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Author: Quotenmeter

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Über aktuelle Themen aus Fernsehen, Kino und Radio informiert und unterhält Quotenmeter.FM. Egal ob es um eine neue Serie, eine abgesetzte Show, einen erfolgreichen Trend oder einen spannenden Film geht - das Quotenmeter-Team diskutiert in lockerer Atmosphäre immer am Wochenende über die wichtigsten Themen aus der TV-Branche. Mit TV-Tipps, spannenden Rubriken, Gästen und vielem mehr.
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In der aktuellen Ausgabe von Quotenmeter.FM diskutieren Mario Thunert und Fabian Riedner über «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!». Ebenfalls thematisiert wird «Die Stefan Raab Show», die dienstags, mittwochs und donnerstags am späten Abend ausgestrahlt wird und inhaltlich ebenfalls Bezüge zum Dschungelcamp herstellt. Kritisch eingeordnet wurde dabei unter anderem ein Voice-over von Manfred Winkens mit Bezug auf Gil Ofarim, das ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag als unpassend wahrgenommen wurde. Nach der Ausstrahlung griffen auch andere Medien wie „Der Spiegel“ das Thema auf. Ausschlaggebend für die breitere Debatte war jedoch ein Bericht der „Jüdische Allgemeine“. Dabei ging es nicht nur um den Umgang mit Ofarims Hotel-Video, sondern auch um problematische Aussagen über seine Familie – etwa die Behauptung eines angeblichen „Betrüger-Gens“, das er von einem Onkel namens Samuel geerbt habe, den es nachweislich nicht gibt. Darüber hinaus sprechen Mario Thunert und Fabian Riedner im Podcast über Rowan Atkinson. Der «Mr Bean»-Darsteller hatte zunächst mit der Netflix-Miniserie «Man vs. Bee» ein Comeback versucht, ehe an Weihnachten 2025 der vierteilige Nachfolger «Man vs. Baby» veröffentlicht wurde. Weder Atkinson noch Autor William Davies konnten mit dem Projekt überzeugen, das ursprünglich als Film konzipiert war.
«Thunerts Thema»: Düstere Zeiten für Late-Night – Warum kuschen US-Konzerne vor Trump? Zugeschaltet zu diesem Thema ist Philipp Alvares aus San Francisco – er ist Silicon Valley-Korrespondent beim Handelsblatt. In einer weiteren Folge von «Thunerts Thema» wagt Quotenmeter nochmal einen Blick nach Amerika. Dort stehen viele Medienunternehmen unter dem Beschuss der Donald-Trump-Administration. Besonders hart traf es die Late-Night-Branche, die sich regelmäßig kritisch mit dem Vorgehen des umstrittenen US-Präsidenten auseinandersetzt und damit seinen Zorn auf sich zieht. Hosts wie Jimmy Kimmel und Stephen Colbert gerierten in diesem Zusammenhang zu wahren Feindbildern des Regierungsführers. Geführt hat dieser Konflikt sogar zur kurzzeitigen Aussetzung der ABC-Show sowie zur gänzlichen Einstellung von Colberts CBS-Sendung im Mai 2026. Medienbeobachter, Wirtschaftsjournalisten wie Politik-Experten sehen gerade im letztgenannten Fall ein Entgegenkommen an Trump, um die Übernahme des CBS-Mutterkonzerns Paramount durch Skydance zu sichern. Auch Podcast-Gast Philipp Alvares de Souza Soares vom "Handelsblatt" hat in seinem Kommentar-Artikel „Causa Jimmy Kimmel – In Amerikas Konzernen entscheiden Feiglinge“ herausgestellt, dass viele Medien- und Tech-Manager vor Trump einknicken, ja ihm gar mit vorauseilendem Gehorsam begegnen. Laut dem Silicon Valley-Journalisten habe in den USA eine klare Verschiebung etlicher Unternehmensphilosophien stattgefunden, die es vorher so nicht gab. Mit Mario Thunert diskutiert über mögliche Gründe und über mögliche Folgen für Medien, Wirtschaft und Kultur.
Sonja Zietlow und Jan Köppen sind seit 23. Januar 2026 wieder mit «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» bei RTL vertreten. Am Sonntag, den 8. Februar 2026, wird im Vorfeld des Superbowls der König des Dschungels gewählt. In diesem Jahr brachte sich unter anderem Reality-Star Ariel Hedinger ins Gespräch, die mit ihrem Ex-Partner schon bei «Prominent getrennt» war. In der neuen Staffel ist auch Gil Ofarim ein Teilnehmer, dessen Aktion vor dem Leipziger Hotel auch scharf von anderen Kandidaten kritisiert wurde. Allerdings behauptete der Sänger in der Sendung, er dürfe nichts zum öffentlichen Prozess sagen. Das stieß zum Beispiel Ariel negativ auf, die sich selbst im Camp als moralische Instanz sieht. Auf der anderen Seite kann sie bei den Dschungelprüfungen nicht überzeugen und liefert nur leere Mägen ab. Mario Thunert und Fabian Riedner reden auch über «Die Stefan Raab Show», die mehrfach die Woche gesendet wird. In der Premierenausgabe unterlief der Redaktion ein Fauxpas, weil man den Antisemitismus-Vorfall von Gil Ofarim neu vertonte und in die Lächerlichkeit zog. Das ist allerdings am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus geschmacklos. Das hier kein Shitstorm ausgebrochen ist, könnte daran liegen, dass Raab trotz Dschungel-Vorlauf schlichtweg irrelevant ist.
Das ZDF nutzte die vierte Kalenderwoche, um einen namhaften Neuzugang zu präsentieren: Die „Tokio Hotel“-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz werden die frühere Erfolgsshow «Wetten, dass..?» im ZDF übernehmen. Die erste Ausgabe ist für Samstag, den 5. Dezember 2026, um 20.15 Uhr terminiert. Die Show kommt aus Halle (Saale) und soll ein Millionenpublikum erreichen. Doch die Quotenmeter-Redakteure Mario Thunert und Fabian Riedner sehen das Unterfangen kritisch. Das liegt vor allem daran, dass die Kaulitz-Brüder im klassischen Fernsehen bislang nicht für Quotenrekorde verantwortlich waren. So fordern die beiden unter anderem, dass «Wetten, dass..?» inhaltlich grundlegend umgebaut werden müsse. Diese Notwendigkeit hatte man bereits vor drei Jahrzehnten erkannt, als Thomas Gottschalk die Moderation von Frank Elstner übernahm. Außerdem sprechen Thunert und Riedner über den «Eurovision Song Contest», dessen Vorentscheid im Ersten um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Beim Thema Musik macht Quotenmeter.FM auch nicht bei MTV Halt. Der frühere Musikkanal, der sich inzwischen eher als Jugendsender versteht, hat sich zum Jahreswechsel weltweit von Musikclips verabschiedet. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist das Programm ohne diese Clipshows jedoch kaum abwechslungsreicher, denn im Tagesprogramm laufen dort ohnehin nur zwei Formate.
Zwischen Weihnachten und dem 8. Januar strahlten Das Erste, der WDR und der BR die neue bildundtonfabrik-Comedy «Eine halbe Stunde ist viel Zeit» aus. Im Mittelpunkt steht Anke Engelke als Weddingplanerin Mareike Berger, die auf einer völlig verkorksten Hochzeit auf ihren Ex-Freund Miller (Michael Ostrowski) trifft. Der halbstündige Spielfilm kommt nicht an die frühere bildundtonfabrik-Produktion «Kurzschluss» heran, die von Claudius Pläging geschrieben wurde. Das Erste sendete die Spielfilme in den Jahren 2022 bis 2024 jeweils einen Tag vor Silvester. Darin wurden die Bürgermeisterin Bettina Maurer und der Geschäftsmann Martin Hofmann in ausweglose Situationen eingeschlossen. Dieses Kammerspiel sorgte für zahlreiche witzige Momente. Außerdem beschäftigen sich Mario Thunert und Fabian Riedner mit der Entlassungswelle bei RTL. Die Entscheidung, Formate wie «Gala», «Prominent» und «#VOXStimme» zu streichen, ist nachvollziehbar, da die Sendungen keinen eigenen Einschaltimpuls gaben. Allerdings wird auch das bisherige RTL-Frühstücksfernsehen geopfert, weil die Mediengruppe mit ntv bereits ein weiteres Morgenprogramm anbietet.
In der ersten Folge von «Thunerts Thema» im neuen Jahr machen wir einen Ausflug nach Skandinavien. Drehen soll sich heute nämlich alles um den Medienmogul Jan Stenbeck, dessen kontroverses Wirken seit Kurzem in der Mini-Serie «Stenbeck» im ZDF-Streamingportal und bei Neo zu sehen ist. Geschrieben wurde das Script übrigens auf Basis der Stenbeck-Biografie von Per Andersson, deren Verleger Svante Weyler aus Stockholm im Podcast zugeschaltet war. Ausgewählt wurde die Thematik, weil Stenbecks Vorgehen große Konsequenzen für die TV-Landschaft in Schweden hatte. Dort revolutionierte er zunächst den Mobilfunk und dann das Fernsehen. 1987 gründete er folglich Schwedens ersten werbefinanzierten Privatsender, der die hiesige Medienbranche nachhaltig veränderte. Der exzentrische Unternehmensleiter zeichnete sich dabei auch durch ungewöhnliche Strategien und Technologien aus – Svante Weyler begreift ihn als „Creative Disrupter“. Letztlich macht die Serie die gravierenden Umbrüche nicht optimal fühlbar und lässt sich an einigen Stellen zu wenig Zeit, um die Transformationen im Äußeren abzubilden. Im Endeffekt hätte sie erzählerisch also eine noch stärkere suggestive Kraft entfalten können und bekommt hier nur ausbaufähige 6,5 von 10 Punkten. Dennoch ist sie vom Ablauf nachvollziehbar strukturiert und damit für Medien- und TV-Beobachter interessant. Auch der starke Hauptdarsteller Jakob Oftebro täuscht über so manche Schwäche hinweg und transportiert den Senderchef überzeugend.
Warner Bros. Discovery steht offenbar vor einem Verkauf: Entweder wandert die erfolgreiche Filmsparte inklusive HBO und Streamingdienst zu Netflix oder Paramount Skydance übernimmt das Medienunternehmen. Im Raum steht dabei die bislang höchste Übernahmesumme eines Medienkonzerns – rund 80 Milliarden US-Dollar. Im ersten Teil des Podcasts diskutieren Denis K. Lennepe und Fabian Riedner, ob und in welcher Form sich Skydance und Netflix eine solche Verschmelzung regulatorisch überhaupt erlauben könnten. Einen ersten Oscar-Kandidaten sieht Denis im Spielfilm «One Battle After Another» von Paul Thomas Anderson. In der Hauptrolle ist Leonardo DiCaprio zu sehen, neben Sean Penn, Benicio del Toro und Regina Hall. Der Film spielte weltweit knapp über 200 Millionen US-Dollar ein. Auch «Der Elternabend», international unter dem Titel «Armand» bekannt, steht im Fokus. Der Film ist Teil der norwegischen Oscar-Einreichung und schaffte es auf die Shortlist. Einen ausführlichen Blick werfen die beiden außerdem auf «September 5», der bei den vergangenen Oscars sogar für das beste Drehbuch nominiert war. Hinter dem international besetzten Projekt steht Constantin Film. Der rund 90-minütige Thriller beleuchtet die Arbeit des US-Senders ABC während der Olympischen Spiele in München und zeichnet das Versagen der deutschen Polizei während des Attentats akribisch nach.
Das zurückliegende Jahr stand im Zeichen der Bundestagswahl. Friedrich Merz (CDU) konnte sich gegen seinen Herausforderer, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), durchsetzen. Im Ersten schalteten Anfang Februar über acht Millionen Menschen das Duell ein, das zweite große Aufeinandertreffen – inklusive Alice Weidel von der AfD – verfolgten bei RTL rund sieben Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Ebenfalls interessant waren die Verkaufsvorbereitungen von Warner Bros. Discovery. Die Filmsparte Warner Bros. Pictures lieferte bereits vor drei Jahren mit «Barbie», «Meg 2» und «The Nun II» ab. Im Jahr 2024 spielten «Dune: Part Two», «Godzilla x Kong: The New Empire» und «Twisters» hohe Erlöse ein. «A Minecraft Movie», «Final Destination: Bloodlines» und «Superman» galten 2025 als Kassenschlager, weshalb ein Verkauf des Unternehmens aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll erscheinen könnte. Nie zuvor lief es bei Warner Bros. besser. Unterdessen sprechen Mario Thunert und Fabian Riedner auch über die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Vorbereitungsturnier, die FIFA Klub-WM im Sommer 2025, offenbarte dabei extreme Schwächen: In vielen Städten war es zum Spielen viel zu heiß, aufgrund von Unwetterwarnungen mussten Partien lange unterbrochen werden, und die Zuschauerzahlen blieben mehr als unbefriedigend. Dennoch zieht die FIFA bislang keine Konsequenzen – schließlich gilt bei Gianni Infantino offenbar weiterhin: The Show Must Go On.
Noch vor wenigen Jahren glich Silvester einer Wüstenlandschaft: Mit Ausnahme des ZDF wurden keine Live-Shows gesendet. Doch in diesem Jahr eröffnen Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner das neue Jahr in der Hansestadt Hamburg, weil der Berliner Senat die Silvestersause vor dem Brandenburger Tor nicht mehr bezuschussen wollte. In dieser Sendung fragt Julian Schlichting auch, ob es sinnvoll sei, dass Das Erste den «Silvester-Schlagerbooom» zeitgleich sende. Fabian Riedner antwortet selbstverständlich mit einem Ja – schließlich müssten die Rundfunkgebühren auch ordentlich ausgegeben werden. Das führt auch dazu, dass sich der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit einer sechsminütigen Sondersendung live aus Köln meldet. Im Anschluss folgt die Show «100 Silvester-Kracher – Die Countdown-Show 2025». Musik darf am letzten Abend des Jahres natürlich nicht fehlen: Während RTL den gesamten Tag über «Die ultimative Chartshow» sendet, setzt VOX zwischen 08.30 und 20.15 Uhr auf die Musik-Doku «100 Songs, die die Welt bewegten». Bei ProSieben gibt es die zwei finalen «Harry Potter»-Teile, während RTL um Mitternacht noch eine weitere Jahreswechsel-Sendung aus der Hauptstadt präsentiert.
Kurz vor Weihnachten gibt es die letzte Ausgabe «Thunerts Thema» in diesem Jahr. Nachdem zuletzt politische Kontroversen diskutiert wurden, soll in dieser Folge eine positivere Thematik abgedeckt werden. Denn zum Jahresende bietet es sich an, zurückzublicken – und zwar auf die Karriere einer der bekanntesten Sportmoderatorinnen im Deutschen Fernsehen: Ulrike von der Groeben. Gesprochen hat sie mit Mario Thunert über ihre Haltung zu Quoten, Abschieden, Newsbubles auf Social Media und Fußball-Übersättigung. Die Zeitspanne reichte von ihren Anfängen 1985 beim Radio in Luxemburg bis zu ihrem emotionalen Ende 2024 – ein Abschnitt, den das «RTL Aktuell»-Gesicht auch in seinem Buch „Freiheit beginnt jetzt!“ behandelt hat. Doch von der Groeben ist entfernt davon, alles zu romantisieren: In bemerkenswert offener Weise differenziert sie nicht nur ihre tägliche Arbeit als Journalistin (vor allem auch hinter der Kamera), sondern auch negative Entwicklungen in der Nachrichtenbranche mit Schnelllebigkeit, Fake-News, Boulevardisierung und KI-Gefahren, die ihr zu schaffen machten. Interessant sind aber auch Von der Groebens anekdotische Erzählungen zu ihrem RTL-Volontariat, das mehr von Machen geprägt war – weit weg von Sprech- und Kamera-Training. Zudem hat auch ihre Durchsetzung in der Männerdomäne eine Rolle gespielt, die sie selbst erst gar nicht wahrgenommen hat – inklusive Abwerbungsversuche von Sat.1-Sportchef Reinhold Beckmann.
Alle Jahre wieder kommt «Kevin – Allein zu Haus» bei Sat.1. Die Fernsehstation fährt mit dem Weihnachtsklassiker mit Macaulay Culkin jährlich Top-Einschaltquoten ein – und auch in diesem Jahr könnte der Spielfilm aus dem Jahr 1990 wieder die Quotencharts dominieren. Allerdings hat auch RTL ein heißes Eisen im Feuer und schnappte sich alle drei «Sisi»-Filme, die an Heiligabend zwischen 20.15 und 02.05 Uhr ausgestrahlt werden. Unterdessen beklagt Fabian Riedner im Gespräch mit Julian Schlichting, dass ProSieben lediglich am 23. Dezember mit zwei «Die Simpsons»-Episoden das heilige Fest feiert. Am 24. Dezember setzt ProSieben ab 12.05 Uhr allen Ernstes auf knapp drei Stunden «Schlag den Star» zwischen Sylvie Meis und Riccardo Simonetti. Julian Schlichting hebt als Tipp unter anderem den «Bares für Rares»-Weihnachtsabend hervor. Für den ersten Weihnachtsfeiertag empfiehlt Julian Schlichting die zweite Staffel von «Neue Geschichten vom Pumuckl», die zwischen 16.45 und 18.45 Uhr gesendet wird. Im Vorfeld wiederholt RTL ab 10.55 Uhr noch einmal die drei «Sisi»-Spielfilme. Am zweiten Weihnachtsfeiertag fällt natürlich der Blick auf «Das Traumschiff», das in Bora Bora Halt macht. Allerdings hat auch Sat.1 mit «Der Super Mario Bros. Film» ein echtes Highlight im Angebot.
„Die Umsetzung läuft bereits - Handeln Sie JETZT“, „Die Falle schnappt zu!“ „Wer jetzt nicht handelt, verliert alles“, „Ihr Vermögen ist in akuter Gefahr“. „Dies ist kein Zufall. Dies ist ein systematischer Angriff auf Ihre finanzielle Freiheit - Ein perfekt orchestrierter Vermögens-Reset.“ Mit diesen Schlagworten schwurbelt Dominik Kettner auf seinem YouTube-Kanal Kettner Edelmetalle um sich und bestückt seine alarmierenden Videos. Wie einige Journalisten inzwischen herausgearbeitet haben, handelt es sich bei Kettner demzufolge nicht einfach um einen schnöden Goldhändler, sondern vielmehr um einen sogenannten Crashpropheten, Verschwörungstheoretiker und Panikmacher, der dazu auch noch Anflüge eines rechtspopulistischen Politik-Influencers aufweist. Sein Vorgehen: Untergangsszenarien dazu benutzen, seinen Followern Goldpakete aufzuschwatzen, die angeblich im Krisenfall der einzige Ausweg seien. Bohlen wird in diesem Kontext Teil des dystopischen System-Crash-Narrativs mit massenhaften Enteignungen. Dass dies kein einmaliger Zufall gewesen ist, in den der Musikproduzent hineingeraten ist, legen weitere Webinare mit ihm und Live-Talks mit ihm in großen Arenen nahe, die abgehalten wurden bzw. geplant waren. Die Frage, die sich stellt: Hat sich Dieter Bohlen fahrlässiger bzw. fatalistischer Weise instrumentalisieren lassen? Oder ist er unmittelbar beteiligt an Kettners Einnahmen und Geschäftsmodell? Im Podcast gesprochen hat Quotenmeter-Redakteur und Moderator Mario Thunert darüber mit Spiegel-Autor Arno Frank.
Nach fünf Jahren und fünf Staffeln hatte Sat.1 die Serie «Der letzte Bulle» eigentlich beerdigt. Doch in diesem Jahr wurde eine Fortsetzung rund um Michael „Mick“ Brisgau gedreht, die zunächst bei Prime Video startete, während die lineare Ausstrahlung bei Sat.1 läuft. Die bisherigen Zuschauerzahlen sind vielversprechend – einer zweiten Staffel steht somit kaum noch etwas im Wege. Mario Thunert hat sich die ersten drei Folgen der achtteiligen Staffel angeschaut. Darin sitzt Mick nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel fest, kann sich jedoch nach elf Jahren retten. Zurück in Essen wird er allerdings als Hauptverdächtiger einer Tat angesehen. Gemeinsam mit seinem alten Freund Andreas will er seine Unschuld beweisen. Unterdessen möchte Fabian Riedner den Zuhörerinnen und Zuhörern dringend noch «The Studio» ans Herz legen. Die Mediensatire ist das bislang beste Werk von Seth Rogen, der zu den ausführenden Produzenten und Autoren gehört. In den ersten zehn Episoden persifliert das Team um Studioboss Matt Remick das US-Studiosystem. Aufgrund des großen Erfolgs und der zwölf Emmys wurde das Format bereits verlängert.
Zu einer kurzfristigen Umstellung sieht sich «Thunerts Thema» in dieser Woche gezwungen: Denn im Zentrum der aktuellen Folge stehen die beiden Tech- und Medien-Unternehmer Larry und David Ellison. Vor allem Sohn David bekundete mit seinem neuen Big-Player Paramount/Skydance ein ernsthaftes Interesse an Warner Bros. Discovery, das zum Aufzeichnungszeitpunkt des Podcasts noch aktuell, nun aber durch die Netflix-Übernahme (voraussichtlich) zunichte gemacht wurde. Die mit Standard-Journalistin Hannah Krause diskutierten Aspekte tragen dennoch weiter Relevanz und Brisanz in sich: Schließlich hält David Ellison nicht nur eines der einflussreichsten Produktionshäuser Amerikas, sondern auch die Nachrichtenredaktion von CBS in seinen Händen, welche er kürzlich mit Bari Weiss neu besetzen ließ. Auch ein künftiges Interesse am ausgegliederten Discovery-Konzern inklusive CNN scheint nicht undenkbar. Zudem kämpft der Paramount-Chef mit einem feindlichen Angebot trotzdem weiter um Warner Bros. Zusammen mit seinem Vater, dem Trump-nahen Oracle-Gründer Larry Ellison, besitzt Paramount-Boss David jedenfalls auch so schon bemerkenswert umfangreiche Kontrolle über signifikante Nachrichtenkanäle, die erst vor einigen Wochen in der Einverleibung der amerikanischen TikTok-Algorithmen durch Oracle mündete. Logischer Weise entstehen daraus Überlegungen, welche Interessen die Ellisons damit verfolgen könnten, und: Ob sie eine politische Agenda haben, die sie narrativieren wollen. Eine potenzielle Beeinflussung von Meinungsmacht ist in diesem Kontext nicht nur in Bezug auf Trump-Populismus interessant, sondern auch im Kontext Larrys Israel-Beziehung.
Die im Januar 1974 in Köln geborene Schauspielerin und Komikerin Annette Frier spielte vor über 25 Jahren vor einem Millionenpublikum in «Switch», ehe sie zur «Wochenshow» in Sat.1 wechselte. Im Anschluss bekam Frier zahlreiche Gastauftritte in «Schillerstraße», ehe die erfolgreiche Serie «Danni Lowinski» folgte. Schon während «Hotel Heidelberg», «Kroymann» und «Ella Schön» war die Schauspielerin unter anderem in «Merz gegen Merz» zu sehen. Jetzt hat Sat.1 eine neue Serie mit Frier beauftragt, die seit Mitte Oktober beim hauseigenen Streamingdienst Joyn verfügbar ist. Außerdem werden die neuen Geschichten montags ab 22.15 Uhr ausgestrahlt. Mario Thunert und Fabian Riedner haben sich die acht Folgen von «Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage» angesehen. In dieser fiktiven Version spielt sich Annette Frier selbst – als Alter Ego mitsamt Schwester (Carolin Frier), Tochter, zukünftigen Ex-Mann und kranker Mutter. Was zunächst wie eine angestaubte Serie wirkt, entwickelt sich im Verlauf der Episoden zu einem überzeugenden Format. Allerdings sind sich sowohl Riedner als auch Thunert sicher, dass das neue Frier-Projekt noch bessere Einschaltquoten bräuchte. Mit mehreren weiteren Episoden könnte daraus vielleicht eine richtig gute Serie werden.
Die neue Podcast-Reihe «Thunerts Thema» geht in Woche zwei und wagt sich in die etwas schwerfälligeren Gefilde: Denn in der dieswöchigen Folge geht es um einen TV-Tanker, der sich in unruhigem Gewässer befindet. Der Fall ist dies für die Unterföhringer Sendergruppe ProSiebenSat.1 spätestens seit der Übernahme durch den italienischen Berlusconi-Konzern Media for Europe, die Ungewissheit und Fragezeichen auf vielen Ebenen auslöst. Gesprochen hat Quotenmeter-Redakteur und Moderator Mario Thunert dazu mit gleich zwei Journalistinnen und Journalisten, die etwas unterschiedliche Perspektiven mitbringen. Während Italien-Korrespondentin Virginia Kirst vom Handelsblatt vor allem auf die wirtschaftliche Historie der Berlusconi-Familie abhebt, berichtet der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Mika Beuster auch von Entlassungsängsten der ProSiebenSat.1-Belegschaft. Der Austausch mit den beiden legt dabei einige Ambivalenzen, Widersprüche, aber vor allem Unberechenbarkeiten offen. Können Firmen-Erbe Pier Silvio Berlusconi und seine Statthalter, die inzwischen die bisherigen ProSieben-Bosse abgelöst haben, wirklich Sparpotenziale heben und gleichzeitig dringend benötigte Investitionen tätigen? Können Sie hiesige Sehgewohnheiten durchdringen, um neue TV-Trends zu initiieren? Und: Halten Sie das Programm von der rechtspopulistischen Linie der italienischen und spanischen MFE-Sender fern?
Am vergangenen Samstag zeigte Das Erste die Rätselshow «Tödliches Spiel – Das Live-Krimi-Dinner», in der Uwe Ochsenknecht, Martina Hill, Max Giermann, Verena Altenberger, Annette Frier, Serkan Kaya und Jürgen Maurer auf der Bühne standen. Außerdem fungierte Axel Prahl als Erzähler, während Jan Josef Liefers als Butler und Bill Kaulitz als Angel in das Spiel eingriffen. Das Buch von Michael Gantenberg und Nils Willbrandt war laut den Quotenmeter-Redakteuren Mario Thunert und Fabian Riedner mit Längen übersäht. Außerdem waren über zwei Stunden Spielzeit lediglich auf einer Bühne möglich, dies ist in jedem Theater zum Teil besser gelöst. Ein weiterer Minuspunkt – neben zahlreichen guten Einfällen – war die Erzählweise. Die Rätsel auf den Mörder waren schwach, die losen Zusammenhänge führten kaum zu einem richtigen Rätselraten. Außerdem hat sich Fabian Riedner die neue Dokumentation von Linda Zervakis angeschaut. «Linda Zervakis. Dumm, dümmer, Deutschland? Raus aus der Bildungskrise» reiht sich weiterhin in die miese Leistung der früheren «Tagesschau»-Sprecherin ein. Obwohl man die Produktionsfirma wechselte, kann das Team um Zervakis die Bildungsfragen nicht lösen. Stattdessen werden Plattitüden von „mehr Geld“, „mehr Digitalisierung“ und „mehr Perspektive“ erzählt. Jedoch haben beispielsweise Kinder von Lehrern weitaus bessere Startchancen, weil bereits zu Hause grundlegende Bildung wie Schreiben und Rechnen mitgegeben wird.
Die neue Podcast-Reihe «Thunerts Thema» legt los und startet direkt mit einem großen Namen: Denn in der ersten Folge begrüßt Quotenmeter-Redakteur und Moderator Mario Thunert den TV-Kenner, aber auch TV-Star Oliver Kalkofe. Er ist seit den 90er-Jahren auf den Mattscheiben der heimischen Wohnzimmer zuhause, kennt aber auch die staubigen Ecken hinter der Fassade. Zu Gast ist Kalkofe nämlich nicht wegen seiner Bekanntheit per se, sondern weil er sich ebenfalls über Jahrzehnte tiefgreifend mit dem Medium Fernsehen theoretisch befasst hat – ein Wissen, das er kürzlich in sein neues Buch „Nie war früher schöner als jetzt“ gegossen hat. Damit verkörpert er eine bemerkenswerte Ambiguität, die im deutschen TV nur ganz Wenige aufweisen: In der Branche als Protagonist aufzugehen und trotzdem immer wieder die Distanz zu ihr aufzubauen. Genau dieses Ringen zwischen Hinwendung und Kopfschütteln, zwischen Anziehung und Aversion kommt in vielen Momenten der Podcast-Folge durch. Beispielsweise dann, wenn Kalkofe über die pädagogisch belehrende Trockenheit früherer Dekaden spricht, die dennoch legendäre Kult-Sendungen und Showmaster hervorgebracht hat. Aber auch in Passagen, in denen das Gespräch auf die aktuelle Innovationsarmut kommt, welche die Showlandschaft trotz seltener Lichtblicke durchzieht.
Im Oktober zog die Redaktion des „Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld“ in die Bundeshauptstadt. Dort gab es nicht nur eine Ausstellung von Jan Böhmermann, sondern auch einen Skandal. Zwei Jahre nach dem Terrorangriff auf Israel plante die Redaktion ein Konzert mit dem Rapper Chefket, der zudem mit einem antisemitischen T-Shirt auffiel – darauf war Israel auf einer Karte des Nahen Ostens schlicht nicht abgebildet. Medial weniger Beachtung bekamen die drei Episoden aus dem Haus der Kulturen der Welt. In der ersten Sendung stellte man zunächst den früheren IT-Experten Holger Friedrich vor, der die „Berliner Zeitung“ kaufte und sie gewissermaßen zu seinem eigenen Meinungsportal umbaute. Außerdem warf man einen Blick auf den Unternehmer Frank Gotthart, der neben „Exxpress“ auch das rechtspolitische Portal Nius betreibt. Nach dem Berlin-Ausflug widmete sich das «ZDF Magazin Royale» deutschen Steueroasen wie dem bayerischen Grünwald südlich von München. Dort sitzen zahlreiche Unternehmen mit angeblich unzähligen Mitarbeitern in erstaunlich überschaubaren Häusern. Auch andere Gemeinden ziehen den Unmut ihrer Nachbarn auf sich, wenn der Gewerbesteuerhebesatz extrem niedrig ist. Mario Thunert und Fabian Riedner haben die jüngsten Ausgaben der Böhmermann-Show genau unter die Lupe genommen.
Insgesamt 37 Episoden hat die NBC-Schwester Universal Television bislang produziert. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird die fünfte und finale Staffel beim US-Streamingdienst HBO Max starten – und, wie gewohnt, mit etwas Verzögerung auch in Deutschland bei RTL+ verfügbar sein. Die Serie erzählt die Geschichte einer alternden Komikerin, die in Las Vegas um ihre Karriere und ihre Bühnenpräsenz kämpfen muss. Parallel dazu steht die junge Autorin Ava Daniels (Hannah Einbinder) in Los Angeles vor dem beruflichen Aus, nachdem sie wegen eines unbedachten Tweets gecancelt wird. Da beide Frauen denselben Agenten haben, werden sie einander vorgestellt – mit zunächst katastrophalem Ergebnis. Erst widerwillig beginnen die selbstbewusste Entertainerin Deborah Vance (Jean Smart) und die idealistische Nachwuchsautorin zusammenzuarbeiten, um ihre Karrieren zu retten. In der dritten Staffel entwickelt sich «Hacks» deutlich weiter: Deborah wird nach einem erfolgreichen Comedy-Special in eine Late-Night-Show eingeladen. Als der Moderator kurzfristig ausfällt, springt sie als Gastmoderatorin ein – und überzeugt auf ganzer Linie. Die vierte Staffel knüpft daran an und widmet sich nun stärker dem Thema Abendunterhaltung und dem Showbusiness selbst. Mario Thunert und Fabian Riedner haben die neuen Folgen gesehen und sprechen über die Weiterentwicklung der Serie.
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Comments (1)

Reinhard Meyer

Eine der besten Ausgaben. Interessanter als erwartet. Bitte mehr mit dem Lukas!

Aug 15th
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