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soulfood - Nahrung für die Seele
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soulfood - Nahrung für die Seele

Author: Gesunde Spiritualität und christliche Lebenskunst mit Carsten Wolfers

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Wir möchten Nahrung für die Seele anbieten. Das sind Impulse zu diesem und jenem, was in unserer Kirche anfällt oder auffällt. Viele kleine Begebenheiten im Alltag laden uns ein nachzudenken, wie wir diese mit Gott verbinden können oder mehr noch: was Gott uns durch diese sagen möchte. Wer grösseren Appetit hat und in seinem Glauben wachsen möchte, kann schauen, was die Seele gerade braucht. Hier suchen wir nach Nahrung mit Hilfe christlicher Spiritualität! Mit Carsten Wolfers, Diakon in Sevelen, Werdenberg.
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Das Kar der Karwoche meint: Traurigkeit, Kummer, Schmerz. Und wenn die Schmerzen Jesu, die in einer Karwoche erzählt und erinnert werden, viel mit den eigenen Traurigkeiten zu tun haben, dann frage ich mich einfach, wer darin bitte ordentlich tröstet. Ich entdecke, dass ausgerechnet Jesus fähig zu sein scheint, trotz all der erduldeten Traurigkeiten während des Weges seiner Karwoche die Gelegenheiten zu trösten eifrig nutzt.
Im übertragenen Sinn: Je böser, je schlechter ich werde, desto weniger sehe ich klar, desto schlechter nehme ich mich selbst, mein Umfeld, die Realität oder auch Gott wahr. Was zunächst wie ein alter Weisheitsspruch der Bibel daherkommt, lässt mich nachdenken, welche Dynamik durch Schlechtigkeit in der Seele beginnt, damit ich mir die eigene Bosheit nicht eingestehen muss oder dass andere meine Schlechtigkeit nicht sehen. Wie viel an verlorener Energie und Kraft ins Kompensieren, ins Ignorieren, ins Verleugnen geht! Es geht anders besser und klarer.
Die wichtigste Predigt Jesu ist lang: Was sind die wichtigsten Punkte daraus? Ich mag es eher kurz und knapp. Ich versuche mal drei Highlights aus diesem langen, tiefgehenden Lehrstück herauszugreifen, und dann geht es um Glück, um einen guten Umgang mit Gebote, die mich auch wirklich zu Gutem führen, und schliesslich, wie ich den Kontakt zu Gott gut halte. Das sind Meilensteine für Glaubenspraxis, das sind zentrale Pflöcke, die Jesus da einschlägt. Es ist viel herausfordernde Arbeit, das umzusetzen;) Viel Freude damit!
Wenn Jesus eine Frau am Jakobsbrunnen anspricht, dann entsteht ein Gespräch mit einer ziemlich schwierigen Gesprächsführung: ständige Themenwechsel, von Hölzchen auf Stöckchen. Erst auf den zweiten Blick merke ich, wie er ein Glaubensgespräch führt, bei dem er Schritt um Schritt in die Tiefe führt, hin zu einer Veränderung, welche die Seele dieser Frau heilt.
286 Im Regen tanzen

286 Im Regen tanzen

2026-02-2616:12

Lebenskunst ist es im Regen zu tanzen - das ist wahrscheinlich die bekannteste Beschreibung, was wir gemeinhin als Lebenskunst beschreiben. Häufig hab ich diesen Spruch in irgendeiner Papeterie in irgendeinem Postkartenständer gefunden. Und ich finde das passend, allerdings ist es mal Zeit, diese bildliche Sprache von Regen und Tanz für Alltag und Wirklichkeit zu übersetzen. Also was meinen wir eigentlich, wenn wir uns ermutigen im Regen zu tanzen?
Besser kennt man ja den Satz: "Tue Gutes und rede drüber!" Das ist ein Grundsatz der Öffentlichkeitsarbeit, um gut gegenüber Anderen dazustehen. Allerdings sagt Jesus da etwas anderes, dass man eher über das Tun des Guten schweigen soll. Dass Gott die gute Tat sieht, soll genügen. Warum? Jesus geht es da nicht um Public Relations. Er schlägt da einen anderen Weg ein, der mich dazu bringt zu überlegen, warum und für wen ich da Gutes tue.
284 Glitzer Glitzer

284 Glitzer Glitzer

2026-02-1210:57

Was da glänzt? Wenn ich mal Fragen, wie ich das aushalte und wie ich das Zeug loswerde, zur Seite lasse, dann mag ich staunen, wie vielfältig Glitzer sein kann: Glitzer kann ich verbinden mit Freude und Faszination, mit Irritation und Neugier. All das kann Glitzer auslösen. Und da frage ich mich schon, ob ich mir das nicht gerade für meine Haltung gegenüber Gott wünsche - und ob nicht Gott gerade so eine Haltung von Neugier, Freude, Faszination und Irritation einem Menschen gegenüber einnimmt!
In meinem Gebet spreche ich Gott an. Doch oft schwanke ich zwischen meinem Reden in Gottes Richtung und meinen eigenen persönlichen Gedanken, mit denen ich um mich kreise. Das ist zwar nicht immer ganz logisch oder regelkonform, aber wenn ich zum Beispiel mir den Psalm 43 in der Bibel anschaue, dann stelle ich fest: Das ist ziemlich normal!
282 Choose your fights

282 Choose your fights

2026-01-2914:01

Wähle Deine Kämpfe! Entscheide selbst, auf welchen Streit Du Dich einlässt, und auf welchen besser nicht. Das ist nicht wirklich so einfach, denn in dem kurzen Moment, wo die Möglichkeit zum Streit naht, habe ich selten die Ruhe. Das passiert in Partnerschaften, im Beruf, in der Erziehung. Aber manche bekommen das hin, und ich hätte gerne mehr von dieser Fähigkeit. Mir hilft und ich lerne, dass bei allem Abwägen von dem, was ich will, wofür ich stehe, was ich kann, welche Ressourcen ich wie mein Gegenüber hat, bei all dem mag ich mir stärker bewusst machen, dass ich da eine Wahl habe!
281 Lorbeeren teilen

281 Lorbeeren teilen

2026-01-2214:15

Sitzt der Lorbeerkranz auf dem richtigen Kopf? Ehre, wem Ehre gebührt. Die Frage, wem die Lorbeeren zugesprochen werden, ist schon faszinierend, aber eine Chance und auch eine spirituelle Übung ist es, die Lorbeeren bewusst zu teilen, denn letzten Endes bin ich vor Gott nur ein kleines Rädchen im Getriebe und wenn ich ehrlich bin: viele haben geholfen, mit denen ich meine Lorbeeren gerne teile!
280 Tropfen im Eimer

280 Tropfen im Eimer

2026-01-1512:06

Was gelten Land und Leute vor Gott? Wenn nationale Politik sich auf die Bibel beruft, dann bin ich meist etwas irritiert. Das hängt zum einen mit der Lernkurve zusammen, die ich mit manchen Erfahrungen machen konnte, zum anderen auch mit dem Wissen, dass die Bibel von einem Gott erzählt, der sich sowohl um die eigenen wie um die anderen Leute kümmert, der alle Volker zu seinem heiligen Berg ruft, der kritisch gegenüber Machtausübung bleibt. Der Prophet sagt es so: Vor Gott sind die Völker lediglich ein Tropfen im Eimer.
Es ist eine Herausforderung, sich Gott vorzustellen, sich darüber Gedanken zu machen, wie das möglich ist und was mir da an Vorstellungen und Bilder kommt. Wenn ich das lehre, lerne ich dazu, und da hilft mal die eine oder andere Methode. Wenn ich schaue, was da meine Schüler*innen denken und malen, dann komme ich zu dem Schluss: Gott ist ein Welt-Brot-Gespenst;)
278 Warum Vorsätze?

278 Warum Vorsätze?

2026-01-0113:55

Anfang Jahr ist Vorsätze-Zeit. Es gibt schon viele Ratschläge, was und wie man da anpackt. Ob das ausreicht, um die Vorsätze eine Zeit lang auch umzusetzen? Dann lieber mal einen Schritt zurück und grundsätzlich nachhaken, warum ich überhaupt Vorsätze fasse. Sie lassen mich glauben, dass ich besser sein könnte, selbst wenn ich doch im Grunde gut bin. Da ist Luft nach oben, und das von mir zu denken, tönt gut.
Zur Weihnacht reisen wir nicht nach Jerusalem, sondern Richtung Bethlehem;) Kürzlich ist mir das Bilderbuch "Reise nach Bethlehem" aufgefallen, das so ganz anders funktioniert als das Kinderspiel "Reise nach Jerusalem": Da kommen mehr dazu, da scheidet keiner aus. Da wird eingeladen, geholfen, ermutigt, keiner konkurriert mit dem anderen. Am Ende gewinnt nicht bloss eine*r, sondern alle. Das macht wohl gerade unsere Weihnachtsgeschichte aus, wo bereits damals immer mehr zum Kind in der Krippe hinzukommen, und mich fasziniert, dass diese Reise Gottes mit den Menschen doch immer noch weitergeht ...
Beides gleich? Nicht ganz. Vergebung scheint sich eher auf die Tat, auf die eine Sache zu fokussieren, die falsch gelaufen ist. Versöhnung aber zielt eher ab auf die Beziehung, das Umfeld, das aufgrund von Schuld und Sünde in Schieflage geraten ist. Manchmal hilft ein wenig Differenzierung, um die Möglichkeiten auszuloten, dass es mit dem grossen Frieden von allen mit allem noch etwas wird!
275 Schilfrohr im Wind

275 Schilfrohr im Wind

2025-12-1111:01

Standhaftigkeit ist ein Bild: ich habe einen Stand, ich habe Kraft stehen zu bleiben, auch und gerade dann, wenn der Wind sich dreht. Aber was gehört alles zu dieser Standhaftigkeit, wie funktioniert das, und vor allem, wie gewinne ich an Standhaftigkeit hinzu? Denn das ist sicher: niemand will wie ein Fähnchen im Wind dastehen;)
274 Axt an der Wurzel

274 Axt an der Wurzel

2025-12-0410:51

Ein nicht ganz so beschauliches Adventsbild: Zeit die Axt an die Wurzel zu legen, in anderen Worten: weg mit den schlechten Mustern, diesen Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Haltungen, und das bitte so radikal, das die nicht wiederkommen. Muster sind mächtig. So einfach ist das nicht. Nehme ich konkrete Beispiele, so merke ich, wie ich da einen langen Atem brauche beim Dagegensteuern. Aber es wird sich lohnen um Platz zu schaffen für etwas neues Gutes!
273 5-4-3-2-1

273 5-4-3-2-1

2025-11-2716:48

Nochmal Mel Robbins: Mit der Fünf-Punkte-Regel schläft sie eine ziemliche einfache Methode für ein schwieriges Problem vor, wie ich nämlich jenen inneren Dialog überspringe, der mich letztlich ausbremst, um von einer Entscheidung hin zum Handeln zu kommen. Ich will, aber dann kommen mir Bedenken, Argumente, Zweifel und all die anderen Tricks des inneren Schweinehundes, der mich aufschieben lässt, was ich schon längst erledigen wollte. Manchmal geht es auch ganz einfach;)
272 Let them

272 Let them

2025-11-2016:19

Momentan macht die Let-Them-Methode von Mel Robbins von sich reden: Einfach mal etwas sein lassen, loslassen, einfach anderen die Möglichkeit lassen, selber Fehler zu machen. Dass es derzeit einen Hype darum gibt, sagt viel über unsere Tage aus;) Aber es ist eine Methode, die nicht nur stoische Elemente und jesuanische Spuren in sich hat, sondern einfach ist und einfach funktioniert. Ich frage mich, was ich lassen kann und wen ich lassen kann.
Trauer und Tod bauen sich manchmal vor mir auf wie ein Gebirge mit einem Horizont, den ich nicht überblicke. Keine Ahnung, wie es da weitergehen könnte. Das erinnert mich sowohl an eine Italienreise wie auch an Udo Lindenberg am Timmendorfer Strand. Auszuhalten, dass ich nicht hinüberschauen kann, und zu hoffen, dass es etwas nach der Trauer wie nach dem Tod geben wird, das ist die Kunst. Diese Horizonte fordern meine Fähigkeit zu Hoffen heraus, und das tut mir richtig gut.
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