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zwischenschicht
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Author: Litti & Ollschgich
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© Litti & Ollschgich
Description
Litti ist seit zwanzig Jahren Pfleger. Mit Herzblut, mit allen krassen Höhen und Tiefen, Leben und Sterben, Resignation und Kämpfen.
Ollschgich hat keine Ahnung von Pflege. Und fragt einfach mal nach.
Ein Podcast von zwei lebenslangen Freunden, der unterhaltsam, aber mit Substanz einen der zentralen Berufe unseres Gesundheitswesen beleuchtet. Direkt aus der Praxis und mit klaren Worten. Für Pflegende und alle Anderen.
Ollschgich hat keine Ahnung von Pflege. Und fragt einfach mal nach.
Ein Podcast von zwei lebenslangen Freunden, der unterhaltsam, aber mit Substanz einen der zentralen Berufe unseres Gesundheitswesen beleuchtet. Direkt aus der Praxis und mit klaren Worten. Für Pflegende und alle Anderen.
198 Episodes
Reverse
Wundversorgung ist kein Schema F.
Sie braucht Zeit, Erfahrung – und Menschen, die genau hinschauen.
In dieser Folge von Zwischenschicht sprechen Litti und Ollschgich mit Sebastian, Pflegetherapeut Wunde und Fachbereichsleiter im ZBI. Seit fast 20 Jahren begleitet er Menschen mit akuten und chronischen Wunden und weiß: Gute Wundversorgung beginnt nicht beim Verband – sondern beim Verstehen der Ursache.
Warum heilt eine Wunde bei dem einen Patienten schnell, beim anderen kaum?
Warum ist Prävention oft entscheidender als jede moderne Auflage?
Warum kann die teuerste Wundversorgung wirkungslos sein, wenn das Drumherum nicht stimmt?
Und warum ist Pflege hier ein zentraler, oft unterschätzter Faktor?
Sebastian gibt tiefe Einblicke in seinen Arbeitsalltag, spricht über Verantwortung, Entscheidungsfindung, wirtschaftliche Zwänge und darüber, warum echte Wundtherapie immer Teamarbeit ist – zwischen Pflege, Ärzten und Therapeut:innen.
Eine Folge über Fachwissen, Erfahrung, Zweifel, Weiterentwicklung und die Realität im Pflegealltag. Ehrlich, ruhig, reflektiert – und genau deshalb so wichtig.
Einschaltbefehl!
Wie schafft man fast 40 Jahre in der Pflege? Der Beruf ist im Umbruch, viele sind ausgestiegen, weniger zurückgekommen. Die alten Hasen stehen manchmal ratlos vor der Entwicklung.
Einen, der den Job nach vielen Jahren richtig gut kennt und einschätzen kann, haben wir uns auf die zwischenschicht-Couch geholt. Martti, Intensivpfleger, macht bald das Jubiläum (40) rund. Und hat außerdem beide Systeme erlebt, Ost und West. Was ist viel besser als damals, was schlechter? Was sind die Unterschiede zwischen Pflege in der DDR und BRD? Würdest du den Job noch wählen? Und ganz ehrlich: Kannst du noch?
Litti und Ollschgich machen mit Martti eine ehrliche Bestandsaufnahme aus seinem reichen Erfahrungsschatz und ihr erhaltet den Einschaltbefehl!
"Die Kinder kommen immer noch genau so raus wie damals - was sich verändert hat, ist die Technik" - das ist das nüchterne, aber auch beruhigende Fazit von Hebamme Annette und Ärztin Angelika nach vierzig Berufsjahren.
Am heutigen Veröffentlichungstag der zwischenschicht feiern wir die Geburt eines ganz berühmten Babys und holen uns deswegen die geballte Erfahrung von zwei berufenen Geburtshelferinnen ans Mikro. Annette und Angelika sind schon fast so lange ein Powerteam wie sie jeweils im Beruf sind. Was hat sich in vier Jahrzehnten getan? Gebären Frauen heute anders? Welche Ammenmärchen und Mythen halten sich hartnäckig - und welche sind vielleicht sogar wahr? Wie funktioniert die Babyklappe bei euch im Haus? Und was bewegt Frauen, ihr Kind dort abzugeben?
Wir lieben den pragmatischen, aber warmherzigen Ansatz der beiden - Annette: "Bei mir dürfen Frauen schreien!" und servieren euch die perfekte Weihnachtsfolge: nachdenklich, aber auch sehr spannend. Einschaltbefehl!
"Mein Führungsstil muss schon einer sein, in dem ich versuche, möglichst vielen Leuten in möglichst kurzer Zeit möglichst viel beizubringen, und das geht nicht, wenn man rumbrüllt!" Andreas ist Chefarzt einer Notfallversorgung. Und als solcher weiß er, wie krass die ärztliche Person ganz oben die Stimmung in der ganzen Station bestimmt.
In der Pflege gibt's immer noch das althergebrachte Bild des mächtigen Mediziners an der Spitze. Diese Woche sprechen wir in der zwischenschicht mit unserem allerersten Chefarzt überhaupt und checken, ob dieses Klischee (noch) stimmt.
Andreas, wie motivierst du deine Leute? Ist das immer noch dein Traumjob? Und wie kommst du damit klar, dass du Gesundheitsversorgung profitorientiert sein soll? Du bist ja schließlich einer derjenigen, die das ausführen müssen.
Wir freuen uns, mit Andreas einen so sympathischen ersten Chefarzt bei uns auf dem Sofa zu haben und geben euch den ultimativen: Einschaltbefehl!
Was machen eigentlich akademisierte Pflegekräfte? Was ist das für ein Berufsbild, für das sie studieren gehen, immer nur Theorie? Dilek ist das beste Gegenbeispiel zu diesem immer wiederkehrenden Vorurteil. Als Community Health Nurse kümmert sie sich genau darum: um die Gesundheit der Community. In leitender Stellung erarbeitet sie genau, was ihre Patienten wann, von wem und warum brauchen. Und das nicht nur in der Gesundheitsversorgung, sondern auch auf psychosozialer Ebene.
“Wenn die Patienten bei den Ärzten waren, sind sie 90 Minuten bei mir. Ich betrachte die Patienten wirklich an ihrem biomedizinischen, sozialen, psychischen Komponenten und hör mir erstmal an: ‘Okay, was macht die Leute krank?’”
Seit Jahren taucht der Begriff Community Health Nurse immer wieder in der zwischenschicht als Pflegemodell der Zukunft auf. Jetzt haben Litti und Ollschgich die Zukunft, Dilek, endlich vor dem Mikro. Wie läuft das Pilotprojekt so, Dilek? Wird es gut angenommen? Kannst du wirklich leitend die Gesundheitsversorgung der Patienten führen? Und wie ist die Arbeit in Neukölln?
Wir freuen uns, dass wir mit Dilek endlich jemanden bei uns haben, der uns zeigt, wie Pflege noch zentraler für die Gesundheitsversorgung werden kann! Einschaltbefehl!
Zwischenschichtis, wir haben ein echtes Schmankerl für euch! Wir haben 200 Folgen zwischenschicht Podcast für euch aufgenommen. Zweihundert. Vom improvisierten Keller zum hellen Studio (kurzzeit-geliehen, ihr wisst schon) haben eine krasse Rundreise durch die Pflege gemacht. Und landen am Ende - wieder bei uns selbst. Litti und Ollschgich interviewen sich diese Woche mal gegenseitig - und zwar mit Fragen, die der andere nicht kennt. Es geht natürlich um den Podcast, was uns antreibt, ihn immer noch zu machen, was beeindruckt hat. Aber auch um olle Kamellen wie z.B. joa... unsere lebenslange Freundschaft.
Diese wunderschöne Überraschungsei-Folge müsst ihr hören, wenn ihr euch schon immer gefragt habt: Wer sind Litti und Ollschgich eigentlich wirklich?
"In der Pflege lebt's von: Hörensagen, Ängste verbreiten, und aufgrund dieser Ängste falsche oder komische Entscheidungen zu treffen" - Diese ernüchternde Bilanz zieht Litti über den Status Quo in der Pflege. Um endlich mal die gesamte Mentalität in der Pflege grundlegend zu ändern, muss man schon ganz früh anfangen.
Wir sprechen deswegen diese Woche mit Hanna und Auguste, frisch examiniert bzw. noch in der Ausbildung von der verdi Jugend über ihre Sicht auf die Zukunft der Pflege. Was können wir tun, um jetzt was langfristig besser zu machen? Sind die Umstände in der Ausbildung mittlerweile viel besser als zu Littis Azub-Zeiten? Was hat euch überhaupt in die Pflege gebracht? Und wieso wissen eigentlich nicht mehr Leute von euch?
Hanna und Auguste geben uns alten Hasen mal wieder einen frischen Blick auf die Profession - und was eigentlich noch so möglich ist. Ja nicht träge werden, liebe zwischenschichtis! Einschaltbefehl!
Ist die Pflege machtlos? Längst nicht so, wie es sich vielleicht im Alltag anfühlt. Da, wo man es oft nicht sieht, werden u.a. für die Pflege und das gesamte Gesundheitswesen Strippen gezogen und Politik betrieben. Einer, der das hauptberuflich macht, ist Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft. Was machen die, fragt Ollschgich... "Unser Interessengebiet ist alles, was für unsere Träger relevant ist, und da ist ganz zentral: 'Wie geht es der Pflege?', denn Pflege ist ja unser mit wichtigstes Personal", sagt Marc.
Dabei ist/war Marc auch ein scharfer Gegner des Leasings - für Litti schwierig. Und weil man oft nur über Dialog Dinge bewegt, sitzt Marc diese Woche bei uns im zwischenschicht Podcast. Wie er mittlerweile zum Leasing steht, will Litti, der gerne im Leasing arbeitet, wissen. Wird Gesundheitsversorgung irgendwann eine Frage des Geld, hakt Ollschgich nach. Und bist du eigentlich Lobbyist für die Pflege, Marc?
Ein hochspannendes Gespräch mit einem, der täglich ganz nah an den großen Entscheidungen im Krankenhauswesen arbeitet - und uns auch einfach mal von seinem Alltag erzählt. Reinhören, durchhören!
"Ich hatte einen Autounfall, bin ohnmächtig geworden und musste reanimiert werden", erinnert sich Karo. Seitdem, sie ist damals 22, ist nichts wie vorher.
Sie erleidet immer wieder Herzrhythmusstörungen, ihr wird ein Defibrillator eingesetzt und weil Stress die Störungen auslöst, wird sie schließlich früh berentet. Ein komplett anderes Leben, "ich musste unheimlich viel umstellen, ich hab sehr, sehr gerne gearbeitet", sagt Karo. Litti und Ollschgich sprechen diese Woche in der zwischenschicht mit Karo und ihrer Freundin Kathi, Notfallsanitäterin.
Denn was neu in Karos anderem Leben ist: Sie hat ein ganzes Team von großartigem Support um sich herum, jeder kann was Anderes. Da ist Hund Ari, der sie vorwarnt, wenn ein Zusammenbruch kommt. Karos Mann, der sie schon durch mehrere Kammernflimmern mit Defi-Einsatz begleitet hat. Und eben Freundin und Sanitäterin Karo, die auf Reisen Ruhe und auch Drive bringt, "als motivierender Part".
Wie Karo mit dem neuen Leben klar kommt, was das mit Karos und Kathis Freundschaft macht, was Karo statt Arbeit glücklich macht und ob sie auch schwere Momente hat... eine emotionale Folge mit einer beeindruckenden Frau! Einschaltbefehl!
"Ich hab mich nie in der Politik gesehen, ich bin sehr gerne Notaufnahme-Krankenschwester", gibt Stella ehrlich zu. Über die Berliner Krankenhausbewegung ist sie in die Politik gerutscht und "wurde irgendwann gefragt, ob ich nicht Bock hätte, für 'n Bundestag zu kandidieren - und jetzt sitz ich hier." So lapidar wie das klingt, lief das natürlich für Stella nicht.
Litti und Ollschgich diskutieren diese Woche mit Stella, Pflegerin, Politikerin und Studentin, über den krassen Wechsel der Welten. Ankommen in diesem völlig neuen Leben und dem trägen System Politik war nach der hektischen Notaufnahme ein Kulturschock, sagt Stella. Aber wie sieht dein Alltag da jetzt aus? Wirst du und die Themen der Pflege da wirklich ernst genommen? Was sind die Themen, die du im Bundestag voranbringen willst? Und hast du da eigentlich Freunde gefunden? Wir behandeln alles, von Politik bis zum Leben in der Politik.
Leute, eine unglaublich spannende Folge mit Stella, die ihr ja schon aus der zwischenschicht kennt. Und die uns an ihrem neuen Leben und der Sehnsucht nach dem alten teilhaben lässt. Einschaltbefehl!
Es gibt wenige Szenarien, die natürlicherweise bei Patienten direkt solche Todesängste triggern wie Atemnot. Und es gibt wenige Bereiche, wo die Medizintechnik mittlerweile so extrem weiterhelfen kann wie bei der Beatmung. Weil nur Maschinen allein aber nicht reichen und verhindert werden muss, dass “die Technik die Menschen überholt”, gibt’s ambulante Zentren wie das ZBI im Zentrum Berlins.
Im Zentrum für Beatmung und Intensivmedizin kümmern sich Fachkräfte um die Pflege und Rehabilitation von u.a. Patienten, die auf Beatmung angewiesen sind. Weil auf den Intensivstationen dafür eben keine Zeit ist. Wir diskutieren diese Woche mit beiden Seiten dieses langwierigen, aber hochspannenden Prozesses: Jens, niedergelassener Internist, betreut viele Patienten am ZBI, Sebastian, Kardiologe, beschreibt uns die Krankenhausseite, bevor die Patienten in Häuser wie das ZBI kommen.
Was könnt ihr in der außerklinischen Therapie überhaupt leisten, Jens? Wie bereitet ihr die Patienten und v.a. die Angehörigen auf die Verlegung vor, Sebastian? (Spoiler: Erwartungsmanagement, was “Reha” überhaupt bedeutet) Wie schafft ihr es, dass sich das Leben an und mit der Beatmung für die Patienten wieder gut anfühlt? Nicht nur Technik, Pflege und körperliches Training sind hier wichtig. V.a. geht’s auch um das emotionale Auf und Ab z.B. beim Weaning. Wie und wie oft entlasst ihr die Patienten nach Hause? Und ja: Was macht ein Leben eigentlich lebenswert?
Wir waren echt gefesselt von dieser Art der Pflege - viel mehr Zeit, aber auch richtig hohe Ansprüche. Wie das zusammengeht? Einschaltbefehl!
***
Diese Folge ist eine Kooperation mit dem Freundeskreis Zentrum für Beatmung und Intensivpflege e.V.. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit.
"Ich bin zum einen professioneller Unterstützer für die Patienten, aber irgendwie auch Freund", reflektiert Paul seinen Job. Die berühmte professionelle Distanz ist nicht immer leicht zu halten, wenn man Menschen über Monate hinweg begleitet. Unsere Gäste diese Woche, Marc und Paul, arbeiten als Atmungstherapeuten neben Pflege und Ärzten mit beatmeten Patienten und denen, bei denen eine Beatmung droht.
Während Litti aus der Ausbildung noch die Formel kennt, dass die Pflege sich nicht an die Beatmung wagen darf, gibt's auf vielen Stationen mittlerweile diese spezielle Art der Pflege. "Wir machen im Prinzip alles von der nicht-invasiven Beatmung bis zur invasiven Beatmung, bis zum Sekretmanagement", erklärt Paul. Die besondere zwischenmenschliche Ebene bei der Atmungstherapie lässt dann die besondere Bindung zum Patienten entstehen: "Es gehört auf jeden Fall mit dazu, Menschen zu lesen, wo sie sich gerade befinden, abzuholen an dem Punkt!", sagt Marc.
Wie wird man Atmungstherapeut? Wie seid ihr dazu gekommen und warum gefällt es euch da besser als in der Intensivpflege? Und seid ihr nicht oft auch nebenher auch psychotherapeutisch tätig, wenn ihr so lange Beziehungen zu den Patienten habt?
Wir beleuchten einen unglaublich spannenden Fachbereich neben Pflege und Ärzten - Achtung, könnte sein, dass das was für euch ist!
Es gibt kaum eine Branche, die so viel für die Gesellschaft getan hat und auch so kritisch beäugt wird. Wir sprechen von der Pharmaindustrie. Einen, der es wissen muss, weil er selbst Teil davon ist, haben wir diese Woche eingeladen. Benjamin ist Apotheker im Krankenhaus.
Dabei geht's nicht um reine handwerkliche Chemie, sondern "das Zwischenmenschliche spielt in unserem Beruf eine Rolle", betont Benjamin, "sich Zeit nehmen für die Patienten" habe einen enormen Effekt auf die Behandlung von Krankheiten, auch im Bereich der Pharmazie.
Was machst du jetzt aber den ganzen Tag in der Krankenhausapotheke, Benjamin? Ist das für dich spannender als in der Ladenapotheke? Glaubst du, Onlineapotheken lösen bald die kleine Apotheke am Eck ab und sind die Apotheken selbst schuld? Und mal ehrlich: Warum ist die Apothekenumschau so wahnsinnig beliebt?
Eine sehr aufschlussreiche Diskussion über Medikamente, Menschlichkeit und einen der wichtigsten Kooperationspartner der Pflege.
"Du bist die Präsidentin von einem ziemlich lahmen Volk", provoziert Litti unseren Gast Christine diese Woche. "Von einem großartigen Volk, die's aber nicht wissen und die sich's nicht eingestehen", kontert sie. Christine ist Präsendentin des Deutschen Pflegerats und versteht oft nicht, wieso die Pflege nicht "verdammt stolz" auf sich ist.
Der Pflegerat führt verschiedene Pflegeverbände zusammen, um auf Bundesebene etwas zu erreichen. "Man braucht nicht Massen, um was zu bewegen, manchmal braucht man ein, zwei, drei Leute, die vorangehen, gute Ideen haben und umsetzen", erklärt Christine die Motivation hinter dem Pflegerat.
Was motiviert dich aber persönlich, Christine? Und was nervt dich so richtig an der Pflege? Nimmt den Pflegerat eigentlich überhaupt jemand ernst?Und sag mal, wie schaffst du das alles beruflich? (Spoiler: Christine macht das ehrenamtlich!)
Einfach ein gutes Gespräch, mit ein bisschen Provokation und dem ein oder anderen liebevollen Aufrüttler für uns und euch! Reinhören, durchhören!
War die Pflege einer der Gründe, wieso du so stark zugenommen hast, will Litti von Stephan wissen. Der Pflege wog 174 Kilo und hat kürzlich auf 116 abgenommen. "Ich bin halt nicht so'n Druckmensch", sagt Stephan. Und das Essen sei sein Freund gewesen. Schon in der Ausbildung habe er zugelegt, Prüfungen, privater Stress. Nach Jahren frustrierender Erfahrungen hat eine Magen-OP die Wende gebracht.
Diese Diskussion ist auch für Litti persönlich sehr wichtig, der seit einigen Monaten die Abnehmspritze bekommt. Die Arbeit in der Pflege ist nicht selten anstrengend, Schichtdienste und Junkfood gehen eine ungute Allianz ein und Essen bringt oft, so auch Stephans und Littis Erfahrung, Ruhe und Trost.
Was hat dich zu der OP bewegt und wie bist du sie angegangen, Stephan? Wieso Essen eine Sucht ist und warum es nicht hilft, wenn Normalgewichtige belehren. Und was würde er anderen Betroffenen raten.
Ein ehrliches Gespräch über das Leben und Arbeiten mit Adipositas, das nichts beschönigt, aber auch nicht stigmatisiert. Einschaltbefehl!
Was, wenn schon die ganz junge Pflegegeneration grundlegend was verändern könnte? Für sich, für die Kollegen, für die ganze Belegschaft...? "Dass die ganz normalen Pflegefachkräfte auf der Station, auch Auszubildende mitbestimmen, was sie verändern wollen und vor allem auch wie", erklärt unser Gast diese Woche Max diese schöne neue Welt.
Aber was ist diese verlockende Idee? "Pflegeattraktiv" heißt das Verfahren, bei dem sich Stationen ein Zertifikat für besonders gute Pflege erarbeiten und Max mitarbeitet. Das kommt nicht von heut auf morgen - und ja, das kostet natürlich auch was, aber lohnt sich, um die Fachkräfte langfristig auf den Stationen zu halten, sagt er.
Selbst gelernte Pflegekraft ist er immer wieder erstaunt, was der Zertifikatsprozess alles in Gang setzen kann, grade auch bei der angeblich arbeitsfaulen Gen Z, zu der auch gehört. "Wir setzen uns einfach anders dafür ein, wir arbeiten genauso viel wie andere, weil wir natürlich auch die Pflege voranbringen wollen"
Wie bekommt man die Leitung überzeugt mitzumachen, wie läuft der Prozess genau ab? Wird es in Deutschland überhaupt angenommen? Und wie weh tut er eigentlich wirklich?
Max führt uns diese Woche ehrlich durch und wir garantieren euch: Ihr werdet richtig Bock auf selbst den nervigen Teil des Prozesses bekommen!
***
Diese Folge ist eine Kooperation mit Pflegeattraktiv. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit.
"Wer sich in dem Job denkt: 'Och, ich klopp mal ein paar Leute zusammen', der ist total falsch!" Mercedes räumt diese Woche mit den üblichen Vorurteilen direkt auf. Sie arbeitet im Sicherheitsdienst im Kiezkrankenhaus und wird bald Einsatzleitung. Und wir müssen ehrlich sein: Sie hat uns extrem beeindruckt.
Litti hat Mercedes eingeladen und diese Woche sprechen Ollschgich und Littis Vertretung Francis, Pflegepädagogin, mit ihr über die komplexen Aspekte ihres daily business. Wie sie als zierliche Person in den nicht ungefährlichen Job kam, wie sie brenzlige Situationen managed (welche Rolle spielt Gewalt?) und wieso die schwierigen Besucher der Rettungsstelle eigentlich gar nicht das Hauptproblem sind - hört ihr in dieser reflektierten, aber hochemotionalen Folge. Außerdem: Francis versuchte, Mercedes für die Pflege gewinnen. Wieso sie das am Ende der Aufzeichnung gar nicht mehr wollte? Einschaltbefehl!
Wie bekommt die Pflege mehr Aufmerksamkeit? Durch Leute wie John. Der Praxisanleiter und Content Creator zeigt seinen Alltag in der Langzeitpflege mit seinem Account fast 30.000 Followern - mit einer Mischung aus superunterhaltsamen Augenzwinkern und klarer Ernsthaftigkeit.
Die zwischenschicht ist zurück aus der Sommerpause und wir starten mit einem hochkarätigen Gast, den einige von euch bestimmt kennen.
Johnfit Praxisanleiter, wie er sich auf Social Media nennt, macht die Pflege einerseits für die Allgemeinheit sichtbarer und will sie andererseits auch aufrütteln mit teilweise provokativen Statements. "Ich sprech ganz viel über Berufstolz, dass man seinen Beruf nach außen trägt", sagt er uns im Podcast.
Wie der gebürtige Brasilianier überhaupt zum Thema Content Creation gekommen ist, was ihn am seinem Traumjob Pflege (oder einigen Pflegenden?) aber richtig nervt und ob ihm Social Media nicht doch manchmal zu viel wird...? Einschalten, durchhören!
P.S.: Eine neue Host-Stimme erwartet euch euch!
Ein Blick über die Station, bisschen Bauchkribbeln, dann der nächste Notfall - Kann Liebe unter Pflegenden funktionieren?
Wir fragen uns das schon, seit es den Podcast gibt und beleuchten es aus den vielen Perspektiven der Menschen auf den Stationen.
Victor und Anke waren beide schon mal im Podcast mit ihren eigenen beruflichen Geschichten. In dieser Sommerfolge erzählen sie ihre gemeinsame. Ob sie sich auch im Job kennengelernt haben (Spoiler: ja), wie sich die Liebe mit langen Schichten vereinbaren lässt und wie die Kollegen reagiert haben.
Nervt man sich am Ende des Dienstes oder pusht man sich vielleicht auch? Und wie war das für Anke und die Beziehung, als Victor die Pflege verlassen wollte...?
Eine fröhliche, aber gehaltvolle Sommerfolge, nicht nur für die, die auch in eine/einen Pflegende(n) verliebt sind!
"Ich hab ein Jahr als eine vollwertige Fachkraft im Krankenhaus gearbeitet, ohne einen Cent dafür zu bekommen!" So erinnert sich unser Gast in dieser Sommerfolge Zuzanna an ihre schwierige Ankunft in Deutschland. Die gebürtige Polin hat im deutschen Nachbarland sogar Pflege studiert. Trotzdem musste sie bei ihrer Ankunft in Deutschland die Ochsentour absolvieren, bis ihre hochwertige Ausbildung anerkannt war. Sie sieht es pragmatisch: "Nichtsdestotrotz, ich bin dankbar für jeden Weg, ich hab von unten bis nach oben alle Stufen durch"
Was für ein Land ist Deutschland im Bezug auf die Pflege? Wie schwierig ist es, hier anzukommen, nicht nur beruflich, sondern auch menschlich? (Spoiler: Zuzanna hat große Akzeptanz, aber auch auch Eifersucht erlebt) Und wie weit ist in Polen eigentlich die Akademisierung der Pflege? (Spoiler: sie wird radikaler durchgezogen) Und warum bist du damals nach Deutschland gekommen, Zuzanna?
Viele Jahre lebt und arbeitet sie schon in Deutschland und hat eine außergewöhnliche Perspektive auf beide Länder und ihre Pflege. Weil man beim Blick von außen immer am meisten lernt, bekommt ihr von uns den: Einschaltbefehl!



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Mit Abstand die schlechteste Folge die ich bisher gehört hab. Kein Fokus, keine rote Linie, Allgemeinplätze und Floskeln und vor allem kein Bezug zur Pflege. Jegliche Kritik von O. mit Strohmannargumenten weggewischt und am Ende steht nur "Alle so leben lassen wie sie wollen" Wann und wo werden Menschen in der Pflege diskriminiert? Mir würden vielleicht ein paar Beispiele einfallen. Den Teilnehmern anscheinend nicht. Und am Ende hijackt eine Gäst:in das Ding für...für was eigentlich?