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hr2 Kaisers Klänge
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Wer kommt mit auf einen spannenden Erkundungsritt in die Musikwelten des Abenteuerschriftstellers Karl May? Dazu gehören nicht nur die bekannten Filmmusiken zu den Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand, sondern auch die musikalischen Schöpfungen von Karl May selbst! Zahlreiche Chorwerke hat er verfasst, am bekanntesten ist sein "Ave Maria". Auf unserem Abenteuerritt erbeuten wir seltene Schätze: Wir stoßen auf Winnetou-Songs, Cowboy-Ballette und sogar auf eine "Silbersee"-Oper! Aus der Feder von Karl May selbst stammt eine Weihnachtskantate für den Wilden Westen. Und auch die Sterbemusik für seinen Helden Winnetou hat er eigenhändig komponiert!
Viva Verdi! Zum 125. Todestag am 27. Januar lassen wir den Großmeister der italienischen Oper noch einmal hochleben! Zahlreich sind die Verehrer, die dem Maestro ein Ständchen darbieten. Dafür haben sie ihre ganz eigenen Interpretationen seiner Musik mitgebracht! Von der Swing-Aida bis zum Rigoletto mit Blaskapelle reicht der Reigen der Hommagen. Und da ohnehin so viele Freunde gekommen sind: Warum soll das berühmte „La donna è mobile“ nicht einmal von 10 Tenören gleichzeitig gesungen werden? Oder die Abschiedsarie der Violetta aus „La Traviata“ von einem ganzen Chor?
Ob packende Opernarien, coole Jazznummern, frisch aufpolierte Orchesterwerke oder Neues aus Folk und Pop - vieles bleibt im Laufe eines Jahres in den Ohren eines Musikredakteurs hängen, manchmal aber leider auch auf seinem Schreibtisch liegen. Den übersehenen und noch nicht gesendeten musikalischen Perlen des letzten Jahres lauschen Kaisers Klänge heute nach: Neue Aufnahmen von altbekannten Stars und unbekannten Newcomern.
Viele neue Aufnahmen wandern im Laufe eines Jahres über den Schreibtisch eines Musikredakteurs. Musik von großen Stars und solchen, die es noch werden können. Musik, die man schnell wieder vergisst, aber auch Musik, die einfach hängen bleibt. Ausschnitte aus den schönsten Klassik-CDs des letzten Jahres sind heute noch einmal zu hören: Ein "Best of 2025", ausgesucht und zusammengestellt von Niels Kaiser.
Vor 10 Jahren starb David Bowie. Als Rockmusiker war er nicht unbedingt ein Mann der leisen Töne, trotzdem hatte er auch seine ruhigen Seiten. Manche Songs hat er einfach nur zum Piano gesungen, als seien sie romantische Klavierlieder. Andere Musiker spielen Bowie-Songs mit Streichquartettbegleitung oder in klassischer Trio-Besetzung. Wir streifen heute durch die Klangwelten des romantischen Helden David Bowie ("Heroes"). Zu seinen sphärischen Klängen schweben wir durchs Weltall ("Space Oddity") oder träumen vom Leben auf dem Mars ("Life on Mars?").
In der kalten und dunklen Jahreszeit packt viele das Fernweh. Wer es nicht mehr aushält, kann heute mit Kaisers Klänge auf Globetrotter-Tour gehen. Wir reisen auf weißen Elefanten, singen chinesisch, tanzen Bossa Nova und trinken mit amerikanischen Ureinwohnern Manhattan. In einer großen Musikcollage führt die Reise rund um den Globus, durch Wüsten und über Meere, hinauf bis zum Gipfel der Welt und sogar darüber hinaus, denn: Mit Musik ist alles möglich und werden Träume wahr.
Vor über 200 Jahren jagte er zum ersten Mal über die Opernbühne: Carl Maria von Webers "Freischütz". Seitdem hat er nicht aufgehört, das Publikum zu begeistern und Musiker anzuregen. Die Palette der Bearbeitungen reicht von Freischütz-Fantasien und Potpourris bis zu Neuschöpfungen wie dem "Schreifritz" oder dem "Black Rider" von Tom Waits. Mit Samiel, Agathe und Max gehen "Kaisers Klänge" heute noch einmal auf die Pirsch.
Mit ihm begann die Blütezeit der italienischen Novelle. Zusammen mit Petrarca, mit dem er befreundet war, und Dante, den er verehrte, zählt Giovanni Boccaccio zu den großen Vertretern der frühen italienischen Literatur. Zum 650. Todestag am 21. Dezember hören wir Musik zu seinen Werken. Häufig sind es die amourösen und witzigen Geschichten aus Boccaccios Hauptwerk, dem Dekameron, die zu Musik werden. Vivaldi, Scarlatti und Massenet verwenden sie als Vorlagen für große Opern. Aber auch Boccaccios Gedichte werden vertont. Palestrina und Monteverdi machen daraus Madrigale, Respighi Klavierlieder. Und bei Suppè avanciert Boccaccio sogar selbst zum Operettenhelden.
2025 feiert die Musikwelt den 500. Geburtstag des Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina. Zu Lebzeiten galt er als Hauskomponist des Vatikans, wo man in ihm den "Retter der Kirchenmusik" sah. Seine Verbindung von polyphonen Zaubereien und klarer Textverständlichkeit bezeichnet man heute als den "Palestrina-Stil". Palestrina ist der wohl berühmteste Renaissance-Komponist. Noch lange vor Wagner wird er zum Meister der unendlichen Melodie. Und auch die Komponisten späterer Jahrhunderte verehren ihn: Johann Sebastian Bach bearbeitet seine Messen, Franz Liszt komponiert ein "Miserere nach Palestrina", und Hans Pfitzner schreibt sogar eine ganze "Palestrina"-Oper.
Die Verse von Rainer Maria Rilke können ekstatisch sein oder melancholisch, immer aber sind sie so eingängig, dass sie nicht nur von klassischen Komponisten vertont worden sind, sondern genauso oft von Popmusikern und Songwritern. Von seinem berühmtesten Gedicht "Der Panther" bis zum "Stundenbuch" und dem "Buch der Bilder" haben sich die Vertreter aller musikalischen Genres immer wieder der träumerischen Verse von Rainer Maria Rilke angenommen. Die Musik dazu erklingt heute in einer Sendung zum 150. Geburtstag des Dichters am 4. Dezember.
Wie hätte Georg Friedrich Händel einen Beatles-Song arrangiert? Und wie würde es klingen, wenn die Dancing Queen von ABBA ihr Tanzbein im Rhythmus einer barocken Courante schwingt? Popsongs in Barockarrangements sind ein neuer Trend auf dem Musikmarkt. Die Hits von Queen klingen dann auf einmal wie Opernarien von Vivaldi. Und Stings Balladen verwandeln sich in Lautenlieder von Dowland. Aber eigentlich ist das alles gar nicht so besonders neu, denn schon die Rockmusiker der 60er Jahre haben gerne mal wie Bach geklungen.
Im schimmernden Mondlicht sind die Toten die besten Tänzerinnen und Tänzer: Ihr weißes Gebein schwingen sie beim nächtlichen Ball auf dem Kirchhof. Über offenen Gräbern versammeln sich die Gerippe zu einem galanten Reigen seliger Geister. Auch der Tod selbst ist ein leidenschaftlicher Musikant. Krachend spielt er mit seiner Geige zum Tanz auf. Glocken läuten, Knochen klappern und Hähne krähen beim nächtlichen Totentanz.
Als Schriftsteller und Dichter steht Jean Paul zwischen der Weimarer Klassik (Goethe und Schiller war er suspekt!) und der deutschen Romantik. Mit seiner stilistischen Palette von Erhabenheit bis Satire hat er auch immer wieder die Musiker unter seinen Lesern angesprochen. Am 14. November ist sein 200. Todestag. Die Verse aus dem Romanfragment "Flegeljahre" sind schon von Jean Pauls Zeitgenossen vertont worden. Und auch in der Instrumentalmusik spielen Erzählungen wie "Titan" oder "Siebenkäs" eine Rolle: Ob Schumanns Klavierzyklus "Papillons" oder Gustav Mahlers erste Sinfonie - beide stehen in direktem Zusammenhang mit dem Schaffen von Jean Paul.
Wer experimentelle Lyrik und Lautgedichte wie "Schtzngrmm" schreibt, wer Ottos Mops kotzen lässt und "die vergoldeten Köpfe der Klassiker" klirrend zerbricht, der verfügt bestimmt auch über einen besonderen Sinn für Musik. Bei Ernst Jandl war das so. Eine spezielle Beziehung hatte er zum Jazz. Und es sind auch vor allem die Jazzer, die sich der Lyrik des Wiener Wortkünstlers angenommen haben. Im August war Ernst Jandls 100. Geburtstag. Wir jandln uns heute noch einmal musikalisch durch sein Werk zwischen Avantgarde und Popkultur. Von "Laut und Luise" bis zum "Röcheln der Mona Lisa", mit Musik von Jazz bis Kleinkunst und Chanson.
Wie für jede übersinnliche Kunst gilt auch für die Magie: Am besten funktioniert sie mit Musik. Die großen Zauberer von Prospero bis Harry Potter schwingen heute ihren Zauberstab zu magisch musikalischen Klängen. Rechtzeitig zu Halloween erleben wir ein Fest der berühmtesten Magier aus Legende und Literatur. Ob sie mit ihren Zaubereien Gutes oder Böses im Schilde führen, das verrät uns die zauberhafte Musik, die Komponisten für sie geschrieben haben.
Bewundert wurde er natürlich auch für seine Operetten, Polkas und Märsche. Unangefochtener Alleinherrscher aber war er im Reich des dreivierteltaktigen Wiener Paartanzes: Walzerkönig Johann Strauss. Zum 200. Geburtstag streifen wir durch die Walzerwelten von König Johann und stellen ihnen die Walzerwunder gegenüber, mit denen seine Erben und Nachfahren ihm gehuldigt haben. Vom Donau- bis zum Kaiserwalzer, von Tschaikowsky und Brahms bis zu Rihm und Ravel.
Wenn Vulkane mit monströser Urgewalt Magma und Rauchwolken in den Himmel hinaufschleudern, dann brodelt und zischt es auch in der Musik. Jean-Philippe Rameau erweckt die feuerspeienden Berge der Anden zu musikalischem Leben, und Franz Schubert ruft erschrocken: "Wie dürstet der Ätna!". Johann Strauss lässt zu vulkanischen Walzer-Eruptionen gewaltige "Lava-Ströme" fließen, und die Musik von Jón Leifs über den Ausbruch des isländischen Hekla-Vulkans ist wohl das lauteste jemals aufgeführte Orchesterstück.
1935 war "Porgy and Bess" von George Gershwin die erste Oper, die komplett in der Lebenswelt von Afroamerikanern spielt. Laut Verfügung des Komponisten darf das Stück nur von Schwarzen aufgeführt werden. Außerhalb der Bühne aber haben auch viele andere schon die Songs aus "Porgy and Bess" gesungen. Stars von Louis Armstrong bis Miles Davis haben Songs wie "I loves you, Porgy" oder "It ain’t necessarily so" nachgesungen und nachgespielt. Und die Melodien von "Summertime" und "I got plenty o’nuttin‘" sind längst zu legendären Jazzstandards geworden.
Das Bild der Deutschen von sich selbst ist oft zwiespältig. Was aber haben die anderen für ein Bild von Deutschland? Mitunter gar kein so schlechtes. Den Blick, den die Welt auf Deutschland wirft, analysieren wir heute auf musikalischem Weg.Bei englischen Komponisten ist Deutschland ein beliebtes Urlaubsland (Edward Elgar: "From The Bavarian Highlands"). Französische Chanteusen singen über deutsche Großstädte (Barbara: "Göttingen"). Und sogar die Österreicher wissen ihren nördlichen Nachbarn zu schätzen (Johann Strauss: "Nordseebilder").
Seine Märchen sind weltberühmt, von der "Schneekönigin" bis zur "Prinzessin auf der Erbse". Natürlich kennen und schätzen auch die Musiker Hans Christian Andersen. Zu seinen Schöpfungen gibt es Opern, Ballette, sinfonische Dichtungen und Märchenlieder. Im August war der 150. Todestag des großen dänischen Erzählers, dessen Märchen eigentlich eher etwas für Erwachsene sind als für Kinder, denn sie enthalten jede Menge Gesellschaftskritik. Ob "hässliches junges Entlein" oder "Mädchen mit den Schwefelhölzern": Komponisten von Strawinsky bis Hollaender bringen Andersens Märchen zum Klingen.























