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Seit vielen Jahren ist Jörg Holdinghausen als Studio- wie Live-Musiker gefragt, unterstützte am Bass beispielsweise Tele und Wir Sind Helden sowie Judith Holofernes auf Solo-Pfaden oder Kat Frankie. Ende 2025 veröffentlichte er mit "Da draußen" erstmals ein Album unter eigenem Namen, das er als "Liedermacher-Platte" bezeichnet. Dementsprechend hat er sich bei Arrangements und Instrumentierung über weite Strecken aufs Wesentliche beschränkt, um den ihm sehr wichtigen Texten den nötigen Raum zu lassen, wie er Mitte Oktober im Interview mit Simon Brauer auf radioeins erzählte. Weitere Einblicke und Höreindrücke erhalten wir heute, denn Jörg Holdinghausen ist unser Lokalmatador der Woche.
Marcus Wiebusch lädt zu "Songs & Stories" ins Lido – ein Abend voller Musik und Erzählungen aus über 30 Jahren Band- und Solokarriere. Mit dabei: Craig Finn von The Hold Steady. Zwei Ausnahmekünstler teilen Geschichten, Anekdoten und Songs jenseits klassischer Setlists. Mehr dazu von Marcus Wiebusch im Interview.
Die Wahl-Berliner Jascha Kreft und Tammo Dehn, besser bekannt als Odd Couple, sind seit ihrer Kindheit musikalisch verbunden. Heute starten Sie im Waschhaus Potsdam ihre Tour. Anlass ist die Veröffentlichung ihrer besonderen Aufnahme "Live at Clouds Hill", die in einem komplett analogen Studio entstand – ohne zweite Chance, alles live und direkt auf Tape. Die Tour führt die Band quer durch Deutschland und sogar nach Paris und in die Schweiz.
Courtney Barnett ist zurück! Die gefeierte australische Singer-Songwriterin hat uns uns in Potsdam-Babelsberg besucht, bevor sie heute Abend in Berlin bei einem exklusiven Fan-Event auftritt. Mit ihrer neuen Single "Stay In Your Lane" gibt sie einen Vorgeschmack auf das kommende Album, was im nächsten Jahr erscheinen wird – und spricht über die besondere Erfahrung, neue Songs live zu teilen.
Vor seinem Release-Konzert am kommenden Montag im Kulturhaus Insel Berlin hat uns David Judson Clemmons live im radioeins-Studio besucht. Der US-Amerikaner aus Virginia, der heute in Brandenburg lebt, geht seit Jahrzehnten seinen ganz eigenen musikalischen Weg – von Progressive Metal über Grunge bis hin zu seinen Soloalben. Sein neues Werk "Everything A War" bietet sieben intensive Rock-Songs, die Trends ignorieren und stattdessen Clemmons’ unverwechselbare Handschrift zeigen. Warum er stolz auf seine Nischenposition ist und wie sich seine Reise von Los Angeles nach Brandenburg in seiner Musik widerspiegelt, erzählt er uns persönlich – und bringt natürlich auch Höreindrücke mit.
Manche schreiben Bücher oder drehen Filme, Daniel Stoyanovs Medium der Wahl für das Erzählerische ist die Musik. Mit dem neuen Album "Greetings from Soulgaria" (VÖ: 10.10.25) nimmt uns Bulgarian Cartrader mit auf einen Roadtrip – natürlich nach Bulgarien. Dort verbringt Stoyanov die ersten Lebensjahre und wächst anschließend in Deutschland auf. Mit Humor, Nostalgie und einer unbändigen Tanzfreude lässt uns Bulgarian Cartrader an seinen Geschichten teilhaben.
Auf dem neuen Album, übrigens eine Anspielung an Bruce Springsteens Album "Greetings from Asbury Park, N.J.", blickt Stoyanov in seine Vergangenheit und kulturelle Herkunft zurück. Durch die herzerwärmenden Geschichten fordert er die Zuhörer*innen auf, ihre Stereotype gegenüber osteuropäischer Kultur zu hinterfragen. Musikalische Unterstützung erhält er dabei von billigen Synthesizern und einer hundertjährigen Gitarre.
Daniel Stoyanov ist seit 2021 als Bulgarian Cartrader unterwegs, hat aber auch schon auf anderen Wegen musikalische Spuren hinterlassen. Zum Beispiel in den Songwriting-Credits von Peter Fox, SEEED oder Casper. Zudem war er schon als Background-Sänger, Salsa-Tänzer und ja, wenn auch nur kurz als Autohändler aktiv. Im radioeins-Kosmos ist Bulgarian Cartrader längst keine Unbekannte mehr. Schon zwei Mal spielte er mit seiner Band auf dem radioeins-Parkfest und war zu Gast im studioeins im Bikini Berlin. Am Donnerstag stattet er uns als Lokalmatador einen Besuch in Potsdam ab.
Mit "Nah Dran" feiern Steiner & Madlaina ihr zehnjähriges Bandjubiläum – und liefern zugleich ihr bislang vielschichtigstes Album. Zwischen Indiepop und orchestraler Tiefe fordern sie uns auf, Widersprüche auszuhalten, statt sie zu glätten. Ein musikalisches Plädoyer für Uneindeutigkeit und Haltung. Mehr dazu von den beiden im radioeins-Studio.
Gerade einmal 18 Minuten lang ist das mittlerweile zweite Album namens "Schönste Trauer" der Band Tristesse. Die doch sehr kurzen acht Songs gehen dafür ins Ganze und bedienen sich mit lauten, aber sehr gefühlvollen Gitarren und Harmonien an einem melancholisch geprägten Pop-Punk. Verfeinert wird das Ganze mit einem halligen Gesang, der einen sehr nah an die Gefühlswelten des Sängers Jannes-Maximilian Priebels heranlässt. Es geht um existenzielle Gefühle wie Angst, Freude, Trauer, Liebe, Wut und Glück. Der ganze Sound ist ausgerichtet auf das Nachspüren dieser Emotionen: mal nur mit Akustikgitarre, mal mit der vollen Wucht der aufgedrehten Verstärker. Ein Freund der Band fasst die Musik gar als "Neue Deutsche Softness" zusammen, also als eine vorher nicht da gewesene Zärtlichkeit, die in der modernen Auffassung von der "Neuen Deutschen Welle" ihre musikalische Heimat findet.
Für Léon Rudolf, besser bekannt als Lemony Rug, fühlt sich das Leben oft wie ein Boxkampf an. Wann muss man geduldig sein und wann auch mal nach vorne preschen? Tänzelt man leichtfüßig durch den Ring oder steckt man gerade ein? In dem Song "Uppercut" aus der gleichnamigen am 07.11. erscheinenden EP beschreibt Lemony Rug, wie er schon einige Schläge kassieren musste. Der Soundtrack dazu ist ein verspielter Indie Pop mit Ausflügen in den Folk.Im Song "Lenny" verhandelt Lemony Rug Distanz, Loslassen und die Verbundenheit in Beziehungen, getragen von Gitarren, Mandoline und Synthies.
Ein Flammkuchen-Ofenschieber als Musikinstrument? Willkommen in der Welt von Atomic Fruit! Die international besetzte Berliner Band verbindet Psychedelic Rock mit elektronischen Beats – und ungewöhnlichen Klangquellen. Mit ihrer neuen EP und dem Album "Serpentine" im Gepäck touren sie durch Europa. Wer sie live erleben will, hat am 30. Oktober im Badehaus Berlin die Chance – oder schon vorher bei einer exklusiven Live-Session im studioeins im Bikini Berlin.
Telll haben keine Lust auf das klassische Bandkonzept, in dem jeder einem Instrument zugeordnet wird und der Gesang Identifikationsmerkmal und Wiedererkennungswert bildet. Die österreichische Band durchbricht die strikte Rollenverteilung. Sie arbeiten mit stetig wechselnden Sänger*innen, Künstler*innen und Produzent*innen zusammen — mittlerweile insgesamt 30 an der Zahl. Man könnte vermuten, dadurch würde ein Song nicht zum anderen passen, dennoch gelingt es Telll die Balance zwischen Verschiedenheit und Ähnlichkeit zu meistern. Das Ergebnis: wunderschöne Indie-Pop-Songs auf englisch, französisch und deutsch.
Die meisten Musiker*innen verhandeln in einem Album verschiedene Themen aus ihrer singulären Perspektive. Telll drehen den Spieß um. Sie veröffentlichen auf ihrem kommenden Debütalbum elf Songs mit ein und dem selben Thema, nämlich Einsamkeit. Am 24.10. erscheint "11 Kinds of Loneliness". Darauf haben sich Peter Flödl and Gunther Müller, der harte Kern von Telll, für jeden einzelnen Song neue Sänger*innen ins Boot geholt.
Einen Tag vor dem Album-Release waren sie zu Besuch im studioeins.Freuen sie sich auf Interview und Konzert!
Mit ihrem dritten Album "Café Dreams" entführen Maiorano in eine Welt zwischen Funk, Groove und verträumtem Pop – ganz ohne glattgebügelten Café-Sound. Die Berliner Band um Sänger Alex Maiorano verbindet musikalische Freiheit mit klarer Rollenverteilung und überrascht mit Eigenwilligkeit und Charme.
Die isländische Band virgin orchestra vereint düstere Klangwelten mit mystischer Atmosphäre – irgendwo zwischen The Birthday Party, Portishead und Sigur Rós. Nach ihrem gefeierten Debütalbum "fragments" kommen Stef, Starri und Rún nun für ein Konzert in die Berliner 8MM Bar und vorher auch ins studioeins von radioeins im Bikini Berlin.
Sarah Lesch ist zurück – und sie überrascht. Mit ihrem neuen Album "Gute Nachrichten" schlägt die Liedermacherin musikalisch lautere Töne an, bleibt aber ihrer poetischen Tiefe treu. Ihre aktuelle Single "Dalai Lama" kehrt zur Intimität der Akustikgitarre zurück. Mehr dazu von Sarah Lesch live im studioeins – mit Musik, Gespräch und vielleicht einem Ausblick auf das, was als Nächstes kommt.
Eine zufällige Begegnung auf einer Berliner Open Stage wird zum Beginn einer musikalischen Partnerschaft: Dominique Fricot und Brea Robertson treffen sich, schreiben gemeinsam Songs – und gründen die Band Flora Falls. Jetzt kehren die beiden mit ihrer neuen EP "Shake the Tide" zurück ins studioeins von radioeins und kündigen für März 2026 ihr erstes Album an.
Das quirlige Trio aus Bremen mag einen gewissermaßen "rückwärtsgewandten" Namen tragen, den eigenen Sound bezeichnet es aber dezidiert als "Futurepunk!!" – mit zwei Ausrufezeichen, wohl um all der darin enthaltenen Explosivität gerecht zu werden. Dabei wissen Cordula "Cordel" Heins (Gesang), Anne Reuper (Gesang und Gitarre) und Tim Stapel (Synth, Sounds, Gesang) durchaus die Wegbereiterleistungen der Alt- und Nicht-ganz-so-alt-vorderen zu schätzen, finden sich in ihren Songs doch so manche Elemente der Neuen Deutschen Welle (ohne die weltfremde Albernheit deren erfolgreichster Vertreter), Verneigungen vor Synthie-Pop-Pionieren wie OMD ("Electricity, Baby") oder Tanzbares mit Haltung, auf das selbst Dance-Punk-Bahnbrecher The Gossip stolz sein könnten. Aus all diesen erlesenen Zutaten sowie einer gehörigen Kelle eigener Persönlichkeit erschaffen sie ihre Musik.
Vielleicht sagt Ihnen der Name Jörg Holdinghausen auf den ersten Blick wenig – doch die Chancen, dass sie ihn schon einmal live gesehen haben oder die ein oder andere Platte zuhause haben, auf der er zu hören ist, stehen nicht schlecht. Schließlich war bzw. ist er Bassist bei Tele und Wir Sind Helden, und wirkte auch bei Element Of Crime, den Solo-Abenteuern von Judith Holofernes oder Kat Frankie schon das ein oder andere Mal in dieser Position mit. Nun veröffentlicht er erstmals ein Album unter eigenem Namen: Ende November wird "Da draußen" erscheinen, das Holdinghausen als eine "Liedermacher-Platte" bezeichnet, und das in der Tat Erinnerungen an, Leonard Cohen und Georges Brassens, aber auch Reinhard Mey wachruft.
Im September präsentierte er bereits einen besonderen "Doppelvorboten", nämlich gab es die mit Klezmer-Elementen spielende erste Single aus dem Album sowohl in einer deutschen Version mit dem Titel "Traum und Wirklichkeit" als auch in der französischen Chanson-Adaption "Rêve et Réalité" von Antoine Villoutreix zu hören. Was wir von "Da draußen" sonst noch zu erwarten haben, und ob vielleicht auch eine Live-Vorstellung geplant ist, erfahren wir heute im Interview von Jörg Holdinghausen.
Zwischen Reeperbahn und Friedrichshain, zwischen Indie-Folk und Rock: Der Schweizer Musiker Dennis Kiss spricht im Interview über sein neues Album "Vielleicht für ein paar Stunden, doch ich bin nicht diese Person", das am 15. November 2025 auch in Berlin live zu hören sein wird. Seine Songs erzählen von nächtlicher Sehnsucht und ernüchternden Morgen – und von einer musikalischen Reise, die ihn von Jazzstudium bis zur "neuen Hamburger Schule" geführt hat.
Die italienische Singer-Songwriterin Marta Arpini hat ihren musikalischen Weg vom Jazzstudium in Mailand bis zum Master am Conservatorium in Amsterdam geführt. Mit ihrem gefeierten Album "I Am a Gem" schlug sie 2022 die Brücke zwischen Jazz und Indie-Folk – und mit ihrem aktuellen Werk "Tender Superpower", erschienen am 14. Februar 2025, zeigt sie erneut, wie zart und kraftvoll Musik zugleich sein kann.
Aufgewachsen in New York, hat Michelle David allerdings schon in den 90er Jahren ihre Liebe zu den Niederlanden entdeckt. Die Musik – und zum Beispiel Studioaufnahmen für Legenden wie Diana Ross oder Michael Bolton haben sie schon damals um die ganze Welt geführt. In den frühen 2000ern entscheidet sich die Gospel- und Soulsängerin dann für den kompletten Umzug aus den USA in die Nähe von Amsterdam. Mit ihrer Band The True-Tones hat sie bereits sieben Alben veröffentlicht und kündigen nun mit ihrer neuen Single "Speak To Me" Album Nummer Acht an!























