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Blind verstehen – der PRO RETINA-Podcast
Blind verstehen – der PRO RETINA-Podcast
Author: PRO RETINA Deutschland e. V.
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© PRO RETINA Deutschland e. V.
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Für alle, die selbst betroffen und an Netzhauterkrankungen interessiert sind. In unserem Podcast bieten wir alle zwei Wochen interessante Tipps und Erfahrungsberichte, die Mut machen. Außerdem beleuchten wir (neue) Technik und Hilfsmittel und unterhalten uns über ein selbstbestimmtes Leben mit einer Netzhauterkrankung. Forschung fördern – Krankheit bewältigen – selbstbestimmt leben.
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Wann ist Hilfe hilfreich - und wann wird sie übergriffig? In dieser Folge sprechen Iris und Christian über respektvollen Umgang im Alltag - besonders im Kontext von Sehbehinderung.Ausgehend von persönlichen Erlebnissen erzählen die beiden von Situationen, in denen Hilfe genau richtig kam, aber auch von Momenten, in denen gut gemeinte Unterstützung unangenehm oder bevormundend wurde. Es geht um ungefragtes Anfassen, Fahrradfahrer ohne Klingeln, Missverständnisse an der Ampel und darum, warum ein einfaches Nachfragen oft der beste Weg ist.Außerdem diskutieren sie, wo gegenseitige Rücksichtnahme wichtig ist - etwa im Restaurant, im Straßenverkehr oder bei der Nutzung von Behindertenparkplätzen.Wie immer gilt: Die Beispiele stammen aus persönlichen Erfahrungen und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.💬 Eure Erfahrungen interessieren uns!Schickt uns gerne eine Sprachnachricht über SpeakPipe (https://www.pro-retina.de/blind-verstehen/speakpipe) und sagt bitte dazu, ob wir eure Nachricht im Podcast verwenden dürfen.
In dieser Folge von „Blind verstehen“ wird es närrisch und inklusiv zugleich. Iris und Christian sind wieder gemeinsam am Mikrofon und nehmen euch mit nach Köln zum Rosenmontagszug. Zu Gast ist Wolfgang Gommersbach, den einige bereits aus der Stadion-Folge kennen. Dieses Mal berichtet er von der Audiodeskription beim Kölner Karneval, die im Rahmen der Initiative „Karneval für alle“ des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) angeboten wird. Er erzählt, wie die Idee entstand, welche besonderen Herausforderungen ein mehrstündiger Rosenmontagszug mit sich bringt und warum dafür ein eingespieltes Team nötig ist. Anders als im Stadion ziehen die Wagen mal im Schritttempo, mal im Eiltempo vorbei - und die Reporter beschreiben Kostüme, Mottowagen und viele kleine Details live, mitten im Trubel aus Musik, Moderation und jubelnden Jecken.Iris und Christian berichten anschließend direkt von der LVR-Tribüne am Heumarkt. Die Plätze sind überdacht, es gibt einen geschützten Bereich ohne Gedränge, kurze Wege zu Toiletten und ausreichend Raum auch für Rollstuhlfahrende. Besonders positiv: Sehbehinderte Gäste stehen vorne im überdachten Bereich und können ihr Restsehvermögen nutzen, während Rollstuhlfahrende dahinter ebenfalls gute Sicht haben. Die Audiodeskription funktioniert über Empfänger und Kopfhörer, sodass man sich frei bewegen kann. Neben Kamelle, Strüßje und einem überraschenden Schneemann-Highlight überzeugte vor allem die stimmungsvolle und detailreiche Beschreibung durch das Reporterteam. Im Interview erklärt Ellen Petry vom LVR, wie „Karneval für alle“ entstand und wie Interessierte an kostenfreie Karten kommen können - Anfragen sind jeweils ab dem 1. Oktober für das Folgejahr möglich. Das Fazit der beiden: ein intensives, bestens organisiertes Erlebnis mit klarer Empfehlung für alle, die Karneval barrierearm und mittendrin erleben möchten.Link zu Speakpipe: https://www.pro-retina.de/blind-verstehen/speakpipe
In dieser Folge von „Blind verstehen“ sprechen Iris und Christian über ein Thema, das uns alle begleitet: die ersten Male - besonders jene, die mit einer Sehbehinderung oder Netzhauterkrankung verbunden sind.Sie erzählen, wie unterschiedlich es sich anfühlen kann, zum ersten Mal von einer Augenerkrankung zu erfahren: Christian schon als Kind, Iris erst als Erwachsene mitten im Familien- und Berufsleben. Dabei geht es auch um den Moment, in dem der Sehverlust plötzlich wirklich bewusst wird – und warum das Gehirn Einschränkungen oft lange „ausgleicht“.Ein weiterer Schwerpunkt sind die ersten Erfahrungen mit Hilfsmitteln: von elektronischen Lupen über Kantenfilter bis hin zum Stock, der für Christian ein echter Wendepunkt war. Beide sprechen offen über Unsicherheiten, das „Outen“ im Alltag, aber auch über die Freiheit, die Hilfsmittel zurückgeben können.Auch positive erste Male kommen vor: Iris und Christian schwärmen von Audiodeskription und der Greta-App, die Kino und Fernsehen wieder zugänglich machen - manchmal sogar mit mehr Überblick als Sehende ihn haben.Zum Abschluss geht es um die Frage, wie hilfreich Selbsthilfegruppen sein können, und die beiden laden die Hörer*innen ein, eigene Erfahrungen und erste Male per Speakpipe zu teilen.Link zu Speakpipe: https://www.pro-retina.de/blind-verstehen/speakpipe
In dieser Folge von “Blind verstehen” spricht Iris mit Andrea Katemann und Rudi Ullrich von der Deutschen Blindenbibliothek der blista in Marburg über ein besonderes Angebot: die Bibliothek der Dinge.Dort können blinde und sehbehinderte Menschen sowie Angehörige, Schulen und Einrichtungen kostenlos Spiele, Lehr- und Lernmaterialien, Hilfsmittel wie Daisy-Player, inklusive Unterrichtsmaterialien für MINT-Fächer oder auch alltagstaugliche Angebote wie die Becherküche ausleihen – zum Ausprobieren, ohne Kaufzwang und inklusive Versand.Die Gäste erklären, für wen sich das Angebot eignet, wie Ausleihe und Beratung funktionieren und warum der inklusive Ansatz allen zugutekommt – ob im Unterricht, im Alltag oder beim Einstieg ins Lesen mit Hörbüchern und E-Books. Außerdem geht es um barrierefreie Taschenrechner, individuelle Beratung und die Möglichkeit, eigene Wünsche einzubringen.Eine informative Folge über praktische Unterstützung, Teilhabe und die Idee, Barrieren abzubauen, indem man Dinge einfach zugänglich macht.Link zur Umfrage zu “Bei Anruf Kultur”: https://forms.office.com/e/u0duu4N40XLink zur “Bibliothek der Dinge”: https://katalog.blista.de/mediathek/Kontakt zur blista: info@blista.deLink zu Speakpipe: https://www.pro-retina.de/blind-verstehen/speakpipe
Iris und Christian melden sich mit einer neuen Folge “Blind verstehen” aus dem neuen Jahr zurück - mitten im Schneechaos, zwischen rutschigen Wegen, verspäteten Terminen und winterlichem Alltagswahnsinn. Neben persönlichen Anekdoten geht es vor allem um ein wichtiges Thema, zu dem die beiden ein klares und ehrliches Update geben möchten.Im Mittelpunkt steht der Ärger rund um Amazon Prime Access und das Merkzeichen RF. Nach früheren Aussagen im Podcast wird deutlich: Die Regelungen zur Ermäßigung sind widersprüchlich, uneinheitlich und für Betroffene kaum nachvollziehbar. Während es bei manchen funktioniert, scheitert es bei anderen - selbst bei gleichen Voraussetzungen. Iris berichtet offen von ihren eigenen Erfahrungen mit Amazon, ehrgeizigen Telefonaten, Mails ohne Antworten und viel Frust.Klar wird: Eine bloße Rundfunkgebührenermäßigung reicht nicht aus, eine vollständige Befreiung - etwa bei Taubblindheit - hingegen schon, ist aber an enge Bedingungen geknüpft. Iris und Christian entschuldigen sich ausdrücklich, falls es durch die vorherige Folge zu Ärger gekommen ist, und kritisieren deutlich die mangelnde Transparenz und Kommunikation seitens Amazon.Zwischen Schulchaos, veralteten Webseiten und einem Augenzwinkern zum Schluss bleibt die wichtigste Botschaft: Barrierefreiheit darf nicht vom Zufall abhängen.Link zu Speakpipe: https://www.pro-retina.de/blind-verstehen/speakpipe
In der letzten Folge des Jahres blicken Iris und Christian gemeinsam zurück auf ein bewegtes Podcast-Jahr bei "Blind verstehen". Zwischen Weihnachtsruhe und Silvesterstimmung geht es um besondere Momente, neue Formate und das, was den Podcast ausmacht: Austausch, Mut und gelebte Barrierefreiheit.Ein wichtiges Highlight war die Einführung von Speakpipe, über das Hörerinnen und Hörer dem Podcast Sprachnachrichten schicken können. Erste Rückmeldungen aus der Community werden bereits aufgegriffen - etwa praktische Alltagstipps wie spezielle Nadeln mit integrierter Einfädelhilfe. Auch die Weihnachtsfolge klingt nach: Mit Musik, Gedichten und persönlichen Beiträgen sorgte sie für viel Stimmung, inklusive der Auflösung eines musikalischen Rätsels rund um amerikanische Handglocken.Im Rückblick sprechen die beiden über vielfältige Themen des Jahres - von Smart Home und KI über Freundschaft und Elternschaft bis hin zu Technik und überraschenden Sonderfolgen. Zum Abschluss berichtet Christian von einem NFL-Spiel mit Audiodeskription und beeindruckender Barrierefreiheit, das zeigt, wie inklusiv große Sportevents sein können.Mit viel Dankbarkeit verabschieden sich Christian und Iris bei allen Zuhörenden, Gästen und dem Podcast-Team und wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr. "Blind verstehen" ist auch 2026 wieder mit dabei.
In der Folge „Es weihnachtet sehr“ laden Iris und Christian zu einer ganz besonderen Ausgabe von „Blind verstehen“ ein: einer gemütlichen, humorvollen und zugleich besinnlichen Weihnachtsfeier zum Zuhören. Trotz fast sommerlicher Temperaturen draußen wird es drinnen weihnachtlich - mit Kaffee, Geschichten, Gedichten, Musik und vielen Beiträgen aus dem PRO RETINA-Umfeld.Den Einstieg macht Iris mit einer persönlichen Adventsgeschichte: Nach einem unfreiwilligen „Pfützenbad“ durch ein vorbeifahrendes Auto kommt es Tage später zu einem unerwarteten Happy End, als sich der Fahrer bei einer Adventsandacht ehrlich entschuldigt. Eine kleine Begebenheit, die zeigt, wie viel Wärme und Menschlichkeit in der Weihnachtszeit stecken kann.Es folgen zahlreiche liebevoll eingesandte Audiobeiträge: lustige Erinnerungen an einen verwechselten Nikolaus, humorvolle und nachdenkliche Gedichte, musikalische Grüße sowie Geschichten vom Weihnachtsmarkt, von Lametta-Notlösungen und besonderen beruflichen Begegnungen rund um die Feiertage. Auch weihnachtliches Brauchtum, wie der Advent, Rorate-Messen oder der Grittibanz, findet seinen Platz.Mal wird geschmunzelt, mal herzlich gelacht, mal still gelauscht - am Ende bleibt das Gefühl, dass Weihnachten vor allem aus gemeinsamen Momenten, Zuhören und Verbundenheit besteht. Mit einem berührenden Gedicht über „Weihnacht, wie es früher war“ klingt die Folge ruhig aus. Iris und Christian wünschen einen schönen dritten Advent und eine gute Vorweihnachtszeit – und freuen sich auf die letzte Podcast-Folge des Jahres.
In dieser Folge von Blind verstehen sprechen Iris und Christian mit Patricia, die blind ist, zwei kleine Kinder hat und offen aus ihrem Familienalltag erzählt. Sie berichtet von ihrer Netzhauterkrankung, den Fragen rund um Vererbbarkeit, ihren Ängsten in der Schwangerschaft und davon, wie sie praktische Lösungen für den Alltag gefunden hat – etwa beim Spazierengehen mit Kinderwagen, auf dem Spielplatz, beim Spielen und späteren Hausaufgaben. Thema ist auch die Elternassistenz: wo sie unterstützen kann und warum sie eine wichtige Entlastung für blinde Eltern ist.Zum Einstieg korrigieren Iris und Christian außerdem noch einmal Informationen zum Merkzeichen RF und stellen das neue Tool Speakpipe vor, über das ihr Sprachnachrichten an den Podcast schicken könnt – zum Beispiel zu euren Erfahrungen mit der Deutschen Bahn, dem Mobilitätsservice oder dem Fliegen mit Sehbehinderung. Rückmeldungen sind wie immer auch per Mail an blindverstehen@pro-retina.de möglich.Link zu Speakpipe: https://www.pro-retina.de/blind-verstehen/speakpipe
In dieser Folge von "Blind verstehen" sprechen Iris und Christian darüber, wie Einkaufen mit Sehbeeinträchtigung gut gelingen kann – im Supermarkt, per App und mit Lieferdiensten. Sie erzählen von eigenen Erlebnissen zwischen Käsetheke, Gewürzregal und Drogeriemarkt und zeigen, welche Rolle Hilfsmittel wie Lupen, Seeing AI oder die barrierefreie DM-App spielen. Petra aus Stuttgart berichtet per Sprachnachricht, warum sie lieber über die REWE-App bestellen lässt, und die beiden gehen auf weitere Lieferangebote wie Picnic, Flaschenpost, Aldi & Co. ein. Außerdem geht es um Nachbarschaftshilfe über nebenan.de, einen Lifehack zum Rabatt auf Amazon Prime für Menschen mit RF-Merkzeichen sowie eine neue Möglichkeit, den Podcast über Speakpipe ganz einfach per Sprachnachricht zu kontaktieren.Link zu Amazon Prime, wo ihr den Antrag starten könnt:https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=G54BETR9USUZFZW5. Außerdem ist eine ergänzende Seite mit den Bedingungen hier zu finden:https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=G8SUDLNJELSTRR86Schickt uns eure Sprachnachricht über Speakpipe: www.pro-retina.de/blind-verstehen/speakpipe
In dieser Folge von „Blind verstehen“ geht es um eine der zentralen Fragen vieler Betroffener: Wie finde ich das richtige Hilfsmittel für mich?Iris und Christian begrüßen diesmal Matthias Schäfer von der Firma Papenmeier – selbst blind, langjährig in der Selbsthilfe aktiv und echter Technikfan. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie man den eigenen Bedarf erkennt, worauf man beim Ausprobieren achten sollte und warum Messen, Selbsthilfegruppen und ehrlicher Austausch mit anderen so hilfreich sind.Matthias teilt viele praktische Tipps – von der ersten Orientierung über die Beantragung bei der Krankenkasse bis hin zu wichtigen Überlegungen wie Kompatibilität, Lernbereitschaft und Alltagstauglichkeit. Außerdem geht es um aktuelle Entwicklungen bei ZoomText, Windows 11 und den Einsatz von KI zur Unterstützung.Ob elektronische Lupe, sprechende Waage oder kleine Alltagshelfer – jedes Hilfsmittel kann den Unterschied machen.Zum Schluss stellt Matthias noch seinen Reha-Stammtisch-Podcast vor – ein weiterer spannender Ort für Austausch und praktische Erfahrungen.Eure Aha-Erlebnisse mit Hilfsmitteln könnt ihr wie immer an blindverstehen@pro-retina.de schicken.
In dieser Folge von “Blind verstehen” wird gespielt – und zwar mit Witz, Offenheit und jeder Menge Selbstironie. Weil Iris und Christian diesmal kaum Zeit zur Vorbereitung hatten, übernimmt Technik-Profi Christian Andres als Spielleiter die große “Blind verstehen”-Fragerunde. Zwischen Alltagsfragen, Technik-Talk und Schnellrate-Runden geht es um Kaffeemalheure, Zimtvorräte, Lieblingshilfsmittel, KI-Pannen und Vorurteile gegenüber Menschen mit Seheinschränkung.Mit Humor erzählen die beiden, was sie nervt, was hilft – und was sie selbst immer wieder zum Lachen bringt. Auch ernste Töne fehlen nicht: über Selbstständigkeit, Missverständnisse und das, was “Blind verstehen” wirklich bedeutet – nämlich Offenheit, Verständnis und Zusammenhalt.Eine Folge voller ehrlicher Einblicke, spontaner Antworten und echter Lebensfreude.Feedback oder Themenwünsche? Schreibt an blindverstehen@pro-retina.de.
In dieser Folge von „Blind verstehen – der PRO RETINA Podcast“ sprechen Iris und Christian über das Thema „Blind ist nicht gleich blind“. Beide sind gesetzlich blind, erleben ihre Seheinschränkung jedoch völlig unterschiedlich: Während Christian mit Retinitis Pigmentosa lebt und unter Tunnelblick leidet, hat Iris eine Makuladystrophie, bei der das zentrale Sehen verloren geht. Gemeinsam erzählen sie, wie unterschiedlich sich Blindheit im Alltag zeigt, räumen mit Vorurteilen auf und berichten offen von ihren persönlichen Erfahrungen – von ersten Diagnosen über den Umgang mit Hilfsmitteln bis hin zu Begegnungen mit sehenden Menschen. Eine ehrliche und aufschlussreiche Folge über das Sehen, Nichtsehen und gegenseitiges Verständnis.
In dieser Episode unterhalten sich Iris und Christian erneut über die Metabrille und nehmen die Hörerinnen und Hörer mit von der Bestellung über die Einrichtung bis hin zu den ersten Alltagserfahrungen. Iris berichtet vom Unboxing ihrer Wayfarer-Brille, schildert die Einrichtung mit iPhone und VoiceOver und beschreibt typische Stolpersteine wie WLAN oder Freigaben. Unterstützung kommt von den Gästen Hanni und Markus, die die Brille bereits länger nutzen und von Aha-Momenten im Alltag erzählen: vom schnellen Erkennen von Produkten und Zutatenlisten über das Auslesen von Bons, Displays und Plakaten bis hin zur Pflanzenbestimmung, zum Musikhören oder Telefonieren mit freien Ohren. Besonders praktisch sind die Be-My-Eyes-Einbindung und Videoanrufe zu Vertrauenspersonen. Grenzen zeigen sich bei schwankender Internet- und Bluetooth-Stabilität, uneinheitlichen Ergebnissen etwa bei Speisekarten oder Straßennamen sowie fehlender Hinderniserkennung. Während viele Funktionen auf Englisch bereits zuverlässig laufen, ist Deutsch noch ausbaufähig. Unterm Strich ist die Brille zwar kein klassisches Hilfsmittel, aber ein spannender Alltagsbegleiter mit großem Potenzial – und die Runde ist sich einig: Mit weiteren Updates könnte aus „gut“ schnell „wow“ werden.
In dieser Folge „Blind verstehen“ sind Iris und Christian im Podcast „Digital-Kompass“ der BAGSO zu hören – moderiert von Sascha Lang. Im Mittelpunkt steht, was Sehbehinderung im Alltag bedeutet, wo die Grenze zur gesetzlichen Blindheit verläuft (u. a. Visus um 2 % bzw. sehr kleines Gesichtsfeld) und warum Schwarz-Weiß-Denken („entweder man sieht oder nicht“) an der Realität vorbeigeht. Iris und Christian sprechen über Mythen, Verständnislücken und praktische Hilfen: vom Langstock bzw. Blindenführhund über klassische Lesegeräte bis hin zum Smartphone als „All-in-one-Hilfsmittel“ mit großer Schrift, Sprachausgabe und Apps zur Bilder- und Texterkennung. Ein zentrales „Hilfsmittel“ bleiben aber die Mitmenschen – freundlich um Hilfe bitten, statt allein zu kämpfen. Beide erzählen offen von typischen Situationen zwischen Faszination („Das geht alles mit Apps?!“) und Fehleinschätzungen („Dann brauchst du ja keine Unterstützung mehr“), teilen humorvolle Anekdoten aus Bahn, Supermarkt, Tanzsaal und Fitnessstudio und zeigen, wie viel Kommunikation Missverständnisse auflöst. Gesellschaftlich wünschen sie sich mehr Wissen über Sehbehinderung, sensibles Helfen (bitte vorher fragen – nicht ungefragt anfassen) und niedrigschwellige Barrierefreiheit. Aufklärung sollte früh beginnen, etwa mit Projekten wie „Schule im Blick“, und auch über Social Media stattfinden – Stichwort: Leitstreifen frei halten. Für Betroffene lautet ihr Rat: informiert euch, vernetzt euch mit der Selbsthilfe (z. B. PRO RETINA), sprecht über eure Bedürfnisse – es geht weiter, und zwar gut. Für Sehende: seid neugierig, stellt Fragen und unterstützt situativ. Viel Spaß beim Hören!Zum Digital-Kompass-Podcast: https://www.digital-kompass.de/podcastKontakt zum Digital-Kompass-Podcast: podcast@digital-kompass.de
In dieser Folge von "Blind verstehen" dreht sich alles rund um das Thema Urlaub – von der ersten Idee bis zum gepackten Koffer. Iris und Christian sprechen darüber, welche Überlegungen schon vor der Reise wichtig sind: Strand oder Aktivurlaub, Flugzeug oder Bahn, alleine oder in Begleitung? Dabei teilen sie auch persönliche Erfahrungen – vom Norovirus auf einer Kreuzfahrt bis hin zu ersten Gedanken über das Pilgern auf dem Jakobsweg.Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Möglichkeiten für Menschen mit Sehbeeinträchtigung, die eigene Reise entspannt und sicher zu gestalten. Ob Mobilitätsservice bei Bahn- oder Flugreisen, Hilfsmittel wie iPhone und Smartglasses oder Tipps zum Packen – es geht immer darum, wie Barrieren überwunden und Unabhängigkeit bewahrt werden können.Außerdem berichten die beiden von alternativen Wegen, Ausflüge zu planen und dabei bares Geld zu sparen – zum Beispiel über "GetYourGuide" oder durch individuell gebuchte Guides vor Ort. In diesem Zusammenhang kommt Harald aus Lissabon zu Wort, der sehr offen erzählt, wie er Stadtführungen individuell an die Bedürfnisse seiner Gäste anpasst – auch für Reisende mit Sehbehinderung.Nicht zuletzt sprechen Iris und Christian darüber, was im Gepäck auf keinen Fall fehlen darf: von der Urlaubsapotheke über den Ersatz-Langstock bis zu Sonnenbrillen und Cappies. Und natürlich kommt auch der eine oder andere Tipp aus der Praxis nicht zu kurz – etwa, warum es sinnvoll ist, Kleidung auf mehrere Koffer zu verteilen oder stets Ladekabel und Adapter griffbereit zu haben.Wer selbst Erfahrungen, Ideen oder Tipps zur Reisevorbereitung hat, kann diese gerne mit dem Podcast-Team teilen. Denn klar ist: Urlaub bedeutet Erholung – aber mit guter Planung und den richtigen Kniffen wird er auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigung zu einer besonders schönen und entspannten Zeit.Links aus der Folge:Individuelle Stadtführungen mit Harald in Lissabon: http://www.mitharald.comWeitere Infos zu Pilgerreisen für blinde und sehbehinderte Menschen: http://tourdesens.de
In dieser Folge von "Blind verstehen" sprechen Christian und Iris – frisch aus dem Urlaub zurück – über die Anschaffung der heiß diskutierten Meta Glasses. Nach einem kurzen Rückblick auf eine Hörerreaktion zur letzten Blutspende-Folge tauchen die beiden tief in die Welt der KI-Brillen ein: Was genau sind die Meta Glasses, welche Modelle und Glasvarianten gibt es, und worauf sollte man bei der Wahl achten? Christian berichtet von seinen eigenen Erfahrungen mit den Ray-Ban-Modellen, erklärt die Unterschiede zwischen klaren, getönten und selbsttönenden Gläsern sowie den Möglichkeiten für Sehstärke.Sie sprechen darüber, wo man die Brille überhaupt bekommt, welche Stolperfallen beim Kauf lauern und wie man die passende Gestellgröße auswählt – inklusive Tipps zum Ausprobieren im Laden. Auch die Themen Datenschutz, Bildspeicherung und sinnvolle Nutzungseinstellungen werden beleuchtet. Zudem geht es um den praktischen Einsatz im Alltag: vom Vorlesen lassen von Texten über die Integration mit Be My Eyes und WhatsApp-Videotelefonie bis hin zu den Grenzen der Technik. Dabei wird klar: Die Meta Glasses sind kein Wundermittel, können aber eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Hilfsmitteln sein – vor allem, wenn man bereit ist, zu experimentieren und der KI ein wenig beim Lernen zu helfen.Am Ende steht die Erkenntnis: Wer sich für die Anschaffung interessiert, sollte sich gut informieren, ausprobieren und realistische Erwartungen haben. Vielleicht gibt es bald eine Fortsetzung – mit Iris’ eigenen ersten Erfahrungen.
In dieser Folge von „Blind verstehen“ sprechen Iris und Christian über das Thema Blutspenden – und warum gerade in der Urlaubszeit ein gefährliches Spendenloch entsteht. Iris teilt ihre persönlichen Erfahrungen als blinde Blutspenderin und erklärt, wie der Ablauf auch für Menschen mit Seheinschränkungen funktioniert: vom Ausfüllen des Fragebogens über medizinische Voraussetzungen bis hin zu barrierefreien Lösungen.Außerdem geht es um spannende Fakten: Wer braucht am meisten Blutkonserven? Wie lange sind sie haltbar? Und was muss man vor einer Spende beachten? Eine Folge, die Mut macht, aufklärt – und zeigt: Blutspenden ist wichtig und auch mit Sehbeeinträchtigung gut machbar.Fragen oder Feedback wie immer gerne an blindverstehen@pro-retina.de.
Audiodeskription im Handball? Ja, das geht – und wie! In dieser sportlichen Folge von Blind verstehen spricht Moderator Christian mit Peter Lomb, dem Macher hinter der Handball-Audiodeskription. Peter berichtet, wie er als langjähriger Handballer und Sprecher die Bildbeschreibung in den Hallensport gebracht hat – und warum gerade beim schnellen Handball besondere Herausforderungen entstehen.Ihr erfahrt, wie Menschen mit Seheinschränkung durch Workshops mit taktilem Spielfeld, Regelkunde und persönlichem Kontakt optimal vorbereitet werden – und wie die Audiodeskription live am Spielfeldrand funktioniert. Ein Hörbeispiel aus dem Supercup zeigt die Dynamik eindrucksvoll.Außerdem geht es um den Supercup am 23.08.2025 in München, bei dem es Audiodeskription für Frauen- und Männerspiel gibt. Wer dabei sein möchte, kann sich direkt an ticket@lomb-audio.de wenden. Auch in Leipzig, Berlin, Stuttgart, Hamburg und bald weiteren Städten ist Handball live mit Audiodeskription erlebbar – unterstützt von der Handball-Bundesliga und der DKB.Zum Schluss gibt’s noch Tipps für alle Daheimgebliebenen: Die Spiele sind über die barrierefreie Radio Inklusion App (RAYDIO Inklusion) auch im Stream hörbar.Tickets & Kontakt: ticket@lomb-audio.deWebsite: lomb-audio.deApp: RAYDIO Inklusion
In dieser Folge von „Blind verstehen“ sprechen Christian und Iris mit Julia, der Gründerin von „Just Style Me“, über barrierefreie Mode- und Stylingberatung für blinde und sehbehinderte Menschen. Julia erklärt, wie sie und ihr Team Farben mithilfe von Haptik, Emotionen und Assoziationen erfahrbar machen – ganz ohne visuelle Eindrücke. Sie beschreibt, wie eine typgerechte Farb- und Stilberatung funktioniert und worauf es bei der Auswahl passender Kleidung ankommt.Auch das Thema Make-up wird praxisnah behandelt: In speziellen Workshops lernen Teilnehmende, wie sie sich mithilfe einfacher Techniken und taktil unterscheidbarer Produkte sicher und natürlich schminken können. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Selbstsicherheit, Wohlbefinden und das gute Gefühl, sich selbst auszudrücken – unabhängig vom Sehvermögen. Die Beratung setzt auf Natürlichkeit, einfache Anwendung und vor allem darauf, dass Kleidung und Styling zur eigenen Persönlichkeit passen.Julia stellt außerdem ihren eigenen Podcast „Clutch & Tratsch“ vor, in dem sie gemeinsam mit ihrem Team Einblicke in die Welt des Personal Stylings gibt – authentisch, unterhaltsam und alltagsnah. Weitere Informationen zu ihren Angeboten gibt es auf www.just-style.me. Fragen oder Feedback zur Folge können per Mail an blindverstehen@pro-retina.de gesendet werden.
Die barrierefreie Quiz-App wird zwei Jahre alt – und das feiern wir mit einer besonderen Folge von “Blind verstehen”! Iris spricht mit Nico, dem Entwickler hinter dem Projekt, das aus Frust über nervige Werbung und unfairen Spielmechaniken entstanden ist. Sein Ziel: ein faires, unterhaltsames und vor allem barrierefreies Quiz-Erlebnis für alle – ganz ohne Pay-to-Win-Fallen.Was als Solo-Projekt begann, wurde durch das Feedback eines blinden Nutzers entscheidend weiterentwickelt: Heute unterstützt QuizResort vollumfänglich VoiceOver und TalkBack, bietet klare Strukturen, einfache Bedienung und individuelle Anpassungsmöglichkeiten für Menschen mit Sehbeeinträchtigung.Die App funktioniert nach dem Duellprinzip mit vier Fragerunden aus 16 Wissenskategorien – alle Spieler*innen bekommen exakt dieselben Fragen, was für echte Chancengleichheit sorgt. Dazu gibt’s Ligen, Bestenlisten, Trophäen und ausführliche Tutorials für Neueinsteiger.Ein weiteres Highlight: die „Manufaktur“, über die Nutzer*innen eigene Fragen einreichen können – inklusive Qualitätssicherung und Community-Mitwirkung. Auch der interne Chat ist durchdacht: aktiv genutzt, aber durch Schutzmechanismen vor Missbrauch sicher gestaltet.Datenschutz und Fairness haben bei QuizResort oberste Priorität: Keine personalisierte Werbung, stattdessen ein günstiges Ticketsystem für werbefreies Spielen.Lust bekommen? Die App gibt’s kostenlos im App Store (https://apps.apple.com/de/app/quizresort/id6444722947) und bei Google Play (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.nicojuelich.quizapp&hl=de&pli=1).Fragen zur App oder zur Folge gerne an blindverstehen@pro-retina.de.




