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hr4 Gemeindeporträts

Author: hr4

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Das bunte Leben unter Hessens Kirchendächern ist sonntags um 12.45 Uhr Thema in hr4. Menschen mit Profil, mutige Engagements für Andere, Spaß an Fest und Feier in einer religiösen Gemeinschaft.
248 Episodes
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Die Elisabethenkirche ist gesichert, aber noch weit von einer endgültigen Lösung entfernt. Die bauliche Stabilisierung läuft, während parallel ein intensiver Diskussionsprozess über die Zukunft des Gebäudes stattfindet. Die Tendenz geht klar in Richtung Neugestaltung statt Rekonstruktion, aber nichts ist beschlossen.
Pfarrerin Silke Alves-Christe von der Frankfurter Dreikönigsgemeinde setzt sich dafür ein, dass niemand ohne Begleitung beerdigt wird. Es ist ihr ein persönliches Anliegen, allen einen würdigen Abschied zu ermöglichen. Sie recherchiert im Umfeld der Verstorbenen und versucht, Weggefährten zu mobilisieren. Manchmal gelingt es, manchmal aber bleibt sie allein mit dem Sarg oder der Urne.
Die aramäische Christin Maryan Fetyan leistet seit September ihren Bundesfreiwilligendienst bei der St. Antonius-Stiftung im Bistum Fulda. Mit neun Jahren floh sie mit ihren Eltern aus dem Irak vor dem IS. Was Marian erlebt hat, prägt ihre Arbeit.
Weil sie die Baupläne des in der Nazizeit zerstörten jüdischen rituellen Tauchbades, der Mikwe, der vernichteten jüdischen Gemeinde Abterode zufällig entdeckt haben, konnten die Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis sie nun als virtuelles Modell rekonstruieren. Mit 3D-Brille wurde sie in der ehemaligen Synagoge vorgestellt.
Der Rasdorfer Adventsweg ist am 30.November am größten Dorfanger in Rasdorf eröffnet worden. In 14 Stationen mit lebensgroßen, bekleideten Figuren und Schafgruppierungen können Besuchende sich mit dem Sinn der Adventszeit befassen und auf das Geheimnis von Weihnachten einlassen. Bis zum 4. Januar führt er durch die Advents- und Weihnachtszeit. Er kann zur jeder Zeit besucht werden und ist abends um 22 Uhr beleuchtet.
Im November 1940 wurde die englische Stadt Coventry bei einem deutschen Bombenangriff zerstört, auch die dortige Kathedrale. Noch in den rauchenden Ruinen setzte damals das Domkapitel in Coventry auf Versöhnung statt Vergeltung. Aus großen mittelalterlichen Zimmermannsnägeln, die im Schutt gefunden wurden, wurde ein Kreuz geformt. Und dieses Nagelkreuz steht bis heute für eine wachsende Gemeinschaft von Kirchengemeinden weltweit, die sich für Frieden und Versöhnung einsetzen wollen. Weltweit gibt es rund 300 Nagelkreuzzentren - seit Freitag, dem 24.10. gehört auch die Paulsgemeinde in Frankfurt dazu.
Sissy Maibaum ist die neue Pfarrerin für Spiritualität und Geistliches Leben in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Ihre Wirkungsstätte: das Kloster Germerode am Hohen Meißner. Maibaum möchte spirituelle Räume öffnen - für alle, die nach Orientierung und innerer Resonanz suchen. Das Kloster Germerode sei "kein reines Haus der Stille. Es kann kommen, wer möchte." Am neuen Jahresprogramm hat Maibaum schon vor ihrem offiziellen Dienstbeginn mitgewirkt. Neben Pilgern wird Meditation ein Schwerpunktthema sein - mal in Kombination mit Bogenschießen, mal mit Fotografie, oder auch beim Brotbacken.
Die katholische Kirche will nicht untätig warten, bis die Menschen zu ihr kommen. Sie will selbst dorthin gehen, wo sie gebraucht wird. Trauernde haben oft das Bedürfnis, Erinnerungen an die geliebte verstorbene Person mit jemanden zu teilen. In einem Pilotprojekt der Stadt Eltville am Rhein und der katholischen Kirche waren daher auf dem Eltviller Friedhof jeden Sonntag ein Trauerseelsorger oder eine Trauerseelsorgerin anwesend, um Trauernden in ihrem Schmerz und Verlust beizustehen.
Neue Tora in Gießen

Neue Tora in Gießen

2025-10-1202:09

Etwa 270 Menschen gehören zur jüdischen Gemeinde in Gießen. An jedem Sabbat gibt es einen Gottesdienst - das allein ist ein Kraftakt für die kleine Gemeinschaft. Zuletzt kam aber noch ein Problem hinzu: Die alte Thora der Gemeinde ist weg. Ohne die wichtigste Schrift im jüdischen Glauben - kein Gottesdienst. Deshalb hat die Gemeinde eine neue Schriftrolle anfertigen lassen - und die wird am 12. Oktober feierlich eingeweiht.
"Der Bischof ist ein Top-Winzer und seine Preise sind barmherzig", so urteilt ein Fachhändler über das Bischöfliche Weingut in Rüdesheim. Neulich hat es ein Rheingauer Riesling vom Bischöflichen Weingut sogar bis in den Vatikan geschafft - der Bundespräsident hat dem Papst drei Flaschen als Geschenk mitgebracht. Die kleine Weinmanufaktur im Gewölbekeller des ehemaligen Klosters der Heiligen Hildegard ist Geschichte pur: eines der ältesten Weingüter im Rheingau und eines von bundesweit nur noch zwei bischöflichen Weingütern. Wir stellen es vor.
Wer in Kassel unterwegs ist, könnte sie schon gesehen haben: Autos mit dem Schriftzug "Danke Jesus". Gesponsert werden sie von Diethard Kumpf, früher Drogenhändler und selbst Konsument. Mit 23 wurde er verhaftet, kam in U-Haft und wurde zu Arbeitsstunden verurteilt. Die Bibel im Haus seines Onkels veränderte sein Leben, Jesus faszinierte ihn sofort. Er holte das Abitur nach, studierte und gründete ein Start-up. Das beschäftigt heute in Kassel zwölf Mitarbeitende und weitere in Indien. Und: Kempf setzt sich selbst für Menschen am Rand der Gesellschaft ein.
Seit Jahrhunderten geben die Glocken der Valentinuskirche in den Takt des Lebens an im Weinbauort Kiedrich im Rheingau ...
Die Frankfurter Band "Habakuk" macht seit 1975 Pop- und Rockmusik zu geistlichen Texten. Bei Kirchentagen und Jugendgottesdiensten, finden sie sich in den Gesangbüchern der Kirchen. Und eben im Programm dieser Band, die seit einem halben Jahrhundert auf der Bühne steht und seither 22 Platten und CDs produziert hat. Habakuk mit seinen Musikern aus dem Rhein-Main-Gebiet plant eine Reihe von Jubiläumskonzerten, um die treuen Fans zum Geburtstag zu erfreuen.
Ein Ort, wo alle zusammenkommen können!
Nach 60 Jahren verlassen die Franziskaner Anfang September das Kreuzburg-Gymnasium Großkrotzenburg. Sie haben Generationen von Schüler*innen an dieser katholischen Privatschule geprägt, die Trauer ist entsprechend groß. Warum ziehen sie sich zurück? Vor allem der Nachwuchsmangel bei den Ordensleuten ist der Grund. Die Schule bleibt als gefragte katholische Privatschule erhalten, aber die beliebten Brüder mit den braunen Kutten sind Geschichte.
.... für die Kräterweihe zu Maria Himmelfahrt.
Mit einer großen Kampagne im Stadtbild und in den Sozialen Medien ehrt Nidda den Reformator Johannes Pistorius. Das Motto lautet: Johannes Pistorius: Unser Reformer. Für Toleranz und Vielfalt. "Selber denken" ist einer seiner Leitsprüche, mit denen er 1526 die Reformation in Nidda eingeführt hat. Er war zunächst Bäcker, studierte dann Theologie und amtierte auch als Priester in Nidda, wo er dann einer der maßgeblichen Kräfte bei der Einführung der Reformation wurde. In den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts schrieb er zusammen mit Luther und Melanchthon an der Confessio Augustana. Persönlich erlebte er viele Schicksalschläge, von acht Kindern überlebten sieben, seine Frau kam bei einem Unfall ums Leben. Warum die Stadt so stark einsteigt in das Gedenken, hängt auch mit der politischen Situation der Stadt zusammen, wo die AfD überdurchschnittlich abschnitt und den Botschaften, die Pistorius hinterlassen hat: "Haltung zeigen", "Menschlichkeit beweisen" zum Beispiel.
Einen "Domschweizer" hat es in Fritzlar seit über 15 Jahren nicht mehr gegeben. Thomas Drößler hat jetzt buchstäblich den Stab übernommen. Zu ausgewählten Gottesdiensten sorgt er mit seiner imposanten Montur im Dom St. Peter für Ruhe und Ordnung. Damit lässt er eine alte katholische Tradition aus dem Umfeld großer Kathedralen, wie etwa dem Kölner oder dem Mainzer Dom, wieder aufleben. In der Gemeinde kommt das gut an.
In Marburg lädt ein Audiowalk dazu ein, die Stadt in einem interaktiven Spaziergang aus einer neuen Perspektive zu erleben. An sieben Punkten gibt es Audiostationen mit inspirierenden Inhalten. Neben Informationen zum jeweiligen Ort sind Geschichten aus Marburg zu hören. Und immer gibt es auch Denkanstöße zu gesellschaftlichen Werten, persönlichen Lebensfragen und Impulse, um die Gedanken schweifen zu lassen. Mit Smartphone und Kopfhörer kann man die rund drei Kilometer lange Strecke im eigenen Tempo laufen.
In Kaufungen vor den Toren Kassels wird es vierstellig. Die Kirche "des Heiligen Kreuzes", heute kurz "Stiftskirche" genannt, wurde am 13. Juli 1025 geweiht, für den 11. bis 13. Juli ist deshalb ein Festwochenende zum 1000-jährigen Jubiläum geplant. Dieses außergewöhnliche Datum ist für die Gemeinde weit mehr als nur eine Zahl. Es ist lebendiges Zeugnis der Geschichte, der Kultur und des Glaubens und eine Herausforderung für die Zukunft.
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