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Patchwork Geschichten

Author: Katharina Grünewald & Oliver Panzau

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Description

Der Podcast für Trennungseltern und Patchworkfamilien mit wahren Situationen aus der Praxis.
Ein Fall pro Episode immer aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, um die Bedürfnisse und Emotionen der Familienmitglieder zu verstehen und daraus eine Hilfestellung für euer Familienleben anzubieten. Für einen friedlichen und verständnisvollen Familienalltag nach der Trennung.
Denn Familie ist, was wir daraus machen!
82 Episodes
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Nach vier Jahren gemeinsamen Wohnens haben sie sich vor einem Jahr räumlich getrennt – ein schmerzhafter, aber auch heilsamer Schritt. In dieser Folge schauen wir auf die Patchworkdynamik, die Claudia nach anfänglicher Liebe fast zur Erschöpfung brachte: ihre Stieftochter Nele beansprucht Exklusivität beim Vater Stefan, und Claudia zahlt den Preis. Wir erklären, wie solche Vater-Tochter-Bündnisse entstehen, warum sie die Partnerschaft auszehren — und suchen nach Lösungsansätzen. Wir beleuchten die klassische "Prinzessinnenfalle": Claudia wollte mit all ihrer Liebe eine gute Ersatzmutter sein, während Nele diese Rolle ablehnte und eine enge Bindung zu ihrem Vater pflegte. Stefan wiederum fühlte sich zwischen beiden Frauen hin- und hergerissen, geplagt von Schuldgefühlen gegenüber seiner Tochter und dem Wunsch nach einer erfüllenden Partnerschaft. Die räumliche Trennung hat überraschend positive Effekte: Sie schafft klare Grenzen und ermöglicht allen Beteiligten, ihre eigene Position zu finden. Wir diskutieren, warum das Loslassen traditioneller Familienbilder manchmal der Schlüssel zum Glück ist und wie wichtig es ist, authentische Emotionen zuzulassen – auch die schwierigen. Eine Folge für alle, die in Patchwork-Konstellationen leben und sich fragen: Muss ich zwischen meiner neuen Liebe und meinen Kindern wählen? Oder gibt es einen Weg, beides in Einklang zu bringen?
In Teil 1 dieses komplexen Falls geht es um Claudias vier Kinder – und darum, wie sich Rollen verschieben, wenn Eltern in Krisen geraten. Claudia trennt sich von Martin nach 20 Jahren wegen einer neuen Liebe. Sie hofft auf eine friedliche, respektvolle Elternschaft...vielleicht sogar Freundschaft. Doch die Wunden sind tief und so entwickelt sich eine hochstrittige Situation zwischen Claudia und Martin. Und die Kinder stehen dazwischen. Die älteren Geschwister übernehmen Verantwortung, vermitteln zwischen den Eltern, während die Mutter zwischen Schuld und Hilflosigkeit steht. Wie können Kinder entlastet werden, wenn sie zu sehr in die Erwachsenenwelt hineingezogen werden? Und was braucht es, damit Eltern wieder die Verantwortung übernehmen, die Kinder nie hätten tragen dürfen?
Mareike lebt mit ihrem Partner Tobias, ihrer Tochter Lina und dem gemeinsamen Sohn Jonas zusammen. Anfangs war Tobias ein engagierter Vaterersatz für Lina, die ihren leiblichen Vater leider nicht kennt. Doch seit der Geburt des gemeinsamen Kindes spürt Lina eine wachsende Distanz zu Tobias. Mareike ist steht zwischen den Stühlen - sie liebt Tobias und kennt ihn als liebevollen Vater. Gleichermaßen fühlt sie mit Lina. Diese Folge ist eine unglaublich emotionale Folge, da wir auch die Perspektive von Lina beleuchten - und Oliver sich aus eigener Erfahrung auch in diese Rolle gut einfühlen kann. Wir schauen auf die Dynamiken, die entstehen, wenn der neue Partner in Deine Familie eintritt, Bindung zu der Tochter aufbaut – und sich mit der eigenen Vaterschaft plötzlich alles verändert. Wie kann Mareike mit dieser Situation umgehen?
In dieser Episode erzählt Helene von Ihrer Patchworkkonstellation mit Martin, die zeigt, wie sehr auch erwachsene Söhne und Töchter noch in Loyalitätskonflikte geraten können. Beide bringen jeweils zwei erwachsene Kinder mit in die Beziehung. Anfangs herrschte Harmonie, doch plötzlich kippt die Stimmung: Heimlichkeiten, Geldfragen und der vermeintliche Einfluss von Martin's Ex-Frau belasten das neue Familiensystem und es kommt zum Kontaktabbruch. Helene hat Angst, dass das entstehende Chaos sich auf ihre Liebe mit Martin auswirkt. Noch stehen sie als Paar zusammen, aber Ihnen geht langsam die Luft aus. Wir analysieren wie immer, welche Dynamiken hier am Werk sind und suchen Lösungsansätze durch die unterschiedlichen Perspektiven.
Vor vier Jahren hat Anna mit David ein neues Leben begonnen, nachdem beide verlassen wurden – beide brachten zwei Kinder mit, und anfangs wuchs schnell ein Gefühl von „wir gehören zusammen“. Doch inzwischen kommen Davids Kinder Jonas und Clara kaum noch: beeinflusst von der Mutter, verunsichert durch Konflikte und ablehnend gegenüber Anna. Für Anna bedeutet das einen Spagat: Sie liebt David und möchte für ihn da sein, doch die vielen Verletzungen und Spannungen haben ihre Spuren hinterlassen. Während ihre eigenen Kinder und David eine stabile Basis bilden, fühlt sich die Patchworkfamilie längst nicht mehr komplett. Wir sprechen über Annas und Davids Dilemma: Wie bleibt man offen für die Kinder des Partners, auch wenn Zurückweisung wehtut? Was können sie und David selbst tun, um mehr Stabilität in ihr Leben zu bekommen? Viele Fragen in einem komplexen Fall, der zeigt wie verstrickt Familienleben sein kann.
In dieser Folge erzählt uns Mira (32) ihre persönliche Geschichte: Sie ist Mutter des vierjährigen Leo, lebt seit zwei Jahren getrennt von dessen Vater Timo – einem Koch mit harten Arbeitszeiten – und steht nun mit ihrem neuen Partner Ben vor großen Zukunftsfragen. Während Timo seine Rolle als Vater zwar liebt, sich aber oft unzuverlässig zeigt, trägt Mira den gesamten Mental Load allein. Gleichzeitig wächst in ihr der Wunsch nach einem gemeinsamen Zuhause mit Ben und dessen Sohn Mika. Doch was bedeutet das für Timo? Darf sie erwarten, dass er sein Berufsleben ändert? Und wie kann sie selbst zwischen alten Versprechen, neuen Träumen und den Bedürfnissen von Leo einen klaren Weg finden? Wir sprechen über Verantwortung, Schuldgefühle – und die Kunst, Entscheidungen nicht aus der Vergangenheit oder für andere durch potentielle Zukunftsszenarien zu treffen, sondern sich in der Gegenwart den Herausforderungen zu stellen. Auch und gerade wenn es dafür einen Mutausbruch braucht.
Seit knapp einem Jahr ist Paula mit Verena zusammen, die mit ihrer 12-jährigen Tochter Luisa in Nürnberg lebt. Paula selbst wohnt in München, 150 Kilometer entfernt, ohne eigene Kinder, aber mit einem großen Herzen für diese neue Patchwork-Familie. Die Liebe ist da – aber auch die Hürden: Verena und Robert, Luisas Vater, sind seit vier Jahren getrennt. Er lebt ebenfalls in Nürnberg und hat eine enge Bindung zu seiner Tochter. Ein Umzug nach München würde bedeuten, dass Luisa weiter von ihm entfernt wäre oder Verena ihre Tochter loslassen müsste. Paula und Verena stehen vor einem Dilemma: Sie wollen endlich Alltag miteinander teilen, ohne ständige Wochenend-Pendelei. Gleichzeitig wissen sie, dass jede Veränderung auch für Luisa und Robert große Einschnitte bedeutet. Zwischen Sehnsucht, Rücksichtnahme und Zukunftsplänen suchen die beiden nach einem Weg, der allen gerecht wird – und der ihrer Liebe ein gemeinsames Zuhause schenkt.
In dieser Folge erzählt uns Nina von einer Konstellation, die auf den ersten Blick harmonisch wirkt – und sie dennoch innerlich auslaugt. Seit über zwei Jahren ist sie mit Martin zusammen, doch die Nähe der Ex-Partner, das ständige Wechseln zwischen Wohnungen und die fehlenden Rückzugsräume lassen sie sich beide heimatlos fühlen. Sie wünscht sich gern eine Veränderung, doch Martin sieht dazu erstmal keinen Anlass, obwohl er sie versteht. Wir sprechen darüber, wie schwer es sein kann, wenn man die Bedürfnisse aller sehen will und dabei Gefahr läuft, die eigenen aus dem Blick zu verlieren. Nina teilt offen, was sie belastet, und wir beleuchten gemeinsam, wie Grenzen, Klarheit und kleine, feste Inseln der Zweisamkeit helfen können. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie man in Patchworkbeziehungen den eigenen Raum findet – ohne das Miteinander zu verlieren.
Ariane weiß nicht weiter. Ihr Sohn Hugo (11) musste die Trennung vom Papa verkraften (auch wenn er erst 2 Jahre alt war) und feststellen, dass sein Vater die Rolle nicht so ausfüllt, wie er es braucht. Dafür kommt ihr neuer Partner Adrian in Ihr Leben, der diese Rolle hoffentlich ausfüllen kann und eine Unterstützung für sie beide ist. Es läuft wunderbar bis ihr gemeinsamer Sohn die Welt erblickt und Adrian wie ausgewechselt ist. Er lehnt und wertet Hugo immer stärker ab. Für Ariane und vor allem Hugo eine schwierige Situation. Wie konnte es dazu kommen und vor allem: Was kann Ariane tun?
"Ich mag Dich nicht", hat sich Emma als Stiefmutter schon des Öfteren anhören müssen. Wenn die Aussage von einem Kleinkind kommt, macht das etwas mit Emma. Denn es ist nicht kalkuliert - es trifft sie nicht hart, aber nach 3 Jahren Beziehung merkt sie, dass ihr die Luft ausgeht und sie gerne eine Lösung hätte. Sie fragt sich: "Wie gehe ich damit um, wenn mich Aussagen seines 3,5-jährigen Sohnes treffen? Was kann ich tun oder lassen? Und vor allem, was bedeutet das für uns als Paar und unserem Wunsch nach einer eigenen neuen Familie?" Dieser Fall zeigt die Ambivalenzen und die Komplexität von Patchworkfamilien einmal mehr deutlich auf. Je mehr wir uns mit den Fragen und Perspektiven beschäftigen, desto deutlicher wird, dass es der Sortierung bedarf, um sich nicht zu verstricken. Auch nicht in den eigenen Rollen und Anteilen, die auf so eine Aussage reagieren. Wir gehen in eine kleine Sommerpause und wünschen euch einen schönen Sommer!
Ina hat viel Liebe zu geben und bringt die Offenheit und Bereitschaft mit, sich auf das Abenteuer Patchworkfamilie gemeinsam mit Sebastian einzulassen. Sebastian bringt einiges an Gepäck mit: 3 Kinder, eine kräftezehrende Trennung und viel negative Energie aus der alten Familie. Dennoch träumen sie von einer gemeinsamen großen Patchworkfamilie mit eigenen Kindern. Es braucht diese Energie, um schwierige Emotionen zu meistern und Altes loszulassen. Die Herausforderung ist, nicht in alten Mustern hängen zu bleiben, sondern während des Neuanfangs zu reflektieren und gemeinsam zu lernen. Denn Sebastian tut Ina's seelische und emotionale Unterstützung gut und Ina liebt es, zu helfen und Liebe zu geben. Um gemeinsam gestalten zu können, ist es wichtig sich der Angst zu stellen und Altes loszulassen. Nur so wird Energie für Neues frei - und es besteht die Chance, dass Sebastian sich nicht zwischen den Systemen verstrickt und Ina sich nicht am alten System und der Hoffnung aufreibt, dass es mit der Zeit besser wird. Es braucht viel Mut, denn Sicherheut gibt es nie. Deswegen ist es ein Abenteuer. Keine Entscheidungen zu treffen, ist auch eine Entscheidung, die meist von der Angst geprägt ist. Dann entscheidet euch lieber für Mut und Liebe. Beides sind gute Begleiter.
Schon der Beginn dieser Folge ist von Dankbarkeit geprägt. Viel zu selten schauen wir auf das, was wir bereits besitzen und gelernt haben. In dem Wunsch nach perfekter, heiler Welt, rennen wir immer weiter und wollen noch mehr tun, anstatt Räume für ehrliche authentische Begegnung zu schaffen, die der Beginn für einen wunderbaren Prozess sein können. Unsere Einsenderin bringt diese Dankbarkeit nicht nur für unsere Arbeit mit, sondern auch für Ihre Situation und die neuen Beziehungen. Zumindest aus der E-Mail geht hervor, mit wieviel Neugierde sie auf das Patchworkleben schaut. Auch bei ihr gibt es natürlich Unsicherheiten. So bringt sie 3 Fragen mit, die viele Stief- oder Bonusmütter kennen und die wir gerne aus unseren Perspektiven betrachten. Lasst euch überraschen...
"Ich fühle mich ungewollt, zurückgestellt und sehr unwohl," schreibt uns Svenja, die seit 3 Jahren eine bewusste Fernbeziehung mit Theo führt. Beide verstehen, dass die Kinder ihre Eltern brauchen und ihr Umfeld. Deswegen entscheiden sie sich für diese Form des Patchwork für sich und ihre Kinder im Teenager-Alter. Allerdings hat die Sache einen Haken: Während es bei Svenja zwar eine gute, enge Beziehung mit gesunden Grenzen zum Vater der Kinder gibt, scheint Theo noch gefangen im alten System. So sehr, dass Svenja gar nicht spürt ,ob es eine Vision für sie beide gibt. Denn Theo empfindet sie als störend für das alte System. Dahinter steckt eine Angst, die Kinder zu verlieren und klar und deutlich auszusprechen, was er sich selbst wünscht. Was kann Svenja also tun oder lassen? Denn eines ist für sie klar: Sie kann die Beziehung so nicht mehr weiter leben.
Eigentlich ist es eine schöne Nachricht: Du wirst Papa! Doch was ist, wenn Du in einer wundervollen neuen Beziehung bist, und die Nachricht von einer Frau kommt, mit der Du lange vor der Beziehung nur eine kurze Affäre hattest? Für die Beziehung von Anna und Simon ändert sich einfach alles, als er vor einigen Wochen erfährt, dass er Vater einer Tochter ist. Simon möchte Verantwortung übernehmen und kümmert sich. Unterstützt Tina, wo er kann. Aber wo bleibt Anna? Simon ist so sehr involviert, dass er mehrere Tage die Woche unterwegs ist. So vorbildlich sein Verhalten ist, so sehr leidet zunehmend die Beziehung zu Anna. Sie fühlt sich nicht nur zurückgesetzt, sondern sieht, dass eine andere Frau das Leben mit Simon lebt, dass sie sich wünscht. Wie kann sie damit umgehen? Oder kann das gar nicht funktionieren?
In den letzten Monaten erreichen mich immer wieder Anfragen von Paaren, die gerne den nächsten Schritt gehen und als Patchworkfamilie eine Basis oder ein Nest bauen wollen. Die Gründe sind wie immer unterschiedlich. In dem heutigen Fall schreibt uns Nadine. Ihre Konstellation mit Torsten und auch der Weg, den sie und Torsten beschreiten, scheint nach Plan zu verlaufen. Beide bringen Kinder mit in die Beziehung. Sie haben es langsam angehen lassen und die Kinder zunächst außen vor gelassen. Sie können sich auf sich als Paar konzentrieren, denn die kinderfreie Zeit, haben sie im selben Wochenrhythmus ihres Wechselmodells geplant. So haben sie kinderfreie Zeit gemeinsam und dann wieder eine Woche jeder die Kinder. Mittlerweile haben sich die Kinder kennengelernt und kommen gut miteinander aus - wie Kinder eben sind. So verbringen sie alle gemeinsam Zeit miteinander, wenn die Kinder da sind. Klingt eigentlich hervorragend, wenn da nicht die Distanz zwischen den beiden Wohnorten wäre. Diese macht dem eigentlichen Patchworkfamilienspaß einen Strich durch die Rechnung, da es unglaublich viel Pendelei bedarf und es beim Besuchscharakter bleibt... Wie kann also das neue Familienbild funktionieren, dass sich alle wünschen? Als eine Familie? Wir kennen weder alle Details, noch möchten wir uns anmaßen, zu beurteilen, was die nächsten Schritte unter Beachtung aller Eventualitäten sind. Auch wenn der Wunsch nach einer maßgeschneiderten Lösung verständlich ist, können und wollen wir hier andere Räume öffnen. Welche Ängsten stecken hinter den vielen Fragezeichen? Welche Wünsche und Bedürfnisse stehen hinter dem Zusammenziehen? Und wollen wir eigentlich dasselbe? Es lohnt sich, ein paar andere Perspektiven einzunehmen...
Wenn Erwachsene einen Plan haben, heißt das noch lange nicht, dass Kinder ihn toll finden. Schon gar nicht, wenn es um den Lebensplan oder die Familienplanung geht. Stellen wir uns vor, welche Nöte ein Kind durchlebt in dem Versuch, weder Mama noch Papa zu verlieren, beiden gerecht zu werden, um ja nicht die Verbindung zu verlieren. Häufig stellen sie ihr Bedürfnis nach Autonomie und Selbstwirksamkeit hinten an, um die Sicherheit in der Bindung zu spüren. Steffi kann sich also glücklich schätzen, dass ihr Sohn Timo aufbegehrt, als ein neuer Lebenspartner auftaucht, der auch noch eigene Kinder mitbringt. Er scheint sich sicher in der Bindung zu Mama zu fühlen, dass er ihr zeigen kann, dass ihn etwas stört, dass er Angst hat. Natürlich nicht offensichtlich. Es braucht einen einfühlsamen Blick hinter die Fassade. Aus der Sicht von Timo sind der neue Partner und die Kinder Eindringlinge, die seine Beziehung zu seinen Eltern gefährden. Sein Papa hat vielleicht schon früher Kommentare über neue Lebenspartner gemacht, so dass er lieber nichts mehr erzählt, um Mama zu schützen. Das macht es jetzt wieder anstrengend für ihn. Schon wieder eine Veränderung. Außerdem genießt er womöglich die Mama-Timo-WG: "Ich brauche keinen Ersatzpapa. Ich habe doch schon einen Papa und den sehe ich nur selten", könnten seine Gedanken lauten. Es lohnt sich, die Ängste und Sorgen unserer Kinder zu erkunden, den Raum für diese Gefühle zu öffnen, denn häufig sind unsere gut gemeinten Pläne erstmal vor allem für uns nachvollziehbar und bedienen unsere Bedürfnisse nach Bindung und Nähe. Wie schaffen wir es also allen Bedürfnissen gerecht zu werden? Wie gehe ich mit der Situation um? Wunderbar passend zur letzten Folge haben wir hier eine ähnliche Situation, die sich heute vor allem auf die Perspektive des Kindes einlässt. Viele spannende Impulse wünschen wir euch!
Mittlerweile fährt Tanja (52) gar nicht mehr zu Ihrem Partner Robert (52), da seine Tochter Alina (12) die Hoheit über die Wohnung und das Schlafzimmer in ihren Augen gewonnen hat. Immer wenn sie bei ihm ist, ist es für alle anstrengend. Sie sieht zwar, wie zerrissen er ist, aber schlussendlich zieht sie immer den Kürzeren. Noch schlimmer: er sieht die Schuld allein bei ihr. Sie müsse das mit sich klären und ihre Wunden und Kränkungen heilen. Er kann sie nicht verstehen! Wie kann es weitergehen, wenn er nicht mal versucht meine Situation zu verstehen und auch mal die Perspektive zu wechseln? Schließlich geht es doch um uns als Paar?
Isso! Wenn es eine Sache gibt, die ihr aus dieser Folge mitnehmen könnt, dann die Folgende: Ein wichtiger Baustein im Leben ist die Akzeptanz von Ambivalenzen. Wenn ich mir erlaube, den Raum zu öffnen, das es Phasen im Leben gibt, die nicht einem roten Faden folgen, die nicht perfekt sind, die ich einfach wahr- und annehmen darf, führt das unweigerlich zu mehr Gelassenheit und Liebe. Es ist beruhigend und heilend! Aber von Anfang an: Ralf schreibt uns von seinem Weg, seinem Prozess in der Findung zu sich, einer tiefen Beziehung zu Anne und den wunderbaren Weg, den er geht. Alles scheint perfekt zu sein bis er merkt, dass seine Kinder diesen Weg nicht mitgehen wollen. Das bringt den ganzen Weg und diese wunderbare Idylle wieder ins Wanken, dass er verständlicherweise nicht wirklich akzeptieren möchte und eine Lösung sucht. Denn das ablehnende Verhalten verletzt Anne und ihre Kinder und führt wiederum zu Spannungen. So hatte Ralf sich das nicht vorgestellt. Er wollte eigentlich, wenn die Kinder aus der Schule sind, zu Anne ziehen. Natürlich schauen wir auch hier auf die unterschiedlichen Perspektiven des Systems und erleben einmal mehr, welche Angebote uns das eröffnet. Ein Weg zu mehr Akzeptanz und Annahme ist auf jeden Fall ein großer Schritt und in einer Patchworkfamilie sehr hilfreich!
Paula ist verzweifelt - Sie schreibt uns nach einer weiteren schlaflosen Nacht... Sie kommt aus einer 10-jährigen, toxischen Beziehung, deren Aufarbeitung 2 Jahre Therapie beinhaltete und tiefe Wunden hinterlassen hat. Mittlerweile wohnt ihre Tochter Luise fast zu 100% bei ihr, da ihr Papa nach anfänglichem Tauziehen, scheinbar das Interesse verloren hat. Mit Anton hat sie einen wundervollen Partner gefunden, mit dem sie es langsam angehen möchte, bevor sie ein neues Nest bauen wollen, dass für alle passt. Denn Anton bringt ebenfalls ein Kind mit, Hugo. Ihr Wunsch nach einer gemeinsamen bunten, liebevollen Familie rückt aber immer weiter in die Ferne, statt Realität zu werden. Denn Hugo lehnt alles ab, was mit der neuen Familie zu tun hat: Luise, Paula und gemeinsame Zeit. Es steigert sich zu stundenlangen Wutanfällen. Hugo verweigert alles, lehnt auch immer mehr seinen Vater ab und stellt ihn gerne vor die Wahl: Paula oder ich. Anton steht immer mehr zwischen den Stühlen. Wie kann Paula mit den Verletzungen umgehen und vor allem Anton und Hugo helfen, anstatt tatenlos zuzusehen, wie alles auseinanderbricht?
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