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Sprechende Akten. NS-Opfer und ihr Ringen um Entschädigung
Sprechende Akten. NS-Opfer und ihr Ringen um Entschädigung
Author: Landesarchiv Baden-Württemberg
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Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die noch junge Bundesrepublik den Opfern und Verfolgten des Naziregimes so genannte “Wiedergutmachungszahlungen”. Doch nicht nur der Begriff war problematisch, auch der Prozess, eine solche Zahlung zu erhalten, gestaltete sich häufig als äusserst schwierig. Denn die Sachbearbeiter, die über die Zahlungen entschieden, urteilten sehr unterschiedlich. Teilweise mit äußerster Härte, manchmal voller Verständnis. Aber stets nach geltender Gesetzeslage.
Das Landesarchiv Baden-Württemberg möchte diesen Teil deutscher Historie mit diesem Podcast wieder sichtbar machen und hat einige Entschädigungsakten ausgesucht, die nicht nur zeigen, welche Geschichten sich hinter den bürokratischen Verfahren verbergen, sondern auch, wie chaotisch die Regelungen teilweise waren. Und wie ein Land versucht hat, das Grauen aufzuarbeiten, das es gerade erst begangen hat.
Sprechende Akten ist eine Produktion des Landesarchivs Baden-Württemberg.
Umgesetzt von WE ARE PRODUCERS in Zusammenarbeit mit POOL ARTISTS. Finanziert vom Bundesministerium der Finanzen.
Das Landesarchiv Baden-Württemberg möchte diesen Teil deutscher Historie mit diesem Podcast wieder sichtbar machen und hat einige Entschädigungsakten ausgesucht, die nicht nur zeigen, welche Geschichten sich hinter den bürokratischen Verfahren verbergen, sondern auch, wie chaotisch die Regelungen teilweise waren. Und wie ein Land versucht hat, das Grauen aufzuarbeiten, das es gerade erst begangen hat.
Sprechende Akten ist eine Produktion des Landesarchivs Baden-Württemberg.
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Michael Mayer führt unter dem Künstlernamen Hilmar Damita eine erfolgreiche nationale und internationale künstlerische Tätigkeit. 1933 wurde ihm die öffentliche „abnorme Zurschaustellung seines Lebenswandels“ verboten. Auch seine öffentlich zur Schau gestellte Ablehnung der Nationalsozialisten hat Konsequenzen: Mehrfach verhaftet, lässt er sich 1944 aus Angst vor dem Konzentrationslager "entmannen". Michael Mayer starb 1969 in München – ohne je einen Pfennig an Entschädigungszahlungen erhalten zu haben.
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Deportation ins Ghetto Sevljus, Lagerhaft in Auschwitz, Gleiwitz, Ravensbrück und Roebel – Frieda Salamon hat sie alle überlebt. 1945 gelingt ihr schließlich die Flucht und sie wandert in die USA aus. Die physischen und psychischen Auswirkungen der Verfolgung und Inhaftierung begleiten sie jedoch ihr Leben lang. Nach Kriegsende stellt sie mehrere Anträge auf „Wiedergutmachung“ – und muss sich den vielen Fallstricken der deutschen Wiedergutmachungspraxis stellen.
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In der Nacht bevor Georg Elser am 8. November 1939 das Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller verübt, stattet er seiner Schwester Maria und seinem Schwager Karl einen heimlichen Besuch ab. Damit rückt das Ehepaar in den Fokus der Ermittlungen der Gestapo. Nach Kriegsende stellen die Hirths mehrere Entschädigungsanträge, gehen aber fast leer aus. Im Mittelpunkt der Verhandlungen mit den Behörden steht die Frage: Wann wird privates Handeln politisch?
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Die jüdische Witwe Jette Frankfurter wurde 1940 als 65-Jährige nach Frankreich ins Konzentrationslager Gurs deportiert. Zuvor hatten sie die Nationalsozialisten bereits um ihre wirtschaftliche Existenz gebracht. Nach 1945 beantragte sie Wiedergutmachungsleistungen auch für ihre Inhaftierung. Umstritten war in ihrem Fall, ob sie auch für ihren zwangsweisen Aufenthalt in einem jüdischen Altenheim in Frankreich Entschädigung beanspruchen durfte.
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Dass auch eine Mitgliedschaft in der NSDAP manchmal nicht vor Inhaftierung und Tod schützte, belegt das Schicksal des einstigen SPD-Mitglieds Wilhelm Adami, der nach der Machtergreifung der Partei beigetreten war. Wegen kritischer Äußerungen über die Kriegsaussichten im privaten Kreis wurde er von dem überzeugten Nazi Artur Ebert denunziert und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er nicht überlebte. Nach dem Krieg erhielt seine Frau Wiedergutmachungsleistungen, die zumindest teilweise von dem Denunzianten erstattet werden mussten.
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Suse und Hermann führte ihre künstlerische Laufbahn an das Stuttgarter Theater, wo ihre Karriere aufgrund ihrer jüdischen Herkunft 1933 ein jähes Ende fand. Ihre Lebenswege trennten sich nach dem Ende ihres Engagements. Horner und seine Familie fielen dem Holocaust zum Opfer, während Rosen im Exil überlebte. Für beide wurden nach mehrjährigen Wiedergutmachungsverfahren nach dem Krieg Entschädigungszahlungen geleistet.
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Hans Gasparitsch wird im März 1935 als 17-Jähriger von der Gestapo verhaftet, weil er im Stuttgarter Schlossgarten ein Denkmal mit kommunistischen Parolen beschrieben hatte. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe wurde er als politischer Gefangener bis Kriegsende in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Für die erlittene Freiheitsentziehung erhält er nach 1945 Entschädigungszahlungen. Sein langjähriges zivilgesellschaftliches Engagement gegen den Faschismus wird im Jahr 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse gewürdigt.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die noch junge Bundesrepublik den Opfern und Verfolgten des Naziregimes so genannte "Wiedergutmachungszahlungen". Doch nicht nur der Begriff war problematisch, auch der Prozess, eine solche Zahlung zu erhalten, gestaltete sich häufig als äußerst schwierig. Denn die Sachbearbeiter, die über die Zahlungen entschieden, urteilten sehr unterschiedlich. Teilweise mit äußerster Härte, manchmal voller Verständnis. Aber stets nach geltender Gesetzeslage.
Das Landesarchiv Baden-Württemberg möchte diesen Teil deutscher Historie mit diesem Podcast wieder sichtbar machen und hat einige Entschädigungsakten ausgesucht, die nicht nur zeigen, welche Geschichten sich hinter den bürokratischen Verfahren verbergen, sondern auch, wie chaotisch die Regelungen teilweise waren. Und wie ein Land versucht hat, das Grauen aufzuarbeiten, das es gerade erst begangen hat.
Sprechende Akten ist eine Produktion des Landesarchivs Baden-Württemberg. Umgesetzt von WE ARE PRODUCERS in Zusammenarbeit mit POOL ARTISTS. Gefördert vom Bundesministerium der Finanzen.
Die Sintiza Martha B. musste als Auschwitz-Überlebende nach 1945 hartnäckig um ihre Anerkennung als rassisch Verfolgte kämpfen. Ihre Biographie zeigt eindrücklich, auf welche Vorbehalte bestimmte Opfergruppen bei ihren Bemühungen um Entschädigungszahlungen für das unter der NS-Herrschaft erlittene Unrecht stießen und wie lang sich solche Wiedergutmachungsverfahren hinziehen konnten.
Sprechende Akten ist eine Produktion des Landesarchivs Baden-Württemberg.
Umgesetzt von WE ARE PRODUCERS in Zusammenarbeit mit POOL ARTISTS. Finanziert vom Bundesministerium der Finanzen.




