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Neues vom Ballaballa-Balkan
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Neues vom Ballaballa-Balkan

Author: Krsto Lazarevic und Danijel Majic

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Description

Podcast by Krsto Lazarevic und Danijel Majic
177 Episodes
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Bei dieser Zwischenepisode handelt es sich um den Mitschnitt eines Liveauftritts, den wir Ende Juni in Berlin hatten und zwar bei der Finissage der Ausstellung „Men don't cry“ von Hannes Jung, die im Haus am Kleistpark zu sehen war. Men don’t cry“ präsentiert Arbeiten, die zwischen 2017 und 2024 in Bosnien und Herzegowina entstanden sind. Im Mittelpunkt steht ein schwieriges, tabuisiertes und oft absichtlich oder unabsichtlich übersehenes Thema – nämlich sexualisierte Gewalt an Männern während der Jugoslawienkriege der 90er Jahre. Hannes Jung versucht sich in seiner fotografischen Arbeit diesem Thema zu nähern. Im Fokus steht dabei die Frage, welche Spuren derartige Gewalterfahrungen hinterlassen. Wer Hannes Jung ist und wie beeindruckend sein bisheriges Schaffen ist, erfahrt ihr gleich im Gespräch. Seit Ende September ist die Ausstellung nun auch in Köln zu sehen.
Die Zeit auf dem Balkan bleibt nicht stehen. Und wir haben einiges nachzuholen. Deshalb ist diese Folge anders als alle anderen. Denn Krsto und Danijel wissen nach dem großen NOB-Dreiteiler und dem Rendezvous with Rama gar nicht, wo sie anfangen sollen. Bei den Umweltprotesten in Kroatien? Bei der Beerdigung von Kriegsverbrecher Ratko Mladić? Bei der Verurteilung des anderen Kriegsverbrechers Hashim Thaçi? Es ist alles ein bisschen viel geworden ... Und es gibt in diesem September ausnahmsweise mal nicht eine monothematische Sendung, sondern eine Art thematisches Großreinemachen in Form eines Schnelldurchlaufs. Was ist passiert? Was haben wir verpasst? Und wie ballaballa waren die letzten Wochen auf dem Balkan? Nebenbei erfahrt ihr, warum die CDU in Frankfurt zwar ganz doll gegen Faschismus und so ist, aber trotzdem jetzt doch kein Problem mit dem Auftritt von Fascho-Rocker Thompson in der Jahrhunderthalle hat. Warum noch weniger Leute Probleme mit Ceca haben und warum Slowenien auf einmal doch wieder Israel ganz toll findet.
In westlichen Medien wird Albaniens Premierminister Edi Rama ja gerne als gut gelaunter Macher präsentiert. Der Mann, der mit Macron über Trump scherzt, vor Giorgia Meloni niederkniet und dabei quasi nebenbei sein Land für den EU-Beitritt macht. Doch in letzter Zeit wirkt der mächtige Mann Albaniens leicht angefasst. Proteste gegen ein umstrittenes Luxus-Ressort-Projekt in einem Naturschutzgebiet halten auch nach 80 Tagen noch an - und immer öfter sind auch Forderungen nach seinem Rücktritt zu vernehmen. Das kann einem schon aufs Gemüt schlagen. Und an wem kann man sich dieser Tage besser abreagieren als an Journalistinnen und Journalisten. Unsere Kollegin Franziska Tschinderle hat das bei einer Pressekonferenz am eigenen Leib erfahren müssen - und uns freundlicherweise den Mitschnitt zur Verfügung gestellt. Wir hören uns das zusammen an und gehen bei dieser Gelegenheit der Frage nach: Woher kommt dieser Edi Rama eigentlich? Warum wird er immer wieder gewählt? Und warum ist er trotzdem jetzt Zielscheibe des Frusts der Protestierenden? Nebenbei erfahrt ihr, warum Kollege Martens von der FAZ nun Probleme mit Russland hat. Warum ihm Kosovo schon bald wieder gewählt werden könnte ... und warum Fascho-Rocker Thompson wohl demnächst auch in Frankfurt auftreten wird.
Hunderte reiche Westeuropäer sollen ins belagerte Sarajevo gereist sein, um dort auf Menschenjagd zu gehen. Diese Geschichte kann so nicht stimmen, findet sich aber trotzdem in zahlreichen internationalen Medien – besonders häufig im deutschsprachigen Raum. Auch in seriösen Leitmedien. Der FAZ-Journalist Michael Martens hat sich die Erzählung in vier Artikeln für die Frankfurter Allgemeine Zeitung genauer angesehen, Krsto in einem ausführlichen Beitrag für Übermedien. Wir sprechen über die absurde Quellenlage, widersprüchliche und widerlegte Aussagen und äußerst fragwürdige Rechercheure – und darüber, warum die Geschichte trotzdem von so vielen Medien widergegeben wird, als sei sie gut belegt.
Gemeinsam mit Adelina Gashi sprechen wir darüber, wie aus dem Widerstand gegen ein Luxusresort der Trump-Familie eine landesweite Protestbewegung wurde. Die Großproteste begannen, als Videos viral gingen, auf denen Demonstrierende von Sicherheitskräften verprügelt wurden. Kurz darauf verbreitete sich auch ein Clip, in dem Ivanka „Kolumbus“ Trump behauptet, sie habe die Insel Sazan mit ihrem Mann Jared Kushner entdeckt und sie seien barfuß einen Berg hinaufgestiegen, denn eigentlich kein normaler Mensch barfuß erklimmen kann. Die Proteste richten sich inzwischen auch gegen Premierminister Edi Rama, der absurde Verschwörungstheorien über die Demonstrierenden verbreitet und dabei immer stärker an Aleksandar Vučić erinnert. Und, ähnlich wie in Serbien, sind die Proteste sehr divers und vereinen verschiedene politische Strömungen, die sich auch untereinander nicht immer wohlgesonnen sind.
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