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Hörgang
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Author: Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger
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Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.
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In dieser Episode tauchen wir ein in die farbenfrohe Welt der CliniClowns Österreich und begleiten sie durch ihren bewegten Alltag in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen. CliniClown Edouard Raix öffnet uns die Tür zu einer Welt voller Lachen und Tränen, indem er von seinen berührenden Begegnungen mit Patientinnen und Patienten erzählt. Er schildert den Ablauf einer Clown-Visite, die stets von Improvisation und Spontaneität geprägt ist, und beleuchtet die besonderen Anforderungen dieses außergewöhnlichen Berufs. Ein Beruf, der nicht nur ein hohes Maß an Verantwortung und Feingefühl erfordert, sondern auch die Fähigkeit, in den dunkelsten Momenten ein Licht der Hoffnung zu entzünden.
Das Herz schlägt zuverlässig – meist ein Leben lang. Doch manchmal gerät es aus dem Takt. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit. Millionen Menschen leben damit, viele ohne es zu wissen. Denn die Erkrankung bleibt oft stumm. Kein Schmerz. Kein Alarm.
Dabei sind die Folgen ernst. Beim Vorhofflimmern feuern elektrische Signale chaotisch. Die Vorhöfe pumpen nicht mehr richtig. Blut kann gerinnen. Das Schlaganfallrisiko steigt deutlich. Je länger die Störung anhält, desto schwerer lässt sie sich behandeln.
Die Medizin sucht deshalb nach Wegen zur frühen Diagnose. Digitale Herzmodelle helfen, Abläufe zu verstehen und Therapien zu testen. Smartwatches und Apps können Hinweise liefern – ersetzen aber keine ärztliche Abklärung. Entscheidend ist der Zeitpunkt. Wird Vorhofflimmern früh erkannt, steigen die Chancen, den normalen Herzrhythmus zu erhalten und schwere Komplikationen zu verhindern.
Die Mariazellerin Dr. Magdalena Grießler reist seit 2010 regelmäßig nach Äthiopien und Ghana, um in medizinisch unterversorgten Regionen zu arbeiten. In ihren Einsätzen erlebt sie Situationen, die in Europa kaum vorstellbar sind: überfüllte Krankenzimmer ohne Hygiene, schwer verbrannte Kinder, fehlende Medikamente und Frauen, deren Geburten lebensgefährlich verlaufen. Trotz dieser Herausforderungen beschreibt Grießler ihre Arbeit als tief erfüllend – getragen von Menschlichkeit, Pragmatismus und dem Willen, Leid nicht einfach hinzunehmen, sondern aktiv zu lindern. Besonders prägend war für sie die Zusammenarbeit mit missionsärztlichen Schwestern wie Schwester Rita, deren Einsatz sie zu dauerhaftem Engagement motivierte.
Neben ihrer medizinischen Tätigkeit unterstützt Grießler auch nachhaltige Projekte, etwa den Bau eines Krankenhauses in Nordghana sowie ein Schulprogramm, das täglich über 560 Kindern eine warme Mahlzeit ermöglicht. Für sie ist es ein Anliegen, Menschen Chancen zu schenken, die aufgrund ihres Geburtsortes kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Bildung haben. Ihre Botschaft an Kolleginnen und Kollegen: Ein Auslandseinsatz verändert nicht nur die eigene Sicht auf Medizin – er erdet, stärkt und zeigt, was Menschlichkeit im Kern bedeutet.
Ein Vertrag für ganz Österreich – oder passgenaue Lösungen für jedes Bundesland? In der Debatte um den ärztlichen Gesamtvertrag prallen zwei Grundhaltungen aufeinander. Ärztekammer-Präsident Johannes Steinhart warnt vor einem zentralistischen Zugriff auf ein System, das von regionaler Vielfalt lebt. Landesärztekammern seien keine Bremsklötze, sondern Garanten für Versorgung nahe am Patienten. Einheitliche Regeln dürften nicht zu Einkommensverlusten führen und müssten die Realität ärztlicher Arbeit abbilden.
ÖGK-Obmann Andreas Huss hält dagegen: Neun verschiedene Verträge seien ein Relikt, teuer und intransparent. Ein österreichweit einheitlicher Gesamtvertrag schaffe Fairness, Klarheit und moderne Strukturen – für Ärzte wie für Patienten. Leistungskatalog, Organisation und Honorare sollen neu geordnet werden, ohne jemanden schlechter zu stellen. Steinhart und Huss treffen in einer von ÖKZ-Chefredakteur Josef Ruhaltinger moderierten Diskussion direkt aufeinander.
Bis Mitte 2026 soll eine Einigung stehen. Der Weg dorthin ist steinig. Doch klar ist: Es geht nicht um Formalien, sondern um die Zukunft der Versorgung. Vereinheitlichen, wo es sinnvoll ist. Differenzieren, wo es nötig bleibt.
Was haben ein Allgemeinmediziner und eine Tierärztin gemeinsam? Mehr, als man denkt. In dieser Podcastfolge treffen zwei Welten aufeinander, die sich im Wartezimmer selten begegnen, aber im Kern erstaunlich ähneln. Ronny Tekal, Arzt, Radiodoktor und Medizinkabarettist, spricht mit Tierärztin „Dogtor" Sandra Burin über ihren Berufsalltag, der von Diagnose, Vertrauen und Emotion geprägt ist.
Menschen erklären ihre Symptome oder recherchieren sie im Internet, während Tiere stumm bleiben. Dafür sprechen ihre Halter oft umso lauter. Beide Gäste schildern, wo Missverständnisse entstehen, warum Kommunikation manchmal wichtiger ist als jede Therapie und weshalb Empathie die Grundlage für Professionalität bildet.
Das Gespräch behandelt den ersten Kontakt in der Praxis, schwierige Gespräche, Grenzsituationen wie lebensverändernde Diagnosen oder das Einschläfern eines Tieres. Zudem wird die Frage erörtert, was einen „guten Tag“ im Gesundheitsberuf ausmacht – jenseits von Abrechnung und Routine.
Es geht um Nähe und Distanz, Verantwortung und Vertrauen. Und um die einfache, aber unbequeme Wahrheit: Heilen beginnt oft nicht mit Medikamenten, sondern mit Zuhören.
Die Wechseljahre betreffen jede Frau – und doch werden sie politisch, medizinisch und beruflich oft ignoriert. In dieser Folge des Hörgangs spricht Irene Thierjung mit Birgit Fenderl über ein Thema, das zwar lauter wird, im Alltag aber weiter tabuisiert bleibt. Fenderl, frühere TV-Moderatorin und Podcasterin („Von wegen Pause“), erzählt offen von eigenen Erfahrungen mit Schlaflosigkeit, Brain Fog und beruflicher Selbstausbeutung – und von einem System, das Frauen in dieser Lebensphase häufig allein lässt.
Warum wissen viele Ärztinnen und Ärzte zu wenig über die Menopause? Weshalb schließen Hormonambulanzen, während gleichzeitig zwei Drittel aller Frauen Beschwerden haben? Und warum gelten Wechseljahre am Arbeitsplatz noch immer als „heikles Thema“, obwohl sie Unternehmen und Volkswirtschaft viel Geld kosten?
Fenderl zeigt, dass es nicht um Befindlichkeiten geht, sondern um Gesundheit, Prävention und Chancengleichheit. Sie fordert mehr Wissen im Medizinstudium, mehr Offenheit in Unternehmen und mehr politischen Willen. Ein Gespräch über eine Lebensphase, die kein Randthema ist – sondern die Hälfte der Gesellschaft betrifft.
Frauen und Männer erkranken unterschiedlich – biologisch, hormonell, sozial. Doch die Medizin behandelt sie oft gleich. Das rächt sich: Frauen werden später diagnostiziert, seltener leitliniengerecht therapiert und häufiger von Nebenwirkungen geplagt. Prof. Alexandra Kautzky-Willer, Pionierin der Gendermedizin, erklärt im Podcast, warum das so ist – und was sich ändern muss.
Sie zeigt, wie Geschlechtschromosomen, Hormone und Lebensstil ineinandergreifen, warum Frauen in Studien noch immer unterrepräsentiert sind und weshalb Diabetes bei ihnen später erkannt, aber schwerer verläuft. Schwangerschaft, Menopause, psychosoziale Belastungen und Mehrfachrollen verschieben Risiken und erschweren den Therapiealltag. Dazu kommt: Frauen fürchten Nebenwirkungen stärker, brechen Therapien eher ab – nicht aus Leichtsinn, sondern aus mangelnder Aufklärung.
Kautzky-Willer fordert bessere Studiendesigns, mehr unabhängige Forschung und mehr Zeit in der Versorgung. Nur so wird Medizin wirklich personalisiert. Der Podcast zeigt klar: Wer Gesundheit geschlechtergerecht denkt, verbessert Versorgung für alle.
Manchmal sprechen Verletzungen lauter als Worte. In der Gewaltambulanz der MedUni Graz übersetzt Prof. Dr. Sarah Heinze diese Verletzungen in objektive Beweise – empathisch, präzise und gerichtsverwertbar. Ihre Arbeit verbindet Medizin, Recht und Menschlichkeit: Sie dokumentiert Gewalt, macht sie sichtbar und trägt dazu bei, Opfern Schutz und Gerechtigkeit zu verschaffen. Dabei kommt modernste Technik zum Einsatz – von CT und 3D-Rekonstruktionen bis hin zu telemedizinischer Begleitung direkt am Ort des Geschehens. Jede Untersuchung erfolgt von Kopf bis Fuß, in geschützter Atmosphäre und mit der Gewissheit: Was hier festgehalten wird, kann später über Schuld oder Unschuld entscheiden.
Was passiert, wenn Medizin, Technik und Neurowissenschaften ineinandergreifen? Im Gespräch mit Professor Oskar Azmann, Leiter des klinischen Labors für bionische Extremitätenrekonstruktion an der MedUni Wien, wird deutlich: Bionik ist längst keine Zukunftsvision mehr. Aßmann rekonstruiert nicht nur Nerven, sondern schafft Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, die verlorenes Körpergefühl ein Stück weit zurückbringen. Er erklärt, warum Prothesen heute mehr sind als Ersatzteile, weshalb Sensorik der Schlüssel zum Embodiment ist und weshalb die Idee eines „Cyborgs der Zukunft“ eine gefährliche Illusion bleibt. Zwischen chirurgischer Präzision, philosophischen Fragen und berührenden Patientengeschichten gibt Aszmann Einblicke in die Grenzen und Möglichkeiten moderner bionischer Medizin. Ein Gespräch über Pioniergeist, Verantwortung – und darüber, was eine Hand wirklich ausmacht.
Beim 74. Wiener Ärzteball in der Hofburg vereinen sich Eleganz, Medizin und Mitmenschlichkeit zu einem besonderen Abend. Unter dem Motto „Ein Tanz für das Leben“ feiert die Ärzteschaft nicht nur die Ballkultur, sondern zeigt Solidarität: Der Erlös unterstützt die Klinikclowns, die dort Hoffnung bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird – im Krankenhaus.
Ball-Mama Dr. Isabella Clara Heisenberger-Maas (seit Kurzem Mutter einer Tochter) gewährt im Gespräch Einblicke hinter die Kulissen dieses Charity-Events und erklärt, warum dieser Ball mehr ist als ein gesellschaftliches Ereignis: Er feiert das Leben, das Lachen und die Zuversicht.
HIV ist heute medizinisch kontrollierbar – doch das Stigma bleibt. Im Gespräch erklärt die Wiener Immunologin und Dermatologin Katharina Grabmeier-Pfistershammer, warum HIV längst kein Todesurteil mehr bedeutet, aber immer noch zu spät erkannt wird. Moderne Medikamente halten das Virus in Schach, oft mit nur einer Tablette täglich oder sogar einer Spritze, die ein halbes Jahr schützt. Heilbar ist HIV jedoch nicht – Therapietreue ist entscheidend, sonst kann das Virus Resistenzen entwickeln. Viele Infektionen werden erst spät entdeckt, weil Tests nicht angeboten werden oder das Thema tabu bleibt. Vor allem junge Menschen wissen wenig über HIV, andere meiden das Gespräch aus Angst oder Scham. Dabei schützt Wissen am besten – und offen darüber zu sprechen ist ein erster Schritt gegen das Stigma.
In der neuen Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene an der MedUni Wien widmet sich die Gerichtsmedizinerin Dr. Katharina Stolz einer Aufgabe, die oft im Verborgenen bleibt: der professionellen Sicherung von Gewaltspuren – unabhängig davon, ob Betroffene sofort Anzeige erstatten. Rund 300 Untersuchungen in den ersten Monaten zeigen, wie groß der Bedarf ist. Vor allem stumpfe Gewalt, Hämatome und scheinbare Bagatellverletzungen werden hier detailliert dokumentiert, fotografiert und bis zu zehn Jahre archiviert. Genau diese sorgfältige forensische Arbeit kann später entscheidend sein, um Tathergänge nachvollziehbar zu machen und Betroffenen eine realistische Chance auf Gerechtigkeit zu geben.
Stolz betont, dass die Stelle mehr ist als eine medizinische Untersuchung: Sie bietet Zeit, Schutz und eine vertrauliche Umgebung, in der Betroffene erstmals ihre Geschichte erzählen können. Der Großteil kommt aus dem sozialen Nahraum – Partnergewalt, familiäre Gewalt, wiederholte Übergriffe. Professionell geschulte Allgemeinmedizinerinnen sichern Spuren, während psychologische Unterstützung und Beratung Wege zu weiteren Hilfsangeboten eröffnen. Für die Leiterin steht fest: Jede Region braucht solche Einrichtungen, denn kurze Wege und schnelle Dokumentation können Leben verändern – und im besten Fall sogar retten.
In dieser Hörgang-Episode beleuchten wir die Welt der Pathologie, abseits von Tatorten und Krimiserien. Prof. Dr. Bernadette Liegl-Atzwanger (Med Uni Graz) erklärt die zentrale Rolle der klinischen und molekularen Pathologie in der modernen Medizin, Präzisionsdiagnostik und Therapieentscheidungen. Sie zeigt, wie aus Gewebeproben, digitalen Mikroskopien und genetischen Analysen konkrete Diagnosen entstehen. Ohne Pathologie wäre personalisierte Krebsmedizin nicht möglich.
Dr. Liegl-Atzwanger gibt Einblicke in die Arbeit am Sarkom-Subzentrum und erläutert die Bedeutung von Next-Generation Sequencing und Künstlicher Intelligenz. Sie beschreibt, warum Pathologie ein inspirierendes Fach zwischen Forschung, Klinik und Lehre ist.
„Wer waren die Ärztinnen und Ärzte, die 1938 aus Wien vertrieben wurden?“ – Das neue digitale Gedenkbuch der Gesellschaft der Ärzte in Wien macht ihre Namen wieder sichtbar. In dieser Hörgang-Folge sprechen die ehemalige Präsidentin der Gesellschaft, Prof. Dr. Beatrix Volz-Platzer, und der Archivar der Gesellschaft, Hermann Zeitelhofer, über Erinnerung, Verantwortung und den langen Weg, Geschichte ins Heute zu holen.
Gefäßerkrankungen entstehen oft lautlos und werden meist erst erkannt, wenn es bereits zu spät ist – darauf machen die Gefäßchirurgen Prim. Dr. Afshin Assadian und Dr. Miriam Kliewer vom Gefäßforum Österreich im Podcast aufmerksam. Sie betonen, dass nicht nur ältere Menschen betroffen sind: Arterienverkalkung, Aneurysmen oder venöse Probleme entwickeln sich über Jahre und bleiben lange symptomlos. Frühzeitige Prävention, das Erkennen von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhtem LDL oder Rauchen sowie regelmäßige Screenings – etwa der schmerzfreie Ultraschall der Bauchschlagader – können schwere Ereignisse wie Schlaganfall oder Herzinfarkt verhindern.
Neben einer konsequenten Lebensstilpflege spielen moderne Diagnostik und telemedizinische Angebote eine immer größere Rolle. Die Experten betonen jedoch, dass Prävention vor allem Bildung, Bewusstsein und Verantwortungsübernahme braucht. Ihre Botschaft ist klar: Gefäßgesundheit beginnt früh – und jeder kann mit Bewegung, ausgewogener Ernährung und dem Ernstnehmen von Warnzeichen aktiv dazu beitragen, langfristig gesund zu bleiben.
In einer neuen Folge des Podcasts Hörgang der MedUni Wien spricht Pathologe Prof. Lukas Kenner über eine stille Gefahr: Mikro- und Nanoplastik im menschlichen Organismus. Wie gelangen diese Partikel in unseren Körper? Was passiert, wenn sie sich in Zellen, ja sogar in Tumoren anreichern? Und warum könnte Plastik ein unterschätzter Treiber für Krebsentstehung sein? Prof. Kenner gibt exklusive Einblicke in ein Forschungsfeld, das erst am Anfang steht – mit beunruhigenden Erkenntnissen und großem medizinischem Potenzial.
Vor zehn Jahren erhielt Alexander Greiner die Diagnose Hodenkrebs – ein Schock für den jungen Unternehmensberater und Sportler. Nach einer ersten Operation glaubte er sich schon geheilt, bis zwei Jahre später Metastasen entdeckt wurden. Diese zweite Diagnose wurde für ihn zum Wendepunkt: Er begann, offen über seine Krankheit zu sprechen, gründete eine Selbsthilfegruppe und gemeinsam mit der Österreichischen Krebshilfe den Podcast Herrenzimmer. Zudem schrieb er das Buch „Wie ich dem Krebs in die Eier trat“. Heute, mehr als fünf Jahre nach dessen Erscheinen, ist Greiner krebsfrei – und kämpft weiter gegen das Schweigen rund um Männergesundheit.
Eine Krankheit, die kaum jemand kennt – und doch so tödlich ist wie Masern: Der Grazer Mikrobiologe Ivo Steinmetz spricht über die Melioidose und erklärt, warum Diagnostik der Schlüssel zur globalen Gesundheit ist.
Die Erreger leben in tropischen Böden Teiche z.B. oder Reisfelder. Befallen werden Menschen und Tiere gleichermaßen. Die auch Pseudorotz genannte Krankheit wird oft nicht erkannt, weil ihre Symptome so unterschiedlich sind.
Im Gespräch mit Podcast-Chefredakteur Martin Burger geht es daher um die Kunst, Krankheiten wie die Melioidose zu erkennen, bevor sie zur Bedrohung werden – und darüber, warum Diagnostik längst nicht nur Laborarbeit ist, sondern ein Frühwarnsystem für Mensch und Umwelt.
Die Bezeichnung Pseudorotz bezieht sich auf die Ähnlichkeit zum Rotz (Mürde, lat. Malleus), einer Erkrankung, die bei Pferden und Eseln auftritt.
Wie retten wir Männerleben – und warum bremst gerade Österreich beim Prostatakrebs-Screening? Urologe Shahrokh Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie an der MedUni Wien, spricht über den bevorstehenden Wandel in der Früherkennung, die Bedeutung von PSA und MRT, und warum organisierte Programme fairer, wirksamer und kostengünstiger wären.
Im Gespräch mit Martin Burger erklärt er, warum Erektionsstörungen oft Jahre vor einem Herzinfarkt warnen, weshalb Testosteronmessungen zur Routine gehören sollten – und was sinkende Spermienqualität sowie Mikroplastik mit Männergesundheit zu tun haben. Zum Movember fordert Shariat mehr Aufklärung, Selbstuntersuchungen und eine echte Männergesundheitsstrategie.
Was passiert, wenn Ärztinnen und Patienten wirklich als Team agieren? In dieser Folge spricht der Arzt, Kabarettist und Autor Dr. Ronny Tekal über die „Mitmachmedizin“ – warum Heilung schneller geht, wenn Patientinnen aktiv mitarbeiten, und wie Empathie, Echtheit und Akzeptanz das beste Rezept sind. Außerdem: Warum Dr. Google und ChatGPT gar nicht so schlechte Kollegen sind – und wieso der Arzt manchmal selbst die beste Medizin ist.
Heilen geht besser zu zweit: Arzt und Patient als Partner. Im Gespräch mit Dr. Ronny Tekal geht es um die Kunst der gelungenen Arzt-Patienten-Beziehung, um mündige Patienten, empathische Ärztinnen und um Tekals neues Buch „Doppelt hält besser“. Eine Folge über Kommunikation, Verantwortung – und wie Humor helfen kann, gesund zu werden.













