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WDR 3 Meisterstücke
WDR 3 Meisterstücke
Author: Westdeutscher Rundfunk
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Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber:innen und Neueinsteiger:innen. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.
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Jahrelang ignoriert – dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei. Von Michael Lohse.
Missa solemnis heißt wörtlich „feierliche Messe“. Doch Beethoven macht aus seiner Messe mehr als Kirchenmusik: ein gewaltiges Werk zwischen Andacht und Zweifel – Krieg und Frieden. Von Michael Lohse.
„Wir leben in der besten aller möglichen Welten“, lernt Candide von seinem Lehrer – bevor ihn Kriege und Naturkatastrophen um die Welt treiben. Ist das wirklich die beste aller Welten? Leonard Bernstein stellt diese Frage in seiner fetzigen Broadway-Operette „Candide“. Von Nick Sternitzke.
Was ist besser: das Original oder das Remake? Meistens natürlich das Original. Aber in diesem Fall ist Schuberts Remake von Beethovens Septett alles andere als eine uninspirierte Kopie – es ist furios. Von Ben Süverkrüp.
Man duscht vorsichtiger, wenn man diesen Soundtrack gehört hat: Bernard Herrmann hat sich mit seinen messerscharfen Dissonanzen zum Hitchcock-Thriller „Psycho“ ins popkulturelle Gedächtnis gesägt. Von Michael Arntz.
Ist das überhaupt ein Klavierkonzert? Ein Kritiker spottet: eher eine „Sinfonie mit obligatem Klavier“. Brahms’ 2. Klavierkonzert sprengt alle Erwartungen – monumentale 50 Minuten, sinfonische Wucht und ein Klavier, das manchmal lieber schweigt ... Von Michael Lohse.
Ohne die Goyescas von Enrique Granados gäbe es wahrscheinlich kein „Besame mucho“. Zumindest sollen die Melodien aus dem Klavierzyklus den eingängigen Schmachtfetzen inspiriert haben. Dabei steckt Granados Klaviermusik voller technischer Gemeinheiten. Von Michael Lohse.
Wir kennen das: Man wirft alles in die Waagschale für ein gemeinsames Projekt. Der Geiger Mischa Elman spielt um sein Leben – doch der Komponist Bohuslav Martinů bleibt ungerührt. Keine Regung, nur ein stiller Abgang. Ist der Traum vom eigenen Violinkonzert damit geplatzt? Von Christoph Vratz.
„Transzendentale Exekution“ klingt nach esoterischer Hinrichtung, ist bei Franz Liszt aber pure Klaviermagie: zwölf Stücke, die weniger die Finger dressieren als ganze Welten entfachen – zwischen Klangrausch, Nervenkitzel und Virtuosen-Wahnsinn. Von Michael Lohse.
Verdis Anti-Oper: „Macbeth“ hat keine Hits, keine Helden und erzählt keine Liebesgeschichte. Stattdessen folgen wir einem Polit-Promi-Paar, das seine Kinderlosigkeit mit Karriere kompensiert – und dabei über Leichen geht … Von Nick-Martin Sternitzke.
Das Tor zur Romantik hat Schubert mit dieser Sinfonie weit aufgestoßen. Den Orchestermusikern geht bei so viel musikalischem Fortschritt jedoch die Puste aus: Sie führen nur zwei Sätze, also die Hälfte, vor Publikum auf … Von Christoph Vratz.
Fast wäre sein Traum geplatzt. Doch Paul Wittgenstein lässt sich nicht kleinkriegen, nur weil er im Krieg den rechten Arm verloren hat. Maurice Ravel schreibt ihm ein Klavierkonzert, das er – wortwörtlich – mit Links spielen kann ... Von Ben Süverkrüp.
Achtung: Zuckerschock?! – Wer glaubt, Tschaikowskys "Nussknacker"-Musik ist nur klebrig-süß, wird staunen: Der Komponist hat Motive und Tonarten in einem ausgeklügelten Plan vernetzt ... Von Christoph Vratz.
Beethoven hört nichts mehr – und schreibt Musik, die persönlicher kaum sein könnte. Sein Streichquartett op. 132 entsteht in völliger Taubheit und zeigt: Für große Ideen braucht man kein Orchester. Von Christoph Vratz.
Schreibblockaden können selbst Profis lange lähmen: Vier Jahre bringt Sergei Rachmaninoff keine Note aufs Papier. Erst als er sich professionelle Hilfe holt, schreibt er sein 2. Klavierkonzert – dank einer Hypnosetherapie. Von Michael Lohse.
200 Euro für ein Konzertticket? Popstarpreise, und die gab es schon vor 200 Jahren. Haydn war damals Europas Superstar – und startet selbst im Rentenalter noch einmal richtig durch, etwa mit seiner letzten und 104. Sinfonie ... Von Christoph Vratz.
Dieser Weihnachtshit sprengt jede Timeline: 300 Jahre älter als „White Christmas“, 150 Jahre vor „Stille Nacht“ und gut 70 Jahre vor Bachs Weihnachtsoratorium entstand Heinrich Schütz’ Weihnachtshistorie. Und für ein geistliches Werk steckt darin erstaunlich viel Opernwucht ... Von Ben Süverkrüp.
Berlin, 1925. Vor 100 Jahren geht „Wozzeck“ zum ersten Mal über die Bühne und der Jubel ist groß. Aber wenn etwas so viel Beifall bekommt, kann es nicht gut sein, findet der Komponist Alban Berg und verlässt enttäuscht die Premiere seiner Oper … Von Ben Süverkrüp.
„Die schrecklichste Stunde meines Lebens“, erinnert sich Sergei Rachmaninoff an die misslungene Premiere seiner 1. Sinfonie. Mit dem Komponieren will er aufhören. Erst nach Jahren und einem Tapetenwechsel wagt er sich an seine 2. Sinfonie ... Von Christoph Vratz.
Mendelssohn und Wagner gehören zur Hochzeit wie der Reis vor die Kirche – und sind längst zu Ritual-Klischees erstarrt. Dabei gibt es eine originelle und überwältigende Alternative: Widors Orgelsinfonie! Von Christoph Vratz.























