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#digdeep - Neues aus der digitalen Welt

Author: Prof. Frauke Kreuter und Dr. Christof Horn

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Wie funktioniert die digitale Transformation und welche Auswirkungen hat sie auf unser Leben? Wir schauen aus Wissenschaft (Frauke) und Wirtschaft (Christof) und die aktuellen digitalen Trends. Unsere Interview-Gäste bringen Praxiserfahrung und wissenschaftliche Tiefe ein - eine Stunde "dig deep"!
150 Episodes
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„KI ist, denke ich, eine Art Faulheitsfalle. Alles wird leichter, schneller und angenehmer. Dann muss man sich nicht anstrengen. Aber dann kann man auch keine neuen Fähigkeiten, keine neuen Skills lernen." — Sven Nyholm KI entscheidet, KI produziert, KI schreibt — aber wer trägt die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht? Und wer bekommt den Lob, wenn es gut läuft? Die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz stellt nicht nur Techniker und Regulierer vor neue Aufgaben, sondern stürzt uns mitten in eine der tiefsten philosophischen Debatten der Menschheitsgeschichte: Was sind wir, wenn Maschinen das übernehmen, was uns einmal definiert hat — Denken, Schreiben, Urteilen, Entscheiden? Aristoteles, Kant und Bentham hatten keine Antwort auf autonome Waffensysteme, digitale Zwillinge oder Grief-Bots. Brauchen wir also neue Ethik für eine neue Welt? Sven Nyholm ist Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der LMU München und Principal Investigator am Munich Center for Machine Learning — einer der meistzitierten Philosophen in diesem Feld weltweit. Im Gespräch mit uns erklärt er, warum KI nicht einfach den kategorischen Imperativ lesen und befolgen kann, was es bedeutet, wenn Bots miteinander eine eigene „Religion" entwickeln — und warum KI vielleicht die größte Faulheitsfalle der Menschheitsgeschichte ist. Außerdem: Was europäische Regulierung und Jazz gemeinsam haben, warum Anthropic von Bewerbern handgeschriebene Texte verlangt — und ob KI unser Leben sinnvoller oder nur bequemer macht. --- Warum alte Ethiktheorien für KI nicht ausreichen KI-Agenten als soziales Gefüge und neue Risiken Verantwortung bei autonomen Systemen und Unfällen Die Asymmetrie zwischen Lob und Tadel in der KI-Nutzung KI, Wissen und die Enteignung menschlicher Fähigkeiten Digitale Zwillinge, Grief-Bots und das Ende der Echtheit Europa vs. USA: Regulierung als Motor der Innovation KI als Faulheitsfalle — und was das für unser Leben bedeutet
Wer entscheidet, was ChatGPT antwortet? Nicht nur die Entwickler – auch ein einziger Text, ein sogenannter Systemprompt, der vor jeder Anfrage steht. Und Elon Musk kann den Systemprompt von Grok ändern - damit beeinflussen, was Millionen Menschen täglich an Antworten bekommen. Das klingt technisch, ist es aber nicht: Und genau solche Zusammenhänge versucht Letitia Parcalabescu ihren Zuschauern beizubringen. KI ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Aber das Verständnis für das, was dahintersteckt, hält nicht Schritt. Begriffe wie Large Language Model, Tokenization oder Systemprompt geistern durch Medien und Meetings – und werden kaum erklärt. Letitia ist Forscherin bei Aleph Alpha Research und hat ihren Doktor in Computerlinguistik an der Universität Heidelberg gemacht. Bekannt ist sie aber vor allem für ihren YouTube-Kanal "AI Coffee Break" – kurze, lockere Videos, in denen eine Kaffeebohne die neueste KI-Forschung erklärt. Und so senkt sie die Schwelle dafür, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen. Im Gespräch mit uns erklärt sie, welche KI-Begriffe wirklich jeder kennen sollte, warum Sprachmodelle besser antworten, wenn man ihnen 10 Euro verspricht – und warum Wissenschaft kein steifes Format braucht, um ernst genommen zu werden. Reinhören und anschließend den Kanal auf YouTube abonnieren: AI Coffee Break with Letititia. Die Kaffeebohne wartet.
In der Schule lernen wir für's Leben. Doch was passiert, wenn wir das Lernen an die KI auslagern? Die Kinder unserer Generation wachsen nicht nur mit dem Internet und Google als unendlichem Wissensspeicher auf: Sie sind die erste Generation, in der KI und Chatbots übermenschliche Fähigkeiten jederzeit und überall zur Verfügung stellen. Sie können Lernpartner sein, die den Unterrichtsstoff nochmals erklären. Sie können aber auch sämtliche Schulaufgaben mal kurz im Handstreich erledigen. Lagern wir nun also auch das Denken aus? Und wie kann das bisherige Konzept der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten noch funktionieren, wenn immer mehr verschwimmt, was vom Menschen und was aus der Maschine kommt? Das Thema Schule lässt nun wirklich niemanden kalt. Jeder hat sie durchlaufen, manche viele sie mit ihren Kindern erneut mit, und manche kehren sogar wieder an die Schule zurück. Unsere heutigen Studio-Gäste Prof. Florian Karsten und Prof. Jochen Kuhn sind Profis, was Bildung angeht: Sie forschen zum Thema Bildung und bilden die zukünftigen Lehrer aus. In unserem Gespräch werden zwei Dinge schnell klar: KI ist weder aus dem Lehrerzimmer noch aus dem Kinderzimmer noch wegzudenken. Und: Wir haben viel mehr Fragen als Antworten. Zeit also für eine erste Bestandsaufnahme, uns mit diesem "Neuland KI" im Bildungssystem auseinanderzusetzen. Fortsetzung folgt...
n dieser Folge sprechen wir mit Anna Kopp, Director Microsoft Digital Germany, über eine der zentralen Fragen unserer Zeit: Wie bringen wir technologische Innovation – insbesondere KI und Agenten – sinnvoll mit menschlicher Arbeit zusammen? Anna blickt auf über 20 Jahre bei Microsoft zurück und beschreibt eindrucksvoll, wie sich Arbeit seit der Pandemie verändert hat: mehr Meetings, mehr E-Mails, mehr Komplexität – bei gleichbleibenden Zielen. Wir diskutieren, warum KI für viele Wissensarbeiter inzwischen unverzichtbar ist, wo ihre Grenzen liegen und weshalb Governance, Datenqualität und Unternehmenskultur entscheidender sind als einzelne Tools. Ein besonderer Fokus liegt auf Agentic AI: Was Agenten heute schon leisten, warum sie eher wie neue Kolleginnen und Kollegen als wie Apps zu verstehen sind und weshalb Unternehmen jetzt lernen müssen, mit Tausenden von Agenten strukturiert umzugehen. Anna erklärt, warum gute Daten die Grundlage jeder KI-Nutzung sind und weshalb Innovation immer von echten Problemen ausgehen sollte – nicht von Technologiebegeisterung allein. Wir sprechen außerdem über digitales Mindset, Lernkultur, Verantwortung der Geschäftsführung und darüber, warum Transformation ohne Zeit zum Nachdenken nicht funktionieren kann. Eine Folge über Technologie – und vor allem über Menschen. Darum geht es in dieser Folge: Die Rolle von KI in der Arbeitswelt Mensch vs. Maschine: Die Zukunft der Arbeit Agenten und ihre Rolle in der Unternehmenswelt Governance und Sicherheit in der digitalen Welt Teamarbeit und Ergebnisse Kultur und Lernumgebung Digitales Mindset und Transformation Innovationsansätze und Problemlösungen Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI
In dieser Folge geht es nach Las Vegas: Wir berichten live von der CES, der weltweit größten Messe für Consumer-Elektronik – und inzwischen auch eine der Leitmessen der globalen Automobil-Industrie. Für Auto-Fans war auf der diesjährigen CES wenig zu beobachten – könnte man meinen. Denn die meisten Hersteller verzichteten auf große Stände und Fahrzeugvorstellungen. Sehr spannend ist aber dennoch, was unter der Motorhaube passiert. Und da bahnen sich weitere große Disruptionen an. Zentrales Thema war der Perspektivwechsel: Weg von sichtbaren Gimmicks, hin zu den strukturellen Grundlagen moderner KI. Hardware wird zunehmend Commodity, der eigentliche Wettbewerb verlagert sich auf Trainingsdaten, Simulationsumgebungen, Reasoning-Modelle und skalierbare Infrastrukturen. Die wichtigste KI-Anwendung im Auto bleibt dabei das automatisierte Fahren. Besonders spannend ist dabei der Umgang mit dem „Longtail“ – jenen seltenen, aber sicherheitskritischen Situationen, die autonome Systeme heute noch vor große Probleme stellen. Und hier hilft die KI der KI, wie die spannende Keynote von NVIDIA-Gründen Jen-Hsun Huang aufzeigte. Das große Leitmotiv der CES war Physical AI: Nach der Sprache erobern nun KI-Modelle auch die dreidimensionale Welt und kombinieren Sprache, Bilder, 3D und Aktionen. Humanoide Roboter können sich wie Menschen bewegen, wenngleich es mit dem gesunden Menschenverstand noch etwas hapert. Aber eines ist klar: autonome Fahrzeuge werden nur eines von vielen physischen KI-Endgeräten sein, und unsere Welt wird um viele technische Mitbewohner reicher werden. Wie wir uns in dieser neuen Wohngemeinschaft wohl gemeinsam arrangieren werden?
In dieser Folge nehmen wir uns gemeinsam mit dem Soziologen Armin Nassehi die vielleicht wichtigste Frage unserer Zeit vor: Warum wissen wir so genau, was sich ändern muss – und scheitern dennoch regelmäßig an der Umsetzung? Wir starten mit der Diagnose einer kollektiven Transformationsmüdigkeit. Klimawandel, Digitalisierung, geopolitische Verschiebungen – die Ziele sind formuliert, die Probleme benannt, die Dringlichkeit unbestritten. Und doch passiert gefühlt zu wenig. Armin zeigt, dass dieses Gefühl kein individuelles Versagen ist, sondern tief in den Strukturen moderner Gesellschaften verankert liegt. Dabei müssen wir klar zwischen Organisationen und Gesellschaften unterscheiden. Unternehmen funktionieren, weil sie die „Fiktion der Steuerbarkeit“ aufrechterhalten: klare Ziele, klare Verantwortlichkeiten, definierte Erfolgsparameter. Gesellschaften hingegen sind keine Firmen. Wer versucht, sie mit denselben Logiken zu führen, landet bei überbordender Bürokratie, Kontrollillusionen oder – historisch betrachtet – autoritären Tendenzen. Wir sprechen auch darüber, warum die große politische Gesten zwar mobilisieren, aber selten transformieren. Warum echte Veränderung nicht aus moralischen Appellen entsteht, sondern aus mühsam ausgehandelten, kleinteiligen Schritten – und weshalb Win-win-Konstellationen zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen entscheidender sind als jede Sonntagsrede. Zum Schluss wird es grundsätzlich: Wir ordnen KI und Digitalisierung als Medienbruch ein, vergleichbar mit dem Buchdruck. Daten werden zur eigentlichen Wirklichkeit, KI spiegelt uns unser eigenes Denken als Muster-Rekombination – und stellt damit unsere klassische Vorstellungen von Expertise in Frage. Der neue Experte ist nicht mehr derjenige, der alles weiß, sondern derjenige, der mit diesen Systemen kritisch und produktiv umgehen kann. Armin Nassehis Blick hilft, Transformation nicht länger zu romantisieren oder managen zu wollen, sondern sie als das zu begreifen, was sie ist: ein komplexer, konfliktreicher, sozialer Prozess, der uns alle betrifft – im Unternehmen, im Privaten und in der Gesellschaft.
Eine Studie des MIT hat vor einigen Wochen viele aufgeschreckt: KI scheint zwar in privater Hand längst zum Alltag zu gehören, aber die Anwendungen in den Firmen bleiben weit hinter der Erwartungen zurück. Viel Lärm um nichts also? Weit gefehlt. Denn wie so oft sind die vielversprechenden Narrative nicht unbedingt hilfreich, um neue Technologien tatsächlich produktiv zum Einsatz zu bringen. Nicht ohne Grund braucht es viel Expertise, um in industriellen Anwendungen Produkte und Services auf den Markt zu bringen. Wenn KI hier helfen soll, die Produktivität zu steigern - und langweilige Routinejobs zu automatisieren -, dann müssen Mensch und Maschine beginnen, eng zusammenzuarbeiten. Denn ganz gleich, wie gut die "Foundational Models" sind, sie brauchen auch in nächster Zeit noch menschliches Bewertungsvermögen, um das wahrscheinlichste Ergebnis vom richtigen Ergebnis zu unterscheiden. Und das bedeutet: Die erfolgreiche Einführung von KI in Unternehmen ist weit mehr als eine technische Frage, sie benötigt die Einbeziehung der Mitarbeitenden von Anfang an - sonst sind die Projekte zum Scheitern verurteilt. Unser Studiogast Prof. Sabine Pfeifer untersucht am Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wie dieses Zusammenspiel von Technik, Arbeit und Gesellschaft erfolgreich gelingen kann. #digdeep ist stolzer Teil der Brand Eins Podcast-Familie!
Es fühlt sich schon wie eine Ewigkeit an, aber der große Auftritt der "generativen KI" jährt sich erst zum dritten Mal. Und ob KI-Blase oder nicht: KI macht sich unaufhaltsam daran, alle Lebensbereiche grundlegend zu verändern. Unser Studiogast Wencke Schmidt leitet bei Google das deutsche Cloud-Geschäft in der Automobilbranche. Und auch diese Branche wird durch KI stark verändert: nicht nur im Fahrzeug selber, sondern vor allem auch im Entwicklungsprozess. Die neuen KI-unterstützten Fähigkeiten ermöglichen uns Dinge, die vor Kurzem noch Science Fiction waren. Und sie entwickeln sich exponentiell weiter, weil wir mit KI noch bessere KI bauen können: Wir stehen also gerade erst am Beginn einer langen Entwicklung. Das bringt Veränderung an allen Fronten mit sich, für die Gesellschaft, für Firmen, aber auch für jeden Einzelnen. Wir haben Wencke gefragt, wie KI ihr Leben bereits heute verändert hat - als jemand, der direkt an der Quelle sitzt. #digdeep ist stolzes Mitglied der Brand Eins Podcast-Familie! Brand Eins ist das beste deutschsprachige Wirtschaftsmagazin, finden wir: unabhängig, kritisch, konstruktiv. So gut, dass man es am besten abonniert ;-) Bitte unterstützt unsere Arbeit durch Feedback, Bewertungen und Empfehlungen. Ihr wisst ja, wie das geht. Und wenn ihr Vorschläge für Gäste & Themen habt, kontaktiert uns gerne: info (at) digdeep.de
Das Entwickeln von physischen Produkten ist eine Sache für Experten: Der Umgang mit CAD-Systemen, die Konstruktion von Bauteilen, die Kenntnis der Normen, die Umsetzung von Anforderungen und Spezialwissen für unterschiedlichste Tools mit vielen Schnittstellen - das erfordert ein Ingenieurstudium. Wie aber wäre es, wenn die Produktentwicklung auf einer gemeinsamen, visuellen Sprache aufbauen würde - ein einfaches System von Elementen und Funktionen, die miteinander wie Plug&Play kombinierbar sind. Und auf deren Basis KI-Agenten immer mehr der Routine-Aufgaben übernehmen, so dass die menschlichen Experten sich auf das konzentrieren könnten, was den Menschen ausmacht. Unser Studiogast Moritz Maier hat sich als Co-Founder von Synera dieser Aufgabe gestellt. Sein Startup baut eine Plattform, in der die Produktentwicklung wie beim "Low Code" Programmieren vereinfacht wird. Ganz nebenbei entsteht eine konsistente Datenumgebung, die den Einsatz von AI Agenten erst sinnvoll ermöglicht. Der Weg dorthin war für Moritz und seine Mitstreiter alles andere als eine gerade Linie. Die erste Gründungsidee war es, die Effizienz der Bauweisen der Natur auch für Konstruktionsaufgaben nutzbar zu machen. Eine tolle, aber mühsam umsetzbare Idee, die letztlich aber die perfekte Grundlage für den heutigen Ansatz geliefert hat. Nun steht der Sprung in die USA an, um auch im Hotspot für AI anzugreifen. Wir wünschen dem Team viel Erfolg! #AI #Startup #GermanEngineering #digdeep ist stolzer Teil der Brand Eins Podcast-Familie. Auf brandeins.de findet ihr die beste deutschsprachige Wirtschaftszeitschrift - und ganzes Ökosystem guter Ideen. Unser Werbepartner in dieser Folge ist clockodo.com - eine tolle App und Plattform, um eure Arbeitszeiten zu erfassen.
Wer ins unternehmerische Risiko geht, der hat es nicht leicht. Selten ist die erste Idee diejenige, die auch funktioniert - für die Kunden, aber auch mit dem Team. Unserer Podcast-Gast hat nicht den leichten Weg eingeschlagen. Statt einer Karriere in der Beratung oder der Automobilwirtschaft hat sie gemeinsam mit Wegbegleitern ein Startup zum Thema Web 3.0/Blockchain gegründet, um dann festzustellen: Das Thema fliegt nicht wie geplant. Scheitern, sich hinsetzen, und neu anfangen: Das nennt sich auf englisch "Pivot". Und dieser Pivot ist Anne mit ihrem zweiten Startup Leegle.AI wunderbar gelungen. Nun kümmert sich AI darum, dass Firmen die Vielzahl von Regulatorien identifizieren und sicher anwenden können. Die persönliche Geschichte von Anne ist eine tolle Inspiration für viele andere - und daher haben wir sie auch live auf der herCareer-Messe in München aufgenommen, Europas führender Karriere- und Networking-Plattform für Frauen. --- #digdeep ist Teil der wunderbaren Brand Eins Podcast-Familie. Und Brand Eins ist das führende Wirtschaftsmagazin im deutschsprachigen Raum, unabhängig, kritisch und konstruktiv. www.brandeins.de --- Diese Folge von #digdeep wird von unserem Werbepartner Clockodo unterstützt. Clockodo erleichtert euch die Zeiterfassung in euren Projekten. Unter clockodo.com/de/digdeep könnt ihr die Plattform drei Monate lang kostenlos testen.
Die Zeitschrift "Capital" meint: "Deutschland mag in der Dauerkrise stecken, doch an vielen Stellen geht auch einiges voran - danke junger Macher und großer Talente - die Top 40 unter 40." Cihan Sügür ist seit 2024 einer von Ihnen. Seine Familie steht stellvertretend für viele, die sich persönlich auf einen mutigen Weg begeben haben: aus alten Umgebungen aufzubrechen, und mit Mut und Tatkraft etwas Neues zu schaffen. Cihans Mission ist die Digitalisierung. Nach Stationen bei Porsche, Olympus, IBM und der Deutschen Bahn ist er nun Associated Partner bei MHP. Als Gewinner der CIO Young Talent Awards war er Stipendiat der CIO Stiftung sowie MBA Studierender an der renommierten WHU. Nebenbei ist noch Mitglied der Atlantik-Brücke und engagiert sich politisch - weil ihm die Weiterentwicklung auch ein gesellschaftliches Anliegen ist: "Wir leben in dem schönsten Deutschland, das es je gab, und es liegt an uns, dass es lebensfähig in der Zukunft auch ist." Wir finden: Cihan steckt an, mit seinen Überzeugungen und viel Entrepreneurship. Also: Reinhören in eine tolle Folge über Wirtschaft, Gesellschaft & Mindset! ----- Unser Werbepartner in dieser Folge ist übrigens Clockadoo - eine tolle App und Plattform zur Zeiterfassung eurer Projekte. Mit dem Code DIGDEEP25 erhaltet ihr zusätzliche kostenlose Abozeit. Mehr unter clockodo.com/digdeep
Individuelle Mobilität bleibt eine der Freiheiten, die Menschen besonders wichtig sind. Aber der Mobilitätssektor ist im Umbruch wie nie zuvor. Die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München ist alle zwei Jahre der Hotspot für Automobilhersteller, Zuliefernetze und Entwicklungspartnern. Und sie ist in der Stadt nun wirklich nicht zu übersehen: Neben der Messe für Fachbesucher haben die Automobilhersteller die Innenstadt gekapert und zeigen ihre neuesten Modelle, und die sind inzwischen überwiegend elektrisch. Aber Mobilität ist mehr als Auto, und so finden sich auch Anbieter vom öffentlichen Nahverkehr bis hin zu innovativen Shuttles. Zeit also, Christof als Experten in der Auto-Branche als Studiogast in den eigenen Podcast einzuladen! Nach intensiven Tagen auf der Mobilitätsmesse gibt es viel zu erzählen: Wie verläuft die Transformation der Automobilhersteller hin zu mehr Software und Vernetzung? Und wird unsere Mobilität tatsächlich besser?
Philipp Baaske hat aus seinem Promotionsthema eine weltweit erfolgreiche Firma gemacht: NanoTemper bietet innovative Maschinen für die Pharmaindustrie an, eines von vielen Beispielen eines erfolgreichen Transfers aus der Hochschullandschaft in die Privatwirtschaft. Das deutsche Bildungssystem hat Philipp diese Chance eröffnet - und es ist für ihn selbstverständlich, der Gesellschaft nun auch wieder etwas von diesem Erfolg zurückzugeben. Ab Oktober wird er die Entrepreneurship-Initiative der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) in München leiten und kehrt zurück an die Wurzeln seines Erfolgs. Die Skalierung von Forschungsergebnissen in der freien Wirtschaft funktioniert in Europa und Deutschland deutlich anders als in den USA - soviel ist sicher. Doch muss es immer der gleiche Ansatz sein, mit Milliardenbewertungen und viel Venture Capital im Rücken? Philipp meint nein - auch der gesellschaftliche Nutzen und ethische Fragen sind für ihn wichtig. In seiner Rolle will er erst einmal eines machen: zuhören und hinschauen - und die Studentinnen und Studenten zum Unternehmertum ermutigen.
Nein, AI ist keine rein amerikanische Erfolgsgeschichte. Europa hat ganz wesentliche Methoden der künstlichen Intelligenz entwickelt - und hier schlägt auch das Herz der industriellen Anwendung. Die grundlegenden AI Modelle werden immer mehr zur "Commodity" und allgemein verfügbar. Doch erst die Kombination von AI mit tiefem Fachwissen, mit Industrie-Verständnis bringt den erhofften Erfolg. Und hier schlägt Europas Stunde. Genauer gesagt: in Berlin. Denn dort sitzt Merantix, eine der erfolgreichsten Agglomerationen von AI-Startups, Invests und Anwendungen. Von 0 auf 1500 Menschen in 8 Jahren - eine eindrucksvolle Geschichte, die Co-Founder Rasmus Rothe maßgeblich mitgebaut hat. Wir wollen von ihm wissen, wie so etwas geht: Wie zieht man die besten AI-Experten und Gründer an? Welche Rolle spielt die Business-Idee eines Startups - oder ist das Team dahinter vielleicht das wichtigere Asset? Und wie können wir die Gründer-Kultur weiter voranbringen? Schaut mal vorbei in unserer neuen Podcast-Episode mit Rasmus Rothe - oder auch auf dem Campus in Berlin.
Jeder nutzt ChatGPT & Co - und alle das gleiche Modell. Was aber wäre, wenn jeder Mensch sein individuelles, mit den eigenen Lebensdaten trainiertes AI-Modell hätte? Wir Menschen umgeben uns im Leben mit Helfern, die uns durch den Alltag begleiten - vom Navigationsgerät bis zum Coach für schwierige Lebensfragen. Und wir erzeugen eine permanente Datenspur, die unsere Vorlieben und Aktivitäten in Texten, Datenfragmenten und Bildern nachzeichnet. Warum füttern wir also nicht einfach unser eigenes, individuelles AI-Modell mit den Daten unseren Lebens und erhalten so den perfekten digitalen Zwilling, Coach & Berater? Was manche auf den ersten Blick dystopisch anmutet, ist auf den zweiten Blick eine faszinierende Erweiterung unserer menschlichen Fähigkeiten - und eine demokratische zugleich. Denn die meisten Menschen haben eben keinen ausreichenden Zugang zu spezialisierter Hilfe und Beratung. Prof. Albrecht Schmidt beschäftigt sich an der LMU München mit Fragen der Zusammenarbeit von Mensch und Computer. Er ist Experte für Mensch-Maschine-Interaktion und ubiquitäre Computersysteme - sprich: Computer, die wie z.B. das Smartphone sich in unserer gesamten Lebenswelt breit gemacht haben. Ein spannender Ausflug in die Frage, in welcher digitalen Welt wir zukünftig leben möchten und können!
Auch wenn humanoide Roboter immer mehr menschliche Geometrien annehmen – mit ihren harten Formen aus Metall bleiben sie viel weniger flexibel als Menschen mit anpassbaren Muskeln und hochsensiblen Greifern. Künstliche Muskeln könnten Roboter viele Vorteile bringen und auch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter sicherer machen. Unser Studiogast Prof. Christoph Keplinger leitet nach Stationen in Harvard und Colorado das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Stuttgart. Wir diskutieren über die Fortschritte in der Robotik, insbesondere den Übergang von harten zu weichen Materialien und die Nachahmung natürlicher Muskeln. Wir beleuchten die Bedeutung von embodied intelligence und die Zukunft tragbarer Robotik, die in den Alltag integriert werden kann. Wie wäre es, wenn künstliche Muskeln direkt in unsere Kleidung integriert wären? Wir wollen von ihm wissen, welche Rolle Kreativität im Designprozess spielt und welche Herausforderungen bei der Umsetzung von Forschung in die Praxis zu meistern sind. Und Christoph erzählt von seinen Erfahrungen als Startup-Gründer und die Lektionen, die er aus seinen Fehlern gelernt hat. Takeaways Die Robotik entwickelt sich rasant weiter, insbesondere durch weiche Materialien. Künstliche Muskeln können die Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit von Robotern verbessern. Embodied Intelligence ermöglicht es Robotern, intuitiver zu agieren. Tragbare Robotik könnte die Lebensqualität im Alter erheblich verbessern. Die Nachahmung der Natur ist entscheidend für innovative Robotikdesigns. Kreativität im Designprozess ist unerlässlich für funktionale Roboter. Die Integration von Sensorik in künstliche Muskeln verbessert die Kontrolle. Start-ups spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Robotikinnovationen. Zukünftige Roboter sollten nahtlos in den Alltag integriert werden. Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale Rolle in der Robotik. Interdisziplinarität ist notwendig für innovative Lösungen. Kommunikationsfähigkeiten sind entscheidend für den Erfolg in der Forschung.
Daten spielen die zentrale Rolle in der modernen Industrie - nicht nur im Engineering des Produktes selber, sondern auch in Vernetzung der gesamten Prozesskette von R&D, Produktion, Sales und After Sales. Doch noch immer werden Daten als Nebenprodukt der Prozesse betrachtet, und nicht als zentraler Ausgangspunkt. Und so ergeht es ihnen dann auch: Daten sind oft verstreut, unvollständig, inkonsistent oder ohne Kontext. Und sie leben in einer heterogenen Tool-Landschaft - meistens in mehreren hundert IT-Programmen und Datenbanken, die meist nicht durchgängig vernetzt sind. Das Scale-Up Spread.AI hat Lösungen entwickelt, um das zu ändern. An der Stelle von IT Großprojekten setzen sie auf eine intelligente Vernetzung der Daten durch Wissensgraphen und Konnektoren zwischen den verschiedenen IT-Inseln. Wir haben Co-Founder Philipp Noll bei uns im Studio und möchten von ihm wissen, warum Daten das neue Gold für's Engineering sind und welche Chancen sich für Firmen aus der Vernetzung ihrer Datenwelten ergeben. Die Richtung ist klar: Mit der durchgängigen Datenverfügbarkeit öffnet sich die Tür zum breiten Einsatz von AI-Agenten im Engineering. Spread.AI hat dazu eine Plattform entwickelt, mit der sich Aufgaben entlang des Entwicklungsprozesses automatisieren lassen - wir finden: eine spannende Sache! In a nutshell: Unternehmen kämpfen mit der Verfügbarkeit und Integration von Daten. Software-definierte Produkte erfordern durchgängiges Wissen. Datenqualität beeinflusst die Effizienz und Fehlerquote. AI kann helfen, Prozesse zu automatisieren und zu optimieren. Die Transformation in Unternehmen erfordert eine Anpassung der Prozesse. Kontextualisierung von Daten ist entscheidend für deren Wert. Lernprozesse aus der Automobilindustrie sind auf andere Branchen übertragbar. Die Zukunft der Produktentwicklung liegt in der Nutzung von AI und Datenintegration.
Schwedt ist überall: Eine Region, deren bisheriges Geschäftsmodell abhanden gekommen ist und die sich mit der Frage beschäftigen muss: Wovon wollen wir zukünftig leben, und wie transformieren wir unsere Fähigkeiten in die Zukunft? In Schwedt, einer Stadt in der Uckermark, dominierten früher Erdölraffinerien und rohstoffbasierte Industrien. Doch seit vielen Jahren herrscht der "Strukturwandel" - die Spielregeln der globalen und lokalen Wirtschaft haben sich substanziell verändert. Betriebe schließen, Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, die große Sinnfrage stellt sich. Doch Schwedt macht aus der Not eine Tugend und erfindet sich neu. Denn wo Rohstoffe verarbeitet werden, können auch Stoffkreisläufe geschlossen werden - "Circular Economy" ist das Stichwort. Auch die Energieversorgung bietet große Chancen: Power2X verbindet Erzeuger und Verbraucher auf intelligente Weise. Die Uckermark hat auf ihre strukturellen Herausforderungen reagiert, durch den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung neuer Gewerbe- und Infrastrukturprojekte sowie durch gezielte Maßnahmen zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Diese Initiativen werden durch umfangreiche Förderprogramme von Bund, Land und der EU unterstützt und sollen langfristig den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft sichern Die Digitalisierung der Industrie macht diese Kreisläufe erst möglich, denn sie erfordert transparente Daten und Prozesse. Im Rahmen einer umfassenden Digitalisierungsinitiative wurde dazu auch ein Startup-Labor gegründet, und wir freuen uns sehr, dass unser Studiogast Sascha Lademann uns einen umfassenden Einblick in die Strategie und Umsetzung gegeben hat. Wir finden: Schwedt sollte überall sein!
Als das vermeintliche Startup DeepSeek aus China ein konkurrenzfähiges Modell zu vermeintlich niedrigsten Kosten vorstellte, schien die Plattentektonik der KI-Verhältnisse in die Brüche zu gehen: Wer führt den Markt an, wieviel Vorsprung haben die bereits etablierten Player, und brauchen wir tatsächlich so viel Energie und Ressourcen wie gedacht? Die heftigen Reaktionen in der Presse (und am Aktienmarkt) zeigen vielleicht vor allem, welche Bedeutung die großen Foundational Models für unsere Wirtschaft und Gesellschaft inzwischen haben - und dass die massiven Investitionen insbesondere dazu dienen, andere vom Spielfeld fernzuhalten. Höchste Zeit also für einen Studiogast, der sich mit KI mal richtig auskennt! Prof. Kristian Kersting leitet das Machine Learning/KI Lab der TU Darmstadt, wurde unter die Top-100 einflussreichsten KI-Forscher gewählt und die Liste seiner Auszeichnungen und Mitgliedschaften in der AI Community würde den Podcast sprengen. Beste Voraussetzungen also um zu fragen: Was passiert da eigentlich gerade in der KI: Revolution oder Revolutiönchen? Und wann endlich kommt die Singularität, an der die Maschinen an der Menschheit vorbeiziehen? Ob es darauf bereits eine Antwort gibt erfahrt ihr in unserem sehr unterhaltsamen Gespräch mit der Menschlichen Intelligenz! In dieser Folge sprechen wir über... (sagt die KI): - DeepSeek - was wir bislang wissen - Neuro-symbolische Ansätze in der KI - Die Rolle von KI in Unternehmen - Reasoning und die Herausforderungen der KI-Architekturen - Zukunftsperspektiven für die KI-Forschung in Europa - Interaktive KI und Explainable AI - Multimodalität und physikalische Modelle - Robotik und menschliche Intelligenz
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