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Almuths Pausen-T
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Almuths Pausen-T

Author: Almuth Schult und Roman Gerth

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Donnerstag ist Pausenzeit – und zwar Zeit für Almuths Pausen-T. Die Welttorhüterin von 2014 und Olympiasiegerin 2016 mit Deutschlands Fußballerinnen Almuth Schult stellt hier ihr Thema oder ihre These der Woche vor. Co-Host Roman Gerth, Reporter beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter anderem für die DFB-Elf, muss sich davon überraschen lassen. Er kennt es vorher nicht, ist also in der gleichen Situation wie ihr, liebe Hörerinnen und Hörer. Und dann wird diskutiert. Davon darf man sich neue Erkenntnisse, interessante Einblicke und auch spannende Anekdoten aus Almuths noch immer aktiver Profilaufbahn erhoffen – aktuell aus den USA. Ein etwas anderes Tippspiel mit Überraschungspotenzial ist auch dabei. Die neue Folge gibt es jede Woche immer donnerstags ab 18 Uhr!

Almuths Pausen-T bei Instagram:
https://www.instagram.com/almuths_pausen_t/?hl=de

Roman Gerth bei Instagram: https://www.instagram.com/romger94/?hl=de
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Eine Glanzleistung in Madrid, beim 2:1 des FC Bayern gegen Real im Viertlfinal-Hinspiel der Champions League, reicht aus: Manuel Neuer wird wieder in den Torhüter-Olymp gehoben. Aber was bedeutet das für die Zukunft des mittlerweile 40 Jahre alten Weltmeisters von 2014? Almuth Schult ist sicher, dass Neuer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, in München weitermacht: „Erstens, um seinen Nachfolger Jonas Urbig weiter anzulernen und zweitens, der Mannschaft weiterhin etwas Außergewöhnliches zu geben.“ Die WM-Diskussion, also eine Rückkehr in die DFB-Elf, erachtet sie als „tot“, Roman hält die Debatte trotz Neuers Glanzparaden im Bernabéu ebenfalls für „sinnlos“. Almuth fällt dabei auf, dass Neuer weiterhin „polarisiert“, über ihn werde nur in Extremen gesprochen. Roman stimmt leicht ironisch zu: „Entweder ist er extrem gut, extrem oft verletzt oder extrem alt.“
Almuth sagt: „Diese Play-offs haben richtig Lust auf die WM gemacht.“ Die Italiener werden das anders sehen, muss der viermalige Weltmeister doch tatsächlich zum dritten Mal in Folge beim größten Fußball-Turnier auf dem Globus wieder zuschauen. Roman sieht das auch an einer anderen Stelle anders: „Schweden ist Letzter in der Qualifikationsgruppe geworden, darf aber über den Pfad der Nations League doch noch teilnehmen. Das ist ein unfair.“ Almuth hebt lieber einige tolle Leistungen hervor, etwa die der Tschechen gegen Dänemark – oder eben der Bosnier gegen die Italiener. Bei der Squadra Azzurra hat dagegen Torhüter Gianluigi Donnarumma, „einer der letzten Superstars“ (Roman) im Team, für einen großen Aufreger gesorgt.
„Im Profifußball gelten Schwule immer noch als Außerirdische“ – mit diesem Satz ging Christian Dobrick gerade an die Öffentlichkeit. Der gebürtige Flensburger, der die U19 des Bundesligisten FC St. Pauli trainiert, sagte das im Interview mit RTL/ntv. Dobrick outete sich dort als homosexuell, was noch kein Coach oder aktiver Spieler eines Profifußballklubs zuvor getan hatte. Almuth ist das Thema eine Herzensangelegenheit: „Ich habe mich richtig gefreut, als ich diese Nachricht gelesen habe.“ Zugleich sorgt sie sich um die Aussage, die der Hamburger Jugendtrainer auch getroffen hat: „Christian Dobrick hat gesagt, dass er nicht weiß, ob ihm dieses Coming-out seine Karriere verbauen kann. Das ist einfach traurig.“ Roman richtet einen Appell an den Mut, den es doch eigentlich nicht brauchen sollte: „Die Zeit ist jetzt.“
Sie ist zurück! Nein, nicht auf der großen Weltfußballbühne, aber Almuth stand nach fast anderthalb Jahren am vergangenen Wochenende - als Feldspielerin wohlgemerkt - wieder auf dem Platz. Beim Frauenteam ihres Heimatvereins überraschte sie (fast) alle in einem Kreispokal-Spiel, 90 Minuten lang zeigte sie ihr Können. Wie sie ihr erstes Tor beschreibt, wie sie die knappe 3:4-Niederlage bewertet, was sie mit „Fußfasching“ meint – und vor allem: wie sie das mediale Echo erlebt, das diese eigentlich als heimliches Comeback geplante Story zur Folge hatte, erfahrt ihr in dieser Folge. Außerdem geht es um die Entscheidung, dem Senegal mit einiger Verspätung den Afrika-Cup-Titel abzuerkennen und Marokko zum Sieger zu erklären sowie die schrägen Bilder der Bayern-Stars im Umgang mit TV-Expertin (und Almuths ehemaliger Zimmerkollegin) Tabea Kemme. Hat unsere Olympiasiegerin so was auch schon erlebt? Das verrät sie in dieser Episode – Spannung garantiert!
„Fußball ist noch ein verbindendes Element, aber nicht in jeder Lebenslage“, sagt Almuth. Roman erwidert: „Das noch würde ich streichen.“ Wegen der weltpolitisch angespannten Lage lässt sich die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko kaum mehr nur isoliert als sportliches Event betrachten. Wegen des Kriegs hat Irans Sportminister nun angekündigt, dass die für das Turnier qualifizierte iranische Nationalelf wohl nicht antreten werde. „Für die Fifa ist es total einfach, wenn der Iran das selbst sagt“, meint Roman. So könne dann der Weltverband den Regularien entsprechend einen Ersatzteilnehmer benennen, ohne selbst über den Iran entscheiden zu müssen. Von einem befreiten Fußball-Fest, bei dem Fans unterschiedlicher Nationen friedlich zusammenkommen, bleibt unter diesen Umständen aber wenig übrig. Almuth: „Es ist schon viel passiert, aber ich hätte vor einem halben Jahr nicht gedacht, dass wir jetzt an diesem Punkt sind.“
Almuth stellt die These auf: „Als Bundestrainer kann man Experimente in seinen Spielen gar nicht ausschließen.“ Christian Wück, Coach der DFB-Frauen, hatte zum Start in die WM-Quali gegen Slowenien (5:0) zwar zuerst angekündigt, nichts ausprobieren zu wollen, es dann am Ende aber doch getan. Weil einige Spielerinnen verletzt ausgefallen waren, musste er gerade in der Offensive umstellen. Wück tat das aber auch auf anderen Positionen – weil er es wollte. Roman meint: „In dieser Gruppe kann und darf nichts schiefgehen“, es geht noch gegen Norwegen und Österreich. „Dieses Experimentieren wird nicht aufhören“, mutmaßt Almuth daher. Bis zur WM 2027 ist es nicht mehr allzu weit. Ist das also die richtige Entscheidung von Wück, um seine Top-Elf zu finden?
Almuth und Roman sprechen nach den dramatischen Rückspielen in den Achtelfinal-Playoffs der Champions League ausführlich über das Ende aller Träume von Borussia Dortmund. „Irgendwie ist es immer gleich beim BVB“, sagt Roman. Almuth meint, immerhin werde es den Fans der Schwarz-Gelben mit all ihrer Leidenschaft nie langweilig. Doch nicht nur beim späten K.o. der Dortmunder in Bergamo inklusive später Farbenspiele war richtig was los in der Königsklasse: Juventus holte in Unterzahl auf, rettete sich in die Verlängerung, aber Galatasaray setzte sich durch. Paris musste im französischen Duell mit Monaco noch zittern. Und Vini Jr. hat das Duell mit Benfica, das durch den Rassismus-Eklat im Hinspiel überschattet wurde, am Ende entschieden. Almuth meint: „Die Champions League bringt einfach immer Spektakel.“
Kannten Sie diese Statistik schon? Die aktuell erst- bis sechstplatzierten Mannschaften der Bundesliga sind historisch gut. Nach 22 Spieltagen zeigen der FC Bayern, Borussia Dortmund, die TSG Hoffenheim, RB Leipzig, der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen eine ungeahnte Dominanz. Weder in der Heim- noch in der Auswärtstabelle drängen andere Teams in die vorderen sechs Ränge, alle sechs haben mindestens zwölf Spiele gewonnen, nur diese sechs haben ligaweit ein positives Torverhältnis – und das sogar im zweistelligen Bereich. „Am 22. Spieltag gab es noch nie so eine klare Konstellation in Richtung der internationalen Plätze“, sagt Almuth und meint: „Das ist ein konkurrenzfähiges Sixpack“, auch international. „Ein Sixpack, das sich sehen lassen kann“, stimmt auch Roman zu. Dass unter all diesen derzeit sechs dominierenden Mannschaften der Tabellenführer FC Bayern München mit sechs Punkten Vorsprung auf den BVB noch hervorsticht, ist beeindruckend – das Torverhältnis lautet 82:19.
In Mainz wurde er nicht glücklich, in Augsburg erst über Umwege – doch letztlich führte der Weg von Finn Dahmen sogar bis in die Nationalmannschaft. Wie das gesamte Team der Fuggerstädter stabilisiert sich der Torwart gerade wieder, nachdem es zu Beginn der Saison kriselte. Noch überraschender als Dahmens Aufstieg ist aber der des schon 35 Jahre alten Mainzer Keepers Daniel Batz. Bei Dahmens Ex-Verein, wo Robin Zentner verletzt seit Monaten ausfällt, ist der langjährige Drittliga-Schlussmann plötzlich die Nummer eins eines Bundesligisten. „Das zeigt, wie eng der Profifußball in Deutschland zusammen ist“, sagt Almuth: „Nominell denkt man, ein Drittliga-Torwart wird nicht das Niveau haben, um in der ersten Liga bestehen zu können. Doch es kommt auf die Förderer und, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, an.“ Roman bestätigt den Eindruck, der sich längst nicht nur auf Torhüter reduzieren lässt. Außerdem geht es in der Folge um das wiederkehrende Pech von Marc-André ter Stegen und die damit gestiegenen WM-Chancen von Oliver Baumann.
Was fehlt den deutschen Fußballerinnen, die bei der EM und im Nations-League-Finale gegen die Dominatorinnen aus Spanien gescheitert sind, zum nächsten Titel? „Ein Knipser“, sagt Alex Popp, eine Expertin dieses Fachs - sie ist die drittbeste Torjägerin in der Geschichte der DFB-Frauen -, im zweiten Teil des Interviews. Die Wolfsburger Stürmerin, die dreimal Deutschlands Fußballerin des Jahres war und 2016 mit Almuth die Goldmedaille bei Olympia holte, meint: „Die Einzige, die sehr häufig für richtig Torgefahr gesorgt hat, war Klara Bühl mit ihren Einzelaktionen.“ Popp sieht in Nicole Anyomi viel Potenzial - und nennt außerdem eine andere Option, die unter Bundestrainer Christian Wück auf einer anderen Position gesehen wird. Welche Stärken die Ex-Nationalspielerin beim aktuellen Team sieht, wie sie die Entwicklung bis zur EM im eigenen Land sieht - und wie sie ihre eigene Zukunft entscheidet, verrät „Poppi“ ebenfalls.
Sie ist die dritterfolgreichste Torjägerin in der Geschichte der deutschen Frauen-Nationalelf – und hat seit 2012 beim VfL Wolfsburg zweimal die Champions League, siebenmal die Meisterschaft und elfmal den Pokal gewonnen: Alexandra Popp. Die 34-Jährige sagt in Teil 1 des Interviews, welche Entwicklungen in der Frauen-Bundesliga aus ihrer Sicht notwendig sind, um nach der Gründung des FBL e.v. weitere Schritte in der Professionalisierung zu machen. Die sportliche Qualität bewertet Popp gerade durch die Neulinge HSV und Union Berlin positiv, da beide „nicht nur große Stadien und eine Menge Fans mitbringen, sondern auch einen guten Ball spielen.“ Außerdem blickt sie auf die europäische Wettbewerbsfähigkeit, erzählt, welches Ziel im Ausland sie reizt - und, wie sie mit Hasskommentaren im Netz umgeht.
„In irgendeiner Weise muss der Senegal bestraft werden. Ob es die Wertung ist, wage ich zu bezweifeln, aber in anderer Art und Weise müssten sie eine Strafe auferlegt bekommen, weil sie auf unlautere Weise das Spielfeld verlassen haben.“ Almuth findet klare Worte für das Verhalten des Afrika-Cup-Siegers im Finale von Rabat. Spieler, die den Platz aus Boykott gegen einen Elfmeter von Gastgeber Marokko verlassen, Tumulte auf den Tribünen – das muss doch Folgen haben. Oder? Roman spricht von der „Schande von Rabat“. Marokko hat bereits Schritte bei der Fifa und beim afrikanischen Verband Caf angekündigt. Almuth stellt noch einen Vergleich zum damaligen Feuerzeugwurf eines Union-Fans her, als das Spiel gegen Bochum abgebrochen und danach für den VfL gewertet worden ist.
An den Job als Trainer von Mainz 05 waren in den vergangenen Jahren klare Anforderungen geknüpft. Vor allem, was den Namen betrifft, ging an Bo - erst Svensson, dann Henriksen - kein Weg vorbei. Bis jetzt ein gewisser Urs zum Karnevalsklub kam, der als Fischer wieder Punkte beim zuvor abgeschlagenen Schlusslicht angelt. Der Ex-Köpenicker ist da – und die 05er plötzlich wieder auf Kurs! In dieser Folge werfen Almuth und Roman einen Blick auf den neuen Trainer der Mainzer, seine ersten Spiele und, warum sein Ansatz so schnell greift. Was sich nicht zuletzt an Neuzugang und dem wiedererstarkten Nadiem Amiri ablesen lässt, die sich im Sky-Interview kaum einkriegen können. Jetzt reinhören und mitdiskutieren!
Wer hat in der bisherigen Hinrunde der Bundesliga besonders beeindruckt, seine Leistung als Neuzugang voll abgerufen oder aber die Form der Vorsaison bestätigt? „Harry Kane ist immer zu nennen“, sagt Roman. Almuth meint: „Das ist einer, der bestätigt hat.“ Dazu gehört auch dessen Bayern-Kollege Michael Olise. In München als Sommer-Transfer eingeschlagen hat außerdem Luis Diaz. „Der hat auch geliefert“, sagt Almuth. Die jungen Newcomer Lennart Karl und Said El Mala konnten ebenso auf sich aufmerksam machen. Derweil bahnt sich im Tor von Eintracht Frankfurt ein erneuter Wechsel an: Kaua Santos, der junge Brasilianer, wird Michael Zetterer vorerst wieder als Nummer eins ablösen. Almuth warnt vor einem möglichen Zweikampf, der für noch mehr Unruhe sorgt: „Santos erst den Status als Nummer eins zu geben, ihn dann rauszunehmen, wenn es nicht so läuft, das kann dir auch einen Knacks geben.“ Es sei ein Problem, dass der junge Keeper „keine Spielpraxis hat“. Da sei es angebracht, dass er nicht nur ein Spiel bekommt.
Zum Start ins WM-Jahr 2026 sprechen Almuth und Roman über all das, was 2025 diesen Podcast, aber auch insgesamt die ganze Welt des Fußballs ausgemacht hat. Rund um den Jahreswechsel geht es etwas lockerer zu. Dennoch gibt es genug Themen - wie fliegende Pfeile, wilde Trainerentlassungen in Kamerun rund um den Afrika Cup und neue aberwitzige Ideen von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Außerdem wählt Almuth aus Vorschlägen von Roman den besten Folgen-Titel des Jahres. Es wird entspannt zum Jahresstart. In diesem Sinne: all unseren Hörerinnen und Hörern ein frohes und gesundes 2026!
Im zweiten Teil des Gesprächs mit Kathy Hendrich erzählt die 90-malige Nationalspielerin von ihrem allerersten Einsatz mit Chicago in den USA – der viel über ihre Essgewohnheiten vor Spielen aussagt. „Ich saß auf der Bank und hatte Hunger. Wenn du nachher reinkommst, willst du nicht mit Hunger auf den Platz gehen“, erinnert sich Kathy. Die Team-Physiotherapeutin habe dann im VIP-Raum „einen warmen Bagel toasten lassen mit irgendeinem geschmolzenen Käse. Ich hatte keine andere Wahl, sonst wäre ich auf dem Platz umgekippt“. Von welcher Süßspeise aus ihrer belgischen Heimat sie nicht genug kriegen kann, was ihr Wechsel in die USA mit ihrem Selbstvertrauen macht, wie die dortige Mentalität im Sport sich von der in Deutschland unterscheidet – und welche Ideen sie für die Männer-WM 2026 hat, verrät sie im Gespräch mit Almuth und Roman ebenfalls. Unseren treuen Zuhörerinnen und Zuhörern wünschen wir frohe Weihnachten!
Anfang Dezember, im verlorenen Final-Rückspiel der Nations League gegen Spanien (0:3), bestritt Kathy Hendrich ihr 90. Länderspiel für die DFB-Frauen. Wie viele kommen noch dazu? „Wenn ich fit bin, spricht nichts dagegen, weiterzumachen. Das habe ich dem Trainer auch so gesagt“, erzählt die 33-Jährige in der heutigen Episode. Und Bundestrainer Christian Wück setzt gern auf ihre Dienste. Im Sommer 2025 zog es Kathy, die erfolgreich in Frankfurt, Bayern und Wolfsburg gespielt hat, in die USA. Die Olympiasiegerin von 2016, wo sie als Teil des erweiterten deutschen Kaders über Gold jubeln durfte, spricht in dieser Interview-Folge ausführlich über die allgemeine Entwicklung des Frauenfußballs, den Weg der DFB-Frauen, die Heim-EM 2029, die Professionalisierung der Frauen-Bundesliga – und ein beinahe fatales Lächeln. Außerdem gibt sie Almuth und Roman auch einen kleinen Einblick in die mögliche Zukunftsplanung auf Klub-Ebene. Viel Spaß mit Kathy Hendrich!
Beim FC Liverpool zieht Sturm auf. Sportlich läuft es ohnehin nicht rund, jetzt meckert auch noch Kult-Spieler Mo Salah über seine Einsatzzeiten. Trainer Arne Slot greift ein, berücksichtigt ihn in der Champions League nicht – und Salah redet schon offen von Abschied. „Er könnte sich entschuldigen, aber es wird nicht von Vereinsseite kommen“, sagt Almuth. Die Fronten sind verhärtet. Da stellt sich die grundlegende Frage: Welche Macht haben Fußballprofis ihren Trainern, die formell die Vorgesetzte der Spieler sind, und ihren Vereinen gegenüber? „Der Trainer ist der Chef, der heißt nicht umsonst Cheftrainer, bekommt aber, das ist seltsam, deutlich weniger Geld als diejenigen, für die er Personalverantwortung hat. Damit geht ein Ungleichgewicht einher“, meint Roman. Almuth mutmaßt: „Vielleicht ist es in dem Fall so, dass der Kampf, der sonst nur intern ausgetragen wird, mal öffentlich ausgetragen wird.“
Gemeinsam in Madrid haben Almuth und Roman das Final-Rückspiel gesehen. Deutschlands Fußballerinnen verpassten zwar den Nations-League-Titel; eine Weiterentwicklung ist trotzdem zu erkennen in den Spielen nach der EM, gegen die Weltmeisterinnen trat man in drei von vier Halbzeiten stark auf. Wie geht es nun weiter bis zur EM 2027, die in Brasilien stattfindet? Eine Personalie sorgt dabei für besonders viel Gesprächsstoff: Torhüterin Ann-Katrin Berger (35), die sich eine Fortsetzung ihrer DFB-Karriere bis zum Turnier in anderthalb Jahren offenlässt. „Ich kann mir vorstellen, dass sie selbst diesen Anspruch hat. Es hat sehr lange gedauert, bis sie überhaupt ihr erstes Länderspiel gemacht hat und dann, bis sie die Nummer eins geworden ist“, sagt Almuth. Roman meint: „Es gibt einige Spielerinnen, die braucht es noch mit ihrer Routine.“
Ein Fall für die Pifa? Nein, nicht für den Fußballweltverband Fifa, sondern die „Pippi Langstrumpf Football Association“, frei nach dem Motto: Ich mach‘ mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt. Obwohl Superstar Cristiano Ronaldo im vorletzten Qualifikationsspiel mit Portugal gegen Irland mit Rot vom Platz flog, darf er nach nur einem Spiel trotz drei Partien Sperre wieder auflaufen, die beiden weiteren wurden urplötzlich auf Bewährung ausgesetzt. Die Fifa argumentierte, CR7 habe zuvor nie Rot im Nationaltrikot gesehen, daher werde er begnadigt - und kann direkt im ersten WM-Spiel dabei sein. „Es wird immer angeführt, dass er 226 Länderspiele hat. In seiner Karriere insgesamt hat er aber schon 13 Platzverweise bekommen, er ist kein Kind von Traurigkeit“, sagt Almuth. Roman könnte sich auch Gifa - Gianni Infantino Football Association - als neuen Verbandsnamen vorstellen. Außerdem: Rekord-Sünder Dominik Kohr erhält eine persönliche Einladung in den Podcast.
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Comments (2)

DI RK

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Sep 10th
Reply

Xavier

Sehe es sehr kritisch wenn gesagt wird eine Straftat wie das beleidigen einer Person als hurensohn muss hingenommen werden, wogegen andere Straftaten verfolgt werden müssten. Gibt ja keine gute oder schlechte Straftat.

Mar 6th
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