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Abweichendes Verhalten - Gespräche über Crime Fiction
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Man muss ihn nicht kennen, sollte ihn aber kennenlernen wollen – das ist Thomas Wörtches sehr treffendes Fazit zu William Marshall. Bei diesem Autor findet man Irrsinn, Wahnwitz und eine unvergleichbare handwerkliche Finesse. Wer wissen will, wie man eine Handlung aufbauen oder eine Actionszene schreiben kann, der sollte William Marshall lesen. Außerdem: Sprechen wir über Krimi und Erkenntnistheorie, die Relevanz von Geschichte und fragen uns, ob es heute bahnbrechende Autor*innen gibt, die kaum bekannt sind.
Wie war das Krimi-Jahr 2025? Welche Highlights, welche Ärgernisse gab es? Welche neuen und alten Trends lassen sich beobachten? Und was wünschen wir uns (kriminalliterarisch) für 2026? Darüber spreche ich mit Thomas Wörtche – und am Ende kommen wir zu der Erkenntnis, dass die Geschichte der Kriminalliteratur noch einmal neu geschrieben werden muss.
Für diesen Talk haben wir uns etwas vorgenommen: Wir schauen auf den Markt und erfolgreiche Bücher. Warum sind Cosy-Crime-Reihen Dauerbrenner im Krimigeschäft? Was ist mit dem Appeal von Serienkillergeschichten? Was macht Freida McFadden so erfolgreich? Wie kann die Kritik mit diesen Büchern umgehen? Und was sagt das über das Lesepublikum, die Gesellschaft aus? Darüber sprechen Thomas Wörtche, Kolja Mensing und Sonja Hartl.
Polizeiromane, psychologische Spannungsromane – die englische Autorin Ruth Rendell hat mehr als 50 Bücher geschrieben. Wie lesen sich ihre Bücher heute? Ist sie eine feministische Autorin? Und warum wollen eigentlich immer alle lieber über Agatha Christie als über Ruth Rendell reden? Darüber spreche ich mit der Autorin Zoë Beck.
Lässt sich „American Psycho“ nach England transferieren? Haben alle Zeitreisen-Erzählungen dieselbe Schwäche? Und warum gibt es so wenig Kriminalliteratur aus Kroatien in deutscher Übersetzung? Und wie passt Berliner Verteidigungspolitik dazu? Eine Live-Aufnahme der Juli-Ausgabe "Abweichendes Verhalten - Der Talk".
Welches waren die besten Kriminalromane des Jahres? Welche Autorinnen und Autoren sollte man lesen? Welche Entdeckungen haben wir gemacht? Welche Trends gibt es? Darüber spreche ich mit Thomas Wörtche.
Charlotte Jay hat 1954 als Erste den Edgar-Allen-Poe-Award für den besten Roman bekommen - ein Jahr vor Raymond Chandler. Dennoch ist sie nur noch wenigen bekannt. Mit der Ariadne-Verlegerin Else Laudan spreche ich über Jays Bücher.
Welches war der beste Krimi 2023? Welche Autorinnen und Autoren sollte man unbedingt lesen? Und welche Entwicklungen gibt es in der gegenwärtigen Crime Fiction? Darüber rede ich mit Thomas Wörtche.
In Frankreich in der berühmten Série Noire bei Gallimard veröffentlicht, von Jean-Patrick Manchette geschätzt, von Jérome Léroy regelmäßig erwähnt: der Autor A.D.G., der in den 1990er Jahren für den Front national kandidierte. Im Gespräch mit Robert Brack spreche ich über den Autor und den Einfluss seiner politischen Haltung auf seine Kriminalliteratur.
Zwischen Golden Age und modernen britischen Kriminalroman sind die Romane von Guy Cullingford zu verorten, die trotz ihrer Modernität und Intelligenz aus der Traditionsbildung herausgefallen sind. Mit Thomas Wörtche spreche ich über diese zu Unrecht vergessene Autorin.
Mit Pulp-Master-Verleger Frank Nowatzki spreche ich über den englischen Autor Gerald Kersh, das London der 1930er und 1940er Jahre, deutsche Serienmörder - und bekomme eine ziemlich gute Definition von Noir.
Messerscharfer Blick, verwickelter Plot und eine gnadenlose Komik - für viele ist Ross Thomas der beste Thriller-Autor der Welt. Wir reden über "Umweg zur Hölle" und "Gottes vergessene Stadt", ergründen was ihn auszeichnet und warum Superlative gefährlich sind - und vor allem: warum jede*r Ross Thomas lesen sollte.
Er ist der "King of Cool", ohne ihn hätte es möglicherweise Tarantino-Filme niemals gegeben: Elmore Leonard, Meister der lässigen-lustigen Dialoge und Plot-Wendungen. Mit ihm rede ich über den besten deutschsprachigen Noir-Autor und früheren Drehbuchautor Frank Göhre.
Die österreichische Autorin Anne Goldmann hat in ihren Kriminalromanen einen gänzlich eigenen Ton und Spannungsaufbau - ein Gespräch mit ihrer Verlegerin Else Laudan.
Mit Thomas Wörtche blicke ich auf das Jahr 2022: Welche Trends und Entwicklungen gab es? Was wünschen wir uns für 2023? Und wird es auch im nächsten Jahr so viele Regio-Krimis geben?
Margaret Millar war zu Lebzeiten sehr erfolgreich - dennoch ist sie heute nahezu vergessen. Mit Thomas Wörtche spreche ich über diese außergewöhnliche Autorin, die es unbedingt wiederzuentdecken gilt.
Elmore Leonard sagte über Higgins' "Die Freunde von Eddie Coyle" es sei der beste Kriminalroman, der jemals geschrieben wurde. Denis Lehane bezeichnete ihn als "the game changing crime novel of the last fifty years". Ist George V. Higgins wirklich so gut? Und welche Rolle spielen die Verfilmungen seiner Romane? Darüber rede ich mit Drehbuchautor Denis Kundic.
Mit ihrer Reihe um die Kommissarin Beate Stein hat Sabine Deitmer ab den 1990er Jahren maßgeblich dazu beigetragen, feministische Themen in den Kriminalroman zu bringen. Mit der Literaturwissenschaftlern Maike Schmidt rede ich über diese Reihe, den Begriff "Frauenkrimi" und die Frage, was genau eigentlich die Literaturwissenschaft an Kriminalromane interessiert.
Hardboiled und Noir gilt als männlich, das liegt aber auch daran, dass Autorinnen aus der Rezeption gefallen sind - wie beispielsweise Dorothy B. Hughes. Mit Thomas Wörtche rede ich über eine Autorin, die gleichberechtigt neben Chandler und Hammett stehen müsste.
Im Genre beeinflussen sich die verschiedenen Medienformen gegenseitig - und der Regisseur, der wie kein zweiter den Thriller beeinflusst hat, ist Alfred Hitchcock. Mit Andreas Pflüger spreche ich über zwei maßgebliche Werke des Regisseurs: "Vertigo" und "North by Northwest" ("Der unsichtbare Dritte")




















