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L.I.S.A. am Telefon

Author: L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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Gesammelt sind in diesem Podcast-Kanal Telefoninterviews der L.I.S.A.Redaktion mit Vertretern und Vertreterinnen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften.
39 Episodes
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Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde 1952 gegründet. Sie hat die Aufgabe, das demokratische Bewusst­sein in Deutschland zu fördern und die Bereit­schaft zur politischen Mitarbeit zu stärken. Schon seit den Anfangs­tagen haben dieser Auftrag und die Arbeit der bpb aber immer wieder Kritik hervor­gerufen. Auch in jüngster Zeit ereilt die bpb bisweilen der Vorwurf, nicht unab­hängig zu sein, ja Staats­propa­ganda zu betreiben. Der Historiker PD Dr. Tim Schanetzky (KWI Essen) hat das Ringen um die politische Bildung in einem soeben erschienenen Buch untersucht. Wir haben ihn gefragt, worum es in den Kontro­ver­sen ging und immer noch geht, welchen Wandel die Instution im Laufe ihrer Geschichte vollzogen hat und ob sie unter den gewandel­ten politischen und medialen Rahmen­be­din­gun­gen heute noch zeitgemäß und notwendig ist.
Otto von Bismarck gilt als die Überfigur des 19. Jahrhunderts und des Deutschen Kaiserreichs. Und obwohl das Deutsche Reich ein Kaiserreich war, steht dessen Namensgeber Kaiser Wilhelm I. im tiefen historischen Schatten des „Eisernen Kanzlers“. Wilhelm, so die gängige Erzählung, sei ein schwacher Monarch gewesen, nicht mehr als eine Symbolfigur für das neue Reich, während Bismarck als dessen eigentlicher Architekt gilt. Zu dieser Wahrnehmung trug – vermeintlich – nicht zuletzt der Kaiser selbst selbst bei: Soll er doch geäußert haben, es sei nicht leicht, unter Bismarck Kaiser zu sein. Doch entspricht dieses Bild der historischen Realität? Neue Forschungen werfen Zweifel auf. Der Historiker Dr. Jan Markert hat den bislang weitgehend unerschlossenen Nachlass Wilhelms I. ausgewertet und zeichnet das Bild eines Kaisers, der weit mehr war als nur ein Statist der Geschichte. Wir haben mit ihm gesprochen.
In wenigen Tagen beginnt in Bonn der 55. Deutsche Historikertag. Die viertägige Konfe­renz der deutschen Historikerinnen und Histo­ri­ker steht in diesem Jahr unter dem Motto „Dynamiken der Macht“. Für uns Anlass, einen Blick auf die beson­dere Geschichte der Stadt am Rhein zu werfen, denn auch Bonn hatte eine rund 50-jährige Liaison mit der Macht, als Regierungs­sitz der Bundes­republik Deutsch­land von 1949 bis 1999. Aber wie hat diese Zeit Bonn geprägt – und umge­kehrt Bonn den Blick der Deutschen auf ihre Demo­kra­tie? Und was bleibt von den alten Bonner Haupt­stadt­zeiten, jetzt, wo der Politik­betrieb schon lange wieder in Berlin Fuß gefasst hat? Darüber haben wir mit dem Historiker Dr. Benedikt Wintgens ge­spro­chen. Er ist General­sekre­tär der Kommission für Geschichte des Parlamen­ta­ris­mus und der politi­schen Parteien e.V. und wurde zum Thema „Treib­haus Bonn. Die politi­sche Kultur­ge­schich­te eines Romans“ promo­viert.
­In weniger als zwei Wochen startet in Bonn der 55. Deutsche Historikertag. Unter dem Motto „Dynamiken der Macht“ trifft sich die deutsche Geschichts­wissen­schaft vom 16. bis zum 19. September in der ehemaligen Bundeshaupt­stadt zum größten Fachkongress seiner Art. Warum ausgerechnet die Kaffeeversorgung zur größten Herausforderung wurde und welche Programmpunkte besondere Highlights versprechen, darüber haben wir mit dem Geschäftsführer des Historikertags, PD Dr. Yaman Kouli, gesprochen.
Die Demokratie ist in Gefahr – so liest und hört man es in vielen aktuellen Gegenwartsanalysen. Aber was genau dabei gefährdet ist, darüber scheiden sich die Geister. Die einen sehen im Aufkommen von Populisten die zentrale Bedrohung für die Demokratie, andere in einer zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich oder in einer Krise des Liberalismus und seiner Institutionen. Es gäbe an dieser Stelle noch viele weitere Erklärungsversuche aufzuzählen. Der Philosoph Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin von der LMU München verfolgt in dieser Debatte einen eigenen Ansatz, demnach insbesondere die Rationalität der Demokratie gefährdet sei. Was darunter zu verstehen ist, hat er zuletzt in seinem neuen Buch ausgeführt. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt.
Der Donnerstagnachmittag eines Historikertages ist im Programm fest vergeben: Mitgliederversammlung des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD). In der Zeit finden keine Sektionen statt, der Verband konkretisiert sich als Versammlung seiner Mitglieder. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ist das heute nicht möglich - der 53. Historikertag, der in dieser Woche in München hätte stattfinden sollen, wurde frühzeitig abgesagt und musste auf das nächste Jahr verschoben werden. Was dann genau geplant ist, darüber haben wir in einem Telefoninterview mit der Verbandsvorsitzenden, Prof. Dr. Eva Schlotheuber, mit dem Sprecher des Münchener Organisationskomitees, Prof. Dr. Martin Zimmermann, und mit einem der Autoren der zweibändigen Geschichte des Verbandes und der Historikertage, Dr. Matthias Berg, gesprochen. Außerdem haben wir bei der Gelegenheit die Geschichte der Historikertage sowie des VHD, der in diesem Jahr sein 125. Bestehen feiert, Revue passieren lassen.
Was kann ich wissen? Das ist eine der vier berühmten Fragen des Philosophen Immanuel Kant. Doch bevor man darauf eine Antwort finden kann, muss man sich darüber Klarheit verschaffen, was Wissen überhaupt ist. Woher kommt es? Ist es die Wissenschaft, die Wissen erzeugt? Oder verhält es sich eher umgekehrt - ist Wissen die Triebfeder der Wissenschaft? Aber was ist dann Wissenschaft? Und wie verlässlich ist das aus Wissenschaft erzeugte Wissen? Gerade heute, in Zeiten vieler und großer Unsicherheiten, werden diese Fragen wieder vermehrt gestellt und Verfahren, Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus der Wissenschaft öffentlich leidenschaftlich debattiert. Die Wissenschaftshistorikerin Prof. Dr. Lorraine Daston, bis zur ihrer Emeritierung 2019 Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, hat sich in ihrer Forschungsvita umfassend diesen Fragen gewidmet und mehrfach dazu publiziert. Ihr Werk würdigt die Gerda Henkel Stiftung mit dem Gerda Henkel Preis 2020. Wir haben auch das zum Anlass genommen, um mit Lorraine Daston über Wissen und Wissenschaft in Geschichte und Gegenwart zu sprechen.
Die Wirtschaft liegt am Boden - alle üblichen Indikatoren sprechen dafür: national, europaweit, global. Welche Folgen die Wirtschaftskrise aber haben wird, das ist zurzeit nur schwer abzuschätzen. Die Staaten tun nun das, was sie glauben tun zu müssen: Die, die über Geld verfügen, machen die Schatulle auf und pumpen gewaltige Summen in Wirtschaftskreislauf und sozial abfedernde Maßnahmen, die selbst die Höhe während der Finanz- und Schuldenkrise von 2008 überstreffen. Völlig ungewiss ist dabei, ob die Maßnahmen ausreichen und was auf alle noch zukommt, sollte es eine zweite und dritte Corona-bedingte Lockdown-Welle geben. Was ist also angesichts dieser Krise und den dazugehörigen Katastrophenszenarien nun zu tun? Eurobonds, Coronabonds, Hilfspakete, Kredite? Reicht das? Und wer entscheidet darüber? Sind es nur die Ökonomen? Ist es möglicherweise an der Zeit, über eine andere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung nachzudenken, die uns hilft, mit solchen Krisen besser umzugehen? Und falls ja, wer sollte darüber nachdenken? Wir haben in einem Skype-Telefonat diese Fragen dem Ökonomen Marcel Fratzscher, Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität Berlin und Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), gestellt.
Als Wissenschaftsportal einer wissenschaftsfördernden Stiftung fragen wir uns in der Redaktion auch immer wieder, wem die ganze Wissenschaft eigentlich nützt. Muss sie überhaupt einem konkreten oder gar anwendungsnahen Nutzen verpflichtet sein? Oder ist Wissenschaft eher frei von solchen Nutzenerwägungen und genügt sich selbst? Der Deutsche Bundestag leistet sich mit seinen Wissenschaftlichen Diensten eine eigene Unterabteilung, die seinen Abgeordneten mit wissenschaftlichen Gutachten zur Verfügung steht. Zu welchem Zweck, fragen wir uns auch vor dem Hintergrund, dass Analyse der Wissenschaftlichen Dienste zu durchaus brisanten Themen sowohl von der Politik als auch von den Medien weitgehend ignoriert werden? Ist die Politik überhaupt verpflichtet, wissenschaftlichen Empfehlungen zu folgen? Wie steht es eigentlich um das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik in demokratisch verfassten Gesellschaften? Wann ist Wissenschaft hilfreich und wann stört sie vielleicht sogar den Politikbetrieb? Wir haben dem Leiter der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages, Dr. Guido Heinen, in einem Telefongespräch diese und andere Fragen gestellt.
Der britische Premierminister Boris Johnson hat mit seinem Vorgehen, die Parlamentspause entgegen des bisherigen Zeitplans um weitere fünf Wochen zu verlängern, für große Aufregung gesorgt. Während er selbst seinen Vorstoß als gängige parlamentarische Praxis betrachtet sehen möchte und dabei die Geschichte auf seiner Seite wähnt, sprechen politische Gegner des Premiers und Kritiker von „Skandal“, „Verfassungsfrevel“ oder gar von einem „Staatstreich“. In der ARD bezeichnete man gestern den Eingriff des Regierungschefs in den demoktratischen Prozess als „Parlamentsurlaub“ bzw. „Zwangsurlaub“. Besonders erregt verläuft die Debatte nach wie vor auf Twitter, wo uns der Account und die Tweets des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Peter N. Neumann auffielen, der seit 2008 Direktor des „International Centre for the Study of Radicalisation“ am Londoner King’s College ist. Ihn haben wir am Telefon erreicht und um eine Einschätzung der aktuellen Debatte gebeten.
Vor wenigen Tagen erschien unter dem Titel "Die enthemmte Mitte" die neueste Auflage der sogenannten Mitte-Studien. Seit 2002 erforscht eine Arbeitsgruppe an der Universität Leipzig in einem Langzeitprojekt rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass rechtes Gedankengut nicht nur ein Phänomen am "Rande" der Gesellschaft ist, sondern gesamtgesellschaftlich weite Verbreitung findet. Die Studie wird derzeit kontrovers diskutiert und ihre wissenschaftliche Grundlage zum Teil kritisiert. Wir haben mit einem der Herausgeber, dem Sozialpsychologen PD. Dr. Oliver Decker, über die Reaktionen auf die Veröffentlichung und die Begrifflichkeiten der Studie gesprochen.
Geisteswissenschaftler? "Ewig am Studieren und nutzlos für die Wirtschaft" - so lautet das Urteil der Schweizerischen Volkspartei (SVP) nicht erst seit gestern. Der Vorwurf ist nicht neu und wird auch jenseits der rechtskonservativen Partei oftmals geteilt. Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) hat darauf immer wieder reagiert und die Bedeutung und Relevanz der Geisteswissenschaften in Stellungnahmen und Interviews vertreten - so unter anderem vor gut zwei Jahren bei L.I.S.A. Nun hat der Generalsekretär der SAGW, Dr. Markus Zürcher, eine gut dreißig Seiten starke Broschüre veröffentlicht, in der er Gegenstand, Relevanz und Praxis der Geisteswissenschaften ausführt. Den Essay mit dem Titel It's the humanities, stupid!, den wir diesem Interview als PDF-Datei anfügen, haben wir zum Anlass genommen, um mit ihm am Telefon über die Bedeutung der Geisteswissenschaften heute zu sprechen.
Um den Rohstoff Baumwolle spann sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts ein globales Netzwerk aus Baumwollplantagen, Baumwollspinnereien und -webereien sowie aus Händlern und Käufern - ein Baumwollimperium, wie es der Historiker Prof. Dr. Sven Beckert von der Universität Harvard in seinem Buch King Cotton. Eine Geschichte des globalen Kapitalismus bezeichnet, beschreibt und ausführlich analysiert. Was auf den Baumwollplantagen in den US-amerikanischen Südstaaten von Sklaven gepflückt wurde, verarbeiteten im Vereinigten Königreich Heere von Männern, Frauen und Kindern in Fabriken, deren Erzeugnisse dann bis in die entferntesten Winkel der Erde verkauft wurden. Wie dieses Imperium genau entstanden ist, was daraus geworden ist und welche Rückschlüsse diese Geschichte über das Wesen des Kapitalismus insgesamt zulässt, darüber haben wir mit Sven Beckert gesprochen.
Was waren die 1970er Jahre, wenn man sie retrospektiv durch die Brille eines Intellektuellen betrachtet? Ein Jahrzehnt des Neomarxismus, die Dekade des Strukturalismus, Ausläufer des Modernisierungsparadigmas und Vorzeichen der Postmoderne? Unbestritten ist zumindest, dass die 1970er Jahre vor allem eine Zeitspanne umfassen, die theoriegesättigt war. Die entsprechende, arbeitsintensive Literatur hatte ihr Format im Taschenbuch gefunden. Ein Zeitzeuge und Mitgestalter dieses Jahrzehnts war Prof. Dr. Ulrich Raulff, heute Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Wie er sich an die 1970er als Lesezeitraum erinnert, hat er in seinem jüngsten Buch Wiedersehen mit den Siebzigern beschrieben. Wir haben ihn dazu befragt.
Immer schärfe Displays, immer genauere Daten – die Digitalisierung der Welt ist geprägt von Drang nach immer höherer Auflösung. Aber beinhaltet dieser Prozess auch eine andere Form der Auflösung, nämlich die Beseitigung alter gesellschaftlicher Ordnungen? Der Journalist Dr. Christoph Kucklick sieht in der Doppeldeutigkeit des Begriffs der Auflösung das Grundmotiv einer sich abzeichnenden "granularen Gesellschaft". Er identifiziert eine grundlegende Umwälzung des menschlichen Miteinanders auf allen sozialen Ebenen. Wie lässt sich die granulare Gesellschaft verstehen? Wie beeinflusst die Digitalisierung unsere Verständnis vom Menschen? Welchen Effekt hat der Überfluss an Information? Und wer hat in der granularen Gesellschaft überhaupt die Kontrolle? Wir haben mit Dr. Kucklick über die Zukunft in der Gegenwart gesprochen.
Im bayerischen Schloss Elmau haben sich in der vergangenen Woche die Staats- und Regierungschefs zum sogenannten G7-Gipfel getroffen, um sich über die aktuelle politische und wirtschaftliche Weltlage auszutauschen und gemeinsame Vorgehensweisen abzustimmen. Kritiker bezeichnen die G7-Treffen als exklusive Zusammensetzung der mächtigsten Staaten des Westens, deren Vertreter nicht legitimiert seien, die gesamte Welt zu repräsentieren. Zu den Kritikern gehört auch der Schweizer Soziologe Prof. Dr. Jean Ziegler. Er klagt in seiner neuen Publikation die gegenwärtige Weltordnung als kannibalisch und absurd an. Entsprechend emphatisch lautet der Titel seines Buches: "Ändere die Welt!" Wir haben ihn am Telefon interviewt und wollten nicht zuletzt wissen, welchen Stellenwert er Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Veränderung der Welt beimisst.
Coltan, Niobium und Kassiterit gehören heute, im Zeitalter der Mobiltelefone, zu den begehrtesten Rohstoffen der Welt. Die bedeutendsten Vorkommen lagern im Ostkongo, wo seit mehr als zwanzig Jahren einer der blutigsten Kriege seit dem Zweiten Weltkriegs um die Kontrolle der Minen tobt. Außerdem kennzeichnet diesen Krieg die besonders unübersichtliche Gemengelege mit Blick auf die Konfliktparteien sowie die direkten und indirekten Interessen beziehungsweise Einflussnahmen. Diese freizulegen, hat sich der Schweizer Regisseur und Theaterautor Milo Rau in seinem aktuellen Film- und Theaterprojekt zur Aufgabe gemacht. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo beginnt morgen, am 29. Mai 2015, das sogenannte Kongo-Tribunal, das Ende Juni in Berlin, der Stadt der historischen Afrika-Konferenz von 1885 fortgesetzt wird. Wie das Kongo-Tribunal genau verlaufen soll und welche Ergebnisse erwartet werden, darüber haben wir mit Milo Rau via Skype gesprochen.
Die Nachrufe auf Günter Grass in der vergangenen Woche konzentrierten sich vor allem auf sein Wirken als Schriftsteller, als Autor beispielsweise der Romane Die Blechtrommel und Ein weites Feld oder der Novelle Im Krebsgang. Charakteristisch an Grass' Werk ist seine künstlerische Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Vergangenheit sowie mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen. Von dem Historiker Prof. Dr. Paul Nolte von der Freien Universtät Berlin wollten wir wissen, wie er Günter Grass als Zeitzeugen und Chronist des 20. Jahrhunderts einschätzt.
Mali geriet in den vergangenen Jahren zweimal in den Fokus der Weltöffentlichkeit - im Zusammenhang mit dem Krieg im Norden des Landes und in Folge dessen, als gut 300.000 alte Handschriften aus dem kriegsnahen Timbuktu in die Hauptstadt Bamako überführt wurden, wo sie zurzeit restauriert und konserviert werden. Abgesehen davon ist es in unseren Breitengraden eher still um das westafrikanische Land, und die Kenntnisse über seine aktuelle Verfasstheit sowie seine lange Geschichte sind gering. Die Journalistin Charlotte Wiedemann hat Mali bereist und jüngst ihre Beobachtungen und Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst. Wir haben Sie dazu befragt.
In Graz fand Ende Februar die zweite Jahrestagung des Verbandes der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum statt. Wir haben den Dr. Hubert Stigler vom Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz um ein Résumé der Veranstaltung gebeten.
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