht das neue Co-Präsidium anders? Und hat das WEF überhaupt eine Zukunft?
André Hoffmann, Co-Präsident des WEF-Stiftungsrats, Roche-Erbe und Vize-Präsident und Autor eines Buches zu nachhaltigem Wirtschaften nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.
Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
Im vergangenen Jahr wurden so wenige neue Autos verkauft wie seit 25 Jahren nicht mehr (Pandemiejahre ausgenommen). Woran liegt das? Und warum gelingt es nicht, mehr E-Autos zu verkaufen? Der Direktor von «Auto Schweiz» ist zu Gast im Tagesgespräch bei Simone Hulliger.
«Auto Schweiz» vertritt die Autoimporteure der Schweiz. Für sie war 2025 kein gutes Jahr, die Zahl der verkauften neuen Autos liegt auf einem historischen Tief. Ausserdem waren nur gut ein Drittel der verkauften Autos Steckerfahrzeuge. Die Schweiz hat sich aber 50% zum Ziel gesetzt. Warum harzt der Verkauf von E-Autos? Welche Strafe droht nun den Importeuren? Thomas Rücker ist seit 2024 Direktor von «Auto Schweiz».
Michael Beer ist Vizedirektor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV und zuständig für Pflanzenschutzmittel. Seit gut einem Monat gilt das «vereinfachte» Zulassungsverfahren. Hilft es, die Gesuche schneller zu bearbeiten? Welche Risiken bleiben bei der Zulassung?
Seit 2021 ist das BLV zuständig für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, nicht mehr das Bundesamt für Landwirtschaft. Die Zulassungen stehen von verschiedenen Seiten unter Druck: Landwirtschaftskreise möchten neue Pflanzenschutzmittel, um Lebensmittel zu produzieren, auch, da verschiedene aus dem Verkauf zurückgezogen wurden. Umweltverbände sorgen sich um die Verunreinigungen von Wasser oder Böden. Auch Gesundheitsrisiken für den Menschen müssen berücksichtigt werden. Über 500 Gesuche warten auf eine Prüfung, seit letztem Dezember gilt ein sogenanntes vereinfachtes Zulassungsverfahren. Was hat sich damit verändert? Werden nun Gesuche schneller bewilligt? Wie nimmt das BLV die Kritik am Zulassungsverfahren auf? Was würden die neuen Verträge mit der EU verändern? Der Lebensmittelingenieur und Vizedirektor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ist zuständig für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Für ihn gibt es keine risikofreie Anwendung von Pflanzenschutzmittel. Man könne nicht ausschliessen, dass auch bei heute zugelassenen Pflanzenschutzmitteln künftig Risiken für Natur und Mensch auftreten könnten. Michael Beer ist zu Gast im Tagesgespräch von Karoline Arn.



