DiscoverPsychologen beim Frühstück
Psychologen beim Frühstück
Claim Ownership

Psychologen beim Frühstück

Author: Annika Lohstroh, Michael Thiel

Subscribed: 221Played: 13,918
Share

Description

Psychologen beim Frühstück belauschen, wie sie über die Themen reden, die sie gerade beschäftigen: Von der "Psychologie des Lügens", über "Energievampire" und das Streitthema "Ordnung" bis hin zur "Macht des Vergebens". Immer persönlich, immer menschlich aber mit psychologischen Erklärungsversuchen, warum wir uns wie verhalten.

Unsere Zuhörer lieben es, mit uns auf den Ohren zusammen zu frühstücken:
"Danke für die Sendung !
Ich habe ein neues Hobby am Sonntagmorgen: Bügeln und Eure Sendung hören. Beides sehr erbaulich :)"(Alwin)

"Ich muss mal hier was los werden.Euro Radio Sendung ist der voll Hammer.
Es gibt mir so viel Kraft für die Woche um das Leben zu bestehen" (Christian)

"Hach...Ihr seid immer wieder ein Genuß" (Jens)

"Vielen Dank. Ein sehr schönes und interessantes Thema zum Start und eine tolle Idee. Ihre Formate bringen einen immer weiter und es man lernt eine ganze Menge dazu."(Tiger11969)

...und wer uns nicht nur hören sondern auch sehen will, schaltet jeden Mittwoch ab 19.00 "TheraThiel" auf YouTube ein.

Und natürlich freue wir uns auf viele Kommentare und Bewertungen. Klickt dazu mal hier: http://getpodcast.reviews/id/1392433517
342 Episodes
Reverse
In dieser Folge von Psychologen beim Frühstück sprechen wir über eine Fähigkeit, die in unserer Zeit immer wichtiger wird: Klarheit. Inspiriert von Gedanken des Historikers Yuval Noah Harari fragen wir uns: Warum verlieren wir heute so schnell die Aufmerksamkeit, wenn Sprache unklar ist? Wir gehen der Frage nach, warum viele Menschen zwar viel reden, aber wenig sagen – und was das mit unserem Denken zu tun hat. Denn oft ist es nicht die Sprache, die verschwommen ist, sondern unsere Gedanken selbst. Anhand konkreter Beispiele aus Beziehung und Beruf zeigen wir, wie Klarheit entsteht: durch Verantwortung im Satz, durch präzise Formulierungen und durch den Mut, die Dinge wirklich zu Ende zu denken. Eine Folge über den Unterschied zwischen „man sagt“ und „ich meine“ – und darüber, warum klare Gedanken der Schlüssel zu echter Verbindung sind. Wir wünschen Euch wunderschöne Ostertage mit vielen klaren Gedanken und leckerem Essen. Bis zur nächsten Woche, Annika + Tilly
Unsicherheit fühlt sich oft wie ein persönliches Problem an. Als wäre man selbst zu empfindlich, zu kompliziert oder einfach nicht belastbar genug. Aber was, wenn Unsicherheit gar nicht nur in uns entsteht – sondern auch gemacht wird? In dieser Folge sprechen wir über emotionalen Missbrauch: ein oft unsichtbares Muster aus Manipulation, Abwertung und subtiler Kontrolle, das Menschen dazu bringt, an sich selbst zu zweifeln. Wir schauen uns an, wie solche Dynamiken entstehen, warum sie so schwer zu erkennen sind – und weshalb viele trotzdem in ihnen bleiben, selbst wenn sie längst spüren, dass etwas nicht stimmt. Dabei geht es nicht nur um klassische Beziehungen oder Kindheitserfahrungen. Denn emotionaler Missbrauch begegnet uns auch im Alltag – zum Beispiel im Job: Wenn ständige, unterschwellige Kritik nicht mehr Orientierung gibt, sondern verunsichert. Wenn subtile Erwartungen sich ständig widersprechen. Wenn Führung nicht stärkt, sondern klein macht. Und wenn man sich nach Gesprächen eher verwirrter fühlt als vorher. Wir beleuchten, wie Unsicherheit gezielt oder unbewusst als Werkzeug eingesetzt werden kann – und was das langfristig mit unserem Selbstwert, unserem Verhalten und unserer Wahrnehmung macht. Eine Folge über Zweifel, Macht und die Frage: Wann liegt das Problem wirklich bei mir – und wann vielleicht nicht? Mit Impulsen, Einordnung und der Einladung, genauer hinzuschauen. Wir finden das Thema extrem wichtig. Gerade weil auch Kinder und Jugendliche in ihrer empfundenen Unverstandenheit und daraus resultierenden Unsicherheit immer mehr in die Welt von KI & Co. abtauchen. Falls Ihr noch weitere Fragen haben solltet, die wir in einer weiteren Folge beantworten können, stellt sie uns bitte in den Kommentaren. Wir wünschen Euch einen wunderschönen Sonntag Annika + Tilly
„Einfach machen“ klingt banal – ist aber oft erstaunlich schwer. Zwischen Bürokratie, Perfektionismus und der Angst, es nicht richtig anzupacken, verlieren viele Menschen den Zugang zum Handeln. Sie warten auf den richtigen Zeitpunkt, haben Angst vor den möglichen Konsequenzen ihres Tuns und versuchen, alle Probleme im Vorfeld zu überdenken. Die Folgen: Trägheit oder gar Handlungsunfähigkeit. In dieser Folge gehen wir der Frage nach, was uns wirklich davon abhält, ins Tun zu kommen – und warum Selbstvertrauen nicht die Voraussetzung, sondern das Ergebnis von Handlung ist. Ein Gespräch über Zweifel, Mut und die Kraft kleiner Schritte. Wann fällt es Euch schwer, ins Handeln zu kommen? Und wann sagt Ihr "einfach machen"? Schreibt uns gern in die Kommentare. Wir kommen jetzt ins Handeln und verputzen unseren leckeren Nudelsalat zum Frühstück! Bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly
Helfen gilt als eine der schönsten menschlichen Eigenschaften. Doch was steckt psychologisch eigentlich hinter unserer Hilfsbereitschaft? In dieser Folge von Psychologen beim Frühstück sprechen wir darüber, warum Menschen helfen – und warum Hilfe manchmal mehr über den Helfenden als über den Bedürftigen verrät. Wir schauen uns verschiedene Helfertypen an: den Retter, den Problemlöser, den Unterstützer und den Helfer, der vor allem gebraucht werden möchte. Welche Motive stehen hinter diesen Rollen? Wann stärkt Hilfe andere Menschen – und wann macht sie abhängig? Dabei geht es auch um das Phänomen der erlernten Hilflosigkeit: Was passiert, wenn Menschen immer wieder erleben, dass andere ihre Probleme lösen oder ihnen wenig eigene Handlungsmöglichkeiten bleiben? Kann zu viel Hilfe sogar Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit untergraben? Außerdem diskutieren wir die soziale Dimension des Helfens: Hilfe kann Ausdruck von Mitgefühl und Solidarität sein – sie kann aber auch unbewusst mit Kontrolle, Macht oder dem Wunsch verbunden sein, gebraucht zu werden. Eine Folge über die Psychologie des Helfens, über die Balance zwischen Unterstützung und Autonomie – und über die Frage, woran man erkennt, ob Hilfe wirklich stärkt. Und besonders Annika möchte sich bei Euch für die vielen Glückwünsche zum Geburtstag und Eure vielen unterstützenden Kommentare während ihrer Krankheit bedanken. Schön, dass es Euch gibt! Bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly
Wie entstehen unsere Entscheidungen wirklich? Wir widmen uns einer Frage, die uns täglich begleitet: Treffen wir Entscheidungen rational – oder fühlen wir sie? In dieser Folge sprechen wir über die psychologischen Grundlagen des Entscheidens. Warum ist Intuition kein esoterisches Bauchrauschen, sondern neurobiologisch erklärbar? Und weshalb entscheiden wir oft nach Bedeutung statt nach Zahlen? Wir greifen unter anderem auf die Arbeiten von Antonio Damasio (Neurowissenschaftler) zurück, der in den 1990er Jahren gezeigt hat, dass Emotionen keine Störfaktoren sind, sondern Wegweiser im Entscheidungsprozess. Außerdem schauen wir auf die Fuzzy-Trace-Theorie von Valerie Reyna (Psychologie-Professorin), die in den frühen 1990er Jahren erklärte, warum wir eher nach dem „Sinn“ einer Situation handeln als nach exakten Fakten. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Folge: Was passiert, wenn der innere Kompass nicht trainiert wird? Wenn man nie gelernt hat, auf irgendeinem Gebiet eigene Entscheidungen zu treffen – oder wenn sich Wahl eher nach Bedrohung als nach Freiheit anfühlt? Wir sprechen darüber, • wie Entscheidungsfähigkeit entsteht • warum „Ich fühle mich damit wohler“ eine legitime Entscheidungsgrundlage sein kann • wie man auf unbekanntem Terrain Orientierung findet • und wie man Schritt für Schritt wieder Vertrauen in die eigene Wahrnehmung entwickelt Denn manchmal beginnt Entscheidungsstärke nicht mit mehr Informationen – sondern mit der Frage: Was fühlt sich für mich stimmiger an – und warum? Eine Folge über Selbstwirksamkeit, Intuition und die Psychologie hinter unseren täglichen Entscheidungen. Bist Du ein Bauch- oder ein Kopfentscheider? Schreib es uns gern in die Kommentare! Annika + Tilly
Wie viel Begrenzung braucht Freiheit, um nicht zerstört zu werden? In unserer Folge 333 (!!!!) sprechen wir über Sinn und Unsinn von Verboten – und darüber, warum Regeln für eine Gesellschaft unverzichtbar sind. Wann schützen sie uns – und wann fühlen sie sich wie Bevormundung an? Warum wurden Sicherheitsgurt und Rauchverbot erst bekämpft und später selbstverständlich akzeptiert? Und weshalb wirken manche Regelverstöße wie Kavaliersdelikte, während andere unsere Grundordnung erschüttern? Ausgehend von aktuellen gesellschaftlichen Debatten – etwa über Gewalt im öffentlichen Raum oder die Frage nach Zivilcourage – diskutieren wir: • Welche Aufgaben haben Verbote in einer Gesellschaft? • Brauchen wir mehr Regeln oder mehr Konsequenz? • Wann verlieren Normen ihre Autorität? • Und was lernen Kinder über Regeln, wenn Erwachsene sich nicht einig sind? Mit Gedanken von John Stuart Mill, Immanuel Kant und Carlo Schmid fragen wir: Ist Freiheit ohne Grenze überhaupt denkbar? Eine Folge über Verantwortung, Respekt und die fragile Balance zwischen individueller Freiheit und dem Schutz aller. Diskutiert gern weiter mit uns über die Grenzen der Freiheit und über Verbote, die Ihr wichtig findet oder die Euch nerven. Bis nächsten Sonntag, Annika und Tilly
Warum richten sich Wut, Aggressionen und Gewalt gegen Menschen, die helfen wollen oder einen Job im Dienste der Allgemeinheit haben? Ein Busfahrer wird erschlagen, weil er seinen Job macht. Sanitäter werden angegriffen, während sie Leben retten. Polizisten, Feuerwehrleute, Behördenmitarbeiter, Ärzte, Pflegekräfte – immer häufiger werden aus Helfern Zielscheiben. Was passiert in der Psyche eines Menschen, wenn aus einer Regel- oder Hilfesituation Gewalt wird? Ist es Empathiemangel? Verrohung? Oder etwas Tieferes – Scham, Ohnmacht und verletzte Identität? In dieser Folge von Psychologen beim Frühstück schauen wir hinter die Schlagzeilen. Wir sprechen über fehlende Frustrationstoleranz, Statusbedrohung, Kontrollverlust und die Dynamik von Kränkung. Und wir stellen eine These auf: Nicht Hass auf Helfer treibt die Gewalt – sondern die Unfähigkeit, eigene Ohnmacht auszuhalten. Außerdem fragen wir: Wie lassen sich Eskalationen verhindern? Und wie schützt man Helfer psychologisch vor Zynismus und innerem Rückzug? Eine Folge über Gewalt, Würde und die Frage, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen wollen. Was sind Eure Erfahrungen mit rohem Verhalten und Gewalt? Schreibt uns gerne in die Kommentare. Bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly
Was bedeutet es eigentlich, Stärke zu zeigen? Nicht lauter zu werden. Nicht sich durchzusetzen. Sondern sich selbst nicht mehr zu verlassen. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Selbstbewusstsein entsteht – im Job, in der Familie, in Beziehungen – und warum so viele Menschen gelernt haben, sich anzupassen, statt klar zu sein. Wir greifen dabei zentrale Gedanken von Erik H. Erikson und Carl Rogers auf: Eriksons Idee, dass Stärke aus gelungener Entwicklung und innerer Identität wächst Rogers’ Haltung, dass Selbstbewusstsein dort entsteht, wo Menschen sich ernst genommen und nicht bewertet fühlen Wir sprechen über: • typische Manipulationsmuster und warum sie sich oft „schuldig“ anfühlen • warum Grenzen kein Angriff, sondern Beziehungskompetenz sind • wie man Stärke ganz praktisch zeigen kann – ohne hart, laut oder kalt zu werden Und wir geben Euch klare, alltagstaugliche Sätze mit, die man im echten Leben sagen kann. Ein zentraler Gedanke dieser Folge: „Stärke zeigen heißt nicht, sich durchzusetzen – sondern sich nicht mehr selbst zu verlassen.“ Diese Episode ist für alle, die… • das Gefühl haben, sich oft erklären, rechtfertigen oder anpassen zu müssen, • im Kontakt mit anderen kleiner werden • und spüren, dass da eigentlich mehr innere Klarheit möglich wäre. Psychologisch fundiert. Persönlich. Beim Frühstück. Und viel Spaß mit unserer Wochenaufgabe: Führe eine kleine, mutige Handlung durch, in der Du Stärke zeigen kannst. Wir freuen uns auf die nächste Folge mit Dir, Annika + Tilly
Was passiert in dem Moment, bevor wir sprechen – und es dann doch nicht tun? In dieser Folge geht es um den entscheidenden Übergang: vom Nicht-gesehen-Werden hin zur inneren Erlaubnis, die eigene Stimme zu erheben. Viele Menschen wissen, was sie sagen möchten. Und doch bleibt es oft unausgesprochen – aus Angst zu stören, abgelehnt zu werden oder wieder nicht gehört zu werden. Diese Episode widmet sich genau diesem Punkt: dem inneren Schritt, der nötig ist, um Raum einzunehmen. Wir sprechen darüber, • warum Stimme nichts mit Lautstärke zu tun hat, • weshalb es sich manchmal gefährlich anfühlt, sichtbar zu werden, • und wie man beginnt zu sprechen, auch ohne Garantie auf Resonanz. Es geht nicht um Rhetorik oder Durchsetzung um jeden Preis, sondern um Haltung, Präsenz und das Bleiben im eigenen Ausdruck. Es geht nicht um Lautstärke oder Schlagfertigkeit, sondern um Standpunkt, Authentizität und den Mut, sichtbar zu sein. Eine Episode über Stimme, Selbstanerkennung und den ersten Schritt aus der Unsichtbarkeit. Wir freuen uns über Eure Kommentare - und wünschen Euch eine feste Stimme und einen rutschfreien Tritt bei dieser Kälte. Bis nächste Woche, Annika + Tilly
Folge 329: Endlich gesehen werden! Nach unserer letzten Folge haben uns viele bewegende Zuschriften erreicht: vom unsichtbaren Kind, vom ewigen Versorger, vom Problemlöser, vom Bankomat der Familie. In dieser Episode reagieren wir auf Eure Geschichten und sprechen darüber, wie Rollen entstehen, warum sie so stabil bleiben – und wie man aus ihnen aussteigen kann. Wir stellen Euch konkrete Sätze zum Rollen-Ausstieg vor: Was kann ich sagen, wenn ich nicht mehr funktionieren will? Wie setze ich Grenzen, ohne mich zu rechtfertigen? Und welche Meta-Sätze helfen, Beziehungsmuster nachhaltig zu durchbrechen? Rollen enden nicht, weil man sie erklärt, sondern weil man sich anders verhält. Diese Sätze sind Einladungen zur Veränderung, aber die eigentliche Botschaft ist das konsequente Tun danach: Schuldgefühle beim Rollen-Ausstieg sind normal, kein Warnsignal Widerstand bedeutet nicht, daß man egoistisch ist Manche Beziehungen verändern sich - manche enden Gesehenwerden beginnt immer mit der eigenen Erlaubnis Eine Folge über Akzeptanz, wachsende Souveränität und innere Zustimmung – und den Mut, nicht mehr nur eine Funktion sein zu wollen. Und wer mehr Informationen über die Arbeit von Bettina wissen möchte, findet sie hier: www.dmsg-brandenburg.de. Wir jedenfalls fühlen uns von Euch gehört und gelesen! Bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly
Gesehen zu werden ist kein Luxus, sondern ein psychisches Grundbedürfnis. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum der Mensch sich nur dann frei entwickeln kann, wenn er sich als Individuum wahrgenommen und innerlich anerkannt fühlt. Wir gehen der Frage nach, was passiert, wenn dieses Gesehenwerden ausbleibt: Warum Kinder sich klein machen, versuchen perfekt zu werden oder um sich schlagen – und warum diese Muster oft ein Leben lang nachwirken, bis ins Erwachsenen- und Rentenalter. Oder sich manchmal auch erst im Erwachsenenalter entwickeln können. Dabei betrachten wir familiäre Rollen, Bindungserfahrungen und die stillen Strategien, mit denen Menschen versuchen, zu überleben und vielleicht doch gesehen zu werden. Anhand zentraler Konzepte aus der Bindungstheorie, der Individualpsychologie und der systemischen Familientherapie – unter anderem nach Donald Winnicott, John Bowlby, Virginia Satir und Alice Miller – beleuchten wir, wie Identität, Selbstwert und Freiheit entstehen und was ihnen im Weg steht. Eine Folge über das leise, existenzielle Bedürfnis, wahrgenommen zu werden. Was habt Ihr für Erfahrungen zu diesem Thema gemacht? Schreibt uns gern in den Kommentaren dazu. Wir wünschen Euch eine spannende neue Woche, Annika + Tilly
*Warum lassen wir uns ständig ablenken?* In dieser Folge betrachten wir Ablenkung aus psychologischer Perspektive als nachvollziehbare Reaktion auf innere und äußere Anforderungen – nicht als mangelnde Disziplin oder persönliches Versagen, sondern als erlernte Strategie unseres Nervensystems im Umgang mit Stress, Überforderung und Reizvielfalt. **Wir stellen typische Ablenkungs-Typen vor:** Der Getriebene: „Solange ich in Bewegung bin, komme ich nicht ins Straucheln.“ Der Tröster: „Ich brauche gerade etwas Leichtes.“ Der Pflichtbewusste: „Erst wenn alles stimmt, darf ich anfangen.“ Der Harmoniesucher: „Wenn ich gebraucht werde, bin ich okay.“ Der Denker: „Wenn ich alles verstehe, bin ich sicher.“ Der Reiz-Sucher: „Hauptsache, es passiert etwas.“ Zum Abschluss sprechen wir über einen möglichen Weg aus der Dauerablenkung: Achtsamkeit im Sinne des MBSR-Ansatzes, u. a. nach Jon Kabat-Zinn, als alltagstaugliche Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu stabilisieren und bewusster mit Stress umzugehen. Zündet vielleicht mal eine Kerze an und versucht Euch für ein paar Minuten auf die Flamme zu konzentrieren. Das wäre schon ein erster Schritt in Richtung Achtsamkeit... Wir wünschen Euch trotz Schnee, Sturm und Eis einen entspannten Sonntag. Annika + Tilly
„Dieses Jahr mache ich alles anders“ – sagt Dein Gehirn. Und meint es nicht so. Jedes Jahr nehmen wir uns zum Jahreswechsel vor, endlich konsequent, gesünder oder disziplinierter zu sein. Und jedes Jahr scheitern viele genau daran. Warum eigentlich? In dieser Folge geht es darum, warum gute Vorsätze so verführerisch sind, warum sie uns kurzfristig ein gutes Gefühl geben – und weshalb sie langfristig oft nicht funktionieren. Es geht um innere Erwartungen, unrealistischen Druck, Identität, Gewohnheiten und darum, warum echte Veränderung selten mit einem großen Vorsatz beginnt. Eine psychologische Einordnung jenseits von Durchhalteparolen – und eine Einladung, den Umgang mit Veränderung neu zu denken. Und wir reden am Ende noch über den aktuellen „Public Health Index 2025“ (https://www.dkfz.de/fileadmin/userupload/Krebspraevention/Download/pdf/BuecherundBerichte/2025Public-Health-Index.pdf)), der den Umsetzungsstand wissenschaftlich empfohlener Maßnahmen zur Unterstützung gesunder Lebensweisen verschiedener europäischer Länder vergleicht. Deutschland liegt auf dem vorletzten Platz. Die Lebenserwartung liegt unter dem EU-Durchschnitt. Trotzdem haben wir das teuerste Gesundheitssystem in der EU. Wie können Politik und Gesellschaft uns bei der Umsetzung von gesünderer Lebensweise unterstützen? Oder ist das eher Privatsache und sollte weiterhin jedem Einzelnen überlassen werden? Was machen andere Länder anders? Lasst uns darüber diskutieren. Wir freuen uns auf Eure Kommentare! Habt einen guten und gesunden Start in das neue Jahr und bis bald, Annika + Tilly
Psycho-Fragen Vol. 3 In der letzten Folge dieses Jahres von „Psychologe beim Frühstück“ haben wir uns noch einmal ganz Euren Fragen gewidmet. Wir sprechen darüber, wie man erkennt, ob man wirklich gestresst ist oder einfach nur müde, warum Kritik oft so persönlich trifft, ob es normal ist, sich ständig Gedanken zu machen – und wie man besser mit Vergleichen, Grübeln und einem rastlosen Kopf am Abend umgehen kann. Danke für die vielen offenen, ehrlichen Fragen, die uns erreicht haben, und danke an alle, die uns zuhören. Wir hoffen sehr, dass Euch unsere Antworten helfen konnten und Euch ein Stück weiterbringen. Wir freuen uns auf ein tolles 2026 mit vielen gemeinsamen Sonntagsfrühstücken! Guten Rutsch, Annika + Tilly
Vielen, vielen Dank für Eure Zuschriften und Mails - und Eure Psycho-Fragen! Was tun, wenn das mühsam aufgebaute Kartenhaus unseres Lebens plötzlich wieder zusammenbricht? Warum wachen wir voller Tatendrang auf – und möchten nach Arbeitsbeginn am liebsten wieder nach Hause? Und weshalb werden gutmütige Menschen so oft belächelt oder in Gruppen und Beziehungen übergangen? In dieser Folge beantworten wir wieder Fragen unserer Hörerinnen und Hörer rund um innere Stabilität, Arbeit, Beziehungen und Selbstwert. Ehrlich, alltagsnah und mit psychologischem Tiefgang – beim Frühstück. Und jetzt wünschen wir Euch einen wunderschönen 4. Advent und ein hoffentlich glückliches Weihnachtsfest! Annika + Tilly
Jetzt unseren Podcast hören: Psychologie fürs Leben, nicht fürs Lehrbuch. Wie geht man mit gut gemeinten Ratschlägen rund um ein ganz kleines Baby um? Was tun, wenn man als Oma plötzlich nur noch fürs Schenken zuständig scheint? Und wie bewältigt man alte Verletzungen und kommt mit einem Trauma zurecht? Wie kann man Weihnachten genießen, während man zwischen Familienbesuchen, Erwartungen und „Tourismus“ pendelt – ohne Raum für die eigenen Bedürfnisse? In dieser Folge beantworten wir Fragen unserer Hörerinnen und Hörer rund um Psychologie, Beziehungen, Familie, Trauma und Selbstfürsorge. Alltagsnah, ehrlich und mit Zeit zum Nachdenken – beim Frühstück oder unterwegs. Viel Spaß mit dieser Sonderfolge und einen schönen 3. Advent! Annika + Tilly Schreibt uns gern, wenn Ihr mehr Psycho-Fragen an uns habt!
Manchmal gibt es im Leben Momente, in denen etwas, das einmal ganz groß und glitzernd war, langsam leiser wird. Der Weihnachtsmann – für viele von uns eine Figur voller Wärme, Wunder und Vorfreude – begleitet viele von uns durch die Kindheit wie ein leuchtender Stern am Winterhimmel. Doch irgendwann beginnt dieser Stern, anders zu scheinen. Nicht weniger schön, nur… anders. In „Santa und das Geheimnis der starken Gefühle“ sprechen wir darüber, warum Kinder so tief an den Weihnachtsmann glauben, weshalb dieser Glaube so wichtig für ihre Entwicklung ist und weshalb er irgendwann auf natürliche Weise verblasst. Oder warum der Weihnachtsmann in anderen Familien gar keine Rolle spielt. Wir schauen auf die Psychologie hinter dem Bart, auf Phantasie, Vertrauen, Enttäuschung – und darauf, welche Magie wir als Erwachsene oft übersehen und warum sie leiser geworden ist. Und egal, wie wir als Erwachsene zu Weihnachten stehen - starke Gefühle ruft die Weihnachtszeit immer hervor. Dieser Podcast lädt Dich ein, die großen Fragen hinter einer kleinen roten Mütze zu entdecken: Warum glauben wir an Santa? Was passiert, wenn wir aufhören? Und vor allem – welche Magie bleibt bestehen, selbst wenn der Schlitten längst verschwunden ist? Willkommen in einer Welt, in der die Phantasie vielleicht leiser wird, aber nie verschwindet. Und in der wir uns ein Leben lang insgeheim nach märchenhafter Magie sehnen. ACHTUNG: In der nächste Woche wollen wir im Podcast gern Eure Fragen beantworten. Was wolltet Ihr schon immer von uns oder über Psychologie wissen, und habt Euch bisher nicht getraut, es zu fragen? Das hat jetzt ein Ende: Schreibt uns gern, und wir antworten Euch am nächsten Sonntag. Euch einen schönen zweiten Advent! Das wünschen Annika, Christin + Tilly
Warum fühlen manche Menschen mehr, hören mehr, spüren mehr – und sind nach einem ganz normalen Tag völlig durch? In dieser Folge sprechen wir über Hochsensibilität: ein Persönlichkeitsmerkmal, das etwa bis zu 30% aller Menschen betrifft und oft völlig falsch verstanden wird. Wir klären, weshalb diese besondere Feinfühligkeit sowohl Geschenk als auch Herausforderung sein kann. Außerdem reisen wir kurz durch Geschichte und Kultur: vom „melancholischen Genie“ der Antike bis zum sensiblen Kreativkopf von heute. Wie lebt es sich nun als Hochsensibler? Das Tolle: Wir können jemanden fragen, denn Annika gehört ohne Frage in diese Kategorie. Also machen wir einen kleinen Test mit ihr, den Ihr gleich mitmachen könnt. Humorvoll, alltagstauglich und mit einer Portion Aha-Effekt – perfekt für alle, die selbst sehr empfindsam sind, jemanden kennen oder einfach verstehen wollen, warum manche Seelen ein bisschen dünnhäutiger, aber auch ein bisschen strahlender sind. Den Fragebogen zur Hochsensibilität findest Du auf den Websites www.psychologethiel.de. und https://medienbuero-lt.de Wir freuen uns über Eure Erfahrungen zum Thema Hochsensibilität zu hören. In welchen Bereichen gehört Ihr vielleicht dazu? In welchen nicht? Habt eine schöne Adventszeit, Annika + Tilly
loading
Comments (4)

Fiona Patrizia

Hallo und guten Morgen aus Niedersachsen, ich bin auf Euren Podcast gestoßen und freue mich, Euch lauschen zu dürfen...als so erfreulich und sympathisch empfinde ich das😊 Zum Thema: 2006 saß ich in der Adoptionstelle und wurde interviewt. U.a. wurde ich zu meiner Vorstellung bzgl des Ablaufs einer Kindesannahme befragt, was ich zB als erstes wohl tun würde. "Bevor ich entscheide, ob wir zu dem Kind passen, muss ich das Kind halten und an ihm riechen, das ist mir sehr wichtig" So hab ich es dann zwei Jahre später gemacht. Der Kleine roch wunderbar, nach Banane und leicht säuerlich nach Milch und sonst nichts, die Entscheidung war sofort gefallen. Nichts, fast nichts ist schlechter für eine Beziehung, als wenn man sein Gegenüber nicht gut riechen kann. Vielen Dank für Eure herrlichen und bereichernden Gespräche Liebe Grüße Patrizia

Aug 8th
Reply

Protonia5

Nach 2min ist mir schon nach abschalten...so zack... Ich bin wech.

Jun 23rd
Reply

Arvid Jäkel

4:53

Sep 23rd
Reply

Ra Sta Punzel

Sonntags euren Gesprächen zu lauschen, mit nem Kaffee , ist schon ein kleines Ritual geworden. Und Rituale tun gut 🤗 ich freue mich auf viele weitere, interessante Folgen.

Jun 17th
Reply