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Ecke Hansaring - Geschichte
Ecke Hansaring - Geschichte
Author: seitenwaelzer
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© 2026 seitenwaelzer
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Gefährliches Halbwissen und große Persönlichkeiten. Dafür steht Ecke Hansaring! Und die Rede ist dabei nicht von unseren beiden Redakteuren Michi und Moritz, sondern von Maria Theresia oder dem sagenumwobenen Graf Dracula. Geschichte in spannend, mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor – nicht mehr und nicht weniger. Der Geschichtspodcast.
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1928 startet das italienische Luftschiff Italia unter der Leitung von Umberto Nobile zu einer ehrgeizigen Expedition in die Arktis mit dem Ziel, den Nordpol zu überfliegen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Doch was als technisches Prestigeprojekt beginnt, entwickelt sich schnell zu einem dramatischen Überlebenskampf, als das Luftschiff auf dem Rückweg abstürzt und Teile der Besatzung im Packeis stranden. Moritz und Michi erzählen die Geschichte dieser Expedition, werfen einen Blick auf Nobile als Ingenieur und Expeditionsleiter und beleuchten die internationalen Rettungsaktionen, die zu einem der größten Arktisdramen des 20. Jahrhunderts wurden. Eine Folge über Pioniergeist, politische Erwartungen und die Grenzen menschlicher Kontrolle in einer der unwirtlichsten Regionen der Erde.
Im Jahr 1351 kam es im Bretagne-Konflikt des Hundertjährigen Krieges zu einem außergewöhnlichen Ereignis, dem sogenannten Turnier der Dreißig. Statt einer klassischen Schlacht einigten sich beide Seiten darauf, jeweils dreißig Kämpfer gegeneinander antreten zu lassen. Ein Kampf nach festen Regeln, der dennoch alles andere als ungefährlich war. Moritz und Michi schauen sich an, wie es zu dieser Entscheidung kam, welche Rolle ritterliche Ideale, Ehre und Propaganda spielten und wie der Kampf tatsächlich ablief. Dabei wird deutlich, dass das Turnier der Dreißig weniger ein Spiel als vielmehr eine brutal geführte Auseinandersetzung war, die exemplarisch zeigt, wie eng im Mittelalter Inszenierung und Gewalt miteinander verbunden sein konnten. Eine Folge über Rittertum, Kriegskultur und die Frage, wie viel „Turnier“ wirklich in diesem Kampf steckte.
Ende des 19. Jahrhunderts entbrannte in Südamerika ein Konflikt, der heute oft übersehen wird, aber massive Folgen hatte: der Salpeterkrieg zwischen Chile, Peru und Bolivien. Ausgelöst durch Streitigkeiten um salpeterreiche Gebiete in der Atacama-Wüste entwickelte sich ein Krieg, der nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch nationale Identität und geopolitische Machtfragen berührte. Moritz und Michi erklären, warum dieser Rohstoff so wertvoll war, wie sich der Konflikt militärisch entwickelte und weshalb Bolivien bis heute keinen Zugang zum Meer hat. Eine Folge über Ressourcen, Rivalität und die langfristigen Folgen eines Krieges, der die Region bis heute prägt.
Der Orientexpress gilt bis heute als der berühmteste Zug der Welt und als Symbol für Luxusreisen der Belle Époque. In dieser Folge erzählen Moritz und Michi, wie der Zug im späten 19. Jahrhundert entstand, welche Rolle der belgische Unternehmer Georges Nagelmackers dabei spielte und wie die Verbindung von Paris nach Konstantinopel zu einem Prestigeprojekt europäischer Mobilität wurde. Es geht um elegante Schlafwagen, internationale Diplomaten, Spione, Schriftsteller und natürlich um die zahlreichen Geschichten und Mythen, die sich um den Zug ranken. Auch die Rolle des Orientexpresses in Literatur und Popkultur – etwa durch Agatha Christie – kommt zur Sprache. Eine Episode über Technikgeschichte, internationale Politik und die Faszination eines Zuges, der über Jahrzehnte hinweg Europa miteinander verband.
In den 1970er-Jahren wurde ein Name weltweit zum Synonym für internationalen Terrorismus: Carlos der Schakal. Hinter diesem Beinamen verbarg sich der venezolanische Terrorist Ilich Ramírez Sánchez, der für mehrere Anschläge und Entführungen verantwortlich gemacht wird. Moritz und Michi schauen sich sein Leben genauer an. Von seiner politischen Radikalisierung über seine Verbindungen zu verschiedenen militanten Gruppen bis hin zu seiner wohl bekanntesten Aktion, der Geiselnahme während der OPEC-Konferenz in Wien im Jahr 1975. Dabei geht es nicht nur um den Ablauf dieses spektakulären Anschlags, sondern auch um die politische Lage der Zeit, internationale Geheimdienste und die Frage, wie aus einem Mann ein globaler Mythos des Terrorismus werden konnte.
In den späten 1950er-Jahren, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, entstand in den USA ein Projekt, das heute wie Science-Fiction klingt: Project A119. Ziel war es, eine Atombombe auf dem Mond zu detonieren, um militärische Stärke zu demonstrieren und im Wettlauf mit der Sowjetunion ein Zeichen zu setzen. Moritz und Michi sprechen über die Hintergründe dieses geheimen Plans, über die Rolle junger Wissenschaftler und über die politische Logik, die hinter einer solchen Machtdemonstration stand. War es realistische Strategie oder reiner Prestige-Aktionismus? Eine Folge über Angst, Propaganda und die Frage, wie weit Staaten im Kalten Krieg bereit waren zu gehen.
Zum Abschluss unserer Reihe über den Großen Nordischen Krieg richten Moritz und Michi den Blick auf eine der schillerndsten Figuren dieser Epoche: August den Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen. Bekannt für seine legendäre Körperkraft und seinen barocken Prunk, war August zugleich ein politischer Taktiker, der mit seinem Griff nach der polnischen Krone das Machtgefüge in Osteuropa entscheidend beeinflusste. Die beiden sprechen über seine Ambitionen, seine Bündnisse gegen Schweden, seine Niederlagen gegen Karl XII. und seine Rückkehr auf den Thron. Dabei geht es nicht nur um Militärpolitik, sondern auch um Hofkultur, Dresden als barocke Metropole und die Frage, wie viel Substanz hinter dem Mythos des „Starken“ steckte. Eine Folge über Machtstreben, Prestige und das große Finale eines Krieges, der Nordeuropa neu ordnete.
In dieser Folge richten Moritz und Michi den Blick auf eine der prägendsten Figuren des Großen Nordischen Kriegs: Zar Peter I., besser bekannt als Peter der Große. Während Karl XII. militärisch brillierte, arbeitete Peter langfristig an einer radikalen Umgestaltung seines Reiches. Die beiden sprechen über Peters Jugend, seine Reisen durch Westeuropa, seine Reformen von Militär, Verwaltung und Gesellschaft sowie über den Aufbau einer modernen Flotte und die Gründung Sankt Petersburgs als „Fenster nach Europa“. Gleichzeitig geht es um die dunkleren Seiten seiner Herrschaft. Harte Repression, Zwangsarbeit und ein kompromissloser Regierungsstil. Eine Folge über Macht, Modernisierung und den Moment, in dem Russland endgültig zur europäischen Großmacht wurde.
Zum Abschluss unserer dreiteiligen Tolkien-Reihe kehren wir noch einmal mit voller Besetzung nach Mittelerde zurück. Nachdem Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft bereits in den letzten beiden Episoden mit uns in die Biografie und die Lore rund um J.R.R. Tolkien eingetaucht sind, schließen wir nun gemeinsam den Kreis und feiern Folge 401 mit Michi, Moritz und vielen Abschweifungen. Wir beantworten Fragen aus der Community, führen die Lebensgeschichte Tolkiens zu Ende und reflektieren, wie sein Werk im 20. und 21. Jahrhundert rezipiert, weiterentwickelt und manchmal auch vereinnahmt wurde. Natürlich bleibt es nicht bei einem stringenten Ablauf. Es geht um Lieblingscharaktere, Rezeption im Kino, absurde Funfacts, Elben-Dramen, Schattenseiten des Fandoms und die Faszination, die Tolkien über Generationen hinweg ausgelöst hat. Ein herzliches Dankeschön geht an Annika und Tobias für ihre Expertise, Begeisterung und den Humor, mit dem sie diese Trilogie zu etwas Besonderem gemacht haben.
Zur Feier der 400. Folge geht Moritz mit zwei ausgewiesenen Tolkien‑Expert*innen — Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG) — auf eine tiefgehende Reise durch die Welt von Der Herr der Ringe. Die DTG, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Verständnisses von Tolkien, seiner Werke und ihrer Hintergründe, bringt umfassende Perspektiven ein, die weit über die bekannten Geschichten von Frodo und Gandalf hinausgehen. Gemeinsam beleuchten die drei die Entstehungsgeschichte der Legenden von Mittelerde, Tolkiens Inspirationsquellen (von Sprachentwicklung über nordische Mythologie bis zu eigenen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg), die Struktur der verschiedenen Kulturen und Völker (Elben, Menschen, Zwerge, Orks, Hobbits usw.), zentrale mythologische Motive und erzählerische Techniken sowie spannende Details zur Weltkonstruktion, die in Der Herr der Ringe, aber auch in Der Hobbit und Das Silmarillion steckt. Die Folge richtet sich an Tolkien‑Einsteigerinnen wie an passionierte Fans und verbindet fundierte Lore‑Insights mit unterhaltsamen Diskussionen. Eine Episode, die zeigt, wie viel Tiefgang, historische Substanz und kreative Genialität hinter Mittelerde steckt.
Zum Auftakt unserer dreiteiligen Sonderreihe zur 400. Ecke‑Folge begrüßen Moritz und Michi zwei ausgewiesene Tolkien‑Expert*innen: Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG), einem gemeinnützigen literarischen Verein zur Förderung des Lebens, Werks und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit J.R.R. Tolkien. Die DTG wurde 1997 gegründet, hat ihren Sitz in Köln und zählt über 1.600 Tolkien‑Begeisterte; sie organisiert Veranstaltungen wie das Tolkien Thing, Tolkien Tage und Stammtische. Gemeinsam zeichnet das Team Tolkiens Lebensweg nach, von seiner Kindheit über die prägenden Erfahrungen im Ersten Weltkrieg bis hin zur akademischen Karriere in Oxford, seiner Leidenschaft für Sprachen und Mythologie und den Ursprüngen der Ideen, die später zu Der Hobbit und Der Herr der Ringe wurden. Dabei beleuchten sie sowohl den Menschen Tolkien als auch den Einfluss, den sein Werk auf Literatur, Fandom und Wissenschaft bis heute ausübt. Eine Folge für alle, die Tolkien nicht nur als Autor kennen, sondern ihn als Mensch verstehen wollen.
Im Schatten des schwedischen Königs Karl XII. und des russischen Zaren Peter des Großen stand ein weiterer Herrscher, der den Lauf des Großen Nordischen Krieges entscheidend mitprägte: Friedrich IV. von Dänemark und Norwegen. In dieser Folge schauen Moritz und Michi auf dessen politischen Ehrgeiz, seine frühen Niederlagen gegen Schweden, seine überraschende Rückkehr ins Kriegsgeschehen und die diplomatischen wie militärischen Strategien, mit denen Dänemark versuchte, seinen Einfluss im Ostseeraum zu sichern. Eine Episode über kluge Allianzen, gescheiterte Feldzüge und die Frage, ob Friedrich wirklich der stille Gewinner des Konflikts war.
Im Zentrum dieser Folge steht eine der wichtigsten Wendepunkte im Großen Nordischen Krieg: die Schlacht von Poltava im Jahr 1709. Moritz und Michi zeichnen nach, wie es zur Konfrontation zwischen dem schwedischen König Karl XII. und dem russischen Zaren Peter dem Großen kam. Sie beleuchten die Vorgeschichte, die militärische Lage und den katastrophalen Verlauf der Schlacht für das schwedische Heer. Poltava bedeutete nicht nur das Ende von Karls Russlandfeldzug, sondern auch das endgültige Ende der schwedischen Großmachtstellung. Russland hingegen trat mit diesem Sieg auf die europäische Bühne.
Remember, remember the 5th of November ... Ein Ereignis, das in die Geschichte eingegangen ist und bis heute nachhallt. Eine große Verschwörung, der Dominik und Robin sich in der neuen Folge auf die Schliche begeben haben und aufklären, was damals in England passiert ist und wie es überhaupt zur sogenannten "Pulverfass-Verschwörung" gekommen ist.
In dieser besonderen Jahresabschlussfolge blicken Moritz und Michi auf zwölf Monate voller historischer Kuriositäten, spannender Recherchen und lustiger Aufnahmen zurück. Welche Themen sind ihnen besonders im Gedächtnis geblieben? Welche Gäste haben Eindruck hinterlassen? Welche Folgen waren für sie echte Highlights und was hätte auch ruhig in der Schublade bleiben können? Vom Adventskalender bis zu langen Interviewstrecken, von den Seevölkern bis LEGO, das Podcastjahr 2025 hatte einiges zu bieten. Dazu gibt’s wie immer Anekdoten aus dem Aufnahmekeller, ehrliche Rückblicke und vielleicht auch schon einen kleinen Ausblick auf das kommende Jahr.
Als am 26. Dezember 2004 ein verheerender Tsunami Südostasien traf, wurden Hunderttausende Menschen getötet, doch in Khao Lak, Thailand, verhinderte ein zehnjähriges Mädchen eine Tragödie. Tilly Smith erkannte die Zeichen: Das Zurückweichen des Meeres und das Zittern des Bodens hatte sie wenige Wochen zuvor im Geografie-Unterricht kennengelernt. Sie schlug Alarm und mehr als hundert Menschen konnten sich in Sicherheit bringen. In dieser Folge erzählen Moritz, Michi, Robin und Dominik die unglaubliche, aber wahre Geschichte von Tilly Smith, sprechen über Naturkatastrophen, Bildung und den Moment, in dem Schulwissen Leben rettete.
Jack Churchill – besser bekannt als „Mad Jack“ – war nicht nur ein britischer Offizier im Zweiten Weltkrieg, sondern auch eine der schillerndsten und ungewöhnlichsten Figuren der Militärgeschichte. Während andere mit Maschinengewehren kämpften, führte Churchill seine Einsätze mit Schwert, Langbogen und Dudelsack an. Moritz und Dominik erzählen in dieser Folge, wie der exzentrische Soldat nicht nur Feinde mit mittelalterlichen Waffen überraschte, sondern auch mehrmals gefangen genommen wurde und trotzdem immer wieder zurückkehrte. Eine Folge über Mut, Wahnsinn und die Frage, ob man wirklich verrückt sein muss, um Geschichte zu schreiben.
Wenn es draußen kalt wird, spricht jeder über Temperaturen, aber kaum jemand weiß, wie Skalen wie Celsius, Fahrenheit oder Kelvin eigentlich entstanden sind. In dieser Weihnachtsfolge werfen Moritz und Michi einen historischen Blick auf die Entwicklung unserer Temperatursysteme. Sie erzählen von Daniel Gabriel Fahrenheit und seinem Thermometer mit Alkoholfüllung, von Anders Celsius und seinem anfangs „verkehrten“ Gefrierpunkt, aber auch von weniger bekannten Namen wie Réaumur oder Kelvin. Eine Folge über Forschergeist, wissenschaftliche Genauigkeit und die Frage, wie man aus heiß und kalt eine Zahl macht, pünktlich zum Fest mit Minusgraden und Glühwein.
Ein Elefant in der Schwebebahn? Klingt wie ausgedacht, ist aber genau so passiert. In dieser Folge erzählen Michi und Dominik die Geschichte von Tuffi, dem jungen Elefanten, der 1950 in Wuppertal zu PR-Zwecken mit der berühmten Schwebebahn fahren sollte, bis er in Panik geriet, die Tür durchbrach und in die Wupper stürzte. Das Tier überlebte, der Skandal war perfekt. Die beiden beleuchten nicht nur die kuriose Aktion selbst, sondern auch den historischen Kontext, die Rolle des Zirkus Althoff und wie dieses Ereignis bis heute das kollektive Gedächtnis der Stadt prägt. Eine Geschichte zwischen Sensation, Tierliebe und Verantwortung.
Leopardenkostüme, vergiftete Krallen und ein geheimer Kult: In dieser Folge widmen sich Moritz und Dominik den sogenannten Leopardenmorden, die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für Angst und Schrecken in Teilen Westafrikas sorgten. Im kolonialen Kontext gerieten zahlreiche Morde an Einheimischen und Europäern in den Fokus, bei denen die Täter offenbar in Leopardenfellen unterwegs waren und ihre Opfer mit Klauen und Zähnen attackierten, oder es zumindest so aussehen ließen. Wer waren diese „Leopardenmenschen“? War es ein Ritual, eine politische Bewegung oder einfach nur ein Mythos? Eine Folge über Aberglaube, koloniale Deutungsmacht und die dunklen Seiten des Menschseins.
























Wie kann man Geschichte so lustig rüber bringen. Bei Dschingis Khan hat es mich fast zerrissen! 😂
Sehr interessante Folge ("Unterwegs im Zwinger")! Endlich mal ein lustiger und informativer Podcast, der was "lokales" bringt! Gerne mehr davon! Viele Grüße aus dem Südviertel :)