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IT-Berufe-Podcast
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In der einhundertsechsundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts bespreche ich mit Thomas Schmidt von BZEcom (Bildungszentrum für E-Commerce und IT) die neuen IT-Weiterbildungen, die 2024 eingeführt wurden. Wir analysieren die Hintergründe der jüngsten Veränderungen im Weiterbildungssystem für IT-Fachkräfte, insbesondere die Einführung des Berufsspezialisten in IT auf DQR-Stufe 5 und Bachlor Professional auf DQR-Stufe 6. Thomas erläutert die Fachrichtungen wie Datenanalyse, IT-Beratung und Informationssicherheit, die spannende Karrieremöglichkeiten bieten. Wir gehen auch auf das Prüfungsverfahren des neuen Abschlusses und dessen Vereinbarkeit mit dem Berufsleben ein. Zudem diskutieren wir die Finanzierungsmöglichkeiten, einschließlich des Aufstiegs-BAföG, die angehenden Fachkräften im IT-Bereich Unterstützung bieten. Diese Episode bietet wertvolle Informationen für jede und jeden mit Interesse an der Weiterentwicklung im IT-Bereich.
Inhalt
In dieser Episode des IT-Berufe-Podcasts widmen wir uns einem äußerst spannenden Thema: IT-Weiterbildungen und den neuen Abschlüssen, die 2024 in Kraft getreten sind. Ich führe ein ausführliches Interview mit Thomas Schmidt, der beim Bildungszentrum für E-Commerce und IT tätig ist. Thomas bringt uns auf den neuesten Stand, was die Veränderungen im Weiterbildungssystem für IT-Fachkräfte betrifft und erläutert die neuen Möglichkeiten, die sich aus den Überarbeitungen ergeben.
Zunächst diskutieren wir die Hintergründe der Anpassungen, die notwendig wurden, weil die vorherigen Abschlüsse, insbesondere die sogenannten Operative Professionals am Markt nicht gut angenommen wurden. Die Reaktionen von Arbeitgebern waren klar: Sie benötigten Fachkräfte, die spezialisiert sind, aber nicht unbedingt Führungspositionen einnehmen. Daher wurde der Berufsspezialist in IT geschaffen, der auf Ebene 5 des deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) angesiedelt ist und nun als attraktive Alternative für all diejenigen gilt, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und stoffliche Expertise nachweisen wollen.
Thomas erläutert die zahlreichen Fachrichtungen innerhalb dieses neuen Abschlusses: Darunter fallen die Spezialisierungen in Datenanalyse, IT-Beratung, Informationssicherheit, Softwareentwicklung und Systemintegration. Dieser Fokus auf spezielle Fachkompetenz eröffnet nicht nur zahlreiche Karrieremöglichkeiten, sondern erlaubt es auch, dass sich Fachinformatiker oder Kaufleute für Digitalisierungsmanagement nach der Ausbildung gezielt weiter qualifizieren, ohne den traditionellen Weg eines Universitätsstudiums gehen zu müssen.
Wir besprechen auch das Prüfungsverfahren für den Berufsabschluss sowie den Bachelor Professional in IT, der nun auf derselben DQR-Stufe wie ein Bachelorabschluss an Universitäten eingestuft ist. Thomas erklärt, dass die Prüfung sowohl schriftliche als auch praktische Bestandteile umfasst, einschließlich der Präsentation eines Projekts, was eine direkte Anwendung des erlernten Wissens im beruflichen Kontext darstellt. Dies ist besonders interessant für all jene, die bereits im Beruf stehen und sich fachlich verbessern möchten.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Vereinbarkeit der Weiterbildung mit dem Berufsleben. Thomas gibt Einblicke in dieFlexibilität der Kurse, die sowohl in Abendveranstaltungen als auch in kompakten Blockkursen angeboten werden. Zudem werden die Teilnehmer bei der Vorbereitung auf die IHK-Prüfung durch praxisnahe Fallstudien unterstützt, um sicherzustellen, dass sie nicht nur für die Prüfung lernen, sondern auch wertvolles Wissen für ihren späteren Berufsalltag erhalten.
Abschließend nimmt Thomas auch Bezug auf die Finanzierung dieser Weiterbildungen, einschließlich des Aufstiegs-BAföG, welches eine bedeutende Unterstützung für angehende Professionisten im IT-Bereich bietet. Er ermutigt alle, die an einer Weiterbildung interessiert sind, sich nicht nur um das persönliche Wachstum zu kümmern, sondern auch aktiv nach Anerkennung und Ermutigung von Arbeitgebern zu suchen.
Diese Episode bietet umfassende Einsichten und Anregungen für alle, die an IT-Weiterbildungen interessiert sind, und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten auf, die sich durch neue Abschlüsse ergeben können.
Diese Fragen klären wir im gemeinsamen Gespräch:
Wie kam es dazu, dass die bisherige IT-Weiterbildung modernisiert/überarbeitet wurde?
Was sind die neuen IT-Berufsspezialisten bzw. Bachelor Professional in IT überhaupt?
Für wen sind diese Abschlüsse geeignet und was bringen sie mir?
Warum wurden die Abschlüsse neu entwickelt?
Welche unterschiedlichen Berufsspezialisten gibt es?
Wie ist der Zusammenhang von Berufsspezialisten und Bachelor Professional in IT?
Was sind die Inhalte?
Wie ist der Ablauf und die Dauer? Gibt es z.B. Blended Learning oder nur Präsenz/online?
Wie sieht die Abschlussprüfung aus?
Welche Qualifikationen sind Voraussetzung für die Weiterbildung?
Warum sollte ich Bachelor Professional in IT werden und nicht einfach (dual) studieren gehen?
Ist der Bachelor Professional in IT wirklich schon so anerkannt wie ein "richtiger" Bachelor, z.B. für Laufbahnen im öffentlichen Dienst?
Wie bekannt/anerkannt sind die Abschlüsse bei Arbeitgebern?
Welche Förderungen gibt es?
Was ist das Aufstiegs-BAföG?
Was fördert es genau?
Wie läuft die Beantragung?
Wie läuft die Rückzahlung?
Links
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IHK-Weiterbildung zum Operative Professional mit Simon Stork – Anwendungsentwickler-Podcast #127 (der inzwischen überholte Abschluss)
Thomas Schmidt bei LinkedIn
Website zur IT-Weiterbildung von BZEcom
IT-Karriere leicht(er) gemacht – Weiterbildungssystem neu aufgestellt – Rechtsverordnungen seit Ende 2024 in Kraft
Neuordnung des IT-Weiterbildungssystems (BiBB)
Das Aufstiegs-BAföG: die attraktivste Aufstiegsförderung aller Zeiten
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Einführung in die IT-Weiterbildung
Stefan:[0:22] Herzlich willkommen zum IT-Berufe-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung in den IT-Berufen. In dieser Episode gibt es ein spannendes Interview zum Thema IT-Weiterbildungen, und zwar dem neuen Berufsspezialisten bzw. Bachelor Professional in IT. Viel Spaß!
Stefan:[0:40] Hallo und herzlich willkommen zur 196. Episode des IT-Berufe-Podcasts. Mein Name ist Stefan Macke und heute habe ich ein spannendes Interview mitgebracht für dich, Und zwar geht es um die neuen IT-Weiterbildungen. Vielleicht hast du das schon mitbekommen. Es gibt ja nicht nur die Ausbildung in Deutschland, sondern darauf aufbauen kann man sich ja auch fort- und weiterbilden. Und gerade Ende 2024 wurde das Weiterbildungssystem in der IT total überarbeitet. Früher, das hast du vielleicht schon mal mitbekommen, ich habe sogar eine Podcast-Episode dazu gemacht, hieß das Ding, was man danach machen konnte, Operative Professional. Und das wurde aber wohl am Markt nicht ganz so gut angenommen, sage ich mal vorsichtig. Und deswegen wurde das jetzt komplett überarbeitet und ist seitdem tatsächlich auch gleichbedeutend mit zum Beispiel einem Bachelorabschluss, den du an einer Hochschule machen kannst. Das ist laut dem DQR, dem Qualifikationsrahmen, auf der gleichen Stufe wie ein Universitätsabschluss. Und deswegen denke ich, dass das auf jeden Fall spannend ist, falls du deine Ausbildung schon beendet hast oder kurz davor schlägst und dir überlegst, Mensch, was soll ich denn danach machen? Soll ich studieren gehen oder was eigentlich? Was ist denn überhaupt die Alternative? Und genau über diese Alternative wollen wir heute mal sprechen. Und dazu habe ich mir einen spannenden Gesprächspartner mitgebracht, den Thomas. Der stellt sich auch gleich einmal vor, was er dazu überhaupt zu sagen hat zu
Gespräch mit Thomas über IT-Weiterbildung
Stefan:[1:58] diesem Thema und was so sein Hintergrund ist. Und ja, das war es mit vorgeplänkelt, würde ich sagen. Ich gehe mal direkt rein ins Interview. Viel Spaß dabei.
Stefan:[2:08] Ja, erstmal hallo Thomas, schön, dass du heute da bist und mit mir über das spannende Thema der IT-Weiterbildung sprechen möchtest. Das habe ich bislang noch vernachlässigt, weil ich mich selber auch wirklich gar nicht gut damit auskenne. Da bin ich sehr froh, dass du euch hier bist und ein bisschen was darüber erzählen möchtest. Und bevor wir aber in das Thema eintauchen, würde ich mal so ein paar Standardfragen stellen. Und als allererstes natürlich frage ich dich, gut, wie du heißt, haben wir es gerade gehört, aber wer bist du, wo arbeitest du und warum bist du heute überhaupt hier? Erzähl doch mal ein bisschen was zu dir.
Thomas:[2:32] Ja, hallo Stefan. Erstmal schön, dass ich da sein darf und was erzählen darf über die IT-Weiterbildung. Ja, Thomas Schmidt, also ich habe keinen Namen, sondern eine allgemeine Bezeichnung bekommen von meinen Eltern. Ich bin tatsächlich zuständig beim Bildungszentrum für E-Commerce und IT für Außenfortbildung. Ich habe tatsächlich IT nicht gelernt. Ich bin Politikwissenschaftler gelernt und habe mich aber immer mit Außenfortbildung beschäftigt und bin da tatsächlich jetzt in leitender Position zuständig, um das Unternehmen und Produktlandschaft weiterzuentwickeln.
Stefan:[3:09] Okay, das heißt, du machst in der Außenweiterbildung nicht nur die IT, sondern auch noch, so als Beispiel, noch ein, zwei andere Berufe, irgendwas dabei?
Thomas:[3:15] Genau, weil wir Bildungsanleitung für E-Commerce und IT sind, natürlich im E-Commerce-Bereich eben auch tätig, um dort für die Spezialisten im Online-Handel sozusagen noch was zu bieten.
Stefan:[3:26] Okay, der Ausbildungsberuf gibt es inzwischen, glaube ich, Kaufmann, Frau für E-Commerce.
Thomas:[3:30] Genau, Kaufmann, Kauffrau im E-Commerce ist die Seite, die tatsächlich dafür sorgen, dass der Shop funktioniert, dass die Produkte eingestellt werden, den ganzen Customer Journey Bereich funktioniert, Kennzahlen ausgewertet werden und die haben halt die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und eben der andere IT-Bereich.
Stefan:[3:53]
Zusammenfassung der Episode: Prüfungsvorbereitung für die AP1 🎧
Hey Leute! Ich bin’s, Stefan Macke, euer Begleiter auf dem Weg zur AP1! 🙌 Heute dreht sich alles um die brandneue Prüfungsvorbereitung, die ich für euch ins Leben rufe. Wenn du deine Skills aufpolieren willst, bist du hier genau richtig!
Was erwartet dich?
Wir tauchen in wichtige Themen ein – vom ISO/OSI-Modell über UML-Diagramme bis hin zu Subnetting und IPv6. Keine Angst, ich mach das alles verständlich und hands-on! 😉 Besuche meine Seite dieperfekteihkpruefung.de für alle Infos und Termine.
So läuft’s ab:
Jeden Dienstagabend treffen wir uns in Microsoft Teams, um gemeinsam an prüfungsnahen Aufgaben zu arbeiten. So gehen wir direkt in die Materie, ohne langweilige Wiederholungen! 🚀 Die Sitzungen werden aufgezeichnet, sodass du jederzeit nachschauen kannst.
Der Inhalt zählt!
Falls du bereit für die AP1 bist und Lust auf interaktives Lernen hast, melde dich gerne zum Kurs an. Ich kann’s kaum erwarten, diese spannende Reise mit dir zu starten! Bis bald! 👋
Inhalt
Prüfungsvorbereitung für die AP1
In diesem Kurs werde ich zusammen mit dir wichtige prüfungsnahe Themen behandeln. Das könnten zum Beispiel Klassiker wie das ISO/OSI-Modell oder die „beliebten“ UML-Diagramme wie Klassendiagramme und Aktivitätsdiagramme sein! Aber keine Sorge, ich werde sicherstellen, dass wir auch für den Subnetting-Kram und die neuesten Aspekte von IPv6 fit werden. 🚀 Es geht also direkt ans Eingemachte!
Du fragst dich, wo du mehr Infos herbekommst? Einfach mal bei meiner Seite vorbeischauen: dieperfekteihkpruefung.de. Ich habe bereits einen Kurs zur AP2 für Anwendungsentwickler:innen erstellt, und nun wechsle ich auf die AP1, weil die nächsten Prüfungen schon bald anstehen! 👀
Ablauf der Vorbereitung
Der Plan ist, dass ich einmal pro Woche einen Live-Termin in Microsoft Teams anbiete, wo wir gemeinsam an prüfungsnahen Aufgaben arbeiten. Ich werde dir meine eigenen Aufgaben zur Verfügung stellen und wir lösen diese dann zusammen. 🎯 Dabei möchte ich, dass wir die Zeit effektiv nutzen, um zu lernen und unser Wissen anzuwenden – und nicht irgendwelche alten Sachen wiederzukäuen.
Und das Beste daran? Du kannst dich auf der Website über die genauen Termine informieren. Wir starten immer dienstags abends – optimal, um auch nach einem langen Arbeitstag noch den Kopf zusammenzustecken. 🔍 Wenn du an einem Termin nicht teilnehmen kannst, ist das auch nicht weiter schlimm. Alle Live-Sitzungen werden als Videos aufgezeichnet und sind danach jederzeit abrufbar!
Der Inhalt ist König!
Einige der Themen, die wir behandeln werden, sind unter anderem UML-Klassendiagramme, Aktivitätsdiagramme und das Entity-Relationship-Modell. Und natürlich steht auch Pseudocode auf der Liste!.
Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem interaktiven Ansatz eine echt spannende und effektive Vorbereitungszeit haben werden. Du bekommst die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit mir und deinen Mitazubis zu interagieren. Das macht das Lernen doch gleich viel angenehmer, oder?
Dein erster Schritt zur Vorbereitung
Also, wenn du Lust hast, mit mir an deiner AP1 zu arbeiten, melde dich an und vielleicht sehen wir uns dann schon bald zu unseren Live-Sessions, die Ende November starten. Ich freue mich riesig darauf, mit dir gemeinsam für die Prüfung zu lernen! 👋
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[0:20] Falls du dich gerade auf deine AP1 in einem IT-Beruf vorbereitest, dann bleib vielleicht mal kurz dran, denn ich starte bald einen Prüfungsvorbereitungskurs für die AP1. Und falls du mit meiner Hilfe ein paar prüfungsnahe Aufgaben bearbeiten willst, ein bisschen die üblichen Themen so durchkasten, man willst in der AP1 so drankommen, sei es das OSI-ISO-Modell, beziehungsweise ISO-OSI, oder UML-Klassendiagramme-Sequenzdiagramme, Nee, Sequenzierung bekomme ich gerade in der AP1. Nee, aber hier Aktivitätsdiagramme zum Beispiel. Oder natürlich Netzwerktechnik und so weiter.
[0:55] Dann, ja, guck doch mal vorbei auf meiner Seite. Vielleicht ist das ja ganz interessant für dich. Die Seite ist dieperfekteihkprüfung.de. Die Prüfung bitte mit UE schreiben. Ich weiß, es ist ein langes Wort. Dieperfekteihkprüfung.de. Alles zusammen ohne Bindelstrich. Kleingeschrieben natürlich und mit UE. Und da kannst du mal reingucken. Ich habe bislang einen Prüfungsvorwaltungskurs nur für die AP2 für Anwendungsentwicklerinnen gemacht.
[1:19] Da habe ich jetzt quasi ein halbes Jahr die Inhalte schon zur Verfügung gestellt. Falls dich das eher interessiert, dann kannst du da mal reingucken. Das ist jetzt quasi ein reiner Online-Kurs. Die ganzen Videos sind online, kannst du dir angucken. Und jetzt schwenke ich um auf die AP1, denn während ich das hier aufnehme, steht sehr bald die AP2 für Anwendungsentwicklerinnen an, im Jahr 2025. Deswegen ist es wenig sinnvoll, danach direkt weiterzumachen mit der Prozessvorbereitung.
[1:46] Ich würde es dann so machen, dass ich jetzt erst mal zur AP1 switche, denn die nächste, die jetzt ansteht, ist im Februar 2026. Und wenn die dann durch ist, switche ich wiederum zur AP2, weil dann kommt als nächstes im, ich glaube Ende April, Und 2026 die nächste AP2. Und dann switche ich wieder zur AP1. Also ich wechsle immer so zwischen den beiden Prüfungsteilen hin und her, je nachdem, welche als nächstes ansteht. Und jetzt wäre es aktuell so, dass ich switchen würde zur AP1 und fange jetzt mal mit den üblichen Netzwerkthemen an und Subnetting und IPv6 und IPv6, würde ich wohl eher sagen, und was sonst so ansteht. Und was ich so für Themen geplant habe, bislang kannst du auf der Website nachschauen. Die Idee ist, dass ich einmal wöchentlich einen Live-Termin mache in Microsoft Teams. und da sprechen wir dann prüfungsnahe Aufgaben durch, die ich mir natürlich selbst ausdenke und versuchen, die dann zu lösen. Die Vorbereitung auf die Termine gibt es dann quasi mit bereits bestehenden Podcast-Episoden oder YouTube-Episoden oder was auch immer. Denn ich möchte dann die Prüfungsvorbereitung wirklich dafür nutzen, um auch Aufgaben zu bearbeiten und nicht zum x-ten Mal das Wissen vorzukauen. Das kann man auch wie zum Beispiel in einem Podcast-Format oder YouTube-Video besser. Ja, wenn du Interesse hast, mit mir zusammen für die Prüfung zu lernen, AP1, Termine sind immer dienstags abends.
[2:56] Beziehungsweise, ich glaube, ein, zwei Ausweichtermine, weil ich da was anderes zu tun habe auf dem Mittwoch. Immer so gegen 18 Uhr und du kannst dir alle anstehenden Termine auch online einfach anschauen. Wie gesagt, dieperfekte.ihrk-prüfung.de kannst du mal reinschauen und wenn du dich für die AP2 schon vorbereitest, auch das, der Kurs ist auch online verfügbar, kannst du die Videos angucken. Ich habe auch schon zum Start des Kurses einige Videos aus meinem AP2 Vorbereitungskurs übernommen. Das heißt, auch wenn du jetzt da dich schon anmeldest, kannst du schon einige Stunden Videomaterial zu Themen, die auch in der AP1 dran kommen, dir anschauen. Zum Beispiel das UML-Klassendiagramm, das Aktivitätsdiagramm, ER-Modelle, das Entity-Relationship-Model, also Pseudocode vor allem, auch immer geringenommen. Das heißt, einige Inhalte kann ich quasi eins zu eins wiederverwenden und die gibt es jetzt schon online. Die restlichen Inhalte werden dann quasi nach jedem Live-Termin als Video dort zur Verfügung gestellt. Du musst also nicht immer zu den Terminen dabei sein, aber das lohnt sich natürlich, weil du dann Fragen stellen kannst. Das geht natürlich im Nachhinein dann schwierig.
[3:56] Ja, falls dich das Thema interessiert, guck gerne mal rein. Ich wiederhole es nochmal, die perfekte IHK-Prüfung.de und vielleicht sieht man sich dann ja ab Ende November 25. Dann geht es los mit dem ersten Termin in der Prüfungsvorbereitung zur AP1 für alle IT-Berufe. Würde mich freuen. Wir sehen uns vielleicht. Mach’s gut. Ciao.
💼 Der Stundensatz für deine Projektdokumentation – Berechne ihn bitte nicht selbst!
Hey, angehender IT-Profi! Heute dreht sich alles um ein Thema, das jeder Azubi kennt: den Stundensatz in der Projektdokumentation. Wie oft ich schon gefragt wurde, „Wie berechne ich meinen Stundensatz?“ – keine Sorge, ich hab’s auch mal durchgemacht! 🤷♂️
📊 Warum ist der Stundensatz wichtig?
Deine Projekte brauchen eine klare Kostenrechnung, egal ob sie klein oder groß sind. Wenn du über 80 Stunden arbeitest, kommt da so einiges zusammen! Doch solltest du deinen Stundensatz selbst berechnen? Klare Antwort: Lass es sein! 🚫 Das kann nur schiefgehen.
🏢 Arbeitgeber-Perspektive
Die Berechnung muss aus Sicht deines Arbeitgebers geschehen. Versicherungen, Gemeinkosten – da wird viel mehr aufgerufen, als du vielleicht denkst. Du willst dir da keine falschen Zahlen umhängen – schau dir lieber die Zahl an, die die Personalabteilung für dich hat.
🔍 Warum nicht selbst rechnen?
Die Wahrheit ist: Es gibt ganze Abteilungen, die sich mit solchen Kalkulationen beschäftigen. Wenn du versuchst, es selbst zu machen, könntest du auf die Nase fallen und unrealistische Stundensätze herausbekommen – 4 Euro? Unmöglich! 150 Euro? Nur in Ausnahmefällen! 🤦♂️
📋 Die einfache Lösung
Frag einfach bei deiner Personalabteilung nach – so sparst du dir den Stress. Halte fest, was im Stundensatz alles enthalten ist, und notiere das in deiner Dokumentation. Ein einfacher Satz reicht: „Der Stundensatz beträgt 40 Euro inklusive aller Kosten.“ 😊
🔑 Fazit: Mach’s dir leicht!
Zusammengefasst: Berechne deinen Stundensatz nicht selbst. Frag nach und nutze die Zahl, die dir dein Unternehmen gibt. Vielleicht interessiert dich mehr darüber, wie die Berechnung erfolgt – ich habe dafür auch einen Podcast gemacht! Also, hör rein, aber lass die Finger von der Selbstkalkulation! Viel Erfolg bei deiner Projektdokumentation! 🖥️✨
Inhalt
📊 Warum benötigst du einen Stundensatz?
Für deine Projektdokumentation ist es wichtig, eine Kostenrechnung zu machen. Das ist Pflichtprogramm, egal ob es sich um ein kleines oder großes Projekt handelt. Schließlich musst du auch deine Arbeitszeit berücksichtigen, und die kann bei 80 Stunden oder mehr schnell zusammenkommen! Das ist besonders relevant für Anwendungsentwickler und andere IT-Berufe.
Doch nun zur entscheidenden Frage: Solltest du diesen Stundensatz selbst berechnen? Klare Antwort: Nein! 🙅♂️ Der Prozess ist so komplex und zeitaufwendig, da kannst du nur etwas falsch machen. Viele Azubis greifen zum einfachsten Mittel – sie nehmen einfach ihre Ausbildungsvergütung und rechnen damit. Falsch! Das ist nur die Sicht auf deinen Nettoeinkommen. Aber dein Arbeitgeber hat noch viel mehr auf dem Zettel, was es zu beachten gilt.
🏢 Die Perspektive des Arbeitgebers
Die Berechnung des Stundensatzes muss also aus Sicht des Arbeitgebers erfolgen. Was deine Vergütung sind, ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Arbeitgeber müssen Sozialversicherungen, zusätzliche Versicherungen und eine ganze Reihe von Gemeinkosten wie Hardware oder IT-Infrastruktur einpreisen. Diese Kosten werden dann auf deine Projektpreise umgelegt. Glaub mir, das dabei den Überblick zu behalten, ist kein Zuckerschlecken und sollte nicht in deine Hände gelegt werden!
🔍 Warum solltest du das nicht selbst tun?
Die Wahrheit ist: Da gibt es ganze Abteilungen, die sich mit dieser komplexen Kalkulation befassen – Buchhaltung, Controlling, Rechnungswesen – du hast bestimmt schon von ihnen gehört. Die sind dafür zuständig und nicht du! Wenn du also versuchst, selbst einen Stundensatz zu berechnen, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit wichtige Aspekte übersehen und dich in einem Schlamassel wiederfinden.
Das Schlimmste, was passieren kann? Du bekommst am Ende einen unrealistischen Stundensatz – von 4 Euro bis 150 Euro habe ich alles gesehen. Aber sei mal ehrlich, wie realistisch ist das? 4 Euro? Viel zu wenig, um damit leben zu können. Und die 150 Euro? Naja, in einem Großkonzern vielleicht, aber auch das ist eher die Ausnahme. 🤷♂️
📋 Die richtige Herangehensweise
Der Schlüssel ist, dass du einfach die Zahl von deiner Personalabteilung oder dem zuständigen Kollegen anfordest. So viel einfacher und weniger stressig. Notiere dir, was in diesem Stundensatz steckt – zum Beispiel: Ausbildungsvergütung, Lohnnebenkosten und Gemeinkosten. Das musst du in deiner Projektdokumentation anmerken, um zu zeigen, dass du verstehst, wie dieser Wert zustande kommt.
Schreib einfach einen kurzen Satz, z.B.: „Der vorgegebene Stundensatz beträgt 40 Euro und beinhaltet alle notwendigen Kosten.“ 😊 Wichtig ist, dass du nicht versuchst, diesen Stundensatz selbst zu potenzieren oder zu analysieren – das führt nur zu Verwirrungen und Zeitverschwendung!
🔑 Fazit: Mach es dir einfach!
Zusammengefasst heißt das: Berechne deinen Stundensatz nicht selbst. Frag einfach nach und nutze die Zahl, die dir dein Unternehmen bereitstellt. Und klar, es ist wichtig, dass du weißt, wie man diesen Stundensatz grundsätzlich berechnet. Aber du musst nicht ins Detail gehen und jede Kleinigkeit ausrechnen.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie die Berechnung eigentlich funktioniert, habe ich dazu auch einen Podcast aufgenommen – schau dir das auf jeden Fall an, aber verabschiede dich von der Idee, es selbst in deiner Doku zu machen. Du kannst nur verlieren – und das will ja keiner, oder? 💪
Mach’s gut und viel Erfolg bei deiner Projektdokumentation! 🖥️✨
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Zusammensetzung des Stundensatzes – Häufige Fragen im Fachgespräch
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[0:21] Wie berechne ich den Stundensatz für meine Projektdokumentation korrekt? Ich weiß nicht, ob es eine Frage gibt, die mir häufiger gestellt wurde in den letzten Jahren. Und meine Antwort ist immer dieselbe. Lass es einfach sein. Berechne deinen Stundensatz bitte nicht selbst. Und heute will ich mal kurz darauf eingehen, warum das meine Standardantwort ist. Fang vorhin an. Stundensatz, wofür brauchen wir den? Du musst natürlich für deine Projektarbeit, also für das Projekt, das du umsetzt, in deiner Projektdokumentation eine Kostenrechnung machen. Das gehört, würde ich einfach mal pauschal sagen, bei jedem Projekt dazu. Egal, ob es sich am Ende amortisiert oder nicht. Das ist eine ganz andere Frage. Werde ich an anderer Stelle nochmal beantworten. Aber dass du die Kosten betrachten musst, das ist aus meiner Sicht Pflichtprogramm und ich glaube auch aus Sicht vieler anderen Prüfenden. Und da ist meistens der größte Brocken dein Anteil. Das heißt, deine, im Fall von Anführungsentwicklerinnen, 80 Stunden Arbeit, in den anderen IT-Berufen halt 40 Stunden. Da kommt ganz gut was zusammen, wenn man so eine Woche beziehungsweise zwei arbeitet. Und das sollte man in die Kosten auf jeden Fall einplanen. Ja, wenn man jetzt nicht gerade eine riesen Serveranschaffung als Fisi macht zum Beispiel, dann wird da nicht mehr viel Großartiges dazukommen, außer die eigene Arbeitsleistung. Deswegen sollte man das auf jeden Fall vernünftig mit einrechnen. Überhaupt keine Frage. Jetzt ist nur die Frage, die für dich interessant ist. Solltest du das selber machen? Und da ist meine ganz klare Antwort Nein.
[1:41] Wenn du schon mal irgendwo in der Schule oder sonst irgendwo was zum Thema Stundensatz gehört hast, dann müsstest du wissen, wie kompliziert und umständlich und umfangreich es ist, einen richtigen Stundensatz für eine Person zu berechnen. Und was ich leider dann sehr, sehr häufig sehe in so einer Projektdokumentation, und das kann ich schon gar nicht mehr erzählen, wie oft ich das gesehen habe, dann nehmen dann halt einfach die Azubis ihre Azubi-Vergütung im dritten Ausbildungsjahr, teilen das durch ihre Arbeitstage, teilen das nochmal durch die Stunden pro Arbeitstag und schwupp, fertig ist der Stundenlohn. Stundenlohn, ich sage selber schon falsch, der Stundensatz natürlich. Übrigens Unterschied Lohn, Gehalt, Ausbildungsvergütung und Stundensatz. Solltest du dir unbedingt angucken für die Abschlussprüfung.
[2:18] Hier geht es um den Stundensatz. Und das ist natürlich nicht alles, was da drin steckt. Das ist so die, wie soll ich sagen, die Sicht eines Arbeitnehmenden, der sagt, ja, das Geld, was bei mir auf dem Konto landet, das ist ja mein Stundensatz, ist ja klar. Ja, nee, sondern du musst den Stundensatz natürlich aus Sicht deines Arbeitgebers berechnen. Und der zahlt natürlich noch einen Haufen mehr Geld, als nur das, was bei dir auf dem Konto landet. Und müsste man jetzt nochmal den Unterschied zwischen Netto und Brutto wiederholen. Das wollte ich mir heute sparen. Aber es geht eben nicht nur darum, was du bekommst, sondern es gibt noch einen Haufen weiterer Kosten, die dein Arbeitgeber für dich zahlen muss. Nummer eins wären zum Beispiel die Sozialversicherungen, die on top kommen. Da gibt es vielleicht noch zusätzliche Versicherungen, die für dich abgeschlossen werden. Es gibt vielleicht, weiß ich nicht, vermögenswirksame Leistungen. Es gibt ganz sicher einen Riesenhaufen an Gemeinkosten, die in deinem Stundensatz mit drin sein müssen. So zum Beispiel deine Hardware, dein PC, dein Laptop, mit dem du jeden Tag arbeitest, der fällt nicht vom Himmel und den schenkt dir dein Arbeitgeber auch nicht, sondern der muss den auch irgendwie finanziert bekommen. Und wie funktioniert das? Indem er alle diese Dinge in deinen Stundensatz einpreist und der Kunde, der dich dann bucht und dein Projekt bezahlt, das darüber finanziert. Das heißt, alles, was nicht im Stundensatz drin ist, muss dein Arbeitgeber aus seiner eigenen Tasche zahlen. Und das will er nicht oder sie.
[3:33] Das heißt, es ist kein kleines Unterfangen, mal eben einen Stundensatz für einen Entwickler oder einen Physi oder was auch immer auszurechnen. Dafür gibt es eigene Abteilungen, zum Beispiel Buchhaltung, Rechnungswesen, Controlling, wer auch immer das in eurem Unternehmen macht. Das heißt,
In dieser Episode bespreche ich die Entwicklung meiner Online-Kurse zur Prüfungsvorbereitung für IT-Berufe und die Einführung eines kostenpflichtigen Modells zur Sicherstellung einer konstruktiven Lernumgebung. Ich teile die Struktur der Kurse, die über eine Plattform mit aufgezeichneten Sitzungen laufen, und lege besonderen Wert auf Interaktivität während der wöchentlichen Live-Sitzungen. Aktuell fokussiere ich mich auf die AP2-Anwendungsentwicklerinnen und plane die Integration praktischer Themen wie Pseudocode. Durch ein flexibles Abo-Modell haben Teilnehmer jederzeit Zugang zu Materialien und können aktiv an den Kursen teilnehmen. Ich lade Interessierte ein, sich unter https://dieperfekteihkpruefung.de zu informieren und bewerbe meine erschwinglichen Angebote zur gezielten Prüfungsvorbereitung.
Inhalt
In dieser Episode sprechen wir über die Entwicklung und die Fortschritte meiner Online-Kurse zur Prüfungsvorbereitung für IT-Berufe. Ich schildere die Gründe, warum ich im Jahr 2025 kostenlose Vorbereitungskurse angeboten habe und was schiefgelaufen ist. Der Herausforderungen im Chat und das Bedürfnis, eine konstruktive Lernumgebung zu schaffen, haben mich dazu bewogen, ein kostenpflichtiges Modell einzuführen, um ernsthafte Teilnehmende von Störenfrieden zu trennen. Ich erkläre, wie wichtig es ist, die Qualität des Unterrichts durch diese Maßnahme zu sichern und lade Interessierte ein, sich unter https://dieperfekteihkpruefung.de zu informieren und anzumelden.
Aktuell biete ich spezifisch für die AP2-Anwendungsentwicklerinnen einen Kurs an, da ich nach einer soliden Basis für die Teilnehmer suchen musste. Ich erläutere die Struktur der Kurse, die über eine Plattform laufen, auf der alle Sessions aufgezeichnet werden. So können sich die Teilnehmer die vergangenen Meetings jederzeit anschauen. Ich lege großen Wert auf Interaktivität und ermutige meine Teilnehmenden, Fragen zu stellen und aktiv zu diskutieren, insbesondere während der wöchentlichen Live-Sitzungen. Diese finden dienstags um 18 Uhr in Microsoft Teams statt, und ich betone die Notwendigkeit eines gültigen Teams-Kontos, um anonymen Störungen vorzubeugen.
Ich beschreibe, wie die Kursinhalte auf die praktischen Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt sind. Beispielsweise plane ich, demnächst mit wichtigen Prüfungsthemen wie Pseudocode zu beginnen. Dabei ist es mein Ziel, passende Ressourcen zur Einarbeitung bereitzustellen und während der Live-Sitzungen gemeinsam an Aufgaben zu arbeiten. Es geht dabei nicht um das Wiederholen von Prüfungsfragen, sondern um eine interaktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten. Das Konzept eines umgedrehten Klassenzimmers steht hier im Zentrum; die Teilnehmer sollen sich die Erklärungen im Vorfeld anschauen und in den Live-Terminen aktiv an den Übungen teilnehmen.
Das Abo-Modell ermöglicht es den Teilnehmern, jederzeit einzusteigen und an laufenden Kursen teilzunehmen, ähnlich einem Streaming-Service. Dadurch haben sie Zugang zu sämtlichen Materialien, die im Laufe des Jahres erstellt werden, und profitieren von der Flexibilität, wann und wie sie lernen möchten. Mein Ziel ist es, eine erschwingliche und zielgerichtete Vorbereitung zu bieten, die den Bedürfnissen von Auszubildenden und Umschülern gerecht wird.
Zusammenfassend erläutere ich die flexiblen Strukturen meines Dauerangebots, die geringen Kosten und die Möglichkeit, sich jederzeit anzumelden oder abzumelden. Interessierte können sich auf meiner Webseite weiter informieren und ich hoffe, bald viele motivierte Teilnehmer begrüßen zu dürfen, um gemeinsam auf die Herausforderungen der Prüfungen hinzuarbeiten.
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[0:20] Du hast doch mal Online-Kurse zur Prüfungsvorbereitung angeboten. Wann geht es damit eigentlich weiter? Die Frage wird mir in letzter Zeit auch oft per E-Mail gestellt. Und ja, es stimmt, ich habe 2025 mal mehrere Wochen lang kostenlose Prüfungsvorbereitungskurse angeboten. Zur AP1 für alle IT-Brufe und zur AP2 für Anwendungsentwicklerinnen. Leider, das ist nicht so gut ausgegangen. Es gab ziemlich ätzende Sachen im Chat. im Chat von Teilnehmenden und ja, das habe ich dann eingestellt. Und seitdem habe ich mir aber eine Alternative überlegt und biete kostenpflichtige Prüfungsvorbereitungskurse an, um einfach die Leute rauszusieben, die nur Stress machen wollen und Ärger machen wollen. Wenn du da dabei sein möchtest, kannst du mal gucken unter dieperfekteihkprüfung.de Prüfung mit UE, mit Ü soll das auch gehen, aber mach mal lieber mit UE. Und da kannst du dich anmelden. Aktuell habe ich nur einen Kurs für die AP2 für Anwendungsentwicklerinnen. Ich habe noch nichts für AP1 und auch nicht für die anderen IT-Berufe. Ich muss ja erst mal mit irgendwie was anfangen. Und das Ganze läuft über eine Kursplattform.
[1:32] Alle unsere Meetings werden aufgezeichnet, als Video online gestellt, auch mit Transkription und Zusammenfassung und allem Schnickschnack. Das habe ich alles mit KI soweit automatisiert, dass ich da nicht so viel Arbeit mit habe. Das heißt, du kannst dir alle bisherigen Termine jederzeit anschauen, sobald du dich anmeldest. Und ja, was heißt überhaupt Termin? Es gibt jede Woche einen regelmäßigen Termin mit mir. Das ist aktuell, wenn ich das hier aufnehme, 2025, immer der Dienstagabend um 18 Uhr für ein und eine Viertelstunde, also bis 19.15 Uhr. Und da treffen wir uns dann live in Microsoft Teams. Man braucht auch einen gültigen Teams-Account und kann nicht anonym teilnehmen. Wie gesagt, es gab da Ausfälle im Chat und das hätte ich nicht gerne nochmal. Deswegen brauchst du ein gültiges Teams-Konto und kannst dann jederzeit an diesem Termin teilnehmen. Was heißt jederzeit? Also Dienstagabend immer an dem Termin teilnehmen und dann kannst du auch live Fragen stellen zu dem Thema, was wir bearbeiten.
[2:27] Genau, wir haben auch schon live Präsentationen für die AP2 gemacht, also nicht die Schriftgeprüfung, sondern die Münchenprüfung, Präsentationen, die ich durchgeschaut habe und dann Feedback gegeben habe. Wir haben Fachgespräche schon geübt mit Teilnehmenden, die dann auch das Mikro anstellen durften und so weiter, aber normalerweise läuft das so, dass du dann chatten kannst. Und ich erzähle dann was zu einem Thema. Ich würde jetzt in den nächsten Wochen, also ich nehme das jetzt hier auf, im Juli 2025, in den nächsten Wochen würde ich dann quasi mit den Standardprüfungsthemen für die schriftliche Prüfung AP2-Anmeldungsentwicklerinnen wieder von vorne loslegen, in Anführungszeichen. Und zwar geht es weiter mit Pseudocode. Sicherlich ein Thema, was viele, viele Prüflinge interessiert und wo viele ein Problem mit haben. Und die Idee ist dann, dass ich im Vorfeld Ressourcen bereitstelle zur Einarbeitung im Pseudocode, zum Beispiel meine Podcast-Episode oder ein YouTube-Video oder sowas und dann wollen wir in diesen Terminen gemeinsam Aufgaben lösen, damit dann auch wirklich ein Mehrwert entsteht, weil sonst kann ich auch einfach, ja, das Zeug, was ich da erzähle, kann ich auch als Podcast aufnehmen. Also wo ist dann da der Mehrwert dieses Online-Kurses? Die Idee ist, dass man dann halt dann gemeinsam an den Aufgaben arbeitet, sich Feedback einholt, eigene Lösungsvorschläge macht und dann auch Feedback dazu kriegt und so weiter. Also wirklich interaktiv und dann halt eben Aufgaben zusammenbearbeitet. Das sind natürlich nicht die echten IHK-Aufgaben, das geht ja nicht, Copyright etc., sondern selbst Ausgedachte, die aber sehr dicht in der Prüfung dran sind. Ich mache das ja nun schon ein paar Jahre und ich weiß wohl, was da so ungefähr abgefragt wird.
[3:53] Und ja, die Idee ist dann das sogenannte, das wollte ich schon sagen, blended learning, aber ist es gar nicht, inverted classroom. Das heißt, man macht nicht zusammen eine Erklärung des Themas, sondern man kriegt die Erklärung vorher, zum Beispiel per Video und macht dann gemeinsam die Aufgaben. Deswegen inverted classroom, weil normalerweise ist ja im Unterricht, in der Schule, kennst du es bestimmt andersrum. Du machst deine Hausaufgaben alleine und hast keine Hilfe und der Lehrer erzählt dir das einfach nur oder die Lehrerin und wir drehen es halt um.
[4:21] Sodass das auch wirklich einen Mehrwert bietet, wenn du bei den Live-Terminen teilnimmst. Wenn du nicht kannst, wie gesagt, du kannst dir auch die Aufzeichnungen anschauen, aber ja, da kann man halt keine Fragen stellen. Das ist halt doof, ne? Ja. Und ich habe mir gedacht, wenn schon Prüfungsvorbereitungskurs, dann so, wie er vielleicht zur Zielgruppe passt, kennst vielleicht schon andere Prüfungsvorbereitungskurse von den IHK oder anderen Anbietern. Und da ist das dann halt immer eine recht große Summe für x Termine. Und das ist aber, finde ich, immer sehr kurzfristig vor den Prüfungen und also nicht auf langfristiges Lernen ausgelegt. Und es kostet halt auch immer eine Stange Geld. Deswegen habe ich mir das anders überlegt. Ich mache wöchentlich einen Präsenztermin, wo du dabei, also Präsenz in Microsoft Teams, alles online natürlich, wo du dabei sein kannst. und dann aber das ganze Jahr über quasi. Also nicht nur kurz vor der Prüfung, sondern du kannst jederzeit, auch wenn du das hier später hörst, jederzeit einsteigen und machst dann halt ab dem Termin live mit. Kannst dir aber auch, wie gesagt, alle bisherigen Aufzeichnungen anschauen, sobald du angemeldet bist. Also es ist so, ich vergleiche das so ein bisschen wie so ein Netflix-Abo oder Amazon Prime-Abo, ja. Du kannst einfach jederzeit dazukommen, guckst dir das an, was es schon gab und wenn du dich abmeldest, ja, dann kannst du es halt nicht mehr angucken und kommst halt auch nicht an die neuen Live-Termine.
[5:27] Und ja, damit das überhaupt funktioniert, ist das Ganze auch ein Abo-Modell. Das heißt, du kannst dir ja auf monatlicher Basis das Ding
In dieser Episode behandeln wir die oft gestellte Frage nach der idealen Anzahl von Folien für Projektpräsentationen. Ich erkläre, dass die Folienanzahl irrelevant ist für die Qualität der Präsentation. Entscheidender ist die Präsentationszeit von 15 Minuten, innerhalb der die Inhalte klar und strukturiert vermittelt werden sollten. Ich empfehle, visuelle Elemente zu nutzen und den Text auf Folien zu minimieren, um das Publikum anzusprechen. Animationen sollten sinnvoll eingesetzt werden, und es ist wichtig, einen roten Faden zu erkennen. Letztlich zählt der Inhalt, nicht die Anzahl der Folien. Übe intensiv, um sicher im Zeitrahmen zu bleiben und viel Erfolg bei deiner Präsentation!
Inhalt
In dieser Episode beleuchten wir die häufige Frage: Wie viele Folien sind ideal für eine Projektpräsentation? Dies ist ein Thema, das ich oft angesprochen bekomme, vor allem von Menschen, die sich unsicher sind, ob ihre Anzahl an Folien zu viel oder zu wenig ist. Vorab möchte ich klarstellen, dass die Anzahl der Folien für die Qualität einer Präsentation irrelevant ist. Ob es zwölf oder hundert Folien sind, hat keinen Einfluss auf die Bewertung oder die Inhalte, die präsentiert werden. Der Schlüssel liegt in der Präsentationszeit, die in den meisten Fällen 15 Minuten beträgt.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Folienanzahl nichts darüber aussagt, wie lange es dauert, sie zu präsentieren. Du kannst eine Folie zügig behandeln oder viel Zeit darauf verwenden. Das entscheidende Kriterium ist, ob du deine Präsentation in der vorgegebenen Zeit von 15 Minuten schaffst. Es spielt keine Rolle, ob du dies mit einer einzigen Folie oder mit vielen Folien tust, solange der Inhalt stimmt und die Präsentation strukturiert und verständlich ist.
Ich empfehle, den Präsentationsstil und die Technik so zu wählen, dass sie zu dir passen. Wenn du visuell präsentierst, werden deine Folien automatisch vielfältiger sein. Mein persönlicher Rat: Setze auf visuelle Elemente und halte Text auf den Folien auf ein Minimum. Dies fördert das Verständnis und macht deinen Vortrag ansprechender. Eigene Fotos sind oft besser geeignet als generische Bilder, da sie authentischer wirken und das Publikum schneller ansprechen.
Ich verdeutliche, dass es keine Vorschrift gibt, die besagt, dass Textfolien verboten oder Bildfolien vorgeschrieben sind. Der Stil sollte dir entsprechen und dir das Vertrauen geben, deine Präsentation in der Zeit zu bewältigen. Animationen auf Folien können unterstützend wirken, sollten aber sinnvoll eingesetzt werden. Egal, ob du ein paar Folien oder viele Folien verwendest, die Dauer deines Vortrags bleibt konstant und von entscheidender Bedeutung ist der Inhalt.
Zudem erlebe ich manchmal Präsentatoren, die während des Vortrags ununterbrochen klicken, ohne dass sich der Folientext ändert. Hier wird deutlich, dass es auch technische Aspekte gibt, die die Folienanzahl beeinflussen können. Der eigentliche Inhalt bleibt in beiden Fällen gleich, egal wie viele Folien verwendet werden. Lass dich nicht von anderen beeinflussen, wenn sie dir sagen, dass du zu viele oder zu wenige Folien hast. Wichtig ist, dass du deinen Vortrag klar und verständlich hältst, einen roten Faden erkennbar machst und die Zeit von 15 Minuten einhältst.
Zusammengefasst: Übe deine Präsentation intensiv, bis du sicher in der Zeit liegt. Die Anzahl der Folien ist dabei nicht das entscheidende Kriterium. Viel Erfolg bei deiner Projektpräsentation!
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[0:21] Wie viele Folien soll ich für meine Projektpräsentation erstellen? Diese Frage wird mir recht häufig gestellt in dieser oder anderer Form. Zum Beispiel, ich habe schon zwölf Folien für die Präsentation. Ist das zu viel? Oder ich habe gesehen, auf deiner Website gibt es Präsentationen mit 100 Folien. Wie kann man das überhaupt schaffen in der Zeit? Und ja, egal wie man die Frage stellt, die Antwort ist immer die gleiche. Es ist völlig irrelevant. Die Anzahl der Folien sagt genau 0,0 über die Qualität der Präsentation aus, über die Bewertung, über die Inhalte oder irgendwas. Die Anzahl ist völlig unwichtig, uninteressant, nebensächlich, ganz egal. Das wäre so meine Kernaussage erstmal. Warum ist das so?
[1:06] Die Anzahl der Folien sagt überhaupt gar nichts darüber aus, wie lange du brauchst, um die Folien vorzutragen. So simpel ist es. Du kannst eine Folie eine Minute lang offen lassen oder eine Sekunde. Das heißt, es ist völlig egal, ob du 12 oder 120 Folien hast. Denn das Wichtige, was du einhalten musst, und das ist die einzige Vorgabe, die du hast, du musst deine Präsentationszeit einhalten. Und das sind 15 Minuten. Und wenn du diese 15 Minuten einhältst, dann ist es egal, ob du es mit einer Folie machst oder mit gar keiner, weil du was an die Tafel malst oder mit 120 Folien und die aber 15 Minuten auf den Punkt exakt ablieferst. Das Einzige, woran du dich orientieren musst, ist, schaffe ich meine Präsentation in der vorgegebenen Zeit? Und dann ist es völlig egal, wie viele Folien nutzt, denn das hängt einfach von deinem Präsentationsstil ab, Nummer 1, aber Nummer 2 auch teilweise von der Technik, die du einsetzt. Darf mal abgesehen, dass es auch Präsentationssoftware gibt, die gar nicht mit Folien arbeitet, sondern irgendwie so rein-raus-zoomen und ich weiß nicht, was es da alle gibt, da ist die Folienzahl auch völlig egal.
[2:06] Aber wenn wir mal von den klassischen PowerPoint-Präsentationen ausgehen, was ja einfach ein Großteil der Projektpräsentationen in den IT-Berufen ist, ist ja klar. Und ob es jetzt PowerPoint oder Open-Source-Software ist oder auf Mac, ist völlig egal. Du weißt, was ich meine. Sondern es geht einfach darum, wenn du dir Folien vorstellst, musst du auf die Zeit kommen. Und das muss zu deinem Vortrag passen und deinen Vortrag unterstützen. Und wenn du jemand bist, der sehr visuell präsentiert, der viele Bilder hat, dann wirst du automatisch mehr Folien haben als jemand, der super viel Text auf die Folie packt, weil einfach das Vorlesen der Texte ja schon viel länger dauert, als ein paar Bilder durchzuklicken.
[2:39] Meine persönliche Meinung hast du im Podcast und auf der Website sicherlich schon oft gehört. Ich bin gar kein Freund von Text auf Folien. Ich mag es sehr, sehr visuell und deswegen meine ganz klare Empfehlung, mach mehr Folien, mach weniger Inhalt auf die Folien, mach es eher visuell, mach Bilder und so weiter. Haben wir beim letzten Mal schon drüber gesprochen, beziehungsweise ich, dass du dann am besten eigene Fotos machst und keine generierten Fotos benutzt. Und dann ist es auch viel, viel nachvollziehbar, was du da gemacht hast, weil ich die Bilder viel schneller erfassen kann zum Beispiel. Wenn ich deinen Text, lesen muss auf der Folie. Und deswegen ist es doch überhaupt nicht schlimm, wenn du eine Präsentation hast mit 100 Folien, solange, und das ist immer, immer, immer mein Credo, dein Punkt rüberkommt, deine Präsentation auf dem Punkt genau 15 Minuten lang ist und alles drin ist, was ich von deinem Projekt wissen will. Und dann kann dir niemand einen Punkt dafür abziehen, weil du eine Folie zu viel oder wenig hattest. Das ist völlig irrelevant. Sondern es geht darum, fehlt mir ein Inhalt. Und das sage ich immer wieder. Bitte verstehe diese Folge heute nicht falsch. Ich sage nicht, du darfst keine Textfolien benutzen oder du musst Bildfolien nehmen oder sonst irgendwas. Du musst vor allem einen Stil nehmen, der zu dir passt und wo du ganz sicher bist, dass du es in 15 Minuten schaffst und aber alle wichtigen Inhalte zu deinem Projekt rüberbringst. Das ist der Kern, der hier am wichtigsten ist. Und dafür ist völlig irrelevant deine Folienanzahl. Ich mache nochmal ein Beispiel für diese Technikabhängigkeit.
[4:01] Du kennst vielleicht Animationen in Folien. Kann man auch darüber sprechen, ob man die gut findet oder nicht. Das ist hier gar nicht der Punkt. Spoiler, ich finde es zum Beispiel gut, wenn sie den Vortrag unterstützen, habe ich überhaupt gar kein Problem mit Animationen. Und wenn sie wild in Anführungszeichen sind, dann heißt das meist, dass die Animationen einfach nur aufgrund der Animation genutzt wird, aber nicht, um irgendeinen Punkt hervorzuheben oder wirklich einen Mehrwert zu bringen. Solche Animationen sind Schrott. Aber wenn du gute, die deinen Vortrag unterstützen, benutzt, habe ich überhaupt kein Problem mit Animationen. Aber die Frage ist, wie du sie technisch umsetzt. Du kannst zum Beispiel auf einer PowerPoint-Folie mit diesem Animations, ich weiß gar nicht, wie das Ding da heißt, auf einer Folie 27 Schritte, wo irgendwelche Pfeile sich bewegen, auf einer einzigen Folie machen, dann ändert sich deine Folienzahl nicht. Trotzdem dauert das Ding fünf Minuten, wenn du es vorträgst. Du kannst aber auch jeden einzelnen Animationsschritt auf eine einzelne Folie packen, was dann zum Beispiel den Vorteil bietet, dass du das in einem Vorschaufenster siehst, im Präsentationsmodus und auch zurückklicken kannst und siehst, was passiert. Also es gibt verschiedene Pro- und Kontra-Argumente, entweder Animationen auf der Folie oder auf mehrere Folien zu machen. Am Ende ist es aber das gleiche Ergebnis. Das, was du vorträgst, die Animation, dauert exakt genau gleich lange, Nur einmal ist sie auf fünf Folien verteilt und einmal auf eine. So, wo ist da jetzt der Unterschied? Soll ich da jetzt einen Punkt dafür abziehen, weil du einmal fünf und einmal eine Folie benutzt hast? Das ist einfach Quatsch. Du siehst, das Wichtige ist, der Inhalt, dein Vortrag. Und wenn du was auf den Folien hast, sollen die den Vortrag unterstützen. Das muss rüberkommen. Anzahl irrelevant.
[5:25] Und was ich auch schon mal gesehen habe, das finde ich immer ein bisschen irritierend, aber habe ich zum Beispiel auch schon gesehen, da hat jemand was vorgetragen und dann währenddessen mit seinem Klicker we
In dieser Episode des IT-Berufe-Podcasts beginne ich ein neues Format, in dem ich häufig gestellte Fragen beantworte. Zunächst diskutiere ich die Nutzung von KI-generierten Bildern in Projektpräsentationen und empfehle, diese zu meiden. Basierend auf persönlichen Erfahrungen betone ich, dass Stockfotos oft unpassend und austauschbar sind. Ich ermutige die Zuhörer, eigene Fotos zu erstellen, um Authentizität und Emotionen zu vermitteln. Zusätzlich gebe ich Tipps zur Verbesserung der Bildqualität und zeige alternative Darstellungen wie Screenshots oder Diagramme auf. Ziel ist es, die individuelle Geschichte jedes Präsentierenden hervorzuheben.
Inhalt
In dieser Episode beginne ich mit einem neuen Format des IT-Berufe-Podcasts, das auf die häufigsten Fragen eingeht, die ich regelmäßig über verschiedene Kanäle wie E-Mail, Instagram, YouTube und selbst TikTok erhalte. Anstatt wiederholt individuelle Antworten via Nachricht zu geben, möchte ich diese Informationen im Audio-Format aufbereiten, damit andere Hörer ebenfalls davon profitieren können. Die Idee ist, die Fragen prägnant und informativ zu beantworten, ohne in langen Gesprächsrunden zu versinken.
Die erste zentrale Frage, die ich behandle, bezieht sich auf die Verwendung von KI-generierten Bildern in Projektpräsentationen. Diese Frage wird mir häufig gestellt, insbesondere in Bezug auf deren Relevanz und Effektivität. Meine klare Antwort ist, dass Sie solche Bilder besser meiden sollten. Ich leite dies aus persönlichen Erfahrungen ab, die ich bereits vor Jahren in meinem Blog geteilt habe, wo ich dazu geraten habe, auf ClipArts zu verzichten, da sie visuell langweilig und emotionslos sind und oft als unpassendes Beiwerk fungieren.
Ich betone, dass die Verwendung von Stockfotos dieselben Probleme mit sich bringt – diese Bilder sind oft nicht einzigartig und stellen die Projekte nur unzureichend dar. In vielen Fällen können mehrere Präsentationen das identische Bild verwenden, was einen Eindruck von Austauschbarkeit erzeugt, während jedes Projekt doch eine individuelle Geschichte zu erzählen hat. Daher empfehle ich, eigene Fotos zu machen, um echte Emotionen und eine authentische Verbindung zu schaffen.
Heutzutage haben Smartphones eine exzellente Kameraqualität. Daher ist es einfach, selber Bilder zu erstellen, die speziell auf das eigene Projekt zugeschnitten sind. Dies zeigt nicht nur das tatsächliche Projektumfeld, sondern hebt auch die individuellen Leistungen hervor. Ich stelle klar, dass diese persönlichen Fotos wesentlich mehr Aussage haben und die Leidenschaft und Arbeit des Präsentierenden reflektieren, im Gegensatz zu jeglichen generierten Inhalten – sei es von einer KI oder aus Stockfoto-Datenbanken.
Ich gehe auch auf spezifische Szenarien ein, bei denen es sinnvoll sein kann, Screenshots oder Fotos des Codes oder von Diagrammen zu machen, anstatt abstrakte oder generische Bilder zu benutzen. Dies zeigt, dass sich der Präsentierende Gedanken über das Projekt gemacht hat und bereit ist, seinen eigenen Beitrag zu präsentieren. Zudem gebe ich Tipps, wie man mit einfachen Mitteln die Bildqualität verbessern kann, wie zum Beispiel der Einsatz von Tiefenunschärfe beim Fotografieren.
Zusammengefasst ist mein Hauptanliegen, darzulegen, dass die Nutzung von KI-generierten Bildern in der Projektpräsentation nicht empfehlenswert ist. Stattdessen empfehle ich, eigene Bilder anzufertigen, die direkt mit der eigenen Arbeit verbunden sind. Damit kann jeder Präsentierende seine eigene individuelle Geschichte erzählen und sein Engagement und seine Kreativität effektiv präsentieren. Dies war die erste Episode des IT-Berufe-Podcast short, in der ich hoffe, dass Sie wertvolle Einblicke gewinnen konnten.
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[0:20] Moin und herzlich willkommen zu einem neuen Format, was ich hier mal ausprobiere. Vielleicht warst du schon etwas irritiert, als du das Podcast-Intro gehört hast, was jetzt seit 195 Episoden ähnlich ist. Seit der Umbenennung von Anwendungsentwickler-Podcast auf IT-Berufe-Podcast hat sich ein bisschen geändert. Okay, aber sonst ist es gleich geblieben. Und jetzt habe ich mir einfach mal was Neues überlegt. Und zwar kriege ich relativ häufig per E-Mail bei Instagram, bei YouTube, wo auch immer man mich kontaktieren kann. Neuerdings auch bei TikTok übrigens immer mal wieder Fragen rund um die IT-Ausbildung. Und ich habe mir gedacht, bevor ich jetzt einzelne Leuten immer wieder per E-Mail antworte und immer wieder gleiche schreibe, könnte ich bestimmte Sachen, die mir häufig gestellt werden, auch einfach im Audio-Format bearbeiten. Dann haben nämlich auch andere was davon, zum Beispiel du, der das jetzt hier gerade hört. Deswegen fange ich doch jetzt mal mit diesem neuen Format an. Die Idee ist, dass ich jetzt hier nicht stundenlang irgendwas erzähle, sondern wirklich kurz und knackig auf eine Frage antworte. Kurz und knackig heißt bei mir natürlich trotzdem, dass es ein paar Minuten dauert.
[1:18] Aber wenigstens keine Stunde oder mehrere Stunden. Das ist auch ganz gut. Und ja, das war jetzt kurz die Erklärung zu diesem neuen Format. Und jetzt würde ich sagen, starten wir auch direkt mit der ersten Frage. Und die, die mir in letzter Zeit, ich nehme das jetzt hier 2025 auf, glaube ich, mit am häufigsten gestellt wurde, war, was mache ich in meiner Projektpräsentation mit KI-generierten Bildern? Oder allgemein auch KI-generierte Inhalte, aber ganz oft wird nach Bildern gefragt. Und ja, meine Antwort darauf, also sollte man KI-generierte Bilder in der Projektpräsentation benutzen, ja oder nein? Kurze Antwort, too long didn’t read, beziehungsweise too long didn’t listen to, wie auch immer man das nennen will. Nein, mach’s nicht. Und jetzt kommt die lange Antwort. Ich habe schon vor Jahren inzwischen, ich glaube, es war einer meiner allerersten Beiträge auf meinem Blog.
[2:00] Davon abgeraten, ClipArts in der Projektpräsentation zu benutzen. Was war damals meine Begründung? Die wirken absolut langweilig, überhaupt nicht emotionenweckend, haben nichts mit dem konkreten Projekt zu tun, sondern sind einfach so Beiwerk. Ich musste hier auf die Folie noch irgendwas Grafisches packen, weil mir irgendwer das gesagt hat und dann nehme ich einfach das erstbeste, was mir einfällt, ein ClipArt.
[2:22] Anstatt sich richtig hinzusetzen, sich richtig Gedanken zu machen, was zum Projekt passendes, vielleicht sogar ein eigenes Bild zu machen, wurden halt einfach Cliparts genutzt, die null Emotionen wecken. Ich habe auf meinem Blog so ein Beispiel von einem kleinen Hündchen, einmal als Clipart und einmal als echtes Foto. Und da wird jeder Mensch sofort sagen, egal ob man Hunde mag oder nicht, das ist nicht die Frage, aber emotional sprechender ist auf jeden Fall das Bild. Und das Clipart, er weckt genau null Emotionen. Und in den letzten Jahren hätte ich diesen Artikel jetzt umändern können von Clipart in Stockfotos, weil das war dann das, was als nächstes kam. Leute haben irgendwo gehört, es müssen Bilder in die Präsentation, also schmeißen sie die erstbeste Stockfotosuchmaschine an. Weiß ich nicht, was gibt es heutzutage, Pixabay und was es da sonst noch so gibt. Und suchen danach irgendwas und nehmen das erstbeste Foto. Und so kam es dann auch, dass ich in mehreren Präsentationen schon das exakt selbe Foto gesehen habe, weil zu so einem abstrakten Begriff wie, also abstrakt nicht, aber was mir gerade einfällt, ist ein Vergleich von zwei Frameworks zum Beispiel. Und da wurde halt einfach Vergleich oder Comparison in die Bildsuchmaschine eingegeben. Und was kam da immer als erstes? Ein Bild mit zwei Obstkörben. Und auf der einen Seite waren Äpfel drin und auf der anderen Seite waren Bieren drin. Also Äpfel mit Bieren vergleichen.
[3:35] Und das ist so das Erste, was einem einfällt, wenn man an einen Vergleich denkt. Und das ist absolut langweilig. Und ich will das gar nicht unbedingt abwerten, dass das so langweilig ist. Was ich viel schlimmer finde, ist, dass die Person, die präsentiert, sich halt null Gedanken gemacht hat. Sie zeigt halt nicht, dass sie sich Mühe gegeben hat, sondern einfach nur, dass sie das Erstbeste genommen hat, ihr eingefallen ist, beziehungsweise der Bildsuchmaschine eingefallen ist. Und diese tolle Idee haben auch viele andere Prüflinge gehabt. Und so kommt es dann, dass Präsentationen die gleichen Bilder verwenden. Was ich problematisch finde, weil es sind ja komplett unterschiedliche Projekte und es entsteht dann irgendwie der Eindruck, als hätten wir miteinander zu tun, aber ist ja gar nicht so. Also, warum zur Hölle will man Cliparts benutzen, will man Stockfotos benutzen oder im Jahr 2025 will man KI-generierte Bilder benutzen? Das ist das gleiche Prinzip. Die erwecken genau null Emotionen. Man sieht immer, dass sie KI generiert sind. Okay, das mag in Zukunft besser werden, dass man das nicht mehr erkennt, aber darum geht es mir nicht, sondern sie haben einfach nichts mit deiner Arbeit und deinem Projekt zu tun. Es ist halt etwas, was du nicht selber gemacht hast. Es ist immer etwas, was von draußen kommt, was nie hundertprozentig zu deinem Projekt passen wird und immer etwas gekünsteltes ist, was mit deiner eigentlichen Arbeit nichts zu tun hat. Und deswegen ist seit Jahren meine Empfehlung, mach doch einfach selber Fotos für deine Projektpräsentation. Du kannst einfach heutzutage mit jedem Handy, egal ob iPhone, Android oder was auch immer, jedes Handy hat eine vernünftige Kamera.
[4:58] Damit kannst du einfach kurz ein Foto machen, das dauert eine Sekunde, dann hast du ein Bild, was niemand anders auf der Welt außer dir so nachstellen kann. Das heißt, es ist eine ganz individuelle Geschichte, nur für dein Projekt und deine Projektpräsentation. Und es zeigt exakt genau das, was du gemacht hast. Dein Projektumfeld, dich als Person meinetwegen, dein Ausbildungs
Um die Relevanz von Pseudocode-Aufgaben in den IHK-Prüfungen für Anwendungsentwickler:innen, aber auch für Systemintegrator:innen, und wie man sie am besten löst geht es in der einhundertfünfundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
In dieser Episode des IT-Berufe-Podcasts thematisiere ich Pseudocode-Aufgaben, die häufig Teil der schriftlichen IHK-Prüfungen sind, und das nicht nur für Anwendungsentwicklerinnen, sondern auch für andere Fachinformatiker und insb. Systemintegratoren. Ich gehe darauf ein, warum diese Aufgaben so zentral für die IT-Ausbildung sind und welche Relevanz sie für die Prüfenden haben. Die grundlegende Idee hinter den Pseudocode-Aufgaben ist es, das algorithmische Denken der Prüflinge zu fördern und zu prüfen. Mein Ziel ist es, dir zu helfen, dich optimal auf solche Prüfungen vorzubereiten.
Ich beginne damit, die Bedeutung von Pseudocode in den IHK-Prüfungen zu erläutern. Pseudocode stellt sicher, dass ein allgemeines Verständnis der Programmierung abgefragt wird, unabhängig von spezifischen Programmiersprachen. Dies ist wichtig, da die Prüfer in der Lage sein müssen, die Lösungen zu verstehen, egal welche Programmiersprache verwendet wird. Ich erkläre die grundlegenden Bausteine des Pseudocodes sowie die Anforderungen an die Korrektur durch die Prüfer.
Im weiteren Verlauf bespreche ich Strategien, um Pseudocode effektiv zu schreiben. Ich gebe dir Empfehlungen, wie du deine Lösungen strukturieren und formulieren kannst, um die maximale Punktzahl zu erzielen. Dabei sind klare Einrückungen und der Verzicht auf komplizierte Syntax entscheidend. Es wird auch geraten, grundlegende Algorithmen zu verwenden und keine spezifischen Features aus einer bestimmten Programmiersprache zu nutzen.
Neben der technischen Ausführung gehe ich auch auf die psychologischen Aspekte der Prüfungsvorbereitung ein. Ich ermutige dich, alte Prüfungen zu bearbeiten und regelmäßig zu üben, um ein Gefühl für die Aufgaben zu bekommen. Feedback von Ausbildern oder KI kann dir helfen, deine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und häufige Fehler zu vermeiden. Ich teile häufige Problemstellungen, die in der Vergangenheit in Prüfungen aufgetreten sind, und zeige, wie du diese vermeiden kannst.
Abschließend lege ich großen Wert auf die Notwendigkeit, ein starkes algorithmisches Verständnis zu entwickeln. Der Fokus sollte nicht darauf liegen, die perfekte Programmiersprache zu beherrschen, sondern darum, Probleme effizient zu lösen und zu verstehen, welche Algorithmen und Logiken hinter den Aufgaben stehen. Ich hoffe, dass diese Episode dich inspiriert und dir hilft, dich optimal auf deine bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten.
Wie schreibt man Pseudocode?
In letzter Zeit habe ich von vielen Prüflingen die Frage gestellt bekommen, ob ich nicht eine Einführung in das Schreiben von Pseudocode geben könnte. Ich frage dann immer direkt zurück, was denn so schwierig an Pseudocode sei. Ich würde für die Programmieraufgaben in der Abschlussprüfung immer Pseudocode verwenden und niemals eine grafische Darstellung wie das Aktivitätsdiagramm. Die Diagramme sind meist deutlich aufwändiger zu erstellen und bei Fehlern sehr schwer zu korrigieren. Mit Pseudocode ist das deutlich einfacher. Dennoch scheinen viele Azubis Probleme mit Pseudocode zu haben.
Standards
Erst durch eine Mail eines Zuhörers habe ich erfahren, dass es sogar Standards für Pseudocode gibt (z.B. Jana, Pascal-Style oder nach Leierson, siehe Pseudocode). Ich habe weder in meiner eigenen Prüfung noch in der Prüfungsvorbereitung mit meinen Azubis das Thema Pseudocode jemals intensiv behandelt. Ich empfehle immer, anstatt sich eine eigene Syntax für den Pseudocode auszudenken, einfach normalen Code in der Prüfung zu schreiben.
Da es für Pseudocode keine allgemeinverbindlichen Vorgaben in der Prüfung gibt, kannst du auch einfach „echten“ Quellcode in irgendeiner Programmiersprache verwenden. Wichtig ist, dass die Prüfenden verstehen, was du erreichen möchtest. Im Zweifel verstehen Prüfende das mit einer echten Programmiersprache sogar besser, als wenn du erzwungenen Pseudocode, den du dir selbst ausgedacht hast, verwendest.
Meine Empfehlung
Um dir die Arbeit etwas zu erleichtern, lass einfach alle geschweiften Klammern weg. Auch sonstige Syntaxelemente wie Semikolons am Ende der Zeile sind überflüssig. Achte darauf, dass dein Programm gut zu verstehen ist und überfrachte den wenigen Platz, den du auf dem Lösungsbogen zur Verfügung hast, nicht mit Textelementen, die zur eigentlichen Logik nichts beitragen.
Fokussiere dich stattdessen darauf, die gestellte Aufgabe zu lösen, also den Algorithmus abzubilden. Niemand interessiert sich in der Prüfung dafür, ob du die Syntax einer Programmiersprache beherrschst. Das ist nur Handwerkszeug. Deine eigentliche Fähigkeit, die du unter Beweis stellen musst, ist das Lösen von Problemen.
Ich bringe meinen Auszubildenden die Programmierung meist erstmal bei, indem sie Aufgaben auf Papier lösen sollen. Wenn du z.B. nicht einmal mit einem Bleistift auf einem Blatt Papier die Quadratwurzel einer Zahl berechnen kannst, wie willst du es dann einem Computer beibringen? Du musst das Problem verstanden haben, und wissen, wie man es lösen kann. Wenn du diesen Algorithmus in deinem Kopf hast, kannst du ihn auch in ein Programm überführen. Die konkrete Syntax, mit der du dies tust, ist dann irrelevant. Und darum geht es in der Prüfung.
Meine ganz einfache Empfehlung ist also: Benutze Java, und lass alle unnötigen Elemente weg. Also Klammern, Semikolons und so weiter. Aber achte auf eine korrekte Einrückung!
Beispiel
Aus diesem echten Java-Programm:
public int berechneAlter(Date datum, Date geburtsdatum)
{
int alter = datum.getYear() - geburtsdatum.getYear();
if (datum.getMonth() < geburtsdatum.getMonth())
{
alter--;
}
else
{
if (datum.getMonth() == geburtsdatum.getMonth())
{
if (datum.getDay() < geburtsdatum.getDay())
{
alter--;
}
}
}
return alter;
}
Wird dieser „Pseudocode“:
int berechneAlter d, g
alter = d.year - g.year
if d.month < g.month
alter--
else
if d.month == g.month
if d.day < g.day
alter--
return alter
Das könnte schon fast als Ruby-Code durchgehen! 😅
Fazit
Da Pseudocode nicht standardisiert ist, kannst du in der Abschlussprüfung irgendeine Programmiersprache verwenden, die dir gut bekannt ist und in der du dich wohlfühlst. Konzentriere dich auf das Lösen des Problems und die nachvollziehbare Beschreibung deiner Problemlösung. Dann werden die Prüfenden dir alle notwendigen Punkte geben.
Pseudocode vs. grafische Darstellung
In so ziemlich allen schriftlichen IHK-Prüfungen der letzten Jahre (vgl. Themen der schriftlichen Prüfungen) gab es mindestens eine „Programmieraufgabe“. Es sollte also ein Algorithmus für ein beliebiges Problem auf dem Papier „programmiert“ werden. Da Programmieren das Tagesgeschäft aller Anwendungsentwickler:innen ist, finde ich diese Aufgaben auch absolut sinnvoll. Allerdings kommen in der Praxis häufig einige Fragen auf, wenn es um die Beantwortung dieser Aufgaben geht.
Spoiler: Beantworte Programmieraufgaben immer mit Pseudocode und nie mit einem Aktivitätsdiagramm (oder früher Struktogramm oder Programmablaufplan).
Programmieraufgaben
Die Programmieraufgaben in der Abschlussprüfung haben meist einen komplexeren Algorithmus zum Inhalt (z.B. eine Prüfzifferberechnung, den Druck einer Kundenliste usw.). Daher sind die Aufgaben zeitintensiv und bringen viele Punkte (meist 25 für einen einzigen Algorithmus). Hin und wieder gibt es auch „kleinere“ Algorithmen (z.B. das rekursive Berechnen einer Quersumme) für weniger Punkte.
Auf das konkrete Thema der Aufgaben kann man sich natürlich nicht im Vorfeld der Prüfung vorbereiten, da die Inhalte (logischerweise) geheim sind. Aber gemein ist den Aufgaben immer, dass man sie entweder mittels Pseudocode oder einem Aktivitätsdiagramm lösen kann. Niemals werden die Aufgaben eine bestimmte Programmiersprache fordern, da es nicht die eine Sprache gibt, die alle Azubis beherrschen. Selbst Java ist nicht überall Standard, da z.B. auch C# oder Pascal an Berufschulen gelehrt wird.
Es muss also prinzipiell jedem Prüfling möglich sein, die Aufgabe zu lösen. Daher werden standardisierte Darstellungsformen wie das Aktivitätsdiagramm vorgegeben. Früher waren es mal Struktogramm (bzw. Nassi-Shneiderman-Diagramm) und Programmablaufplan, für die es sogar DIN-Normen gibt.
Welche Variante man wählt, hat keine Auswirkung auf die Bewertung durch die Prüfenden. Mit jeder Darstellungsform kann man die komplette Punktzahl holen. Warum ist es nun aber sinnvoll, nicht die Diagrammform zu verwenden, sondern Pseudocode zu schreiben? Meiner Meinung nach sprechen drei Punkte gegen die Diagramme.
Diagramme sind sehr zeitaufwändig.
Die Diagramme vernünftig zu zeichnen kostet Zeit. Anstatt ein simples if zu schreiben, muss zusätzlich ein schönes Kästchen drumherum gemalt und auf genügend Platz für die Folgeelemente geachtet werden. Da die Programmieraufgaben ohnehin schon sehr zeitaufwändig sind und die allermeisten Prüflinge eher zu wenig als zu viel Zeit in der Prüfung haben, rate ich daher von aufwändigen Zeichnungen ab.
Diagramme sind nur umständlich nachträglich zu korrigieren.
Viele Prüflinge erstellen unter Zeitdruck nicht beim ersten Versuch die korrekte Lösung. Das ist auch kein Problem, wenn man am Ende der Prüfungszeit noch einmal korrigierend durch die Aufgaben geht. Allerdings lassen sich Diagramme im Nachhinein nur schwierig korrigieren. Einen vergessenen switch-Branch nachträglich ins Diagramm zu fummeln, kann nur nach hinten losgehen. Das Diagramm sieht danach hässlich aus, ist vielleicht nicht mehr verständlich und die Syntax ist ggfs. auch nicht mehr korrekt. Und mit Sternchen die fehlenden Teile im Diagramm zu kennzeichnen und auf der nächsten Seite nachzureichen trägt auch nicht zur Lesbarkeit bei. Das verwirrt die Prüflinge dann meist noch
Ich analysiere die erste AP1-Prüfung nach dem neuen Prüfungskatalog in der einhundertvierundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
In dieser Episode des IT-Berufe-Podcasts analysiere ich die erste AP1-Prüfung nach dem neuen Prüfungskatalog, die am 25.03.2025 stattgefunden hat. Mein Ziel ist es, die Inhalte dieser Prüfung zu diskutieren und wertvolles Feedback für die zukünftigen Prüflinge zu geben. Ich beginne mit einem Überblick über die Reaktionen und Ängste, die in der Vorbereitungszeit zirkuliert sind, und stelle klar, dass viele Bedenken unbegründet waren. Die Prüfung selbst war im Großen und Ganzen machbar und entsprach den Vorgaben des neuen Katalogs, ohne unangekündigte Überraschungen.
Ich gehe im Detail auf die einzelnen Themen und Aufgaben ein. Hierzu zählen unter anderem die Nutzwertanalyse, Rechenaufgaben, Hardware-Zuordnungen und Subnetting. Besonders hervorheben möchte ich die Nutzwertanalyse, die auch in dieser Prüfung wieder zahlreiche Punkte eingebracht hat. Es hat sich gezeigt, dass viele Aufgaben, trotz anfänglicher Unsicherheiten, gut zu bewältigen waren. Ich erläutere, dass diese Aufgaben durch logisches Denken und grundlegendes IT-Wissen gelöst werden konnten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die IT-Sicherheit, die in verschiedenen Aufgabenformaten behandelt wurde. Ich betone die Relevanz der DSGVO in der Datenverarbeitung, insbesondere im Hinblick auf die rechtlichen Vorgaben beim Versand von E-Mails. Auch das Thema KI kam zur Sprache, wobei ich den Prüflingen empfehle, sich mit grundsätzlichen Anwendungsfeldern und ethischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Ich werfe einen Blick auf den Schreibtischtest, wo die Prüflinge einfache Programmiersprachen und Algorithmen durchgehen mussten. Hier war es entscheidend, den Code Zeile für Zeile zu analysieren und die richtige Auswertung vorzunehmen. Diese Aufgaben sind für viele Prüflinge möglicherweise eine Herausforderung, aber mit den richtigen Vorbereitungsmaterialien sind sie machbar.
Zusätzlich gehe ich auf die Relevanz von Protokollen wie IMAP und POP3 ein und kläre die Unterschiede zwischen diesen wichtigen Technologien. Ich erläutere weiter, dass der von der Prüfung geforderte Wissenstand sowohl spezifisches Detailwissen als auch allgemeines Verständnis für IT-Themen erforderte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die AP1 eine faire Prüfung war, die weitestgehend den Erwartungen entsprochen hat. Ich mache den Zuhörern Mut, sich ebenfalls auf die kommenden Prüfungen gut vorzubereiten und die Angebote meiner Website zu nutzen, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die Themen und Inhalte sind aktuell und gewährleisten eine optimale Vorbereitung für die nächsten Prüfungszyklen.
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Nutzwertanalyse in der Projektdokumentation
Subnetting mit IPv4 für Fachinformatiker:innen – IT-Berufe-Podcast bei YouTube
Datenschutz vs. Datensicherheit vs. Datensicherung – IT-Berufe-Podcast #157
Kryptographie – Schutzziele und Verschlüsselung – Anwendungsentwickler-Podcast #131
Kryptographie bzw. Verschlüsselung für IT-Berufe (AP1/AP2) – IT-Berufe-Podcast bei YouTube
Kryptographie – Hashverfahren und elektronische Signatur – Anwendungsentwickler-Podcast #132
Der eigene Webserver (Teil 2: Absicherung von SSH) – Anwendungsentwickler-Podcast #89
Ports und Protokolle (Netzwerkgrundlagen) – Anwendungsentwickler-Podcast #141
Normalisierung – Häufige Fragen im Fachgespräch – Anwendungsentwickler-Podcast #18
Transkription der gesamten Episode
[0:05] Einführung in die AP1 2025
[0:00] Herzlich willkommen zum IT-Berufe-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung in den IT-Berufen. In dieser Episode gibt es einen Rückblick auf die AP1 im Frühjahr 2025 nach neuem Prüfungskatalog. Viel Spaß!
[0:13] Hallo und herzlich willkommen zur 194. Episode des IT-Berufe-Podcasts. Mein Name ist Stefan Macke und heute gibt es mal eine zeitnahe Episode im Gegensatz zu den sonstigen, eigentlich eher zeitlosen Episoden. Letzte Woche ging es ja hier noch um Miete, Leasing und Kauf. Das ist ja fast schon seit 100 Jahren zeitlos. Aber heute mal eine ganz aktuelle Episode, denn genau heute, wenn ich diesen Podcast auch veröffentliche, am 25.03.2025 wurde die erste AP1 nach neuem Prüfungskatalog geschrieben. Und dazu hatte ich ja vor ein paar Wochen schon mal ein paar Episoden, ich glaube zwei, aufgenommen zu AP1 und 2. Und auch meine Website, da gibt es jetzt ja einen neuen Bereich, wo die ganzen letzten Prüfungsthemen drinstehen und so weiter und so fort. Prüfungskatalog neu, meine Themenliste neu und so. Und ich habe ja auch noch in den letzten Wochen einen Prüfungsvorbereitungskurs gemacht mit mehreren Teilnehmenden rund um die AP1. Und da dachte ich mir, okay, das lohnt sich, dass wir vielleicht mal einmal
[1:10] Rückblick auf Prüfungsinhalte
[1:06] in der Rückschau auf diese besondere neue Prüfung draufschauen. Wobei so viel besonders ist sie gar nicht. Ich spoiler das schon mal. Die Themen waren jetzt keine Riesenüberraschung. Und es wurde auch nicht hintenrum doch nur was untergejubelt, was laut Katalog nicht mehr vorkommen durfte oder so. Also das war alles relativ human. Aber wenn natürlich im Vorfeld viele durchgedreht sind. Und oh mein Gott, ich werde die IHK verklagen. Ja, das hört man sonst eigentlich immer nur nach den Prüfungen. Jetzt gab es das auch schon vor den Prüfungen, weil dieser Prüfungskatalog ja verändert wurde und so.
[1:36] Und ja, ist natürlich alles nicht ganz so sinnvoll. Aber wie dem auch sei, es gilt der neue Prüfungskatalog. Und es hat sich auch gezeigt in dieser Prüfung, dass er tatsächlich galt und nicht, wie einige schon meinten. Also ich weiß ja nicht mehr, wo sowas herkommt dann. Aber diese Verschwörungsmythen rund um die Prüfung, das ist echt der Wahnsinn. Ja, ich habe aus internen Quellen gehört, dass die Prüfungen eigentlich schon zwei Jahre vor dem Termin feststehen und deswegen werden ja wahrscheinlich auch noch Themen drankommen, die laut neuem Prüfungskatalog gar nicht drankommen und da wurden irgendwelche Fristen versäumt und in Wirklichkeit sind das ganz andere Themen und kurz zusammengefasst, muss ich das alles noch lernen oder nicht? Und also es gibt da ja wirklich die wildesten Geschichten im Chat, auf den Websites und so weiter. Es ist wirklich verrückt. Also ich würde für die Zukunft, und das ist glaube ich so das Learning aus dieser Prüfung, mal einfach davon ausgehen, wenn auf einer offiziellen Website, nämlich namentlich dem IAKAKA steht, die nächste Prüfung ist nach diesem Prüfungskatalog zu schreiben.
[2:31] Dann darf man davon ausgehen, dass das auch stimmt. Ja, das heißt, anstatt sich stundenlang im Internet wütend zu reden oder zu schreiben, ob das denn alles überhaupt sein kann, einfach mal die Fakten akzeptieren und sich auf die Prüfung vorbereiten und fertig. Und ehrlich gesagt, ich glaube, das ist meine persönliche Vermutung. Ich kann natürlich nicht für alle Prüflinge sprechen, die die Prüfung geschrieben haben, aber wenn man sich die Prüfung im Detail anguckt… Könnte ich mir vorstellen, dass die meisten Prüflinge eher erleichtert waren und da jetzt nicht solche Hardcore-Hammer-Themen drin waren, dass alle sagen, oh mein Gott, es war die schwerste Prüfung ever. Im Gegenteil, ich habe jetzt schon von einigen Seiten gehört, dass es sogar fast mit eine der leichtesten Prüfungen der letzten Jahre war. Aber die Einschätzung ist immer subjektiv, da will ich auch gar nichts zu sagen. Vor allem, wenn man die Prüfung selber schreibt, da kann man immer schlau schnacken. Alle fanden die einfach, ja, aber ich saß da und musste die schreiben und für mich war es halt trotzdem schwierig so.
[3:19] Also von daher, solche subjektiven Sachen, da kann ich wenig zu sagen. Aber ich aus Prüfersicht würde auch die Aufgaben so einschätzen,
[3:29] Feedback zur Prüfungsstruktur
[3:26] dass sie alle machbar waren. Sie waren alle vom Prüfungskatalog abgedeckt. Übrigens auch vom alten Prüfungskatalog. Also es sind jetzt keine neuen Themen drin gewesen, die nicht schon seit Jahren hätten abgefragt werden können. Das mal kurz vorweg.
[3:37] Genau, aber es ist zumindest nicht so passiert, dass Sachen, die offiziell gestrichen wurden, sogar in der Einleitung des Prüfungskatalogs, zum Beispiel SQL und RAID, ist halt jetzt einfach in die API 2 verschoben worden. Und dazu kam auch nichts mehr dran. Dafür wurde halt sowas wie KI durchaus mit mehreren Punkten auch abgefragt. Ich glaube, es waren drei oder vier Teilaufgaben, insgesamt zwölf Punkte. Durchaus ein großer Anteil an so einer Prüfung. Allerdings noch getoppt vom Schreibtischtest. Ich glaube, den hatten jetzt nicht so viele so auf dem Zettel, vor allem, dass es dafür so viele Punkte gab, nämlich 14 Punkte. Es waren zwei Teilaufgaben. Ich glaube, wenn ich es richtig überblickt habe, war das der Themenbereich, der am meisten Punkte diese Prüfung gab. 14 Punkte Schreibtischtest. Wobei, Schreibtischtest war ja auch immer so das große Unbekannte. Oh mein Gott, was kommt da dran? Letztlich ist es genauso gekommen, wie ich es auch schon immer vermutet habe. Und ich glaube auch an mehreren Stellen im Kurs zumindest auch immer gesagt habe, Es gibt ein Stückchen Code, spielt den mit Eingaben durch und schreibt auf, was rauskommt. Und genau so war es auch. Also dafür muss man jetzt nicht großartig programmieren können. Und wenn man sich den Code anguckt, da ist gut, es sind ein paar verschachtelte If-Statements gewesen im zweiten Code. Aber das ist jetzt nicht so super schwierig, dass man den Algorithmus erstmal eine halbe Stunde verstehen muss. Also naja, nun, ich greife etwas vorweg.
[4:42] Warum mache ich das heute hier? Also ich möchte einfach so ein bisschen allgemeines Feedback nochmal zur Prüfung geben. Und es war ein einziges Thema dabei, was ich noch nicht auf meiner Themenliste explizit stehen habe und was ich auch nach Suche im Prüfungskatalog so nicht explizit gefunden habe. Und ich glaube, dafür gab es aber nur zwei P
Über den Unterschied zwischen Kauf, Miete und Leasing zur Finanzierung in Unternehmen geht es in der einhundertdreiundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Miete, Leasing oder Kauf – Welche Finanzierung passt zum Unternehmen?
Wenn Unternehmen teure Güter anschaffen müssen, stellt sich die Frage, wie diese finanziert werden sollen. Für die AP1 der IT-Berufe sind hier insbesondere die Unterschiede zwischen Kauf, Miete und Leasing interessant.
In dieser Episode des IT-Berufe-Podcasts beleuchte ich die Unterschiede zwischen Kauf, Miete und Leasing, und warum dieses Thema auch für die IT-Abschlussprüfung von Bedeutung ist. Als kaufmännischer Teil der IT-Ausbildung ist es unerlässlich, die verschiedenen Finanzierungsoptionen zu verstehen, besonders wenn es um größere Investitionen wie Fahrzeuge, Maschinen oder Server geht.
Zunächst analysiere ich die Kaufoption. Der Kauf eines Vermögenswertes bietet den Vorteil, dass dieser nach der Zahlung des Kaufpreises vollständig in den Besitz des Unternehmens übergeht. Hier bespreche ich die Vor- und Nachteile, beginnend mit der hohen Anfangsinvestition, die oft notwendig ist. Ich erkläre, wie Kredite funktionieren, einschließlich der verschiedenen Zinsarten und Rückzahlungspläne, die in der Regel über mehrere Jahre laufen. Diese Art der Finanzierung bringt die Verpflichtung mit sich, sich um das gekaufte Gut zu kümmern, was Instandhaltungskosten mit sich bringt. Ich gehe auch auf die Themen Steuerabschreibung und Wertverluste ein, die beim Besitz eines Vermögenswertes zu berücksichtigen sind.
Anschließend wende ich mich dem Thema Miete zu. Hier zeige ich auf, wie Miete mehr Flexibilität bietet, da Unternehmen in der Lage sind, kurzfristig auf Bedürfnisse zu reagieren, ohne große Anfangsinvestitionen zu tätigen. Bei der Mietung eines Fahrzeugs beispielsweise entfällt die Verantwortung für Wartung und Versicherung, was für Start-ups oder junge Unternehmen eine kostengünstige Lösung darstellen kann. Allerdings erödemie ich auch, dass die Miete langfristig die teuerste Option sein kann, da regelmäßige Zahlungen anfallen, ohne dass ein Eigentum entsteht.
Schließlich bespreche ich das Leasing, das eine besondere Form der Miete darstellt. Leasingverträge ermöglichen es Unternehmen, teure Investitionen über längere Zeiträume zu finanzieren, oft zu geringeren monatlichen Raten als bei Mietverträgen. Ich erläutere die typischen Laufzeiten und die Vorkaufsoptionen, die dem Leasingnehmer die Möglichkeit geben, das geleaste Objekt nach Ablauf des Vertrages zu kaufen. Zugleich beleuchte ich die Nachteile des Leasings, insbesondere die langfristige Bindung und die Tatsache, dass Leasing insgesamt teurer ist als ein Kauf, wenn das Asset über längere Zeiträume genutzt wird.
Abschließend fasse ich die verschiedenen Aspekte zusammen, um den Zuhörern ein klares Bild davon zu geben, unter welchen Umständen welche Finanzierungsform sinnvoll ist. Besonders die Prüfungsvorbereitung wird durch konkretes Beispiel-Rechnen und das Verständnis der Kriterien erleichtert, die bei der Entscheidung zwischen diesen Optionen zu beachten sind.
Kauf
Definition: Einmalige Investition für Eigentum an einem Produkt oder einer Dienstleistung.
Vorteile:
Langfristig günstiger als Miete oder Leasing
Volle Kontrolle und keine Vertragsbindung
Abschreibungen und steuerliche Vorteile möglich
Keine Einschränkungen bei Nutzung oder Anpassungen
Nachteile:
Hohe Anfangsinvestition nötig
Risiko von Wertverlust und Veralterung (besonders bei IT-Hardware)
Wartung und Reparaturen gehen zulasten des Käufers
Praxisbeispiel: Kauf von Firmenlaptops oder Produktionsmaschinen
Miete
Definition: Kurzfristige Nutzung gegen regelmäßige Zahlungen ohne Eigentumserwerb.
Vorteile:
Hohe Flexibilität (monatlich kündbar, kurze Laufzeiten)
Keine hohen Anfangsinvestitionen
Wartung und Service oft inklusive
Gut für kurzfristige oder projektbezogene Einsätze
Nachteile:
Langfristig oft teurer als Kauf oder Leasing
Kein Eigentum – Unternehmen hat keine Abschreibungsmöglichkeiten
Eingeschränkte Individualisierungsmöglichkeiten
Praxisbeispiel: IT-Ausrüstung für temporäre Projekte
Leasing
Definition: Langfristige Miete mit festgelegten Raten, oft mit Kaufoption am Ende.
Vorteile:
Geringe Anfangsinvestition
Planbare Kosten über einen längeren Zeitraum
Bilanzneutral (je nach Leasingart)
Aktuelle Technik ohne hohe Einmalzahlung nutzbar
Nachteile:
Vertragliche Bindung über Jahre
Gesamtkosten oft höher als Direktkauf
Eventuelle Restwertrisiken oder Zusatzkosten bei Rückgabe
Praxisbeispiel:: Leasing von Servern oder Firmenfahrzeugen
Vergleich und Entscheidungshilfe
Wann lohnt sich welche Finanzierungsform? Entscheidungskriterien: Budget, Nutzungsdauer, Flexibilität, steuerliche Aspekte
Beispielrechnung: Firmenwagen – Kauf, Miete oder Leasing?
Annahmen für den Vergleich:
Fahrzeug: Mittelklasse-Firmenwagen
Kaufpreis: 40.000 €
Jährliche Fahrleistung: 30.000 km
Wartung & Versicherung: 150 €/Monat (bei Kauf oder Leasing, in Miete oft enthalten)
Finanzierungskosten: 3% p.a. (bei Kauf auf Kredit)
Restwert nach 3 Jahren: 50% des Kaufpreises = 20.000 €
Kauf (mit 3% Kreditfinanzierung)
Kreditbetrag: 40.000 €, Laufzeit 3 Jahre, 3% Zinsen
Monatliche Rate (Annuitätendarlehen): 1.160 €
Gesamtkosten für Kredit: 1.160 € × 36 Monate = 41.760 €
Wartung & Versicherung über 3 Jahre: 150 € × 36 Monate = 5.400 €
Wiederverkaufswert nach 3 Jahren: -20.000 €
Gesamtkosten: 41.760 € + 5.400 € – 20.000 € = 27.160 €
✅ Vorteile: Langfristig günstiger, Eigenkapitalbildung
❌ Nachteile: Hohe Anfangsinvestition, Wertverlustrisiko
Miete (Auto-Abo)
Monatliche Rate: 1.200 € (inkl. Wartung, Versicherung, Steuer)
Gesamtkosten über 3 Jahre: 1.200 € × 36 Monate = 43.200 €
✅ Vorteile: Keine langfristige Bindung, alle Kosten enthalten
❌ Nachteile: Sehr teuer auf lange Sicht, kein Eigentum
Leasing
Monatliche Leasingrate: 500 €
Wartung & Versicherung: 150 €
Gesamtkosten über 3 Jahre: (500 € + 150 €) × 36 Monate = 23.400 €
Falls Kauf am Ende möglich: Restwertzahlung 20.000 €
Kosten ohne Kauf: 23.400 €
Kosten mit Kauf: 43.400 €
✅ Vorteile: Niedrige monatliche Kosten, steuerliche Vorteile
❌ Nachteile: Langfristige Verpflichtung, evtl. Mehrkosten bei Rückgabe
Vergleich der Gesamtkosten über 3 Jahre
Kauf (Kreditfinanziert): 47.160 €
Miete (Auto-Abo): 43.200 €
Leasing (ohne Kauf): 23.400 €
Leasing (mit Kauf): 43.400 €
Kauf ist auf lange Sicht günstiger als Leasing mit Kaufoption, aber erfordert höhere Anfangsinvestitionen. Falls das Auto länger als 3 Jahre genutzt wird, wird Kauf noch attraktiver, da nach Kreditablösung keine monatlichen Raten mehr anfallen.
Miete ist am teuersten, lohnt sich aber für maximale Flexibilität.
Leasing ist am günstigsten, wenn das Auto nach 3 Jahren zurückgegeben wird.
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[0:00] Herzlich willkommen zum IT-Berufe-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung in den IT-Berufen. In dieser Episode geht es um den Unterschied zwischen Kauf, Miete und Leasing. Viel Spaß!
[0:12] Hallo und herzlich willkommen zur 193. Episode des IT-Berufe-Podcasts.
[0:18] Mein Name ist Stefan Macke und heute geht es mal um ein ganz, ganz spannendes Thema, was allerdings wenig mit IT zu tun hat, aber was oft in der IT-Abschlussprüfung abgefragt wird. Und zwar den Unterschied zwischen Kauf, Miete und Leasing. Was hat das mit IT zu tun, fragt man sich, wenn man dieses Thema hört. Aber wie wir alle wissen, sind die IT-Berufe kaufmännische Berufe. Und deswegen müssen wir auch ein bisschen Rechnungswesen und so ein Zeug lernen. Und dazu gehört zum Beispiel auch die Frage, wenn ich was für mein Unternehmen anschaffen möchte, zum Beispiel ein Auto, eine Maschine oder auch Server, die sind ja auch nicht gerade günstig heutzutage.
[0:55] Was ist denn da am sinnvollsten? Soll ich das Ding kaufen? Soll ich da für einen Kredit aufnehmen? Miete ich mir die vielleicht oder lease die? Und was da so die Unterschiede sind zwischen diesen drei Arten der Finanzierung für Investitionen, wie zum Beispiel Serveranschaffung und so weiter. Das wollen wir uns heute mal anschauen oder anhören, besser gesagt. Und die Frage ist, wie bin ich jetzt auf dieses Thema gekommen? Ich habe ja in meiner letzten Episode die ganzen bisherigen Themen der AP1 und 2 für AnwendungsentwicklerInnen auseinandergenommen. Und da ist mir mit Erstaunen aufgefallen, dass tatsächlich auf Platz 6 Auf Platz 5 der Themen, die bisher die meisten Punkte brachten in den AP1en, steht tatsächlich Leasing. Und das ist dann oft sowas wie, vergleichen Sie Leasing mit Miete oder Kauf, was sind die Vor- und Nachteile, aber teilweise auch wirklich komplett ausgerechnet, das und das ist die Leasingrate, was kostet das nach x Jahren und so weiter und so fort. Also da kann man ganz viel mit verbinden. Sowohl schöne kleine Rechenaufgaben als auch so ein bisschen Wissensfragen.
[1:53] Was ist der Unterschied? Was heißt überhaupt Wiesing und so weiter? Und ja, das ist, da hätte ich jetzt nicht gedacht, dass es zu diesem Thema so viele Fragen schon gab. Deswegen ist es Zeit, das jetzt vielleicht mal aufzunehmen, weil wir wollen ja auch ein bisschen die Prüfungsvorbereitung natürlich machen. Und außerdem sind solche Fragen natürlich nicht nur für die Prüfung interessant, sondern auch für den Rest des Lebens. Wenn man vielleicht mal irgendwas anschaffen will, auch als Privatperson, ist es ja vielleicht ganz interessant, die Unterschiede zu kennen oder zumindest dann, worauf man achten kann oder soll, wenn man sich entscheidet, wie man es machen will.
[2:19] Ja, und so würde ich das heute einfach mal aufbauen. Wir gucken uns die drei Sachen an und ich würde anfangen mit dem Kauf. Dann gehen wir zur Miete und dann kommen wir zum Leasing. In der Reihenfolge würde ich mal durchgehen. Den jeweiligen Vor- und Nachteilen und was am Ende dann so die Kriterien sind, um zu entscheiden, was man am besten machen kann. Aber fangen wir mal ganz vorne an. Alle d
Ich analysiere die schriftlichen IHK-Prüfungen AP1 und AP2 für Anwendungsentwicklung und präsentiere eine umfassende Übersicht der Prüfungsinhalte seit 2020 in der einhundertzweiundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
In dieser Episode des IT-Berufe-Podcasts fokussiere ich mich auf die schriftlichen IHK-Prüfungen AP1 und AP2 für Anwendungsentwicklung und präsentiere eine umfassende Analyse der bisherigen Prüfungsinhalte. Dabei habe ich alle Prüfungen seit 2020 durchgeschaut und alle Themen sowie die vergebenen Punkte systematisch erfasst. Diese Informationen sind jetzt in einer übersichtlichen Datenbank zusammengeführt, die dir bei der gezielten Prüfungsvorbereitung helfen kann.
Ich beginne mit der Vorstellung der allgemeinen Prüfungsinhalte von AP1, die für alle IT-Berufe identisch sind. Durch die Clusterung der Themen nach Häufigkeit und Punktvergabe ermögliche ich einen Überblick darüber, welche Themen in der Vergangenheit am häufigsten abgefragt wurden und welche besonders wertvoll für deine Vorbereitung sind. Hierbei stelle ich fest, dass Themen wie Hardware und Wirtschaftlichkeit konstant präsent waren, sodass eine gezielte Vorbereitung in diesen Bereichen besonders empfehlenswert ist.
Im Anschluss gehe ich speziell auf die AP2-Prüfungen für Anwendungsentwickler:innen ein. Durch die detaillierte Auswertung aller Aufgaben aus den Prüfungen hat sich herausgestellt, dass Pseudocode mit Abstand die meisten Punkte einbringt. Diese Erkenntnis ist besonders wertvoll für alle Prüflinge, die häufig Schwierigkeiten in diesem Bereich haben. Des Weiteren betrachte ich die Themen Datenbanken und Algorithmen, die ebenfalls häufig abgefragt werden, und gebe Tipps, wie man sich strukturiert auf diese Inhalte vorbereiten kann.
Zusätzlich biete ich den Zuhörer:innen die Möglichkeit, die aufbereiteten Statistiken direkt auf meiner Website einzusehen. Dort sind nicht nur die häufigsten Themen gelistet, sondern auch spezifische Aufgaben, die als besonders punkteträchtig identifiziert wurden. Ich ermutige alle Zuhörer:innen dazu, sich intensiv mit diesen Materialien auseinanderzusetzen und ihre Prüfungsstrategien entsprechend anzupassen.
Gemeinsam erarbeiten wir Ansätze, wie man das Lernen optimieren kann, um mit den erlangten Erkenntnissen in die prüfungsrelevanten Themen gezielt einzutauchen. Ich teile auch persönliche Empfehlungen zu Literaturempfehlungen und Vorbereitungsstrategien, die sich in der Praxis bewährt haben. Mein Ziel ist es, dir nicht nur die notwendigen Informationen an die Hand zu geben, sondern auch eine strukturierte Herangehensweise an die Prüfungsvorbereitung zu vermitteln.
Die Episode ist also nicht nur eine Auflistung von Themen, sondern bietet eine tiefere Einsicht in die Prüfungsdynamik der IHK und geht auf die richtige strategische Vorbereitung ein. Sei es als Auszubildender oder als Ausbilder, die gewonnenen Daten sind ein wertvolles Werkzeug zur Verbesserung der Prüflingsleistung. Damit möchte ich dich motivieren, deine Vorbereitung aktiv mit diesen Daten zu unterstützen, um deine Erfolgschancen signifikant zu erhöhen.
Literaturempfehlungen
Ich habe meine Literaturempfehlungen extra für diese Episode komplett aktualisiert: Literaturempfehlungen für die IT-Berufe.
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Themen der schriftlichen IHK-Prüfungen der IT-Berufe
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Transkript der gesamten Episode
[0:07] Einleitung zur Prüfungsvorbereitung
[0:02] Hallo und herzlich Willkommen zur 192. Episode des IT-Berufe-Podcasts. In dieser Episode geht es um die Themen der bisherigen schriftlichen IHK-Prüfung AP1 und AP2 für Anwendungsentwicklung. Viel Spaß!
[0:19] Statistiken zu IHK-Prüfungen
[0:20] Hallo und herzlich Willkommen zur 192. Episode des IT-Berufe-Podcasts. Mein Name ist Stefan Macke und heute habe ich mal eine Kleinigkeit für dich mitgebracht als Serviceleistung von mir. Und zwar habe ich die bisherigen Abschlussprüfungen, die schriftlichen Abschlussprüfungen der IT-Berufe, nämlich die AP1, die ja für alle IT-Berufe gleich ist, und die AP2 für Anwendungsentwicklung, weil das ja nun mal einfach mein Kerngebiet ist, komplett durchgeschaut von vorn bis hinten. Und ich habe mir jede Aufgabe einzeln angeguckt und mir dazu notiert, wie das Themengebiet ist, also zum Beispiel, weiß ich nicht, RAID, Softwareentwicklung, wie auch immer. Und mir dann noch dazu notiert, wie viele Punkte die Aufgabe gab. Und das Ganze habe ich dann in eine große Datenbank eingetragen und jetzt ein paar Statistiken darauf ausgeführt. Und diese Statistiken können dir vielleicht bei der Prüfungsverbreitung ein bisschen helfen. Und ja, das möchte ich heute einfach mal in der Episode kurz vorstellen. Und am besten kannst du dir das Ganze selber angucken auf der Website, itberufepodcast.de slash 192. Da findest du die Shownotes zur heutigen 192. Episode. Und da ist natürlich auch diese Themenliste verlinkt. Und da kannst du einfach mal selber reingucken. Ansonsten würde ich jetzt einfach mal anfangen und meine ersten Erkenntnisse der ersten paar Prüfungen hier vorstellen.
[1:32] Also, ich habe alle bisherigen Prüfungen durchgeschaut seit 2020. Da wurden die IT-Berufe ja neu geordnet. Gab es eine neue Prüfungsordnung mit AP1 und AP2. Und ja, jetzt ist natürlich immer die spannende Frage, wenn ich mich auf eine Prüfung vorbereite, was soll ich denn lernen? Gerade für die AP1, für alle IT-Berufe, die Themen sind ja sehr, sehr breit gestreut. Und ich habe mir jetzt einfach mal die Mühe gemacht, alle einmal durchzugucken, alle Prüfungen. Und die so ein bisschen zu klastern, nach Themengebieten, aber auch nach konkreten Themen. Und vor allem habe ich dann halt eben auch die Punkte dazu notiert, sodass ich jetzt am Ende so etwas sagen kann wie, Thema X hat bislang in den Prüfungen die meisten Punkte erbracht. Und wenn du jetzt wenig Zeit hast, dich auf die Prüfung vorzubereiten, dann kannst du vielleicht mit den Themen anfangen, die bisher die meisten Punkte brachen. Könnte eine Strategie sein. Ich sage nicht, dass das die einzig sinnvolle Strategie ist oder überhaupt eine sinnvolle Strategie, denn wie es auch am Finanzmarkt ist, nur weil es in der Vergangenheit passiert ist oder in sich entwickelt hat, heißt das nicht, dass es auch in der Zukunft kommt. Also könnte natürlich jetzt sein, dass in den nächsten Prüfungen die bisher häufigsten Themen gar nicht wieder abgefragt werden. Ich kann es mir fast nicht vorstellen, denn so ein bisschen gesunder Menschenverstand, wenn man auf die Themen guckt, dann merkt man, das sind eigentlich die Kernthemen für die jeweiligen Prüfungen. Also ich könnte mir vorstellen, dass das auch in der Zukunft passiert, aber ich habe natürlich keinen Einfluss darauf. Ich weiß nicht, was in den zukünftigen Prüfungen passiert.
[2:48] Aber ja, die Tendenz ist auf jeden Fall da und eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, glaube ich. Und dann gucken wir doch einfach mal rein, was ich da jetzt gemacht habe. Also die Liste, von der ich jetzt hier spreche oder die Liste 10, findest du bei mir auf der Website. Wenn du nicht mehr in die Shownotes gehst, kannst du hier oben aufs Menü gehen. Da gibt es beliebte Seiten bei mir auf der Seite.
[3:10] Literaturempfehlungen für die Prüfung
[3:07] Und dann gibt es da den Unterpunkt Themen der schriftlichen IHK-Prüfung. Und wenn du das anklickst, dann findest du meine Liste, wo ich unter anderem als allererstes nochmal auch ein bisschen Literaturempfehlungen zusammengestellt habe. Das habe ich extra in Vorbereitung für diese Seite auch gemacht. Denn ich werde immer ganz oft gefragt, ja, jetzt sind da tausend Themen auf der Seite, aber wie lerne ich die denn?
[3:26] Und ja, ich habe einfach mal alles zusammengestellt, was ich so an Büchern hauptsächlich meinen eigenen Azubis empfehle, die die auch immer selber bekommen und mir teilweise sogar zusammen lesen oder auch in der Schule durcharbeiten. Und verschiedene andere Sachen. Ganz oben auf der Liste steht selbstverständlich alte Prüfungen. Ich hoffe, das ist inzwischen angekommen, dass man am besten für die Prüfung lernt, indem man alte Prüfungen durchgeht, um auch so ein bisschen für die Fragestellung sich vorzubereiten. Und was die IHK, sage ich selber schon hier, natürlich der IHK-Erstellungsausschuss, da eigentlich von einem hören will. Aber das nur am Rande, das findest du halt auch ganz oben, wenn du dir das anschauen willst. Und dann kommen wir zum eigentlichen Inhalt. Ich hatte bislang auf der Seite schon tatsächlich früher mal händisch aus den sehr, sehr alten Prüfungen. 2010, 2011 etc. Habe ich das Ganze schon mal gemacht und so die Punkte rausgeschrieben. Auch für meine eigene Ausbildertätigkeit. Ich muss ja auch so ein bisschen wissen, was kam in welcher Prüfung dran. Oder als simples Beispiel, ich mache gerade mit meinen Azubis das Thema RAID. Jetzt hätte ich gerne eine echte Prüfungsaufgabe zum Thema RAID. Dann wäre halt cool, wenn ich irgendwo suchen kann und nicht in, weiß ich nicht, ganz vielen Blättern durchblättern muss, weil ich in irgendeiner Prüfung da meine Aufgabe gesehen habe und ich suche mir da einen Wolf quasi. Das heißt, das ist für mich eigentlich gewesen, diese Liste zu erstellen. Ich habe dann aber auch irgendwann aufgehört, 2018, das ist auch schon ein paar Jährchen her, ja. Und jetzt habe ich das Ganze mal auf die neuen Prüfungen angepasst. Und habe es dann jetzt halt mit einer Datenbank im Hintergrund gemacht. Das hat jetzt den Vorteil, wenn eine neue Prüfung kommt, dann kann ich die einmal erfassen, packe die in die Datenbank und diese Statistik auf der Seite ist automatisch aktuell. Es wird also wirklich aus einer Datenbank gespeist hier.
[4:56] Und ja, wenn man auf die Seite geht, dann sieht man ein paar Statistiken. Ich habe das säuberlich getrennt. Einmal nach Teil 1 der Abschlussprüfung, AP1, weil der für alle IT-Berufe ja gleich ist. und dann den AP2-Teil, in meinem Fall halt nur für Anwendungsentwicklung, weil ich halt nur Anwend
Um die Änderungen im Prüfungskatalog für die AP2 als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung ab 2025 geht es in der einhunderteinundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Zur AP2 (Gestreckte Abschlussprüfung Teil 2) als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung im Sommer 2025 gilt ein neuer Prüfungskatalog. Ich habe die Unterschiede zusammengestellt.
Zusammenfassung
Die folgenden Punkte fassen die zentralen Änderungen (aus meiner Sicht) zusammen.
Zusätzliche bzw. genauer spezifizierte Inhalte
Anomalien/Redundanzen in Datenbanken erkennen
SQL (detailliertes Beiblatt)
Last-/Performancetests
potentielle Angriffe wie Man-in-the-Middle, SQL-Injection, DDoS-Attacke
Kerberos
ODBC
Monitoring von Systemen
Programm- und Konfigurationsdokumentation
NAS und SAN
Softwarequalitätsmerkmale
Cyber-physische Systeme
Test Driven Development (TDD)
Scrum
Architektur-Pattern
Kapselung in der Objektorientierung
Sortierverfahren wie Bubble/Selection/Insertion Sort
Gestrichene Inhalte
„Trends“ wie Smart Grid, IoT, Industrie 4.0, KI, Blockchain, Big Data, Augmented Reality
Struktogramm (Nassi-Shneiderman) und Programmablaufplan (PAP)
Load Balancing
Data Warehouse
Programmierparadigmen
Detaillierter Vergleich der bisherigen und neuen Inhalte des Prüfungskatalogs für die AP2 als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
In der folgenden Tabelle habe ich alle Unterschiede zwischen altem (ab 2020) und neuem (ab 2025) Prüfungskatalog für die AP2 als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung gegenübergestellt.
Rote Punkte habe ich im neuen Prüfungskatalog nicht wiedergefunden. Sie werden daher in den neuen Prüfungen so nicht mehr erwartet.
Grüne Punkte habe ich im alten Prüfungskatalog nicht wiedergefunden. Sie werden daher in den neuen Prüfungen zusätzlich erwartet.
Wenn sich lediglich Formulierungen oder Aufteilungen geändert haben, aber die Punkte inhaltlich gleich geblieben sind, stehen sie gar nicht in der Tabelle.
Wenn Punkte an andere Stellen im Prüfungskatalog verschoben wurden, habe ich das in den Spalten Alter Unterpunkt und Neuer Unterpunkt gekennzeichnet.
Meine persönliche (!) Bewertung (hin und wieder leicht ironisch) der Änderungen stehen in der Spalte Kommentar.
Ein „x“ in Spalte wichtig deutet auf eine zentrale Änderung hin, die sich meiner Meinung nach merklich auf die Prüfungsvorbereitung der Azubis auswirkt.
Die Punkte haben Präfixe, weil sie sich sonst doppeln. FÜ steht für Fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten und BP für Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung.
Unterpunkt
Alter Inhalt
Neuer Inhalt
Alter Unterpunkt
Neuer Unterpunkt
Kommentar
wichtig
FÜ-01.02
BGB/HGB
Chancen und Risiken der technischen Entwicklungen kennen und identifizieren können
FÜ-02.01
die „Trends“ von gestern sind der Normalzustand heute
Ausfallsicherheit, bspw. redundante Systeme, selbstkonfigurierende Systeme
FÜ-02.01
Lebenslanges Lernen
FÜ-02.01
wie soll man das auch abfragen!?
Teilhabe, soziale Stabilität
FÜ-02.01
wird hoffentlich in WiSo abgedeckt
Veränderungen von Einsatzfeldern kennen und beurteilen können
FÜ-02.02
Geräteklassen
FÜ-02.02
schon in AP1
Vernetzung, Integration und Modularisierung, Zentralisierung/Dezentralisierung, Embedded Systems
FÜ-02.02
Smart Grid
FÜ-02.02
IoT, Industrie 4.0
FÜ-02.02
eher was für den FIDV
Kl, autonome Systeme
FÜ-02.02
das ist ja jetzt auch schon in AP1 drin
Big Data
FÜ-02.02
das fände ich schon noch wichtig für FIAE
Cloud
On Premises, Cloud …
FÜ-02.02
BP-02.04
Block Chain, Smart Contracts
FÜ-02.02
das war wirklich nur ein Hype
Augmented Reality
FÜ-02.02
eher was für den neuen Beruf „Gestalter/-in für immersive Medien“
FÜ-02.01
Komponententest, Funktionstest, Integrationstest
Komponententest, Integrationstest, Systemtest
FÜ-03.01
FÜ-02.01
FÜ-02.02
Abbildung der Kontrollstrukturen mittels Struktogramm, PAP oder Pseudocode als didaktisches Hilfsmittel
Abbildung der Kontrollstrukturen mittels Aktivitätsdiagramm oder Pseudocode als didaktisches Hilfsmittel
FÜ-03.02
FÜ-02.02
goodbye Struktogramm und PAP
x
FÜ-02.03
Anomalien/Redundanzen erkennen
kann gefühlt in jedem Fachgespräch dran
x
FÜ-02.03
Tabellenstruktur (CREATE TABLE, ALTER TABLE), Index (CREATE INDEX), Manipulation (INSERT, UPDATE, DELETE), Projektion (SELECT FROM) Selektion (SELECT FROM …WHERE) und (SELECT … (SELECT …)), Sortieren (ORDER BY), Gruppieren (GROUP BY, HAVING)
SQL (siehe Anhang des Prüfungskatalogs): Tabellenstruktur Index Manipulation, Projektion, Selektion, Sortieren, Gruppieren
FÜ-03.03
also gut die Inhalte des Beiblatts lernen
x
FÜ-03.01
Software-Test, dynamische und statische Testverfahren (z. B. Black Box, White Box, Review, Extremwertetest, Testdaten)
Software-Test, dynamische und statische Testverfahren (z. B. Black Box, White Box, Review, Extremwertetest, Testdaten, Last- und Performancetest)
FÜ-04.01
FÜ-03.01
Netzwerkanalyse, Bandbreite, Reaktionszeiten
FÜ-04.01
FÜ-03.02
Hardwaretest, z. B. Wareneingangskontrolle, mangelhafte Lieferung, Warenausgangskontrolle, Abnahmeprotokoll
Abnahmeprotokoll
FÜ-04.02
FÜ-04.04
Technisch Organisatorische Maßnahmen (TOM)
FÜ-04.04
Bedrohungsszenarien, z. B. Man-in-the-Middle, SQL-Injection, DDoS-Attack
die wichtigsten Angriffe sollte jede:r FIAE kennen
x
BP-01.02
Switch; Bridge; Router
BP-01.03
Verschlüsselung (preshared key, RADIUS …)
Zugriffskontrolle im Netzwerk (RADIUS, Kerberos …)
x
BP-01.03.
Drahtlos: PAN/WLAN
Drahtlos: PAN/WLAN/Mesh
BP-01.03
Netzwerkplan
Netzwerkplan
BP-01.04
BP-01.03
Netzwerktopologie (FI DV/SI)
Netzwerktopologie (FI DV/FI SI)
BP-01.04
BP-01.04
Dateifreigaben, z. B, SMB/CIFS
BP-01.04
Datenabruf, z. B. HTTP, ODBC
x
BP-01.07
Netzwerkrelevante Dienste administrieren können
Netzwerkrelevante Dienste beschreiben können
das ist für FIAE auch ausreichend
BP-01.08
Anwendungsdienste sicherstellen können
Anforderungen an Verfügbarkeit von Anwendungsdiensten beurteilen können
BP-01.11
Festlegen der Monitoringdaten
BP-01.11
Festlegen von Schwellwerten
BP-01.11
Load Balancing
BP-01.12
Incident Management (Ticketsystem)
Incident Management (Ticketsystem)
BP-01.11
BP-01.12
Eskalationsstufen
BP-01.13
Programm- und Konfigurationsdokumentation
wurde vorher tatsächlich nicht genannt
x
BP-01.13
Checklisten
BP-02.02
Elementarrisiken, z. B. Feuer, Hochwasser
BP-02.03
Verschlüsselung (TPM)
Verschlüsselung, z. B. Bitlocker
BP-02.0
Um die Änderungen im Prüfungskatalog für die AP1 der IT-Berufe ab 2025 geht es in der einhundertneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Zur AP1 (Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1) der IT-Berufe im Frühjahr 2025 gilt ein neuer Prüfungskatalog. Ich habe die Unterschiede zusammengestellt.
Zusammenfassung
Die folgenden Punkte fassen die zentralen Änderungen (aus meiner Sicht) zusammen.
Zusätzliche bzw. genauer spezifizierte Inhalte
Projekte
Projektmerkmale
SMART-Prinzip
Wirtschaftlichkeit
Wasserfallmodell und Scrum
Künstliche Intelligenz (KI)
Software
Softwareprodukte wie ERP, SCM, CRM
Social Media
Barrierefreiheit auf Websites
Netzwerkadministration
Einbindung eines PCs in eine Domäne
IPv4 und IPv6
HDD vs. SSD
Übertragungsraten, -zeiten und Datenmengen berechnen
UML-Aktivitätsdiagramm
Fehler in Code finden und Schreibtischtest durchführen
IT-Sicherheit
Schutzziele (Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität)
Hashverfahren
Zweifaktorauthentifizierung (2FA)
Härtung von Betriebssystemen
Datenschutz
Betroffenenrechte nach DSGVO
Anonymisierung und Pseudonymisierung
Gestrichene Inhalte
Projekte
Weitere Vorgehensmodelle außer Wasserfall und Scrum
SWOT-Analyse (Stärken/Schwächen)
Hardware
SAN
RAID
LTE und 5G
Programmierung
Vererbung in der Objektorientierung
Struktogramm (Nassi-Shneiderman) und Programmablaufplan
Softwarequalitätskriterien
Datenbanken
Alle nicht-relationalen Datenbanken
SQL
ISO-Normen wie die 2700x
Dokumentationen
Detaillierter Vergleich der bisherigen und neuen Inhalte des Prüfungskatalogs für die AP1 der IT-Berufe
In der folgenden Tabelle habe ich alle Unterschiede zwischen altem (ab 2020) und neuem (ab 2025) Prüfungskatalog für die AP1 der IT-Berufe gegenübergestellt.
Rote Punkte habe ich im neuen Prüfungskatalog nicht wiedergefunden. Sie werden daher in den neuen Prüfungen nicht mehr erwartet.
Grüne Punkte habe ich im alten Prüfungskatalog nicht wiedergefunden. Sie werden daher in den neuen Prüfungen zusätzlich erwartet.
Wenn sich lediglich Formulierungen oder Aufteilungen geändert haben, aber die Punkte inhaltlich gleich geblieben sind, stehen sie gar nicht in der Tabelle.
Wenn Punkte an andere Stellen im Prüfungskatalog verschoben wurden, habe ich das in den Spalten Alter Unterpunkt und Neuer Unterpunkt gekennzeichnet.
Meine persönliche (!) Bewertung (hin und wieder leicht ironisch) der Änderungen stehen in der Spalte Kommentar.
Ein „x“ in Spalte wichtig deutet auf eine zentrale Änderung hin, die sich meiner Meinung nach merklich auf die Prüfungsvorbereitung der Azubis auswirkt.
Unterpunkt
Alter Inhalt
Neuer Inhalt
Alter Unterpunkt
Neuer Unterpunkt
Kommentar
wichtig
01.01
Merkmale eines Projektes
war vorher tatsächlich nicht explizit genannt
01.01
SMART-Prinzip
01.01
Projektphasen
Projektphasen am Beispiel des Wasserfallmodells bzw. SCRUM definieren können
01.01
Vorgehensmodelle
XP, Kanban etc. werden dann wohl nicht mehr benötigt
x
01.01
Teambildung und -entwicklung
Phasen der Teambildung und -entwicklung kennen
01.02
Machbarkeit von Projekten beurteilen können
Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Projekten beurteilen können
sinnvoll auch für das Abschlussprojekt
01.02
Vor- und Nachkalkulation
01.02
Stammdaten und Bewegungsdaten
naja, wer arbeitet schon mit Daten!?
01.02
Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, z. B. Umsatz, Gewinn, Deckungsbeitrag
07.02
Deckungsbeitrag war wohl zu schwierig
01.03
KI-Unterstützung
muss heutzutage halt sein
x
01.03
Supportanfragen
Support- und Serviceanfragen (First-, Second- und Thirdlevelsupport)
sinnvoll, die einzelnen Typen zu nennen
02.01
Angebotsbewertung
Quantitative und qualitative Angebotsbewertung
02.02
Benchmarking
hat eh niemand verwendet
02.02
Fragetechnik, aktives Zuhören, bedarfs- und adressatengerechte Präsentation
ist auch schwer schriftlich abzufragen
02.03
Medien zur Kundenpräsentation und -Information, z. B. Kundengespräch via Webinaren
Situationsgerechte Kundenkommunikation
02.03
Eisbergmodell
02.03
Cross-Selling; Upselling
ist ja auch sehr Sales-lastig
02.03
Kundenbedarf ermitteln und Angebote unterbreiten
02.03
Interpretation englischsprachiger Texte
02.04
Technische und nicht-technische Texte; Auswertung von englischen Texten
Technische und kaufmännische Texte in deutscher und englischer Sprache
02.04
Digitale Suchabfragen unter Verwendung von Suchoperatoren
finde ich trotz KI weiterhin wichtig
02.04
Qualitätsmerkmale von Präsentationen; Medienkompetenz
Präsentation und Medienkompetenz
02.05
Stärken-/Schwächenanalyse
schade um die gute alte SWOT-Analyse
03.01
Funktionale, ökonomische, ökologische, soziale Aspekte
Funktionale, ökonomische und ökologische Aspekte, z. B. Ergonomie, Leistungsparameter, einmalige und laufende Kosten, Nutzungsdauer, Energieverbrauch, Recyclingfähigkeit
03.01
Hardwareprodukte, z. B. CPU, Motherboard, Speicher, Datenspeicher, Netzteile, Grafikkarte, Peripheriegeräte, Netzwerkkomponenten, WLAN
Hardwareprodukte, z. B. CPU, Motherboard, Speicher, Datenspeicher, Netzteile, Grafikkarte, Peripheriegeräte, Sensoren, Netzwerkkomponenten wie z. B. WLAN-Router, Switch, Gateway, Accesspoint
das IoT lässt grüßen
03.01
Standardsoftware, z. B. Office-Pakete, Datenbank-Managementsysteme, Browser
03.01
Branchensoftware, z. B. ERP-Systeme, Supply Chain Management, Customer Relationship
04.03
ich hätte schwören können, dass das vorher schon drin stand
x
03.01
Systemsoftware
03.01
Entwicklungssysteme, z. B. Compiler, virtuelle Maschinen, Interpreter, Editoren und Debugger
04.06
03.01
KI-Software
ok, wir haben es verstanden, KI ist wichtig
x
03.01
Cloudlösungen (Software as a Service, Infrastructure as a Service, Platform as a Service)
Cloudlösungen, z. B. Software as a Service, Desktop as a Service
03.01
Virtualisierungen
Virtuelle Desktops (Cloud oder lokal)
also keine virtuellen Server mehr!?
03.02
Einteilung und Klassifikation von Anwendungssystemen
03.01
damit waren wohl CRM usw. gemeint
03.02
Benutzeroberfläche
03.02
Datenbanksysteme
03.01
03.02
Kommunikationssysteme
Kommunikationssysteme, z. B. Videokonferenzsysteme, Social-Media-Systeme
Social Media ist fast so wichtig wie KI
03.02
Netzwerkkomponenten, z. B. Router, Switch, Accesspoint
03.01
03.02
Netzwerkprotokolle, z. B. OSI-Modell, DNS, SMB, NFS, SMTP/S, IMAP/S, HTTP/S, IPSEC, IP, TCP, UDP, SSH, DHCP, ARP, TLS
Netzwerkprotokolle (z. B. Ethernet, IP, DNS) und OSI-Modell
die Liste der vorher aufgezählten Protokolle veraltet wohl zu schnell
03.02
Client-Server-Systeme
spannend, dass so ein grundlegender Inhalt vorher fehlte
03.02
Einbindung in einer Domäne
03.0
Die Unterscheidung von Lastenheft und Pflichtenheft ist Thema der einhundertneunundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Kurzübersicht Lastenheft
Definition laut DIN 69901-5: „vom Auftraggeber festgelegte Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers innerhalb eines Auftrages“.
Verfasst von: Auftraggeber, also aus Sicht des Kunden.
Inhalt: Lösungsneutrale funktionale und nicht-funktionale Anforderungen an ein Produkt, eine zu erstellende Software oder ein Projektergebnis aus Sicht des Auftraggebers.
Fragen: WAS soll erreicht werden? WARUM ist das wichtig? WOFÜR wird das benötigt? WER will das haben?
Ziel: Basis, um Angebote von potenziellen Auftragnehmern einzuholen. Es bildet die Grundlage für das vom Auftragnehmer zu erstellende Pflichtenheft.
Rechtliche Relevanz: keine
Mögliche Inhalte
Anforderungen der Stakeholder (z.B. Fachlichkeit, Regualatorik, Usability, Performance, Hardware-/Netwerk-/Softwareumgebung)
Ist-Zustand und Soll-Zustand
Abnahmekriterien für die Prüfung, ob die Anforderungen erfüllt sind
Einschränkungen bei zu verwendenden Technologien
Anforderungen an den Auftragnehmer (z.B. Zertifizierung)
Schnittstellen
Sonstige Anforderungen (z.B. Dauer, Kosten, Meilensteine)
Kurzübersicht Pflichtenheft
Definition laut DIN 69901-5: „vom Auftragnehmer erarbeitete[n] Realisierungsvorgaben aufgrund der Umsetzung des vom Auftraggeber vorgegebenen Lastenhefts“.
Verfasst von: Auftragnehmer, also aus Sicht des Dienstleisters.
Inhalt: Vorschlag für technische Lösung der Anforderungen aus dem Lastenheft.
Fragen: WIE sollen die Anforderungen umgesetzt werden? WELCHE Technologien kommen zum Einsatz?
Ziel: Konkretes Angebot eines Auftragnehmers, um die Anforderungen aus dem Lastenheft des Auftraggebers zu erfüllen. Basis für die Kalkulation von Kosten/Aufwänden und das Erstellen eines Angebots. Definiert die Vorgaben für die spätere Implementierung.
Rechtliche Relevanz: wird Vertragsbestandteil und dient zur Abnahme der erbrachten Leistung
Mögliche Inhalte
Spezifikationen des geplanten Ergebnisses bzw. die technische Realisierung, z.B. Architektur, Technologien, UML-Diagramme, ER-Modelle, geplante Prozessabläufe, UI-Entwürfe
Entwicklungsprozess, Projektplan mit Meilensteinen, Vorgaben zur Kommunikation
Ressourcen wie konkrete Personen, Subunternehmen, Technologien
Definitionen aus dem IT-Handbuch
Beginnen wir mit einer Definition der Begriffe. Dafür schaue ich immer gerne in das IT-Handbuch*, das bis vor einigen Jahren noch der „offizielle“ Prüfungsbegleiter war und als Nachschlagewerk mit in die Prüfung genommen werden durfte. Dort werden Lasten- und Pflichtenheft wie folgt definiert:
Lastenheft
Das Lastenheft enthält alle Forderungen des Auftraggebers (Kunden) an die Lieferungen und/oder Leistungen eines Auftragnehmers. Die Forderungen sind aus Anwendersicht einschließlich aller Randbedingungen zu beschreiben. Diese sollten quantifizierbar und prüfbar sein. Im Lastenheft wird definiert, was für eine Aufgabe vorliegt und wofür diese zu lösen ist.
Pflichtenheft
Das Pflichtenheft enthält das vom Auftragnehmer erarbeitete Realisierungsvorhaben auf der Grundlage des Lastenheftes. Das Pflichtenheft enthält als Anlage das Lastenheft. Im Pflichtenheft werden die Anwendervorgaben detailliert und in einer Erweiterung die Realisierungsforderungen unter Berücksichtigung konkreter Lösungsansätze beschrieben. Im Pflichtenheft wird definiert, wie und womit die Forderungen zu realisieren sind.
Gut verständlich finde ich auch die Erläuterungen in der Wikipedia, die sich auf die DIN 69901 stützen (die leider nicht kostenfrei verfügbar ist):
Lastenheft
Gemäß DIN 69901-5 […] beschreibt das Lastenheft die „vom Auftraggeber festgelegte Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers innerhalb eines Auftrages“. Das Lastenheft beschreibt in der Regel somit, was und wofür etwas gemacht werden soll. [Herv. d. Verf.]
Pflichtenheft
Das Pflichtenheft beschreibt in konkreter Form, wie der Auftragnehmer die Anforderungen des Auftraggebers zu lösen gedenkt – das sogenannte wie und womit. […] Laut DIN 69901-5 umfasst das Pflichtenheft die „vom Auftragnehmer erarbeiteten Realisierungsvorgaben aufgrund der Umsetzung des vom Auftraggeber vorgegebenen Lastenhefts“. [Herv. d. Verf.]
Vor- und Nachteile von Lasten- und Pflichtenheft
Gute Planungssicherheit für den Auftraggeber. Er weiß genau, was er bekommt und wie teuer es wird.
Eher starres Vorgehen ist nur geeignet für Projekte, die für einen langen Zeitraum unverändert bleiben (Wasserfallmodell).
Das Erstellen der Dokumente ist sehr aufwändig und zeitintensiv.
In agilen Vorgehensmodellen wie Scrum werden sie nicht verwendet.
Alternative: Arbeit in Inkrementen, Minimum Viable Product
Relevanz für die Praxis und die IHK-Projektarbeit
Lasten- und Pflichtenheft sind zwei Artefakte, die ich in (fast) jeder IHK-Projektdokumentation erwarte. Da die Abschlussprojekte eine genaue Zeitvorgabe haben (40 bzw. 80 Stunden) und auch die Anforderungen zu Beginn komplett feststehen (sollten), eignen sich Lasten- und Pflichtenheft gut für die Dokumentation der Anforderungen.
Wenn man eine Priorisierung durchführen müsste, würde ich mehr Gewicht auf das Pflichtenheft legen, da dieses die Grundlage für den Vertrag zur Erstellung der Software ist. Das heißt, die Abnahme am Ende des Projekts erfolgt „gegen“ das Pflichtenheft. Was dort nicht enthalten ist, wird auch nicht umgesetzt.
Das ist übrigens auch eine häufige Frage im Fachgespräch: Warum ist das Pflichtenheft so wichtig? Weil es Vertragsbestandteil ist. Die Abgrenzung zwischen Lasten- und Pflichtenheft wird übrigens auch gerne als Prüfungsfrage (schriftlich und mündlich) genommen.
Aber auch im realen Leben haben Lasten- und Pflichtenheft ihre Daseinsberechtigung in bestimmten Projekten, z.B. wenn es um sicherheitskritische Produkte geht, die nicht „mal eben“ agil entwickelt werden können/dürfen.
Wer erstellt das Lasten- und Pflichtenheft?
Wie die Definitionen oben nahelegen, sollte im Rahmen des IHK-Abschlussprojekts das Lastenheft vom Kunden bzw. der Kundin erstellt werden und das Pflichtenheft vom Prüfling. Der/die Kund:in formuliert, was er/sie gerne hätte (also die fachlichen Anforderungen), und der Prüfling definiert die dazu passende konkrete technische Lösung.
In der Praxis ist es allerdings häufig so, dass Kunden ihre Anforderungen gar nicht genau kennen, geschweige denn sie so formulieren können, dass ein:e ITler:in sie versteht. Daher spricht nichts dagegen, dass Prüflinge schon beim Erstellen des Lastenhefts mitarbeiten.
Wenn du genau in die Zeitplanung von Gerdas und Markus‘ Dokumentation schaust, wirst du feststellen, dass bei uns im Unternehmen genau so gearbeitet wird. Es wurde nämlich im Rahmen der Projektplanung Zeit für die Unterstützung des Fachbereichs bei der Erstellung des Lastenhefts eingeplant. Die Entwickler:innen helfen den Kunden z.B. bei der Formulierung der Anforderungen, aber auch bei deren Identifikation. Gute Methoden dafür sind z.B. Brainstorming oder Interviews.
Aufbau und Formulierung
Zu Inhalt, Aufbau und (gerade für die Projektdokumentation interessant) Formulierung von Lasten- und Pflichtenheft gibt es keine harten Vorgaben. Letztlich bestehen beide Artefakte aus Prosa.
Lastenheft
Ich persönlich würde einen etwas „moderneren“ Ansatz wählen und im Lastenheft User-Storys verwenden (für Beispiele verweise ich wieder auf die beiden obigen Dokumentationen). Durch diese Vorgabe wird man bei der einheitlichen Formulierung unterstützt und muss sich nicht alles neu ausdenken.
Es gibt aber auch andere Ansätze, wie z.B. die richtig „enterprisey“ Volere-Templates. Da ist allein das Inhaltsverzeichnis aller möglichen Anforderungen schon ellenlang.
Pflichtenheft
Das Pflichtenheft sollte dann natürlich einige konkrete technische Artefakte beinhalten, da es ja so spezifisch wie möglich sein muss. Ich beschreibe es immer gerne so: Das Pflichtenheft muss man einem/einer Softwareentwickler:in ohne Kommentar auf den Tisch legen können und er/sie entwickelt dann allein auf dieser Basis die gewünschte Software. Dass das in der Praxis so nicht funktioniert (und auch nicht meine präferierte Umgangsweise ist) ist hoffentlich klar.
Man kann aber durchaus alle in der Entwurfsphase erstellten Artefakte ins Pflichtenheft packen: Use-Case-Diagramm, Klassendiagramm, Komponentendiagramm, ERM, Tabellenmodell, GUI-Mockups, Testszenarien usw. Wie gesagt: Was nicht im Pflichtenheft steht, wird nicht umgesetzt (und nicht bezahlt).
Berücksichtigung in der IHK-Projektdokumentation
Da sowohl Lasten-, als auch Pflichtenheft recht lang werden können, empfehle ich, in der Projektdokumentation ausschließlich Ausschnitte daraus abzubilden. Und damit meine ich nicht Deckblatt und Inhaltsverzeichnis (habe ich leider schon oft so gesehen), sondern die konkreten Anforderungen bzw. Lösungsvorschläge. Also zeig bitte interessante Inhalte und nicht unwichtigen Kram.
Da die Seiten in der Projektdokumentation begrenzt sind, kann man vielleicht sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Lasten-/Pflichtenheft sowie projektrelevante technische Inhalte daraus in nur einem Anhang zeigen. Beispiel: Das Pflichtenheft enthält ein Komponentendiagramm der geplanten Anwendung. Dann könnte der einseitige Auszug aus dem Pflichtenheft (die Seiten mit dem Komponentendiagramm) im Anhang der Dokumentation sowohl im Kapitel „Architektur“, als auch im Kapitel „Pflichtenheft“ referenziert werden. Einmal wird eben auf das Diagramm verwiesen und einmal auf das Pflichtenheft als erstelltes Artefakt.
Ich persönlich würde aber eher die für die Artefakte spezifischen Inhalte zeigen, also die formulierten Anforderungen. Denn das ist der eigentlich interessante Inhalt der beiden Dokumente im Rahmen der Projektdokumentation. Gerda und Markus haben das auch so gemacht.
Fazit
Lasten- und Pflichtenheft sind zwei wichtige Artefakte, die sowohl im richtigen Leben, als auch in der IHK-Abschlussprüfung rel
Um Teamarbeit bei der Softwareentwicklung geht es im Interview mit Christian Kranert in der einhundertachtundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Vorstellung Christian Kranert
Christian hat sich schon in Episode 164 des Podcasts über Softwarequalität ausführlich vorgestellt, aber hier noch einmal die wichtigsten Eckdaten.
Christian Kranert
seit 17 Jahren in der IT und Softwareentwicklung tätig
angefangen mit Visual Basic 6 auf Windows 95
Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung absolviert
viel im SAP-Umfeld mit ABAP entwickelt
inzwischen hauptsächlich mit C# unterwegs
lebt und arbeitet in Nürnberg bei Head On Solutions GmbH
entwickelt dort Cloud-Software für lokale Geschäfte wie Friseur-Studios zum Planen von Terminen, Kassieren, Buchhaltung usw.
ist Abteilungsleiter mit eigenem Team
Teamarbeit in der Softwareentwicklung
Warum brauchen wir Teamarbeit bei der Softwareentwicklung?
bei der Komplexität heutiger Software ist es fast undenkbar, diese alleine zu entwickeln
heutige Webanwendungen enthalten z.B. sehr viel UI-Entwicklung und sind im Backend und Frontend sehr komplex, Stichwort: Full Stack
Christians Unternehmen hat ein eigenes Team ausgelagert nur für VueJS im Frontend
durch das Team entsteht auch bessere Software
wir wollen doch die „echte Welt“ übersetzen in Code und dort gibt es auch mehr als einen Benutzer
gemeinsam zu entwickeln macht mehr Spaß, ist sozial, man kann voneinander lernen, man kann sich weiterentwickeln
die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Fachbereich bzw. Kunden ist auch extrem wichtig
Wie sieht erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeiten zwischen dem IT-/Entwicklungs-Team und anderen Abteilungen aus?
der Fachbereich erklärt den Entwickler:innen die Fachlichkeit
Entwickler:innen dürfen/müssen das aber auch hinterfragen und ggfs. bessere Lösungen vorschlagen
man sollte erst über das Problem reden und nicht schon über Lösung
es muss die generelle Bereitschaft zur Teamarbeit vorhanden sein und eine entsprechende Kultur
Welche Prozessmodelle (z.B. Wasserfall, Scrum) unterstützen/behindern die Teamarbeit?
das klassische Wasserfallmodell ist eher hierarchisch aufgebaut mit Lasten-/Pflichtenheft und passt nicht so gut zur Teamarbeit
Scrum ist aber auch kein Allheilmittel
das Daily ist sehr wichtig, denn Kommunikation ist der Schlüssel zu erfolgreicher Teamarbeit
Wie sieht richtig gute Teamarbeit in der Softwareentwicklung aus?
Kommunikation ist das A und O, z.B. wenn ein Feature fertig ist, damit die Kolleg:innen darauf aufsetzen können
alle Teammitglieder:innen sollten auch aktiv Hilfe anbieten und einfordern
die gesamte Softwareentwicklung ist Teamarbeit und die geht schon mit der Produktidee los
dabei kann es helfen, verschiedene Perspektiven einzunehmen, um ein besseres Bild der Anforderungen zu bekommen
auch weitere Aufgaben lassen sich besser im Team lösen: Risiken abschätzen, Prioritäten ableiten, Product Backlog füllen
wenn das Verhältnis von Kosten und Nutzen passt, startet die Implementierung und Aufgaben werden im Team verteilt
in Christians Team werden Konzepte z.B. gemeinsam erarbeitet, ganz einfach in OneNote*
das Team startet mit einem Datenmodell als Diskussionsgrundlage und legt dann die Datentypen fest
außerdem werden Mockups erstellt, um darüber gemeinsam zu diskutieren
sehr wichtig ist auch das gemeinsame Festlegen von Namen im Team, denn viele Köpfe haben mehr (fachliches) Wissen als einer alleine
der große Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass früh erkannte Fehler bei Anpassungen wenig kosten im Vergleich zu späteren Projektphasen, wenn alles schon umgesetzt ist
Warum ist die Teamkultur nicht nur beim Code Review wichtig und wie sieht sie aus?
Christians Team entwickelt oft im Pair Programming zusammen und führt danach noch Code Reviews durch
hier war oft insb. beim Testen die Einstellung, dass das doch jemand anders macht und nicht die Aufgabe der Softwareentwickler:innen sei
aber gerade beim Testen ist die Abstimmung mit den Tester:innen wichtig, damit man nicht den kompletten Code umschreiben muss, wenn man am Test vorbei entwickelt hat
Wie stellt man sicher, dass alle Teammitglieder:innen sich aktiv einbringen und wie kann eine Führungskraft Teamarbeit fördern/behindern?
die Führungskraft ist sehr wichtig, denn ihre zentrale Aufgabe ist die Pflege der Teamkultur
die häufig anzutreffene Skepsis bei Entwickler:innen gegenüber Meetings muss von der Führungskraft abgebaut werden
Meetings müssen aber natürlich auch einen Mehrwert für alle Teilnehmer:innen bieten und müssen vernünftig geplant und vorbereitet werden
auch für Entwickler:innen sind Meetings wichtig, da sie helfen, offene Fragen zu klären und Entscheidungen herbeizuführen
Teamarbeit kann die Teammitglieder:innen motivieren, wenn man gemeinsam eine gute Lösung findet und z.B. eine „harte Nuss“ knackt
Braucht ein Team eine Leitung?
das kommt stark auf das Team an
Storming, Forming, Norming, Performing: gibt es das wirklich in der Praxis?
Christian hat das mal in einem Buch gelesen, aber nur dunkel in Erinnerung
in der Praxis durchlaufen die Teams diese Phasen wohl tatsächlich, aber intuitiv verhalten sich die Mitglieder:innen meist den Phasen entsprechend
Wie sieht häufig die (negative) Realität in Sachen Teamarbeit aus bzw. an welchen Fehlern scheitert Teamarbeit häufig?
Juniors werden vernachlässigt und bekommen keine oder zu wenig Unterstützung
Hierarchiedenken, gerade wenn Softwareentwicklung nicht das Kerngeschäft des Unternehmens ist
Introvertiertheit der Teammitglieder:innen
aber auch Extrovertiertheit bzw. Egozentrik bei Teammitglieder:innen
Mangel an Diversität im Team
Wie wird man als Entwickler:in „teamfähig“?
Persönlichkeitsentwicklung! dazu gibt es viele gute Bücher
eine fördernde und fordernde Führungskraft ist wichtig für das Empowerment der Teammitglieder:innen
die Führungskraft sollte z.B. One-on-Ones mit Mitarbeitenden führen, immer wieder nachfragen und auch die eigene Entwicklung aufzeigen
loben und wertschätzen sollten bei jeder Führungskraft dazu gehören
Empathie ist auch wichtig
Konflikte sollten schnell gelöst werden
Wie wichtig ist eine gute Fehlerkultur?
sehr wichtig
Fehler müssen erlaubt sein und dürfen nicht „geahndet“ werden
aber was ist eigentlich ein Fehler? Schludrigkeit ist sicherlich kein Fehler
Checklisten können helfen, eine gewisse Basisqualität sicherzustellen
Wie können schon Azubis in die Teamarbeit integriert werden?
einfach mal loslegen und sie an die Hand nehmen
Azubis direkt in echte Projekte einbinden, aber ohne harten Deadlines oder großes Fehlerpotential
viel loben
Checklisten helfen auch hier beim Einstieg
Was sind die Folgen, wenn nicht im Team gearbeitet wird?
Christian hat noch nie jemanden kennengelernt, der/die sich aktiv gewehrt hat gegen Teamarbeit
eher haben die Kolleg:innen evtl. Angst mitzumachen
den berühmten „10x-Develover“ gibt es nicht, aber Seniors können als Multiplikatoren im Team wirken und Juniors voranbringen und damit das gesamte Team
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Qualitätssicherung bei der Softwareentwicklung mit Christian Kranert
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Um Datenbanktransaktionen, die ACID-Prinzipien und Alternativen dazu geht es in der einhundertsiebenundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Datenbanktransaktionen sollten jedem/jeder ITler:in etwas sagen, da wir fast täglich mit datenbankgestützten Anwendungen arbeiten, egal, ob wir selbst diese Anwendungen programmieren oder „nur“ Abfragen gegen eine Datenbank durchführen.
Was ist eine Datenbanktransaktion?
Eine Transaktion ist eine Menge aus mehreren zusammenhängenden Datenbankoperationen, die gemeinsam als eine Einheit durchgeführt werden müssen.
Beispiele für Datenbanktransaktionen:
Banküberweisung von 100 EUR von Konto DE123 auf Konto DE432
UPDATE konto SET kontostand = kontostand - 100 WHERE iban = 'DE123';
UPDATE konto SET kontostand = kontostand + 100 WHERE iban = 'DE432';
Neuen Tag katze zu einem Blog-Post mit ID 123 hinzufügen
INSERT INTO tag (id, name) VALUES (1, 'katze');
INSERT INTO tag_post (post_id, tag_id) VALUES (123, 1);
Neue Bestellung für einen Kunden mit ID 324 erfassen für Artikel 253
INSERT INTO bestellung (id, datum, kunde_id) VALUES (123, '2024-04-10', 324);
INSERT INTO bestellposition (bestellung_id, artikel_id, menge, preis) VALUES (123, 253, 1, 123.92);
Neuen Tarifsatz einer Versicherung anlegen und bisherigen beenden
UPDATE tarif SET gueltig_bis='2024-04-10' WHERE id=122;
INSERT INTO tarif (id, gueltig_ab, beitrag) VALUES (123, '2024-04-10', 143.23);
Begriffsabgrenzung
Eine Datenbanktransaktion ist nicht zu verwechseln mit einer Transaktion im Geschäftsbetrieb, z.B. einer Überweisung bei einer Bank, dem Kauf eines Autos oder der Buchung eines Fluges.
Die ACID-Prinzipien
Datenbanktransaktion müssen/sollen bestimmten Kriterien genügen, die als ACID-Prinzipien bekannt sind.
Atomarität/Atomicity: Alle Datenbankoperationen werden entweder vollständig gemeinsam durchgeführt oder gar nicht. Es kann nicht sein, dass nur einige Operationen durchgeführt werden und andere nicht. Dazu werden die Datenbankoperationen in eine Transaktion „eingeklammert“.
Beispiel: Bei der Banküberweisung darf nicht nur Geld abgebucht oder gutgeschrieben werden, sondern beide Buchungen müssen gemeinsam durchgeführt werden.
Konsistenz/Consistency: Wenn die Datenbank vor der Transaktion in einem konsistenten Zustand war, dann muss sie es auch nach der Transaktion sein.
Beispiel: Bei der Banküberweisung bleibt der Gesamtbetrag an Geld gleich. Es entsteht kein Geld aus dem Nichts und es geht auch kein Geld verloren.
Isolation/Isolation: Mehrere Transaktionen dürfen sich nicht gegenseitig beeinflussen. Hierzu folgen weiter unten verschiedene Maßnahmen zur Umsetzung.
Beispiel: Bei zwei parallelen Banküberweisungen vom gleichen Konto müssen beide Beträge nacheinander abgebucht werden und nicht nur der der zuletzt durchgeführten Transaktion.
Dauerhaftigkeit/Durability: Die Daten müssen nach Abschluss der Transaktion persistent gespeichert sein und z.B. auch einen Systemausfall überstehen. Das wird durch sogenannte Transaktionslogs sichergestellt.
Beispiel: Wenn nach dem Abschluss einer Transaktion der Datenbankprozess abstürzt, müssen auch nach dem Neustart der Datenbank die aktualisierten Daten vorhanden sein.
Maßnahmen zur Wahrung der Isolation von Transaktionen
Wenn Transaktionen nicht isoliert voneinander ablaufen, können verschiedene Probleme in der Datenbank auftreten.
Dirty Read: Veränderte Daten einer noch offenen Transaktion werden von einer anderen Transaktion gelesen und weisen somit einen „dreckigen“ Zustand auf, weil er noch nicht final ist.
Beispiel: Bei einem Ticketkauf geht die zweite Buchung schon vom veränderten Bestand der ersten Transaktion aus.
Lost Updates: Wenn zwei Transaktionen gleichzeitig denselben Datensatz verändern, „gewinnt“ die Änderung der zuletzt durchgeführten Transaktion und die der ersten ist verloren.
Beispiel: Bei zwei Banküberweisungen wird der Kontostand auf den Ursprungsstand abzgl. der zweiten Überweisung gesetzt, aber ohne die erste Überweisung abzuziehen.
Non-Repeatable Read: Wiederholte Lesevorgänge innerhalb einer Transaktion liefern unterschiedliche Ergebnisse.
Beispiel: Bei einer Flugbuchung wird geprüft, ob noch ausreichend Plätze frei sind, aber durch eine parallele Buchung wird bei der zweiten Abfrage ein unterschiedliches Ergebnis geliefert.
Phantom Read: Während eine Transaktion Datensätze nach einem bestimmten Kriterium liest, werden weitere Datensätze zum gleichen Kriterium hinzugefügt/gelöscht/verändert.
Beispiel: Während der Durchschnittsberechnung von Gehältern von Mitarbeiter:innen wird ein neuer Mitarbeiter hinzugefügt, der beim Summieren des Gehalts noch nicht berücksichtigt wird, aber beim Zählen der Datensätze dann schon.
Die Datenbank kann verschiedene Transaktionsisolationsebenen implementieren, um den obigen Problemen entgegenzuwirken. Grundsätzlich werden dabei Sperren verwendet, um die gleichzeitige Verarbeitung der Daten einzuschränken. Es kann dabei eine Lesesperre und/oder eine Schreibsperre gesetzt werden, wodurch das gleichzeitige Lesen bzw. Schreiben eingeschränkt wird.
Read Uncommitted: Es werden keine Sperren verwenden. Quasi kein Schutz vor obigen Problemen. Vergleichbar mit NO ACTION bei referenzieller Integrität.
Read Committed: Für die gesamte Transaktion werden Schreibsperren auf alle beteiligten Objekte gesetzt, die verändert werden sollen. Lesesperren werden aber nur kurzzeitig gesetzt. Es können Non-Repeatable Read und Phantom Read auftreten.
Repeatable Read: Es werden für die gesamte Transaktion Lese- und Schreibsperren auf alle beteiligten Objekte gesetzt. Nur Phantom Reads können noch auftreten (weil dabei zwei lesende Operationen mit unterschiedlichen Kriterien durchgeführt werden).
Serializable: Die Datenbank verhält sich so, als würden die Transaktionen komplett separiert nacheinander („seriell“) durchgeführt. Dabei kann keines der obigen Probleme mehr auftreten, aber Transaktionen müssen ggfs. abgebrochen werden. Starten z.B. zwei Flugbuchungen für zwei Sitzplätze parallel auf dem Sitzplatzbestand von 2, wird die erste Transaktion den Bestand auf 0 reduzieren und die zweite Transaktion (die „gewartet“ hat) muss abbrechen, weil die Sitzplätze nun nicht mehr ausreichen.
Umsetzung in SQL
Mit der Transaction Control Language (TCL) gibt es eine eigene Familie an SQL-Befehlen, die sich nur um die Transaktionssteuerung kümmert. Hiermit können Datenbankoperationen zu einer Transaktion zusammengefasst werden.
BEGIN TRANSACTION: Startet eine Datenbanktransaktion.
COMMIT: Beendet eine Datenbanktransaktion und schreibt die Änderungen fest.
ROLLBACK: Rollt eine Datenbanktransaktion zurück und verwirft alle Änderungen.
In vielen Datenbanken muss man nicht explizit Transaktionen starten und beenden. Sie verwenden ein sogenanntes Auto-Commit. Dabei wird jedes Statement in einer eigenen Transaktion durchgeführt.
Umsetzung in ORMs
Brauche ich als Softwareentwickler:in überhaupt Wissen über Datenbanktransaktionen? In modernen Entwicklungsprojekten werden doch sowieso objektrelationale Mapper (ORM) verwendet. Doch auch diese ORMs können natürlich nicht zaubern, sondern verwenden unter der Haube die normalen Datenbankoperationen. Daher ist auch bei Verwendung eines ORMs wichtig zu wissen, welche Operationen in einer gemeinsamen Transaktion durchgeführt werden müssen.
Dafür bieten viele ORMs entsprechende Befehle an. Jakarta EE hat sogar einen eigenen Standard dafür: Jakarta Transactions (JTA). Dort wird z.B. Annotation @Transactional verwendet. Diese wird an eine Java-Methode geschrieben, die dann automatisch innerhalb einer Datenbanktransaktion ausgeführt wird. Im Fall einer aufgetretenen Exception wird dabei dann automatisch ein Rollback durchgeführt.
CAP und BASE
Transaktionen nach den ACID-Prinzipien sind ein wichtiger Bestandteil vieler Datenbanksysteme. Sobald die Datenbank jedoch auf mehrere Knoten verteilt wird, können Transaktionen zu einem Problem werden. Das sogenannte CAP-Theorem besagt, dass es in einem verteilten System nicht möglich ist, alle drei Eigenschaften Konsistenz, Verfügbarkeit und Ausfalltoleranz gleichzeitig zu garantieren.
Konsistenz (Consistency): Die Konsistenz meint in diesem Kontext den einheitlichen Datenstand über alle Datenbankknoten hinweg (und nicht die Konsistenz vor/nach einer Transaktion). Egal, welcher Knoten abgefragt wird, es werden immer die gleichen Daten zurückgegeben.
Verfügbarkeit (Availability): Die Datenbank antwortet in akzeptabler Zeit auf alle Anfragen. Dabei kann es jedoch sein, dass nicht immer die aktuellsten Daten geliefert werden.
Partitionstoleranz (Partition tolerance): Die Datenbank arbeitet auch weiter, wenn einzelne Knoten ausfallen.
Angenommen, die verteilte Datenbank soll zu jedem Zeitpunkt in einem konsistenten Zustand sein (also alle Informationen auf allen Knoten sollen identisch sein), dann führt ein Ausfall eines Knoten automatisch dazu, dass eine Transaktion fehlschlagen muss, da der ausgefallene Knoten nicht sofort aktualisiert werden kann. Die Konsistenz wäre dann zwar gewährleistet, aber die Partitionstoleranz nicht.
Da heutzutage viele Anwendungen tatsächlich mit verteilten Datenbanken arbeiten, wurde mit BASE ein Gegenentwurf zu ACID geschaffen. Das Wort ist etwas konstruiert, um das Gegenstück zu ACID zu bilden. Aus der Chemie kennen wir den Unterschied zwischen Säure („acid“) und Lauge („base“). Im Kern stellt ACID die Konsistenz eines Systems sicher, während BASE die Verfügbarkeit in den Vordergrund stellt.
Basically Available: Die Datenbank ist grundsätzlich für alle Benutzer jederzeit erreichbar (hohe Verfügbarkeit).
Soft state: Daten können sich im Laufe der Zeit verändern und temporäre („weiche“) Zustände annehmen, wenn mehrere Änderungen parallel durchgeführt werden.
Eventual consistency: Irgendwann einmal werden die Daten in der Datenbank einen konsistenten Zustand erreichen. Bis dahin können Anfragen unterschiedliche Ergebnisse produzieren.
Vorsicht „false friend“: „eventually“ heißt auf Deutsch „schlus
Um die angemessene fachliche bzw. technische Tiefe des Themas für das IHK-Abschlussprojekt für Anwendungsentwickler:innen geht es in der einhundertsechsundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Viele Projektanträge zum Abschlussprojekt werden abgelehnt, weil das umzusetzende Projekt nicht die nötige fachliche bzw. technische Tiefe aufweist. In unserem Prüfungssystem gibt es dafür sogar einen expliziten Ablehnungsgrund. Doch was heißt es genau, dass die fachliche Tiefe nicht erreicht wurde? Welche fachliche Tiefe ist überhaupt angemessen und wie erkenne ich als Prüfling, ob ich sie erreiche?
Mein Standardbeispiel: Projektverwaltung
Ich führe als Beispiel für eine übliche Projektarbeit für Anwendungsentwickler:innen immer eine klassische Web-Anwendung an. Nehmen wir das oft strapazierte Beispiel einer Zeiterfassungssoftware oder einer Projektverwaltung. Dabei handelt es sich um eine kleine Web-Anwendung mit ein paar Datenbanktabellen, etwas fachlicher Logik und ein paar netten Oberflächen.
In solch einer Anwendung kann ich als Anwendungsentwickler:in alles zeigen, was ich in meiner dreijährigen Ausbildung gelernt haben sollte. Soll ich ein Projekt enpfehlen, führe ich deswegen gerne dieses Beispiel für ein fachlich ausreichendes Projekt für die Abschlussprüfung an.
Ich kann eine Datenbank modellieren, z.B. mit einem ERM oder Tabellenmodell.
Ich kann ein Klassendesign entwerfen, z.B. mit einem Klassendiagramm oder gar mit Test Driven Development.
Ich kann die Oberflächen gestalten, natürlich nach ergonomischen Gesichtspunkten und mit Mockups für den ersten Entwurf.
Außerdem muss ich mich um das Zusammenspiel der Komponenten kümmern und brauche dafür eine tragfähige Architektur, z.B. MVC.
Kurz gesagt ist in solch einem Projekt alles Technische enthalten, was man heutzutage in der Programmierung können muss. Und ich kann mich vieler Methoden der Softwareentwicklung bedienen, die mein planvolles Vorgehen dokumentieren.
Hast du auch ein paar konkrete Zahlen?
Als ganz grobe Daumenregel für Anwendungsentwickler:innen führe ich immer ein „klassisches“ Webprojekt an: kleine Datenbank, ein bisschen Logik, Frontend drüber. Da kann man das volle Spektrum der Entwicklungstätigkeiten zeigen.
ca. fünf Datenbanktabellen („eine Hand voll“)
ca. fünf Oberflächen dazu
ca. zehn Klassen (tendenziell eher mehr)
Sollte die Anwendung eine komplizierte Logik umsetzen, kann natürlich bei den anderen Komponenten entsprechend gekürzt werden. Diese grobe Richtlinie ist sicherlich nicht allgemeinverbindlich. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Ich möchte nur deutlich machen, dass eine triviale Konsolenapplikation, die eine Textdatei einliest und wieder speichert, nicht ausreicht. Es sei denn, die Applikation verwendet dafür einen selbst programmierten Verschlüsselungsalgorithmus. 😉
Die Diagramme aus dem Titelbild dieser Episode sollten offensichtlich zeigen, dass dieser Umfang für ein Abschlussprojekt nicht ausreicht! 😂 Aber ich habe schon Artefakte in echten Dokus gesehen, die nicht viel umfangreicher waren (z.B. nur zwei Use-Cases oder drei Aktivitäten).
Brauche ich alle Komponenten – Datenbank, Logik, UI?
Das heißt nicht, dass jedes Abschlussprojekt alle genannten Komponenten umfassen muss. Nicht alle Unternehmen haben die Anforderung, Weboberflächen über Datenbanken zu gestalten. In vielen Betrieben wird eine bestehende Software erweitert, eine Oberfläche angepasst, oder eine Datenbank um zusätzliche Tabellen erweitert. Oft werden auch Programme benötigt, die gar keine grafische Oberfläche haben. Wenn es z.B. um den Datenabgleich zwischen ERP-System und Webshop geht, der nachts als Batchjob laufen soll, ist es völlig unnötig, eine schön gestaltete grafische Oberfläche dazu zu entwickeln. Auch werden inzwischen oft REST-APIs als Abschlussprojekt erstellt, die natürlich auch nicht von Menschen bedient werden. Daher ist es völlig legitim, auf die ein oder andere Komponente im Abschlussprojekt zu verzichten.
Auch heißt es umgekehrt nicht automatisch, dass man ein fachlich ausreichendes Projekt hat, nur weil alle Schichten Berücksichtigung finden. Eine Weboberfläche mit einem Formular, die simple CRUD-Operationen gegen eine Datenbanktabelle durchführt, ist selbstverständlich nicht umfangreich genug.
Mein Anti-Beispiel: SAP-Projekte
Dieses Problem haben meiner Erfahrung nach oftmals die Anwendungsentwickler:innen im SAP-Umfeld. Hier wird häufig nur sehr wenig tatsächlicher Code produziert, sondern viel mehr Zeit für die hochkomplexe Infrastruktur verbraten. Da gehen allein schon 7 Stunden drauf, bis man den richtigen Einstiegspunkt in die „Transaktion“ (oder wie auch immer das dort heißt) gefunden hat. 😉 Und die meisten Inhalte lassen sich dann mit SAP-Mitteln generieren, sodass der Entwickler eigentlich fast gar nichts mehr tun muss.
In eine ähnliche Richtung gehen heutzutage immer mehr die Low-Code- oder No-Code-Plattformen. Da wird kaum selbst programmiert, sondern einfach was zusammengeklickt. Und da muss ich mich dann schon fragen lassen, wie ich „Anwendungsentwickler:in“ werden will, wenn ich gar keine Anwendung entwickle.
Aber es gibt auch Negativbeispiele aus anderen Bereichen. Mein persönliches Highlight aus einer Abschlussprüfung war eine einzelne HTML-Seite, die mit 20 Zeilen JavaScript angereichert wurde. Das Problem war, dass der Prüfling selbst überhaupt nicht verstand, warum dieses Projekt nicht ausreichend war. Sein:e Ausbilder:in hatte ihn offensichtlich überhaupt nicht darauf vorbereitet. Und er war sehr enthusiastisch und freute sich richtig über sein Projekt. Das tat mir dann wirklich leid, da die Schuld für dieses unzureichende Projekt sicherlich nicht beim sehr motivierten Prüfling zu suchen war.
Methodik ist das A und O
Kurz gesagt sollte ein Abschlussprojekt zeigen, dass du methodisch Software entwickeln kannst, die eine gewisse Komplexität aufweist. Dazu habe ich in dieser Podcast-Episode noch viel mehr zu erzählen: Sinnvoller Aufbau/Ablauf eines IHK-Projekts in der Anwendungsentwicklung.
Es geht darum, dass du deine Fähigkeiten angemessen unter Beweis stellst. Du sollst methodisch Software entwickeln und die Projektarbeit wirtschaftlich umsetzen. Dazu gehört u.a. eine Betrachtung der Kosten und der Amortisation, der Einsatz von Modellierungs- oder Dokumentationsmethoden (z.B. ERM, UML, EPK, Mockups), das Erstellen sinnvoller Dokumentationen (z.B. für Kunden, Betrieb, Entwickler), das planvolle Vorgehen bei der Projektumsetzung (z.B. Projektplan, Iterationsplanung, Gantt-Chart), eine gute Qualitätssicherung (z.B. Unit-Tests, Abnahmeprotokoll) usw.
Individuelle Einschätzung
Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein geplantes Programm als Abschlussprojekt ausreicht, dann frag deine:n Ausbilder:in oder deine:n Berufsschullehrer:in. Die sollten die nötige Erfahrung mitbringen und die Anforderungen der IHKen einschätzen können. Alternativ stell dein Projekt doch im Forum vor oder schreib mir eine Mail. Ich helfe dir gerne mit einer kurzen Einschätzung weiter – aber erst nachdem du diese Podcast-Episode gehört hast. 😊
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Sinnvoller Aufbau/Ablauf eines IHK-Projekts in der Anwendungsentwicklung
Um den sinnvollen Aufbau eines IHK-Abschlussprojekts für Fachinformatiker:innen Anwendungsentwicklung geht es in der einhundertfünfundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Sinnvoller Aufbau/Ablauf eines IHK-Projekts in der Anwendungsentwicklung
Oft lese ich Projektdokumentationen für den Beruf Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung, die in sich einfach nicht stimmig sind. Der Projektablauf folgt keinem roten Faden und Artefakte werden wild durcheinandergewürfelt. Oft werden auch einfach nur Kapitel aus Dokumentationsvorlagen „ausgefüllt“, scheinbar ohne über ihre Sinnhaftigkeit nachzudenken.
In dieser Podcast-Episode gebe ich einen Überblick über einen – aus meiner Sicht – sinnvollen Ablauf eines IHK-Projekts im Bereich Anwendungsentwicklung inkl. möglicher Artefakte und ihrem Zweck. Dabei gehe ich nicht auf die Beschreibung des Projekts, die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, das Projektmanagement, die Ressourcenplanung usw. ein, sondern nur auf die Planung und Durchführung der eigentlichen Aufgabe: der Entwicklung einer Softwarelösung. Selbstverständlich gehören aber alle genannten Punkte auch in eine IHK-Projektdokumentation.
Wahl des Vorgehensmodells
Fast immer ist das Wasserfallmodell das einzig sinnvolle Vorgehensmodell, da das IHK-Projekt vom Prüfling alleine in einer fest vorgegebenen Zeit mit vorgegebenem (weil im Antrag genehmigten) Umfang umgesetzt werden muss.
Praxisbeispiele für unpassende Prozesse:
Scrum gewählt, aber
klassische Wasserfallphasen durchgeführt/beschrieben
Lasten-/Pflichtenheft erstellt statt User Stories
Projekt alleine umgesetzt ohne Team/Scrum Master/Product Owner
gesamtes Projekt ist ein einziger Sprint
XP gewählt, aber
keine Praktiken (z.B. Pair Programming, Test Driven Development) angewendet
Kanban gewählt, aber
Lanes nur ToDo/Doing/Done
Artefakte methodisch sinnvoll einsetzen
Software soll nicht einfach „runterprogrammiert“ werden, sondern methodisch entwickelt werden. Dabei helfen verschiedene Artefakte wie Entity-Relationship-Modelle, UML-Diagramme usw.
Diagramme können oft auf zwei Arten eingesetzt werden: zur Modellierung (vor der Implementierung) und zur Dokumentation (nach der Implementierung). Sie haben keinen Selbstzweck, sondern sollen immer den jeweiligen Prozessschritt unterstützen.
Ihr Einsatz muss zum gewählten Prozess passen. Ein Klassendiagramm zur Modellierung passt z.B. nicht so gut zu Test-Driven-Development, bei dem die Klassen sich erst bei der Implementierung ergeben.
Die Artefakte müssen auch zeitlich sinnvoll im Projekt untergebracht werden. Die Anforderungen erst nach der Implementierung zu dokumentieren ist sinnfrei.
Artefakte sollen im Prozess auch einen erkennbaren Mehrwert für die späteren Prozessschritte bieten. Mockups sind z.B. sehr hilfreich, um auf ihrer Basis ein Datenmodell zu erzeugen. Und auf Basis des Datenmodells können dann wiederum Klassen modelliert werden usw.
Durch den passenden Einsatz der Artefakte in den jeweiligen Prozessschritten füllt sich die Projektdokumentation automatisch mit spannenden Inhalten für die Prüfer:innen! 😀
Anforderungen aufnehmen
Ist-Analyse durchführen
Bisherige Lösung untersuchen, Schwachstellen aufdecken.
mögliche Ergebnisse: Aktivitätsdiagramm/EPK/BPMN, Screenshots/Fotos der bisherigen Lösung
Anforderungen an neue Lösung strukturiert erfassen
Interviews mit Stakeholdern führen
Priorisierung der Anforderungen
Ergebnis: z.B. User Stories, MoSCoW
Anwendungsfälle modellieren
Was wollen die Stakeholder mit der Anwendung fachlich machen/erreichen?
Ergebnis: Use-Case-Diagramm
Anforderungen strukturiert dokumentieren
Ergebnis: Lastenheft
Lösung entwerfen
Neuen Ablauf bzw. neue Lösung skizzieren
Was macht die (neue) Lösung besser? Welche Personen/Systeme sind wann/wie beteiligt?
mögliche Ergebnisse: Aktivitätsdiagramm/EPK/BPMN
Plattform bzw. Art der Anwendung festlegen: GUI, Web, App etc.
Welche Anwendungsform löst das gestellte Problem am besten? Warum? Wie werden die Use-Cases umgesetzt?
UI gestalten
Daraus ergeben sich u.a. die benötigten Daten der Anwendung.
Direkte Interaktion mit dem Kunden zur Abstimmung der Inhalte und Abläufe.
Mögliche Ergebnisse: Mockups, Wireframes, Screendesigns, Workflows, Corporate Design, Aktivitätsdiagramm
Datenmodell entwerfen
Welche Entitätstypen mit welchen Attributen gibt es und wie hängen sie zusammen?
Welche Anwendungsfälle benötigten welche Daten?
Abstrakt und unabhängig von der konkreten späteren Speicherlösung modellieren.
Ergebnis: Entity-Relationship-Modell
Architektur der Anwendung modellieren
Welche Architektur eignet sich am besten für die Umsetzung der Anforderungen?
Beispiele: Domain Driven Design, MVC, Client/Server, Monolith, REST etc.
Mögliche Ergebnisse: Komponentendiagramm, Klassendiagramm, Aktivitätsdiagramm, Sequenzdiagramm, Glossar
Datenhaltung definieren
Welche Daten müssen wie/wo gespeichert und übertragen werden?
Beispiele: Datenbank, Dateien, Cloud, REST-API, JSON/XML etc.
mögliche Ergebnisse: Nutzwertanalyse
Programmiersprache und Frameworks auswählen
Wenn eine Wahl möglich ist: Welche Sprachen/Frameworks eignen sich am besten für die Umsetzung? Warum?
Hat die getroffene Wahl eine Auswirkung auf die Architektur? Muss sich die Anwendung dem Framework anpassen?
Nach welchem Paradigma wird entwickelt? Wie wird getestet?
mögliche Ergebnisse: Liste der eingesetzten Technologien, Nutzwertanalyse
Geschäftslogik und Domäne grob planen
Wie sollen die Anforderungen grob umgesetzt werden? Gibt es besonders „schwierige“ Probleme?
Welche Entitätstypen sind von zentraler Bedeutung? Wie hängen sie mit anderen zusammen?
Gibt es einen Workflow durch das System? Wie werden die Daten ausgetauscht?
Mögliche Ergebnisse: Aktivitätsdiagramm/EPK/BPMN, Sequenzdiagramm, Programmablaufplan, Struktogramm, Pseudocode, Klassendiagramm
Build und Deployment modellieren
Welche Komponente (UI, Logik, DB etc.) läuft wo?
Wie/wo wird entwickelt?
Welches Build-Tool soll eingesetzt werden? Wo läuft der Build? Welche Build-Schritte sind nötig?
Welche Stages gibt es? Werden Container verwendet?
Mögliche Ergebnisse: Deploymentdiagramm, Aktivitätsdiagramm, Sequenzdiagramm, Build-Pipeline, Dockerfile, Buildfile
Qualitätssicherung planen
Wie wird die Qualität bei der Softwareentwicklung sichergestellt? Welche Qualitätskriterien sind besonders wichtig?
Wie wird die fachliche Qualität sichergestellt? Wer testet wann die Anwendung? Was kann automatisiert werden?
Mögliche Ergebnisse: Testkonzept, Testplan, Branching-Strategie, Build-Pipeline, Schulungskonzept, zu erstellende Dokumentationen, statische Codeanalyse, Entwicklungsprozess (z.B. Pull Requests)
Technische Lösung strukturiert dokumentieren
Ergebnis: Pflichtenheft
Lösung implementieren
Vorgehen bei der Implementierung muss zum gewählten Prozess/Vorgehen passen
Code First vs. Database First, TDD
mögliche Ergebnisse: interessante Code-Beispiele: Frontend/Backend/SQL/HTML etc., Klassendiagramm, Sequenzdiagramm, Screenshots der Anwendung, Tabellenmodell, Screenshots der Projektstruktur
Deployment auf Zielumgebung durchführen
mögliche Ergebnisse: Dockerfile, Screenshots Build-/Deployment-Pipeline, Ticketverlauf, Screenshots der finalen Umgebung
Qualitätssicherung
Eigene Maßnahmen umsetzen (am besten schon während der Implementierung)
mögliche Ergebnisse: interessanter Code aus Unit-Tests/Integrationstests/Systemtests/Oberflächentests, Screenshots der Code Coverage oder statischen Codeanalyse
Externe Unterstützung
mögliche Ergebnisse: Code-Reviews (was ist herausgekommen?), Pull-Requests, Code-Walkthroughs, Testprotokoll, Abnahmeprotokoll, Testsuite in Testtool
Dokumentation
Langfristigen Betrieb der Lösung zielgruppengerecht dokumentieren
mögliche Ergebnisse: Kunden-/Benutzerdokumentation, Entwicklungsdokumentation, Administrationsdokumentation, Installationsanleitung, README, Verteilungsdiagramm, Wiki-Artikel, Build-Pipeline, Klassendiagramm, Tabellenmodell
Beispielablauf
Fiktives Beispiel: Es soll eine bestehende Excel-Lösung abgelöst werden durch eine Webanwendung.
Ist-Analyse/Anforderungen: Gespräch mit bisherigen Anwender:innen, Ablauf als EPK dokumentieren, daran Schwachstellen (z.B. Medienbrüche) aufzeigen, Anforderungen währenddessen unstrukturiert als Notizen sammeln
Artefakte: EPK (alt), Screenshots der bisherigen Excel-Datei
Anforderungen strukturieren: Notizen aufbereiten und um weitere Stakeholder (z.B. Entwickler:innen) ergänzen, einheitliche Formulierung als User Storys, Anwendungsfälle modellieren
Artefakte: Use-Case-Diagramm, Lastenheft (Liste der User Storys)
Neue Lösung skizzieren: Prozess für Lösung des Problems als EPK modellieren (zum besseren Vergleich zur bisherigen Lösung)
Artefakt: EPK (neu)
Plattform festlegen: Webanwendung, da am einfachsten zu deployen
UI gestalten und mit Stakeholdern abstimmen, gerne low-level auf Papier oder dem iPad
Artefakt: Mockups
Datenmodell aus den Mockups (und weiteren Anforderungen) ableiten
Artefakt: Entity-Relationship-Modell
Architektur der Anwendung mit Domain Driven Design planen, Domäne ohne Abhängigkeiten und losgelöst von Infrastruktur
Artefakte: Komponentendiagramm, Glossar der zentralen Domänenbegriffe
Datenhaltung definieren: MariaDB, weil schon etabliert im Unternehmen
Programmiersprache und Frameworks auswählen: Java mit Quarkus, weil schon im Unternehmen etabliert und gut für Container geeignet
Artefakte: Liste der eingesetzten Technologien mit konkreten Versionsnummern
Geschäftslogik und Domäne aus Datenmodell ableiten
Artefakte: grobes Klassendiagramm ohne Methoden zur Orientierung, Sequenzdiagramm für zentralen Algorithmus
Build und Deployment modellieren: Build mit Gradle/Jenkins und Betrieb in Docker/Kubernetes
Artefakte: Deploymentdiagramm, Build-Pipeline (Code), Dockerfile (Code), Buildfile (Code)
Qualitätssicherung planen: Implementierung mit TDD, technische Abnahme über Pull-Requests, statische Codeanalyse mit Sonarqube
Obige Ergebnisse im im Pflichtenh
Um alles rund um Verträge als Vorbereitung auf die AP1 geht es in der einhundertvierundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Für die AP1 ist es sinnvoll, einige grundsätzliche Vertragsarten zu kennen und unterscheiden zu können. Sowohl auf Anbieter- als auch auf Nachfragerseite ist es wichtig zu verstehen, welche Art von Vertrag vorliegt, da daraus unterschiedliche Rechte und Pflichten entstehen können.
Disclaimer: Das hier ist keine Rechtsberatung! 🙂
Vertrag
Ein Vertrag ist die von zwei (oder mehr) Vertragsparteien erklärte Einigung über die Begründung eines Schuldverhältnisses (siehe § 311 BGB). Hierfür sind zwei übereinstimmende Willenserklärungen erforderlich. Beispiel: Angebot und Annahme, Bestellung und Lieferung.
Verträge können schriftlich, mündlich oder durch „konkludentes Handeln“ entstehen.
Vertragsarten
Kaufvertrag: Verkäufer:in verkauft etwas an Käufer:in.
Beispiele in der IT: Hardware-/Softwarekauf
Lizenzvertrag: Lizenzgeber:in räumt Lizenznehmer:in Rechte an einem geschützten Werk (z.B. Patent, Marke, Urheberrecht) ein.
Beispiele in der IT: Lizenzierung von Software, Bildrechte einkaufen
Servicevertrag: Regelt die Erbringung produktbezogener Leistungen zwischen Anbieter:in und Kund:in.
Beispiele in der IT: Wartungsverträge für Software (z.B. für Patches und Updates) oder Hardware durch Dienstleister
Mietvertrag: Vermieter:in überlässt Mieter:in eine bewegliche oder unbewegliche Sache zur zeitweisen Nutzung.
Beispiele in der IT: Miete eines Autos für eine Dienstreise, Miete von Software
Leasingvertrag: Leasinggeber:in (Vermieter:in) überlässt Leasingnehmer:in (Mieter:in) eine Sache zur Nutzung wie bei der Miete, aber mit Fokus auf eine langfristige Nutzung mit der Möglichkeit des Erwerbs am Ende der Vertragslaufzeit. Außerdem sind bestimmte Sachverhalte anders geregelt, z.B. die Inspektion beim geleasten Auto oder die Wahl des konkreten Modells und der Ausstattung durch den/die Leasingnehmer:in.
Beispiele in der IT: Leasing teurer Hardware statt einmaligen Kaufs
Werkvertrag: Unternehmer:in (Auftragnehmer:in) verpflichtet sich zur Herstellung eines bestimmten Werks für den/die Auftraggeber:in (Besteller:in). Hier muss das Endergebnis klar definiert sein („Werk“).
Beispiele in der IT: Programmierung einer kompletten Individualsoftware für eine Kundin
Dienstvertrag: Schuldner:in verpflichtet sich zur Leistung eines Dienstes an den/die Gläubiger:in. Hierbei steht die Dienstleistung an sich im Vordergrund und nicht das Endergebnis.
Beispiele in der IT: Programmierung für einen Kunden auf Basis von Tagessätzen
Fernabsatzvertrag: Bei Verträgen, die über Fernkommunikationsmittel (Internet, Telefon usw.) geschlossen werden, haben Verbraucher:innen besondere Rechte, insb. ein Widerrufsrecht.
Arbeitsvertrag: Definiert die Rechte und Pflichten von Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in.
Vertragsbestandteile
z.B. Leistungsbeschreibung, Termine/Fristen, fällige Entgelte, Lasten- und Pflichtenheft (insb. bei Softwareerstellung), Konventionalstrafen, Haftung
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Mit AGBs regeln Unternehmen ihre grundsätzliche Vertragsgestaltung, also Inhalte, die für alle Verträge gelten.
Beispielinhalte:
Informationen zum Vertragsschluss (z.B. Telefon, E-Mail), Bestätigungen usw.
Zahlungsbedingungen (z.B. Fristen, Zahlungsmöglichkeiten)
Eigentumsvorbehalt
Lieferungskonditionen und -möglichkeiten
übliche Geschäftszeiten
Gewährleistung/Garantie
Haftung
Service-Level-Agreement (SLA)
Ein SLA legt fest, wie Auftraggeber:in und Dienstleister:in bei wiederkehrenden Dienstleistungen zusammenarbeiten und welche individuellen Verantwortlichkeiten sie tragen.
Beispielinhalte:
Leistungsbeschreibung: z.B. Hosting einer Website
Verfügbarkeit des Services: z.B. Verfügbarkeit 99%, vereinbarte Wartungsfenster
Erreichbarkeit des Dienstleisters: z.B. Geschäftszeiten, Reaktionszeit bei unterschiedlich schweren Problemen
Preisgestaltung: z.B. Abrechnung pro Aufruf oder Kontingente
Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung: z.B. Vertragsstrafen
Vertragslaufzeit: z.B. monatlich, jährlich
Sonstiges
Gewährleistung vs. Garantie: Gewährleistungsrechte bestehen aufgrund gesetzlicher Vorschriften gegenüber dem/der Verkäufer:in. Eine Garantie ist eine freiwillige Leistung eines/einer Hersteller:in und richtet sich nach dessen/deren Bedingungen.
Archivierung: Jede:r Gewerbetreibende ist verpflichtet, geschäftliche Unterlagen (also auch Verträge) über einen bestimmten Zeitraum aufzubewahren. Die übliche Aufbewahrungsfrist beträgt 10 Jahre.
Urheberrecht: Verleiht dem/der Inhaber:in das exklusive Nutzungsrecht am Werk, auch 70 Jahre über den Tod hinaus (Schutz geistigen Eigentums). Gilt automatisch für Bilder, Videos, Musik, Texte usw. mit einer gewissen Schöpfungshöhe. Das Urheberrecht ist nicht vertraglich abtretbar, aber Lizenzen können erteilt werden.
Creative Commons: Gemeinnützige Organisation, die verschiedene Standard-Lizenzverträge veröffentlicht hat, mit denen Autor:innen der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an ihren Werken einräumen können. Achtung: Lizenzen geben einzuhaltende Pflichten vor, z.B. die Namensnennung.
Patent: Hoheitlich erteiltes gewerbliches Schutzrecht für eine (technisch geprägte) Erfindung. Dies verhindert eine schnelle Nachahmung durch Konkurrenten und motiviert die Forschung und Entwicklung neuer Erfindungen.
Marke: Rechtlich geschütztes Zeichen, das dazu dient, Waren, Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens von der Konkurrenz zu unterscheiden.
Literaturempfehlungen
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Und dazu passend das Arbeitsbuch:
*
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Vertrag – Wikipedia
Beispiel für AGBs: AGB von Mindfactory
Abgemahnter Schlangenkuchen und Bilderrechte – Rechtsbelehrung Folge 1 (Jura-Podcast)
Um Softwarequalität nach ISO 9126 geht es in der einhundertdreiundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Definition von Qualität
Qualität ist der Grad der Übereinstimmung mit den Anforderungen.
Da verschiedene Stakeholder unterschiedliche Anforderungen an unser Projekt haben, ist die Qualität recht subjektiv. Alle Stakeholder zu 100% zufrieden zu stellen, wird in einem echten Projekt wohl nicht möglich sein.
Maßnahmen zur Qualitätssicherung
Die Softwarequalität kann mit verschiedenen konkreten Maßnahmen während der Entwicklung sichergestellt werden. Diese nicht vollständige Liste enthält einige Maßnahmen, die Prüflinge auch in ihrem eigenen Abschlussprojekt anwenden können.
Audits
Code Reviews
Testmethoden
Entwicklungsprozess
Dokumentation
Statische Codeanalyse
Pair Programming
Bugtracking
Continuous Integration/Delivery/Deployment
Softwarequalität nach ISO 9126
Funktionalität
Angemessenheit
Interoperabilität
Ordnungsmäßigkeit
Richtigkeit
Sicherheit
Änderbarkeit
Analysierbarkeit
Modifizierbarkeit
Testbarkeit
Stabilität
Übertragbarkeit
Anpassbarkeit
Austauschbarkeit
Installierbarkeit
Koexistenz
Effizienz
Verbrauchsverhalten
Zeitverhalten
Zuverlässigkeit
Fehlertoleranz
Reife
Wiederherstellbarkeit
Benutzbarkeit
Attraktivität
Bedienbarkeit
Erlernbarkeit
Verständlichkeit
Literaturempfehlungen
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ISO/IEC 9126 in der Wikipedia
Um Eigenschaften und Unterscheidungsmerkmale von Programmiersprachen geht es in der einhundertzweiundachzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Inhalt
Was ist eine Programmiersprache?
Programmiersprache: „Eine Programmiersprache ist eine formale Sprache zur Formulierung von Datenstrukturen und Algorithmen, d.h. von Rechenvorschriften, die von einem Computer ausgeführt werden können.“ [Herv. d. Verf.]
Bausteine von Algorithmen: Sequenz, Verzweigung (z.B. if, switch, aber auch Pattern Matching), Wiederholung (GOTO, Schleifen, Rekursion)
Turing-complete: „[…] die Eigenschaft einer Programmiersprache oder eines anderen logischen Systems, sämtliche Funktionen berechnen zu können, die eine universelle Turingmaschine berechnen kann.“
Demnach sind keine Programmiersprachen: HTML/XML (Auszeichnungssprache), CSS (Stylesheet-Sprache), SQL (Datenbankabfragesprache).
Sprache vs. Plattform vs. Ökosystem
Programmiersprachen bringen meistens „eingebaute“ („native“) Funktionen mit, die direkt in der Syntax der Sprache formuliert werden können:
Ein-/Ausgabe-Befehle, um Daten verarbeiten zu können
Deklaration von Variablen zum Speichern von Informationen
mathematische Funktionen wie Addition, Multiplikation usw.
Steueranweisungen für Verzweigung und Wiederholung
Möglichkeiten zur Programmunterteilung (z.B. Funktionen, Subprogramme)
Einbinden von (externen) Bibliotheken zur Wiederverwendung
Viele Programmiersprachen bringen außerdem noch eine umfangreiche Bibliothek an vorgefertigten Implementierungen (z.B. in Form von Klassen in objektorientierten Sprachen) mit. Diese Bibliothek ist bei der Einarbeitung in eine neue Sprache meist schwieriger/langwieriger zu lernen als die Syntax. Oftmals teilen sich mehrere Programmiersprachen die Bibliotheken einer gemeinsamen Plattform, z.B. der JVM bei Java und Kotlin bzw. .NET bei C# und Visual Basic.
Darüber hinaus existiert meist auch noch ein ganzes Ökosystem rund um die Sprache/Plattform:
Build-Tools, z.B. Maven, Gradle
Dependency-Management, z.B. NPM, RubyGems
Test-Frameworks, z.B. JUnit
weitere Frameworks und Libraries, z.B. Spring, Jakarta EE, Rails, Blazor
Klassifizierung/Einsatzzweck(e)
Im Alltag sind die Identifikation und Auswahl einer für das jeweilige „Realweltproblem“ passenden Sprache wichtig. Viele Programmiersprachen haben Schwerpunkte bei ihrem Einsatz, weil sie für bestimmte Einsatzzwecke optimiert wurden oder dafür viele vorgefertigte Lösungen mitbringen.
Einsatzzweck: Webanwendung (z.B. PHP), App (z.B. Swift), Desktop-Anwendung (z.B. C#), Server-Anwendung (z.B. Java)
Frontend (browserseitig) vs. Backend
Scriptsprachen: geringer Programmieraufwand für schnell sichtbare Ergebnisse, oft Interpretersprachen mit dynamischer Typisierung und laxer Syntaxprüfung (z.B. Semikolons optional), Beispiele: PowerShell, PHP
Web-Programmiersprachen: bringen meist umfangreiche Bibliotheken und Frameworks für Webanwendungen mit, oftmals auch Scriptsprachen, Beispiele: PHP, Ruby, Python
Programmierparadigma
Ein Programmierparadigma gibt die grundsätzliche Art und Weise vor, wie mit einer Programmiersprache entwickelt wird. Es definiert grundlegende Herangehensweisen und Prinzipien bei der Softwareentwicklung, aber auch ganz konkrete syntaktische Vorgaben. So legt es z.B. fest, mit welchen Konstrukten das Programm hauptsächlich arbeitet (z.B. Objekte in der Objektorientierung bzw. Funktionen in der funktionalen Programmierung als sogenannte „First Class Citizens“), wie Programme modularisiert werden sollten und auf welche Art und Weise Algorithmen vorzugsweise formuliert werden sollten („idiomatische Programmierung“).
Viele Programmiersprachen sind heutzutage sogenannte Multiparadigmensprachen, bieten also Konzepte aus mehreren Paradigmen an, z.B. Objektorientierung und funktionale Programmierung. Meist haben sie aber ein definierendes Paradigma, z.B. Objektorientierung bei Java.
Imperativ vs. Deklarativ
Grundsätzlich kann man die imperative und deklarative Programmierung unterscheiden. Während bei der imperativen Programmierung (von lat. „imperare“ – befehlen) exakt vorgegeben wird, in welcher Reihenfolge der Computer welche Befehle wie ausführen muss, gibt man bei der deklarativen Programmierung (von lat. „declarare“ – erklären) lediglich vor, welches Ergebnis am Ende erreicht sein soll, und lässt den Computer den Weg dorthin selbst finden.
Beispiel:
// imperativ
for (int i = 0; i < list.getSize(); i++)
{
System.out.println(list.get(i));
}
// deklarativ
list.forEach(System.out::println);
Konkrete Programmierparadigmen
unstrukturiert: Einsatz von GOTO führte dazu, dass konkrete Programmabläufe nicht mehr nachvollzogen werden konnten
strukturiert: Verzicht auf GOTO und Einsatz von Kontrollstrukturen wie if und while
prozedural: Programme werden in kleine, wiederverwendbare Einheiten („Prozeduren“) aufgespalten
funktional: (mathematische) Funktionen bilden den Kern dieser Vorgehensweise, Higher Order Functions, Immutability und Rekursion als wichtige Merkmale
objektorientiert: Objekte kapseln Eigenschaften und Funktionen zu einer Einheit, Vererbung und Polymorphie als wichtige Merkmale
logisch: Programmierung auf Basis der mathematischen Aussagenlogik
Compiler vs. Interpreter
Compiler: Übersetzt Quellcode in Maschinen- oder Bytecode, bevor das Programm ausgeführt wird.
JIT-Compiler: Just-In-Time-Compiler übersetzen z.B. Teile des Bytecodes zur Laufzeit in Maschinencode, um die Performance zu erhöhen.
Interpreter: Interpretiert den Quellcode Zeile für Zeile und übersetzt ihn während der Ausführung in Maschinencode.
Typisierung
statisch vs. dynamisch
statisch: Datentypen stehen schon zur Compile-Zeit fest.
dynamisch: Datentypen werden erst zur Laufzeit geprüft.
stark vs. schwach: eher ein Spektrum („stärker/schwächer typisiert“) als eine harte Einteilung
stark: keine Typumwandlung möglich oder nur explizit („Cast“, (int)3.5)
schwach: implizite Typumwandlungen durch die Sprache, z.B. if (1) { ... }
Beispiele für alle Kombinationen
statisch/stark: Java
> cat .\Main.java
class Main {
public static void main(String[] args) {
double d = 1.5;
int i = d;
}
}
> javac .\Main.java
.\Main.java:6: error: incompatible types: possible lossy conversion from double to int
int i = d;
^
1 error
statisch/schwach: C
> cat test.c
#include <stdio.h>
int main() {
int i = 1;
if (i) {
printf("Hallo\n");
}
return 0;
}
> gcc test.c -o test
> ./test
Hallo
dynamisch/stark: Ruby
> cat .\test.rb
i = 1
s = "a"
puts i + s
> ruby .\test.rb
./test.rb:3:in `+': String can't be coerced into Integer (TypeError)
from ./test.rb:3:in `<main>'</main>
dynamisch/schwach: PHP
> cat test.php
$i = "asdf";
if ($i) {
echo "Hallo\n";
}
> php test.php
Hallo
Syntax
Syntaktisch gibt es eigentlich nur die Unterscheidung zwischen Sprachen, die ähnlich zu C sind (insb. Klammern, Schlüsselwörter, Datentypen) oder eben nicht.
Beispiel Java (C-ähnlich):
void pruefePerson(int alter) {
if (alter >= 18) {
System.out.println("volljährig");
}
}
Beispiel Ruby:
def pruefePerson(alter)
puts "volljährig" if alter >= 18
end
Grafisch vs. textuell
Die weitaus meisten Programmiersprachen sind textuelle Sprachen, aber es gibt auch grafische Programmiersprachen, bei denen die Algorithmen „zusammengeklickt“ werden können. Ein Beispiel ist Scratch.
Abstraktionsniveau/Sprachhöhe
1GL: Maschinensprache, Nullen und Einsen
2GL: Assembler, etwas abstrakter, aber immer noch kryptisch, an bestimmte Prozessoren gebunden
3GL: moderne Hochsprachen wie C, Java usw.
4GL: Sprachen mit Fokus auf einen bestimmten Anwendungsbereich, Ziel: wenig Code für häufig benötigte Funktionen, Beispiele: Natural, ABAP
General Purpose vs. Domain Specific
General Purpose Language (GPL): Kann eingesetzt werden, um beliebige Probleme zu lösen, verwendet aber eine allgemeine Syntax. Beispiele: Java, C#, PHP etc.
Domain Specific Language (DSL): Kann nur Probleme eines genau abgegrenzten Bereichs lösen, verwendet dafür aber eine perfekt passende Syntax. Es gibt interne (fachliche APIs der eigenen Komponenten) und externe (komplett separate Programmiersprachen mit Compiler usw.).
Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten
Portabilität/Laufzeitumgebung: hardwarenah (C, C++) vs. virtuelle Maschine (Java, C#)
Managed vs. unmanaged: Manuelle Speicherverwaltung (C) vs. Garbage Collector (Java, C#)
Performance/Speicherverbrauch: Durch die Kombination mehrerer der obigen Eigenschaften können sich deutliche Unterschiede bei der Performance einzelner Sprachen ergeben. So ist ein Programm in C, das speziell für die konkrete Laufzeitumgebung kompiliert wurde, sicherlich schneller als ein Java-Programm, das auf einer virtuellen Maschine interpretiert und ausgeführt wird. Aber das ist immer noch schneller als ein JavaScript-Programm, das zunächst noch interpretiert werden muss.
Beispiele für Programmiersprachen
Diese Liste ist nicht vollständig!
Web
PHP: sehr verbreitete Web-Programmiersprache mit viel Unterstützung für übliche Anforderungen (z.B. Zugriff auf Query-String usw.)
Ruby: Basis von Ruby on Rails und geschaffen, um Entwickler:innen glücklich zu machen
Python: gerade im KI-Umfeld stark verbreitet
JavaScript: bislang die einzige (!) Programmiersprache für das Frontend im Browser
Typescript: statisch typisierte Alternative zu JavaScript
Enterprise
Java: großes Ökosystem, Langlebigkeit, Abwärtskompatibilität, sehr performant
C#: stark verbreitet für Windows-Anwendungen
COBOL: alte, aber immer noch in vielen großen Unternehmen eingesetzte 4GL-Sprache für klassische Business-Anwendungen
ABAP: Programmiersprache von SAP
VBA: Makrosprache für Microsoft Office
App
Kotlin: Standardsprache für Android-Anwendungen, läuft wie Java auf der JVM
Swift: Standardsprache für iOS-Anwendungen, „Nachfolger“ von Objective-C
Hardware
Assembler: immer noch bei hochperformanten Anwendungen im Einsatz (z.B. Spiele)
C: Basis vieler eingebetteter Systeme und Betriebssysteme
C++: objektorientierter




aussagekräftig quellcode
Wie in Abb so und so
Quelltext in Anhang geklatscht nur um zu füllen
projektablauf nicht stimmig
Man muss erkennen was gemacht wurde