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Author: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.
Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Der Winterschlaf beginnt im November / Dezember: zuerst verziehen sich die Männchen, dann die Weibchen. Das Winternest bauen Igel in Hecken, unter Ast- und Laubhaufen oder in sonstigen, trockenen Hohlräumen. Sie suchen dafür einen schattigen Platz, denn wenn die Wintersonne darauf scheint, erwachen sie zu früh aus dem Winterschlaf. Eine Holzbeige ist ideal, sie dient als Holzdepot, als Sichtschutz und geschickt aufgebaut als perfekter Überwinterungsort für Igel. Und so kann man ein Igelnest vorbereiten: Ca. 15 cm dicke Stangen oder Balken in Distanz von ca. 30 cm parallel zueinander auf den Boden legen, Querbalken einfügen, sodass zwei Räume entstehen, mit Bretter abdecken, Holz aufstapeln. Wenn man keine solchen Gelegenheiten im Garten schaffen kann, dann kann man dem Igel einen künstlichen Schlafplatz zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel eine selbst angefertigte Holzkiste. Buchtipp: Der Igel: Nachbar und Wildtier von Anouk-Lisa Taucher und Madeleine Geiger, Hauptverlag ISBN 9783258081946
Das Igelweibchen bringt nach rund 35 Tagen Trächtigkeit 4 bis 5 Junge zur Welt. Es sucht dazu ein stabil gebautes Nest, das mit Gras und Blättern ausgepolstert wird, sowie viel Futter in der näheren Umgebung bietet. Igelweibchen suchen geschützte, ruhige Standorte im Schatten von Sträuchern. Und sie brauchen Polsterung für den Wohnraum wie trockenes Laub und Stroh. Erst nach 3 Wochen erkunden die jungen Igel die nähere Umgebung des Nestes. Die Mutter säugt sie noch zwei bis drei Wochen, dann zieht sie weiter. Die Jungen bleiben noch eine Zeitlang zusammen. So schaffen wir Schutz für junge Igel: · Hohes Gras oder krautige Schicht unter Sträuchern vorsichtig mähen. Vor dem Mähen Kontrolle mit dem Laubrechen, ob sich nicht junge Igel im Gras aufhalten, erst dann mit Sense oder Fadenmäher mähen. · Wichtig: Keine Schneckenkörner mit Metaldehyd, sondern nur biologische Schneckenkörner (Wirkstoff: Eisen-III-Phosphat) verwenden. · Igel nicht füttern! Ein reiches Angebot an Insekten und Würmern im Garten ist ideal. · In trockenen Zeiten während des Sommers eine Schale mit Wasser bereitstellen, täglich frisches Wasser geben. · Spät im Jahr geborene Junge sind im Spätherbst oft noch unterwegs auf Futtersuche. Hier kann in Rücksprache mit einer Igelstation Fütterung sinnvoll sein. · Schwimmbecken oder Gartenweiher mit steilen Rändern: Ausgangshilfe schaffen, z.B. auf ein langes Brett Querlättchen nageln. · Treppen zum Keller können zu hoch sein für kleine Igel: Mit flachen Steinen oder Backsteinen Ausstiegshilfe schaffen.
Der Igel ist mit dem Maulwurf verwandt. Beide Arten gehören zu den Insektenfressern. Mit der Gestaltung unserer Gärten, können wir die Grundlagen optimieren, um dem Igel die Futtersuche zu erleichtern. Der Igel frisst Engerlinge und Laufkäfer sowie Schmetterlingsraupen und Regenwürmer. Aktivste Zeit der Regenwürmer ist im März und April sowie von September bis Oktober. Schnecken fressen Igel nur wenig, vor allem die Spanische Wegschnecke hat sehr viel und bitteren Schleim, den der Igel nicht gerne hat. Igel suchen ihre Nahrung auf Wiesen oder Rasen. Im Juni und im September sieht man oft typische kleine Trichter im Rasen, in denen der Igel dicke Junikäferlarven gesucht und gefunden hat! Insekten hat es auch unter Sträuchern, im Laub auf dem Boden oder im Komposthaufen. In der Dämmerung und nachts sucht sich der Igel schnaubend und schnüffelnd seine Nahrung, die er schmatzend verspeist. Tipp: · Rasen in Blumenrasen umwandeln jetzt vorbereiten. · Rasenroboter nur tagsüber laufen lassen, wenn die Igel im Tagesversteck schlafen.
Der Lebensraum eines Igels erstreckt sich über viele Gärten und Parkflächen. Oft streift er 1 bis 2 Kilometer weit durchs Quartier. Um die Streifzüge zu erleichtern, können wir mit der Gartengestaltung helfen. Igel haben einen ausgezeichneten Orientierungssinn und kennen ihr Revier gut. In der Paarungszeit von Mitte April bis Ende August gehen Igelmännchen auf Brautschau. Dabei können sie bis zu 5 Kilometer zurücklegen. Geschnittene oder frei wachsende Hecken sind kein Hindernis für Igel. Schwierigkeiten gibt es bei Zäunen und Mauern: · Latten am Zaun und Maschendrahtgeflechte sollten mindestens 10 cm Abstand zum Boden haben. · Dort wo ein Zaun bereits tiefer montiert ist, ermöglichen lokale Durchlässe in Form von Bodenvertiefungen unter dem Zaun oder das Aufbiegen des Drahtgeflechtes den Durchgang. · Die Sockelmauer von Zäunen ist oft höher als 10 cm. Hier helfen «Treppen» aus Holzbalken oder Steinen oder ein Lesesteinhaufen dem Igel beim darüber klettern.
In der Schweiz ist der Braunbrustigel heimisch. Er hat eine hellbraune Brust und auf dem Rücken bis zu 8000 Stacheln. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Den Tag verschlafen sie gerne in einem schattigen Versteck. Dem können wir im Garten nachhelfen. Schattige Tagesverstecke sind einfach zu gestalten. Wichtig ist, möglichst viele verschiedene Verstecke anzubieten, so kann sich der Igel auch nachts bei Gefahr sofort verstecken. Folgende Methoden, Orte und Pflanzen eignen sich dazu besonders gut: · Laub im Schatten eines Baumes oder unter einem Strauch anhäufen und liegen lassen. · Bei freistehendem Strauch/Baum unterste Äste stehen lassen. Geeignet sind bodenbedeckende Sträucher (z.B. Weissdorn, Stechpalme). So entsteht ein geschützter Raum. · Um freistehenden Strauch/Baum höher wachsende Blütenstauden (Dost, Storchenschnabel etc.) setzen. · 1 m lange und ca. 50 cm breite Bretter schräg an regengeschützte Hauswand stellen, so dass darunter eine Schuhschachtelgrosse Nische entsteht, Laub oder Stroh (kein Kleinstrohhäcksel!) darunter häufeln, das ist feuchtigkeitsausgleichend und isolierend. (Heu ist nicht geeignet: Es kann schimmeln und sich um die Beine des Igels wickeln). · An schattigem Ort Steinring mit Öffnung bauen und mit Platten abdecken, Laub hineinlegen. · Altgrasstreifen stehen lassen. Alles Weitere macht der Igel selbst, wenn er im Garten genügend Material findet: Er kleidet die Nische mit noch mehr Laub, Moos oder abgerupftem Gras aus.
Am Freitag, 27.2.26, bietet Radio SRF 1 den Rundum-Service zur Steuererklärung. Expertinnen und Experten beantworten Fragen aus dem Publikum live am Sender und im Online-Chat auf srf1.ch. Im «Ratgeber» berichtet Steueresperte Michael Rüegger von den häufigsten Problemen.
Die jährliche Steuererklärung kann eine Herausforderung sein. Doch es geht auch ohne Stress: Dank den Tipps der obersten Schweizer Steuerverwalterin vermeiden Sie Fehler und erfassen ihre Angaben und Unterlagen effizient und korrekt. Marina Züger ist Chefin des Steueramts des Kantons Zürich und Direktorin der Schweizerischen Steuerkonferenz SSK. Sie gibt interessante Einblicke in den Prozess der Steuerveranlagung. Welche Belege sind aus Sicht der Steuerbehörden wirklich wichtig? Wie gehen die Steuerkommissär/innen vor bei der Überprüfung der eingereichten Steuererklärungen? Von der Prüfung persönlicher Angaben bis zur korrekten Deklaration von Wertschriften – dieser Leitfaden hilft dabei, die Steuererklärung zügig und vollständig einzureichen. Online-Steuererklärung - Der wichtigste Tipp ist die Nutzung der Online-Steuererklärung, die Schritt für Schritt durch den Prozess führt. - Besonders vorteilhaft: Elektronische Steuerauszüge der Banken füllen das Wertschriftenverzeichnis automatisch korrekt aus. Zentrale Prüfbelege - Die wichtigsten zu prüfenden Dokumente sind Lohnausweise, Säule-3a-Bescheinigungen, Pensionskassenunterlagen und Steuerauszüge der Banken. - Ein wesentlicher Plausibilitätscheck erfolgt durch den Vergleich mit den Vorjahresangaben, um grössere Abweichungen nachzuvollziehen. Automatisierung und Systemunterstützung - Einige Kantone setzen bereits auf automatisierte Einschätzungen, bei denen das System prüft, ob ein Fall problematisch ist. - Die Systeme zeigen auch Unstimmigkeiten an, etwa wenn Abzüge das Maximum überschreiten. Richtige Belegeinreichung - Steuerpflichtige sollten nur die tatsächlich verlangten Belege einreichen und diese an der richtigen Stelle hochladen. - Belege müssen vollständig und lesbar sein. - Wichtig: Nicht gleichzeitig elektronisch und auf Papier einreichen, um Verwirrung zu vermeiden.
Das Schönste am Ausfüllen der Steuererklärung sind die Abzüge – falls man denn solche geltend machen kann. Oft vergessen Steuerpflichtige einzelne Posten oder sie sind sich nicht bewusst, dass er abzugsberechtigt wäre. Claudine Meichtry ist diplomierte Steuerexpertin und Treuhänderin. Im SRF 1-«Ratgeber» gibt sie Tipps und zeigt Kniffs, dank denen das Ausfüllen der Steuererklärung nicht zum Alptraum wird. In ihrer Praxis erlebt sie immer wieder, dass berechtigte Abzüge vergessen gehen. Mit den folgenden Tipps hat man die wichtigsten im Blick: Systematische Prüfung aller Positionen - Gehen Sie alle Positionen wie Fahrkosten, Verpflegung, Arbeitsmittel und Weiterbildung systematisch durch, um nichts zu vergessen. - Fahrkosten und Verpflegung müssen effektiv angegeben werden, bei übrigen Berufskosten reicht meist die Pauschale. Homeoffice-Abzüge beachten - Beim Homeoffice sollte man darauf achten, dass der Arbeitgeber möglichst viele beruflich benötigte Ausgaben übernimmt. - Die Regelungen für Homeoffice-Abzüge sind kantonal unterschiedlich. Familienkosten vollständig erfassen - Überprüfen Sie, ob alle Kinder in der Steuererklärung aufgeführt sind, da sie manchmal bei der Vorjahresübernahme vergessen werden. - Belege für Kita, Ausbildungskosten und Studiengebühren sollten systematisch gesammelt werden. Liegenschaftskosten richtig abziehen - Bei Liegenschaften können Hypothekarzinsen und -schulden sowie Unterhaltskosten abgezogen werden. - Wichtig ist die Unterscheidung zwischen werterhaltenden Massnahmen (abzugsfähig) und wertvermehrenden Investitionen. - Pauschalen von 10-20% des Eigenmietwerts können oft ohne Einzelnachweis geltend gemacht werden. Belege und Kontrolle vor Einreichung - Originalbelege müssen nur bis zur definitiven Verfügung aufbewahrt werden. - Vor dem Abschicken sollte man die Steuererklärung mit dem Vorjahr vergleichen und auf Plausibilität prüfen. - Nachträgliche Korrekturen sind kantonal unterschiedlich geregelt – manche Kantone erlauben Änderungen innerhalb von 72 Stunden.
Was gehört alles zum Einkommen? Was genau muss dem Vermögen zugerechnet werden? Und wo liegen die typischen Fallen beim Ausfüllen der Steuererklärung? Claudine Meichtry ist diplomierte Steuerexpertin und Treuhänderin. Im SRF 1-«Ratgeber» gibt sie Tipps und zeigt Kniffs, dank denen das Ausfüllen der Steuererklärung nicht zum Alptraum wird. Einkommen und Vermögen sind die Basis zur Berechnung der individuellen Steuerschuld. Wer die folgenden grundlegenden Punkte beachtet, hat das Wichtigste bereits erledigt: Lohnausweis - Arbeitnehmer/innen sollten im Lohnausweis sorgfältig prüfen, ob alle erhaltenen Leistungen (Kinder-/Familienzulagen, Spesen etc.) korrekt deklariert sind. Es gibt Fälle, wo Kinderzulagen über Jahre ausgezahlt, aber nicht auf dem Lohnausweis vermerkt wurden. Mieteinnahmen - Bei Mieteinnahmen muss nur die Netto-Miete versteuert werden, nicht die Brutto-Miete. Nebenkosten sind Kostenersatz und müssen mit der Nebenkostenabrechnung verrechnet werden. Eigenmietwert - Der Eigenmietwert wird vom Steueramt festgelegt und kann bei längerer Abwesenheit oder Teilnutzung angepasst werden. Nebenerwerb - Jeder Nebenerwerb ist ab dem ersten Franken steuerpflichtig, es gibt keine Ausnahmen. Man benötigt entweder einen Lohnausweis oder muss es als selbstständigen Nebenerwerb deklarieren. - Wichtig ist, alle Kostenbelege aufzubewahren, um eventuelle Verluste nachweisen zu können. Häufige Fehler - Oft werden Lebensversicherungen (Säule 3a) falsch deklariert oder Schuldzinsen vergessen abzuziehen, obwohl Hypotheken angegeben wurden. - Bei Online-Konten (Revolut, Kryptowährungen) werden häufig die Belege nicht heruntergeladen und die Vermögenswerte nicht deklariert. Verrechnungssteuer und ausländische Wertschriften - Bei der Verrechnungssteuer sollte man zur Kontrolle alle Beträge zusammenzählen und mit dem Total in der Steuererklärung vergleichen. - Bei ausländischen Wertschriften ist das DA-1-Formular wichtig für die Rückerstattung. Viele machen Fehler bei ausländischen Beteiligungen und nutzen nicht die volle Quellensteuerrückerstattung.
Beim Ausfüllen der Steuererklärung geht nichts über eine gute Vorbereitung. Wer die nötigen Unterlagen bereithält, erledigt die leidige Pflicht mit Leichtigkeit. Claudine Meichtry ist diplomierte Steuerexpertin und Treuhänderin. Im SRF 1-«Ratgeber» gibt sie Tipps und zeigt Kniffs, dank denen das Ausfüllen der Steuererklärung nicht zum Alptraum wird. Alles fängt an mit der guten Vorbereitung der Unterlagen. Dies sind Punkte, die alle Steuerpflichtigen beachten können, um sich die Arbeit zu erleichtern: - Kopie Vorjahres-Steuererklärung bereitlegen. - Alle Belege (Lohn-/Rentenausweis, Bankbescheinigungen, Säule 3a, Krankenkasse, Hypothekarzinsen) ab Jahresbeginn systematisch sammeln – physisch oder elektronisch. - Elektronische Steuerbescheinigungen sofort nach Jahresende aus E-Banking und Email-Postfach herunterladen und elektronisch ablegen. - Original-PDFs (E-Steuerauszüge) verwenden, keine Kopien oder «selbstgemachte» PDFs. - Fristverlängerung sofort beantragen, wenn gratis. Falls kostenpflichtig: Fristverlängerung erst kurz vor Ablauf kaufen und terminieren. - Bei Statusänderungen (Heirat, Scheidung, Geburt, Todesfall, Umzug insb. bei Quellenbesteuerten): Arbeitgeber und Steuerbehörde informieren. - Bei Kantonswechseln und komplexen Situationen (Todesfall, Hauskauf) professionelle Beratung durch Treuhänder/in oder Steuerexpert/in.
Obwohl Buddha nichts mehr ass und so zu seiner Erleuchtung kam, wird im Buddhismus nicht gefastet. Aber man mässigt sich. Schliesslich meditiert weder ein voller noch ein leerer Bauch gerne. Buddha gelangte bei seiner Erleuchtung zur Erkenntnis, dass Achtsamkeit und Mässigung den Weg der Mitte weisen. Im Buddhismus wird deshalb zur Einkehr, und für einen achtsamen Umgang mit sich selbst und mit seinen Mitmenschen auf kleinere Portionen gesetzt.
Man ist geneigt zu sagen, dass es im Hinduismus so viele Möglichkeiten gibt zu fasten, wie es Gottheiten in dieser Religion gibt. Fasten im Hinduismus ist freiwillig. Aber es wird gefastet. Sei es zu Ehren einer Gottheit wie Shiva oder Krishna. Es kann den ganzen Tag über gefastet werden und am Abend gibt es ein paar Früchte und etwas Milch. Oder man ernährt sich einen Tag vegetarisch und lässt das Fleisch weg. Auch das ist Fasten im Sinne des Hinduismus. Berühmt ist sicher das Fasten von Mahathma Ghandi, dem Kämpfer für Unabhängigkeit Indiens. Dieses mündete dann allerdings in einen Hungerstreit. Trotzdem hat Ghandi offenbar das Spirituelle seines anfänglichen Fastens Kraft gegeben, den Unabhängigkeitskampf fortzusetzen.
Auch im Judentum wird gefastet. 25 Stunden lang, zum Beispiel an Jom Kippur. Oder kürzer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das Fasten dient im Judentum der Reinigung und soll mit Gott versöhnen.
Beim Ramadan geht es um ein klassisches sogenanntes Trockenfasten. Es wird weder gegessen, noch getrunken. Und dies solange es Tag ist. Das ist gar nicht so einfach, wenn der Ramadan im Sommer ist. Er verschiebt sich nach dem Mondkalender jedes Jahr um die zehn Tage. In diesem Jahr findet er von Mitte Februar bis Mitte März statt. Deshalb dürfte der Ramadan in diesem Jahr einigen Gläubigen leichter fallen. «Interessant ist beim Ramadan das Gemeinschaftsgefühl», sagt Sam Hug, ärztlich geprüfter Fastenleiter. Er leitet regelmässig auch christliche Fastengruppen. Das Gemeinschaftsgefühl kennt er deshalb nur zu gut. Während im Ramadan das tägliche Fastenbrechen in Gemeinschaft gefeiert wird, kennt Hug das Fastenbrechen nach einer Woche Fasten. Wobei er nicht auf Getränke verzichtet und während des Fastens einen Fruchtsaft oder eine dünne Suppe zu sich nimmt. «Spannend finde ich, dass hierzulande auch nichtgläubige Musliminnen und Muslimen fasten, weil sie das Fastenbrechen als Gemeinsamkeit stiftend empfinden.»
An Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit, die bis Ostern dauert. Viele verbinden diese mit einer Fastenwoche, während welcher gefastet wird, also auf feste Nahrung verzichtet wird. Christliches Fasten bedeutet Verzicht, aber eigentlich nur auf eine liebgewonnene Sache. Sam Hug ist ärztlich geprüfter Fastenleiter, ausgebildet an der deutschen Fastenakademie. Er begleitet regelmässig Fastengruppen und ist immer wieder fasziniert davon, was für ein Leuchten auf den Gesichtern der Fastenden er auszumachen vermag. «Es ist nicht allein der Verzicht auf feste Nahrung für eine Woche», sagt Hug. «Der Verzicht auf etwas Liebgewonnenes im Alltag fällt oft viel schwerer.» Während des christlichen Fastens kann zum Beispiel auf Genussmittel wie Schokolade oder Kaffee verzichtet werden. Oder man macht ein Wasserfasten und verzichtet während 40 Tagen auf Süssgetränke.
Die Hand ständig an der Computermaus, das geht ganz schön ins Handgelenk. Oder eine anstrengende Wanderung kann ganz schön in die Knie gehen. Helfen kann da ein Wickel. Natürlich kommt es zuerst auf die Ursache an, warum ein Gelenk schmerzt. Eine falsche Bewegung oder eine falsch Belastung? Am besten packt man das Übel bei der Wurzel. Das geht aber nicht immer. Sind die Schmerzen da, kann auch ein Wickel helfen. Vreni Brumm, Wickelexpertin, Dozentin in Sachen Wickel und diplomierte Pflegefachfrau empfiehlt als erstes einen nasskalten Wickel. Dafür nimmt man am besten ein Küchentuch aus Leinen. Denn Leinen speichert die Kälte des Wickels viel besser. Auch ein Quarkwickel aus Magerquark kann helfen. Dafür nimmt man zwei Esslöffel Magerquark, gibt sie auf ein Haushaltpapier und macht daraus ein Quarkpäckli. Das ganze deckt man mit einem Frotteetuch ab. Wem der Quarkwickel zu kalt ist, kann mit Lehmpulver einen Lehmwickel anrühren. Wichtig bei allen Wickeln, die Person, welche den Wickel erhält, bestimmt die individuelle Temperatur. Lehmpulver gibt es in Apotheken oder Drogerien. Buchtipp: Vreni Brumm, Madeleine Ducommun-Cappoini, Wickel und Kompressen. Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis. at Verlag
Völlegefühl, Blähungen - wer kennt das nicht. Helfen kann auch da ein Wickel. Vreni Brumm, diplomierte Pflegefachfrau, Wickelexpertin und Co-Autorin des Werks Wickel und Kompressen empfiehlt allen voran das Auflegen von Rohwolle. «Ein Stück Rohwolle auf den Bauch wärmt und kann die Peristaltik des Darms anregen», so die Expertin. Besonders praktisch ist ein Rohwollekissen auch für unterwegs. Man kann es einfach in die Hose stecken. Auch ein heisser Blitzwickel kann helfen. Ein mit heissem Wasser befeuchteter Waschlappen auf den Bauch legen und mit einem Frotteetuch abdecken. Kühlt der Wickel ab, sofort entfernen.
Wickel kommen nicht zwingend bei Krankheiten zum Einsatz. Mit einem Wickel kann man sich auch Gutes tun. Zum Beispiel mit einem kalten Zitronenwickel. Oder einem feuchtheissen Wickel. Für den Zitronenwickel nimmt man eine Zitronenscheibe, gibt diese auf ein Haushaltpapier oder ein Papiertaschentuch und wickelt sie ein, bevor man sie auf die Pulsstelle beim Handgelenk gibt. Fixiert werden kann sie gut mit einem Klebestreifen. Die Zitronenkompresse kann man beliebig lange auf der Pulsstelle behalten. Sehr effektiv ist der Zitronenwickel auch, wenn man die andere Pulsstelle auch darauf legt. Man hat dann gewissermassen ein Sandwich aus Pulsstellen mit einer kühlenden Zitronenscheibe dazwischen. Für die Blitzkompresse heiss nimmt man einen Waschlappen, heisses Wasser und wringt diesen gut aus. Man kann ihn auf den Nacken oder den Bauch legen. Zur Isolation kommt dann ein Frotteetuch darauf. Achtung: Die Blitzkompresse lässt man nur so lange drauf, wie sie wärmt. Beginnt sie zu kühlen, sofort entfernen, damit der Effekt nicht verpufft. Buchtipp: Vreni Brumm, Madeleine Ducommun-Cappoini, Wickel und Kompressen. Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis. at Verlag
Wie schnell hat man sich den Fuss vertreten oder geprellt. Viele greifen dann in den Tiefkühler und zu einem Cool-Pack. Vreni Brumm, diplomierte Pflegefachfrau und Wickelexpertin schwört auf einen nasskalten Wickel oder einen Quarkwickel. Bei einem nasskalten Wickel wird ein Waschlappen in kaltes Wasser getaucht, ausgewrugen und auf die verknackste Stelle gelegt. Darüber kommt ein Frotteetuch. Den Wickel behält man so lange auf der verletzten Stelle, bis er nicht mehr kühlt. Für einen Quarkwickel nimmt man Haushaltpapier und wickelt zwei Esslöffel Magerquark darin ein, so dass man eine kleines Quarkpäckli hat. Damit geht's ab auf die verletzte Stelle, das ganze deckt man auch mit einem Frotteetuch ab. Auch hier: Den Quarkwickel so lange auf der geschwollenen Stelle auflegen, bis der Quark sich erwärmt. Achtung: Ein Quarkwickel gehört nicht auf eine offene Wunde.
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Comments (3)

Studio motzART

blindgänger

Nov 17th
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Studio motzART

Und wieder hat der Spacko-Cutter zugeschlagen

Jul 19th
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Studio motzART

wer schneidet diesen Podcast? braucht wohl Zielwasser?

Aug 19th
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