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IT-Berufe-Podcast
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Um moderne Umschulungen in den IT-Berufen im Interview mit Nico Hartmann geht es in der einhundertachtundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
IT-Umschulungen können ein sinnvoller Weg in die Branche sein, unterscheiden sich aber je nach Bildungsträger und IHK teils stark in Qualität und Organisation. Wichtig sind ein guter Bildungsträger, viel Eigenmotivation, ein passendes Praktikum und ein bewusster Umgang mit KI, damit du nicht nur Lösungen erzeugst, sondern die nötige Denkweise für den IT-Beruf wirklich aufbaust.
Inhalt
IT-Umschulungen können ein guter Einstieg in die IT sein, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Im Interview mit Nico Hartmann wird deutlich, dass Umschulungen für viele Menschen ein sinnvoller Weg sind, sich beruflich neu zu orientieren, etwa bei drohender Arbeitslosigkeit oder wenn der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Gleichzeitig hängt der Erfolg stark vom Bildungsträger, von der eigenen Motivation und von den regionalen Vorgaben der IHK ab.
Nico als Praxisbeispiel
Nico arbeitet als Dozent und Ausbilder für IT-Umschulungen mit Schwerpunkt Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung. Er hat selbst eine außerbetriebliche Umschulung gemacht, danach mehrere Jahre als Softwareentwickler gearbeitet und ist anschließend in die Lehre gewechselt. Dadurch kennt er sowohl die Perspektive von Umschüler:innen als auch die von Ausbilder:innen.
Was sich bei Umschulungen verändert hat
Ein wesentlicher Unterschied zu früher liegt vor allem im Prüfungssystem:
Früher gab es in seiner Umschulung nur die Abschlussprüfung.
Heute schreiben Umschüler:innen wie Azubis die AP1 ungefähr zur Hälfte der Zeit und später die AP2.
In der Umschulung liegt zwischen AP1 und AP2 oft nur etwa ein halbes Jahr.
Dadurch ist die Zeit bis zur Abschlussprüfung deutlich komprimiert.
Trotzdem hält Nico das für machbar, wenn die Teilnehmenden intensiv vorbereitet werden und bei Projektantrag, Doku und Prüfung eng begleitet werden.
Dauer und Aufbau der Umschulung
Die Umschulung dauert in Vollzeit in der Regel zwei Jahre, in Teilzeit entsprechend länger. Typisch ist ein Praktikum von sechs Monaten, in manchen IHK-Bezirken aber auch neun Monate.
Wichtig dabei:
Der Rahmenlehrplan ist grundsätzlich gleich.
Die konkrete Gestaltung der Maßnahme ist aber je nach Bildungsträger unterschiedlich.
Bei Karrieretutor wird versucht, den Unterricht vor dem Praktikum zu platzieren, damit die Teilnehmenden mit möglichst viel Fachwissen in den Betrieb gehen.
Unterschiedliche Vorgaben der IHK
Ein großes Thema sind die teils sehr unterschiedlichen Regeln der IHKs. Das betrifft unter anderem:
Dauer des Praktikums
Formulare und organisatorische Abläufe
Umgang mit Berichtsheften
Anforderungen an Ausbilder:innen
Durchführung der mündlichen Ergänzungsprüfung
Da die Teilnehmenden bundesweit an verschiedenen Standorten sitzen, müssen sie auch bei unterschiedlichen IHKs geprüft werden. Das führt laut Nico zu viel organisatorischem Aufwand und teilweise kuriosen Einzelfällen.
Unterrichtsmodell und Organisation
Der Unterricht bei Karrieretutor findet remote statt, die Teilnehmenden sitzen aber je nach IHK-Vorgaben an einem physischen Standort. Häufig gilt eine 51%-Präsenzregel, in manchen Regionen gibt es strengere Anforderungen.
Das Unterrichtsmodell ist grob so aufgebaut:
Vormittags: dozentengeführter Unterricht
Nachmittags: betreute Lernphase mit Aufgaben, Projekten oder Recherchen
Diese Lernphase soll den Teilnehmenden ermöglichen,
in ihrem eigenen Tempo zu arbeiten,
Fragen zu stellen,
selbstständiges Lernen einzuüben,
eigene Projekte umzusetzen.
Gerade dieses selbstständige Lernen wird als wichtige Vorbereitung auf den späteren IT-Beruf gesehen.
Finanzierung und Kostenträger
Als typische Kostenträger werden genannt:
Bundesagentur für Arbeit
Rentenversicherung
Bundeswehr
Für Praktikumsbetriebe ist das Praktikum laut Nico komplett kostenfrei. Der Betrieb muss vor allem eine geeignete Betreuung sicherstellen. Genau das ist aber häufig ein Problem, weil viele Unternehmen den nötigen Betreuungsaufwand nicht leisten wollen.
Praktikum: entscheidend und oft schwierig
Das Praktikum ist ein zentraler Bestandteil der Umschulung und muss in einem externen Betrieb stattfinden. Eine Durchführung beim Bildungsträger selbst ist inzwischen in der Regel nicht mehr erlaubt.
Die Praktikumssuche läuft über:
Kontakte und Kooperationslisten des Bildungsträgers
eigene Bewerbungen der Teilnehmenden
häufig auch Initiativbewerbungen
Nico empfiehlt, Betriebe vor einer Bewerbung direkt anzurufen und den Vorteil eines kostenfreien Praktikums klar anzusprechen. Trotzdem ist die Suche gerade in der Anwendungsentwicklung aktuell oft schwierig.
Situation am Arbeitsmarkt und Einfluss von KI
In der Anwendungsentwicklung ist die Lage laut Nico derzeit angespannt. Viele Unternehmen stellen weniger Junioren ein. Als möglicher Grund wird auch KI genannt.
Dabei sieht Nico zwei gegensätzliche Entwicklungen:
Manche Unternehmen glauben, dass KI Junioren überflüssig macht.
Andere erkennen, dass KI helfen kann, Junioren schneller weiterzuentwickeln.
Er warnt davor, Junior-Stellen wegfallen zu lassen, weil dadurch später erfahrene Fachkräfte fehlen könnten.
Schlechter Ruf mancher Umschulungen
Ein zentrales Problem ist laut Nico die stark schwankende Qualität der Bildungsträger. Nico berichtet von Fällen, in denen Teilnehmende:
kaum echten Unterricht hatten,
nur PDFs bekommen haben,
wochenlang ohne Betreuung gelassen wurden,
häufig wechselnde Dozent:innen hatten.
Das schade nicht nur den einzelnen Umschüler:innen, sondern auch dem Ruf von Umschulungen insgesamt. Gleichzeitig betont er, dass es auch gute Anbieter gibt, die ihre Teilnehmenden intensiv begleiten.
Wie du einen guten Bildungsträger erkennst
Als wichtigste Empfehlung nennt Nico:
Schau dir den Bildungsträger genau an.
Verlass dich nicht nur auf Werbeversprechen.
Sprich möglichst mit aktuellen oder ehemaligen Teilnehmenden.
Informiere dich auch über Erfahrungsberichte, zum Beispiel online.
Besonders wichtig ist aus seiner Sicht, ob
echter Unterricht stattfindet,
Dozent:innen erreichbar sind,
Betreuung bei Fragen vorhanden ist,
die Fachqualifikation möglichst konstant von denselben Dozent:innen begleitet wird.
Rolle der eigenen Motivation
Neben dem Bildungsträger spielt die Eigenmotivation eine große Rolle. Nico betont, dass Teilnehmende ihren Erfolg verbessern können, wenn sie:
sich wirklich reinhängen,
den Rahmenlehrplan und Prüfungskatalog selbst im Blick behalten,
eigene Projekte bauen,
neugierig bleiben,
Fehler als normalen Teil des Lernens akzeptieren.
Gerade in der IT sei es wichtig, sich auch selbstständig neue Themen zu erschließen.
KI in der Umschulung
KI wird im Unterricht nicht pauschal abgelehnt, aber bewusst eingesetzt.
Wichtig ist dabei:
Gerade am Anfang soll KI eher nicht das Denken übernehmen.
Zuerst muss die grundlegende Denkweise beim Programmieren aufgebaut werden.
KI soll eher helfen, den Weg zur Lösung zu verstehen, nicht einfach nur Lösungen ausspucken.
Wer KI-generierten Code nutzt, muss ihn auch verstehen und bei Bedarf umschreiben können.
Im fortgeschritteneren Verlauf wird KI dann als unterstützendes Werkzeug genutzt, etwa bei Projekten oder als Einstiegshilfe für Code-Strukturen.
Einstieg ins Programmieren
Nico versucht, im Unterricht möglichst schnell von trockenen Grundlagen zu kleinen Projekten zu kommen. Statt lange bei einfachen Einführungsbeispielen zu bleiben, arbeitet er früh mit konkreten Anwendungen wie Galgenraten.
Sein Ansatz:
Grundlagen wie Kontrollstrukturen und Schleifen müssen sitzen.
Danach sollen die Teilnehmenden möglichst schnell etwas bauen.
Sichtbare Ergebnisse motivieren und fördern das Verständnis.
Verwendete Sprachen und Inhalte
Die Umschulung ist in verschiedene Phasen gegliedert.
Kernqualifikation
Im ersten Jahr lernen alle Berufe gemeinsam die Grundlagen, darunter:
betriebswirtschaftliche Inhalte
Netzwerke
Inhalte für die AP1
Programmiergrundlagen mit Python
Fachqualifikation Anwendungsentwicklung
Hier liegt der Schwerpunkt auf Java als objektorientierter Sprache. Zusätzlich werden weitere Technologien behandelt, darunter:
Python
Java
C# als Intensivkurs
HTML, CSS
JavaScript
teilweise TypeScript
Webentwicklung allgemein
Ziel ist, nicht nur eine einzelne Sprache auswendig zu lernen, sondern ein Verständnis für Programmierkonzepte und Übertragbarkeit zu entwickeln.
Daten- und Prozessanalyst:in in der Umschulung
Besonders interessant ist, dass bei Karrieretutor auch die Umschulung zum/zur Fachinformatiker:in Daten- und Prozessanalyse angeboten wird. Laut Nico ist die Nachfrage dort sogar sehr hoch, auch weil viele andere Bildungsträger diesen Beruf nicht anbieten.
Wichtige Punkte dazu:
Der Beruf ist noch relativ neu.
Die Fachqualifikation musste erst entwickelt und praktisch erprobt werden.
In diesem Bereich spielen Datenverständnis, mathematische Grundlagen und die passende Denkweise eine große Rolle.
Themen wie Machine Learning, Clustering oder lineare Regression gehören dazu.
Anders als an manchen Berufsschulen werden Daten- und Prozessanalyst:innen dort nach der gemeinsamen Grundphase nicht mit Anwendungsentwickler:innen zusammengelegt, weil sie unterschiedliche Prüfungsinhalte und Anforderungen haben.
Regulierung und Qualitätssicherung
Zwar gibt es mit der AZAV bereits ein Zertifizierungssystem für Bildungsträger, Nico sieht darin aber vor allem eine Prüfung der Dokumentation und weniger der tatsächlichen Unterrichtsqualität. Er hält es für denkbar, dass die Kontrolle der inhaltlichen Qualität und der Verfügbarkeit der Dozent:innen an manchen Stellen nicht ausreicht.
Zentrale Empfehlungen zum Schluss
Zum Abschluss bleiben vor allem diese Punkte hängen:
Umschulungen sind grundsätzlich ein wertvolles Instrument.
Der Erfolg hängt stark vom Bildungsträger ab.
Gute Betreuung, echte Lehre und ein passendes Praktikum sind entscheidend.
Deine eigene Motivation macht einen großen Unterschied.
KI kann nützlich sein, sollte aber das Denken nicht
Um das Einsparen von wertvoller Zeit beim Erstellen der IHK-Projektdokumentation geht es in der siebzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Ich zeige dir, wie du bei der IHK-Projektdokumentation trotz knapper Zeit realistischer arbeiten kannst: Nicht alles entsteht erst am Ende, denn viele Artefakte wie Diagramme, Modelle oder Anforderungsdokumente gehören sowieso zur Projektdurchführung und können direkt wiederverwendet werden. Zeit sparst du vor allem, wenn du dein Textsatzsystem vorher beherrschst, mit Vorlage und Versionierung arbeitest, Texte parallel zum Projekt sammelst und bei Bedarf Sprache-zu-Text mit KI nutzt.
Inhalt
Grundidee
Ich setze den Fokus darauf, wie du bei der Projektdokumentation Zeit sparen kannst, obwohl die vorgegebenen 40 oder 80 Projektstunden und insbesondere die oft nur 8 bis 12 Stunden für die Doku sehr knapp sind. Der zentrale Gedanke ist: Du musst nicht die komplette Dokumentation erst am Ende von null auf erstellen.
Viele Inhalte deiner Projektdokumentation entstehen bereits während der normalen Projektarbeit und sind damit bereits in der Projektzeit enthalten.
Artefakte entstehen schon im Projekt
Bei einem professionell durchgeführten IT-Projekt erstellst du ohnehin Unterlagen und Ergebnisse, die später in die Projektdokumentation übernommen werden können, zum Beispiel:
ER-Modelle
Netzwerkpläne
Gannt-Diagramm oder Netzplan
Prozessabläufe
Klassendiagramme
Mockups
Tabellenmodelle
Anforderungen
Testüberlegungen
Planungsunterlagen
Dokumentationen für Kund:innen, Admins oder Entwickler:innen
Diese Artefakte gehören zur normalen Projektarbeit und müssen nicht noch einmal extra nur für die Doku erzeugt werden. Die eigentliche zusätzliche Arbeit in der Dokumentationszeit betrifft daher vor allem den Fließtext.
Professionelle Projektarbeit statt "einfach machen"
Ein wichtiges Missverständnis ist, dass manche Prüflinge glauben, die gesamte Doku müsse erst in der dafür eingeplanten Zeit entstehen. Tatsächlich zeigt die Dokumentation vor allem, dass du professionell arbeitest:
du planst vor der Umsetzung
du erhebst Anforderungen
du entwirfst Lösungen
du überlegst dir Testverfahren
du dokumentierst nachvollziehbar
Gerade das soll in der Abschlussprüfung sichtbar werden. Es geht nicht darum, einfach nur etwas umzusetzen, sondern nachvollziehbar und strukturiert zu arbeiten.
Textsatzsystem vorher beherrschen
Ein großer Hebel zum Zeitsparen ist ein geeignetes Textsatzsystem. Das kann zum Beispiel sein:
LaTeX
Microsoft Word
LibreOffice
Markdown
AsciiDoc
Die konkrete Technologie ist weniger wichtig als der professionelle Umgang damit. Entscheidend ist, dass du semantisch arbeitest statt manuell zu formatieren.
Wichtig dabei
Überschriften sollten als echte Überschriften ausgezeichnet werden
Inhaltsverzeichnisse sollten automatisch generiert werden
Verweise, Nummerierungen und Formatierungen sollten vom System übernommen werden
du solltest nicht während des Schreibens ständig manuell fett, kursiv oder Größen anpassen
Wenn du mehr Zeit mit Formatierung als mit Inhalten verbringst, beherrschst du dein Werkzeug noch nicht gut genug. Deshalb solltest du dich lange vor der Projektdurchführung mit deinem Textsatzsystem beschäftigen und nicht erst kurz vor der Prüfung.
Vorbereitung vor der eigentlichen Projektzeit
Niemand erwartet, dass du erst innerhalb der 40 oder 80 Stunden lernst, wie du mit Word, LaTeX oder einem anderen System professionell arbeitest. Diese Vorbereitung sollte vorher passieren.
Gerade weil die Projektdokumentation für viele IT-Azubis das erste große Dokument dieser Art ist, solltest du dir früh genug Zeit nehmen, den Umgang mit dem Werkzeug zu lernen.
Inkrementell arbeiten und versionieren
Die Dokumentation sollte nicht erst am Ende geschrieben werden, sondern parallel zum Projekt wachsen. Dafür empfiehlt sich eine Versionierung, zum Beispiel mit Git.
Vorteile davon:
du kannst Zwischenstände sichern
du kannst Änderungen nachvollziehen
du kannst ältere Versionen wiederherstellen
du hast dein Dokument jederzeit griffbereit
Sinnvoll ist es, die Dokumentation schon vor Projektbeginn technisch aufzusetzen und dann während jeder Projektphase fortlaufend zu ergänzen.
Beispiel:
Du erstellst ein ER-Modell.
Direkt danach notierst du Stichpunkte oder formulierst schon erste Sätze für das passende Kapitel in der Doku.
So dokumentierst du Inhalte dann, wenn sie noch frisch im Kopf sind, statt Wochen oder Monate später rekonstruieren zu müssen.
Vorlagen nutzen
Ein weiterer klarer Zeitsparer ist die Nutzung einer Vorlage, etwa für:
Deckblatt
Inhaltsverzeichnis
Kopf- und Fußzeilen
Seitenzahlen
Nummerierung von Überschriften
grundlegende Formatierung
Diese technische Vorarbeit hat nichts mit deiner eigentlichen Prüfungsleistung zu tun. Du bekommst keine bessere Note dafür, dass du Formatvorlagen oder Layouts selbst baust. Deshalb ist es sinnvoll, eine fertige Vorlage zu verwenden und deine Zeit lieber in Inhalt und Struktur zu investieren.
Artefakte so erstellen, dass du sie wiederverwenden kannst
Wenn du Diagramme und andere Inhalte später in Doku und Präsentation verwenden willst, solltest du sie von Anfang an so anlegen, dass sie dafür geeignet sind.
Ein Problem dabei ist das unterschiedliche Format:
Projektdokumentation: meist DIN A4 Hochformat
Präsentation: meist 16:9 Querformat
Daher kann es sinnvoll sein:
entweder direkt zwei Varianten eines Diagramms zu erstellen
oder zumindest schon bei der Erstellung auf gute Verwendbarkeit im Hochformat zu achten
Wenn du nur eine Version priorisieren kannst, sollte sie für die Dokumentation optimiert sein, weil ein PDF im Hochformat weniger flexibel ist als eine Präsentation, in der du mit Zooms oder Animationen arbeiten kannst.
Inhalte aus dem Projektantrag wiederverwenden
Auch der Projektantrag enthält oft schon Texte, die du in die Projektdokumentation übernehmen kannst, zum Beispiel:
Projektbegründung
Zielbeschreibung
Anforderungen
Testideen oder Abnahmekriterien
kurze Unternehmensvorstellung
Beschreibung von Stakeholdern
Wenn du diese Texte selbst geschrieben hast, ist ihre Wiederverwendung kein Plagiat. Du kannst sie übernehmen, anpassen, kürzen oder erweitern, statt dieselben Inhalte noch einmal neu zu formulieren.
Sprache-zu-Text mit KI nutzen
Ein zusätzlicher Tipp zum Zeitsparen ist, Fließtexte nicht nur zu tippen, sondern einzusprechen und per KI transkribieren zu lassen.
Der Vorteil:
Sprechen ist meist schneller als Tippen
Gedanken lassen sich oft direkter festhalten
moderne Transkriptions-KI kann Satzzeichen, Formatierung und kleine Versprecher teilweise schon gut verarbeiten
Dabei gilt aber:
achte auf Datenschutz
achte auf Security
gib keine ungeeigneten sensiblen Daten leichtfertig an externe Systeme
Beispiele für wiederverwendbare Artefakte aus Projektphasen
Je nach Projektphase können verschiedene Unterlagen direkt für die Doku vorbereitet werden.
Analysephase
Use-Case-Diagramme
Lastenheft
Pflichtenheft
andere Formen der Anforderungsermittlung, z.B. User Storys
Entwurfsphase
Architekturdiagramme
UML-Diagramme
Mockups
Datenmodelle
Schnittstellen- oder API-Beschreibungen
Dokumentationsphase
Benutzerdokumentation
Kundendokumentation
Anwendungsdokumentation
Entwicklungsdokumentation
Administrationsdokumentation
Diese Unterlagen entstehen oft ohnehin im Projekt und können ganz oder in Auszügen in die Projektdokumentation übernommen werden.
Fazit
Die wichtigste Idee ist, deine Projektdokumentation als wachsendes Dokument zu sehen und nicht als etwas, das du erst am Ende in einem Stück schreibst.
Zeit sparst du vor allem dann, wenn du:
dein Textsatzsystem vorher sicher beherrschst
mit semantischer Textverarbeitung arbeitest
eine Vorlage nutzt
deine Dokumentation früh aufsetzt und versionierst
Texte parallel zum Projekt sammelst oder einsprichst
Artefakte aus der Projektdurchführung direkt wiederverwendest
Inhalte aus dem Projektantrag übernimmst
So kannst du dich in der knappen Dokumentationszeit stärker auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren statt auf Technik, Formatierung und nachträgliches Rekonstruieren.
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Word-Vorlage für die Projektdokumentation der IT-Berufe
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[0:21] In den letzten Shorts habe ich jetzt öfter über die Zeitvorgabe für das Erstellen der Projektdokumentation in den IT-Berufen bei der IHK-Abschlussprüfung gesprochen. Einige IHK erlauben ja das Erstellen außerhalb der 40 oder 80 Stunden. Andere zwingen das in diese Zeit mit rein. Und das ist natürlich alles super unrealistisch, habe ich jetzt alles schon ein paar Mal erzählt. Also wie soll ich jetzt in 10, 12, manchmal sogar nur 8 Stunden eine 30, 40, 50-seitige PDF erstellen zu meinem Projekt? Das ist ja nicht machbar. Das wissen wir jetzt alle auch. Jetzt wollen wir uns heute mal damit beschäftigen, wie es vielleicht doch einigermaßen realistisch ist, so ein Dokument innerhalb dieser Zeitvorgabe zu erstellen. Dass ich immer noch glaube, dass das utopisch ist und man viel länger dafür einplanen muss, als diese Zeitvorgabe ist. Das habe ich schon im separaten Short besprochen. Aber heute wollen wir mal gucken, wie kannst du denn tatsächlich Zeit sparen beim Erstellen deiner Projektdokumentation. Grundsätzlich ist das Missverständnis vielleicht, dass wenn du jetzt in deiner Zeitplanung, sagen wir mal zwölf Stunden für die Doku einplanst, dass du die komplette Doku von Seite 1 bis Seite 50 innerhalb dieser Zeit erstellen musst. Das ist aber vielleicht gar nicht der Fall. Denk mir mal an so ein Softwareentwicklungsprojekt und du hast einen Anhang, da ist ein Klassendiagramm drin, ein Tabellenmodell, ein ER-Modell, was auch immer. Diese ganzen Artefakte erstellst du ja sowieso während der ganz norm
Um das Korrekturlesen der Projektdokumentation geht es in der sechzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Ich empfehle dir ganz klar, deine Projektdokumentation vor der Abgabe gegenlesen zu lassen. Korrekturlesen durch dein:e Ausbilder:in, andere Personen oder auch eine KI ist aus meiner Sicht eine normale Qualitätssicherung und kein Problem, solange die Doku weiterhin deine eigene Arbeit bleibt und dir niemand den Inhalt oder die Formulierung vollständig abnimmt. Gerade weil formelle Gestaltung mitbewertet wird und die Prüfungsvorgaben oft unrealistisch sind, wäre es eher unklug, auf diese Prüfschleife zu verzichten.
Inhalt
Gegenlesen ist sinnvoll und aus meiner Sicht erlaubt
Ich halte es für sinnvoll, die Projektdokumentation vor der Abgabe gegenlesen zu lassen. Gemeint ist das PDF (oder das ausgedruckte Dokument), das du als Prüfungsartefakt beim Prüfungsausschuss einreichst. Die kurze Antwort lautet: Ja, lass jemanden drüber schauen!
Warum das wichtig ist
Die Vorgaben rund um Projektzeit und Dokumentation bei den einzelnen IHKen wirken oft unrealistisch. Wenn erwartet wird, dass eine längere Projektdokumentation – manchmal 50 oder mehr Seiten – in sehr wenig Zeit vollständig fehlerfrei erstellt wird, ist das kaum praktikabel. In der Praxis sind viele Dokumentationen ohnehin schon schwer lesbar, etwa durch:
Rechtschreib- und Grammatikfehler
uneinheitliche Formatierung
wechselnde Perspektiven im Text
unvollständige oder abgebrochene Sätze
Deshalb ist Gegenlesen aus meiner Sicht eine normale und notwendige Absicherung der Qualität.
Selbstständigkeit bedeutet nicht: keine Korrekturhilfe
Auch wenn du in der Prüfung bestätigst, dass du die Projektarbeit selbstständig erstellt hast, sehe ich Korrekturlesen nicht als Widerspruch dazu. Es geht dabei nicht darum, dass dir jemand die Dokumentation schreibt, sondern dass Fehler gefunden und Formulierungen verständlicher gemacht werden.
Was nicht gemeint ist
Nicht in Ordnung wäre es, wenn dir jemand anderes oder eine KI die Doku vollständig schreibt oder wesentliche inhaltliche Arbeit übernimmt. Die Dokumentation soll weiterhin deine eigene Leistung zeigen.
In Ordnung ist dagegen zum Beispiel:
Rechtschreibung prüfen lassen
Grammatik prüfen lassen
auf unklare Formulierungen hinweisen lassen
formelle Fehler korrigieren lassen
eine Qualitätssicherung durch eine zweite Instanz einbauen
Bewertung: Form zählt mit
Auch wenn der Inhalt des Projekts wichtiger ist als die äußere Form, spielt die formelle Gestaltung bei der Bewertung mit hinein. Fehler in der Dokumentation können sich also auf die Note auswirken.
Wenn andere Prüflinge ihre Doku gegenlesen lassen und du nicht, kann dir das einen Nachteil bringen. Eine fehlerhafte Doku wirkt schnell unsorgfältig, selbst wenn das fachliche Projekt gut ist.
Bezug zur echten IT-Praxis
In der realen IT-Arbeit ist Qualitätssicherung selbstverständlich. Beispiele dafür sind:
Code-Reviews
Pull-Requests
Vier-Augen-Prinzip
Pair-Programming
statische Codeanalyse
Auch in echten Projekten würde niemand wichtige Ergebnisse ungeprüft weitergeben. Deshalb ist es aus meiner Sicht nur logisch, auch die Projektdokumentation als wichtiges Prüfungsartefakt prüfen zu lassen.
Wirkung von Fehlern nach außen
Rechtschreibfehler haben zwar nichts mit Programmieren oder Netzwerktechnik zu tun, sie können aber den Eindruck erwecken, dass unsauber gearbeitet wurde. Genau dieser Eindruck kann sich auch auf die Bewertung auswirken. Wenn schon die Doku nachlässig wirkt, wird schnell auch an der Sorgfalt im Projekt gezweifelt.
KI als Prüfwerkzeug
Ich halte es für völlig in Ordnung, KI zur Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder Verständlichkeit einzusetzen. Entscheidend ist, dass die KI nicht deine eigentliche Arbeit übernimmt, sondern nur als Qualitätssicherung dient.
Konkretes Beispiel aus einer IHK
Als Beispiel habe ich unten ein Merkblatt der IHK München verlinkt. Dort steht ausdrücklich, dass die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen quergelesen werden soll, idealerweise sowohl von fachbezogenen Personen als auch von Personen, die nicht in der Materie stecken. Das zeigt, dass Gegenlesen nicht nur geduldet, sondern teilweise sogar empfohlen wird.
Lassen Sie die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen querlesen. Am besten von Fachbezogenen Personen, aber auch von Personen die nicht in der Materie drin sind. Achten Sie auch auf die Rechtschreibung in der Dokumentation, diese wird zwar nicht bewertet trägt, aber zum äußeren Erscheinungsbild erheblich mit.
Fazit
Mein zentraler Tipp ist: Lass deine Projektdokumentation auf jeden Fall gegenlesen. Wenn du niemanden im Unternehmen oder im privaten Umfeld hast, kann auch eine KI diese Rolle für die Korrektur und Qualitätssicherung übernehmen. Wichtig ist nur, dass die Doku inhaltlich und als Leistung deine eigene bleibt.
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Orientierungshilfe zur Dokumentation IT-Berufe – IHK München
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[0:21] So, heute habe ich mal wieder ein Thema mitgebracht, was gerade in Zeiten von KI besonders oft nachgefragt wird. Und zwar, kann ich meine Projektdokumentation eigentlich korrigieren, beziehungsweise gegenlesen lassen oder wie auch immer. Also die Projektdokumentation, die ich als Prüfungsartefakt dem Prüfungsausschuss übergebe, das PDF, was je nach IHK zwischen 30 und 60 Seiten lang ist oder mal weniger, mal mehr, darf ich da eigentlich jemanden rübergucken lassen. Ja, und kurze Antwort. Ja, auf jeden Fall mach das. Du bist dumm, wenn du niemanden drüber gucken lässt. Ja, das ist meine persönliche Antwort. Wenn man dich direkt danach fragt, hast du da jemanden drüber gucken lassen, dann frag lieber jemanden, der schon mal bei deinem Prüfungsausschuss Prüfung gemacht hat, was die da vielleicht erlauben und was nicht. Also Nummer eins, wir wissen, dass die Zeitplanung und die Vorgaben und so weiter, die man bei so einer IHK für seine Prüfung bekommt, größtenteils unrealistisch, utopisch, fragwürdig sind. Ich habe schon Episoden dazu gemacht. Wie viel Zeit darf man für die Projektdokumentation aufwenden? Muss das in die Projektzeit mit rein und so weiter? Und das sind teilweise alles so unrealistische Vorgaben. Das weiß sowieso jeder, der einigermaßen Bezug zur IT hat, dass das alles hinten und vor nicht passt. Und jetzt unterschreiben die Prüflinge natürlich auch, zumindest bei unserer IHK, bei anderen gibt es sicherlich etwas Ähnliches, so etwas wie.
[1:45] Ich bestätige, dass ich die Projektarbeit komplett selbstständig umgesetzt habe. So oder in anderen Worten. Und jetzt kann man natürlich hinterfragen, Moment, komplett selbstständig, wenn jetzt jemand Korrektur gelesen hat, ist das dann noch selbstständig? Und natürlich kann man auch fragen, wenn dieser jemand eine KI ist.
[2:02] Ist das eigentlich eine KI-Unterstützung dann? Oder also darf ich das eigentlich oder nicht? Und jetzt muss man aus meiner Sicht ein bisschen unterscheiden, die Realität und dieses Prüfungsgedöns, was wir hier gerade vor uns haben. Und ich habe schon mehrfach in anderen Episoden gesagt, dass alle sowieso wissen, dass die Zeitplanung und Vorgaben alles super unrealistisch ist. Und wenn ich jetzt tatsächlich von einem Prüfling erwarte, so einen 50 Seiten PDF in, wenn ich ganz viel Pech habe, 12 Stunden maximal laut, Projektvorgabe, fehlerfrei mit korrekter Kommasetzung und ich weiß nicht was, dass alle Referenzen auf Bilder aufgelöst und alles, was man halt bei so einem Dokument falsch machen kann, ist richtig gemacht worden. Dass man das hinkriegt in der kurzen Zeit, das ist absolut unrealistisch. Und wenn wir das wirklich erwarten würden, dass die Leute nur diese maximale Zeit investieren würden, dann könntest du die Texte nicht mehr lesen. Also ich habe so schon Dokus, die einfach irgendwo teilweise mitten im Satz einfach enden oder wo einfach Kraut und Rüben drin ist und mal ist Blocksatz, dann wieder Flattersatz und munter von Ich in Perspektive in eine andere gewechselt. Und also es ist sowieso teilweise schon sehr schwierig, solche Sachen zu lesen. Und wenn wir den Leuten dann tatsächlich auch nur 10 Stunden dafür geben würden, dann könntest du gar nicht mehr lesen am Ende. Das ist einfach Quatsch. So, und das wissen alle an der Prüfung Beteiligten, insbesondere die Prüfenden.
[3:17] Und deswegen kann ich dir nur Empfehlung geben, lass auf jeden Fall jemanden drüber gucken.
[3:22] Und wenn jemand dir vorwerfen würde, dass du das nicht selbst gemacht hast, wie will die Person es denn beweisen? Ich meine, sind wir mal ganz ehrlich. Wenn ein Ausbilder, Ausbilderin da mal drüber guckt und ihr sagt, hier, das musst du umformulieren und hier ist ein Komma-Fehler. Wer will das denn im Nachhinein beweisen, dass das stattgefunden hat? Und dass du nicht tatsächlich einfach mit Microsoft Word die Rechtschreibprüfung gemacht hast und die grammatikalische Prüfung und da kam es dann her. Also das kann doch kein Mensch mehr nachweisen. Und genauso wenig kann man dir nachweisen, dass du KI eingesetzt hast, um Rechtschreibfehler zu korrigieren oder Sätze umzuformulieren. Das kann doch niemand beweisen. Und selbst wenn ich das Ding in so einen KI-Checker reinhaue, sind die Ausgaben, die da rauskommen, sowieso 100 Prozent, ja, das ist sicherlich KI generiert. Weil die wissen es ja auch nicht. Woran sollen sie es denn festmachen?
[4:05] Ja gut, wenn da ein paar zu viele Bindestriche drin sind, okay. Aber ganz ehrlich, ich lese schon seit Jahr, ich kann inzwischen sagen, Jahrzehnten lese ich Projektdokumentation. Und so viel Welche, Welcher, Welches, wie ich da schon gelesen habe, das habe ich im wahren Leben selten gehört. Also die Leute fangen an zu schreiben, als würden sie Professor Dr. Tralala sein bei ihrer Projektarbeit. So redet kein Mensch in der normalen Welt. Und wenn ich da das schon seit Jahren lese, dann weiß ich, dass das nicht mit KI generiert wurde, sonder
Um die realistische Dauer deiner IHK-Projektdokumentation geht es in der fünfzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Die wichtigste Aussage ist kurz: Plane für deine Projektdokumentation so viel Zeit ein, wie du bekommen kannst. Weil die Vorgaben der IHKen stark unterschiedlich sind und die Doku einen großen Einfluss auf deine Abschlussnote hat, lohnt es sich, deutlich mehr Zeit für Formulierung, Korrekturen, Feedback und saubere Aufbereitung einzuplanen. Die knappen "offiziellen" Zeitvorgaben für die umfangreiche Dokumentation sind unrealistisch, deshalb sollte die Doku in deiner Priorisierung weit oben stehen.
Inhalt
Wie viel Zeit du für die Projektdokumentation einplanen solltest
Die kurze Antwort lautet: so viel Zeit, wie deine IHK dir erlaubt. Praktisch heißt das aber: Plane eher mehr Zeit ein, als offiziell irgendwo steht, weil die Projektdokumentation ein zentrales Prüfungsartefakt ist und einen großen Anteil an deiner Abschlussnote hat.
Unterschiedliche Vorgaben der IHKen
Ein zentrales Problem ist, dass die IHKen in Deutschland nicht überall gleich vorgehen.
Manche IHKen erlauben, die Projektdokumentation innerhalb der offiziellen Projektzeit zu schreiben.
Andere IHKen erlauben das nicht oder machen andere Vorgaben.
Teilweise gibt es sogar feste Zeitanteile, zum Beispiel 15% der Projektzeit.
Bei 80 Stunden Projektzeit in der Anwendungsentwicklung wären das dann 12 Stunden für die Dokumentation.
Andere IHKen machen gar keine konkrete Zeitvorgabe, sodass du faktisch bis zur Abgabe daran arbeiten kannst.
Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Wenn eine Person nur 12 Stunden einplanen darf und eine andere faktisch deutlich mehr Zeit nutzen kann, wirkt sich das fast zwangsläufig auf die Qualität der Dokumentation aus.
Warum mehr Zeit sinnvoll ist
Die Projektdokumentation wird bewertet. Entscheidend ist am Ende nicht, ob du exakt eine vorgegebene Stundenzahl eingehalten hast, sondern wie gut das Ergebnis ist.
Deshalb sollte die Doku möglichst sauber und vollständig sein:
Fehler korrigieren
sauber formulieren
Referenzen prüfen
ein ordentliches Inhaltsverzeichnis erstellen
Bilder und Artefakte sinnvoll in Anhang oder Dokument einbauen
andere Personen Korrektur lesen lassen
Die Empfehlung ist deshalb klar: Nutze jede realistisch verfügbare Zeit, um die Dokumentation rund zu machen.
Offizielle Planung und praktische Realität
Wenn deine IHK eine feste Zeitvorgabe macht, sollte diese natürlich in Projektplanung, Antrag und Dokumentation auftauchen. Gleichzeitig ist die Empfehlung, in der Realität trotzdem alle sinnvollen Möglichkeiten zu nutzen, um die Doku zu verbessern.
Der Grund: Eine gute Note bekommst du nicht dafür, dass du nur wenig Zeit investiert hast, sondern dafür, dass die Dokumentation am Ende gut ist.
Warum knappe Zeitvorgaben unrealistisch sind
Gerade bei umfangreichen Dokumentationen mit zum Beispiel 40 oder 50 Seiten sind die sehr kleinen "offiziellen" Zeitvorgaben aus meiner Sicht unrealistisch.
Denn zur Arbeit an der Doku gehört mehr als nur Schreiben:
viele Seiten Text formulieren
Inhalte überarbeiten
Layout und Struktur sauber setzen
Anhänge, Bilder und weitere Artefakte einbauen
zusätzliche Materialien teilweise erst erstellen
Eine umfangreiche, sauber gesetzte PDF-Dokumentation in nur 12 Stunden zu erstellen, ist nicht realistisch!
Priorisierung: Doku vor Perfektion im Projekt
Die klare Empfehlung lautet, deine Zeit nach dem Einfluss auf die Note zu priorisieren.
Das bedeutet im Zweifel:
lieber etwas weniger programmieren, konfigurieren oder installieren
dafür mehr Zeit in die Projektdokumentation stecken
Begründung:
Die Doku hat einen sehr hohen Einfluss auf die Abschlussnote.
Das eigentliche Projekt kannst du in Präsentation und Doku ohnehin nur ausschnittweise zeigen.
Deshalb kann zusätzliche Zeit für Formulierung, Überarbeitung und Feinschliff bei der Doku mehr Wirkung auf die Bewertung haben als noch mehr Arbeit am eigentlichen Projekt.
Natürlich kann man diese Prüfungslogik kritisch sehen – und das tue ich selbst auch. Denn eine umfangreiche Dokumentation zeigt nicht automatisch, wie gut jemand beruflich handlungsfähig ist. Solange die Prüfungsstruktur aber so ist wie sie ist, sollte man als Prüfling das Beste daraus machen.
Zusätzlicher Zeitdruck in der Abschlussphase
Diese Empfehlung ist in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Gegen Ende der Ausbildung kommen oft mehrere Belastungen zusammen:
laufende Arbeit im Ausbildungsunternehmen
teilweise keine vollständige Freistellung
in manchen Fällen Projektarbeit außerhalb der Arbeitszeit
Vorbereitung auf die AP2
Vorbereitung auf Projektpräsentation und Fachgespräch
Durchführung des eigentlichen Projekts
Schreiben der Dokumentation
Trotzdem bleibt die Doku aus Bewertungssicht ein Schwerpunkt, den du bei deiner Zeitplanung besonders beachten solltest.
Abgrenzung: Projektdokumentation ist nicht dasselbe wie Benutzer- oder Entwicklerdoku
Zum Schluss unterscheide bitte nochmal ganz klar zwischen den verschiedenen "Dokumentationen".
Projektdokumentation
Das ist das Prüfungsartefakt, um das es im gesamten Podcast geht.
Fachliche Dokumentation im Projekt
Dazu gehören zum Beispiel:
Benutzerhandbuch
Entwicklerdokumentation
Klassendiagramm
Administrationsdokumentation
Netzplan
Diese Unterlagen gehören ohnehin zum Projekt dazu und sind Pflichtbestandteile. Dafür gibt es bei vielen IHKen eigene Bewertungsanteile. Wenn solche Dokumentationen fehlen, kann sich das direkt negativ auf die Note auswirken.
Realistische Planung für diese fachlichen Doku-Anteile
Für diese projektbezogenen Dokumentationen sollte die Zeitplanung realistisch bleiben.
Ein sehr umfangreiches Handbuch mit unrealistisch wenig angesetzter Zeit passt nicht.
Kleinere Dokumentationsartefakte wie ein Netzplan oder ähnliche Unterlagen können dagegen mit wenigen Stunden realistisch geplant werden.
Fazit
Meine Kernaussage ist eindeutig: Investiere in die Projektdokumentation lieber mehr Zeit als zu wenig. Wegen der hohen Bedeutung für deine Note, der sehr unterschiedlichen IHK-Vorgaben und der unrealistischen offiziellen Zeitvorgaben lohnt es sich, genügend Zeit für Überarbeitung, Feedback und Feinschliff einzuplanen. Eine gute Dokumentation kann mehr Einfluss auf dein Ergebnis haben als zusätzliche Detailarbeit am eigentlichen Projekt.
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[0:21] So, heute habe ich mal ein kleines Thema mitgebracht und ich glaube, heute wird es wirklich mal ein Short. Und die Frage, die ich heute behandeln möchte, ist, wie viel Zeit sollte ich für meine Projektdokumentation einplanen? Also du weißt schon, das Prüfungsartefakt, das, was du dem Prüfungsausschuss vorlegst, wo ein sehr, sehr großer Teil deiner Abschlussnote von abhängt. Ja, genau dieses Ding, was je nach IHK zwischen 20 und 60 Seiten lang sein kann oder vielleicht noch kleiner oder noch länger. Ich weiß das nicht von allen 79 IHK, aber sagen wir mal im Durchschnitt vielleicht 30, 40, 50 Seiten. Dieses Ding, was du dann wahrscheinlich über eine Online-Plattform einreichst oder ausgedruckt und gebunden und ja, auch das habe ich schon gehört, bei der IHK einreichst, damit das bewertet werden kann. Wie viel Zeit brauchst du dafür? Und das Too Long Didn’t Read, was ich immer Games by Einschieger mache, ist, ganz kurz gesagt, so viel wie deine IHK dir erlaubt. So, was soll das wieder heißen?
[1:18] Du weißt, 79 IHK gibt es in Deutschland. Jede macht wieder mal so ein bisschen ihr eigenes Ding, wenn sie möchte. Die meisten halten sich auch vielleicht eine einheitliche Vorgabe. Aber einige Sachen sind in den Berufsverordnungen der IT-Berufe halt nicht einheitlich geregelt. Zum Beispiel, ob die Projektdokumentationen überhaupt in deinen 80 oder 40 Stunden Projektzeit geschrieben werden dürfen. Einige IHK erlauben das, andere nicht. Und es kommt darauf an, wie man Gesetzestexte interpretiert und wer bei der IHK was entscheidet. Und ich weiß nicht, wovon es noch abhängt. Deswegen gibt es einfach ein Wir-Wahr an verschiedenen Lösungen und an verschiedenen Vorgaben und verschiedenen Wünschen, die IACAN so an diese Abschlussprojekte haben. Und da kann es dann durchaus sein, dass es da vielleicht auch harte Vorgaben gibt. Zum Beispiel innerhalb deiner Projektzeit ist das einzuplanen mit exakt 15 Prozent deiner Zeit. Und das wäre dann bei Anmerkungsentwicklung, wenn ich 80 Stunden habe, 12 Stunden der Projektzeit. Muss dann für die Projektdokumentationen. Eingesetzt werden. Andere IHK erlauben, dass man das einfach außerhalb der Projektzeit schreiben kann und geben gar keine Zeitvorgabe. Das heißt, da hast du quasi unendlich viel Zeit, also bis zur Abgabe der Doku natürlich, um deine Doku zu schreiben. Und da sieht man schon irgendwie, dass das ein bisschen unfair ist. Also wenn IHK einen Vorgaben machen, du darfst maximal zwölf Stunden dran sitzen und andere haben quasi unendlich viel Zeit.
[2:36] Wie unterschiedlich sehen diese Dokus dann wohl aus, wenn ich wirklich nur zwölf Stunden in dieses Dokument stecke? Das kann ich ja gar nicht. so gut formulieren, gestalten, die Referenzen prüfen und ich weiß nicht was alles, wie jemand, der unendlich Zeit dafür hat. Also, da sieht man schon irgendwie, dass das alleine schon unfair ist. Und deswegen muss ich ehrlich gesagt sagen, aus meiner Sicht als Prüfer empfehle ich das sogar, es ist ganz egal, was dein IHK dir für Vorgaben macht. Nutze einfach so viel Zeit, wie du kriegen kannst, und mach diese Dokumentation perfekt, in Anführungszeichen. Lass da jemanden Korrektur lesen, im besten Fall jemanden, der sich auskennt, Ausbilder, Ausbilderin vielleicht.
[3:15] Korrigiere alle Fehler, die dir auffallen, mach die Referenzen sauber, mach ein vernünftiges Inhaltsbezeichnis, pack alle Bilder in den Anhang etc. Mach das Ding rund. Das ist dein Prüfungsartefakt. Das Ding wird bewertet. Und am Ende wirst du nicht eine Eins daf
Um die exakte Einhaltung der Projektbearbeitungszeit (40 bzw. 80 Stunden) beim Abschlussprojekt geht es in der vierzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Für die betriebliche Projektarbeit solltest du die vorgegebene Zeit von 40 Stunden bzw. 80 Stunden in der Anwendungsentwicklung praktisch exakt einhalten. Mehr Zeit kann zum Nichtbestehen führen, weniger Zeit ist zwar rechtlich grundsätzlich möglich, verschlechtert aber unnötig deine Prüfungsleistung. Wenn deine Planung oder die IHK-Vorgaben unklar sind, solltest du das vor dem Projektantrag klären und dein Projekt so darstellen, dass du am Ende genau auf die erlaubte Stundenzahl kommst.
Inhalt
Kernaussage
Für die betriebliche Projektarbeit gelten feste Zeitvorgaben: 40 Stunden in den meisten IT-Berufen und 80 Stunden in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Diese Zeit solltest du im Projektantrag und in der Projektdurchführung möglichst exakt einhalten.
Zeitvorgaben: mehr geht nicht
Die rechtliche Grundlage – die Berufsverordnung – nennt für die betriebliche Projektarbeit eine Prüfungszeit von höchstens 80 Stunden. Daraus folgt:
Weniger Zeit ist rechtlich grundsätzlich erlaubt.
Mehr Zeit ist nicht erlaubt.
Wenn du die erlaubte Zeit überschreitest, hältst du die Prüfungsvorgaben nicht ein und könntest dadurch durch die Prüfung fallen.
Deshalb sollte in deiner Zeitplanung am Ende genau die erlaubte Stundenzahl stehen:
40 Stunden in den meisten IT-Berufen
80 Stunden in der Anwendungsentwicklung
Warum die exakte Planung erwartet wird
Projektplanung gehört zu den Ausbildungsinhalten in allen IT-Berufen. Dazu gehört auch, zeitliche Vorgaben einzuhalten. Auch wenn eine Planung auf die Stunde genau in der Realität oft unrealistisch ist, wird in der Prüfung erwartet, dass du dich an die formalen Vorgaben hältst.
Dazu kommt:
Prüfungsleistungen sollen vergleichbar sein.
Ohne feste Obergrenze könnten einzelne Prüflinge deutlich mehr Zeit investieren als andere.
Größere Projekte würden auch zu umfangreicheren Dokumentationen führen, die von Prüfenden gelesen werden müssten.
Weniger Zeit ist zwar erlaubt, aber unklug
Auch wenn das Gesetz "höchstens" sagt, ist weniger Zeit aus Sicht der Prüfungsleistung keine gute Idee. Wenn du freiwillig weniger Zeit nutzt,
zeigst du weniger von deinen Fähigkeiten,
nutzt deinen möglichen Bewertungsrahmen nicht aus,
und stellst dich schlechter dar als jemand, der die volle Zeit sinnvoll ausschöpft.
Die Aussage dazu ist klar: Weniger Zeit zu planen oder zu nutzen ist möglich, aber für deine Note eher nachteilig.
Pufferzeit im Projektantrag
Manche planen im Antrag bewusst Pufferzeit ein, weil Projekte nie perfekt planbar sind. Dabei gilt aber:
Ob das erlaubt oder sogar gewünscht ist, hängt von der IHK ab.
Es gibt IHKs, die einen Puffer akzeptieren oder fordern.
Es gibt auch Fälle, in denen ein Antrag mit eingeplanter Pufferzeit abgelehnt würde.
Die Empfehlung ist deshalb:
Informiere dich vorher bei deiner IHK, welche Erwartungen gelten.
Reiche den Antrag möglichst direkt passend ein, damit er nicht wegen solcher Punkte zurückkommt.
Warum ein abgelehnter Antrag problematisch ist
Wenn dein Projektantrag abgelehnt wird und du ihn überarbeiten musst,
verlierst du Zeit durch Überarbeitung und erneute Prüfung,
darfst du mit dem Projekt erst nach Genehmigung anfangen,
und bekommst dadurch zusätzlichen Zeitdruck.
Deshalb ist es sinnvoll, die formalen Anforderungen vorab zu klären.
Abweichungen vom Projektantrag helfen bei Überziehung nicht
Auch wenn es in Projektdokumentationen oft ein Kapitel zu Abweichungen vom Projektantrag gibt, kannst du damit keine längere Projektzeit rechtfertigen. Wenn dein Projekt mit 80 oder 40 Stunden genehmigt wurde, bleibt diese Vorgabe bestehen.
Das heißt:
Eine Überschreitung lässt sich nicht einfach dadurch retten, dass du sie in der Doku erwähnst.
Der Prüfungsausschuss kann das als Verstoß gegen die Vorgaben werten.
Umgang mit Abweichungen während des Projekts
Wenn du in einer Projektphase mehr Zeit brauchst als geplant, solltest du in der Darstellung dafür sorgen, dass du diese Zeit in einer anderen Phase wieder einsparst, damit du am Ende insgesamt auf die erlaubte Stundenzahl kommst.
Typisch ist dann ein Soll-Ist-Vergleich, in dem beschrieben wird, dass an einer Stelle mehr Zeit nötig war und an anderer Stelle entsprechend weniger. Auch wenn das in der Realität oft konstruiert wirkt, ist genau das Teil des Prüfungssystems.
Fazit
Die Antwort auf die Ausgangsfrage ist eindeutig:
Mehr als die erlaubten 40 bzw. 80 Stunden solltest du nicht haben.
Weniger wäre zwar grundsätzlich möglich, ist für deine Prüfungsleistung aber nicht sinnvoll.
Plane dein Projekt so, dass du am Ende genau auf die vorgegebene Stundenzahl kommst.
Wenn es Unklarheiten zu Pufferzeiten oder Formvorgaben gibt, kläre das vorher mit deiner IHK.
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FIAusbV: Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin
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[0:21] Heute habe ich mal ein Thema mitgebracht, woran ich immer denken muss, wenn ich mir wieder Projektanträge für die betriebliche Projektarbeit anschaue. Und zwar, muss ich eigentlich die vorgegebene Zeit für mein Projekt, nämlich 40 Stunden bei allen IT-Berufen und 80 Stunden bei der kleinen Ausnahme für AmnungsentwicklerInnen, muss ich diese Zeit eigentlich einhalten oder darf ich auch mehr oder weniger Zeit für mein Projekt haben?
[0:46] Und kurz vorweg gesagt, nein, du darfst nicht mehr oder weniger haben. Du solltest ziemlich genau exakt auf diese Zahl kommen. Etwas aufgeweicht, ja, du darfst auch weniger Zeit aufwenden, aber das wäre dumm, aber da kommen wir gleich drauf. Aber wenn du überziehst, hast du ein Problem, damit kannst du durch die Prüfung fallen. Das heißt, das solltest du auf keinen Fall machen. Deswegen nehmen wir erst mal das Daumenregel mit. In deiner Zeitplanung sollten unten exakt 40 Stunden für alle IT-Berufe außer Anbietungsentwicklung bzw. 80 Stunden für die Anbietungsentwicklung stehen. Alles andere ist nicht so sinnvoll. Und da gucken wir jetzt mal drauf, warum das so ist. Also Nummer 1, Abweichungen nach unten sind grundsätzlich okay, aber dumm. Aber wir gucken mal warum. Und zwar schauen wir als allererstes mal auf die gesetzliche Grundlage, die Berufsverordnung. Und da weißt du vielleicht, wir haben sieben verschiedene IT-Berufe, die alle einzelne Berufsverordnungen teilweise haben, beziehungsweise der Fachnummer hat gerade eine mit vier Unterpunkten für die einzelnen Fachrichtungen und so weiter. Aber du kannst dir die alle online angucken. Besetztes Texte sind frei verfügbar. Und ich nehme jetzt einfach mal den Paragraf 12, der FIE aus BF, also der Berufsverordnung für die Fachinformatiker. Und den findest du ziemlich genau, exakt so formuliert auch in allen anderen IT-Berufsverordnungen.
[2:01] Und da steht in Paragraf 12, Absatz 2, die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagenlagen, höchstens 80 Stunden. Die Prüfungszeit beträgt höchstens 80 Stunden. Kurz zusammengefasst. So, höchstens steht da. Da steht nicht, du musst exakt auf 80 Stunden kommen, was ja sowieso völlig unrealistisch ist. Kein Mensch kann ein Projekt so gut planen, dass er exakt genau 80 Stunden braucht. Sind wir uns alle einig, dass das sowieso Quatsch ist, glaube ich. Aber höchstens heißt, ich darf auch weniger. So steht es erstmal im Gesetz. Das heißt aber, höchstens heißt inklusive 80, aber darüber ist es vorbei. Das heißt, mehr ist nicht. Wenn du also länger gebraucht hast, dann hast du dich nicht an diese Vorgaben zur Prüfung gehalten und dann könntest du deswegen durch die Prüfung fallen.
[2:50] So wie mein Beispiel in meinem Prüfungskurs war, dein Chef gibt dir 100 Euro mit, um Brötchen zu kaufen und dann kommst du wieder und sagst, ja Chef, ich habe 110 ausgegeben. Ja, das ist schön, aber das war nicht dein Budget. Und was ist dann das Endergebnis? Du musst die 10 Euro auf deine eigenen Tasche zahlen, außer du hast einen vernünftigen Chef, der gibt dir das Geld dann wieder, weil dafür hast du leckere Brötchen geholt. Aber so mal als Beispiel, wenn du ein Budget hast, was du einhalten musst, dann kannst du auch nicht sagen, ja, sorry, ich habe es doppelt so viel ausgegeben. So, das geht nicht, kann man nicht machen. Und hier ist es auch so, wenn es exakte Vorgabe ist, halte ich an 80 Stunden, mehr geht nicht und du machst mehr. Ja, dann kann man dich deswegen durch die Prüfung fallen lassen, weil du einfach nicht an diese Vorgaben dich gehalten hast. Das ist nicht gut. So, vor allem gehört Projektplanung in allen IT-Berufen zu den Ausbildungsinhalten. Da steht ein Ausbildungsrahmenplan drin, Projektplanung, das gehört auf jeden Fall dazu, das muss man lernen in jedem IT-Beruf. Und früher war das sogar explizit in der Verordnung genannt unter dem Punkt zeitliche Vorgaben einhalten. Dieser Begriff, zeitliche Vorgaben ein, stand explizit in der Berufsordnung in allen IT-Berufen, was man da vermitteln musste. Heute ist es ein bisschen aufgeweicht und so ein bisschen schwammig, Projektplanung und so weiter. Aber gehört dazu. Ich kann, wenn ich Software-Entwicklungsprojekte zum Beispiel plane, auch nicht sagen, ich brauche irgendwas zwischen 100 und 1000 Personentagen.
[4:06] Die wollen das schon ein bisschen genauer wissen, die Leute, die das Geld dafür bezahlen. Und deswegen gehört das zum Ausführungsinhalt dazu. Und da kann ich auch nicht mal mein Abschlussprojekt sagen, irgendwas zwischen 10 und 100 Stunden. Das geht nicht. Man muss es schon vernünftig planen. So, wir sind uns alle einig, dass diese Planung sowieso utopisch, unrealistisch und meistens komplett überzogen wird in der Realität.
[4:28] Aber das heißt nicht, dass du das in deiner Doku auch so schreiben musst unter deinem Projektantrag, sondern da erwarten halt alle formale Vorgabe 80 Stunden



