DiscoverFreude Am Heute
Freude Am Heute
Claim Ownership

Freude Am Heute

Author: Freude Am Heute

Subscribed: 5Played: 1,316
Share

Description

Ermutigungen für jeden Tag
1223 Episodes
Reverse
Zwei Geschichten zeigen, wie die Macht deiner Worte andere beeinflussen kann: (1) Ein Ministrant diente dem Priester während der Messe. Der Junge war nervös und ließ versehentlich das Weinkännchen fallen. Der Priester schlug ihm heftig ins Gesicht. Dann rief er laut aus: „Verlasse den Altar und komm nie wieder!“ Aus diesem Jungen wurde später Marschall Tito, der kommunistische Diktator, der Jugoslawien jahrzehntelang mit Härte regierte. (2) Ein anderer Junge diente einem Bischof während der Sonntagsmesse. Auch dieser ließ das Weinkännchen fallen. Der Bischof wandte sich ihm zu und flüsterte ihm mit einem Augenzwinkern zu: „Eines Tages wirst du ein großer Priester sein.“ Aus diesem Jungen wurde der Erzbischof Fulton Sheen, dessen Fernsehpredigten von Millionen Amerikanern gesehen wurden. Deine Worte haben die Kraft, aufzubauen oder niederzureißen, zu erleuchten oder zu verwirren, Frieden zu stiften oder Spaltung zu verursachen. Der Spruch „Stöcke und Steine können mir die Knochen brechen, aber Worte können mich nicht verletzen“ ist einfach nicht wahr. Worte können verletzen, manchmal tief. Aber sie können auch Selbstwert aufbauen, Freundschaft stiften, Hoffnung geben, Segen bringen und Heilung bewirken: „Freundliche Worte sind wie Honig – süß für die Seele und gesund für den Körper“ (s.Spr 16,24). Bete also wie David: „Lass die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor dir, HERR“ (Ps 19,15 ZB).
Lobe den Herrn!

Lobe den Herrn!

2026-01-2602:18

In den 150 Psalmen der Bibel ist das vorherrschende Thema: Lobe den Herrn! Das ganze Buch der Psalmen ist wie eine tägliche Erinnerung der Psalmisten an uns. Sie scheinen uns zu sagen: Vergiss nicht, heute den Herrn zu preisen. In Psalm 34 schreibt David: Ich will den HERRN allezeit preisen; nie will ich aufhören, ihn zu rühmen. Mit Leib und Seele lobe ich den HERRN; wer entmutigt ist, soll es hören und sich freuen. Preist mit mir die Größe des HERRN, lasst uns gemeinsam seinen Namen bekannt machen! (Ps 34,2–4 HFA). In Psalm 113,1–3 heißt es: Halleluja! Lobt den HERRN, ihr seine Diener, lobt seinen Namen! Der Name des HERRN sei gepriesen von jetzt an bis in Ewigkeit! Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang sei gelobt der Name des HERRN. In Psalm 118,24 steht: Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; heute wollen wir fröhlich jubeln und unsere Freude haben. In Psalm 119,164 sagt der Psalmist: Siebenmal am Tag preise ich dich. – Wir machen Kaffeepausen, sie hielten Lobpausen. Schließlich kommen wir zu Psalm 150, dem letzten Psalm. In Vers 6, dem letzten Vers des letzten Psalms, heißt es: Alles, was atmet, lobe den HERRN (s.Ps 150,6). Lobt den HERRN! Das bedeutet für dich: Solange du lebst und atmest, bist du dazu bestimmt, Gott zu loben. Was du heute auch tust oder vielleicht auch versäumst, vergiss nicht, den Herrn zu preisen.
Bevor Jesus diese Erde verließ, sagte er zu seinen Jüngern: „Wer an mich glaubt, wird auch die Werke tun, die ich tue“ (Joh 14,12 ELB). Und genau das geschah: „Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder. Man trug die Kranken sogar auf die Straßen, damit, wenn Petrus vorüberging, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiele. Es kamen auch viele aus den umliegenden Städten nach Jerusalem und brachten Kranke. Und sie wurden alle geheilt“ (Apg 5,12.15–16 ELB). Manche sagen vielleicht: „Das geschah nur am Anfang der Apostelgeschichte, um die Botschaft der Auferstehung Christi zu bestätigen.“ Doch schauen wir ans Ende der Apostelgeschichte und sehen uns an, was dreißig Jahre später in der Gemeinde geschah: „In der Umgebung war das Landgut des Ersten der Insel, namens Publius, der uns aufnahm und drei Tage freundlich beherbergte. Es geschah aber, dass der Vater des Publius fieberkrank und an Ruhr darniederlag. Paulus ging zu ihm hinein, betete, legte ihm die Hände auf und heilte ihn. Nach diesem Vorfall kamen auch die übrigen Kranken der Insel herbei und wurden geheilt“ (Apg 28,7–9 ELB). Die neutestamentliche Gemeinde befolgte damit einen der letzten Aufträge Jesu vor seiner Himmelfahrt: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Diese Zeichen aber werden die begleiten, die glauben: In meinem Namen werden sie Kranken die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden“ (Mk 16,15.17–18 ELB). Das bedeutet: Du darfst im Glauben beten und Gott um Heilung bitten.
Juan wuchs in Puerto Rico auf, als Sohn eines Vorarbeiters auf einer Zuckerrohrplantage. Er war eines von acht Kindern und lebte mit seiner Familie in einer Hütte mit drei Räumen, einem Lehmboden und ohne Toilette. Seine erste Arbeit hatte er im Alter von sechs Jahren: Er lenkte Ochsen, um die Felder zu pflügen. Acht Stunden am Tag arbeitete er und bekam dafür einen Dollar. Juan sagte später, dass er auf den Zuckerrohrfeldern wichtige Lektionen fürs Leben gelernt habe: Pünktlich zu sein, hart zu arbeiten, loyal zu bleiben und den Arbeitgebern mit Respekt zu begegnen. Seine Aufgabe und das kleine Einkommen waren eine wichtige Quelle seines Selbstwertgefühls. Mit sieben Jahren fand er eine neue Arbeit auf einem Golfplatz, wo er für Golfspieler Bälle beobachten sollte. Dort begann er davon zu träumen, selbst Golf zu spielen und genug Geld zu verdienen, um sich ein Fahrrad zu kaufen. Je mehr er träumte, desto öfter dachte er: „Warum eigentlich nicht?“ Er bastelte sich seinen ersten Golfschläger; eine leere Blechdose formte er zu einem Ball. Er grub zwei Löcher in die Erde und schlug den Ball zwischen ihnen hin und her. Er trainierte intensiv und wurde richtig gut. In einunddreißig Jahren als Profi gewann Juan „Chi Chi“ Rodríguez viele Turniere und Wettbewerbe. Was können wir von ihm lernen? Zwei Dinge: (1) Sei bereit, klein anzufangen. Die Bibel sagt: „Verachtet nicht den Tag der kleinen Anfänge“ (Sach 4,10 NGÜ). (2) Hab den Mut, groß zu denken, denn du dienst einem großen Gott (s.Eph 3,20).
Im Jahr 1881, kurz nachdem Professor Booker T. Washington Leiter des Tuskegee-Instituts in Alabama geworden war, das Lehrer ausbildete, ging er am Haus einer wohlhabenden Familie vorüber. Die Frau des Hauses hielt ihn für einen der Tagelöhner, die ihr Mann angestellt hatte und bat ihn, Holz zu hacken. Professor Washington lächelte, nickte, zog seinen Mantel aus und hackte Holz. Als er das Holzbündel in die Küche trug, erkannte ihn ein Dienstmädchen, lief zur Herrin und teilte ihr mit, wer es war, der das Holz gehackt hatte. Am nächsten Morgen erschien die Frau in Washingtons Büro und entschuldigte sich: „Ich wusste nicht, wen ich da zur Arbeit geschickt habe.“ Washington antwortete großherzig: „Das ist völlig in Ordnung, gnädige Frau. Ich arbeite gern und freue mich, meinen Freunden einen Gefallen zu tun.“ Die Frau war dermaßen beeindruckt von seiner Haltung und Vergebungsbereitschaft, dass sie dem Institut großzügig spendete und viele wohlhabende Bekannte ebenfalls zum Spenden bewegte. Am Ende brachte Washington dem Institut durch diese eine Aktion ebenso viele Spenden ein wie viele andere Sammelaktionen zusammengenommen. Die Bibel sagt: “In Liebe diene einer dem andern. Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst” (Gal 5,13–14 EÜ). Was können wir von Booker T. Washington lernen? (1) Jeder Same der Freundlichkeit bringt letztendlich eine segensreiche Ernte in dein Leben. (2) Der Weg zu wahrem Fortschritt im Leben führt über Liebe und den Dienst am Nächsten.
Anfang der 1950er Jahre wurde Irwin W. Rosenberg, ein junger Marineoffizier, wegen einer Krebsdiagnose aus dem Militär entlassen, damals ein übliches Verfahren. Der Verlust seiner Stelle war ein harter Schlag für ihn, aber er war entschlossen, sowohl seine Gesundheit als auch seinen Job zurückzugewinnen. Mit Glauben und Entschlossenheit kämpfte er gegen die Krankheit, die seinen Körper befallen hatte. Man gab ihm zeitweise nur noch zwei Wochen zu leben, doch schließlich wurde der Krebs unter Kontrolle gebracht. Irwin richtete nun seinen Blick auf das Ziel, wieder Marineoffizier zu werden. Doch gemäß den Vorschriften war eine Wiedereinstellung nach einer Krebserkrankung ausgeschlossen. Alle sagten ihm: „Gib auf, für eine Wiederaufnahme wäre ein Gesetz des Kongresses erforderlich.“ Das brachte Irwin auf eine Idee: Genau das würde er versuchen! Nach monatelangem Einsatz und vielen bürokratischen Hürden unterschrieb Präsident Truman ein Sondergesetz, das ihm die Wiederaufnahme in die Marine erlaubte. Und was geschah? Irwin W. Rosenberg wurde später Vizeadmiral in der 7. US-Flotte. Es heißt: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Wenn dein Glaube unerschütterlich ist und dein Wille mit dem Willen Gottes übereinstimmt, wird alles möglich. Werft eure Zuversicht nicht weg – sie wird reich belohnt werden. Was ihr jetzt braucht, ist Geduld. Bleibt standhaft, damit ihr, wenn ihr den Willen Gottes erfüllt habt, auch bekommt, was er euch zugesagt hat.
Traue Gott Großes zu

Traue Gott Großes zu

2026-01-2102:16

Manche Menschen glauben, man solle von Gott nicht zu viel erbitten, das sei egoistisch. Aber Gott will, dass du bittest. „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.“ Wenn du nicht bittest, setzt du deinen Glauben nicht frei. Jesus sagte: „Euch geschehe nach eurem Glauben“ (Mt 9,29 ELB). Du musst lernen, mutige Gebete zu sprechen und Gott Großes zuzutrauen. „Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben und die Enden der Erde zu deinem Besitz“ (Ps 2,8 ELB). Das ist ein kühnes Gebet. Aber wenn Gott dich zu kühnem Bitten auffordert, dann deshalb, weil er bereit ist, dein Gebet zu erhören. Vielleicht trägst du einen Traum im Herzen und siehst keinen Weg, wie er Wirklichkeit werden kann. Jesus speiste fünftausend Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen. Er ist ein Gott der Vermehrung. Er kann deine Zeit vermehren, damit du mehr schaffst. Er kann deine Weisheit vermehren, damit du bessere Entscheidungen triffst. Er kann auch deine Finanzen mehren: „Der aber dem Sämann Samen darreicht … möge euren Samen mehren“ (2. Kor 9,10 ELB). Anstatt dich mit bloßem Überleben zufriedenzugeben, will Gott, dass du aufblühst. Eine Mentalität des bloßen Überlebens hält dich von Gottes bestem Segen ab. Stattdessen sage: „Gott, du hast versprochen, dass du all meinen Schaden zu meinem Besten wenden wirst“ (s. Röm 8,28). Ich bin vielleicht durch Feuer, Hungersnot und Flut gegangen, aber ich weiß: Jetzt ist meine Zeit der Gunst. Jetzt ist die Zeit, mehr von deiner Güte in meinem Leben zu sehen. Traue Gott Großes zu.
Das Wort „ermutigen“ bedeutet, aufzubauen, zu stärken, zu motivieren. Es gibt wahrscheinlich Menschen in deinem Leben, die gerade jetzt jemanden brauchen, der ihnen Gutes zuspricht. Du kannst nicht ermessen, wie viel es ihnen bedeutet, wenn du ihnen Anerkennung gibst, ihnen zeigst, dass du stolz auf sie bist und glaubst, dass sie Großes erreichen können. Jeder Mensch braucht Ermutigung. Welche Saat säst du in deine Kinder, deinen Ehepartner, deine Freunde? Glaubst du an jemanden? Hast du es ihnen gesagt? Interessierst du dich dafür, wie du ihr Leben verbessern kannst? Hörst du ihnen zu, wenn sie von ihren Träumen sprechen? Weißt du, was sie glauben, was Gott in ihr Herz gelegt hat? Wissen sie, dass du hinter ihnen stehst? Genau das tut ein Ermutiger! Henry Ford wurde Thomas Edison vorgestellt als „der Mann, der versucht, ein Auto zu bauen, das mit Benzin fährt“. Als Edison das hörte, sagte er: „Ein Auto mit eigenem Antrieb! Das ist eine geniale Idee.“ Bis dahin hatte noch niemand Ford ermutigt, und er hatte fast schon aufgegeben. Doch dann kam Edison, sprach ihm Mut zu und veränderte damit sein Leben. Später sagte Ford: „Ich dachte, ich hätte eine gute Idee, aber ich begann, an mir zu zweifeln. Dann kam einer der größten Denker aller Zeiten und sprach mir sein volles Vertrauen aus.“ Du ahnst nicht, welche Kraft in deinen Worten liegt, wenn du jemandem sagst: „Ich glaube an dich. Du hast alles, was gebraucht wird. Ich stehe hundertprozentig hinter dir.“
Der Historiker Edward Gibbon untersuchte das rasche Wachstum des Christentums im Römischen Reich und nannte fünf Gründe dafür: (1) Der Eifer der ersten Christen. (2) Die Kraft der Wunder. (3) Die reine Moral der Gläubigen. (4) Der feste organisatorische Aufbau der Kirche. (5) Der Glaube an zukünftige Belohnungen. Die Bibel spricht häufig vom Lohn im Himmel. „Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch alles Böse gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt; denn euer Lohn ist gross im Himmel“ (Mt 5,11–12 ZB). „Der Menschensohn wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er jedem vergelten nach seinem Tun“ (Mt 16,27 ZB). „Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt in meinem Namen, wird seinen Lohn gewiss nicht verlieren“ (Mk 9,41 ZB). „Lasst euch den Siegespreis von niemandem nehmen“ (Kol 2,18 ZB). „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um jedem zu vergelten, wie sein Werk ist“ (Offb 22,12 ZB). Die Reihenfolge der Ereignisse wird so beschrieben: Der Herr kommt in den Wolken, die Toten in Christus werden auferweckt, die Erlösten, die noch leben, werden mit ihnen entrückt, wir erhalten verherrlichte Körper und danach unseren ewigen Lohn. „Das Feuer wird das Werk eines jeden prüfen. Hält das Werk stand, wird er Lohn empfangen“ (1. Kor 3,13–14 ZB). „Setzt euch mit ganzer Kraft für das Werk des Herrn ein; ihr wisst ja, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist“ (s.1. Kor 15,58).
Jack Welch, der die General Electric Company durch einige ihrer erfolgreichsten Jahre führte, schrieb ein Buch mit dem Titel Winning. Er sammelte darin viele Fragen, die ihm im Laufe der Zeit gestellt worden waren, und gab seine Antworten als Prinzipien für erfolgreiches Management weiter. Eine dieser Fragen lautete: „Glauben Sie, dass Sie in den Himmel kommen, wenn Sie sterben?“ Jack zählte daraufhin einige Fehler auf, die er im Lauf seines Lebens gemacht hatte, darunter zwei Scheidungen. Dann sagte er: „Was den Himmel betrifft – wer weiss? Aber wenn es dafür Punkte gibt, dass man sich mit ganzer Kraft um Menschen kümmert und jeden Tag sein Bestes gibt, dann habe ich vielleicht eine Chance!“ Doch in den Himmel zu kommen, hat nichts damit zu tun, wie sehr man sich für andere einsetzt oder wie viel Energie man täglich aufwendet. Es geht einzig darum, sein Vertrauen auf Jesus Christus zu setzen, und auf ihn allein. Vielleicht fällt es erfolgreichen Menschen besonders schwer, diese Wahrheit zu verstehen, weil sie gelernt haben, durch eigene Anstrengung viel zu erreichen. Aber für den Himmel zählt das alles nicht. Niemand verdient sich den Himmel; er ist ein Geschenk. Denn „der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Röm 6,23 ZB). In Hebräer 6,4 wird es „die himmlische Gabe“ genannt. Paulus schreibt: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Epheser 2,8–9 ZB).
Zur Vorbereitung eines Abendessens betrat die Frau eine kleine Metzgerei, um Fleisch für das Hauptgericht zu kaufen. Sie hatte sich entschieden, ein Hähnchen zu füllen und zu braten. Als sie den Mann hinter der Theke nach dem größten Hähnchen fragte, griff er in das Kühlfach, holte das letzte Hähnchen heraus und legte es auf die Waage. „Dieses hier wiegt vier Pfund“, sagte er. Die Frau überlegte kurz und meinte dann: „Ich weiß nicht, ob das reicht. Haben Sie nicht ein größeres?“ Der Verkäufer legte das Hähnchen zurück, tat so, als würde er im schmelzenden Eis nach einem weiteren suchen, holte aber genau dasselbe wieder hervor. Dieses Mal drückte er unauffällig mit dem Finger auf die Waage. „Ah“, sagte er lächelnd, „dieses hier wiegt sechs Pfund.“ Die Frau runzelte die Stirn, rechnete kurz im Kopf und sagte dann erfreut: „Ich bin mir immer noch unsicher. Wissen Sie was – packen Sie mir einfach beide ein!“ Es steht außer Frage: Ehrlichkeit ist die beste Strategie. Das gilt für dieses Leben ebenso wie für das kommende. Über das irdische Leben sagt die Bibel: „Menschen mit integrem Herzen gehen ihren Weg sicher, wer aber krumme Wege geht, wird ertappt und stürzt“ (Spr 10,9 LU). Und über das kommende Leben sagt die Schrift: „Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird“ (1. Kor 4,5 LU).
“Herr, dein Wort sagt, dass eine Familie, die durch Streit entzweit ist, zugrunde geht. Der Feind greift meine Familie an, und ich wende mich an dich um Hilfe. Dein Wort sagt: „Wenn der Feind wie ein Strom daherkommt, wird der Geist des HERRN ihn in die Flucht schlagen“ (s.Jes 59,19). Berühre die Herzen und Gedanken jedes einzelnen Familienmitglieds und ziehe uns näher zu dir. Du hast gesagt: „Glücklich sind, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ (Mt 5,9 NGÜ). Ich will in dieser Situation ein Friedensstifter sein und bitte dich um Weisheit, damit ich weiß, was ich sagen und tun soll. Befreie meine Familie von Selbstsucht, Stolz und Bitterkeit. Schenke uns Liebe, die alle Fehler und Schwächen zudecken kann (s.Spr 10,12). Hilf uns zu erkennen, wann eine Meinungsverschiedenheit dabei ist, sich zu einem gefährlichen Streit zu entwickeln, und gib uns die Gnade, das Thema loszulassen, bevor es eskaliert (s.Spr 17,14). Dein Wort sagt, dass es ehrenhaft ist, einen Streit zu vermeiden, während nur ein Narr darauf besteht, zu streiten (s.Spr 20,3). Herr, beende den Zwist, der unsere Familie zerstört. Ich nehme Autorität über jeden streitsüchtigen Geist. Hilf meiner Familie, sich auf das zu konzentrieren, was dem Frieden dient und uns gegenseitig aufbaut (s.Röm 14,19). Dein Wort sagt, dass dir nichts zu schwer ist (s.Jer 32,17). Deshalb bete ich voller Vertrauen um Heilung und Wiederherstellung in meiner Familie. In Jesu Namen. Amen.”
“Vater! Als Adam einsam war, hast du Eva geschaffen und sie zu ihm gebracht. Jetzt kämpfe ich mit Einsamkeit. Und so wie du wusstest, was Adam brauchte, weißt du auch, was ich brauche. Du hast in deinem Wort gesagt: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen“ (Hebr 13,5 HFA). Es gibt einen Teil in mir, der durch keine menschliche Beziehung wirklich erfüllt werden kann, nur durch dich. Doch du hast mich auch als soziales Wesen geschaffen, das Gemeinschaft mit anderen Menschen braucht. Hilf mir, negatives Verhalten zu erkennen und abzulegen, das andere davon abhält, gern mit mir zusammen zu sein oder mich anzunehmen, sei es durch Kritik, Neid, Jähzorn, Verurteilung oder mangelnde Vergebung. Gib mir Worte, die weise und zur rechten Zeit gesprochen sind, damit ich andere ermutigen kann. Öffne meine Ohren, damit ich verständnisvoll zuhöre (s.Jes 50,4). Hilf mir, Schüchternheit und Angst vor Zurückweisung zu überwinden und den Mut zu haben, auf andere zuzugehen, im Vertrauen darauf, dass du ihre Herzen öffnest und Bereitschaft schenkst, mich anzunehmen. Lehre mich, ihre Liebe, Hilfe und Großzügigkeit anzunehmen. Zeige mir, wie wichtig es ist, Beziehungen zu pflegen, statt Freunde nur dann zu beachten, wenn es mir passt. Mache mich zu einem zuverlässigen Freund (s.Spr 18,24). Du weißt, was ich brauche. Du hast David mit Jonathan zusammengeführt und Ruth mit Noomi. Deshalb bitte ich dich: Führe mich mit der richtigen Person oder den richtigen Menschen zusammen. In Jesu Namen. Amen.”
Gegensätze ziehen sich oft an, heiraten, gründen eine Familie und müssen später mit ihren Unterschieden umgehen, besonders wenn ihre Kinder in die Pubertät kommen und es zu Konflikten kommt. Solche Auseinandersetzungen fordern die Eltern dazu auf, ihre unterschiedlichen Vorstellungen darüber auszuhandeln, was für das Kind richtig oder falsch ist. „Du lässt sie alles machen…“ „Du vertreibst ihn mit deiner Strenge …“ Beide Eltern lieben ihre Kinder und wollen für sie nur das Beste, sind sich aber nicht darüber einig, wie sie es erreichen können. In seinem Buch ‘Grenzen mit Teenagern setzen ‘gibt Dr. John Townsend hilfreiche Empfehlungen: (1) Stellt das Wohl eures Teenagers an erste Stelle. Sprecht ruhig, ehrlich und selbstlos über eure Unterschiede. Der „Gewinner“ sollte immer euer Kind sein! Einigt euch, selbst mit Kompromissen, auf Grenzen, die es schützen und fördern. (2) Nutzt gegenseitig eure Stärken. Jeder hat Bereiche, in denen er besser geeignet ist – z. B. beim Organisieren, im Zuhören in hitzigen Situationen oder beim Beruhigen eines Teenagers. Unterstützt euch gegenseitig. (3) Zieht euren Teenager nicht in den Konflikt hinein. Schnell versucht man, das Kind auf seine Seite zu ziehen, worauf der andere Elternteil oft mit Geschenken oder Sonderrechten reagiert, um sich die Zustimmung zurückzuholen. Das endet im Verlust für alle! Einigt euch oder holt euch Hilfe bei einem klugen Freund, Pastor oder Berater. Was zählt, ist nicht, wer den Beliebtheitswettbewerb gewinnt – sondern das Leben und die Zukunft eures Kindes.
Drei Geschichten machen deutlich, welche Herausforderung es ist, eine glückliche Ehe zu führen: (1) Er beobachtete ein Paar und sagte zu seiner Frau: „Schau mal, wie glücklich die aussehen.“ Sie antwortete: „Sei dir da mal nicht so sicher, die denken das Gleiche wahrscheinlich über uns.“ (2) Sie sagte: „Mein Mann und ich führen eine sehr glückliche Ehe. Es gibt nichts, was ich nicht für ihn tun würde, und nichts, was er nicht für mich tun würde. So leben wir, ohne etwas füreinander zu tun.“ (3) Er erzählte: „Meine Frau und ich haben beschlossen, niemals im Streit zu Bett zu gehen.“ Nachfrage: „Und wie läuft das so?“ Antwort: „Wir haben seit einem Monat nicht mehr geschlafen.“ Im Ernst, die größte Herausforderung in der Ehe ist Egoismus. Geben beide Partner ihren eigenen Interessen Vorrang, steuert die Ehe auf Probleme zu, möglicherweise auf eine Scheidung. Vor fast 2.000 Jahren wurden die Worte geschrieben, die noch immer Gottes Rezept für eine stabile Ehe sind: „Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand. Die Liebe vergeht niemals. Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die größte aber von ihnen ist die Liebe“ (1. Kor 13,4–8.13 NGÜ).
Bist du ein zielorientierter Mensch, wird dich der Gedanke, die Ewigkeit damit zu verbringen, nichts oder nur wenig zu tun, kaum reizen. Doch das wird nicht der Fall sein. Wenn wir in den Himmel kommen, wird Gott sagen: „Recht so, du guter und treuer Knecht; du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen“ (Mt 25,21 MB). Es wird also „vieles“ geben, was wir tun werden. Wir wissen bereits, dass wir während der tausendjährigen Herrschaft Christi auf der erneuerten Erde mit ihm herrschen werden (s.Offb 20,6). Und in Offenbarung 22,3 heißt es: „Seine Knechte werden ihm dienen.“ Gott wird für jeden von uns nicht nur einen Platz haben, sondern auch einen Plan. Der Himmel wird nicht langweilig sein, weil Gott nicht langweilig ist. Der Psalmbeter sagt: „Vor deinem Angesicht ist Freude in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich“ (Ps16,11 MB). Da wir in Gottes Gegenwart sein werden, wird alles, was wir tun, Freude und Erfüllung bringen. In Prediger 3,11 steht, dass Gott die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat. Das bedeutet, dass in uns ein Raum geschaffen wurde, der nur durch den Himmel ausgefüllt werden kann. Wir können niemals ganz erfassen, was Gott in der himmlischen Heimat für uns bereitet hat. Und wir können den Himmel nicht auf Erden nachbilden. Aber wenn wir uns darauf ausrichten, auf unser ewiges Zuhause vorbereitet zu sein, verändert sich unser Blickwinkel hier auf der Erde, und wir beginnen, ein Leben zu führen, das Gott ehrt und andere zu ihm hinführt.
Jesus, den die Bibel als „großen Arzt“ beschreibt, widmete einen Großteil seines Dienstes der Heilung von Kranken. (1) „Jesus zog durch ganz Galiläa. Er lehrte in den Synagogen, predigte die Botschaft vom Reich Gottes und heilte alle Arten von Krankheiten und Leiden unter dem Volk. Bald sprach sich sein Ruf bis nach Syrien herum. Man brachte alle Kranken zu ihm, Menschen mit den verschiedensten Leiden und Schmerzen, und er heilte sie.“ (Mt 4,23–25 NLB) (2) „Als er die Menschenmenge sah, hatte er Mitleid mit ihnen. Und er rief seine zwölf Jünger zu sich, gab ihnen die Vollmacht, böse Geister auszutreiben und jede Krankheit und jedes Leiden zu heilen.“ (Mt 9,36; 10,1 NLB) (3) „Nachdem sie über den See gefahren waren, kamen sie in die Gegend von Genezareth. Als die Menschen dort Jesus erkannten, verbreitete sich die Nachricht in der ganzen Umgebung. Man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, sie möchten wenigstens sein Gewand berühren dürfen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.“ (Mt 14,34–36 NLB) (4) „Eine große Menschenmenge war aus ganz Judäa und Jerusalem sowie aus dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon gekommen, um ihn zu hören und sich von ihren Krankheiten heilen zu lassen. Alle versuchten, ihn zu berühren, denn heilende Kraft ging von ihm aus, und er heilte sie alle.“ (Lk 6,17–19 NLB) Da Jesus Christus derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit, kannst du mit Glauben und Zuversicht beten und darauf vertrauen, dass Gott dich und deine Lieben heilen kann.
Die Philister fielen in das Tal der Rephaiter ein und David befragte Gott: „Soll ich hinaufziehen gegen die Philister? Wirst du sie in meine Hand geben?“ Der Herr sprach zu ihm: „Zieh hinauf, ich werde sie in deine Hand geben.“ Und sie zogen hinauf nach Baal-Perazim, und David schlug sie dort. Und David sprach: „Gott hat meine Feinde durch meine Hand zerschlagen, wie Wasser Dämme zerbricht“ (s. 1.Chr 14, 9–11). David vergleicht die Macht Gottes mit dem Durchbruch von Wassermassen. Damit sagt er, dass, wenn Gott erscheint und seine Kraft freisetzt, es ist wie eine Flut seiner Güte, seiner Macht, seiner Gunst, seiner Heilung, seiner Weisheit, seiner Versorgung; wie eine Flut von allem, was du brauchst. Wasser ist stark: Nur wenige Zentimeter Tiefe können ein Auto von mehreren Tonnen Gewicht anheben und fortschwemmen. In den Nachrichten sieht man ganze Gebäude, die von Wassermassen mitgerissen werden. Nichts kann das Wasser aufhalten. Nichts steht ihm im Weg. Genauso ist es, wenn Gott dir den Durchbruch schenkt und eine Flut seiner Kraft in deinem Leben freisetzt. Gott hat sich nicht verändert! Seine Kraft hat nicht nachgelassen. „Ach Herr HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgereckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich.“ (Jer 32,17 LU) Gott kann in deinem Leben handeln. Und er will es tun – also bitte ihn um deinen Durchbruch.
“Während Jesus predigte, kamen vier Männer, die einen Gelähmten auf einer Matte trugen. Weil sie wegen der Menschenmenge nicht zu Jesus gelangen konnten, deckten sie das Dach über der Stelle ab, wo er war, und ließen durch die Öffnung den Gelähmten auf seiner Matte hinunter, genau vor Jesus. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause!“ Da stand der Mann auf, nahm seine Matte und ging vor aller Augen hinaus. Alle waren außer sich vor Staunen, lobten Gott und riefen: „So etwas haben wir noch nie erlebt!“ (s.Mk 2, 2–5.11–12) Beachte die Worte: „Als Jesus ihren Glauben sah.“ Hast du einen Glauben, den Gott sehen kann? Was tust du, um Gott zu zeigen, dass du an ihn glaubst und sein Wort ernst nimmst? Es ist wichtig, zu beten und zu glauben, aber etwas muss auch deinen Glauben sichtbar machen. Für die vier Männer bedeutete das, sich nicht von der Menge aufhalten oder sich daran hindern zu lassen, über das Dach zu Jesus zu gelangen. Manchmal bist du deinem Durchbruch am nächsten, wenn die Hindernisse oder der Widerstand am größten sind. Viele Menschen geben zu schnell auf. Du sagst: „Ich habe es versucht, aber nichts hat funktioniert.“ Sei entschlossener! Wenn du nicht durch die Menge kommst, dann steig aufs Dach und lass dich hinunter. Sei unbeirrbar. Genau das taten diese Männer, und Jesus belohnte sie mit einem Wunder. Und wenn du bereit bist, einen entschlossenen Glauben zu zeigen, dann kann er auch dir ein Wunder schenken.
Wenn Corrie ten Boom um die Welt reiste, um von ihren Erlebnissen zu berichten, sprach sie oft mit gesenktem Kopf, als würde sie Notizen lesen. Doch in Wirklichkeit arbeitete sie an einem Stickbild. Nachdem sie ihre Geschichte über die unter dem Nazi-Regime erlittenen Grausamkeiten erzählt hatte, zeigte sie das Stickbild vor. Zuerst zeigte sie die Rückseite, ein wirres Durcheinander von bunten Fäden ohne erkennbares Muster. Und sie erklärte: „So sehen wir unser Leben. Manchmal ergibt nichts einen Sinn.“ Dann drehte sie das Bild um und zeigte die Vorderseite. „So sieht Gott unser Leben, und eines Tages werden wir das Vorrecht haben, es aus seiner Perspektive zu betrachten,“ sprach sie und beendete ihren Vortrag mit einem Gedicht von Grant Colfax Tullar: „Mein Leben ist ein Webmuster zwischen meinem Herrn und mir; ich kann die Farben nicht wählen, er webt unaufhörlich. Oft webt er Kummer hinein, und ich, in törichtem Stolz, vergesse, dass er die Oberseite sieht und ich nur die Unterseite. Erst wenn der Webstuhl schweigt und das Schiffchen nicht mehr fliegt, wird Gott das Gewebe ausrollen und erklären, warum. Die dunklen Fäden sind ebenso notwendig in der Hand des Meisters wie die goldenen und silbernen Fäden im Muster, das er geplant hat.“ Paulus schreibt: „Jetzt sehen wir nur ein unklares Bild, gleichsam in einem Spiegel; dann aber sehen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich nur bruchstückhaft, dann aber werde ich vollständig erkennen, so wie auch ich von Gott vollständig erkannt worden bin“ (1.Kor 13,12 ZB).
loading
Comments