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Kreisky Forum Talks

Author: Kreiskyforum

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Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit.
Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften.
Der Podcast zur Stunde.

Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/
352 Episodes
Reverse
Robert Misik im Gespräch Markus Brunner und Hans-Jürgen WirthSOZIALPSYCHOLOGIE DES AUTORITÄRENWas macht rechte Narrative für viele Menschen attraktiv?In atemberaubender Rasanz kippen die USA über den Abgrund, und auch in Europa werden autoritäre und neu-faschistische Bewegungen tonangebend. Sehr viele Analysen beschäftigen sich mit politikwissenschaftlichen und insbesondere auch mit ökonomischen Ursachen für den Aufstieg dieser Neuen Rechten. Dabei gibt es eine Vielzahl wichtiger sozialpsychologischen Faktoren, die selbst seit Jahrzehnten schon erforscht sind: Warum Menschen für autoritäre Botschaften empfänglich sind; welche Dynamiken die Selbstradikalisierung entfacht, wenn rechte Agitation auf Gesellschaften einwirkt; wie sich Menschen selbst verändern, wenn autoritäre Anlagen wachgerufen werden.Markus Brunner, Sozialpsychologe und Soziologe, untersucht in seinem Buch „Sozialpsychologie des Autoritären“ insbesondere die Autoritarismusforschung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und neuere Studien darüber, wie ein „rebellisch-autoritärer Charaktertyp“ entsteht und in „autoritäre Aggression“ umschlägt, und was es mit Menschen macht, wenn ein „paranoides Denken immer mehr zunimmt“.Eine massenpsychologische Perspektive ist unumgänglich, wenn man die Pathologien unserer Zeit verstehen will. Der Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth untersucht seit vielen Jahren die „emotionalen Leitmotive“, die rechtspopulistische Einstellungen begünstigen wie „Wut, Hass, Rachsucht, Empörung, Ekel, Neid, Ressentiments, Verbitterung, Sarkasmus, Zynismus, Destruktivität, Empathie-Verweigerung, Feindseligkeit“. Mangelnde Anerkennung mag dazu besonders beitragen, ebenso eine „misstrauische Grundhaltung zur Welt“, die oft schon im Kindesalter genährt wird.Markus Brunner,Sozialpsychologe und Soziologe; wissenschaftlicher Leiter des Master-Studienschwerpunktes “Sozialpsychologie/Klinische Psychologie” an der Sigmund Freud Privat Universität (SFU) WienHans Jürgen Wirth, Psychoanalytiker, psychologischer Psychotherapeut und Verleger des Psychosozial-Verlages; Professor für psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am MainModeration:Robert Misik, Autor und Journalist
Solmaz Khorsand in conversation with Friederike Frieß, Amb. Alexander Kmentt and Nikolai SokovARE WE READY FOR THE NEW NUCLEAR AGE? The world has entered a dangerous new phase in dealing with nuclear risks, “the third nuclear age” driven by an often referenced and poorly defined “great power competition” as Alexandra Bell, President and CEO of the Bulletin of the Atomic Scientists put it. There are persistent nuclear threats from Putin’s regime and by North Korean dictator Kim Jong-un’s alarming missile tests. Furthermore, US President Donald Trump is calling for renewed testing of America’s nuclear infrastructure.What will the world look like when, as IAEA Director General Rafael Grossi predicts, there are 20 to 25 nuclear-armed states instead of the current nine, and they flex their muscles more and more?What cards do the proponents of a rule-based world order still have to convince nuclear-hungry leaders of the threat posed by these weapons, which they brandish like toys? What is the future of non-proliferation treaties and diplomacy?Friederike Frieß, physicist and senior researcher at BOKU’s Institute for Safety and Risk Sciences and member of the UN Scientific Panel on the Effects of Nuclear WarAmb. Alexander Kmentt, Permanent Representative of Austria to the United Nations Office and International Organisations in Geneva Nikolai Sokov, Senior Fellow at the Vienna Center for Disarmament and Non – Proliferation and former Soviet and Russian arms control negotiatorModerator:Solmaz Khorsand, independent journalist, podcaster, and award-winning author focusing on socio-political issues
Cathrin Kahlweit im Gespräch mit Franziska Davies und Gerhard MangottDAS FÜNFTE JAHR: DIE UKRAINE IM KRIEGRusslands Krieg gegen die Ukraine geht im Februar 2026 ins fünfte Jahr – und ungeachtet aller internationaler Bemühungen um einen Waffenstillstand besteht derzeit wenig Hoffnung auf ein Einlenken des Kreml. Nach wie vor beharrt Wladimir Putin ebenso darauf, dass ein Sieg mit militärischen Mitteln möglich sei, wie auf seine Maximalforderungen. Dazu gehören unter anderem eine Abtretung des gesamten Donbass, eine Verkleinerung der ukrainischen Armee sowie die Installierung einer Russland-freundlichen Regierung in Kiew.Trotz aller vorläufigen Erfolgsmeldungen der „Koalition der Willigen“ und einer vagen Einbindung der USA ist daher unklar, wie ein Schweigen der Waffen oder gar ein Wiederaufbau des in Teilen zerstörten Landes möglich sein soll. Die Osteuropa-Historikerin und Gründerin der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, Franziska Davies, forscht zur modernen Geschichte der Ukraine und Russland und kennt sich daher in beiden Regionen hervorragend aus. Gleiches gilt für Gerhard Mangott, Professor für Politikwissenschaft und Experte für Sicherheitsforschung im post-sowjetischen Raum an der Universität Innsbruck. Davies und Mangott debattieren mit Osteuropa-Expertin Cathrin Kahlweit darüber, wie Russland zum Einlenken gedrängt und die Existenz der Ukraine gerettet werden kann.Franziska Davies, deutsche Osteuropa-Historikerin, Schwerpunkte: die moderne Geschichte der Ukraine, Polens und Russlands, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam, Mitbegründerin und Co-Präsidentin der Deutsch-Ukrainischen GesellschaftGerhard Mangott, österreichischer Politikwissenschaftler und Professor für Politikwissenschaft mit der Spezialisierung auf Internationale Beziehungen und Sicherheitsforschung im post-sowjetischen Raum an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Innen- und Außenpolitik Russlands, Außenpolitik der USA, Großmächtebeziehungen, strategische Rüstungskontrolle und nukleare ProliferationCathrin Kahlweit, langjährige SZ-Korrespondentin, Publizistin und Moderatorin
VICTOR ADLERWas sagt uns dieser Baumeister der Republik Österreich heute?Victor Adler war einer der bedeutendsten „Baumeister der Republik“, porträtiert in einer neuen ORF-III-Dokumentation der gleichnamigen Reihe. Vor der ORF-III Erstausstrahlung veranstaltet das Bruno Kreisky Forum am Montag, den 16. Februar ein pre-screening, sowie eine hochkarätige Diskussionsrunde zu Victor Adler, den Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs.Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien und Historiker, diskutiert mit ExpertInnen die Rolle und Perspektiven des Ausnahmepolitikers Adler. Er gilt als Symbol für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und den Einigungsprozess der Sozialdemokratie in dramatischen Zeiten des Umbruchs in Österreich, Europa und global. Die Sozialdemokratie als demokratische Emanzipationsbewegung im Vielvölkerstaat, als Vorkämpferin zur Lösung der sozialen Frage und zur Bekämpfung der Armut, als politische Kraft der Frauenemanzipation und Gleichbehandlung, ihre Friedenspolitik und Perspektiven für einen europäischen Einigungsprozess – diese und weitere Themen, die uns und die Sozialdemokratie bis heute beschäftigen, werden von der hochkarätigen Runde aufgeworfen.Adler starb einen Tag vor Ausrufung der Ersten Republik, doch er blieb Vorbild für viele, auch für Bruno Kreisky. Was hat er uns heute zu sagen? Michael Ludwig, Historiker, Bürgermeister und Landeshauptmann von WienGabriella Hauch, Historikerin, Professorin für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte.Wolfgang Maderthaner, Historiker, Präsident des Vereins Geschichte der ArbeiterbewegungRobert Misik, Autor und Journalist, Adler BiografModeration:Renata Schmidtkunz, Journalistin
We are not our regimes.De-escalation, Peace and Freedom in the Middle East: Iranian and Israeli Voices. Archenemies. This is the term commonly used to describe the relationship between Israel and Iran. An enmity that will ultimately lead to war, as it did in June 2025.Was war between these two states something that had to happen?No, said a group of Iranian and Israeli scholars and artists, that were worrying together since November 2024 about the hostile relationship of their respective countries.Three days after the breakout of the 12-day-war they published a statement in Hebrew, Farsi and English, urging for a ceasefire and diplomacy. And they stated: “We refuse to accept the inevitability of violent conflict as the only way forward between our nations, Israel and Iran, or their positioning as eternal arch-enemies.” Within a few days over 2400 people signed the open letter, from within Iran and Israel, along with many intellectuals from the Iranian diaspora.This represents a significant milestone in Israeli–Iranian relations, as it is the first time that intellectuals, artists, academics, filmmakers, and human rights activists have attempted to establish dialogue between two nations whose populations have been pitted against each other for decades.What are the chances and the challenges of this ambitious project? Human rights lawyer Mehrangiz Kar, editor of the Palestine – Israel Journal Susie Becher, publisher Hillel Schenker, political scientist Mehrzad Boroujerdi and the two historians Lior Sternfeld and Touraj Atabaki will join journalist Solmaz Khorsand February 12 on a conversation about crossing a supposedly insurmountable ditch.Touraj Atabaki, Emeritus Professor by special appointment of Social History of the Middle East and Central AsiaSusie Becher, Communications Director of the Policy Working Group and Managing Editor of the Palestine – Israel JournalMehrzad Boroujerdi, Vice Provost and Dean of College of Arts, Sciences, and Education at Missouri University of Science and TechnologyMehrangiz Kar, Iranian human rights lawyer and an internationally recognized writerHillel Schenker, Israeli journalist and co-editor of the Palestine-Israel JournalLior Sternfeld, Professor of history and Jewish Studies and Social Historian of the modern Middle EastModerator:Solmaz Khorsand, independent journalist, podcaster, and award-winning author focusing on socio-political issues
COURAGE! PART 4Tessa Szyszkowitz in conversation with Leonid VolkovHOW TO FIGHT AGAINST PUTIN AND HIS WAR FROM EXILEAfter Alexej Navalny’s death in a Russian prison camp in 2024 his Anti Corruption Foundation continues its work against dictatorship from outside the country.                 Their political lives are closely intertwined: Leonid Volkov was the chief of staff to the leader of the Russian opposition Alexej Navalny. When Navalny died in February 2024 his wife Yulia took over his role to speak up against Putin’s dictatorship. Her right hand man, again, is Leonid Volkov, who already managed Navalny’s political campaigns at the beginning of the 2010s.Almost four years after the war against Ukraine started Volkov will explain how the Anti-Corruption Foundation continues to influence the Russian public from abroad. How do you conduct opinion polls about Putin’s popularity or the support for his war without endangering the Russian respondents? And: How many Russians really support Putin? Spoiler: 10 Percent. 30 Percent are actively against him and the vast majority watches silently until this regime falls. Leonid Volkov will explain the Russian mindset, the scenario for a possible end of Putin’s war and his regime.Leonid Volkov is the political director of the Anti-Corruption Foundation, the leading organisation of Russian anti-Putin and anti-war resistance movement, founded by the late Alexei Navalny. Volkov also serves as chief of staff for Yulia Navalnaya, who took over the leadership after her husband was murdered by Vladimir Putin. He was campaign manager and chief of staff for Navalny’s Moscow mayoral campaign of 2013 and presidential campaign of 2018. Since 2019 he has to reside outside of Russia. There are 11 politically motivated criminal cases against him initiated by Putin’s regime; he’s sentenced to 18 years behind bar in absentia.Tessa Szyszkowitz, is an award winning Austrian journalist and author living in London. She writes regularly for Falter, Tagesspiegel and NZZ am Sonntag. Her last book so far was “Echte Engländer – Britain and Brexit” (2018). She is a curator at Kreiskyforum and Distinguished Fellow of Rusi, the Royal United Services Institute. She received a FPA Media Award for Best Story of the Year 2025.
In cooperation with friedensinitiative jemenYEMEN: BACKGROUND TO THE CONFLICT AND CURRENT PATHS TO PEACEWith Arabic-German translationThe crisis in Yemen is the result of long-standing political tensions, weakened state institutions, and a complex regional environment. Despite numerous international initiatives, the peace process remains fragile and sustainable progress has so far failed to materialize.On this evening, we would like to explore together how this complex situation came about, which political and social factors are hindering the path to peace, and which Yemeni approaches are opening up new perspectives today.We cordially invite you to join us in discussing possible future paths for Yemen and to reflect together on how political rapprochement, stability, and an inclusive, civil state can be promoted. Our guests will provide a variety of insights from the worlds of politics, culture, and peace work:Abu Bakr Al-Qirbi, Foreign Minister of Yemen 2001–2014 and 2016. Muscat, Oman (online)Nooh Al-Jaseri, Chairman of the Preparatory Committee of the Yemeni Peace Initiative. SalzburgMohammed Al-Salahi, Professor of Oriental Languages and Culture at the National Institute for Oriental Languages and Civilizations (INALCO, Institut national des langues et civilisations orientales), ParisAdel Al-Shugaa, Professor of Political Science at the University of Sanaa, Yemen. SpainNadia Al-Naggar, Executive Director of German Yemen Centre for peace and Development e.V., BerlinModeration: Basheer Al-Tashi, Long-standing involvement in the Yemeni community and social organizations, works in quality management in civilian life. Munich
Robert Misik und Helmut LethenSTOISCHE GANGARTENWas ist vom wirkmächtigen, bis in die Antike zurückreichenden Ideal einer stoischen Lebensführung heute noch geblieben? Ist in Zeiten zunehmender Extreme und Katastrophen ein ausgewogenes, auf Vermittlung bedachtes Leben überhaupt möglich, oder bleibt uns nur, den Verlust der Gelassenheit zu verzeichnen, den Absturz in die Unversöhnlichkeit, in gleichgültige, lähmende Vereinzelung?In einer faszinierenden Tour de Force beschreibt Helmut Lethen die Suche nach Möglichkeiten der Gelassenheit, von der Kältewelt des Barock bis zu den Kriegen der Gegenwart, zeigt dabei aber auch, wie stoische Prinzipien Schiffbruch erlitten haben und die Parole «Du musst dein Leben führen!» heute kaum mehr eine Chance hat. Die Forderung nach «Wehrtüchtigkeit» trifft auf Körper, die dazu nicht taugen. Die Spannung von Empathie und sachlicher Distanzierung überfordert die Menschen schon vor dem Fernseher. Wie ist eine Lebenspraxis des Ausgleichs heute möglich?Immer wieder kehrt Helmut Lethen dabei zu eigenen Erfahrungen und Beobachtungen unserer Gegenwart zurück – was diesen eindringlichen, gedankenfunkelnden Essay nicht zuletzt zu einem sehr persönlichen Lebensbuch macht. Helmut Lethen, geboren 1939, lehrte von 1977 bis 1996 an der Universität Utrecht, anschließend übernahm er den Lehrstuhl für Neueste Deutsche Literatur in Rostock. Von 2007 bis 2016 leitete er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Sein Buch «Verhaltenslehren der Kälte» (1994) gilt als Standardwerk, «Der Schatten des Fotografen» (2014) wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die vielbeachtete Autobiographie «Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug» (2020) und «Der Sommer des Großinquisitors. Über die Faszination des Bösen» (2022). Moderation:Robert Misik, Autor und Journalist
Zum 115. Geburtstag von Bruno Kreisky/ Honoring the 115th Birthday of Bruno KreiskyDer Mut zum Unvollendeten/ The Courage to Embrace the UnfinishedCorinna Milborn in conversation with Mohammad Anwar Esmat Sadat, Mkhaimar Abusada, Wolfgang Petritsch and Tobias LangBRUNO KREISKY AND THE MIDDLE EASTBUILDING DIPLOMACY AND RECONSTRUCTING PEACEPeace and security in the Middle East, that was Bruno Kreisky’s conviction in the light of the challenges of the 1960s and 1970s, could not be reached without a Two-State-Solution, the negotiation between and coexistence of the State of Israel and Palestine. After decades of efforts to build relations, many chances and opportunities for such a solution have been missed or sabotaged on various sides.  We take the opportunity to look into the past as well as into the future!In a first part, we look at Kreisky’s relations with Egypt, a crucialplayer when it comes to the Middle East’s peace and security arrangements. Due to Kreisky’s close relationship and friendship with Mohammad Anwar SADAT (1918-1981), he supported him on his path to the Camp David Agreement. Here, we explore “Sadat’s Austrian road to Jerusalem” and what strategic interests Austria and Egypt do also share today in the Middle East. In a second part, the panel will look into Gaza and the Middle East after October 7. Despite a “Trump Deal Peace Plan”, perspectives for peace seem unclear. The challenges for overcoming trauma and re-building trust, a two-state solution and reconstruction are enormous. What role could Austria play in this multilevel re-construction process?Opening:Andreas Babler, Head of the Social Democratic Party of AustriaPanelists:Mohammad Anwar Esmat Sadat: Leader of the Reform and Development Party in Egypt and a founding member of the Arab Council for Regional Integration, nephew of former Egyptian President M. Anwar SadatMkhaimar Abusada, Associate Professor for Political Science, Al-Azhar University Gaza, expert on Palestinian political development, Palestinian Youth, peace-educationWolfgang Petritsch, Ambassador, former political advisor to Bruno Kreisky, President of the Austrian Institute for International Politics, President of the Austrian Marshall Plan Foundation; board member of the Bruno Kreisky Forum.Tobias Lang, Director of the Austrian Centre for Peace, expert on Bruno Kreisky’s relations to the Middle EastModerator:Corinna Milborn, journalist and author, Head of News at ProSieben, Sat1, PULS 4. Hosts political TV debates
Helfried Carl im Gespräch mit Franz Cede und Ralph JanikAUSLAUFMODELL NEUTRALITÄT?Geschichte und Gegenwart eines österreichischen Mythos  Die Neutralität: auch ein Stück österreichische Identität. Aber ist sie noch zeitgemäß?Ein österreichisches Modell, neu beleuchtetDie Neutralität Österreichs: Sie ist eng verknüpft mit dem Staatsvertrag 1955 sowie dem EU-Beitritt 1995 und wird bis heute emotional aufgeladen und diskutiert. Damit ist sie ein Thema, das uns alle angeht. Immerhin regelt dieses Konzept durchaus heiße außenpolitische Eisen: Von Waffenlieferungen in Kriegsgebiete bis hin zur Frage, ob Österreich ein anderes EU-Land im Falle eines Angriffs verteidigen würde. Sie definiert Österreichs Position in der internationalen Staatengemeinschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Die Entwicklung dieses österreichischen Modells wird sichtbar, wenn der Diplomat und Rechtswissenschaftler Franz Cede und der Politik- und Rechtswissenschaftler Ralph Janik durch die Schlüsselmomente in der Geschichte der Neutralität, beginnend bei den Verhandlungen zum österreichischen Staatsvertrag, führen.Ob in Form eines persönlichen Briefes oder als Dialog zwischen den Autoren: Die Entwicklung und Gegenwart dieser Institution wird in diesem Buch von verschiedenen Seiten beleuchtet. Franz Cede und Ralph Janik erklären einen wichtigen Teil der politischen Geschichte Österreichs zugänglich und lebendig; gegenwärtige Debatten zu diesem Thema fassen die Autoren verständlich zusammen. Dabei stehen die handelnden Personen im Fokus: Wer waren die Menschen, die die Neutralität gestalteten und diskutierten? Was bedeutet sie für uns alle?Franz Cede und Ralph Janik liefern in diesem Buch neue Ansatzpunkte für die Diskussion, ob die Neutralität als politisches Modell noch zeitgemäß ist.Franz Cede, Botschafter i.R., ehemals Leiter des Völkerrechtsbüros im Außenministerium (1993 – 1999), Botschafter in Russland (1999 – 2003), Botschafter in Belgien und bei der NATO (2003 – 2007). Dr. Cede ist Autor und Herausgeber einer Vielzahl von Publikationen mit den Schwerpunktbereichen – österreichische Außenpolitik, Völkerrecht, österreichisch – russische Beziehungen. Dr. Cede blickt auf eine rege Lehrtätigkeit an in- und ausländischen Universitäten zurück.Ralph Janik, Assistenzprofessor an der Sigmund Freud Privatuniversität, Forschungsschwerpunkte internationales Recht, Menschenrechte, bewaffnete Konflikte und internationale Beziehungen.Moderation:Helfried Carl, ehemaliger Büroleiter der Nationalratspräsidentin und ehemaliger österreichischer Botschafter in der Slowakei, seit 2019 Partner des von ihm mitbegründeten Innovation in Politics Institute in Wien und Gründer der Initiative European Capital of Democracy
Helfried Carl im Gespräch mit Judith Kohlenberger und Michael SoderHITZIGE DEBATTENMigrationspanik und KlimakriseBei den Themen Migration und Klima dauert es nie lange, bis die nächste Debatte losbricht. Aus Ideen werden Vorwürfe, aus Diskussionen endlose Grabenkämpfe. Am Ende bleibt oft nur eine Unübersichtlichkeit, wie gesellschaftliche Ziele erreicht werden könnten.Die renommierte Migrationsforscherin Judith Kohlenberger und der Sozioökonom Michael Soder analysieren in ihren aktuellen Büchern „Migrationspanik“ und „Hitzige Debatten“ die aktuellen Entwicklungen eines Diskurses, der in eine beginnende und in Teilen schon vollzogene autoritäre Wende, die auch das bürgerliche Milieu ergriffen hat, zu münden scheint. Und beide zeichnen nach, wie der Blick von Gesellschaft und Politik wieder auf das Wesentliche gerichtet werden kann.Judith Kohlenberger leitet das Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) an der WU Wien, ist Senior Researcher am Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) und in Berlin am Jacques Delors Centre sowie am Einstein Center Digital Future assoziiert. Ihre Arbeit wurde mit dem Kurt-Rothschild-Preis und dem Anas-Schakfeh-Preis für Verdienste im Bereich der Menschenrechte, der Demokratie und der Förderung der Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Integrationsrats der Stadt Wien und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung. Ihr Buch Das Fluchtparadox (2022) war österreichisches Wissenschaftsbuch des Jahres 2023 und für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert.Michael Soder studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien und promovierte zur politischen Ökonomie der sozial-ökologischen Transformation. Aktuell arbeitet er in der Abteilung Wirtschaftspolitik der Arbeiterkammer Wien zu den Themen des grünen Strukturwandels, der grünen Industriepolitik, der Gestaltung eines gerechten Übergangs (Just Transition) sowie zu Forschung, Innovation und Technologie. Außerdem lehrt er an der Wirtschaftsuniversität Wien und der Hochschule Campus Wien sowie der FH des BFI Wien.Moderation:Helfried Carl, österreichischer Diplomat; 2014 bis 2019 österreichischer Botschafter in der Slowakei und ehemaliger Büroleiter der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer; seit 2019 Partner des von ihm mitbegründeten Innovation in Politics Institute in Wien und Gründer der Initiative European Capital of Democracy. Carl ist Vorstandsmitglied im Bruno Kreisky Forum und in der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik ÖGFE.
DOPPELTE HEIMAT, DOPPELTES EXILSie stammen aus dem gleichen Land, ja, demselben Staat: Israel. Doch die eine ist israelische Palästinenserin, der andere jüdischer Israeli. Alena Jabarine ist in Hamburg geboren, Tomer Dotan-Dreyfus in Haifa. Beide leben heute in Deutschland. Ist die zweite Heimat wichtiger als die erste? Wieso hat der eine im Nahen Osten einen Staat, mit dem er sich kritisch auseinandersetzen kann. Und die andere nicht? Wo fühlt man sich seit dem 7. Oktober 2023 und dem Krieg in Gaza einheimisch?Alena Jabarine und Tomer Dotan-Dreyfus erörtern im Gespräch mit Tessa Szyszkowitz, wie es ist, heute in Deutschland als Palästinenserin oder als Israeli wahrgenommen zu werden. Und wie schwierig es, in zwei Heimaten (nicht) richtig zu Hause zu sein. Alena Jabarine, geb 1985 in Hamburg, ist Deutsche und Palästinenserin mit deutscher und israelischer Staatsbürgerschaft. Sie arbeitete als Journalistin in Deutschland bevor sie 2020 nach Ramallah zog und dort zwei Jahre lang für eine Stiftung arbeitete. Ihr Buch Der letzte Himmel erschien im Mai 2025 bei Ullstein.Tomer Dotan-Dreyfus, geb 1987, ist in Haifa in Israel aufgewachsen. Seit 2011 lebt er als Autor und Übersetzer in Berlin. Seine Artikel erscheinen in Sueddeutscher Zeitung und taz. Sein erster Roman Birobidschan stand auf der Longlist zum deutschen Buchpreis 2023. Sein neuer Roman Keinheimisch erschien im September 2025 bei Ullstein.Tessa Szyszkowitz, geb 1967, in Stuttgart, ist eine österreichische Autorin und Journalistin, die in London lebt. Sie arbeitet für den Falter, ihre Artikel erscheinen auch im Tagesspiegel und der NZZamSonntag. Ihr jüngstes Buch: “Echte Engländer – Britain and Brexit” (2018). Sie erhielt im November 2025 den britischen FPA Media Award for Best Story of the Year.
Cathrin Kahlweit im Gespräch mit Philipp TherDER KLANG DER MONARCHIEWIE MUSIK ZU POLITIK GERINNTDas etwas andere NeujahrskonzertDer renommierte Historiker und mit dem Wittgenstein-Preis ausgezeichnete Autor Philipp Ther, der an der Universität Wien das Institut für Osteuropäische Geschichte leitet, hat ein neues, ungewöhnliches Buch vorgelegt: In der Monografie „Der Klang der Monarchie – eine musikalische Geschichte des Habsburgerreiches“ verbindet er auf so unterhaltsame wie kundige Weise die Musikgeschichte des Kaiserreichs und ihrer berühmtesten Protagonisten mit der politischen Entwicklung des Vielvölkerstaates. Er zeigt, wie sich Nationalismus, Krieg, Revolutionspathos und Populismus in der Musik ihrer Zeit wiederfinden oder die historische Entwicklung sogar mit antreiben. Er zeigt auch, wie die Zweite Republik den Nachklang des „Habsburg-Pop“ als Gründungsmythos einer neuen Zeit und Österreichs als Kulturnation stilisierte. Das Gespräch mitP hilipp Ther über Musik als identitätsstiftendes Moment weit über das Kaiserreich hinaus wird begleitet  von den Musikern Alexander Cachée und Steffi Huber vom Duo HuberCachée. Philipp Ther, Historiker, Universitätsprofessor an der Universität Wien, Träger des Wittgenstein-Preises (2019) und Gründer des Research Center for the History of Transformations (RECET)Cathrin Kahlweit, langjährige SZ-Korrespondentin, Publizistin und Moderatorin
Panel Discussion from 12 January at BKFRaimund Löw in conversation with Gerhard Zeiler, Jonathan Rauch, Katrina vanden Heuvel and Hannelore Veit IS DONALD TRUMP DESTROYING PRESS FREEDOM IN THE UNITED STATES?The U.S. president’s attacks on journalists and the media have become legion. Trump has launched billion-dollar lawsuits against major outlets such as the BBC and other international media organizations. Some television networks appear willing to settle, while other independent media outlets are determined to fight back. But what are their chances? Press freedom remains one of the essential pillars of American democracy—yet it now faces unprecedented political, legal, and financial pressure. How resilient is the U.S. media system? What does this increasing hostility mean for democratic institutions, public trust, and the future of journalism? And how should the international community respond to the chilling effect Trump’s strategy may have on global press freedom norms? Gerhard Zeiler, President of Warner Bros. Discovery InternationalJonathan Rauch, Senior Fellow at the Brookings InstitutionKatrina vanden Heuvel, Publisher of The NationHannelore Veit, journalist and authorModeration:Raimund Löw, Journalist, author, and historian, head of Falter Radio.
Podiumsdiskussion vom 18.12.2025DIE ZUKUNFT INTERNATIONALER MENSCHENRECHTSINSTITUTIONEN IN ZEITEN GLOBALER UMBRÜCHE Die globale Menschenrechtsordnung befindet sich im Wandel. Kriege, Massenflucht, Desinformation und demokratische Rückschritte haben das Vertrauen in die internationale Ordnung erschüttert. Institutionen, die zum Schutz der Menschenrechte und Menschenwürde geschaffen wurden, stehen unter nie dagewesenem politischem und strukturellem Druck. Eine fragmentierte Welt mit verschobenen Machtverhältnissen stellt internationale Menschenrechtsorganisationen und deren Handlungsfähigkeit vor große Herausforderungen. Die Schwächung des humanitären und internationalen Rechts kann bedeutende Auswirkungen auf globale Verantwortung und Gerechtigkeit haben.Mit jahrzehntelanger diplomatischer und politischer Erfahrung wird Volker Türk mit Ulrike Lunacek über die Herausforderungen und Chancen sprechen, das Vertrauen in das internationale Menschenrechtssystem wieder zu stärken, von der lokalen bis zur globalen Ebene.Volker Türk, Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Der österreichische Jurist und langjährige UN-Beamte widmet sein berufliches Leben dem Schutz der Menschenrechte, von Flüchtlingen und der Rechtsstaatlichkeit weltweit.Moderation:Ulrike Lunacek, Sonderemissärin für die Kampagne Österreichs für einen nicht-permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat, stv. Obfrau der Frauen*solidarität, Vizepräsidentin des Europaparlaments a.D.
Cathrin Kahlweit in conversation with Alina Radu and Elena CalistruPEACEFUL INTERVENTION - HOW ROMANIANS AND MOLDOVANS ARE RECLAIMING POLITICSRomania and Moldova have a lot in common: the neighbouring countries are united by a shared history, a common language, the struggle for a stable, resilient democracy and the fight against Russian propaganda and Russian influence. But there are also many things that divide them: Romania is a member of NATO and the EU, which Moldova would like to be – and Moscow still has a foothold in Moldovan politics via Transnistria, Gagauzia and a partly Russian-speaking, pro-Russian population.Despite enormous resistance and personal attacks, both women have long been committed to democratic oversight, fighting corruption and an independent media landscape. They do not want to leave their countries to oligarchs and mafiosi, but rather to strengthen democratic forces in the still fragile post-Soviet democracies. Radu and Calistru will report on how this can be achieved and what headwinds to expect on 15 December 2025.Alina Radu (Moldova) is editor-in-chief and investigative reporter for Moldova’s leading daily newspaper, Ziarul de Gardă.Elena Calistru (Romania) is the founder of the NGO Funky Cizitens, which focuses on civic engagement and political oversight, and the fact-checking platform Factual.ro. Cathrin Kahlweit, long-time SZ correspondent, is a publicist and presenter.
“Aus Kreiskys Wohnzimmer“Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Carolin EmckeRESPEKT IST ZUMUTBARDer permanente Online-Auftritt, die ständige Erregtheit in Podcast- und Fernsehstudios verändert Persönlichkeiten bis zur Unkenntlichkeit, schreibt Emcke: „Um  auch  nur  etwas  politische  oder  mediale Aufmerksamkeit zu ergattern, werden Misstrauen und Ressentiments  gegen  andere  abgesondert.  Dabei  hat  sich  eine  Art  Exhibitionismus  der  Kaltherzigkeit  ausgebreitet,  der stolz und schamlos offenbart, was an geistigem Geiz und emotionaler Impotenz lieber verborgen bliebe.“Was aber ist dieser Tiefstapelei entgegenzusetzen? Wer will schon den Rüpeln das Feld überlassen? Es ist außerdem immens wichtig, dass die Diskussionskultur sich nicht auf eine Weise radikalisiert, die ein Gespräch über gewisse Themen unmöglich macht. Carolin Emcke beobachtet dies gerade im Nahost-Konflikt, in der Auseinandersetzung zwischen Israel:innen und Palästinenser:innen  – und ihren Sympathisant:innen in Deutschland und generell in Europa. Respekt als Kernkategorie kann helfen. Und noch eine zutiefst menschliche Eigenschaft, die gerade im öffentlichen Diskurs verloren zu gehen droht: die Empathie.Caroline Emcke, Studium der Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und an der Harvard University. Von 1998–2006 Redakteurin beim Spiegel, anschließend internationale Reporterin für Die ZEIT (2007–2014). Seit 2014 Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung und freie Publizistin. Sie kuratiert und moderiert seit 2004/05 die Diskussionsreihe „Streitraum“ an der Berliner Schaubühne und seit 2023 den SZ-Podcast „In aller Ruhe“. Jüngste Publikationen u. a.: Respekt ist zumutbar (2025), Was wahr ist. Über Gewalt und Klima (2024), Für den Zweifel (2022).Auszeichnungen (Auswahl): Otto-Brenner-Preis, Deutscher Reporterpreis, Johann-Heinrich-Merck-Preis, Lessing-Preis, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, Carl-von-Ossietzky-Preis, Glas der Vernunft (2024), Mercator-Professur (2024).Tessa Szyszkowitz, ist eine österreichische Autorin und Journalistin, die in Jerusalem, Brüssel und Moskau als Auslandskorrespondentin arbeitete, bevor sie nach London zog. Sie schreibt für den Falter, ihre Artikel erscheinen auch im Tagesspiegel und der NZZ am Sonntag. Ihr jüngstes Buch: “Echte Engländer – Britain and Brexit” (2018). Sie ist ein Distinguished Fellow at the Royal United ervices Institute in London.
Geert Laporte, Miriam Mukalazi, Robert Zischg, Philomena Apiko, Georg Krenn, Jamie Just, Stephan Scholz25 YEARS OF STRATEGIC PARTNERSHIP IN TURBULENT TIMESAfrica-Europe relations and the Austrian Africa Strategy Twenty-five years have passed since the establishment of the EU–Africa Partnership at the first summit in Cairo, and seventeen years since the adoption of the historic Joint Africa–Europe Strategy in Lisbon in 2007, whose preamble says “Africa and Europe are bound together by history, culture, geography and a common future, as well as by a community of values – respect for human rights, freedom, equality, solidarity, justice, the rule of law and democracy.”Since then, the partnership has faced many tensions around diverging priorities like migration policies, vaccine distribution among others. The Russian invasion of Ukraine and the Israel–Hamas war have further exposed geopolitical rifts, and Brexit and the decline of French influence in West Africa have weakened Europe’s traditional position on the continent and African scholars and policymakers continue to question the notion of a “partnership of equals” as long as power asymmetries, colonial legacies and the full historical context remain insufficiently addressed.Today, Europe is challenged to engage as a genuine partner with a more self-confident Africa — an Africa that increasingly pursues its own interests and has strategic alternatives with China, India, Russia, or the Gulf states, in view of the new geopolitical and economic realities, the EU has a renewed interest to reach out to Africa with its emerging markets, trading and investment opportunities. According to EU President Antonio Costa, the 7th AU–EU Summit, held in Luanda on November 24–25 was set “strengthen cooperation in key areas such as economic integration, trade and investment, green transition, digitalization, migration, peace and security, multilateralism, and human development”.The Austrian Foreign Minister Meinl-Reisinger also emphasized that Africa is a continent of opportunity, marked by enormous economic potential and a dynamic young population and the new Austrian Africa Strategy, recently announced by the Austrian government, shall follow similar priorities.The event shall analyze the major achievements, potentials and challenges of the current AU – EU partnership, discuss the main results of the summit in Luanda from different point of views and explore how the priorities and modalities of the upcoming Austrian Africa Strategy could contribute to embolden a renewed partnership among equals.  ModeratorMiriam Mukalazi, Africa Policy Programme, VIDCKey noteGeert Laporte, Senior Associate of ECDPM, former Director of the European Think Tanks GroupAU-EU Summits-25 years of strategic partnership in turbulent times: What are the majors achievements, potentials and challenges of the current AU – EU partnership?DiscussantsRobert Zischg, Head of Department for Sub-Sahara Africa and the African Union, Austrian Federal Ministry for European and Internationals AffairsPhilomena Apiko, Policy Analyst on AU-EU relations, ECPDMJaimie Just, African European Civil Society Engagement Platform (CSEP/Concord)Georg Krenn, Austrian Commercial Counsellor & Head of ADVANTAGE AUSTRIA CairoStefan Scholz, design. Head of Department for Sub-Sahara Africa and the African Union, Austrian Federal Ministry for European and Internationals AffairsIn cooperation with the ⁠Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC)⁠
Hanno Sauer: KLASSE

Hanno Sauer: KLASSE

2025-12-1601:02:29

Robert Misik im Gespräch mit Hanno SauerKLASSEDie Entstehung von Oben und Unten Der Kampf um Prestige, Status und AnsehenÖkonomische Klassenspaltungen sind heute wieder stärker im Fokus der Aufmerksamkeit, aber auch die subtilen Klassenungleichheiten, die kleinen, aber markanten Abwertungen – und die krassen Distinktionen. Der Begriff des „Klassismus“, vor wenigen Jahren noch weitgehend unbekannt, ist zu einem gebräuchlichen Begriff für Chancenungleichheiten geworden. Ungleichheiten, die früher vielleicht auch akzeptiert waren, werden heute nicht einfach wie selbstverständlich hingenommen.Klassen durchdringen das gesamte Leben: unsere Werte, unsere Gefühle, unsere Freundschaften und Beziehungen, unseren Geschmack und unseren Lebensstil, unseren Beruf und unsere Finanzen. Es ist ein Thema, das wohl alle beschäftigt.Hanno Sauer untersucht, woher unsere Vorstellungen von Klasse und Status rühren, wie sie unsere Gesellschaft prägen und wie viele Klassen es eigentlich genau gibt. Packend und mitreißend beschreibt er, wie die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft unser Verständnis von Gesellschaft revolutionieren. Hanno Sauer, Jahrgang 1983, der sich „gerade als neuer Star der öffentlichen Philosophie entpuppt“ (SRF „Sternstunde Philosophie“), ist Associate Professor of Philosophy und lehrt Ethik an der Universität Utrecht in den Niederlanden. Er ist Autor zahlreicher Fachaufsätze und mehrerer wissenschaftlicher Monografien. Zuletzt erschien von ihm „Moral: Die Erfindung von Gut und Böse“. Hanno Sauer lebt mit seiner Familie in Düsseldorf. Mit seinem Buch „Klasse“ steht er auf der Shortlist für das Wissenschaftsbuch des Jahres 2026.Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist
Raimund Löw im Gespräch mit Dora Maria TéllezNICARAGUA – WAS IST AUS DER REVOLUTION GEWORDEN?Das Gespräch verläuft zweisprachig: Die Fragen werden auf Deutsch gestellt, die Antworten auf Spanisch gegeben.Dora María Téllez hatte als junge Frau am bewaffneten Aufstand gegen den nicaraguanischen Diktator Somoza Seite an Seite mit dem heutigen Präsidenten Daniel Ortega teilgenommen. Sie war in der sandinistischen Revolution 1979 eine hochrangige Kommandantin und in der sandinistischen Regierung der 1980er Jahre unter anderem Gesundheitsministerin. Nach den Wahlen 1990, bei denen die Sandinisten abgewählt wurden, trennten sich die Wege zahlreicher ehemaliger KämpferInnen von dem immer autokratischer agierenden Ortega. So gründete Dora Maria Tellez zusammen mit anderen sandinistischen Intellektuellen die sandinistische Reformpartei, der u.a. auch die Schriftsteller Sergio Ramirez und Ernesto Cardenal angehörten.Daniel Ortega wurde 2007 als Präsident Nicaraguas wiedergewählt. 2008 hat er die Partei der sandinistischen Reformer verboten. Im Juni 2021 wurde Dora María Téllez inhaftiert und im Februar 2023 nach mehr als eineinhalb Jahren Haft zusammen mit 222 anderen politischen Häftlingen in die USA zwangsexiliert. Sie lebt heute als politischer Flüchtling in Spanien. Ihre Stelle als „Visiting Fellow“ an der Universität Harvard konnte sie wegen der restriktiven US-Migrationspolitik im Sommersemester 2025 nicht mehr antreten.45 Jahre nach dem Sieg der Sandinisten stellt sich die Frage, was von einer Revolution geblieben ist, die damals eine breite internationale Solidaritätsbewegung mobilisiert hat. Junge Menschen aus der politischen Linken und dem christlichen Lager aus Lateinamerika, Europa und den USA hatten sich am Wiederaufbau des Landes beteiligt – auch als sich der politische Freiraum ab 1985 infolge des, von den USA unterstützten, sogenannten „Contra-Kriegs“ zunehmend einschränkte und die menschlichen und wirtschaftlichen Belastungen für die Bevölkerung enorm hoch wurden. Aber ist die Diktatur unter dem ehemaligen Guerillero Daniel Ortega inzwischen nicht genauso repressiv wie das Regime Somozas, das die Sandinisten gestürzt hatten?Begrüßung:Claudia Thallmayer, Koordinatorin von WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische PerspektivenModeration:Raimund Löw, Journalist und Gestalter des Podcast Falter Radio, ehemaliger Korrespondent des ORF in Peking, Brüssel und Washington DC.In Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven WIDE
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