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Philosophische Spaziergänge
Philosophische Spaziergänge
Author: Reinhard Krenn
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Description
Adäquate Gedanken, die zum Stoff des Lebens passen.
Entwickelt in der Philosophischen Praxis von Reinhard Krenn
45 Episodes
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Reicht ein Heeresbudget, um eine Demokratie zu schützen? In dieser Episode der philosophischen Spaziergänge geht es um die unbequeme Wahrheit dahinter: Die gefährlichsten Schlachten finden im Kopf statt. Von Hegel bis Spinoza, von der Ukraine bis Österreich – Denken als Abwehrübung. Reflexion ist keine Schwäche. Sie ist wehrpflichtig.
Die Sphären von Gesellschaft und Gemeinschaft folgen unterschiedlichen Leitideen. Doch was verbindet sie? Und was wäre für beide eine richtige Praxis?
Allgemein gibt es wohl nichts, das alles verändern kann. Nur auf der Ebene des individuellen Bewusstseins erscheinen beinahe alles verändernde Ereignisse, etwa beim Tod oder der Geburt des Individuums. Dazwischen sind Änderungen schwer, müssen aber dennoch nicht gewaltsam - in Hast und Eile - herbeigeführt werden.
Der Mensch errichtet Abwehrmauern (affektiv, kognitiv, kulturell), die eine Grenze zwischen Innen und Außen schaffen. Diese Mauern sind notwendig, aber zugleich problematisch. Sie schützen, aber sie isolieren auch.
Vom Nutzen bis zum Nachteil individueller und kollektiver Operationen, von der Philosophie als Störenfried der Operation bis hin zum Leben als Operation des Selbst.
Wir leben in interessanten Zeiten. Man kann uns bemitleiden, weil wir auf einem Schlingerkurs in eine ungemütliche Zukunft unterwegs sind. Die Strategie des Daumenhaltens taugt nur etwas für Zuschauer. Die Akteure der Irrfahrt hingegen brauchen freie Hände, die an der geeigneten Stelle und zur rechten Zeit zupacken können.
Über körperliche, soziale und geistige Parcours und den Stein der Weisen.
Ist es nachlässig, wenn man sich auf das Dasein nicht einlässt?
Ein Beitrag zur Entwirrung einer Tatsache und zur richtigen Ordnung und Verknüpfung der Dinge.
Den Sündenbock gibt es nur in einem statischen Modus des gemeinsamen Glaubens an ein Gesetz des Richtigen und Falschen. Der Sündenbock, von dem hier die Rede ist, hinterfragt systematisch seine Identitäten, er übt sich in der Fähigkeit die schwere Last der Leere zu ertragen. Wer Sündenbock werden will, trainiert sich seine Identitäten ab und wird tüchtiger im Nicht-existieren.
Kompromisslos ist der stolze Mensch und der Rechtgläubige, aber wie wird man kompromissfähig?
Vom Anfang und Ende der Simultion.
Vertrauen ist gut, aber Kontrolle durch unser Bewusstsein macht möglicherweise ein sehr gut daraus.
Pflichten pflastern den Lebensweg - aber in welche Richtung wollen wir gehen?
Die Redlichkeit ist wieder in Mode. Aber warum und überhaupt; was und wer ist redlich?
Ein gewisser Grad an Sauberkeit muss sein. Aber übertreiben wir es nicht mit dem Wischen? Woher kommt denn der viele Staub und Kehricht? Hat der Lurch auf die Erfindung des Saugroboters reagiert und tarnt sich neuerdings elektronisch? Und wie entscheiden wir, was in die Kategorie Wisch-und-weg kommt und was wir erwischen und festhalten wollen?
Weil wir geboren wurden und uns in der Kunst des Lebendigseins üben müssen, sind wir zur Bewegung im Lebensfluss verdammt. Irgendwohin treiben oder schwimmen wir immer, und nur unter der Annahme, dass das Leben eine Richtung hat, bekommen die Worte „scheitern“ oder „Unglück“ einen Sinn.Aber wie schwimmt man richtig glücklich im Fluß des Heraklit?
Jede Sache hat das Zeug zur großen Sache und je nach seinen Fähigkeiten hält jeder etwas anderes für die große Sache. Die große Sache ist eine Idee; etwas gedankliches und nichts zum Anfassen. Begreifbar wird sie für andere erst, wenn wir versuchen sie zu realisieren. Zuvor rumort sie nur in unserem Kopf.
Die Ekstase ist der Katapult für wagemutige Raumfahrer:innen des Geistes. Die Ausflüge ins Regellose sind zwar notwendig, aber nicht ungefährlich.
Man sagt Lügen hätten kurze Beine, aber man selbst braucht längere, um dem Phänomen der Lüge hinterher zu kommen. Denn die Lüge hat es eilig, sie will Beute machen, sie will etwas Haben; einen Vorteil oder Gewinn. Möglich, dass die Lüge nur existiert weil es die Wahrheit gibt. Aber dann könnte es entsetzlich lange dauern bis sich die Wahrheit wieder entspinnt. Längst hat der Wille zu Habsucht und Eitelkeit die Erde soweit erhitzt, dass wir die Wahrheit wohl schweißgebadet empfangen müssten.























