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Ratgeber
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Author: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.
Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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An Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit, die bis Ostern dauert. Viele verbinden diese mit einer Fastenwoche, während welcher gefastet wird, also auf feste Nahrung verzichtet wird. Christliches Fasten bedeutet Verzicht, aber eigentlich nur auf eine liebgewonnene Sache.
Sam Hug ist ärztlich geprüfter Fastenleiter, ausgebildet an der deutschen Fastenakademie. Er begleitet regelmässig Fastengruppen und ist immer wieder fasziniert davon, was für ein Leuchten auf den Gesichtern der Fastenden er auszumachen vermag. «Es ist nicht allein der Verzicht auf feste Nahrung für eine Woche», sagt Hug. «Der Verzicht auf etwas Liebgewonnenes im Alltag fällt oft viel schwerer.»
Während des christlichen Fastens kann zum Beispiel auf Genussmittel wie Schokolade oder Kaffee verzichtet werden. Oder man macht ein Wasserfasten und verzichtet während 40 Tagen auf Süssgetränke.
Die Hand ständig an der Computermaus, das geht ganz schön ins Handgelenk. Oder eine anstrengende Wanderung kann ganz schön in die Knie gehen. Helfen kann da ein Wickel.
Natürlich kommt es zuerst auf die Ursache an, warum ein Gelenk schmerzt. Eine falsche Bewegung oder eine falsch Belastung? Am besten packt man das Übel bei der Wurzel. Das geht aber nicht immer. Sind die Schmerzen da, kann auch ein Wickel helfen.
Vreni Brumm, Wickelexpertin, Dozentin in Sachen Wickel und diplomierte Pflegefachfrau empfiehlt als erstes einen nasskalten Wickel. Dafür nimmt man am besten ein Küchentuch aus Leinen. Denn Leinen speichert die Kälte des Wickels viel besser.
Auch ein Quarkwickel aus Magerquark kann helfen. Dafür nimmt man zwei Esslöffel Magerquark, gibt sie auf ein Haushaltpapier und macht daraus ein Quarkpäckli. Das ganze deckt man mit einem Frotteetuch ab.
Wem der Quarkwickel zu kalt ist, kann mit Lehmpulver einen Lehmwickel anrühren. Wichtig bei allen Wickeln, die Person, welche den Wickel erhält, bestimmt die individuelle Temperatur. Lehmpulver gibt es in Apotheken oder Drogerien.
Buchtipp: Vreni Brumm, Madeleine Ducommun-Cappoini, Wickel und Kompressen. Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis. at Verlag
Völlegefühl, Blähungen - wer kennt das nicht. Helfen kann auch da ein Wickel.
Vreni Brumm, diplomierte Pflegefachfrau, Wickelexpertin und Co-Autorin des Werks Wickel und Kompressen empfiehlt allen voran das Auflegen von Rohwolle. «Ein Stück Rohwolle auf den Bauch wärmt und kann die Peristaltik des Darms anregen», so die Expertin. Besonders praktisch ist ein Rohwollekissen auch für unterwegs. Man kann es einfach in die Hose stecken.
Auch ein heisser Blitzwickel kann helfen. Ein mit heissem Wasser befeuchteter Waschlappen auf den Bauch legen und mit einem Frotteetuch abdecken. Kühlt der Wickel ab, sofort entfernen.
Wickel kommen nicht zwingend bei Krankheiten zum Einsatz. Mit einem Wickel kann man sich auch Gutes tun. Zum Beispiel mit einem kalten Zitronenwickel. Oder einem feuchtheissen Wickel.
Für den Zitronenwickel nimmt man eine Zitronenscheibe, gibt diese auf ein Haushaltpapier oder ein Papiertaschentuch und wickelt sie ein, bevor man sie auf die Pulsstelle beim Handgelenk gibt. Fixiert werden kann sie gut mit einem Klebestreifen. Die Zitronenkompresse kann man beliebig lange auf der Pulsstelle behalten.
Sehr effektiv ist der Zitronenwickel auch, wenn man die andere Pulsstelle auch darauf legt. Man hat dann gewissermassen ein Sandwich aus Pulsstellen mit einer kühlenden Zitronenscheibe dazwischen.
Für die Blitzkompresse heiss nimmt man einen Waschlappen, heisses Wasser und wringt diesen gut aus. Man kann ihn auf den Nacken oder den Bauch legen. Zur Isolation kommt dann ein Frotteetuch darauf. Achtung: Die Blitzkompresse lässt man nur so lange drauf, wie sie wärmt. Beginnt sie zu kühlen, sofort entfernen, damit der Effekt nicht verpufft.
Buchtipp: Vreni Brumm, Madeleine Ducommun-Cappoini, Wickel und Kompressen. Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis. at Verlag
Wie schnell hat man sich den Fuss vertreten oder geprellt. Viele greifen dann in den Tiefkühler und zu einem Cool-Pack. Vreni Brumm, diplomierte Pflegefachfrau und Wickelexpertin schwört auf einen nasskalten Wickel oder einen Quarkwickel.
Bei einem nasskalten Wickel wird ein Waschlappen in kaltes Wasser getaucht, ausgewrugen und auf die verknackste Stelle gelegt. Darüber kommt ein Frotteetuch. Den Wickel behält man so lange auf der verletzten Stelle, bis er nicht mehr kühlt.
Für einen Quarkwickel nimmt man Haushaltpapier und wickelt zwei Esslöffel Magerquark darin ein, so dass man eine kleines Quarkpäckli hat. Damit geht's ab auf die verletzte Stelle, das ganze deckt man auch mit einem Frotteetuch ab. Auch hier: Den Quarkwickel so lange auf der geschwollenen Stelle auflegen, bis der Quark sich erwärmt. Achtung: Ein Quarkwickel gehört nicht auf eine offene Wunde.
Kartoffelwickel, Zwiebelwickel - bestimmt haben Sie schon davon gehört. Aber wie macht man einen Wickel? Muss man da speziell auf Einkaufstour gehen oder hat man vieles schon im Haushalt? Vreni Brumm, diplomierte Pflegefachfrau, Fachfrau und Dozentin, wenn es um Wickel geht, weiss Bescheid.
«Am besten hat man zu Hause eine Wickelkiste», sagt die Expertin. Denn wenn man einen Wickel machen will, muss man so nicht alles zuerst zusammensuchen.
Das meiste hat man im Haushalt vorrätig:
· Eine Rolle Haushaltpapier
· Ein Päckli Papiertaschentücher
· Ein paar Waschlappen
· Ein Frotteetuch (1m x 1.50m)
· Eine Bettflasche
· Eine Gazewindel (60cm x 60 cm)
· Ein Küchentuch 50/50 Leinen/Baumwolle für kühlende Wickel
· Eine Zitrone
· Magerquark (kann auch tiefgefroren werden)
Gegeneinander oder miteinander? Online oder vor Ort? Wir beleuchten die verschiedenen «Multiplayer»-Varianten.
Games haben eigene Konventionen und eine spezifische Bildsprache. Der Einstieg in die Game-Welt gelingt am besten mit Unterstützung – oder mit Mut zum einfach Ausprobieren.
Das Angebot an Games ist riesig. Wie finde ich ein einsteigerfreundliches Spiel, das zu mir passt? Der «Ratgeber» verschafft Durchblick und macht Vorschläge.
Jede Plattform, um elektronische Games zu spielen, hat ihre Vor- und Nachteile: Wir erklären, was es zu beachten gilt.
Videospiele sind nicht nur etwas für Junge, auch ältere Semester kommen auf ihre Kosten. Wir besprechen die vielen Vorteile und mögliche Risiken.
Eine kleine Minderheit ist für den Grossteil der Falschinformationen verantwortlich. Oft stecken nicht einmal Menschen dahinter. Was lässt sich dagegen tun?
Eine Zahl aus einer Studie zu den US-Wahlen 2020 ist bemerkenswert: Nur 0,1 Prozent aller Nutzerinnen und Nutzer sollen für die Verbreitung von etwa 80 Prozent der Fake News verantwortlich gewesen sein. Häufig stehen hinter diesen Konten keine Menschen, sondern Bots, die automatisiert Inhalte verbreiten. Auch wenn niemand ihnen wirklich glaubt, können sie die Stimmung beeinflussen: Etwa indem sie den Eindruck erwecken, man sei mit seiner Meinung in der Minderheit. Anzeichen für Bots sind: immer gleicher Posting-Stil, extrem hohe Posting-Frequenz ohne Unterbruch, generische Nutzernamen mit Zahlenkombinationen. Der wichtigste Tipp: solche Inhalte nicht weiterverbreiten.
Gegen orchestrierte Desinformationskampagnen kann man als Einzelperson wenig ausrichten – ausser, es nicht noch schlimmer zu machen. Fake News sind oft bewusst emotional oder reisserisch formuliert, um das kritische Denken auszuschalten. Gerade bei solchen Inhalten lohnt sich besondere Vorsicht. Doch die Verantwortung liegt nicht allein bei den Nutzerinnen und Nutzern. Social-Media-Plattformen könnten weit mehr tun: Sie könnten aufhören, kontroverse und emotionale Inhalte besonders prominent anzuzeigen. Sie könnten die Verbreitungsgeschwindigkeit von Inhalten drosseln, damit Fakten-Checker und -Checkerinnen Zeit zum Überprüfen haben. Oder sie könnten die Reichweite bestimmter Inhalte begrenzen.
Wasserzeichen auf Videos nützen wenig, perfekte Hände auf Bildern sind längst Realität. Die Hinweise auf KI-generierte Inhalte werden subtiler. Doch es gibt sie noch.
Bei Videos lohnt sich der Blick auf die Physik: Bewegen sich Menschen, Tiere und Gegenstände so, wie sie es in der echten Welt tun würden? KI hat kein Verständnis für die physikalische Realität und macht deshalb Fehler bei Bewegungsabläufen. Auch Schriften und Beschriftungen bereiten ihr Mühe. Ein weiteres Problem ist die sogenannte Objektpermanenz: Während eine Kamera einfach filmt, was da ist, muss KI jedes Bild neu berechnen. Dabei kann sie vergessen, was im vorherigen Bild noch zu sehen war – Gegenstände verschwinden plötzlich oder tauchen aus dem Nichts auf.
Wasserzeichen, die manche KI-Generatoren inzwischen einblenden, helfen nur bedingt. Versuche zeigen: Viele Menschen übersehen sie oder wissen nicht, was sie bedeuten. Bei Bildern ist die Lage noch schwieriger. Während vor zwei, drei Jahren Hände mit der falschen Anzahl Finger sofort auffielen, sind die Systeme heute deutlich besser geworden. Manchmal verraten noch unleserliche Schriften, verschmolzener Schmuck oder verschwommene Zähne die KI-Herkunft. Doch wichtiger als die Inhalte selbst ist meist der Kontext: Wer hat etwas veröffentlicht? Von welchem Konto stammt es? Was sagen andere Quellen dazu? Wer unsicher ist, sollte vor allem eines nicht tun: den Inhalt selbst weiterverbreiten.
Die einen nutzen KI, um täuschend echte Falschinformationen zu erstellen. Die anderen setzen sie ein, um genau diese zu entlarven. Doch eine endgültige Lösung ist nicht in Sicht.
Seit es Medien gibt, gibt es auch Falschmeldungen und manipulierte Bilder. Doch künstliche Intelligenz hat die Situation grundlegend verändert: Was früher spezielles Können und Zeit erforderte, gelingt heute auf Knopfdruck. KI kann nicht nur täuschend echte Texte, Bilder und Videos erstellen, sondern diese auch gleich für unterschiedliche Zielgruppen anpassen und über soziale Medien gezielt verbreiten. Die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit der sich manipulierte Inhalte heute produzieren lassen, stellt eine neue Dimension dar.
Gleichzeitig werden KI-Systeme entwickelt, die Inhalte auf ihre Echtheit prüfen – teilweise mit Trefferquoten über 90 Prozent. Doch die Hoffnung auf eine technische Wunderwaffe trügt. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel: Sobald eine neue Erkennungsmethode funktioniert, finden Fälscher bereits Wege, sie zu umgehen. Die Lösung liegt deshalb wohl weniger in der Technik als in der Regulierung von Social-Media-Plattformen und in der Stärkung der Medienkompetenz.
Fake News entstehen aus politischen Motiven, aus Geldgier – und werden oft durch ganz normale Nutzerinnen und Nutzer verbreitet.
Fake News sind nicht gleich Fake News. Manche werden bewusst gestreut, um politische Prozesse zu beeinflussen oder Vertrauen in Institutionen zu untergraben. Hinter solchen Kampagnen stehen teils staatliche Akteure, die mit koordinierten Online-Netzwerken Propaganda betreiben. Daneben gibt es private Akteure, die mit Falschmeldungen Geld verdienen wollen. Reisserische Schlagzeilen, manipulierte Bilder oder erfundene Geschichten generieren Klicks und damit Werbeeinnahmen.
Die vielleicht wichtigste Rolle spielen jedoch ganz normale Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzer. Falsche oder irreführende Inhalte werden oft geteilt, weil sie ins eigene Weltbild passen, provozieren oder unterhalten. Studien zeigen, dass viele Menschen schon einmal Fake News verbreitet haben – oft ohne es zu merken. Obwohl klar falsche Inhalte insgesamt nur einen kleinen Teil der Online-Informationen ausmachen, sind sie besonders sichtbar, weil sie starke Emotionen auslösen und viel Engagement generieren.
Alle reden von Fake News. Und alle wissen ungefähr, was damit gemeint ist. Geht man es systematisch an, dann wird der Begriff aber schnell zu ungenau.
Fake News, so die ungefähre Definition, sind falsche oder irreführende Informationen, die so gestaltet sind, dass sie wie echte Nachrichten wirken. Doch schaut man sich Fake News genauer an, dann wird es schnell schwierig: Was für den einen ein manipuliertes Bild, ein irreführendes Video oder eine Falschmeldung ist, bezeichnet die andere vielleicht als unliebsame Wahrheit, vor der man nicht die Augen verschliessen soll. Fake News führen deshalb schnell zur Frage, was eigentlich wahr ist und ob es heute überhaupt noch eine von allen geteilte Wahrheit gibt.
Fake News ist ein knackiger Begriff, unter dem sich alle zumindest ungefähr etwas vorstellen können. Doch es kann helfen, verschiedene Arten von Fake News zu unterscheiden: Desinformation, also gezielt produzierte oder manipulierte Falschinformationen, die mit Absicht gestreut werden, um Menschen zu täuschen oder zu beeinflussen. Misinformation, falsche Informationen, die unbeabsichtigt verbreitet werden, etwa durch Irrtümer, Gerüchte oder Missverständnisse. Und Malinformation, der missbräuchliche Einsatz von eigentlich wahren Informationen, etwa durch selektives Zitieren oder Kontextverschiebung.
Einige sind seit Neujahr fleissig dran und verzichten seit Neujahr auf jeglichen Alkohol. Andere trinken trotzdem mal ein Gläschen. Der Dry January bringt in jedem Fall etwas: Man reflektiert den eigenen Alkoholkonsum.
Klar trinke er auch ab und zu ein Glas Alkohol, sagt der Gastroenterologe am Berner Inselspital Yves Borbély. Klar ist aber auch, die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt den Verzicht auf jeglichen Alkohol.
Interessant ist für den Mediziner Borbély, dass vor allem gesundheitsbewusste Menschen den Dry January machen und auch durchhalten.
Bei der Hepatitis kann man munter durchbuchstabieren: A, B, C, D und E gibt es. Während Hepatitis A in unseren Breitengraden eine Reisekrankheit ist, werden bei uns am meisten die Hepatiden B und C diagnostiziert.
Gegen Hepatitis A wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Impfung für diejenigen empfohlen, welche in exotische Länder reisen.
Wie oft hat man schon von der Leberzirrhose gehört, aber trotzdem weiss man als Laie gar nicht so genau, was das ist. Anhaltende Entzündungen schädigen die Leber, was zu einer Vernarbung derselben führt. Schlussendlich verliert die Leber ihre Funktionsfähigkeit.
Die Leber ist ein regenerationsfähiges Organ. Allerdings bleiben die Narben, sagt Yves Borbély. Er ist Gastroenterologe am Berner Inselspital. Übergewicht, ein erhöhter Blutzucker und allen voran der Alkohol setzen der Leber zu, bis es eben zu einer Leberzirrhose kommen kann. Deshalb ist damit einhergehend stets eine Änderung der Lebensgewohnheiten geboten.
Sie ist regenerationsfähig, man kann bis zu 70 Prozent ihres Volumens wegschneiden, aber sie kann auch verfetten. Rund um das Organ Leber kann sich Fett legen, aber auch innerhalb desselben bilden. Das hat viel mit dem heutigen Lebensstil zu tun. Das Fiese daran: Man spürt sehr lange nichts davon.
Die Fettleber hat in unseren Breitengraden viel mit unserem Lebensstil zu tun: Wir essen zu viel, sind ein paar Kilo zu schwer und konsumieren immer mehr hochverarbeitete Lebensmittel, sagt der Gastroenterologe am Inselspital Bern, Yves Borbély.
Das Unberechenbare an der Krankheit ist, dass sie häufig gar nicht bemerkt wird. Deshalb empfiehlt der Experte, spätestens ab 50 Jahren einmal die Leberwerte bei der Hausärztin oder dem Hausarzt kontrollieren zu lassen.




blindgänger
Und wieder hat der Spacko-Cutter zugeschlagen
wer schneidet diesen Podcast? braucht wohl Zielwasser?