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hr INFO Himmel und Erde
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Ein paar Tage Sonne und wir spüren: die Lebensgeister sind wieder da. Auch in der Natur regt sich neues Leben: die Frühblüher stecken bei ein wenig Sonne und Wärme gleich die Köpfchen aus der Erde. Alles scheint von neuer Lebensenergie erfasst. Wir gehen auf die Spuren dieser Lebensgesetze: Wie lassen sich Lebensgeister wecken, wenn uns die Natur nicht so kraftvoll zu Hilfe kommt? Wo sind die Quellen unserer Kraft, wenn es draußen und drinnen eher dunkel ist? Wir sprechen über die Wirkung der Natur auf unsere Psyche, die Energie, die uns Krafttraining bis ins Alter schenkt. Und wir erkunden spirituelle Übungen, damit die Energien fließen.
“Mehr Gefühl! 7 Wochen ohne Härte”. So lautet das diesjährige Motto der evangelischen Fastenaktion “Sieben Wochen ohne”. Manchmal hat man das Gefühl, als seien „härtere Zeiten“ angebrochen. Rücksichtslosigkeit und Egoismus breiten sich aus. Auch in der Politik. Warum ist Mitgefühl ein wichtiges Kulturgut und nicht ein „Systemfehler“ der westlichen Welt, wie es Elon Musk behauptet? Und warum ist Gefühlskälte am Ende für alle ein Minusgeschäft? Wir sprechen in Himmel und Erde über “Gefühlsbereitschaft” und warum es uns gut tut, “ganz zu fühlen”.
“Eines Tages fällt dir auf: Es ist wenig, was du wirklich brauchst”. Vielen von uns hat Silbermond mit dieser Zeile aus ihrem Lied “Leichtes Gepäck” schon aus dem Herzen gesungen. Es lebt sich leichter mit weniger Gepäck. Und das gilt nicht nur materiell. Auch seelisch gibt es manchen Ballast, den wir loslassen könnten, um leichter zu leben: Ärger und Groll zum Beispiel, den wir anderen buchstäblich “nachtragen”, oft mühsam und ein Leben lang. Für den Münchner Theologen und Bestsellerautor Tiki Küstenmacher ist “Simplify your life” ein Erfolgsprogramm. Wir sprechen mit ihm und fragen, wie wir uns in komplizierten, schweren Zeiten das Leben leichter machen können.
“Liebe ist stärker als Hass”. Die Botschaft prangte zur Halbzeit beim “Superbowl” im Stadion. Viele haben das Gefühl, dass die Welt gerade mehr Liebe braucht. Daniel Schreiber landete mit seinem Buch “Liebe! Ein Aufruf” einen Bestseller. Er will mehr Liebe auch in der Politik. Aber auch die christliche “Nächstenliebe” ist nicht romantisch gemeint, sondern als konkrete, tätige Liebe. Wir gehen dem aktuellen Liebesbedarf nach, den schon die Beatles empfanden: “All you need is love!”
Gedimmtes Licht, keine Dudelmusik, kein Werberadio mit Sonderangeboten: mittwochs ist “Stille Stunde” beim Rewe in Heusenstamm. Immer mehr Geschäfte in Hessen bieten inzwischen “stille Stunden” an. Nicht nur für Menschen mit Autismus kann die ständige Reizüberflutung überfordernd sein. Auch Gesunde empfinden Stille als wohltuend für Auge und Ohr. Unser Hirn ist nicht gebaut für den Dauerangriff auf unsere Sinne durch Musik, News, social media-Geklingel. Obwohl wir das ahnen, fällt uns der Verzicht darauf schwer. Zeit für ein paar Tipps gegen die Reizüberflutung. Wir erkunden Wege zu einem reizärmeren, zufriedenen Leben.
Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Diese Frage konnte sich Robinson Crusoe nicht stellen. Er war froh, sein Leben gerettet zu haben, als er schiffbrüchig am Strand einer einsamen Insel angeschwemmt wurde und irgendwie überleben musste. Warum fasziniert uns dieser Jahrhundertroman von Daniel Defoe bis heute? Ist es der unbändige Überlebenswille, den er zeigt? Dass man auch ohne zivilisatorische Errungenschaften wie Kühlschrank und Handy überleben kann, ganz auf sich gestellt? Und warum boomen gerade die Survival-Kurse, wo man das Überleben in der Wildnis trainiert? Das fragen wir uns am heutigen “Robinson-Crusoe-Tag".
Angesichts all der Krisen denkt man manchmal: Jetzt hilft nur noch ein Wunder!
Aber gibt es sie? In der katholischen Kirche werden wissenschaftlich unerklärbare Heilungen als Wunder bezeichnet. Aber es gibt auch ohne Gott manchmal spontane Heilungen. Persönlich kann eine unerwartete Wendung in einer Krise ein Wunder sein. Oder ein geliebter Mensch und ein Neugeborenes. Wir sollten - dreißig Jahre nach dem Mauerfall - auch mit politischen Wundern rechnen, sagt der Ökonom Fred Luks.
Globale Krisen und Bedrohungen aller Art machen uns Angst. Das Vertrauen in Politik, Medien und Institutionen schwindet. Doch ist Vertrauen die Basis eines Lebens von Beginn an. Auch die sozialen Medien und das Internet tragen dazu bei, dass uns das “Urvertrauen” abhanden kommt. Überall wird zusätzlich zugespitzt, skandalisiert. Wie können wir das Vertrauen zurückgewinnen, dieses so wichtige “Lebens-Mittel” jedes einzelnen Lebens und der Gesellschaft als ganzer?
Sie folgten dem Stern und fanden den Heiland: die Geschichte der Hl. Drei Könige steht im Hintergrund der weltgrößten Hilfsaktion von Kindern für Kinder: die Sternsinger. Sie ziehen verkleidet als Könige durch die Straßen, segnen die Häuser und sammeln für Bedürftige. Mit dabei haben sie den Stern. Sterne sind seit Urzeiten Orientierungspunkte - und zugleich Sinnbilder für die Ausrichtung von Menschen. Welchem Stern folgen wir? Wir sprechen über den großen Orientierungsbedarf in der heutigen Welt und fragen, wer ihn stillen kann.
Das kleine Glöckchen ruft zur Bescherung, verheißungsvoll. Die Kirchenglocken läuten Weihnachten ein, majestätisch und festlich. Seit Jahrhunderten bringen Glocken Botschaften unter die Menschen, sei es die Zeiteinteilung des Tages, der Ruf zum Gottesdienst, die Warnung vor Gefahr. Von jungen Glöcknern in Groß-Britannien über eine der ältesten Glockengießereien der Welt in Mittelhessen bis hin zu einer Friedensglocke mit Gewicht - wir sind am Weihnachtsmorgen nicht nur dem Klang und der Bedeutung von Glocken auf der Spur, sondern lauschen den unterschiedlichsten Klängen - mit der Frage, was uns fasziniert am Klang - bei Instrumenten, beim gemeinsamen Musizieren und überhaupt bei „Klangkörpern“.
Heute am 21.12.25 ist Wintersonnwende. Endlich, mehr Licht. Endlich geht es wieder “bergauf”. Die Sonnwende wird seit Menschengedenken gefeiert, mit Licht- und Feuerritualen. Weihnachten ist ein Teil davon. Wer mit den Zyklen der Natur gehen will, dem empfiehlt die Autorin Maren Schneider ebenfalls Licht- und Räucherrituale.
Außerdem: Tiny Church - die kleinste Kirche Frankfurts.
Und: Die hippen Missionare - Evangelikale Gruppen in der katholischen Kirche.
Wir haben sie nicht ausgesucht und müssen doch ein Leben lang mit ihr klarkommen: unsere Familie. Manchmal tragen Familien alte Verletzungen und Streit durch die Jahre, ohne dass Lösungen gelingen. Weihnachten ist dann der alljährliche spannungsgeladene Knotenpunkt des Familienlebens. Wie kann man Familienkonflikte gut klären? In der neuen ARD-Dokuserie “Familientherapie” lädt die Psychotherapeutin und Podcasterin Franca Cerutti vier Familien zum Intensiv-Coaching aufs Land ein. Wir sprechen mit Ihr und ihren Klienten über das, was Familien befrieden und stärken kann.
Außerdem: die rebellischen Nonnen von Goldenstein
Und: Bilanz der Papstreise in die Türkei und den Libanon
Der Advent ist eine der "sinnlichsten" Zeiten des Jahres: wir tauchen ein in die Welt der Gerüche, lassen uns bezaubern vom Duft der Tannennadeln, Orangen und Räuchermännchen. Wir staunen über goldglitzernde Kugeln, lassen uns vom milden Licht der Kerzen das Herz wärmen, der Klang der Glöckchen und Lieder weckt uralte Erinnerungen, mit den Weihnachts-Plätzchen zergeht uns die Süßigkeit dieser Wochen auf der Zunge. Wir Menschen sind Sinneswesen. Die lustvolle Erfahrung von Lebendigkeit machen wir, wenn alle Sinne hellwach sind. Allzu oft leben wir verkopft, dabei findet sich der wahre Genuss des Lebens in einem bewusst sinnlichen Leben im Augenblick.
Zur Weihnachtszeit greifen wir wieder zu Papier und Füller, jetzt werden Weihnachtskarten und Briefe geschrieben. Sonst im Alltag begnügen wir uns meist mehr und mehr mit dem Diktieren, dem Klicken, Wischen und Tippen von Nachrichten. Dabei ist das Schreiben mit der Hand besonders lustvoll und schön, ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung und es sorgt für ein Feuerwerk im Gehirn.
Außerdem: Die Synodalkonferenz - Ein neues nationales Gremium aus katholischen Bischöfen und Laien
Der November ist der ruhigste Monat des Jahres. Wir ziehen uns zurück ins Innere und kommen leichter zur Ruhe als sonst. Ruhe ist ein kostbares Gut. Menschen, die “in sich ruhen”, sind meist angenehme Zeitgenossen. Wie finden wir innere Ruhe, wenn uns Unruhe quält, wenn Sorgen an uns nagen?
Außerdem: Das neue Friedenspapier der EKD
Und: Neue Gedenkformen für auf der Flucht Verstorbene
Am 2.November ist Allerseelen, das Totengedenken der katholischen Kirche. Nicht zufällig platziert unsere Kultur das Totengedenken in den Herbst. Denn hier lehrt schon die Natur, wenn die Blätter fallen, das Gesetz der Vergänglichkeit und des Loslassens. Im Loslassen liegt eine tiefe Lebensweisheit. Denn nur wer sich dem Fluss des Lebens mit dem Gesetz des Loslassens überlässt, kann auch frei werden für Neues. Wir sprechen darüber unter anderem mit einer Trauerexpertin.
Wir leben in unsicheren Zeiten. Zahlreiche Krisennachrichten bestimmen unseren Alltag und drücken aufs Gemüt. Da hat es die Freude am Leben nicht leicht. Wo können wir Hoffnung, Mut und Zuversicht stärken?
Vielleicht können wir etwas von Martin Luther lernen, dem Reformator, an den die evangelischen Kirchen in Hessen am 31. Oktober, dem Reformationstag erinnern. Als junger Mensch war Luther der Verzweiflung nahe. Voller Selbstzweifel und Ängste hoffte er auf Besserung im Kloster. Aber auch dort fand er keine Lebensfreude. Erst beim intensiven Bibelstudium und durch seine Neuentdeckung, dass er von Gott nicht verurteilt, sondern geliebt und gerechtfertigt wird „allein aus Gnade“, kehrte bei ihm die Lebensfreude zurück. Und das ganz praktisch. Er heiratete, gründete eine Familie, empfing gerne Gäste, aß und trank und liebte es dabei gerne auch mal deftig. Ein Leben voller Zuversicht und Hoffnung - und das auch in schwierigen, in kriegerischen Zeiten mit vielen Anfeindungen.
Wo finden Menschen heute ihre Lebensfreude? In Beziehungen? In der Natur? Beim kreativen Hobby oder beim Tanzen und Laufen? Was können wir tun, damit die Krisenstimmung der Zeit uns nicht die Freude am Leben raubt?
Wenn es dunkel wird, dann kommt das Leben zur Ruhe. So scheint es uns. Tatsächlich ist auch die Nacht voller Leben. Zahlreiche Tiere schwirren, schleichen oder schweben ganz selbstverständlich durch die Dunkelheit. Sie brauchen die Nacht zum leben. Wir Menschen dagegen machen oft die Nacht zum Tage, erleuchten sie mit hellem Licht - und bringen dadurch manches im Nachtleben der Natur durcheinander. Uns Menschen macht die Dunkelheit oft Angst. Andererseits ist sie ein Ort besonderer Geborgenheit. Geburten finden überwiegend in der Nacht statt. Religiöse Offenbarungen sind in allen Kulturen den Menschen oft nachts zuteil geworden. Und nicht zuletzt sind wir selbst innerlich nachts aktiv, auch wenn wir schlafen. Dann regeneriert sich der Körper, nutzt unsere Seele die Ruhe der Nacht, um in Träumen das Erlebte des Tages zu bearbeiten.
Der Herbst ist eine gefühlsintensive Zeit, die Tage werden kürzer und vor uns liegt der kalte Winter. Das Gefühl der Melancholie stellt sich ein. Wir spüren das bittere Gesetz der Vergänglichkeit und ergehen uns in süßen Erinnerungen an das Gestern. Ist das nicht auch unser allgemeines Gesellschaftsgefühl gerade? Leben wir in herbstlich-müden Zeiten?
Außerdem: An der Seite der Armen
Papst Leo XIV ermahnt seine Kirche
Und: Eine neue Thora für Gießen
Festliche Vorfreude in der jüdischen Gemeinde
Einen Tag im Jahr haben wir ganz der Dankbarkeit gewidmet: das Erntedankfest. Erntefeste sind uralte Rituale. Neuerdings wird die Dankbarkeit aber vor allem psychologisch erforscht und als Kraftquelle für ein gesundes Leben empfohlen. Man kann die Dankbarkeit als Lebenshaltung üben. Je mehr man sie sich bewusst macht, desto mehr Gründe für Dankbarkeit entdeckt man. Eine wohltuende Aufwärtsspirale kommt in Gang.




