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Der Einsatzleben-Podcast
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Der Einsatzleben-Podcast

Author: Hermann Zengeler

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Einsatzkräfte sind auch nur Menschen? Ja, so ist es und genau darum geht es im Einsatzleben-Podcast.

Mit Servus, Hallo und Guuude, begrüßt euch der gebürtige Hesse Hermann Zengeler seit über 300 Folgen jeden Mittwoch und berichtet über seine Erfahrungen aus über 40 Jahren Einsatzzeit. Er teilt mit den Hörern und Hörerinnen sein Wissen als Experte für Resilienzstärkung, Motivationserhalt und als Konflikt- und Krisenmanager für Hilfsorganisationen.

Gemeinsam mit der Redaktions- und Produktionsleitung werden spannende Themen recherchiert und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet, mit dem Ziel, das Thema "mentale Gesundheit im Einsatzkontext" zu enttabuisieren und einen echten Mehrwert für die Hörer und Hörerinnen zu schaffen. Und was sollen wir sagen: Volltreffer! Mittlerweile hat sich der Podcast zum erfolgreichsten Podcast im Einsatzwesen in der Kategorie mentale Gesundheit entwickelt.

Welche Ängste und Nöte haben Einsatzkräfte, vor während und nach ihren Einsätzen? Wie gehen Hilfskräfte mit Eskalationsphänomenen, Gewaltproblematiken und Anfeindungen um? Wie lernt man mit Stress umzugehen und seine Motivation zu schützen? Wie schafft man es wieder als Team zu funktionieren und richtig zu kommunizieren? Wie kann man schlimme Einsatzbilder und mentale Krisen überstehen und was lernt man trotz aller Wut, Angst, Ekel und Hass Positives daraus? All diese Fragen finden ihre Antworten in den unterschiedlichen Episoden.

Dazu holt sich Hermann immer wieder Interviewpartner hinzu, die selbst einiges aus ihrem Einsatzleben zu berichten haben und Experten diverser Gebiete rund um das Thema MEHR MENSCH im Einsatzwesen.

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367 Episodes
Reverse
Heute geht es um eine Realität, die viele Feuerwehren kennen, aber selten offen besprechen: Der Auftrag bleibt gleich, die Erwartungen steigen, aber die Mittel werden knapper. Und genau da beginnt Führung. Zwischen Beschaffungsbedarf, Haushaltslogik, politischen Verfahren und dem Druck aus der eigenen Mannschaft entsteht schnell Frust. Die Feuerwehr sagt: Wir brauchen das jetzt. Verwaltung und Politik sagen: Wir müssen prüfen, priorisieren und rechtssicher entscheiden. Beide Seiten haben Gründe. Und genau deshalb gibt es so oft schwierige Diskussionen. Es fehlt häufig der Perspektivwechsel. In dieser Folge geht es nicht um Jammern und nicht um Politik-Bashing. Es geht um die Frage, wie Feuerwehrführung trotz knapper Mittel handlungsfähig bleibt. Was kann ich beeinflussen, was nicht? Wie priorisiere ich? Wie kommuniziere ich intern, ohne Frust zu verstärken? Und wie argumentiere ich nach außen so, dass aus berechtigten Forderungen tragfähige Entscheidungen werden? Denn Handlungsfähigkeit entsteht nicht erst mit dem nächsten Fahrzeug oder der nächsten Ausschreibung. Sie beginnt früher. Bei Klarheit, Prioritäten und Führung.
Alarm um 19:12 Uhr, TH VU (tech…. Das Kind ist noch wach. Der Tisch ist gedeckt. Der Piepser entscheidet, wer heute Partner ist – und wer Einsatzkraft. Blaulicht-Engagement ist mehr als ein Hobby. Es ist Identität, Verantwortung, Status, Sinn. Doch was passiert, wenn diese Welt mit Familie kollidiert? Wenn einer in der Feuerwehr ist und der andere nicht? Wenn beide aktiv sind – vielleicht sogar in unterschiedlichen Funktionen, mit Hierarchie, mit Führungsverantwortung? Wer fährt zum Einsatz? Wer bleibt bei den Kindern? Wessen beruflicher Termin ist wichtiger? Und wer jhat eigentlich abends das Kommando? Diese Folge spricht nicht über Taktik oder Technik. Sie spricht über Zeit, Macht, Anerkennung und Schweigen. Über emotionale Konten, die keiner offenlegt. Über Diskussionen, die nie zu Ende geführt werden. Und über die unbequeme Frage: Ist das Engagement noch Dienst an der Sache – oder längst Dienst am eigenen Selbstwert? Eine ehrliche Bestandsaufnahme zwischen Uniform und Wohnzimmer. In dieser Folge geht es genau darum. Konkret, humorvoll an den richtigen Stellen und mit praktischen Ansätzen, die du sofort nutzen kannst.
Mentale Gesundheit ist Alltagsthema Mentale Gesundheit ist nichts für Sonntagsreden. Sie entscheidet im Alltag, ob du nach Belastung wieder runterkommst, ob du klar kommunizierst, ob du schläfst und ob dein Körper mitspielt. Wir trainieren Kraft, Ausdauer und Technik. Mentale Fitness verdient denselben Platz. Körper und Psyche arbeiten zusammen Dauerstress, schlechte Regeneration und ungelöste Belastungen zeigen sich oft körperlich. Zum Beispiel durch Verspannungen, Magenprobleme, Kopfschmerzen, Gereiztheit oder Erschöpfung. Umgekehrt zieht körperliches Unwohlsein die Psyche runter. Das ist kein Charakterthema. Das ist System und Biologie. Warum das Thema oft verdrängt wird In Feuerwehr und BOS bleibt mentale Gesundheit häufig im Schatten. Rollenbilder, der Druck zu funktionieren, Angst vor Bewertung und eine Kultur, in der man lieber hilft als selbst Hilfe annimmt, spielen dabei eine große Rolle. Es bewegt sich etwas aber es reicht noch nicht In den letzten Jahren ist mehr Offenheit entstanden. Es gibt mehr Wissen über Stress und Trauma und mehr Fokus auf Prävention. Aber Wissen allein reicht nicht. Es braucht alltagstaugliche Routinen, klare Sprache im Team und niedrigschwellige Unterstützung, bevor es kippt. Worum es in dieser Folge geht In dieser Folge sprechen wir genau darüber. Konkret, an den richtigen Stellen mit Humor und mit praktischen Ansätzen, die du sofort im Einsatz und im Alltag nutzen kannst.
Was nach Einsätzen oft bleibt Nach Einsätzen passiert häufig etwas, das auf keiner Einsatzmeldung steht. Kein Alarm. Kein offizielles Nachgespräch. Und trotzdem ist es da. Der Übergang zurück in den Alltag holpert manchmal. Viele kennen diese Veränderungen Kürzere Antworten. Weniger Lust zu erklären. Gespräche, die anstrengender wirken als sonst. Nicht, weil etwas Schlimmes passiert ist, sondern weil der Kopf noch woanders ist. Widersprüche im Alltag Ungeduld bei Kleinigkeiten und gleichzeitig große Gelassenheit bei Wichtigem. Abstand zu Menschen, ohne sie abzulehnen. Dinge fühlen sich anders an, ohne dass man sie klar benennen kann. Keine Diagnose, keine Lösung Diese Folge will nichts erklären und nichts reparieren. Sie lädt ein, wahrzunehmen. Ohne Bewertung. Ohne Diagnose. Ohne Handlungsdruck. Einfach da sein lassen Vielleicht ist nicht alles, was normal ist, auch bedeutungslos. Und vielleicht dürfen manche Dinge einfach da sein, ohne dass wir sofort etwas daraus machen müssen.
Wenn PTBS zum Sammelbegriff wird Der Begriff PTBS wird heute schnell benutzt. Nach schweren Einsätzen, nach Stress, nach belastenden Phasen. Gleichzeitig bleibt oft unklar, was damit fachlich eigentlich gemeint ist. Stress ist nicht gleich Trauma Nicht jeder, der schlecht schläft, innerlich unruhig ist oder gereizt reagiert, ist traumatisiert. Das Nervensystem reagiert zunächst gesund auf ungesunde Situationen. Belastung ist keine Krankheit. Warum Einordnung schützt Problematisch wird es, wenn normale Stressreaktionen vorschnell pathologisiert werden. Das erzeugt Verunsicherung, fördert Rückzug und schwächt Einsatzkräfte, statt sie zu stabilisieren. Was wirklich entscheidend ist Entscheidend ist, ob Rückführung, Verarbeitung und Stabilisierung stattfinden. Nicht das Etikett, sondern der Umgang mit Belastung bestimmt, ob sich Symptome verfestigen oder wieder abklingen. Orientierung statt Diagnose Diese Folge will einordnen, nicht diagnostizieren. Ernst nehmen, ohne zu dramatisieren. Klarheit schaffen, statt Angst zu erzeugen. Genau das brauchen Einsatzkräfte und Führungskräfte heute.
Kein Interview. Ein Tagebuch. Diese Folge ist anders. Kein Gast, keine Fragen, kein Konzept. Stattdessen ein ehrliches Tagebuch aus der Perspektive eines jungen Truppmanns, seit sechs Monaten aktiv in der Einsatzabteilung. Zwischen Stolz und Zweifel Der Stolz, endlich dabei zu sein. Die Unsicherheit, ob man allem gerecht wird. Die Vorfreude auf den nächsten Einsatz und die Bilder, die manchmal bleiben. Diese Gegensätze gehören zum Anfang dazu, werden aber selten offen benannt. Alltag zwischen Beruf und Ehrenamt Feuerwehr passiert nicht im luftleeren Raum. Sie trifft auf Beruf, Familie und Freizeit. In dieser Folge geht es darum, wie sich dieser Spagat anfühlt und was dabei oft unausgesprochen bleibt. Teamkultur, wenn Generationen aufeinandertreffen Lernen von den Erfahrenen ist selbstverständlich. Aber manchmal entsteht auch das Gefühl, dass frische Perspektiven fehlen oder nicht gehört werden. Die Folge zeigt, warum Ton und Kultur im Team entscheidend sind. Wenn Verantwortung plötzlich Sinn ergibt Führung wird interessant, wenn man merkt, dass andere sich auf einen verlassen. Nicht wegen Dienstgrad, sondern wegen Haltung. Genau dort beginnt Entwicklung. Mit Druck umgehen, ohne hart zu werden Sprüche, Erwartungen und Unsicherheit gehören dazu. Die Frage ist, wie man damit umgeht, ohne sich zu verbiegen oder innerlich zuzumachen.
Digitale Beschleunigung ist kein normaler Wandel Seit rund 300.000 Jahren leben wir als Homo sapiens. Über zehntausende Generationen hinweg ohne permanente digitale Verbindung. Online Sein ist in der Geschichte der Menschheit erst etwa eine Generation alt. Das ist keine Nostalgie. Das ist eine nüchterne Einordnung. Warum Geschwindigkeit das eigentliche Problem ist Wir erleben keinen schrittweisen Fortschritt, sondern eine historische Beschleunigung. Regeln für Verhalten, Kommunikation und Zusammenarbeit kommen kaum hinterher. Was früher über Jahre gewachsen ist, ändert sich heute in Monaten. Was das für Vertrauen bedeutet Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit, Wiederholung und persönliche Erfahrung. Digitale Dauerverfügbarkeit verändert genau diese Grundlagen. Kommunikation wird schneller, aber nicht zwingend klarer. Missverständnisse entstehen leichter, Beziehungen werden flacher. Warum BOS besonders betroffen sind Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen sind auf stabile Werte, klare Rollen und Teamkohäsion angewiesen. Einsatzfähigkeit entsteht nicht durch Technik allein, sondern durch Vertrauen untereinander. Wenn diese Basis erodiert, wird Leistung fragil. Teamkohäsion unter Dauervernetzung Digitale Kommunikation ersetzt immer öfter persönliche Begegnung. Das spart Zeit, kostet aber Beziehungstiefe. Kameradschaft entsteht nicht im Chat, sondern im gemeinsamen Erleben. Ohne bewusste Pflege leidet die Teamkultur. Resilienz als Gegenpol zur Beschleunigung Resilienz bedeutet nicht, alles auszuhalten. Sie bedeutet, Belastung früh zu erkennen, Grenzen zu setzen und handlungsfähig zu bleiben. In einer überbeschleunigten Arbeitswelt wird Resilienz zur Kernkompetenz für Einsatzkräfte. Was Führung jetzt leisten muss Führung in BOS heißt heute mehr als Organisation. Es geht um Orientierung, Priorisierung und Schutz vor Überforderung. Wer digitale Prozesse einführt, muss auch psychische Belastungen mitdenken. Warum wir darüber sprechen müssen Wenn wir die Geschwindigkeit nicht reflektieren, verlieren wir das, was Einsatzorganisationen stark macht. Werte, Verlässlichkeit und Zusammenhalt entstehen nicht automatisch. Sie brauchen bewusste Gestaltung. Fazit Digitale Entwicklung ist Realität. Die Frage ist nicht ob, sondern wie. Für Feuerwehr, BOS und Hilfsorganisationen entscheidet sich hier, ob Technik zur Unterstützung wird oder zur zusätzlichen Belastung.
Einleitung: Fachlich top – mental oft unvorbereitet Die Grundausbildung vermittelt Wissen, Abläufe und Sicherheit. Was häufig fehlt, ist die psychische Vorbereitung auf das Feuerwehrleben. Nicht nur auf Einsätze, sondern auf Dienstrealität, Teamkultur, Verantwortung und dauerhafte Belastung. Zwei Einstiegstypen, zwei blinde Flecken Neue starten meist aus zwei Richtungen: als Quereinsteiger oder aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Beide bringen Stärken mit. Beide haben Risiken, die in der Ausbildung oft nicht thematisiert werden. Quereinsteiger: Motivation ohne Orientierung Quereinsteiger sind häufig hochmotiviert, kennen aber die informellen Regeln nicht. Typische Fragen bleiben unausgesprochen: Wie funktioniert Kommunikation in der Einheit? Wann darf ich nachfragen? Wie gehe ich mit Fehlern um, ohne meinen Platz zu verlieren? Ohne psychische Orientierung entsteht Unsicherheit, Anpassungsdruck und die Angst, negativ aufzufallen. Übernahme aus der Jugendfeuerwehr: Rollenwechsel unter Druck Wer aus der Jugendfeuerwehr kommt, kennt die Organisation, erlebt aber einen harten Übergang. Aus Lernen wird Verantwortung. Aus Zuschauen wird Entscheiden. Dieser Rollenwechsel erzeugt Druck, selbst bei fachlich starken Kräften. Wenn mentale Vorbereitung fehlt, entsteht Überforderung statt Wachstum. Warum mentale Vorbereitung Teil der Grundausbildung sein muss Feuerwehrdienst bedeutet langfristige Belastung: Verantwortung, Fehlerkultur, Erwartungsdruck und Teamdynamik. Wenn psychische Vorbereitung dem Zufall überlassen wird, steigen Risiken für Frust, Rückzug und Ausstieg. Fazit: Technik reicht nicht Mentale Stärke ist keine Zusatzoption. Sie ist Voraussetzung für Stabilität, Teamfähigkeit und langfristiges Engagement. Wer neue Kräfte wirklich halten will, muss psychische Vorbereitung fest in der Grundausbildung verankern.
Neujahr für Einsatzkräfte Der Jahreswechsel ist oft laut, schnell und voll. Gerade für Einsatzkräfte lohnt es sich, kurz innezuhalten und genau das wollen wir mit unseren kleinen Reflektionsfragen erreichen. Drei Fragen, die wirklich etwas bewegen können, wenn man sie sich ehrlich beantwortet: Stelle dir folgende Fragen: • Welche Situation in diesem Jahr hat mich wirklich geprägt, vielleicht stärker, als ich es mir eingestehen möchte? • Wo warst ich stark, nicht im Sinne von funktionieren, sondern im Sinne von "menschlich" bleiben? • Was darf im alten Jahr bleiben, damit ich leichter und klarer in das neue starten kann? • und die Abschlussfrage (+1): Woran möchte ich Ende des nächsten Jahres erkennen, dass dieses Jahr gut für mich war? Wir vom gesamten Einsatzleben-Podcast- und Brand Punkt Team wünschen dir und euch einen grandiosen, >reflektierten< Jahreswechsel und bleibt gesund!!! Eure Carina, euer Hermann & Team :-) Prost Neujahr!
Weihnachten in BOS Familien ist anders Kerzenschein, Familie, Dankbarkeit. Und dann geht der Piepser. In vielen Familien mit Feuerwehr, Rettungsdienst oder Katastrophenschutz ist das Realität. Zwischen Fürsorge, Pflichtgefühl und dem Wunsch, einfach nur Familie zu sein. Wenn Schuldgefühle und Stress heimlich mitfeiern Der Einsatz reißt jemanden raus. Zurück bleiben Partner, Kinder, Eltern. Oft mit Sorge, manchmal mit Frust. Und wer wieder heimkommt, bringt häufig Adrenalin, Kopfkino und Unruhe mit. Genau dort entstehen Missverständnisse und Streit. Nicht, weil jemand böse Absicht hat. Sondern weil die Situation emotional anspruchsvoll ist. Warum Dankbarkeit allein nicht reicht Wertschätzung ist wichtig. Aber sie löst das Problem nicht. Es braucht Struktur, Klarheit und einfache Mini Strategien, die realistisch funktionieren. Nicht theoretisch, sondern alltagstauglich. Drei kleine Hilfen für Weihnachten und jede andere Familienzeit 1. Der 90 Sekunden Übergang nach dem Einsatz Nach der Rückkehr bewusst stoppen. Drei bewusste Atemzüge. Wahrnehmen, was noch arbeitet. Kurz benennen, was gerade gut tut. Erst dann zurück in die Situation. 2. Drei Bremsen für Eskalation Kurz Pause statt direkt reagieren. Ich Botschaften statt Vorwürfe. Und klare, ruhige Sätze statt langen Diskussionen. 3. Ein einfacher Heiligabend-Plan Vorher kurz darüber sprechen, was sein kann. Wer was braucht. Was machbar ist. Und was nicht. Das nimmt Druck raus und schützt Beziehungen. Gemeinschaft bleibt der wichtigste Schutzfaktor Niemand braucht Perfektion. Aber ehrliche Worte, Verständnis und kleine Schritte machen Weihnachten stabiler. Für Einsatzkräfte. Für Familien. Für dieses besondere Miteinander. Mit diesem kleinen Weihnachts-Antistress-Strategieplan entlasen wir euch nun in das bevorstehende Weihnachtsfest. Das gesamte Brand Punkt Team wünscht euch allen eine wunderbare Weihnachtszeit und auf dass ihr alle wohlbehalten aus euren Einsätzen zurückkehrt! Euer Hermann, Carina und Team
Nach dem Einsatz... und dann? Raus aus der Kluft, unter die Dusche, zurück ins normale Leben. Für viele Einsatzkräfte ist das der einzige Wunsch nach einer Belastungslage. Gleichzeitig sitzt der Einsatzleiter noch da mit Verantwortung auf den Schultern: Fürsorgepflicht, Haftung, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Zwei Welten, ein Konflikt Auf der einen Seite Führungskräfte, die absichern, dokumentieren und auffangen müssen. Auf der anderen Seite Einsatzkräfte, die keine Lust auf Pflichtnachbesprechungen oder emotionale "Zwangsrituale" haben. Beide wollen eigentlich dasselbe: dass es gut weitergeht. Beide reden oft aneinander vorbei. Gut gemeint ist oft schlecht gemacht Viele Maßnahmen nach dem Einsatz sind fachlich gedacht aber manchmal schlecht umgesetzt. Standardisierte Nachbesprechungen ohne Fingerspitzengefühl bewirken oft genau das Gegenteil: Widerstand, Abwehr, Rückzug. Verantwortung ohne Übergriffigkeit In dieser Folge geht es um Führung, die nicht kontrolliert, sondern eher schützt. Und um Einsatzkräfte, die ihre eigenen Grenzen erkennen, ohne wegzudrücken oder zu bagatellisieren. Was du aus der Folge mitnimmst: • Warum „Passt schon“ kein verlässlicher Zustand ist. • Welche Denkfehler Führungskräfte immer wieder machen. • Wie Fürsorge funktioniert, ohne zu bevormunden. • Wie du Belastung wahrnimmst, bevor sie dich einholt.
Feuerwehr trifft Rettungsdienst – Wie geht es uns eigentlich miteinander? Im Einsatz greifen Abläufe und Entscheidungen oft wortlos ineinander. Feuerwehr und Rettungsdienst funktionieren, zumindest im Einsatz. Aber wie sieht es dahinter wirklich aus? Zwischen Kooperation und Konflikt Wir sprechen offen über Spannungen zwischen den “Roten” und den “Weißen”: über Klischees, Reibungspunkte, Funkdisziplin, Zuständigkeiten und über das, was passiert, wenn Hierarchien aufeinandertreffen. Wenn Rollen aufeinanderprallen Was macht es mit jungen Einsatzkräften, wenn sie sich zwischen zwei Welten bewegen? Was passiert, wenn Respekt fehlt oder Kommunikation scheitert? Es geht nicht nur um Probleme. Wir schauen auch dorthin, was gut läuft: • gemeinsame Ausbildung • ehrlicher Austausch • Führung auf Augenhöhe • klare Rollen statt Zuständigkeitsgerangel Diese Folge liefert konkrete Impulse für mehr Verständnis, bessere Zusammenarbeit und weniger Reibung im Einsatz. Wenn du Feuerwehrler und/oder Rettungsdienst-Mensch bist oder in der Leitstelle arbeitest, ist diese Folge für dich.
International, persönlich und fachlich auf den Punkt. In dieser Podcastfolge wird es international und sehr persönlich: Hermann Zengeler war zu Gast im österreichischen Podcast „huach zua“ („hör bitte genau hin“) – dem neuen Format des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes. Im Gespräch mit Pressesprecher Tom Meyer geht es um ein Thema, das Hermann seit Jahren begleitet und antreibt: Resilienz in der Feuerwehr. Diesmal wird der Spieß umgedreht: Normalerweise stellt Hermann die Fragen, in dieser Folge beantwortet er sie selbst. Gemeinsam sprechen sie darüber, warum mentale Stärke heute genauso wichtig ist wie technische Ausrüstung, welche Belastungen Feuerwehren in Deutschland und Österreich verbinden und warum gute Kameradschaft weit mehr ist als nur Zusammenhalten im Einsatz. Hermann berichtet von seinen Vorträgen in verschiedenen Regionen Österreichs, von Workshops, aus denen echte Verbundenheit und Freundschaften entstanden sind und von Momenten, in denen es nicht um Einsatzzahlen, sondern um Menschen geht. Diese Folge ist eine Einladung, über den Tellerrand zu schauen: Was können Feuerwehren über Ländergrenzen hinweg voneinander lernen? Und was braucht es wirklich, damit Einsatzkräfte nicht nur funktionieren, sondern innerlich gesund durch ihre Einsätze kommen? Ein Gespräch, das Mut macht, den Blick zu weiten und das Thema mentale Gesundheit in der Feuerwehr ernst zu nehmen.
Ein Tag im Leben eines Feuerwehrkameraden Alltag zwischen Job, Familie und Alarm Heute nehme ich euch mit in den Tag eines Feuerwehrkameraden. Auf dem Papier wirkt alles ganz normal: Arbeiten, Zeit mit der Familie, ein Hobby. Doch im Hintergrund läuft ständig der Funkmelder mit und damit das Gefühl, jederzeit losmüssen zu können. Das prägt den gesamten Tag, oft ohne dass es jemand sieht. Wie sich ein Einsatzalltag wirklich anfühlt Die Geschichte basiert auf vielen Gesprächen mit ihm. Er wollte sie erzählen, aber nicht selbst vor das Mikrofon. Also übernehme ich das heute für ihn. Es geht um diese typischen Tage: zu wenig Schlaf nach einem nächtlichen Einsatz, ein Arbeitstag, der immer unter Strom steht, Nachmittage, an denen die Familie etwas braucht und er innerlich schon wieder halb bei der Feuerwehr ist und um ein Hobby, das eigentlich Ausgleich sein soll, aber oft vom Ehrenamt beeinflusst wird. Zwischen Verpflichtung und Verantwortung Dieser Einblick zeigt, wie sich der tägliche Spagat für ihn anfühlt und warum er trotz der Belastungen weitermacht. Ein Tag zwischen Verantwortung, Ehrenamt und dem Versuch, allem gerecht zu werden.
Heute geht es um ein Thema, das viele von uns kennen, aber kaum jemand laut ausspricht: Schlafstörungen nach Einsätzen. Dieses Wachliegen, dieses Grübeln, dieses gedankliche Festklemmen. Du liegst im Bett, entweder alleine oder neben deinem Lieblingsmenschen, aber im Kopf hämmerst du noch durch den Keller, durch den brennenden Dachstuhl oder durch die letzte Reanimation. Vielleicht hast du das Gefühl, du solltest eigentlich längst runtergefahren sein, aber dein Körper macht nicht mit. Warum passiert das? Dein vegetatives Nervensystem denkt sich: Nö, Kollege, wir bleiben noch ein bisschen im Alarmmodus. Herzschlag und Gedanken rasen, die Nacht wird dünn, und am nächsten Tag stolperst du durch Beruf, Familie oder Bereitschaft wie ein Akku bei 12 Prozent. Was passiert im Körper? Wir erklären, wie Stresshormone wirken, wie der Körper auf Einsätze reagiert und warum gerade Feuerwehr- und Rettungskräfte besonders anfällig für Schlafprobleme sind. Unterschiede zwischen Singles und Menschen in Beziehungen Wir beleuchten, wie unterschiedliche Lebenssituationen das Schlafverhalten beeinflussen und welche Besonderheiten es bei Partnerschaften gibt. Konkrete Strategien für besseren Schlaf Wir geben praxisnahe Tipps, wie du den Kopf runterfahren, das Nervensystem beruhigen und zurück in einen erholsamen Schlaf finden kannst. Fireproof 360° - mentale Stärke für Einsatzkräfte Unser Resilienz-Training zeigt, wie du Stresssituationen besser verarbeitest, mental stabil bleibst und langfristig deine mentale Gesundheit schützt
Umschalten in Sekunden

Umschalten in Sekunden

2025-11-1225:14

Wenn der Alarm geht, zählt jede Sekunde Atemübungen oder Meditation? Dafür ist im Einsatz keine Zeit. Und doch passiert zwischen Alltag und Alarm etwas Entscheidendes: Dein Kopf muss in Sekunden umschalten. Vom Beruf, von der Familie oder von der Freizeit – hinein in den Einsatzmodus. Dieser Moment entscheidet, ob du ruhig und konzentriert an der Einsatzstelle ankommst oder dich der Stress überrollt. Mentale Einsatzvorbereitung beginnt schon auf dem Weg Wie bekommst du auf dem Weg zur Feuerwache deinen Kopf klar, bevor du aussteigst und handelst? Wie schaffst du es, den Stau auszuhalten, während du weißt, dass ein Brand läuft und PA-Träger fehlen? Und wie gelingt es dir, das Chaos im Inneren zu sortieren, während draußen schon das Sondersignal ertönt? Einfache Techniken für einen klaren Kopf In dieser Episode erfährst du, wie du in genau diesen kurzen Momenten mentale Kontrolle zurückgewinnst – mit einfachen, unauffälligen Techniken, die du im Auto oder auf dem Fahrrad zur Wache anwenden kannst. Keine Esoterik, keine langen Routinen – sondern praxistaugliche Fireproof-Tools für deinen Kopf. In Bewegung ruhig werden Mentale Einsatzvorbereitung heißt nicht, zu warten, bis du ruhig bist, sondern in Bewegung ruhig zu werden. Wer das beherrscht, ist beim Eintreffen nicht nur körperlich bereit, sondern auch innerlich fokussiert – und das macht im Einsatz den entscheidenden Unterschied.
Feuerwehr & Verwaltung – Warum liegen da ständig Steine auf dem Weg? Es gibt Themen, die tauchen in der Feuerwehrwelt immer wieder auf – und eines davon ist die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Egal ob kleine Gemeinde, Mittelstadt oder Großstadt: Sobald Feuerwehr und Verwaltung aufeinandertreffen, prallen zwei Welten zusammen. Auf der einen Seite Menschen, die ausrücken, wenn andere Hilfe brauchen. Auf der anderen Seite Menschen, die verantwortlich sind, Rahmen zu setzen, Budgets zu sichern und Entscheidungen zu treffen. Und irgendwo dazwischen entsteht dieser Raum, der eigentlich Kooperation heißen sollte in der Realität aber oft zum Hindernisparcours wird. Viele von euch kennen das: Da ist eine überfällige Beschaffung, ein dringender Reparaturbedarf, ein Ausbildungswunsch oder einfach eine notwendige Entscheidung. Und plötzlich wird es zäh. Formulare, Rückfragen, Abstimmungen, „das müssen wir erst prüfen“, Haushaltsvorbehalt, Gremienlauf – und währenddessen steht das Einsatzleben nicht still. Brennt ein Haus, dann brennt es. Da hilft kein §XY aus dem Verwaltungshandbuch. Heute sprechen wir darüber, warum diese Reibungen entstehen, wie sie sich auf Einsatzkräfte auswirken und vor allem: Wie es besser laufen könnte. Denn wenn Feuerwehr und Verwaltung wirklich an einem Strang ziehen, dann entsteht aus zwei Welten eine starke Gemeinschaft.
Bevölkerungsschutz – Wenn die schützen, die selbst Schutz brauchen Ein Wintermorgen, ein Stromausfall, Dutzende Einsätze: In solchen Momenten zeigt sich, was Bevölkerungsschutz wirklich bedeutet. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Katastrophenschützer mentale Stärke fördern können – damit die, die schützen, selbst geschützt bleiben.
Wenn Leidenschaft plötzlich Leiden schafft Es gibt diesen Moment, den viele Ehrenamtliche und Einsatzkräfte kennen: Früher war da Begeisterung, Leidenschaft, ein klarer Sinn. Doch irgendwann mischt sich so etwas hinein wie Müdigkeit, Frust, Zweifel. Zwischen Idealismus und Realität liegen plötzlich Überforderung, Erwartungsdruck und Schuldgefühlen. Der leise Zweifel im Dienst In der neuen Folge des Einsatzleben-Podcasts geht es genau darum: um den Moment, in dem man sich fragt, ob man dem eigenen Anspruch noch gerecht wird. Um das Gefühl, nicht mehr genug zu sein. Und um die leise Erschöpfung, die sich breitmacht, wenn man eigentlich weiterhelfen will, aber kaum noch Kraft hat. Zwischen Motivation und Selbstausbeutung Wo endet gesunde Motivation und wo beginnt Selbstausbeutung? Diese Frage betrifft viele, die helfen, retten, begleiten. Anerkennung bleibt oft aus, während der Druck, weiterzumachen, steigt. Wer helfen will, überschreitet leicht die eigenen Grenzen, aus Pflichtgefühl, Loyalität oder weil Aufgeben keine Option scheint. Helfen ist kein unendlicher Akku Wir sprechen darüber, wie wichtig es ist, Pausen zuzulassen, sich auszutauschen und ehrlich mit sich selbst zu sein. Denn Helfen bedeutet nicht, sich selbst zu vergessen. Nur wer auf sich achtet, kann langfristig für andere da sein. Ein ehrlicher Blick auf das Helfersein Diese Episode ist ein ehrlicher Blick auf das Helfersein in einer Welt, die viel fordert und selten fragt, wie es denjenigen geht, die geben. Eine Folge für alle, die zwischen „Ich liebe diesen Job“ und „Ich kann nicht mehr“ pendeln und wissen wollen, wie sie ihren inneren Kompass wiederfinden.
Einsätze, die nachklingen Wenn Retter Kinder retten, geraten Routinen ins Wanken. Plötzlich ist da kein „Patient“, sondern ein Kind, vielleicht im Alter des eigenen. In diesem Moment verschwimmen professionelle Distanz und persönliche Betroffenheit. Viele Einsatzkräfte berichten, dass genau diese Einsätze sie noch Jahre später begleiten, vielleicht ganz leise, aber dauerhaft. Psychologische Mechanismen verstehen In dieser Folge des Einsatzleben Podcasts sprechen wir offen darüber, warum Einsätze mit Kindern so tief treffen und welche psychologischen Mechanismen dahinterstecken. Wir beleuchten, wie Bilder und Gefühle entstehen, die lange nachwirken, und wie man als Retter lernen kann, damit umzugehen. Umgang mit Verantwortung und Ohnmacht Wir reden über den inneren Konflikt zwischen Verantwortung und Ohnmacht, über Bilder, die bleiben, und über den Mut, sich Unterstützung zu holen. Denn Stärke zeigt sich nicht darin, alles auszuhalten, sondern darin, hinzuschauen, wenn’s weh tut. Für wen diese Folge ist Eine Folge für alle Feuerwehr- und Rettungskräfte, die schon einmal Kinder gerettet haben, oder retten mussten.
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