Discover
Pop Kunst Seele
Pop Kunst Seele
Author: Gofi Müller, Jay Friedrichs, Marco Michalzik
Subscribed: 42Played: 2,506Subscribe
Share
Description
Wir reden in normalem Alltagsdeutsch über Popkultur, High Art, Ästhetik und Sinnlichkeit und was das mit uns macht. Regelmäßig laden wir spannende Gäste aus der Kunst- und Kulturszene ein. Wir sind Marco (Michalzik), Gofi (Müller) und Jay (Friedrichs), Autoren, Maler, Musiker und Dichter. Neben unserer künstlerischen Arbeit podcasten wir seit vielen Jahren. Kunst ist für uns mehr als eine schöne Nebensache. Sie ist einer der Gründe, warum wir morgens aufstehen.
219 Episodes
Reverse
Manuel Steinhoff ist zu Gast und erzählt uns von seinem musikalischen Werdegang: von seinen Anfängen an der Geige bis hin zu seiner heutigen Arbeit als Bassist und Produzent, wie es ihn von der klassischen Musik zu verschiedenen Genres wie Jazz und Reggae getrieben hat und wie er die Technologie in der Musikproduktion nutzt.
Wir sprechen auch über die Herausforderungen, denen sich unabhängige Musiker im Streaming-Zeitalter stellen müssen, insbesondere die Schwierigkeiten, die durch Plattformen wie Spotify verursacht werden. Manu gewährt uns einen sehr persönlichen Einblick in kreative Prozesse, aber auch in sein Nachdenken über die sich wandelnde Landschaft der Musikproduktion und des Musikvertriebs.
Vor welchen Herausforderungen stehen Indie-Künstlerinnen, wenn es um die Monetarisierung von Musik im digitalen Zeitalter geht? Welche Rolle könnte in diesem Zusammenhang gegenseitige Solidarität spielen? Und welche Streaming-Möglichkeiten gibt es, bei denen Künstlerinnen fair bezahlt werden? (Foto: Winfried Haupt)
Manuels Webseite: https://chunkymonkeyproduction.de/
Stranger Things ist viel mehr als nur eine TV-Serie. Sie ist ein Phänomen, das Streaming Rekorde gebrochen und die Popkultur beeinflusst hat. Bis zum Ende des letzten Jahres ist sie 1,2 Milliarden mal angeschaut worden. Und nun ist sie vorbei. Die letzte Folge der insgesamt fünf Staffeln ist veröffentlicht, die Geschichte ist zu Ende erzählt. Oder? Darüber ist unter den Fans eine Debatte entbrannt. Theorien machen die Runde, die belegen sollen, dass es eine weitere, finale Folge geben wird.
Wir haben sie natürlich auch gesehen und unterhalten uns darüber. Was macht Stranger Things so besonders? Ist der Erfolg gerechtfertigt? Wie gefällt uns das Ende? Und glauben wir daran, dass noch eine geheime letzte Folge auf uns wartet? Ganz zum Ende vergleichen wir außerdem die Geschichte, die die Serie erzählt, mit jüngsten politischen Ereignissen in den USA.
Jamaican poet Kacy Garvey is our guest! Last August, she received the Best International Spoken Word Artist award at the prestigious US National Spoken Word Awards in Chicago. She is also the co-founder and managing director of the non-profit organization JAIKU, which provides a platform for poets in Jamaica and the Caribbean, helping them to establish their craft professionally. Marco and Gofi spoke with Kacy about how she got into writing and what it means to her. We discuss the power of poetry amidst suffering and destruction, and how it can help people come together to form communities. We also wanted to know how JAIKU helps poets turn their passion into a career. Enjoy this captivating conversation in English!
Learn more about JAIKU here: https://instagram.com/jaikupoetry
Die jamaikanische Dichterin Kacy Garvey ist bei uns zu Gast! Im vergangenen August erhielt sie die Auszeichnung ‚Best International Spoken Word Artist‘ bei den renommierten ‚US National Spoken Word Awards‘ in Chicago. Außerdem ist sie Mitgründerin und Managing Director der Non-Profit-Organisation JAIKU, die auf Jamaika und im karibischen Raum Dichterinnen eine Plattform bietet und ihnen dabei hilft, ihren Beruf auf eine professionelle Grundlage zu stellen. Marco und Gofi haben mit Kacy darüber gesprochen, wie sie zum Schreiben gekommen ist und was es ihr bedeutet. Wir sprechen über die Kraft der Dichtung mitten in Leid und Zerstörung und darüber, wie sie dazu beitragen kann, dass Menschen sich zu Gemeinschaften zusammenfinden. Außerdem wollten wir von ihr wissen, wie sie im Rahmen von JAIKU Dichterinnen dabei hilft, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Viel Spaß bei diesem packenden Gespräch auf Englisch!
Hier erfahrt ihr mehr über JAIKU: https://instagram.com/jaikupoetry
Marco ist Teil einer spannenden künstlerischen Aktion gewesen: Auf Schloss Bruck im österreichischen Lienz findet die Ausstellung „blicke nach innen“ statt, bei der Werke namhafter Künstler gezeigt werden, wie z. B. Andy Warhol, Herman Nitsch, Susi Pop, Kiki Smith, Rebecca Horn und viele andere. Drei Dichter*innen wurden eingeladen, diese Ausstellung auf sich wirken zu lassen und darauf mit Texten zu reagieren: Siljarosa Schletterer, Paul Zinell und natürlich Marco Michalzik.
Weil die Ausstellung anlässlich des 1700. Jubiläums des Konzils von Nicäa ausgerichtet wird, auf dem der römische Kaiser Konstantin wichtige theologische Entscheidungen der Kirche fällen ließ, ist es klar, dass wir in unserem Gespräch von der Kunst zur Kirche und von dort wieder zu den Themen Körper, Sex und Scham wandern. Denn tatsächlich hat all das bei „blicke nach innen“ etwas miteinander zu tun. In dieser kurzen, spannenden Folge erzählt uns Marco, wie er zu der Künstlerresidenz gekommen ist, was er dort erlebt und zu welchen Gedanken und Texten ihn das gebracht hat. (Bild: Der kosmische Christus, Susi Pop)
Hilfreiche Links:
https://www.museum-schlossbruck.at/de/news-schloss-bruck/blicke-nach-innen-nicaea
https://www.dolomitenstadt.at/veranstaltung/schloss-bruck-ausstellungseroeffnung-blicke-nach-innen-nicaea/
https://steady.page/de/marcomichalzik/posts/1b545399-87e5-4b87-83c3-e6b19466889f
Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass PC Games nur etwas für Nerds und Jugendliche sind. Die anderen haben verstanden, dass die teilweise millionenschweren Produktionen eine besondere Form des Erzählens und Erlebens sind. Wir reden über zwei besonders gelungene Beispiele, die nicht nur als Spiele, sondern auch als Serienverfilmungen erfolgreich sind, und zwar mit einem, der es wissen muss, weil er seit seiner Jugend zockt und sich auch als Erwachsener noch leidenschaftlich mit dem Medium beschäftigt. Tim Emmerling ist psychosozialer Berater, Punkmusiker und Gamer, kennt beide Spiele und Serien und hat uns als treuer PKS-Hörer das Thema vorgeschlagen. Wir reden mit ihm darüber, was Games so faszinierend macht, warum gerade diese beiden Spiele und Serien so gut sind und ob man sie schon als Kunstwerke bezeichnen kann. Viel Spaß!
Phobien, Tote und Cowboys in Zeitlupe (unsere Filmklassiker 2)
Für Euch sind wir tief in die Filmarchive gestiegen, um von dort die Filmklassiker unserer Wahl mitzubringen und über sie zu sprechen. Und um die Qualität dieses Gespräches zu steigern, haben wir das wandelnde Lexikon der Popkultur, den unvergleichlichen Gerrit Schönberger eingeladen, mitzumachen. Jeder von uns durfte sich für zwei Filme entscheiden. Vier Männer, acht Filme – dafür ist eine Podcastfolge zu wenig. Deshalb präsentieren wir Euch beim nächsten Mal den zweiten Teil unseres Gespräches. In dieser Folge sprechen wir über Das Kabinett des Dr. Caligari, Casablanca, Sunset Boulevard und Moby Dick. Viel Spaß!
Die Berliner Dichterin Tabitha Hanan hat einen Gedichtband über Wut veröffentlicht. ‚Ich seh rot‘ heißt er. Und erstaunlicherweise kommt diese Emotion, die wir alle kennen, in ihren Texten erstaunlich gut weg. Marco und Gofi haben mit ihr darüber gesprochen, wie sie darauf gekommen ist, einen Gedichtband ausgerechnet über Wut zu schreiben. Wem wird es gesellschaftlich zugestanden, wütend zu sein, und wem eher nicht? Sind männliche und weibliche Menschen unterschiedlich wütend? Und haben diese Gedichte bei Tabitha selbst eine Veränderung darin bewirkt, wie sie Wut empfindet?
Compared to Bach, we all suck! Das hat der Jazzgitarrist Pat Metheny, immerhin einer der besten Musiker seiner Generation, in einem Gespräch mit dem Produzenten und YouTuber Rick Beato gesagt. Und mit dieser Meinung steht er nicht alleine dar. Die größten Musiker*innen der vergangenen Epochen bis heute sind immer wieder zu Johann Sebastian Bach zurückgegangen, weil sie alles bei ihm gefunden haben, was sie brauchen. Vielen gilt er als der größte Komponist aller Zeiten.
Aber was macht ihn so einzigartig? Worin liegt seine Größe? Und können das auch Leute nachvollziehen, die normalerweise nicht so häufig ‚klassische‘ Musik hören?
Um diesen Fragen nachzugehen, hat sich Gofi auf den Weg nach Karlsruhe gemacht. Dort lebt der PKS-Hörer und professionelle Musiker Ludger Donath. Ludger hat versprochen, Gofi dabei zu helfen, dem Phänomen Bach ein wenig auf die Schliche zu kommen. Gemeinsam betrachten sie nicht nur Leben und Kunst des Meisters, Ludger spielt auch ein Stück auf dem Klavier vor, analysiert Akkordfolgen und erklärt uns, welche Kniffe Bach angewendet hat und warum seine Musik bis in den heutigen Pop und Jazz hineinwirkt.
Ludgers Webseite findest Du hier. https://www.luckyludd.de/
Wer öfter bei Instagram unterwegs ist, kennt wahrscheinlich Jonny vom Dahl. Der Musiker aus Marburg ist unglaublich geschickt darin, die Plattform zu nutzen, um seine Bekanntheit zu steigern und es so zu ermöglichen, von seiner Kunst leben zu können. Die bezahlten Auftritte, die er mittlerweile mit Band bestreitet, hat er seiner großen Reichweite zu verdanken. Dass die Abhängigkeit von Instagram nicht nur Vorteile hat, musste er erfahren, als der Plattformbetreiber Meta von jetzt auf gleich seine Accounts offline nahm. Es blieb Jonny nichts anderes übrig, als den Tech-Giganten zu verklagen. Er nahm den Kampf David gegen Goliath an – und gewann! Jonny erzählt uns diese unglaubliche Geschichte, aber auch, wie er Instagram nutzt, welche Vorteile, und Nachteile das hat und warum seine Online-Aktivitäten ihm nicht nur Freunde machen.
Ben Gencarelle ist ein legal Alien, ein US-Amerikaner in Deutschland. Und er ist Künstler: Ben arbeitet an gattungsübergreifenden Serien, wobei seine malerischen Arbeiten im Atelier oft von Buchprojekten und digitalen Objekten begleitet werden. Ihn interessiert der Einfluss der Medien oder die Frage, wie wir mit der allgegenwärtigen visuellen Information umgehen. Er malt, arbeitet mit Sounds und Video und zeigt seine Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Seit 2021 arbeitet er im AtelierFrankfurt.
Im Gespräch mit Gofi schildert er, wie er die gegenwärtige politische Situation wahrnimmt, welchen Einfluss Social Media auf seine Arbeit haben, warum er keine Angst vor der leeren Seite hat und auch nicht mit Selbstzweifeln kämpft. Außerdem hat er wertvolle Tipps parat für alle, die kreativ arbeiten. Viel Spaß bei dieser spannenden Unterhaltung auf Englisch.
Wir verabschieden uns für eine Weile in die Sommerpause und kommen Ende August wieder. Damit Ihr uns nicht ganz so doll vermisst und in der Zwischenzeit etwas Schönes zu tun habt, haben wir uns etwas ausgedacht: Wir empfehlen Euch das Beste, das wir im vergangenen halben Jahr entdeckt haben an Literatur, Musik, Film und Serie und stellen Euch die Dinge kurz vor. Wir sprechen über: Sachbuch ‚Lower than the Angels‚ (Diarmaid MacCulloch), TV-Serie ‚The Studio‚ (Apple+), Roman ‚Der Kaiser der Freude‚ (Ocean Vuong), Film ‚Anora‚ (Sean Baker), Roman ‚Prophet Song‚ (Paul Lynch), Film ‚Novocain‚ (Mr. No Pain) und Musik ‚A Blade Because a Blade Is Whole‘ (Alabaster DePlume). Euch allen einen schönen Sommer. Wir hören uns wieder am 18. August.
Wir haben uns den neuesten Film über Bob Dylan angeschaut. A Complete Unknown zeigt den Beginn seiner beeindruckenden Karriere. Und wir kommen ein bisschen ins Schwärmen. Nicht unbedingt über den Film, den wir unterschiedlich gut finden, sondern über die Zeit, die er lebendig werden lässt. Während Marco schon seit Langem viel Inspiration von den Held*innen der damaligen Jahre zieht und Jay sich wünscht, dass er diese Zeit selbst hätte miterleben dürfen, hat Gofi bisher wenig Verbindung zu Dylan und dessen Kunst gefunden. Wir begegnen dem Film deshalb aus ganz unterschiedlichen Richtungen, sind aber alle drei fasziniert. Was hat den jungen Dylan so unwiderstehlich gemacht, dass sein Auftauchen in der Szene solche Schockwellen aussendete? Warum konnte er anscheinend nicht anders, als die in ihn gesetzten Erwartungen zu enttäuschen? Was treibt solch einen Ausnahmekünstler immer weiter? Und können Musik und Dichtung auch heute noch eine derartig große Bedeutung haben?
Jay kann sein Glück kaum fassen. Wir dürfen mit einem echten Filmregisseur sprechen! Dass Lars-Gunnar Lotz sogar zu unseren Hörern zählt, wissen wir erst seit Kurzem. Und natürlich sind wir darauf ein bisschen stolz. Denn Lars hat etwas geschafft, das sich viele andere auch wünschen würden: Seine Kurzfilme laufen erfolgreich auf der Berlinale und gewinnen zahlreiche Preise auf internationalen Festivals. Außerdem erhält er ein Stipendium zur „Hollywood Masterclass“ an der UCLA. Sein Langfilmdebüt SCHULD SIND IMMER DIE ANDEREN, mit dem er 2012 sein Studium an der Filmakademie abschließt, kommt Anfang 2013 bundesweit in die Kinos. Neben vielfachen Festival-Auszeichnungen erhält er zwei Nominierungen für den Deutschen Filmpreis (Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller) und eine Nominierung für den Grimme-Preis. Seitdem hat Lars zahlreiche Einzelstücke für ARD und ZDF umgesetzt und bei den Kritikern als auch bei den Quoten beachtliche Erfolge erzielt.
Wie hat er das geschafft? Welche Themen bewegen ihn besonders? Welchen Herausforderungen sieht er sich in seiner Arbeit gegenüber? Gibt es einen Unterschied zwischen Kino- und Fernsehfilm? Und warum hört er überhaupt unsere Podcasts? Über all das und die Frage, warum der deutsche Film viel besser ist als sein Ruf, dreht sich dieses Gespräch. Viel Spaß! (Copyright des Episodenbildes: M. von Mehden/Agentur Schlag)
Ziemlich häufig kommen wir auf Lars‘ Debüt „Schuld sind immer die anderen“ zu sprechen. Ihr könnt den Film in der ARD-Mediathek finden.
Lars‘ Stralsund-Krimi könnt Ihr zurzeit in der ZDF-Mediathek sehen.
Und auch seinen aktuellen Film „Die Stille am Ende der Nacht“.
Alles begann mit seiner unleserlichen Klaue. Weil Jonnes‘ Mutter sich Sorgen machte, dass sich seine Handschrift nicht bessern könnte, empfahl sie ihm das Gitarrenspielen, um die Feinmotorik zu trainieren. Der Handschrift half es nicht. Aber Jonnes hatte nun ein Ausdrucksmittel gefunden, von dem er nie wieder abließ. Das Liederschrieben begann er ernster zu nehmen, als er sich einige Jahre später in einer schwierigen Lebenslage befand. Es half ihm, bei sich selbst zu bleiben und Trost zu finden. Heute trägt er seine Songs vor großem und kleinem Publikum vor und hat eine treue Fanbase um sich versammelt. Sein aktuelles Album Psalm 2022 erschien vor zwei Jahren. Wir haben Jonnes getroffen, als er gerade auf Tour in Österreich unterwegs gewesen und bei Marco untergekommen ist. Was ist ihm wichtig, wenn er vor Menschen auftritt? Was kann Kunst? Und was tut in aufreibenden Zeiten seiner Seele gut? Ein sehr persönlicher und unterhaltsamer Talk unter Freunden. Viel Spaß!
Jonnes Webseite findest Du hier: https://jonnes.de/
Gofis Newsletter kannst Du hier abonnieren: https://steadyhq.com/de/gofimueller/posts
Marcos Newsletter findest Du hier: https://steadyhq.com/de/marcomichalzik/posts
Plötzlich Galerist: Wie es sich anfühlt, mit sauteuren Kunstwerken zu arbeiten (m. Samuel Reinig)
Wir leben in aufregenden, ja sogar besorgniserregenden Zeiten. Nachrichten und Social Media sind voll von Meldungen und Appellen, die Puls und Blutdruck in die Höhe treiben. Doom Scrolling ist kein witziger Begriff mehr, sondern für viele von uns eine tägliche Beschäftigung. Da ist es wichtig, auf sich selbst zu achten und sich nach Dingen umzusehen, die uns wieder auftanken lassen. Wir haben uns gegenseitig gefragt, was uns guttut und was die Seele ein wenig durchschnaufen lässt. Unsere Antworten sind auf den ersten Blick vielleicht erwartbar. Aber bei näherer Betrachtung haben wir uns gegenseitig doch ganz schön überrascht. Euch wird es sicher auch so gehen. Bei diesem Gespräch ist Marco Michalzik mal wieder dabei – und wird das auch in Zukunft sein. Wir erklären Euch, warum, und verraten außerdem endlich den neuen Namen, den dieser Podcast in Zukunft haben soll. Viel Spaß!
‚Watchmen‘ von Alan Moore und Dave Gibbons ist nicht nur einer der bedeutendsten Comics, sondern gehört auch zu den wichtigsten Romanen des 20. Jahrhunderts. Und wer ihn heute liest oder Zack Snyders Verfilmung schaut, kann nicht anders, als die Parallelen zu unserer heutigen Zeit zu bemerken. Jay ist so begeistert von diesem Werk, dass er daraus seinen neusten Fan Edit gemacht hat. Herausgekommen ist ein viereinhalbstündiges Opus, das sich so genau an die Comicvorlage hält, wie es nur geht. Und das ist eine Leistung, denn die Erzählweise des Buches ist äußert komplex und besteht aus mehreren Erzählsträngen, die parallel laufen und sich gegenseitig kommentieren. Wir reden über Jays Herangehensweise, welches Filmmaterial er benutzt hat, aber auch darüber, was ‚Watchmen‘ so beklemmend aktuell macht und was wir daran lieben.
Entstellte Gesichter, verdrehte Körper, klaffende, kreischende Mäuler. Schön sind sie nicht, die Gemälde von Francis Bacon, einem der ganz Großen der Kunstgeschichte. Aber eindrucksvoll. Als sie zum ersten Mal in der breiteren Öffentlichkeit Englands auftauchten, waren die Leute verstört. Sie hatten gerade den Zweiten Weltkrieg überlebt, viel Grauenhaftes gesehen und waren nicht scharf drauf, das alles erneut in Form von Gemälden unter die Nase gerieben zu bekommen. Doch seine einzigartige Art, zu malen, setzte sich durch. Was machen seine Bilder so faszinierend? Und was faszinierte ihn selbst an dem Schrecklichen, das er selbst, nach eigener Aussage, als gar nicht so schrecklich empfand? Wir zeichnen seinen Lebensweg nach und fragen uns, wonach Francis Bacon unter der Oberfläche der Dinge suchte. Viel Spaß!
Musik in der Kirche kann aufregend sein, wenn sie von Profis gemacht wird. Lange Zeit war das aber eher nicht der Fall. Bis 1961 ein christliches Lied die Charts stürmte. Warum? Weil sich viele Gläubige darüber aufregten und andere es deshalb kauften. „Danke für diesen guten Morgen“ war der Beginn einer neuen Zeit für die Kirchenmusik in Deutschland. Doch in den USA entwickelten sich noch ganz andere Dinge: Jesus spielte plötzlich Klampfe und fing später sogar an, zu rocken. Die Musik, die dabei entstand, wurde von der einschlägigen Musikpresse zunächst noch belächelt, wurde aber im Lauf der Jahre zu einer echten wirtschaftlichen und kulturellen Größe. Wir haben einen darüber ausgefragt, der es wissen muss, weil er von Anfang an dabei gewesen ist: Andreas Malessa, Journalist und Autor, tourte damals mit dem Duo Arno und Andreas durch die Lande und spielte vor vollen Hallen und ausverkauften Häusern. Besucherzahlen, die in die Tausenden gingen, waren keine Seltenheit. Was war der Reiz an dieser Musik? Was suchten vor allem jüngere Menschen in ihr? Und wohin entwickelte sie sich weiter? Antworten gibt es bei diesem gleichzeitig launigen und informativen Gespräch mit einem Urgestein der christlichen Pop- und Rockmusik. Viel Spaß dabei! (Episodenbild erstellt mit ChatGPT)
Zur Musik, die wir zwischen den Kapiteln kurz einspielen, führt Dich dieser Link: https://gofimueller.bandcamp.com/album/ohne-mich-gehts-nicht



