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Mein Freund der Baum - das Bücherradio mit Andreas Baum & Andi Arbeit
63 Episodes
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Andreas Baum und Andrea Frey über Kängurus und Katzen und den KriegAndreas Baum und Andrea Frey über Kängurus und Katzen und den Krieg
Ursula Kroeber Le Guin: Keine Zeit zu verlieren. Über Alter, Kunst, Kultur und Katzen
Bill Bryson: In a Sunburned Country / Frühstück mit Kängurus
Chaim Noll: Die Stille am Morgen nach dem Krieg
Bruce Chatwin: Traumpfade
Andreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher von Miranda July, JD Vance, Julia Schoch und Thilo MischkeAndreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher von Miranda July, JD Vance, Julia Schoch und Thilo Mischke
Andreas Baum und Andrea Frey und drei Bücher von Ian McEwan, Hernán Díaz und Daniel SchreiberAndreas Baum und Andrea Frey und drei Bücher von Ian McEwan, Hernán Díaz und Daniel Schreiber
Andreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher von Koschmieder, Schoch, Ellis und Stuckrad-BarreAndreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher von Koschmieder, Schoch, Ellis und Stuckrad-Barre: Ein Nachmittag mit dem Schreiben über sich selbst
Andrea Frey und Onkel Andi und vier Bücher von Despentes und Tellkamp, Delius und Bolz1.) Hendrik Bolz: Nullerjahre. Jugend in blühenden Landschaften
2.) FC Delius: Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde
3.) Virginie Despentes: Das Leben desVernon Subutex 1
4.) Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren
Baum und Frey und die Gretchenfrage1.) Jonathan Franzen: Crossroads. Roman
2.) Gabriele Tergit: Effingers. Roman
3.) Anna Albinus: Revolver Gottes. Novelle
Andrea Frey und Andreas Baum und vier Bücher von Kracht, Nawrat, Evaristo und IshiguroEin fünfzigjähriger Schriftsteller, der den selben Namen trägt wie sein Autor und dessen Lebensdaten jenem bis aufs letzte Komma gleichen unternimmt mit seiner gemütskranken und stinkreichen Mutter eine Reise durch die Schweiz, immer eine Plastiktüte mit Tausendfrankenscheinen in den zittrigen Händen. Bei ihr sind die Schweißausbrüche eine Entzugserscheinung, bei ihm pure Angst: Denn obwohl der Schriftsteller in den letzten fünfundzwanzig Jahre ein gestandener und anerkannter, im Grunde weltberühmter Mann geworden ist, gelingt es seiner Mutter von der ersten bis zur letzten Zeile, dies nicht im geringsten anzuerkennen und ihm die Schuld an ihrer Misere zu geben, wobei die Frage, woraus die bei einer Frankenmillionärin eigentlich besteht, immer wieder gestellt, aber nicht beantwortet wird. Christian Krachts müdes Spiel mit der Autofiktion gleicht auf gespenstische Weise dem letzten Buch des deutschpolnischen Schriftstellers Matthias Nawrat, dessen Protagonist ihm ebenfalls aufs Haar gleicht und wie Christian Krachts Figur Christian Kracht eine Reise mit der Mutter unternimmt, halb freiwillig nur, durch Neuengland, und die Mutter ist, nunja, gesund. Am Ende geben beide Muttersöhne auf und ergeben sich in ihr Schicksal, nicht zu genügen. Wie erholsam ist dagegen Booker Price-Gewinnerin Bernadine Evaristos’ Girl, Woman, Other, die, soweit wir das erkennen können, auf selbstverliebte Spiele mit der Autofiktion verzichtet und eine schlichte Familiengeschichte erzählt, in der sie schwarz und weiß, straight und gay, englisch und karibisch, Mann und Frau oder auf den Wegen dorthin sind. Und das erste Buch des Literaturnobelpreisträgers Kazuo Ishiguro nach dem Preis haben wir erst nicht, dann etwas, dann doch gelesen.
Das war ein großer Spaß!
Christian Kracht: Eurotrash
Matthias Nawrat: Reise nach Maine
Bernadine Evaristo: Girl, Woman, Other
Kazuo Ishiguro: Klara und die Sonne
Andrea Frey und Andreas Baum und vier Bücher von Krauss, Nawrat, Schäfer und Schirach1.) Chris Krauss: I Love Dick
2.) Matthias Nawrat: Der traurige Gast
3.) Peter Schäfer: Kurze Geschichte des Antisemitismus
4.) Ferdinand von Schirach: Jeder Mensch
5.) Juli Zeh: Über Menschen
Wie wir uns wundern würden, wenn wir die sähen, die, wie Brecht schon wusste, nicht im Lichte, sondern im Dunklen stehn, dort aber dafür sorgen, dass die Welt so sein kann, wie sie ist; Andreas Baum und Andrea Frey und drei Bücher von Nagelschmidt, Mitchell und Maron1.) Thorsten Nagelschmidt: Arbeit: Roman
2.) David Mitchell: Utopia Avenue
3.) Monika Maron: Artur Lanz
Ein Buecherradio mit Andreas Baum und Andrea Frey und vier Büchern von Seiler, Baron, Camus und Horx1.) Lutz Seiler: Stern 111
2.) Christian Baron: Ein Mann seiner Klasse
3.) Albert Camus: Der Fremde
4.) Matthias Horx: Die Zukunft nach Corona
Baum & Frey lesen Biller, Lévi-Strauss, Leif Randt und Woody Allen nichtWir haben uns noch einmal den Fall Maxim Biller vorgeknöpft. Seit wir ihn als Kritiker auf dem Sofa des Literarischen Quartetts bitter vermissen, schreibt und veröffentlicht er in hoher Schlagzahl. Im wie wir finden wunderbar demütigen Design des Reclamverlages legt er nun eine Reihe von Essays aus 30 Jahren vor, die sich für uns anfühlen, als würden wir stundenlang angeschrien, was hart, aber nicht ohne Lust und Vergnügen war. Eher Verdruss scheint Leif Randts Allegro Pastell hervorzurufen, warum, erklären wir. Außerdem wird ein Jahrhundertklassiker von Claude Lévi-Strauss im Licht der Gegenwart untersucht - und ein letztes, das wir nicht gelesen haben, liegt auch auf dem Tisch.
Andreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher von Andreas Reckwitz, Jonathan Safran Foer, Monika Maron und Ocean Vuong1.) Andreas Reckwitz: Das Ende der Illusionen
2.) Monika Maron: Munin oder Chaos im Kopf
3.) Ocean Vuong: Auf Erden sind wir kurz grandios
4.) Jonathan Safran Foer: Wir sind das Klima!
Andreas Baum und Andrea Frey über Bücher von Rushdie, Moreno, Scheuermann und Staniši?Salman Rushdie: Quichotte
Juan Moreno: 1000 Zeilen Lüge
Silke Scheuermann: Shanghai Performance
Saša Staniši?: Herkunft
Andreas Baum und Andrea Frey über Bücher von Boyle, Ernaux und McEwanAlle Probanden beschreiben den gleichen Verlauf: es beginnt mit einem Leuchten, dann sprechen Götter zu dir, was sie sagen kann beängstigend banal sein oder geradezu paradox, etwa dass es sie nicht gibt. Oder dass "God in the fucking" ist, wie T.C.Boyle es eine seiner Figuren sagen lässt in seinem großartigen, wie wir finden, in jedem Falle höchst besprechenswerten Roman über LSD und die Tücken der menschlichen Gruppenbildung. Als wäre das nicht verwunderlich genug, haben wir unabgesprochen beide das gleiche zweite Buch gelesen, Annie Ernaux’ fiktionalbiografische Meditation über den Vater, weshalb das Nichtgelesene das dritte Buch ist, Ian McEwan hat über künstliche Intelligenz geschrieben.
Viele Schriftsteller schreiben, um sich so die Welt zu erklären.Das trifft sicher auf das fulminante Romandebüt von Andrea Scrima zu, die in den Achtzigern und Neunzigern tagebuchartige Aufzeichnungen aus Kreuzberg und Brooklyn zu einem sehr besonderen Sprachkunstwerk zusammenfügte und darüber ihre eigentliche Kunst, die Malerei aufgab; nicht ganz so künstlerisch, dafür aber mit viel Erklärungen nimmt uns Alex Capus mit an den Tanganijkasee im Ersten Weltkrieg, dabei lässt er seinen naiv-kolonialen Blick leider nicht zu Hause und betreibt Whitemansplaining in Deutsch-Ostafrika; ein weiteres Buch beschäftigt sich mit Fragebögen zur Person, die den Befragten erklären können so wie die Fragenden; viel erklären muss mutmaßlich Takis Würger, nachdem sein Verräterinnenroman alle nur möglichen Missverständnisse hervorgerufen hat, dies vielleicht aber nicht ungewollt. Wir haben das Buch jedenfalls nicht gelesen, darüber sprechen können wir auch so. Am Ende reißt der Wörter- und Gedankenstrom ab, weil der Speicher voll ist, wer kann das heute noch von sich sagen. Ein Bücherradio voller Fragen und Fragen. Das war ein großer Spaß!
Letzte Worte eines Schriftstellers, der alle Hinterlassenschaft vernichtet wissen wollte, die Begegnung einer wohlhabenden Partygesellschaft mit dem Tod an den Rändern der uns bekannten Welt, die Suche eines Autors nach dem Ort, an dem er zu Hause ist und die rätselhaften Fälle eines drogensüchtigen kriegstraumatisierten Ermittlers im Berlin der Zwanzigerjahre, vier Bücher, von denen wir drei gelesen haben und eines nicht, ein letztes Bücherradio vor der angenehmen Stille der Zeit zwischen den Jahren, wenn es langsam wieder heller wird.Wolfgang Herrndorf: Stimmen
Lawrence Osborne: The Forgiven
Daniel Schreiber: Zuhause
Volker Kutscher: Der nasse Fisch
Das war ein großer Spaß!
Andreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher von Harari, Yanagihara, Jan Wagner und Inger-Maria MahlkeYuval Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit
Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben
Jan Wagner: Regentonnenvariationen
Inger-Maria Mahlke: Archipel
Andreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher: Paul Beatty: The Sellout, Michel Ruge: Große Freiheit Mitte, Didier Eribon: Rückkehr nach Reims und Markus Feldenkirchen: Die Schulz-Story1.) Paul Beatty: The Sellout
2.) Michel Ruge: Große Freiheit Mitte
3.) Didier Eribon: Rückkehr nach Reims
4.) Markus Feldenkirchen: Die Schulz-Story
Baum und Frey und vier Bücher von Roehler, Wallace, Lohre und MenasseDas Erbe der Kriegsenkel : was das Schweigen der Eltern mit uns macht von Matthias Lohre
Selbstverfickung von Oskar Roehler
A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again von David Foster Wallace
Die Hauptstadt von Robert Menasse
Andreas Baum und Andrea Frey und fünf Bücher: Jana Hensel: Keinland; Alain de Botton: The Course of Love; Thomas Hettche: Unsere leeren Herzen; Max Frisch: Montauk; Daniel Kehlmann: TyllJana Hense: Keinland
Alain de Botton: The Course of Love
Thomas Hettche: Unsere leeren Herzen
Max Frisch: Montauk
Daniel Kehlmann: Tyll



