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Wetterfrage
Wetterfrage
Author: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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Wie entsteht der Gugiiföhn, weshalb werden auf dem Jungfraujoch immer die stärksten Winde gemessen, weshalb sinken die Temperaturen in La Brevine teilweise auf unter minus 30 Grad oder wie entstehen die kleinen Windteufel?
Das Wetter und seine vielfältigen Phänomene beeinflusst unser Leben, macht es vielfältig, hinterlässt aber auch viele Fragezeichen.
Jeweils am Samstagmorgen um 9.15 Uhr beantworten die Meteorologen von SRF Meteo Ihre Fragen zum Wetter.
Teilen Sie uns deshalb Ihre Wetter-Beobachtung mit, die Sie im Verlauf der Woche in Ihrer Wohnregion oder auf einer Reise gemacht haben und sie ins Staunen versetzt haben.
Das Wetter und seine vielfältigen Phänomene beeinflusst unser Leben, macht es vielfältig, hinterlässt aber auch viele Fragezeichen.
Jeweils am Samstagmorgen um 9.15 Uhr beantworten die Meteorologen von SRF Meteo Ihre Fragen zum Wetter.
Teilen Sie uns deshalb Ihre Wetter-Beobachtung mit, die Sie im Verlauf der Woche in Ihrer Wohnregion oder auf einer Reise gemacht haben und sie ins Staunen versetzt haben.
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In den Bergen ist sehr viel Schnee gefallen - und diese eisige Decke hat eine überraschende Eigenschaft. Wir schauen uns die "Daunenjacke der Natur" genauer an und wie sie in der Tierwelt und in den Alpen wirkt.
In den letzten zwei Wochen hat es in den Alpen sehr viel geschneit – mit entsprechend grosser Lawinengefahr. So gefährlich Schnee auch sein kann, so faszinierend ist seine Eigenschaft als natürlicher Isolator. Frischer Pulverschnee besteht zu einem Grossteil aus eingeschlossener Luft, und Luft leitet fast keine Wärme. Genau deshalb enthalten auch modernes Isolationsmaterial und Daunenjacken viel Luft.
Dank der isolierenden Wirkung von Schnee bleibt es in einem Iglu oder in einer Eisbärenhöhle deutlich wärmer (also weniger kalt) als in der arktischen Umgebung. Dieser Effekt tritt auch bei uns auf: Im Winter bremst eine Schneedecke auf gefrorenen Seen das weitere Eiswachstum. Umgekehrt schützt eine Schneedecke die Gletscher im Sommer unter anderem deshalb vor der aufkommenden Wärme.
Die Fasnacht soll Winterdämonen vertreiben, damit der Frühling Einzug halten kann. Die Tage werden länger, wärmer wird es auch, aber auch nach der Fasnacht kann es noch bis in tiefste Lagen schneien. Wir vergleichen Schneetage vor und nach dem Aschermittwoch.
In der Stadt Luzern markiert der Aschermittwoch das Ende der Fasnacht. Im langjährigen Vergleich fällt im Durchschnitt vor dem Aschermittwoch an ungefähr 10 Tagen Schnee. Nach dem Aschermittwoch sind es vier Mal weniger. Eine bessere Bilanz was das Vertreiben der Schnee-Dämonen angeht hat die Basler Fasnacht, denn sie findet immer etwas später statt.
Seit längerem regnet es auf der Iberischen Halbinsel immer wieder. Im Süden von Spanien, in der Region Cádiz hat es seit zwei Wochen gebietsweise in wenigen Tagen so viel geregnet wie sonst in einem ganzen Jahr.
Die enormen Wassermassen haben zu grossen Überschwemmungen geführt. Und es ist noch nicht vorbei, es regnet in diesen Tagen noch stark weiter. Es wird bereits von einem Jahrhunderereigniss gesprochen.
Bald geht es los mit den 25. Olympischen Winterspielen in Norditalien. Wo finden die vielen Wettkämpfe statt und was ist beim Wetter zu erwarten?
Es gibt acht Orte, an denen Wetterkämpfe sowie Eröffnungs- und Schlussfeiern stattfinden werden. Diese befinden sich über die drei Regionen Lombardei, Trentino-Südtirol und Venetien verteilt. Zwischen dem Hauptort Mailand und Antholz im Südtirol, wo um die Biathlon-Medaillen gekämpft wird, liegen Luftlinie fast 300 Kilometer. Auch bezüglich Meereshöhe gibt es grosse Gegensätze. In Verona - die Schlussfeier findet im römischen Amphitheater statt - liegt man nur knapp 60 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchstgelegene Austragungsort ist Livigno nahe der Schweizer Grenze mit rund 1800 Meter Höhe. Von mildem Frühlingswetter bis zu tiefstem Winter ist somit alles möglich.
SRF Meteo liefert Wetterprognosen für bis zu einer Woche im Voraus. Weiter reichen sie nicht, denn darüber hinaus werden die Vorhersagen zu ungenau.
Eine Wetterprognose ist nichts anderes als eine lange Berechnung. Aus der aktuellen Richtung und Geschwindigkeit der Luft wird beispielsweise berechnet, wohin sie sich in Zukunft bewegen wird. Luft bewegt sich allerdings schnell: In einem Tag legt sie etwa die Strecke von Madrid bis Bern zurück, in einer Woche sogar die Distanz von Texas oder Madagaskar bis in die Schweiz. Bei solch großen Entfernungen führen selbst kleinste Ungenauigkeiten in den Ausgangsdaten zu erheblichen Abweichungen im Ergebnis – und damit zu falschen Wetterprognosen. Da es unmöglich ist, den genauen Zustand des Wetters überall auf der Welt perfekt zu erfassen, lassen sich kleine Fehler in den Berechnungen nicht vermeiden. Das bedeutet: Nach einem gewissen Zeitraum wird jede Wetterprognose zwangsläufig unzuverlässig.
Der Guggiföhn kann den Skirennen am Lauberhorn einen Strich durch die Rechnung machen.
Strömt der Südföhn im richtigen Winkel über das Jungfraujoch, kann sogenannter Guggiföhn entstehen. Dieser sorgt für stürmische, manchmal sogar orkanartige Böen im Bereich des Guggigletschers sowie am gegenüberliegenden Lauberhorn.
Die Rennfahrer am Chuenisbergli kämpfen auch mit den Temperaturen. Sie bestreiten den Riesenslalom bei einer Lufttemperatur von rund -3 Grad bei Spitzengeschwindigkeiten von etwa 100 km/h. Aber nicht nur der Windchill-Effekt nimmt Einfluss auf die gefühlte Temperatur.
In der zweiten Kalenderwoche war Schlottern angesagt. -37 Grad auf der Alp Hintergräppelen oder -14 Grad in Bern und in Zürich bleiben uns in Erinnerung. Zwar wurde es auf Freitag vorübergehend milder, aber gleichzeitig kam der Wintersturm GORETTI und wirkte mit dem Windchill- Effekt auf unser Temperaturempfinden. Auf Samstag strömt wieder kältere Luft zur Schweiz und nun stehen die Grossen rennfahrer in Adelboden am Chuenisbergli am Start. Sie kämpfen nicht nur mit der schwersten Slalomstrecke der Welt, sondern auch mit den Temperaturen. Sie bestreiten den Riesenslalom bei einer Lufttemperatur von rund -3 Grad bei Spitzengeschwindigkeiten von etwa 100 km/h. Aber der Windchill-Effekt ist nur einer von vielen Einflüssen wie wir die Temperatur fühlen.
Wo finden Engadinerinnen und Enagdiner sowie Leute die dort Ferien machen die passenden Wetterprognosen? Mit den Informationen für den Süden resp. die Alpensüdseite ist man oft schlecht bedient.
Wie wird das Wetter im Engadin? Einige Leute konsultieren dazu den Wetterbericht für den Süden. Doch bei diversen Wetterlagen unterscheidet sich das Wetter im Engadin deutlich vom Wetter auf der Alpensüdseite.
Als inneralpines Tal gibt es im Engadin sowohl Wettereinflüsse aus Norden als auch aus Süden. Und sogar innerhalb des Engadins gibt es grosse Gegensätze. Das Unterengadin ist etwas häufiger von Norden her beeinflusst, das Oberengadin oft auch aus Süden.
Wir schauen zurück auf die bemerkenswerten Wetterereignisse von 2025: Von Schnee über Gewitter, Sturm bis Martini-Sommer.
Eines voraus: Das Jahr 2025 wird voraussichtlich als das viertwärmste seit Messbeginn enden, dies gemäss Berechnungen des Bundes. Besonders mild und auch schneearm waren die ersten drei Monate. Heiss wurde es im Juni und August, etwas weniger sommerlich im Juli. Viel Wetter brachte besonders auch der November.
Die Weihnachtsgeschichte wie sie in der Bibel geschrieben steht, macht keinen Hinweis auf Schnee. Auch klimatologisch ist Schnee in Bethlehem eher die Ausnahme. Weisse Weihnachten sind vermutlich eine Erfindung der letzten 200 Jahre.
Liest man die Weihnachtsgeschichte in der Bibel, ist der einzige Hinweis auf das damalige Wetter der Stern, welcher zum Christkind führt. Ob Schnee am Boden lag oder nicht, bleibt unklar. Die Wintermonate in Bethlehem sind zwar oft nass, aber es ist deutlich wärmer als bei uns. Schnee kommt vor, ist aber selten. Einer der ersten, der das Bild der Weissen Weihnachten geprägt hat, ist der Autor Charles Dickens mit "A Christmas Carol" von 1843.
Als Möhlin-Jet bezeichnet man in der Schweiz einen aus dem Fricktal kommenden Südostwind, der dafür sorgt, dass sich im Winter am Jura-Nordfuss im Raum Basel keine geschlossene Nebeldecke bildet.
Die heutige Wetterfrage steht ganz im Zeichen des Samichlauses und kommt draum als Sprüchli daher.
...
Uf mina Wettercharta da gsehni,
plusgrad gits sogar in Rovaniemi
wenigstens tuats döt oba no knapp schneia
bi üs ischs räga, das isch doch zum schreia.
...
Drum bitte bitte liaba chlaus, chasch dafür sorga
Dass wenigstens d Christchindli a ladig Schnee tuat bsorga?
Die Reise der Schneeflocken von weit oben bis zur Schneefallgrenze ist komplex. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsintensität und Wind entscheiden, wie weit Schneeflocken unter die Nullgradgrenze fallen können.
Die Schneefallgrenze ist die Höhe, in der Schneeflocken auf ihrem Weg zur Erde zu Regen werden. Genauer gesagt die Höhe, in der Niederschlag zur Hälfte als Schneeflocken und zur Hälfte als Regentropfen fällt. Auf den ersten Blick scheint das einfach: Dort, wo die Temperatur über null Grad steigt.
Doch tatsächlich ist dieser Übergang ein komplexer Prozess. Schneeflocken schmelzen nicht sofort, sondern langsam – es entsteht ein Mischbereich aus Schnee und Regen. Normalerweise liegt die Schneefallgrenze 200 bis 400 m unter der Nullgradgrenze. Bei trockener Luft kann sie durch Sublimation deutlich tiefer sinken – in Extremfällen sogar 1000 m unter die Nullgradgrenze, sodass es bei +7 Grad noch schneit. Auch starke Schneefälle und der Kaltluftsee im Flachland können dafür sorgen, dass Schneeflocken weit unter die ursprüngliche Nullgradgrenze fallen. Das einfache Wort «Schneefallgrenze» wird dem komplexen Zusammenspiel nicht wirklich gerecht.
Heute gibt es vielerorts einen Eistag. Was ist eigentlich eine Eistag und wie lange bleibt es denn kalt. Dieser und anderen kalten Fragen geht die Wetterfrage nach.
Von einem Eistag spricht man in der Meteorologie, wenn die Temperaturen den ganzen Tag über unter Null Grad liegen. Es gibt noch weitere sogenannte Lufttemperaturabhängige Kenntage, z.B. der Frosttag, der Sommertag oder die Tropennacht.
Lange halten die tiefen Temperaturen nicht an, schon bald wird es wieder milder.
In der Schweiz gab es am Donnerstag und Freitag gebietsweise Temperaturen über 20 Grad. Mit 23.5 Grad wurde es in Delémont am wärmsten. Dies entspricht dort einem neuen Temperaturrekord für den Monat November.
Solch hohe Temperaturen im Spätherbst oder Winter hängen von zwei Faktoren ab. Erstens muss in der Höhe relativ warme Luft zur Schweiz geführt werden. Zweitens ist Wind nötig, damit diese warme Luft bis an den Boden heruntergemischt und erwärmt wird. Die Sonneneinstrahlung hat zu dieser Jahreszeit nur noch einen geringen Einfluss. Am Donnerstag konnte dies sehr gut beobachtet werden. So wurden in der Delémont dank Südwestwind auch nachts Temperaturen um 20 Grad gemessen.
Viele mögen den Nebel nicht besonders, weil er im Winterhalbjahr im Flachland die Sonne verdeckt. Doch er ist wichtig für den Wasserhaushalt von vielen Pflanzen, in einigen Regionen stellt er sogar eine Trinkwasserquelle dar.
Der Nebel sorgt im Winterhalbjahr im Flachland oft für trübe Stimmung. Doch es gibt ganze Ökosysteme, die auf Nebel angewiesen sind. In Regionen mit wenig Niederschlag wird er mit Hilfe von Netzen eingefangen und daraus Trinkwasser gewonnen. Und auch in der Schweiz steigern wohl nicht wenige Bergbahnen ihren Umsatz besonders an nebligen Wochenenden.
Hurrikane zu verhindern ist ein alter Wunsch – ob durch Impfen, Laser, Windturbinen oder gar Atombomben. Doch all diese Ideen bleiben technisch und politisch unrealistisch.
Seit Jahrzehnten träumen Forschende davon, Hurrikane zu bremsen oder gar zu verhindern. Die Ideen reichen von wissenschaftlich bis skurril: Hurrikane impfen, mit Lasern beschiessen, Windturbinen einsetzen oder sogar Atombomben zünden.
In den 1960er- und 70er-Jahren versuchten die USA im Projekt Stormfury, Hurrikane mit Silberjodid zu „impfen“. Dadurch sollten mehr Eiskristalle entstehen, die die Struktur des Sturms verändern und seine Winde abschwächen. Doch ob das tatsächlich funktionierte, konnte nie bewiesen werden.
Auch moderne Ansätze – etwa Laserstrahlen aus dem All, die die Atmosphäre stabilisieren sollen, oder Tausende Windräder entlang der Küste – bleiben reine Theorie.
Und die Idee, eine Atombombe zu zünden, hätte kaum Wirkung und wäre hochgefährlich dazu: Luft und Meerwasser würden radioaktiv verseucht.
Fazit: Hurrikane lassen sich weder stoppen noch steuern – die Natur ist schlicht zu gross, zu komplex und zu mächtig.
Sturmtief Benjamin hat ordentlich getobt am Donnerstag. Herbststürme sind aber grundsätzlich etwas Normales. Anfangs Woche fielen nahe Paris Baukrane um, war das auch ein Herbststurm? Die Wetterfrage geht genau dieser Frage nach.
Herbststürme in der Stärke von «Benjamin» gibt es alle paar Jahre. An mehreren Stationen gehörte Benjamin zu den stärksten im Monat Oktober. Lokal aber, wie in Bière/VD, wurde mit 125 km/h seit über 30 Jahren noch nie eine so starke Böe gemessen wie am Donnerstag.
Auf Korsika wurden Böen bis 169 km/h registriert. Es gab einige Verletzte durch umgestürzte Bäume. Es kam sogar ein Mensch beim Baden ums Leben, weil das Wasser durch ein Gewitter unerwartet schnell anstieg.
Bereits am Montag fielen bei einem Sturm im Norden von Paris Baukrane um. Dies war aber kein Herbststrum, sondern ein Tornado, der in Zusammenhang mit einem kräftigen Gewitter enstand.
Aktuell ist er im Flachland Dauergast: Nebel oder Hochnebel. Beeinflusst das Wetter im Sommer die Nebelhäufigkeit im Winter?
Frau Werner fragt: «Sind nach dem regenreichen Sommer wiederum nebelreiche Wintermonate zu erwarten, da der Boden feucht und wassergesättigt ist?»
Betrachtet man Messdaten (1890-2024), findet man praktisch keinen Zusammenhang zwischen Nebeltagen im Winter und Regen im Sommer. Dies obwohl ausreichend Feuchtigkeit wichtig ist für die Bildung von Nebel oder Hochnebel. Der Grund dürfte sein, dass sich im Winterhalbjahr bei Hochdruckwetter fast immer Nebel oder Hochnebel bilden. Die benötigte Feuchtigkeit ist meist vorhanden. Die Wetterlage entscheidet demnach über Nebel oder nicht. Andere Einflüsse sind sekundär.
Die theoretischen Zeiten für Sonnenaufgang und -untergang stimmen für das Flachland recht gut. In den Alpentälern sieht es anders aus, dort sorgen die Berge im Süden bei tiefstehender Sonne für viel Schatten. Im Extremfall zeigt sich die Sonne während mehreren Monaten nicht.
Im Herbst werden die Tage spürbar kürzer, aktuell beträgt die Tageslänge in Bern noch gut 11 Stunden. Doch bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember schrumpft sie um weitere 2½ Stunden. Während im Flachland die theoretischen Zeiten für Sonnenaufgang und -untergang recht gut zutreffen, machen sie für viele Alpentäler wenig Sinn. Berge im Süden decken die tiefstehende Sonne häufig ab - an einigen Orten gibt es im Winterhalbjahr während längerer Zeit keinen Sonnenstrahl.
Besonders betroffen sind Orte wie Vals/GR, Emmetten/NW oder Bristen/UR, wo die Sonne teils über mehrere Monate nicht direkt sichtbar ist. Wer wissen will, wann die Sonne tatsächlich aufgeht oder untergeht - und nicht nur theoretisch - findet auf solartopo.com präzise Angaben, basierend auf einem Höhenmodell inklusive Berg- und Talprofilen.
Und keine Sorge: Auch wenn die Sonne sich gerade rar macht - sie kommt wieder, spätestens im Frühling.



