Discover
Orden on Air - der Podcast der Ordensgemeinschaften Österreich
Orden on Air - der Podcast der Ordensgemeinschaften Österreich
Author: Ordensgemeinschaften Österreich
Subscribed: 7Played: 66Subscribe
Share
© Ordensgemeinschaften Österreich
Description
„Orden on air“ – der Podcast der Ordensgemeinschaften Österreich holt Ordensfrauen und -männer vor den Vorhang und – im wahrsten Sinne des Wortes – vor das Mikrofon. Ziel ist es, interessante Persönlichkeiten und besondere Talente vorzustellen sowie das Engagement von Ordensleuten in den vielfältigen Bereichen des Lebens zu zeigen. Der Podcast soll auch Platz bieten, gesellschaftspolitische Themen aufzugreifen und anzusprechen sowie Hintergründe darzulegen.
70 Episodes
Reverse
Alle Menschen suchen Herberge. Vielleicht verwenden wir das alte Wort kaum mehr, sagt Sr. Gudrun Schellner, doch die Sehnsucht dahinter ist ungebrochen: einen Ort zu finden, an dem man ankommen darf, geborgen ist, gesehen wird. Einen Platz, an dem das Leben Raum bekommt.
Wo Sehnsucht und Neubeginn sich treffen: Silvester im Kloster mit Br. Brian Thomas
Haben Sie schon mal überlegt, Silvester im Kloster zu feiern? Statt Party und Lärm Stille und Gebet. Statt Champagner und Bleigießen stehen Reflexion und Vision im Vordergrund. „Jahreswechsel mal anders“ bietet etwa das Kapuzinerkloster Salzburg an. Br. Brian Thomas erzählt in der neuen Podcast-Folge Orden on Air, wie das Programm aussieht, wer teilnehmen kann und warum ein Jahreswechsel im Kloster „den Rucksack leichter machen kann“.
Sehnsucht nach Rückblick und Neubeginn
„Silvester hat viel mit einer Sehnsucht zu tun“, ist Br. Brian Thomas überzeugt. Man will zurück-, aber auch nach vorne schauen, Ballast abwerfen und sein Leben neu ausrichten. Gestärkt und „mit einem leichteren Rucksack ins neue Jahr starten“.
Das Programm der Veranstaltung soll die Teilnehmenden darin unterstützen. Im ersten Teil reflektiert man gemeinsam das Alte: „Uns begleiten die Fragen: Was ist im letzten Jahr passiert, was war gut, was weniger“, erklärt der junge Ordensmann. „Es geht um das Sortieren, zur Ruhe kommen.“ Hier hilft der sogenannte Wüstentag am dritten Tag, „ein Tag der Stille“, auf dem die Teilnehmenden dazu ermutigt werden, gestärkt mit spirituellen Impulsen in die Stille, in die Natur und in die Reflexion zu gehen.
Unerlöst ins neue Jahr – nein danke!
„Je näher wir dem Jahreswechsel kommen, desto mehr geht es uns darum, ganz bewusst in die Zukunft zu schauen“, sagt Br. Brian. „Mein Wunsch ist, dass die Menschen mit einer klareren Vision ins neue Jahr starten und weniger mit konkreten Zielen.“ Diese Ziele hängen oft mit dem Thema Selbstoptimierung zusammen und der Frage nach dem „besser werden“. „So geht man sehr unerlöst ins neue Jahr“, ist Br. Brian überzeugt.
Menschen müssen sich nicht ständig selber optimieren oder glauben, Liebe irgendwie verdienen zu müssen. Das sind oft Kindheitsmuster, die man schwer loswird und die „gerade in der Altersgruppe als junge Erwachsene, wie unsere Teilnehmenden sind, wieder präsenter werden“.
Hier hilft es seiner Erfahrung nach im Gebet, Gemeinschaft und Stille auch „darauf zu schauen, was hat Gott mir eigentlich zu sagen in meinem Leben“.
300 Stufen zu Stille und Reflexion
300 Stufen sind es, die die Teilnehmenden von „Jahreswechsel mal anders“ zum Kapuzinerkloster emporsteigen müssen. Belohnt werden sie mit einer einzigartigen Aussicht auf die Salzburger Altstadt sowie einer begleiteten Auszeit zu Silvester, die gleichzeitig Rückschau und Neubeginn ist. „Und immer auch getragen von der Frage, wo Gott eigentlich in meinem Leben ist“, bekräftigt Br. Brian Thomas.
Dem gebürtigen Deutschen ist bewusst, dass Silvester feiern im Kloster im ersten Moment wie ein Widerspruch klingt. Aber: Die Nachfrage ist groß, „es gibt eigentlich immer mehr Anmeldungen als Plätze“, bestätigt Br. Brian, der dieses Jahr den Jahreswechsel zum ersten Mal begleitet. Er weiß von Erfahrungen von vergangenen Feiern: „Silvester hat einen besonderen Touch. Menschen nutzen diese Zeit gern, um in sich zu gehen.“
„Zudem haben Menschen ein bestimmtes Bild vom Kloster im Kopf“, ergänzt Br. Thomas, „dieses sei oft fast romantisch und nicht selten sind Menschen überrascht, wie anders es ist. Statt Stille und Gebet und Fasten nehmen die Leute an unserem Familienleben teil.“ Sie wohnen Tür an Tür mit den Brüdern und „unser Tagesrhythmus an Gebet, Gemeinschaft, Mahlzeiten und Stille sind auch das Grundgerüst dieser Tage zu Silvester“.
„Wir öffnen nicht nur die Türen unseres Klosters, organisatorisch, räumlich, sondern auch die Türen unseres Herzens, nehmen Menschen hinein“, sagt Br. Brian
Junge Menschen auf der Suche
Das Angebot der Veranstaltung richtet sich bewusst an junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren: „Junge Erwachsene haben andere Fragen im Leben als Ältere. Sie teilen ähnliche Grundfragen: Wohin geht die Reise wie stehe ich in der Gemeinschaft, wer bin ich eigentlich?“ Besonders freut ihn, dass vor allem die Gen-Z ein neues Interesse an Religion und Tradition entdeckt hat und „seit Corona auch das Wissen, wie wertvoll Gemeinschaft ist, teilt“.
Abgesehen vom Alter wird aber niemand ausgeschlossen, alle sind willkommen –Männer, Frauen, „wir haben heuer auch schon eine Anmeldung von einer evangelischen Person“. Auch die Kosten sollen niemanden abschrecken, es wird um eine freiwillige Spende gebeten.
Die Teilnehmenden der vergangenen Jahre waren keine homogene Gruppe, ganz im Gegenteil: „Es war eine bunte Mischung. Es gibt welche, die eine starke kirchliche Beheimatung haben. Und dann gibt es Leute, die keine kirchliche Bindung haben und ins Kloster kommen, um hier spirituelle Erfahrungen zu machen.“
Sekt und Feuerwerk
Zu Silvester selber werden dann um Mitternacht natürlich auch bei den Kapuzinern die Korken knallen und gemeinsam feiert man den Jahreswechsel mit der Aussicht auf das Feuerwerk der Stadt. „Das ist schon sehr beeindruckend“, weiß Br. Brian.
Er weiß auch schon, was er sich dieses Jahr zu Silvester wünscht: „Ich hoffe, dass die Menschen, wenn sie hier wieder runtersteigen, das mit leichteren Rucksack tun und gestärkt ins neue Jahr gehen.“
Allerheiligen und Allerseelen sind Tage des Erinnerns und Gedenkens. Sie lenken den Blick auf Vergänglichkeit, Trauer und Abschied – und zugleich auf die Hoffnung, die Christ:innen aus dem Glauben schöpfen. In der aktuellen Folge des Podcasts „Orden on air“ spricht Sr. Edith Mittendorfer, Borromäerin und diplomierte Krankenschwester, über ihren Dienst im Tageshospiz Aumannplatz in Wien und ihre Berufung, Menschen am Ende ihres Lebens zu begleiten. Ein Gespräch über Hospizarbeit, Trauer und die Kraft des Glaubens.
Seit über drei Jahrzehnten lebt und arbeitet Sr. Brigitta Raith, Missionarin Christi aus der Oststeiermark, in der Demokratischen Republik Kongo. In der aktuellen Episode von „Orden on air“ schildert sie, wie aus einer jugendlichen Faszination für Afrika eine lebenslange Berufung wurde – und warum sie sich trotz aller Krisen und Herausforderungen weiterhin zu diesem Land hingezogen fühlt.
Seit über 300 Jahren ist Maria Schutz am Semmering ein Ort der Wallfahrt. Seit 1. Oktober 1925 – also genau seit 100 Jahren – wird er von den Passionisten betreut und im Heiligen Jahr 2025 ist er zudem eine offizielle Jubiläumskirche. In der aktuellen Folge des Podcasts Orden on air erzählen P. Markus M. Seidler, Rektor des Passionistenklosters, und Sr. M. Pauline Jacobi von den Auerbacher Schulschwestern, die das Gästehaus „Marienhof“ betreuen, über die Geschichte und die aktuelle Bedeutung des berühmten Marienwallfahrtsortes. Sie sprechen über das Zusammenwirken zweier Ordensgemeinschaften und darüber, was ein vollkommener Ablass ist, der im Heiligen Jahr in Maria Schutz erlangt werden kann.
Die Podcastfolge lädt dazu ein, Maria Schutz – das auch oft als „Juwel des Semmering-Gebietes“ oder als „Schatzkästchen Niederösterreichs“ bezeichnet wird – nicht nur als touristisches Ausflugsziel, sondern als lebendigen geistlichen Ort kennenzulernen.
Zum Internationalen Tag des Friedens am 21. September widmet sich die aktuelle Folge des Podcasts „Orden on air“ mit P. Günter Reitzi dem Thema Frieden. Der Wiener Dominikanerpater ist Promotor für Gerechtigkeit und Frieden (Justitia et Pax) und ständiger Vertreter seines Ordens bei den Vereinten Nationen in Wien. Dort bringt er seine Stimme ein, wenn über Frieden, Migration, Abrüstung und Menschenrechte beraten wird – und ist überzeugt: „Es geht um die Zukunft des Menschseins.“
Die Folge 64 der Podcastreihe „Orden on air“ der Ordensgemeinschaften Österreich führt die Zuhörerinnen und Zuhörer nach Graz, wo die beiden Kleinen Schwestern Jesu, Marianne und Myriam, leben und wirken. In einem offenen Gespräch erzählen sie von der Gründerin ihres Ordens, ihrer Spiritualität und ihrem Alltag inmitten einer multikulturellen Nachbarschaft.
P. Peter Rinderer baut Brücken zu den Lebensrealitäten der Menschen, mit denen er zu tun hat, insbesondere zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen – als Direktor des Don Bosco-Schülerheims in Fulpmes, als Religionslehrer, als Priester, als Jugendseelsorger der Diözese Innsbruck und als „Bergpfarrer“. In der neuen Folge des Podcasts „Orden on air“ gibt der Salesianer Don Boscos Einblick in seine Arbeit, erklärt, wie er Jugendpastoral mit Sport verbindet und spricht über die Faszination der Bergwelt.
Mitten im Leben – und doch nicht ganz angekommen. Sr. Erika Maria Radner war Lehrerin, hatte einen Partner und war kirchlich engagiert. Und trotzdem spürte sie: Da wartet noch etwas anderes auf mich. Mit 50 trat sie ins Karmelitinnenkloster in Maria Jeutendorf ein und sagt: „Hier kann ich alles geben, was ich habe.“
Anlässlich des Internationalen Tags gegen Menschenhandel am 30. Juli spricht Marianisten-Pater Hans Eidenberger von der Initiative „Aktiv gegen Menschenhandel – Aktiv für Menschenwürde“ im aktuellen Podcast „Orden on air“ über die Mechanismen dieser Form der Ausbeutung und der organisierten Kriminalität – und darüber, was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann.
Mitten im barocken Stift Melk lebt seit August 2024 ein junger Mann, der sich auf einen besonderen Weg eingelassen hat: Fr. Dominik Marold (24) ist Novize bei den Benediktinern – derzeit der einzige. Und trotzdem alles andere als allein: Auf Instagram gewährt er als „MelkMonkfluencer“ gemeinsam mit Novizenmeister P. Alois Köberl (42) Einblicke in das Leben hinter Klostermauern. In der neuen Folge des Ordens-Podcasts „Orden on air“ sprechen die beiden über Berufung, Begleitung – und darüber, wie Ordensleben heute junge Menschen ansprechen kann.
Der Weltflüchtlingstag (20. Juni) erinnert jedes Jahr an Millionen Menschen, die auf der Flucht sind – vor Krieg, Gewalt, Perspektivlosigkeit. Für den Jesuiten P. Martin Rauch, Verantwortlicher des Projekts „Locugee – awaking potentials, ist dieser Tag nicht nur ein Gedenktag, sondern auch ein Hoffnungszeichen: „Vielleicht trägt dieser Tag dazu bei, dass mehr Menschlichkeit und Zuwendung geschieht – dort, wo sie dringend gebraucht wird.“
Am 15. April 1945 wurden P. Angelus Steinwender und P. Kapistran Pieller in Stein an der Donau erschossen. Die beiden Franziskanerpatres waren aktive Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und bezahlten dies mit ihrem Leben. In unserer aktuellen Podcast-Folge „Orden on Air“ zeichnen wir mit Br. Adam Bergmann das Leben und Sterben der beiden außergewöhnlichen Männer nach.
Der neue Papst ist ein Ordensmann, ein Augustiner. Für P. Dominic Sadrawetz, Prior des Augustinerklosters in Wien, war die Wahl von Leo XIV ein Moment „tiefer Freude und gewaltiger Sprachlosigkeit“. Im aktuellen „Orden on air“-Podcast erzählt er von jenem Abend am 8. Mai 2025, als der weiße Rauch über dem Vatikan aufstieg – und er mit dem Handy in der einen und dem Messbuch in der anderen Hand zwischen Liturgievorbereitung und Papstwahl hin und her wechselte. Als der Name „Robertum“ und dann „Franciscum“ fiel, war für ihn klar: Sein Mitbruder der Augustiner Robert Francis Prevost ist der neue Papst.
Am 24. Mai 2015 – vor genau 10 Jahren – hat Papst Franziskus sein Schreiben über die Sorge für das gemeinsame Haus veröffentlicht – und damit nicht nur innerhalb der katholischen Kirche neue Maßstäbe gesetzt. Zehn Jahre später zeigt sich: Laudato Si’ ist aktueller denn je. In der neuen Folge des Podcasts „Orden on air“ spricht Sr. Jana Roschitz (Franziskanische Schwestern von der Schmerzhaften Mutter) über die Schöpfungsverantwortung, die unermessliche Würde des Menschen – und über eine Enzyklika, die sie bis heute bewegt: Laudato Si’.
Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal. Die beiden Steyler Missionsschwestern Sr. Maria Theresia Puchinger und Sr. Christamaria Mattes erlebten diese Zeit als junge Mädchen. In der aktuellen Episode von „Orden on air“ erzählen sie über die Zeit rund um 1945 und berichten aus der Chronik der Schwestern.
Was feiern wir eigentlich zu Ostern – und wie lässt sich Auferstehung heute verstehen? In dieser Folge von Orden on air spricht Sr. Johanna Schulenburg CJ über das leere Grab, den oft übersehenen Karsamstag und die Kraft, die in der Leere liegen kann. Sie erzählt, warum Ostern nicht einfach ein Fest der Freude ist, sondern ein Weg – durch Verlust, Zweifel und Stille. Und sie fragt, ob die Kirche gerade selbst in einer Karsamstags-Erfahrung steckt. Hoffnung ist für sie kein billiger Trost, sondern eine Haltung, die der Dunkelheit etwas entgegensetzt. Ein Gespräch über Sehnsucht, Stille, Wandlung – und die Ahnung, dass Ostern nicht nur einmal im Jahr geschieht.
Am 6. April 2025 findet in Wien wieder der Vienna City Marathon statt. Im vergangenen Jahr hat P. Benedict-Charbel Telesklav von den Brüdern vom Hl. Johannes in Marchegg dort seinen ersten Marathon bestritten – und das in knapp über 2:55 Stunden. In der neuen Folge von „Orden on air“ erklärt er unter anderem, warum er so schnell ist und wie das Laufen mit dem Ordensleben kombinierbar ist.
P. Jens Petzold wurde in Berlin geboren, wuchs in der Schweiz auf und hatte mit Glauben und Religion nichts am Hut. Ein Sabbatical und eine Reise in den Mittleren Osten veränderten sein Leben grundlegend. In Syrien lernte er das Kloster und die ökumenische Gemeinschaft von „Mar Musa“ kennen. Er war fasziniert und konnte nicht mehr loslassen: Es folgten die Taufe, der Klostereintritt und 2012 die Weihe zum chaldäisch-katholischen Priester. Seit 2012 lebt er im Marienkloster in Sulaimaniyya im Nordirak, das er aufgebaut und revitalisiert hat. Hier gibt es nur noch wenige Christen – die meisten sind geflüchtet oder vertrieben worden.
Gerade hat die Fastenzeit begonnen, die auch „österliche Bußzeit“ genannt wird. Doch was bedeutet Buße eigentlich und passt sie überhaupt noch ins Jahr 2025? Sr. Teresa Hieslmayr, Dominikanerin vom Kloster Kirchberg am Wechsel, schlägt in der neuen Podcast-Folge alternative, moderne Begriffe vor und ist überzeugt davon, dass sich Buße immer auszahlt.























