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Nerdfunk von Radio Stadtfilter
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Nerdfunk von Radio Stadtfilter

Author: Radio Stadtfilter

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Nerdfunk von Radio Stadtfilter: Immer live am Dienstagabend von 19:30 bis 20:00 Uhr auf www.stadtfilter.ch und hier als Podcast. Berichte, Reportagen, Gespräche aus der digitalen Welt. Mit Kummerbox live, der Show gegen Abstürze und Computerpannen, Tipps zur Digitalfotografie und einem Hang zu kreativen Themen.
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Sind Pokémon-Sammelkarten noch eine Nische oder sind sie schon im Mainstream angekommen? Was irgendwann mal auf dem Schulplatz angefangen hat, ist mittlerweile zu einem weltweiten popkulturellen Phänomen angewachsen. Ein Schatz – eine seltene Karte – kann mehrere tausend Dollar wert sein. Seit ihrer Einführung in den späten 1990er-Jahren wurden Milliarden Karten gedruckt, internationale Turniere organisiert und spektakuläre Auktionserlöse erzielt. Was ist das Erfolgsrezept? Vermutlich, dass Nostalgie, spielerischer Wettbewerb und reale Verdienstmöglichkeiten aufeinandertreffen. Wir versuchen, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, auch wenn es längst nicht alle Teammitglieder (Matthias) verstanden haben.
Websites, Shops und auch Geräte wie Drucker oder Smarthome-Gadgets sind oft voller Absicht auf schlechte Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Die Betreiber und Hersteller bringen uns mit Gestaltungstricks, manipulativen Formulierungen, undurchsichtigen Prozessen und konzeptionellen Finten dazu, Dinge zu tun, die unseren Interessen und Absichten widersprechen: Wir tätigen Impulskäufe, entscheiden uns für überflüssige Zusatzoptionen, schliessen versehentlich Abos ab oder tippen unabsichtlich ein Werbebanner an. Diese Methoden nennen sich Dark Pattern: Sie sind eigentlich verboten oder bewegen sich in einem rechtlichen Graubereich – und dennoch sind sie allgegenwärtig. Wir betreiben Aufklärung und erläutern, wie die Muster funktionieren, wie man sie erkennt und mit welchen Massnahmen wir es schaffen, uns den Manipulationsversuchen zu entziehen.
Das Jahr ist noch jung, aber in der digitalen Welt hat sich einiges getan: In Schwyz erbeuten Betrüger mittels eines sogenannten CEO-Fraud einen Betrag in Millionenhöhe. Ist die KI schuld oder die Naivität der Opfer? Ausserdem kooperiert Apple mit Gemini, um Siri und Apple Intelligence zu verbessern. Ist das das Eingeständnis, dass der iPhone-Konzern die künstliche Intelligenz selbst nicht auf die Reihe bekommt. Ausserdem feiert Wikipedia den 25. Geburtstag und steht wegen KI und der gesellschaftlichen Spaltung unter Druck. Und am Kongress des Chaos Computer Club in Hamburg rief Bestseller-Autor Marc-Uwe Kling den digitalen Unabhängigkeitstag aus. Ist das eine ernst zu nehmende Initiative oder zum Scheitern verurteilter Aktivismus? Und da das Stichwort Apple bereits fiel: Ist das neue «Creator Studio Bundle» der Moment, wo die Software-Abonnements endgültig gewonnen haben – oder eine Gelegenheit, Pages, Numbers, Keynote und den anderen Anwendungsprogrammen aus Cupertino endgültig den Rücken zuzukehren?
Jürg Schlienger ist Dozent und Ausbildner und er bezeichnet sich selbst als «KI-Enthusiasten» und «Übermorgengestalter». Sein Fachbuch mit dem Titel «Grundlagen der künstlichen Intelligenz» hat den Anspruch, die KI verständlich zu machen, ohne dass man gleich ein Informatikstudium absolvieren müsste. Er erklärt, wie die KI funktioniert, was sie kann – und wo die Grenzen liegen. Wir sprechen mit ihm über seine Erfahrungen mit der KI und fragen nach seinen Tipps im Umgang mit dieser neuen Kulturtechnik.
Wir starten mit steilen Thesen ins neue Jahr: Wir spekulieren darüber, welche Wendungen die Computerhistorie nehmen könnte. Wir lassen uns von gewissem Wunschdenken beeinflussen, loten Horrorszenarien aus – aber wir bleiben auf dem Boden des Möglichen. Das heisst, nein, leider wird auch in dieser Sendung Apple nicht in ein basisdemokratisch organisiertes Entwicklerkollektiv umgewandelt, Mark Zuckerberg nicht zusammen mit Elon Musk auf dem Mars ausgesetzt, Twitter wird nicht liquidiert, ChatGPT nicht nur noch in Züritütsch angeboten und Clouddienstleistungen auch nicht bei Gefängnisstrafe verboten. Hingegen postulieren wir, dass sich der Widerstand gegen die künstliche Intelligenz formieren wird, die KI-Blase platzt, die Konzerne mehr Geld mit ihren Sprachmodellen scheffeln wollen und der Frust bei der Datenschutz-bewussten Bevölkerung rasant anwächst. Und dass die UKW-Querelen weitergehen. Falls ihr eigene Prognosen habt, teilt sie uns mit. Wir kommen in einer der künftigen Sendungen gern auf sie zurück.
Jetzt ist es soweit: 2025 ist fast überstanden und unser Realitätsabgleich biegt auf die Zielgerade ein. Doch bevor ihr unsere Auf- und Absteiger des Jahres erfahrt, müsst ihr noch einige unangenehme Dinge über euch ergehen lassen. Bei den digitalen Inhalten haben wir zwar einige tolle Top-Nennungen zu bieten. Sie wiegen die Klagen und Sorgen aus dem Flop-Bereich bedauerlicherweise nicht ansatzweise auf: Das Streaming, der AI Slop, die Enshittification und Weltwoche Daily – das Elend kennt kaum ein Ende. Auch die Absteiger von 2025 verderben uns kurzfristig die fröhliche Stimmung. Unser Jahresrückblick lässt keinen Zweifel daran, dass 2025 viele Wendungen zum Schlechteren brachte und als ungewöhnlich düster in die Geschichte eingehen wird. Können die Aufsteiger so ausreichend Optimismus für einen angenehmen Ausklang des Jahres verbreiten? Ja, denn auch die kleinen Dinge machen Spass und beweisen, dass nicht alles schlechter wurde. Und wie immer ist unsere grösste Freude, mit euch auf 2026 anzustossen. Wir wünschen einen guten Start und freuen uns, wenn ihr uns in unserem 17. Jahr die Treue haltet. Nebenbei bemerkt, dauert es nur noch zwölf Monate, bis wir volljährig sind. Wie sich das aufs Programm auswirken wird, ist völlig offen.
Gute Software funktioniert einfach – und fällt daher nicht auf. Trotzdem haben wir es geschafft, unsere Rubrik der Top-Apps mit hochkarätigen Nominierungen zu bespielen: Ein ganzes Dutzend an Vorschlägen für solide, zuverlässig arbeitende Programme bringen wir zusammen, die sich sehen lassen können. Doch wie üblich in unserem Jahresrückblick loben wir nicht nur, sondern kritisieren auch. Und dieses Jahr gibt es einiges zu kritisieren – denn allein die KI erzeugt softwaremässig jede Menge Kollateralschäden. Das ist nicht alles, was die zweite Folge unseres digitalen Realitätsabgleichs zu bieten hat. Wir behandeln auch die Höhepunkte und Abschiffer von 2025 aus dem Web. Und unsere Tops sind (mit etwas Glück) auch für euch eine echte Fundgrube.
Es ist wieder so weit: Die beliebteste Rubrik aus dem Nerdfunk ist am Start. Wir läuten die Feiertage mit dem ersten Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks ein. Wie üblich lassen wir das Jahr anhand unserer bewährten Kategorien Revue passieren und beginnen mit unseren Lieblings-Gadgets des Jahres. Die Auswahl ist wie immer überraschend, vielfältig und teilweise fragwürdig. In diesem Jahr zeigt sich noch deutlicher als in früheren Jahren, dass uns oft nicht die Geräte aus dem Luxussegment in den Bann schlagen, sondern dass der Charme von Low-Tech, die Nachhaltigkeit und Reparierbarkeit uns in den Bann schlagen. Nebst den tollen Gadgets kommen auch die Flops zum Zug: Das sind Gerätschaften, die von ihren Herstellern vernachlässigt und darum nicht mehr benutzt werden können. Auch eine ständige Quelle für Frust: Zu komplexe, fehleranfällige, viel zu hogezüchtete und zu indiskrete elektronische Utensilien. Und ja, für die fehlende Mikrofondisziplin entschuldigen wir uns: Nächste Woche wird weniger in die Jingles gequatscht.
In unserer letzten regulären Sendung vor dem Jahresende besprechen wir die wichtigsten Themen, die die digitale Welt davon abhalten, vorzeitig in Ferienstimmung zu verfallen: Elon Musk will die EU abschaffen, weil sie Twitter (X) eine Millionenbusse aufbrummt. Australien verbietet die sozialen Medien für Jugendliche und scheint dabei einen Nerv zu treffen – auch andere Länder überlegen sich, ähnliche Gesetze einzuführen. Ist das sinnvoll oder bloss eine Scheinlösung, die allerlei Probleme nach sich zieht – zum Beispiel die des Altersnachweises? Und schliesslich: Was ist eigentlich bei Apple los? Wichtige Leute räumen ihre Posten und die Stimmen mehren sich, der langjährige Chef plane seine Pensionierung. Wie würde die Ära nach Tim Cook ausehen? In einer Woche beginnt unser Jahresfinale: Wir starten mit der ersten Folge unseres dreiteiligen digitalen Realitätsabgleichs – unseres grossen Jahresrückblicks zu Gadgets, Apps, den Highlights und Abstürzen im Web und natürlich den Auf- und Absteigern von 2025.
Nerdy Christmas

Nerdy Christmas

2025-12-0231:26

Weihnachten steht vor der Tür. Wir haben eine Anleitung, wie man die Weihnachtstage überstehen kann und welches Pflichtprogramm dazu gehört – vom Essen, über die Filme bis zur Familienberatung in digitalen Belangen: Natürlich mit Tipps, was gut ankommt und was dem Nerd von Welt die Weihnachtslaune verdirbt. Heute zu hundert Prozent KI-frei!
Die Analyse ist überaus düster, die Martin Andree in seinen beiden Büchern (Big Tech muss weg! und Krieg der Medien) zeichnet. Der Kölner Medienwissenschaftler beschreibt, wie die grossen Tech-Unternehmen das Internet vereinnahmt haben und mittels Algorithmen die Meinung steuern und zu einer grossen Gefahr für die freie Meinungsbildung, den Journalismus und die Demokratie geworden sind. Ihnen ist es gelungen, sich zu einem grossen Teil gegen Kritik zu immunisieren, weil die Kritiker selbst auf die Plattformen angewiesen sind und fürchten, durch zu harte Urteile abgestraft zu werden. Es kommt hinzu: Europa ist technologisch von den USA abhängig. Und wie sich 2025 deutlich zeigte, wird diese Abhängigkeit ausgenutzt: Die Allianz aus «Dark Tech», wie Andree sie nennt, und den Populisten in der Trump-Regierung sieht Regulierungsversuche als feindlichen Akt. Als Fortsetzung des Nerdfunks 773 reden wir darüber, ob sich das freie Netz noch retten lässt oder ob die Vereinnahmung unumkehrbar ist. Andree ist pessimistisch und sieht die Chance bereits als gering an. Als vielversprechendsten Weg beschreibt er einen «demokratischen Aufstand Europas», bei dem der digitale Feudalismus durch demokratische Strukturen kontrastiert würden. Wir diskutieren die Massnahmen, bewerten die Chancen und überlegen uns, ob wir uns auf eine Zukunft einstellen müssen, in der eine kleine, aber wirtschaftlich annähernd irrelevante Gegenkultur die einzige Opposition gegen die Tech-Konzerne bilden wird.
Es gibt zwar keine Studien, mit denen sich die Entwicklung beweisen liesse. Doch der Trend scheint klar: Immer mehr Arbeit verlagert sich von lokal installierten Programmen in die Cloud. Unter Windows, am Mac und am Linux-Computer verbringen wir die allermeiste Arbeitszeit im Browser und in der Cloud. Die bunte Vielfalt an Programmen ist weitgehend überflüssig. Und die einst lebendige Shareware- und Freeware-Szene wirkt wie ein Relikt aus vergangener Zeit. Sogar bei den App-Stores für die Mobilgeräte tut sich nicht mehr viel – mit Ausnahme vielleicht der Games. Wir analysieren, blicken zurück und geben Tipps zu dem Programm, das von dieser Entwicklung profitiert – dem Browser.
Es gibt einige Leute, die dem offenen, unabhängigen Internet das Totenglöcklein läuten: Medienwissenschaftler Martin Andree bezeichnete das Web in seinem Buch «Big Tech muss weg!» 2023 als riesigen Friedhof. Und dieser Tage geben Verlagsmanager die Parole aus, zum Überleben müssten die Medien die Mechanismen von Google, Meta und Tiktok kopieren und selbst zu «Silos» werden – also zu grossen Plattformen, die das Publikum möglichst lange binden. Sind das Panikmacher – oder steht es so schlimm? Wir versuchen, anhand unserer eigenen bescheidenen Möglichkeiten einen Eindruck davon zu bekommen, ob es den Tech-Konzernen tatsächlich gelungen ist, unsere Aufmerksamkeit zu monopolisieren. Wir klären ab, ob die Gen Z mit ihrer Tiktok-Hörigkeit alles noch viel schlimmer macht, wie manche behaupten. Und wir diskutieren die Vorschläge Martin Andrees, wie sich das Netz vielleicht doch noch retten lässt.
Patch Tuesday mit den Neuigkeiten der letzten Zeit aus der digitalen Welt. Und viel ist passiert: Apple fährt einen Rekordgewinn ein und ist mit 4000 Milliarden Dollar doppelt so wertvoll wie alle Schweizer Firmen zusammen. Die Cloud läuft nicht so zuverlässig, wie sie sollte – weil viele Unternehmen bei Azure und AWS alle ihre wichtigen Daten lagern. Elon Musk lässt eine seltsame, KI-generierte Zombie-Variante von Wikipedia auf die Welt los. Und der Armeechef Thomas Süssli möchte nicht, dass seine geheimen Strategiepläne auf Microsofts Servern gespeichert werden. Und während erste Unternehmen Haushaltsroboter entwickeln, die – derzeit noch für sehr viel Geld – universelle Haushaltsarbeiten erledigen können sollen, ist Amazon dabei, einen Grossteil der Arbeiten mittels Maschinen zu erledigen. Das könnte auf mittlere Frist über eine halbe Million Arbeitsplätze kosten.
Wohin wird uns die KI noch bringen? In den letzten Monaten sind Apps wie Sora 2 oder Veo 3 von Google erschienen, welche jetzt auch Sprache in die Videos integrieren. KI ist ein mächtiges Tool, aber setzen wir dieses auch richtig ein oder werden wir durch die Nutzung immer dümmer? Wir versuchen einen philosophischen Ansatz …
Spotify bringt regelmässig neue Funktionen. Im Frühling wurde das Angebot an Hörbüchern ausgebaut. Ausserdem lässt sich Musik nun endlich in verlustfrei komprimierter Form wiedergeben – eine Möglichkeit, die viele sehnlichst erwartet und die die meisten anderen Streaminganbieter auch längst im Angebot haben. Und zwar ohne dass es dafür ein teureres Pro-Abo braucht, wie im Vorfeld spekuliert worden war. Alles im Butter, also? Nein. Denn bei vielen überwiegt der Unmut über den bekanntesten Streaminganbieter. Die Liste der Kritikpunkte ist lang: • Erst im September setzte er eine allgemeine Preiserhöhung durch. • Er tut nichts gegen die Flut an KI-Titeln, mit denen die richtigen Künstlerinnen und Künstler ihre Einnahmen teilen müssen. • Er manipuliert den Algorithmus für die automatischen Empfehlungen, um Musikschaffende zu bevorzugen, die im Gegenzug auf einen Teil ihrer Tantiemen verzichten. • Daniel Eck investiert in eine deutsche Rüstungsfirma und provozierte damit einen Boykott durch Indiebands. • Und als ob das nicht genügend Kritikpunkte wären, zeigt eine Studie, dass wegen des Streamings die Musik immer gleichförmiger wird und so produziert ist, dass die Hörerinnen und Hörer bloss keinen Impuls entwickeln, den «Skip»-Knopf zu betätigen. Wir lesen den Schweden die Leviten und diskutieren darüber, was nun zu tun ist. Wechseln zu Apple Music oder Deezer? Oder ist die eigene Plattensammlung wieder angesagt?
Hat Digichris seine Liebe für Würgeschlangen entdeckt? Nein, als er neulich fand, wir müssten dringend über Python sprechen, meinte er nicht das Tier, sondern die Programmiersprache – deren Name übrigens nicht direkt aufs Reptil, sondern auf die Komikertruppe um John Cleese, Terry Gilliam und Eric Idle zurückgeht. Also sprechen wir über Python: Das ist jene Programmiersprache, die sich besonders für Einsteigerinnen und Einsteiger eignet. Sie ist leicht lesbar, pflegeleicht, vielseitig und kommt heute oft zum Zug – ganz anders die Sprachen Basic und Pascal, die Matthias damals lernte. Wir werfen auch einen Seitenblick auf die anderen heute angesagten Sprachen wie Javascript und C#, schnöden ein bisschen über PHP und fragen uns, was es wohl mit «Brainfuck» auf sich hat. Nebst den Sprachen selbst kommen wir um einen bemerkenswerten Aspekt nicht herum: Vor zehn Jahren unternahmen die Tech-Konzerne eine Bildungsinitiative. Mit Plattformen wie «The Hour of Code» wollten sie das Programmieren auf breiter Basis fördern und in den Lehrplänen verankern. Nicht nur Bill Gates und Mark Zuckerberg setzten sich für dieses Ziel ein, sondern auch der damalige US-Präsident Barack Obama. Heute mehren sich die Anzeichen, dass dieses Unterfangen damals nicht so uneigennützig war, wie es den Anschein hatte: Die Konzerne wollten sicherstellen, dass ihnen genügend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Doch die Jobs, die damals versprochen wurden, blieben sie zu einem beträchtlichen Teil schuldig. Heute bekommen in den USA oft nur Absolventen von Top-Unis eine Stelle als Softwareentwickler – oder günstigere Einwanderer. Das Problem verschärft sich obendrein, weil die KI Programmcode günstiger und schneller schreibt als Menschen. Das Stichwort dazu ist Vibe Coding: Code, der zum grossen Teil von ChatGPT und Konsorten stammt. Er gibt einen riesigen Rationalisierungsanreiz – und eröffnet gleichzeitig riesige Sicherheitsprobleme. Steuern wir auf ein Schlamassel zu? Erste Anzeichen dafür gibt es.
Drohnen über Flughäfen, Cyberangriffe nicht nur auf Check-in-Systeme in Heathrow und Berlin, sondern auch auf Brauereien. Und als ob das nicht schon News genug wären für eine neue Folge von Patch Tuesday lanciert OpenAI ein soziales Netzwerk mit künstlicher Intelligenz, in dem sich Avatare an unserer Stelle in Szene setzen. Neutral formuliert, könnte man sagen: Da ist einiges los. Wir versuchen uns an einer Einordnung der wichtigen Themen aus dem digitalen Bereich der letzten vier Wochen. Zur Entspannung haben wir auch einige weniger kontroverse Themen auf Lager. Zum Beispiel die neue Hardware, die Amazon lanciert hat – und die uns zur Frage bringt, ob das Smarthome nun endlich vor dem Durchbruch steht (naja, zumindest bei den Leuten, die sich von Cyberangriffen nicht abschrecken lassen).
Mit der heutigen Sendung schliessen wir an die E-ID-Abstimmung vom vergangenen Wochenende an. Das Stimmvolk hat den elektronischen Identitätsnachweis angenommen – aber denkbar knapp. Was ist schuld am überraschend geringen Rückhalt der E-ID in der Bevölkerung? Ist es der schlechte Leistungsausweis des Bundes bei IT-Projekten? Hat die zweite Vorlage zur Abschaffung des Mietwerts für unerwartet grosse Mobilisierung gesorgt? Haben die Stimmberechtigten ihr Misstrauen gegenüber den Tech-Konzernen (auf vielleicht unfaire Weise) auf den Staat übertragen? Oder stimmt die Vermutung mancher Politbeobachter, dass sich eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der Digitalisierung und dem Fortschritt Bahn gebrochen hat? Nebst der politischen Analyse wechseln wir auf die persönliche Ebene und fragen uns, wo bei uns die Fortschrittsmüdigkeit einsetzt und welche analogen Gewohnheiten wir auch weiterhin aufrechterhalten werden – gleichgültig, was an Innovationen in den Bereichen kommen mag.
Das Retrogames-Revival

Das Retrogames-Revival

2025-09-2338:26

Warum erleben Retrogames ein Revival? Sind es die Erinnerungen an früher? Ist es das einfache Gameplay? Oder ist es die simple Grafik, die ihren eigenen Charme hat? Wir sprechen darüber, welche Games bei uns in Erinnerung blieben und was die alten Spiele bei uns auslösen.
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