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Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity
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Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity

Author: Falk Gustav Frassa & Lars Ihring

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Description

Irgendwo zwischen Blende und Zeit sind sie verborgen, die eigentlichen Besonderheiten, diese kleinen Feinheiten auf den zweiten Blick, die die Fotografie so besonders machen. Und genau das ist unser Thema hier im Fotografie-Podcast der fotocommunity.

Wir möchten Dich einladen, gemeinsam mit uns auf die Reise durch die spannende Welt der Fotografie zu gehen!

Wir freuen uns auf Dich!

Falk & Lars
512 Episodes
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Bei Lars sitzt heute jemand im virtuellen Studio, der bei der fotocommunity inzwischen ziemlich viele Fäden in der Hand hält: Leonard Steinberg, seit Mai 2025 Director fotocommunity and Digital Solutions bei der Five Monkeys Group. Die beiden blicken kurz zurück auf die Zeit, als die fc noch die große Bühne auf der photokina war, und dann nach vorn auf die neuen Mitgliedschaften Plus, Elite und Infinity, die frisch gestartete Vorteilswelt mit Rabatten und Kursen aus der Fotobranche und ein neues Format, in dem Mitgliederfotos künftig live besprochen werden. Es geht um das, was hinter den Kulissen an der Technik hängt, um die anstehende Imaging World in Nürnberg mit der Jubiläumsfeier zu 25 Jahren fc, und um die Frage, wie ein Team von unter zehn Personen eine so große Plattform am Laufen hält. Setz Dich gern dazu, wenn Du wissen willst, was sich bei der fc gerade alles bewegt.
Diesmal reden wir über etwas, das eigentlich nichts mit Kameras zu tun hat – und dann doch mit allem: dem Wunsch, sich wieder wirklich zu treffen. Ausgangspunkt ist ein Spazierclub in Leipzig, von dem wir gerade erst gehört haben, und die Frage, was diesen Drang gerade so stark macht, aus der App heraus und Menschen in echt zu begegnen. Von dort gehen wir zurück zu den letzten Photokina-Jahren, als der Weg zur Messe oft gar nicht der Technik galt, sondern den Online-Kontakten, die wir endlich persönlich treffen wollten. Und weiter zur Fujikina in Köln, nach Zingst und zur Analog Art Fair, wo unverbindliche Fotowalks und zufällige Begegnungen bei uns mehr hängen geblieben sind als jedes fertige Bild. Dazwischen erzählen wir, warum die fotocommunity für uns inzwischen genau dieser Ort ist – ein Platz, an dem Du nicht sofort um Sichtbarkeit kämpfen musst, weil kein Algorithmus entscheidet, wer Dir begegnet. Und wir überlegen laut, ob wir es dieses Jahr endlich schaffen, uns selbst mal wieder zu treffen. Am Ende bleibt offen, ob es die Verabredung braucht, damit aus digitalen Kontakten wieder echte Gesichter werden, oder ob gerade das Ungeplante die besseren Begegnungen bringt. Setz Dich gern dazu und überleg mit, wann Du zuletzt jemanden getroffen hast, mit dem Du vorher nur geschrieben hattest.
Manchmal meldet sich jemand, der schon lange zuhört, mit einer Frage, die eine alte Folge zurückholt: Habt ihr eure Position seitdem verändert? Lukas hat eine Episode über [Alltagsfotografie](https://www.fotocommunity.de/podcast/episode/249) ausgegraben, in der wir uns uneinig waren, ob man eine Szene vor dem Auslösen aufräumen darf oder ob sie so bleiben muss, wie sie war. Wir setzen uns noch einmal an den imaginären Kaffeetisch und schauen nach, wo jeder von uns heute steht – und ob sich in zweieinhalb Jahren wirklich etwas bewegt hat. Steffen bringt eine zweite Frage mit, die weiter zurückreicht: Vor über fünfzehn Jahren hat Lars an einem Posing-Ratgeber mitgeschrieben, den er heute mit anderen Augen liest. Wir sprechen darüber, was von diesen alten Anweisungen für gestellte Porträts heute noch trägt und was eher im Weg steht, wenn es um Momente und echte Begegnung gehen soll. Setz Dich gern zu uns, wenn zwei alte Fragen neues Gewicht bekommen.
Erste eigene Analogfilme seit über zwanzig Jahren, und beim ersten Blick auf die Scans ist der Gedanke sofort da: alles für die Tonne. Zu dunkel, ein Schleier über fast jedem Bild, nichts von dem, was zwanzig Jahre digitale Gewöhnung als gutes Foto gelernt haben. Falk hört sich die Geschichte an und findet schnell den technischen Grund, ein Film, der zu lange gelegen hat und viel mehr Licht gebraucht hätte, als Lars ihm gegeben hat. Dahinter steckt aber eine Frage, die mit Analog oder Digital erstmal gar nichts zu tun hat: Woran misst Du eigentlich, ob ein Foto gelungen ist, und wer hat Dir diesen Maßstab eigentlich beigebracht? Ein Kommentar aus der fc bringt Lars dazu, seine Bilder noch einmal anzuschauen, diesmal ohne den gewohnten Vergleich im Kopf, und plötzlich sieht das, was eben noch Ausschuss war, aus wie etwas mit eigener Haltung. Genau dieser Blick sortiert auch am Digitalbild aus, jeden Tag, meistens ohne dass Du ihn bemerkst. Dazwischen geht es um Kameras, denen man vertrauen kann und solche, bei denen man besser vorher nachliest, um Pushen und Pullen, um Belichtung in die Schatten statt in die Lichter, und um das Tempo, das sich einstellt, wenn zwischen Auslösen und Ergebnis plötzlich Wochen liegen statt Sekunden. Wer nie einen Film eingelegt hat, bekommt trotzdem etwas mit: einen Anlass, den eigenen Aussortier-Reflex noch einmal zu prüfen.
Diese Folge ist anders entstanden als sonst. Kein Studio, keine gemeinsame Aufnahme, sondern Sprachnachrichten, die Falk und ich uns über mehrere Tage hin und her geschickt haben. Ausgangspunkt war ein Instagram-Posting von Selim Cey, das Falk beim Lesen fast umgehauen hat. Dinge, die in der Porträtfotografie aufhören müssten. Model-Karussell, Coverband-Shootings, Presets, die man für Stil hält. Wir bleiben an einem einzigen Gedanken hängen und lassen den Rest bewusst liegen: Ist ein Porträt eine Begegnung, oder haben sich am Ende nur zwei Dienstleister getroffen, die gemeinsam ein Produkt abgeliefert haben? Dabei geht es um skulpturalen Akt, um die Frage, ob eine Stimmung beim Shooting überhaupt ins Bild kommt, und darum, was es eigentlich braucht, damit aus einem Fototermin echte Nähe wird. Am Ende bleibt die Frage offen, für uns beide und für Dich: Wann hast Du bei einem Porträt-Shooting zuletzt gemerkt, ob da wirklich eine Begegnung passiert ist? Schreib uns das gern.
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