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HSS Podcast - Satzzeichen
HSS Podcast - Satzzeichen
Author: Hanns-Seidel-Stiftung e.V.
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© Hanns-Seidel-Stiftung e.V.
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Man kann keinen Satz sagen, ohne buchstäblich ein Zeichen zu setzen! Darum heißt der Podcast der Hanns-Seidel-Stiftung "Satzzeichen". Wir setzen Zeichen und wollen in dieser Gesprächsreihe Themen aus Medien und Kommunikation analysieren, ihre tagesaktuelle Bedeutung aufgreifen und wenn möglich Perspektiven aufzeigen, die über den Tag hinausweisen.
311 Episodes
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Promovierter Soziologe, Mitarbeiter bei einem CSU-Abgeordneten, Innovationsberater und bekennender Heavy-Metal-Fan. Das ist das ungewöhnliche Profil von Dr. Rainer Sontheimer. Wie für den Rocksoziologen - so bezeichnet sich Sontheimer selbst - authentische politische Kommunikation funktioniert und was das mit Heavy Metal und Rockmusik zu tun hat, erklärt er Gastgeber Christian Jakubetz.
Social Media steht weltweit unter wachsendem politischen Druck. Immer mehr Länder diskutieren Altersgrenzen, Jugendschutz und strengere Regulierung von Plattformen wie TikTok, Instagram oder Facebook.
Gleichzeitig präsentieren sich die Konzerne selbst als verantwortungsvolle Akteure mit Programmen zu Medienkompetenz, Jugendschutz und digitaler Aufklärung. Doch ist das mehr als strategisches "Greenwashing"?
Im Gespräch von Gastgeber Christian Jakubetz mit Prof. Dr. Michael Fretschner, Leiter des Studiengangs "Digital Marketing Management" an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft Hamburg, geht es um die Frage, wie Social-Media-Plattformen auf Regulierung reagieren und warum ihre Kommunikationsstrategie an frühere Industrien erinnert. Dabei mündet die Debatte in Fragen wie:
Machen Social-Media-Plattformen süchtig? Welche Rolle spielen Algorithmen und Geschäftsmodelle, die auf maximale Aufmerksamkeit optimiert sind? Und wie viel Regulierung braucht Social Media?
"Das Fediverse ist keine Plattform: es ist ein ganzes Netzwerk aus Plattformen, die miteinander verbunden sind.“ Mit diesem Gedanken beschreibt Christian Simon vom Media Lab Bayern eine mögliche Alternative zu den großen sozialen Netzwerken.
Im Gespräch mit Gastgeber Christian Jakubetz erklärt Simon, was hinter dem Begriff Fediverse steckt und warum Protokolle wie ActivityPub soziale Plattformen miteinander verbinden können, ähnlich wie E-Mail-Dienste heute schon miteinander kommunizieren.
Es geht in dieser Folge um Mastodon, offene Standards und die Frage, warum solche Modelle bislang vor allem technikaffine Nutzer anziehen. Außerdem diskutieren Jakubetz und Simon, welche Chancen das Fediverse für Medienhäuser bieten könnte, über neue Communities und weniger Abhängigkeit von Plattform-Algorithmen. Und schließlich geht es auch um die größere Frage: Stehen wir am „Peak Social Media“?
Weiterführende Links:
Hier geht es zu "Reinvent Social Platforms" https://www.media-lab.de/de/research/reinvent-social-platforms/
Auf folgende Satzzeichen-Episoden wird verwiesen:
Folge 78: Innovation und Digitalisierung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk https://hsspodcast.podcaster.de/HSSPodcast/media/HSS-Satzzeichen-78.mp3
Folge 183: Social Media und die digitale Freiheit https://open.spotify.com/episode/5eWss85aF5ZrX2GXRlflB8?si=ZmWlz-1Ry0smT4o-PvwA
Folge 307: Viele Öffentlichkeiten - Wie KI und Algorithmen die Werbung verändern https://open.spotify.com/episode/17PXdzfYniuwr6WW0mAji3?si=97d221b05bc0446e
Folge 308: Binge Media statt Social Media https://open.spotify.com/episode/08SX09pJ9G9VrL5KnR08Ma?si=o6VKHlV5RnWzwYHrfoCeqQ
Was bleibt von 50 Clips in 20 Minuten eigentlich hängen? Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube maximieren mit Autoplay und Endlos-Scrollen die Verweildauer. Social Media wird zur Binge-Maschine, sagt die Beraterin, Autorin und Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Alexandra Borchardt, die an TUM School of Management der TU München als Honorarprofessorin Leadership und Digitalisierung lehrt.
Aber wie nachhaltig wirkt das Binge Watching dieser kurzen Videos und Reels? Im Gespräch mit Christian Jakubetz geht es aber nicht nur um diese Frage, sondern darum, ob Social Media womöglich schon seinen Höhepunkt überschritten hat.
Es geht um algorithmische Logiken, Personal Branding, um die Zukunft linearen Fernsehens und welche Rolle Events heute spielen können. Zentral ist dabei die Rolle von KI und ob sogar ein Backlash im Raum steht: Überdruss durch KI-generierte Inhalte, Zweifel an der Echtheit und eine wachsende Sehnsucht nach Authentizität.
„Wir sprechen heute nicht mehr von einer Öffentlichkeit, sondern von vielen Öffentlichkeiten.“ sagt Alf Frommer. Er ist seit 30 Jahren in der Werbebranche und Creative Director bei der Berliner Agentur RYSM.
Im Gespräch mit Christian Jakubetz erklärt Frommer, wie fragmentierte Öffentlichkeiten, algorithmische Medien und KI die Branche verändern. Von Streuverlusten und Targeting über Programmatic Advertising bis zu Content Marketing und SEO.
Neben den Fachbegriffen geht es in dieser Episode aber auch um KI als "Brainstorm-Buddy“ und warum trotz Automatisierung weiterhin originelle Ideen und menschliche Kreativität gefragt sind.
„Ein gutes Programm überrascht den Hörer.“
Diese Position vertritt der Medienjournalist Dr. Jörn Krieger. In der aktuellen Episode von Satzzeichen begrüßt Christian Jakubetz zwei Gäste: Neben Krieger diskutiert Prof. Markus Kaiser, Professor für Praktischen Journalismus an der TH Nürnberg, über Zielgruppenlogik, emotionale Markenbindung und die Frage, ob Sender ihre Hörer im Alter „weiterreichen“ sollten.
Krieger und Kaiser streiten über Formatradio, Personality, Mut am Mikrofon – und darüber, warum viele „bunte Vögel“ heute eher im Podcast oder auf YouTube landen.
"Wir stehen vor der Frage: Wie weit wollen wir gehen mit der Technologie?“ sagt Sascha Devigne, Chefredakteur von Studio 47, einem regionalen Fernsehsender in Duisburg.
Er spricht mit Christian Jakubetz über den KI-Avatar von Jörg Kachelmann, der im Sender das Wetter moderiert. Wie kam es dazu und sind Avatare für einen regionalen Sender mehr Chance als Spielerei? Und was bedeutet Automatisierung für die journalistische Arbeit?
Devigne erklärt, warum KI im Lokaljournalismus Freiräume schaffen kann. Dabei geht es aber auch immer um Grenzen, Verantwortung und einen Blick in die Zukunft.
Wäre es nicht großartig, journalistische Inhalte so flexibel zu nutzen wie inzwischen Musik per Streamingdienst – einzelne Texte statt gleich ein ganzes Abo?
Diese Idee will Swantje Dake mit ihrem Start-up umsetzen. Die ehemalige Chefredakteurin Digital der Zeitungsgruppe Stuttgart stellt im Gespräch mit Gastgeber Christian Jakubetz ihr neues Projekt Unlock vor, eine Plattform für Paid Content, die Leserinnen und Leser ihre Inhalte individuell zusammenstellen lässt.
Dake erklärt, warum frühere Modelle gescheitert sind, weshalb der Markt heute reifer ist und welche Rolle Personalisierung und verändertes Mediennutzungsverhalten spielen. Es geht um Geschäftsmodelle für Verlage, um eine faire Erlösverteilung nach dem User-Centric-Modell und um die Frage, wie viel Vielfalt und Kontrolle Nutzer wirklich wollen.
Hier soll Unlock demnächst starten: https://unlock-it.news/de
"Unsere Anpassungsfähigkeit ist enorm gefordert." So sieht der Autor und Experte für digitale Transformation Dr. David Bausch, die Folgen einer dynamischen Arbeitswelt. Im Mittelpunkt des Gesprächs von Gastgeber Christian Jakubetz mit David Bausch stehen Fragen von Polykrisen und KI , von Leadership und neuen Kompetenzanforderungen sowie dem Umgang mit digitalem Stress. Bausch erläutert notwendige "Future Skills" und wie eine gelingende Resilienzstrategie gegen "Change-Müdigkeit" aussehen kann. Aktuell erscheint von David Bausch das Buch: ""Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten".
„Digitalisierung kann Verwaltung besser, transparenter und näher an die Menschen bringen.“ Mit dieser Überzeugung blickt Dr. André Haller auf den Stand der digitalen Transformation in Deutschland. Der Kommunikationswissenschaftler, Digitalisierungsberater und Lehrbeauftragte spricht mit Christian Jakubetz über den Zustand von Kommunen und Behörden im Jahr 2026. Haller erklärt, warum Angebote wie der elektronische Personalausweis oder Online-Verwaltungsleistungen bislang nur zögerlich genutzt werden und wo Informations- und Kommunikationsprobleme liegen. Vom Onlinezugangsgesetz über die E-Akte bis zum Glasfaserausbau diskutieren beide, weshalb technische Lösungen allein nicht ausreichen. Es geht um Zielgruppen, Nutzerorientierung, verständliche Nutzenargumente und den Blick auf andere Länder. Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn: auf den Generationenwechsel, digitale Souveränität in Europa und auf einen vorsichtigen, aber begründeten Optimismus für die kommenden Jahre. Ein Leitfaden der Stiftung zur "Digitalisierung der Kommunen" unter Beteiligung von André Haller gibt es hier zum Download: https://www.hss.de/publikationen/digitalisierung-der-kommunen-pub2538/
Innovation entsteht nicht nur durch neue Technik. In dieser Folge von Satzzeichen spricht Christian Jakubetz mit Dr. Anja Noster von der Hamburg Media School über Innovation – in Medien, Organisationen und Förderstrukturen. Thema ist unter anderem der WPK Innovationsfonds (https://innovationsfonds.wpk.org/) und die Frage, wie innovative Ideen unterstützt werden können. Pragmatischer Optimismus für zukünftige Entwicklungen ist gefragt, ohne Innovation ausschließlich an technologische Fortschritte zu knüpfen. Dabei geht es um die Arbeitsweise von "Content Creators", um Personenmarken und dass Innovation auch analog entsteht.
"Wir haben uns einen regulatorischen Rucksack aufgeladen." Mit dieser Einschätzung beschreibt der HSS-Vorsitzende und Europaabgeordnete Markus Ferber das Spannungsfeld zwischen Künstlicher Intelligenz, Regulierung und Innovation in Europa. In Folge 300 von Satzzeichen spricht Markus Ferber mit Christian Jakubetz darüber, warum Europa bei eigenen KI-Systemen hinterherhinkt. Im Gepräch geht es um Haftungsfragen, Datenschutz und warum Deepfakes begrenzt werden müssen. Es geht aber auch um positive Impulse: wie man Start-ups helfen kann, in welchen Bereichen KI jetzt schon Mehrwert schafft und wo Europa sogar die Nase vorn hat.
"KI ist keine Suchmaschine.“ Mit dieser Aussage beschreibt Gregor Schmalzried, Journalist, Podcaster und Buchautor, einen der häufigsten Denkfehler im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. In dieser Episode von Satzzeichen spricht Gastgeber Christian Jakubetz mit ihm über KI als alltägliches Arbeitswerkzeug und darüber, warum sie menschliches Denken nicht ersetzt, sondern ergänzt. Schmalzried erklärt, wie sich kreative Prozesse verändern, wo KI verlässlich hilft und wo sie scheitert. Es geht um Produktivität, um Fehlertoleranz und neue Routinen. Dabei ist die Frage wichtig, ob KI Gräben vertieft oder sogar dabei helfen kann, mehr Menschen mitzunehmen. Gregor Schmalzried ist regelmäßig im "KI-Podcast" der ARD zu hören: https://www.ardaudiothek.de/sendung/der-ki-podcast/urn:ard:show:65505255c703e51e/ und hat 2025 ein Buch zu KI mit dem Titel "Wir, aber besser" veröffentlicht.
Zahlreiche Gäste aus der Medien-, Kommunikations- und Kulturbranche waren 2025 Woche für Woche zu Gast im Podcast "Satzzeichen". Gastgeber Christian Jakubetz erinnert sich im Jahresrückblick mit Karl Heinz Keil von der Hanns-Seidel-Stiftung an herausragende Themen und besondere Gesprächspartner. Hören Sie noch einmal Originaltöne der Gäste und Anekdoten aus der Produktion.
In der Weihnachtsepisode von „Satzzeichen“ ist Christian Jakubetz ausnahmsweise Gast und spricht mit Gastgeber Karl Heinz Keil über Erwartungen, Routinen und kleine Brüche rund um die Feiertage. Dazu kommt ein spielerisches „This or that“ – Entweder-oder-Fragen - zu Medien und Weihnachten. Auch Geschenktipps zum Hören und Lesen, jenseits von Socken und Gutscheinen, dürfen dabei nicht fehlen. Und am Ende geht es um Vorsätze, Pläne und sogar um Himmel und Hölle.
Körpersprache sagt oft mehr als ein gesprochenes Wort.“ Mit diesem Satz macht Körpersprache-Expertin Monika Matschnig deutlich, warum nonverbale Signale so entscheidend sind. Im Gespräch mit Gastgeber Christian Jakubetz erklärt die Diplom-Psychologin, wie Haltung, Mimik, Gestik und Stimme unsere Wirkung prägen – oft schon lange bevor wir sprechen. Matschnig räumt mit hartnäckigen Mythen auf, zeigt, wie Missverständnisse entstehen, warum Kontext alles ist und wieso Körpersprache immer ganzheitlich betrachtet werden muss. Und dann geht es da auch noch um die viel zitierte Authentizität.
„Alle sagen, sie wollen mehr Seriosität – aber gesehen wird dort, wo Funken fliegen.“ Mit dieser Beobachtung beschreibt Jan Fleischhauer, Kolumnist, Podcaster und Gastgeber der neuen ZDF-Sendung "Keine Talkshow - Eingesperrt mit Jan Fleischhauer", warum politische Formate frische Ansätze brauchen. Im Gespräch mit Christian Jakubetz erklärt Fleischhauer, wie Elemente aus Reality-TV eine andere Dynamik erzeugen, warum Nähe im Studio Gespräche verändert und weshalb sein Ansatz von politischem Entertainment ganz bewusst mit Erwartungen bricht. Er spricht über Kritik aus dem eigenen Metier, über sein Verhältnis zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, über Trash-TV-Anleihen, Humor als Provokation und über die Frage, warum gute Laune im politischen Kommentar so selten geworden ist.
„Wenn ich nicht sicher sein kann, ob etwas richtig oder falsch ist, verliere ich das Vertrauen – und damit das Fundament unserer Demokratie.“ Mit dieser Diagnose erklärt Prof. Dr. Jessica Heesen, Leiterin des Forschungsschwerpunkts Medienethik, Technikphilosophie & KI am IZEW der Universität Tübingen, warum die ethische Dimension von KI mehr als ein Randthema ist. In dieser Episode spricht Jessica Heesen mit Gastgeber Christian Jakubetz darüber, weshalb richtige oder falsche Informationen immer auch ein ethisches Problem sind, wie Deepfakes Persönlichkeitsrechte verletzen können und warum KI-Spam die öffentliche Debatte untergräbt. Heesen zeigt, wo juristische Grenzen erreicht sind, wieso Kennzeichnungspflichten notwendig bleiben und welche Risiken digitale Klone bergen. Zudem diskutiert sie die Idee möglicher „KI-freier Zonen“ und die Frage, wie wir künftig überhaupt noch beweisen können, dass ein Gespräch wirklich stattgefunden hat.
Medien funktionieren heute anders als früher und politische Formate müssen sich darauf einstellen. Im zweiten Teil des Gesprächs mit Nikolaus Blome spricht Christian Jakubetz über die Zukunft des politischen Journalismus: Welche Rolle spielen lineares Fernsehen, Social Media und neue Talkshows? Wie verändern Influencer, parteigebundene Kanäle und YouTube die öffentliche Debatte? Blome spricht in diesem Teil auch über seine journalistischen Stationen und über Karrierewege heute.
„Was wir weniger können als früher, ist einander zuhören – oder uns von guten Argumenten der Gegenseite beeindrucken lassen.“ Mit dieser Beobachtung beschreibt Nikolaus Blome, Ressortleiter Politik und Gesellschaft in der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL Deutschland sowie Online-Kolumnist beim SPIEGEL, den Zustand unserer Debattenkultur. In dieser Episode spricht er – im ersten Teil eines zweiteiligen Gesprächs – mit Gastgeber Christian Jakubetz darüber, wie sich politischer Streit und das Verständnis von „konservativ“ in den vergangenen Jahren verschoben haben. Blome erklärt, wie sehr traditionelle politische Zuordnungen bröckeln, weshalb Vertrauen in Medien fragiler geworden ist und wie soziale Netzwerke Konflikte zuspitzen. Er ordnet ein, wie wichtig es ist, dass sich Menschen mit ihren Ansichten in den Medien wiederfinden, warum alte Gewissheiten immer weniger tragen und weshalb Medien neu lernen müssen, gesellschaftliche Stimmungen realistischer abzubilden.






