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Kompass Weltwirtschaft
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Seltene Erden gelten als Rohstoffe der Zukunft. Sie stecken in E-Autos, Windrädern und Rüstungsgütern. Wer über diese Rohstoffe spricht, muss auch über Macht, Ausbeutung und globale Ungleichheit sprechen. Denn während Deutschland und Europa eifrig Supermagneten aus China importieren, entstehen die sozialen und ökologischen Kosten des Abbaus anderswo – zum Beispiel in Myanmar. Wie profitiert China vom Rohstoffhunger und wie hängt der steigende Abbau in Myanmar mit dem Bürgerkrieg dort zusammen? Wie beeinflusst der Bedarf an seltenen Erden aktuelle geopolitische Entwicklungen? Und wie können wir den Bedarf nach seltenen Erden reduzieren? Darüber spricht Nora Noll im Kompass Weltwirtschaft mit Michael Reckordt und Maja Wilke, Referent*innen für Rohstoffpolitik bei PowerShift.
Man stelle sich Folgendes vor: Als Reaktion auf den Krieg gegen die Ukraine verhängt die EU Sanktionen gegen russische Oligarchen, friert deren Milliardenvermögen ein – und dann verklagen genau diese Oligarchen europäische Staaten auf Entschädigung. Klingt absurd? Ist aber genau das, was gerade passiert. Und die Summen, um die es geht, sind schwindelerregend.
Vor vier Jahren startete Putin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der bis heute jeden Tag Menschen tötet. Seitdem versucht die EU vermehrt, mit Sanktionen Russland unter Druck zu setzen – die Sanktionen zielen auf mehr als 2700 Personen und Einrichtungen ab. Doch einige Oligarchen versuchen, die Sanktionen zu umgehen: Mithilfe von Schiedsverfahren verklagen sie die Ukraine oder EU-Staaten und fordern Entschädigungen in Milliardenhöhe. PowerShift macht in einem neuen Paper darauf aufmerksam, wie Schiedsverfahren zwischen Investoren und Staaten die europäische Sicherheitspolitik untergraben. Wie bedrohlich sind diese Schiedsverfahren tatsächlich? Und was muss sich in Zukunft ändern? Darüber redet Nora Noll mit Fabian Flues, Referent für Handelspolitik bei PowerShift.
In ihrer neuen Sicherheitsstrategie drohen die USA unter Trump allen Staaten, die den globalen Klimawandel bekämpfen wollen. Mit ihren Exporten fossiler Energie – sei es Öl, Gas oder Atomkraft – wollen die USA globale „Energiedominanz“ erringen. Wörtlich heißt es in der Strategie: „Die Steigerung unserer Energieexporte ermöglicht es uns …, Macht auszuüben“. Mit diesem Machtmittel wollen die USA vor allem die Europäische Union unter Druck setzen.
Hinter verschlossenen Türen verhandeln die EU und USA über ein neues Handelsabkommen. Die Pläne klingen dystopisch. Soziale und Umweltstandards, an die sich auch die USA bislang halten mussten, stehen unter Beschuss. Die EU würde sich zu milliardenhohen Investitionen in die US-Wirtschaft verpflichten. Zugleich droht das Abkommen, demokratische Kontrollen auszuhebeln. Wer profitiert von diesem Deal neben Trump? Und was würde er für Verbraucher:innen, Klima und Demokratie in Europa bedeuten? Darüber redet Nora Noll mit Thomas Fritz, Referent für Handelspolitik bei PowerShift.
Seit Mai 2024 gilt in der EU der Critical Raw Materials Act. EU-Länder sollen dadurch kritische Rohstoffe schneller abbauen können. Die EU betont dabei immer wieder, wie demokratisch diese Prozesse ablaufen. Aber was steckt hinter dem Versprechen von „Beteiligung“? Nicht besonders viel, zeigt eine neue Broschüre von PowerShift. In Portugal und Spanien etwa werden Proteste gegen eine Lithium-Mine kleingehalten. Vor welchen Herausforderungen stehen die Gruppen, die sich gegen Abbauprojekte zur Wehr setzen? Und welche Beteiligungsmaßnahmen bräuchte es, um die lokale Bevölkerung nicht zu übergehen? Darüber spricht Nora Noll mit Vanessa Fischer und Maja Wilke, Referentinnen für Rohstoffpolitik bei Powershift.
Niob ist ein Metall, das viele Hoffnungen erzeugt aber dessen Abbau gleichzeitig Konflikte schürt und verschärft. Er steht in Verbindung mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung. Höchste Zeit also, genauer hinzuschauen.
Wir alle kennen die Bilder vom brennenden Regenwald und Bulldozern, die 100 Jahre alte Bäume überrollen. Der Amazonas wird abgeholzt, immer noch. Und schon bald könnte ein Kipppunkt erreicht sein. Die Zerstörung des weltweit größten Regenwaldes bedroht nicht nur Tiere und Menschen, sie trägt auch massiv zum Klimawandel bei. Zehn Prozent der globalen Treibhausgasemissionen kommen aus dem Abbau und der Weiterverarbeitung von Primärmetallen. Das und mehr hat PowerShift in einem Hintergrundpapier zu Klima und Rohstoffen zusammengefasst. Über die Zusammenhänge spricht Nora Noll mit Constantin Bittner, Referent für Rohstoffpolitik bei PowerShift und Koordinator des Netzwerks AK Rohstoffe.
In unserer Podcast-Folge 66 haben wir beleuchtet, zu welchen Fehlentwicklungen die Handelsabkommen der Europäischen Union in Lateinamerika führen, welche ungerechten Strukturen sie verfestigen. Aber es geht auch anders. Selbst in Zeiten eines sich zuspitzenden Handelskonfliktes mit den USA und China gibt es Alternativen. Wie diese für den Handel mit Ländern des Globalen Südens aussehen könnten, darum soll es in diesem Podcast gehen.
Vor 25 Jahren schloss die EU das erste Handelsabkommen mit einem lateinamerikanischen Land ab: Mit Mexiko. Mittlerweile hat die Europäische Union mit fast allen Ländern Lateinamerikas Handelsabkommen abgeschlossen oder strebt deren schnelle Ratifizierung an, wie im Fall des EU-Mercosur Handelsabkommens. Bettina Müller, Referentin für Handels- und Investitionspolitik bei PowerShift, hat die unterschiedlichen Abkommen unter die Lupe genommen und zieht eine ernüchternde Bilanz. Wohlstand, Wirtschaftswachstum, gute Arbeitsplätze und Umweltschutz? Fehlanzeige. Dabei handelt es sich um leere Worthülsen, mit denen Handelsstrukturen gerechtfertigt werden, die vor allem exportorientierten Unternehmen dienen. Mehr dazu im Kompass Weltwirtschaft mit Nora Noll.
Willkommen zu unserer neuen Folge Kompass Weltwirtschaft To Go. Heute blicken wir auf das Handelsabkommen zwischen der EU und Indonesien – mit einem Fokus auf das Thema Rohstoffe. Denn hinter dem freundlich klingenden Namen "Comprehensive Economic Partnership Agreement", kurz CEPA, verbergen sich knallharte Interessen – und massive Risiken für Mensch, Umwelt und Klima. Doch worum geht es genau?
Alle reden über Trumps Handelskrieg. Währenddessen baut die EU fast unbeobachtet ihre Handelsbeziehungen zu Ländern im globalen Süden aus. So wie mit Indonesien. Am 23. September, nach neun Jahren Verhandlung, unterschrieben die EU-Kommission und Indonesien das Abkommen CEPA, das Comprehensive Economic Partnership Agreement. Damit will die EU sich unter anderem den Zugang zu kritischen Rohstoffen aus Indonesien sichern. Doch was hat die indonesische Bevölkerung davon? Und inwiefern fördert dieses Freihandelsabkommen ein Wirtschaftswachstum auf Kosten von Umwelt und Klima? Darüber spreche ich heute im Kompass Weltwirtschaft mit Alessa Hartmann, Referentin für Handels-und Investitionspolitik von PowerShift.
Stahl ist überall: in Windrädern, Bahntrassen, E-Autos, Gebäuden oder Wasserstoffpipelines. Als Basisrohstoff für die Energiewende ist er kaum zu ersetzen. Allerdings gehört die Stahlindustrie auch zu den energieintensivsten Branchen und den größten industriellen CO₂-Verursachern weltweit. Es braucht einen grundlegenden Wandel der Stahlindustrie. Was kann Wasserstoff dazu beitragen?
Noch vor wenigen Jahren galt Wasserstoff als das Gas der Zukunft. Besonders Brandenburg setzte auf Wasserstoff als nachhaltigen Energieträger und damit auf die Vision, seine Identität als Energieregion trotz Kohleausstieg zu bewahren. Doch der Ausbau läuft schleppend und so manche Stimmen erklären den Hype schon wieder für beendet. Woran hakt es? Und wie wichtig ist Wasserstoff tatsächlich für eine ökologisch und sozial nachhaltige Energiewende? Darüber sprechen Nora Noll und Neelke Wagner, Referentin für Klimapolitik bei PowerShift.
15 Jahre. Solange gibt es schon PowerShift. In 15 Jahren ist viel passiert, wenn wir auf die politischen Themen schauen, mit denen sich PowerShift beschäftigt: Klimagerechtigkeit, Handels-und Rohstoffpolitik. Das Pariser Klimabkommen wurde verabschiedet, es gab eine große Protestbewegung gegen TTIP, Lieferkettengesetze wurden diskutiert und die Handelsmächte haben sich neu geordnet. Powershift hat diese Debatten begleitet und sich selbst weiterentwickelt. Was waren Meilensteine, große Herausforderungen und was erwartet PowerShift von der Zukunft? Darüber spricht Nora Noll mit Tine Laufer, Michael Reckordt, Alessa Hartmann und Peter Fuchs.
Seit 25 Jahren wird es schon verhandelt. Jetzt geht das EU-Mercosur-Abkommen in die heiße Phase. Im September soll das Handelsabkommen zur Ratifizierung in den EU-Rat gehen, danach könnte es bald in Kraft treten - und damit den Export von Pestiziden in die Mercosur Länder Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay extrem ankurbeln. Welche Gefahr die Gifte für Mensch und Umwelt darstellen und wie sich das Abkommen vielleicht noch verhindern lässt, erfahrt ihr in dieser Kompass Weltwirtschaft To Go Folge.
Seit 25 Jahren wird es schon verhandelt. Jetzt geht das EU-Mercosur-Abkommen in die heiße Phase. Im September soll das Handelsabkommen zur Ratifizierung in den EU-Rat gehen, danach könnte es bald in Kraft treten. Powershift begleitet das Abkommen schon seit Jahren und weist auf die sozialen und ökologischen Probleme hin, die durch das Abkommen drohen. Wie der aktuelle Entwurf aussieht, welche Schritte bis zur Ratifizierung fehlen und was die Zivilgesellschaft noch tun kann, das bespricht Nora Noll mit Bettina Müller, Referentin für Handels-und Investitionspolitik von PowerShift.
Die EU will ihre Rohstoffversorgung absichern. Mit diesem Ziel hat das Europa-Parlament im Dezember 2023 den Critical Raw Materials Act beschlossen. Eine Maßnahme daraus, nämlich die Auswahl und Förderung bestimmter strategischer Projekte, wurde jetzt umgesetzt. Auf der Liste steht unter anderem die Lithium-Förderung im landwirtschaftlichen Welterbe Barroso in Portugal. Wie sich die lokale Bevölkerung gegen Lithiumabbau in Barroso wehrt und was der Abbau für Folgen haben könnte, darum geht es in dieser Folge von Kompass Weltwirtschaft To Go.
Die EU will ihre Rohstoffversorgung absichern. Mit diesem Ziel hat das Europa-Parlament im Dezember 2023 den Critical Raw Materials Act beschlossen. Eine Maßnahme daraus, nämlich die Auswahl und Förderung bestimmter strategischer Projekte, wurde jetzt umgesetzt. Wie bewerten die europäische Zivilgesellschaft und PowerShift diese ausgewählten Projekte? Geht die EU damit einen Schritt in Richtung Rohstoffsicherung für die Energiewende? Und welche Probleme könnten entstehen, wenn die EU strategische Projekte wie geplant auch in Drittstaaten auswählt? Darüber spricht Nora Noll mit Michael Reckordt aus dem Rohstoff-Team von PowerShift.
Für effektiven Klimaschutz müssen wir den Rohstoffverbrauch senken und zirkulär wirtschaften, indem wir Rohstoffe wiederverwenden. Das hat die Ampelregierung in den vergangenen Jahren erkannt und im Dezember 2024 die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie verabschiedet. Diese Strategie, kurz NKWS, soll dazu beitragen, dass die Qualität von Rohstoffen und Produkten möglichst lange erhalten bleibt, Materialien sparsam verwendet werden und sie lange im Kreislauf bleiben. Nach den Bundestagswahlen schauen wir von PowerShift auf die Ziele der NKWS und welche Maßnahmen die neue Bundesregierung umsetzen sollte, um diesen Zielen tatsächlich näher zu kommen.























