DiscoverAuslandsinfo
Auslandsinfo
Claim Ownership

Auslandsinfo

Author: Um die Welt mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

Subscribed: 23Played: 658
Share

Description

Die Konrad-Adenauer-Stiftung zählt zu den führenden Think-Tanks der Welt und unterhält mehr als 100 Auslandsbüros. Ihre Expertinnen und Experten erklären internationale Politik und geben im Gespräch Hintergrundinformationen zu aktuellen Entwicklungen und Ereignissen.
132 Episodes
Reverse
„Wir brauchen Grönland!“ Mit diesem Satz hat Donald Trump eine Debatte ausgelöst, die weit über die arktische Insel hinausgeht. Grönland ist die größte Insel der Welt. Sechsmal so groß wie Deutschland. Und doch leben dort nur rund 56.000 Menschen. Achtzig Prozent der Fläche sind von Eis bedeckt. Lange galt Grönland als Rand der Welt. Heute steht es im Zentrum globaler Machtpolitik. Denn mit dem schmelzenden Eis öffnen sich neue Schifffahrtsrouten und Rohstoffe werden zugänglich. Seltene Erden, Uran, Öl und Gas rücken in greifbare Nähe. Gleichzeitig gewinnt die Arktis militärisch an Bedeutung – für die USA, für Russland und für China. Donald Trump argumentiert mit dem Thema Sicherheit. Kritiker sagen, dies sei vorgeschoben – es gehe um Kontrolle, Einfluss und Besitz. Europa reagiert alarmiert: Dänemark warnt vor einer Zerreißprobe für die NATO, Deutschland signalisiert Unterstützung und sucht nach Antworten im Bündnisrahmen. Welches Interesse hat Donald Trump wirklich an Grönland? Und was bedeutet all das für Europa, die NATO und die Menschen, die dort leben? Darüber sprechen wir mit Christine Leuchtenmüller, Leiterin des Auslandsbüros Nordische Länder der Konrad-Adenauer-Stiftung in Stockholm.
Die USA richten ihren strategischen Fokus neu aus – und rücken Lateinamerika wieder ins Zentrum ihrer Machtpolitik. Die neue Nationale Sicherheitsstrategie definiert die westliche Hemisphäre als exklusiven Einflussraum und setzt klare Grenzen gegenüber China und Russland. Was bedeutet dieser Kurswechsel für die Region – und für Europa? Darüber sprechen wir in dieser Episode unseres Podcasts mit Henning Suhr. Er leitet das Regionalprogramm Parteiendialog und Demokratie in Lateinamerika der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Uruguays Hauptstadt Montevideo und hat jüngst einen Länderbericht zur neuen US-Sicherheitsstrategie verfasst.
Donald Trump ist seit Beginn des Jahres zurück im Weißen Haus – und kaum eine Region blickt so gespannt auf Washington wie der Golf. In Doha, Riad oder Abu Dhabi hat man auf diesen Moment gewartet – mit Hoffnungen, aber auch mit Sorgen. Denn die Golfstaaten wissen: Wenn die USA ihre Außenpolitik ändern, spüren sie die Folgen oft als Erste. Begleitet von führenden Vertreterinnen und Vertretern der amerikanischen Wirtschaftselite besuchte Donald Trump im Mai 2025 mehrere Länder am Golf und verkündete im Anschluss Investitionszusagen in astronomischer Höhe von mehreren Billionen US-Dollar. In seinen Reden vor Ort machte er deutlich, die USA „belehren nicht mehr, wie man zu leben habe“ – vielmehr solle künftig gegenseitiger Respekt den Austausch prägen. Vereinbart wurden umfangreiche Investitionen, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Rüstung. Doch die anfängliche Euphorie hielt nicht lange an: Neue Eskalationen in Gaza, im Jemen und schließlich Israels Angriff auf Katar erschütterten das Vertrauen in die Schutzmacht USA. Was bedeutet Trumps Rückkehr für die Machtbalance im Nahen Osten? Welche Rolle spielt dabei der Iran? Welche Folgen hat dies für den Gaza-Konflikt – und wie reagieren die Golfstaaten auf einen US-Präsidenten, der politische Entscheidungen häufig mit persönlichen Geschäftsinteressen verknüpft? Darüber sprechen wir mit Philipp Dienstbier, Leiter des Regionalprogramms Golfstaaten der Konrad-Adenauer-Stiftung.
In Nairobi und vielen anderen Städten Kenias entlud sich im Juni 2024 und erneut ein Jahr später der Zorn einer Generation – laut, kreativ, digital vernetzt. Was als Protest gegen ein neues Steuergesetz begann, entwickelte sich zu einer landesweiten Bewegung: dem Aufstand der kenianischen Generation Z, der bis heute anhält. Ausgelöst wurden die Proteste durch ein neues Gesetzespaket, das neue und höhere Steuern auf viele Lebensbereiche einführen sollte und durch das unter anderem Grundnahrungsmittel teurer geworden wären. Unter verschiedenen Hashtags organisierten sich Tausende und koordinierten Protestzüge. Die Jugend fordert Transparenz, Teilhabe und wirtschaftliche Gerechtigkeit, und sie nutzt die digitalen Werkzeuge ihrer Zeit, um die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen. Doch wie ist die Stimmung in Kenia heute? Wie hat die Regierung auf die anhaltenden Forderungen der Jugend reagiert? Und warum ist es für uns Europäer relevant, was in Kenia passiert? Darüber sprechen wir im Podcast mit Mathias Kamp. Er ist Leiter des Auslandsbüros Kenia bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Deutschland und Europa verlieren im globalen Wettlauf an Einfluss - während neue Machtzentren in Asien, im Mittleren Osten und in Lateinamerika entstehen. Wie blicken Partnerländer heute auf uns? Warum gelten wir als zu langsam, zu normativ, zu wenig präsent? Und was müsste sich ändern, damit wir international wieder wettbewerbsfähig werden? Darüber sprechen wir in dieser Episode unseres Podcasts mit Dr. Denis Suarsana, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Indonesien und Ost-Timor und Autor einer neuen Studie zur internationalen Wahrnehmung und zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas.
Argentinien stand vor zwei Jahren am Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Nun geht Präsident Javier Milei mit einem deutlichen Sieg aus den Zwischenwahlen hervor und gewinnt neuen politischen Spielraum. Sein Reformkurs stabilisiert zwar die Inflation, bringt aber große soziale Härten mit sich. Gleichzeitig stärken die USA ihn mit einem milliardenschweren Kreditrahmen. Was bedeutet dieser Kurs für Argentinien? Darüber sprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Susanne Käss, Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Buenos Aires.
Sie ist kaum größer als Rheinland-Pfalz und hat weniger Einwohner als Berlin – und doch steht die Republik Moldau im Zentrum eines der entscheidendsten geopolitischen Spannungsfelder Europas. Nach der Parlamentswahl setzt Präsidentin Maia Sandu ihren proeuropäischen Kurs fort – trotz wirtschaftlicher Krisen, gezielter Desinformation und russischer Einflussversuche. Was bedeutet dieser Aufbruch für Moldau, Europa und die Stabilität in der Schwarzmeerregion? Darüber sprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Brigitta Triebel, Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Chişinău.
„Polen ist Europas neue Militärmacht“ – schrieb die NZZ Anfang des Jahres. Kaum ein anderes Land hat den russischen Angriff auf die Ukraine so ernst genommen wie Polen. Mit massiver Aufrüstung, klarer Unterstützung für Kyiv und einem neuen Kurs unter Donald Tusk übernimmt Warschau sicherheitspolitisch Verantwortung an Europas Ostflanke. Was bedeutet das für Deutschland und die EU? Darüber sprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Tomislav Delinić. Er leitet das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen.
Kaum ein Land hat seine Rolle als Geberstaat in den letzten zwanzig Jahren so stark ausgebaut wie die Türkei. Das „Turkish-type Development Assistance Model“ erhebt den Anspruch, humanitäre Werte mit politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen zu verbinden. Welche Idee steckt hinter diesem türkischen Modell? Welche Chancen eröffnet es und welche Herausforderungen bringt es mit sich? Unsere Gesprächspartnerin Dr. Ellinor Zeino, Leiterin des Türkei-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung, hat in der neuen Ausgabe der Auslandsinformationen einen umfassenden Beitrag dazu verfasst. Die Auslandsinformationen sind das Außenpolitikmagazin der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Schwerpunktthema „Entwicklungszusammenarbeit“.
Brasilien steht derzeit stärker im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit als üblich. Der Hausarrest für Ex-Präsident Bolsonaro, US-Strafzölle und Chinas Milliardeninvestitionen prägen die aktuelle Lage. Gleichzeitig kämpft Präsident Lula mit innenpolitischer Polarisierung, während die EU ein Handelsabkommen mit dem Mercosur anstrebt. Welche Rolle spielt Brasilien heute auf der Weltbühne ? Welche Chancen und Risiken ergeben sich für Europa? Das besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Maximilian Hedrich, Leiter des Brasilien-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung.
„Plötzlich ist Starmer der neue Churchill.“ So formulierte es die F.A.Z. im März, als das Vereinigte Königreich unter seinem Premier Keir Starmer nicht nur Waffen an die Ukraine lieferte, sondern sich auch als sicherheitspolitischer Partner Europas neu positionierte. Der von ihm angekündigte „Brexit-Reset“ ist mehr als Rhetorik: Er spiegelt sich in konkreten Vereinbarungen, gemeinsamen Formaten und wachsender Nähe zu Brüssel und Berlin. Was bedeutet dieser Kurs für das Land, für Europa und für das deutsch-britische Verhältnis? Das besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Dr. Canan Atilgan, Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in London.
Postkolonialismus – einst als theoretischer Ansatz zur Aufarbeitung von Kolonialgeschichte gedacht, ist er heute eine politische Streitfrage und gerät zunehmend selbst in die Kritik. Postkoloniale Ansätze beeinflussen nicht nur Debatten über die Vergangenheit, sondern auch aktuelle politische Bewertungen: Etwa, wenn es um Israel oder den Westen insgesamt geht. Was also bleibt vom ursprünglichen Anspruch des Postkolonialismus? Unser Gesprächspartner Dr. Andreas Jacobs von der Konrad-Adenauer-Stiftung hat in der neuen Ausgabe der Auslandsinformationen eine umfassende Analyse dazu verfasst. Die Auslandsinformationen sind das außenpolitische Magazin der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Schwerpunktthema „Koloniales Erbe und Außenpolitik“.
Kanada gehört zu den stabilsten Demokratien weltweit. Es verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen und steht traditionell in enger Partnerschaft mit den USA. Doch seit der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus ist das Verhältnis zwischen Washington und Ottawa zunehmend angespannt. Premier Mark Carney will nun das Land außenpolitisch neu ausrichten – mit stärkerem Fokus auf Europa. Wie reagiert Kanada auf Handelskonflikte, sicherheitspolitische Spannungen und den globalen Rohstoffwettlauf? Und welche Chancen ergeben sich daraus für Europa? Das besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Dr. Bernd Althusmann, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kanada.
Guayaquil in Ecuador: Einst Fischereihafen, heute Hochburg der Drogenkartelle. Kinder schließen sich Gangs an und Politiker geraten ins Visier. Das Andenland ist innerhalb kürzester Zeit vom Reiseziel zum Hotspot des Kokainschmuggels geworden. Die Mordrate ist die höchste in Südamerika. Während dort Gewalt herrscht, landen die Drogen in europäischen Häfen. Wie hängen Europas Konsum und Ecuadors Krise zusammen? Welche Verantwortung tragen wir und was kann getan werden? Das besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Johannes Hügel, Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ecuador.
Die außenpolitischen Spannungen der Gegenwart finden zunehmend auch auf den Weltmeeren ihren Niederschlag. Maritime kritische Infrastruktur wie Unterwasserkabel oder Pipelines geraten in den Fokus. Vor einigen Monaten etwa wurde in Finnland ein Schiff beschlagnahmt, das ein Stromkabel in der Ostsee beschädigt haben soll und im Verdacht steht, Teil der russischen „Schattenflotte“ zu sein. In dieser Folge unseres Podcasts sprechen wir mit Ferdinand Gehringer, Experte für maritime Sicherheit bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, über die „Schattenflotte“ Moskaus, die Herausforderungen beim Schutz maritimer Infrastruktur und die Frage, wie gut Deutschland in diesem Bereich aufgestellt ist.
„Unverzichtbar“, aber auch „unberechenbar“. So beschrieb jüngst die Zeitschrift „Internationale Politik“ die Türkei. Das Land, oft als Brücke zwischen Europa und Asien bezeichnet, ist ein Schlüsselakteur im Nahen Osten. Als NATO-Mitglied und EU-Partner verfolgt es eine eigenständige Außenpolitik und weitet seinen Einfluss von Syrien bis Libyen aus. Mit Dr. Ellinor Zeino, Politikwissenschaftlerin und Büroleiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ankara, sprechen wir über die zentralen außenpolitischen Ambitionen der Türkei, ihre Rolle im Syrienkrieg und die Frage, ob der Konflikt mit den Kurden vor einem Wendepunkt steht.
Von einem „Epochenbruch“ ist die Rede, ja sogar vom „Ende des Westens“: Gemeint sind die Risse im transatlantischen Verhältnis und ihre Folgen. Kehren die USA Europa den Rücken und zerbricht damit eine Partnerschaft, die für die europäische Sicherheit und Freiheit jahrzehntelang als unerlässlich galt? Sind die Europäer zukünftig auf sich alleingestellt, wenn es darum geht, ein imperiales Russland einzudämmen? Und hätten sie dazu überhaupt die nötigen Fähigkeiten? Das besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit dem renommierten Militärhistoriker Prof. Sönke Neitzel von der Universität Potsdam.
Donald Trump setzt eine seiner umstrittensten Entscheidungen um: den Austritt der USA aus der WHO. Experten warnen vor gravierenden Folgen für die globale Gesundheitsversorgung, von der Impfstoff-Entwicklung bis zum Kampf gegen Krankheiten wie Aids und Malaria. Welche Gründe nennt Trump? Welche Auswirkungen hat der Rückzug des größten WHO-Geldgebers? Und könnte China das entstehende Vakuum zu füllen versuchen? Das besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit dem Experten für Gesundheitspolitik Lukas Lingenthal.
Es ist, so schreibt die Neue Zürcher Zeitung, die „grösste Eskalation des Kongo-Konflikts seit über einem Jahrzehnt“: Ende Januar eroberten Rebellen die Handelsmetropole Goma im Ostkongo und drohten mit der Einnahme der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Bei Beobachtern geht die Furcht vor einem Flächenbrand um, der eine ganze Region ins Chaos stürzen könnte. In dieser Folge sprechen wir mit dem Politikwissenschaftler Jakob Kerstan, der das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Demokratischen Republik Kongo leitet und den Beginn der Rebellenoffensive vor Ort erlebt hat. Er wird uns sagen, was die tieferliegenden Gründe für den Konflikt sind, welche Rolle Ruanda darin spielt und was er von der jüngsten Ankündigung einer Feuerpause durch die Rebellen hält.
Kuba - für manche auf der linken Seite des politischen Spektrums der revolutionäre Mythos schlechthin. Wie an vielen anderen Orten hat sich der Traum von einem „sozialistischen Paradies“ aber auch in hier nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Realität ist geprägt von Armut und wirtschaftlichem Niedergang. Das Land befindet sich am Rande des Kollaps. Was sind die Gründe dafür? Welche Rolle spielen das Einparteien-Regime, die USA und die internationale Politik? Und gibt es Hoffnung auf Veränderung? Das besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit dem Politikwissenschaftler Maximilian Strobel.
loading
Comments