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Dreierbob
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Dreierbob

Author: Sächsische.de

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Description

Der "Dreierbob" ist der Wintersport-Podcast von Sächische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland, moderiert von Tino Meyer und Fabian Deicke. Die beiden Reporter laden Akteure unterschiedlichster Disziplinen zu Gesprächen ein. Es geht um Perspektiven, Einblicke und Meinungen zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen. Neben sportlichem Wettkampf steht vor allem der Sport und sein gesellschaftlicher Stellenwert im Vordergrund.

Der Podcast geht im Winter 2025/26 in seine siebente Saison. Erstmals erschienen ist er im Februar 2020 anlässlich der Bob- und Skeleton-WM in Altenberg. Auch in der aktuellen Saison wird hinter die Kulissen geblickt - mit Fakten, Hintergründen und vielen spannenden Gesprächen aus der Welt des Wintersports und insbesondere des Bobsports. Großes Highlight werden die Olympischen Spiele in Cortina im Februar 2026.
92 Episodes
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Zwei Wochen Olympia - vorbei wie im Flug. Oder, um es gleich ins richtige Bild zu rücken, fast so schnell rum wie eine Fahrt von oben nach unten auf der Pista olimpica Eugenio Monti, wie der Eiskanal in Cortina heißt. Das Ende der Spiele hätte zudem aus deutscher Sicht packender und emotionaler kaum sein können: Am Samstag rast Laura Nolte im Zweierbob vor Landsfrau Lisa Buckwitz zu Gold. Am Sonntag der nächste Doppelsieg: Johannes Locher wird auch im Viererbob Olympiasieger vor Francesco Friedrich und feiert den krönenden Abschluss einer langen Bobkarriere. Der Wintersportpodcast „Dreierbob“ von Sächsischer Zeitung und Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) war dabei. In dieser großen Olympia-Abschlussfolge kommen alle zu Wort. Die Sieger, die zweiten Sieger - und auch eine Lokalpolitikerin, die sich zwar über Olympia gefreut hat, aber sich jetzt Sorgen um die Zukunft ihrer Stadt macht. Im Mittelpunkt steht jedoch ein letztes Mal das Dauerduell von Bob-Dominator Friedrich und dem ewigen Zweiten Lochner, die beim großen Finale in Cortina allerdings die Rollen getauscht haben. Noch größer, noch emotionaler sind die Szenen danach im Ziel. Beide Weltklasse-Piloten herzlich Arm in Arm. Und sehr wertschätzend reden später dann auch beide übereinander am Podcast-Mikrofon. „Zum Schluss haben wir [...] hier und da was liegen lassen und dann hat Hansi einfach verdient gewonnen“, sagt Friedrich. Und Lochner findet wertschätzende Worte für seinen Dauer-Konkurrenten. Er sagt: „Francesco ist ein krasser Gewinner, aber auch ein guter Verlierer - und das respektiere ich brutal an ihm.“ Wie es für Lochner jetzt weitergeht, ist klar. Der 35-Jährige beendet seine Karriere, ist in Cortina seine letzten Bobrennen gefahren. Und seine Anschieber Thorsten Margis, mit fünf Goldmedaillen jetzt der erfolgreichste Bobfahrer bei Olympia, sowie Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer? Sie verraten ihre Pläne ebenso im „Dreierbob“ wie auch Friedrich, der für die Zeit nach Olympia schließlich angekündigt hatte, zu überlegen, ob es und wie es weitergeht. Nun gibt es erste Tendenzen und Hinweise. Auf Cortina warten indes nun die Paralympics, die am 6. März beginnen. Und danach? Was bleibt von Winterspielen im einstigen Nobelskiort? Gemeinderätin Roberta de Zanna ist einigermaßen skeptisch. Warum erklärt sie im Podcast.
Dieses Duell hat die Bobwelt seit Monaten beschäftigt, fasziniert und mit Vorfreude auf Olympia blicken lassen: Johannes Lochner gegen Francesco Friedrich. Dass es ein enges Rennen werden könnte, davon waren Fans, Experten, Trainer und auch Sportler allesamt überzeugt. Doch es kam anders. Lochner krönt sich mit Bestzeiten in allen vier Läufen im Eiskanal von Cortina zum Olympiasieger im Zweierbob. 1,34 Sekunden Vorsprung am Ende, das ist nicht nur eine Machtdemonstration, das wirft auch die Frage auf: Warum so deutlich? Der „Dreierbob“ geht auf Antwortsuche – und das direkt am Ort des Geschehens an der Pista Olimpica Eugenio Monti. Lochner und Friedrich sowie ihre Anschieber sagen, was war und vor allem, warum es so gekommen ist. Hat er damit gerechnet, dass es so klar ausgeht? Lochner, der Mann vom Königsee, sagt ohne Umschweife: „Insgeheim schon.“ Er habe gewusst, dass er es draufhat, erzählt er im Podcast – und erklärt, warum ihn die Bahn in Cortina so gut liege. Auf der anderen Seite Friedrich, der Dominator der vergangenen Jahre, viermaliger Olympiasieger und nun bei Olympia erstmals von Lochner besiegt. Der Pirnaer hat alles auf Gold gesetzt und zeigt sich im entscheidenden Moment als fairer Sportler. „Wir sind zufrieden, es spiegelt diese Saison wider. Silber sieht verdammt cool aus, muss man auch sagen.“ Und weiter: „Wir müssen das neidlos anerkennen. Der Hansi hat verdient gewonnen.“ Schließlich führt die Antwortsuche auch nach Potsdam. Dort leitet der frühere Weltklasse-Anschieber Kevin Kuske am Olympiastützpunkt die Bobsparte – und ist Trainer von Lochners Anschieber Georg Fleischhauer. Der sagt im Podcast jetzt: „Kevin ist der Architekt dieses ganzen Erfolgs, dieses Konstrukts.“ Wie das genau gemeint ist, wird im „Dreierbob“ vertieft. Genauso die Frage, warum sich manche Athletinnen und Athleten in den vergangenen Tagen über die Stimmung und die Organisation an manchen Wettkampfstätten beschwert haben. Spoiler: Da ist was dran, sagt Co-Host Tino Meyer, der vor Ort ist, aber trotzdem olympisches Flair in vollen Zügen genießt.
Sie haben nicht etwa Gold verloren, Susanne Kreher und Axel Jungk sind Silbermedaillengewinner dieser Olympischen Winterspiele. Und das zunächst in ihren Einzelentscheidungen bei den Skeleton-Wettbewerben im Cortina Sliding Centre sowie zum Abschluss auch als Sachsen-Express beim neuen Mixed-Team-Event. Wie sich das anfühlt, diese Sensation im Eiskanal? Davon erzählen beide Skeletonis vom Dresdner SC emotional im „Dreierbob“, dem Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Tatsächlich übertrifft Team D bäuchlings und mit dem Kopf vornweg alle Erwartungen, vor allem auch die eigenen – allen voran Susanne Kreher. Erst vier Wochen vor Olympia hatte sie sich mit einem zweiten Platz beim Weltcup-Finale in Altenberg das Ticket für Cortina gesichert. Nun kehrt die 27-Jährige mit zwei silbernen Medaillen nach Hause – die goldig glänzen, wie Bundestrainer Christian Baude betont, und die absolut verdient sind, wie die Olympiasiegerin Janine Flock aus Österreich im Podcast sagt. Natürlich geht es zum Auftakt der Bob-Woche bei Olympia im „Dreierbob“ aber auch ums Bobfahren. Besprochen werden die aussichtsreichen Chancen für die Frauen, das ewige Duell Lochner/Friedrich und der Besuch von Podcast-Host Fabian Deicke in der Uniklinik Dresden. Dort nämlich hat Physiotherapeut Justin Förster mit seinen magischen Händen großen Anteil daran, dass bei Bob-Anschieber Alexander Schüller alles geschmeidig läuft. Schüller, der aus dem sächsischen Steina kommt, startet bei den Olympischen Spielen im Zweier- und Viererbob im Team Friedrich. Förster begleitet Schüller schon seit mehreren Jahren und behandelt „seinen Athleten“ bis zu dreimal die Woche. Seine Arbeit beschreibt er als langfristige, manchmal auch detektivische Suche nach dem besten Zusammenspiel aus physischer und psychischer Gesundheit. „Also wir suchen manchmal die Nadel im Heuhaufen, ob irgendwo ein Gelenk nicht richtig steht, irgendein Muskel zu viel oder zu wenig Spannungen hat“, erklärt Förster. Und Stichwort Spannung: An der wird es den Bob-Rennen in dieser Woche nicht mangeln. Der „Dreierbob“ parkt ab jetzt den Rest der Woche ganz sicher fest am Eiskanal in Cortina ...
Trauma überwunden, Traum erfüllt: Julia Taubitz heißt die neue Rodel-Olympiasiegerin. Dabei ist die 29-jährige Weltklasse-Athletin aus dem Erzgebirge bei der Entscheidung im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo alles - nur nicht Favoritin. Anders vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking war es genau andersherum. Und damals wie diesmal dabei: der Wintersportpodcast „Dreierbob“ von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Damals stürzte Taubitz, diesmal fuhr sie allen davon und gewann mit einem Rekord-Vorsprung. Am Podcast-Mikrofon erzählt die Weltklasse-Rodlerin, wie sie das Trauma verarbeitet hat und damit ihr Kindheitstraum überhaupt noch wahr werden konnte. Für das Gespräch trifft sie sich mit Dreierbob-Co-Host und SZ-Sportchef Tino Meyer im Deutschen Haus. Zu diesem Zeitpunkt ist der Triumph gerade einmal gut zwölf Stunden her. Sie sagt: „Es ist irgendwie immer noch so ein bisschen unreal, muss ich ehrlich sagen.“ Die Medaille hängt um ihren Hals, 506 Gramm ist sie schwer, dennoch muss sich das Olympiasiegergefühl erst noch richtig einstellen. „So ein wenig realisiert habe ich es, aber es ist noch nicht ganz angekommen.“ Taubitz schildert in dem Gespräch noch einmal ihre Erlebnisse aus dem entscheidenden vierten Lauf. In diesem Moment, so beschreibt sie es auch, habe sich nicht nur ihr Traum erfüllt, sondern es sei eine Art Wiedergutmachung passiert. Sie erzählt, wie sie sich nach einem Sturz bei den Spielen 2022 von diesem bitteren Erlebnis erholt habe und wie sie gelernt habe, aus Niederlagen Kraft zu ziehen. „Du lernst nur, wenn du irgendwann mal auf den Mund fällst“, sagt sie jetzt. Emotionale, einordnende und sehr wertschätzende Worte findet auch Bundestrainer Patric Leitner. Auch er erinnert noch mal an die Szenerie bei Olympia 2022. Und: Leitner spricht Merle Fräbel Mut zu. Die 22-Jährige hat am Dienstag das erlebt, was Taubitz vor vier Jahren durchgemacht hat. In aussichtsreicher Position liegend und mit Siegchancen unterlief ihr ein Fehler. Der Olympiatraum zerplatzte im dritten Lauf. Leitner sagt: „Krone richten, Kopf hoch, deine Zeit wird noch kommen.“
Gold, Silber, Bronze - das deutsche Team gewinnt einen kompletten Medaillensatz und alle Welt redet über Lindsey Vonn, die polarisierende, schwer gestürzte US-Amerikanische Skirennläuferin. Damit wäre das erste Olympia-Wochenende in einem Satz zusammengefasst, nur eben noch lange nicht alles gesagt für den emotionalen Auftakt bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo. Eine Einordnung der Ereignisse verbunden mit reichlich Emotionen gibt es deshalb im „Dreierbob“, der natürlich vor Ort ist. Im Fokus dabei: natürlich die Hauptdarsteller des dramatischen wie erfolgreichen Sonntags, und zwar in der sportlichen Reihenfolge. Im Mittelpunkt steht Rodler Max Langenhan, der den ersten Olympiasieg für Team D im Eiskanal von Cortina einfuhr und danach sein Gold am liebsten „in Tausend kleine Stücke” zerhackt hätte. Warum? Erzählt er im „Dreierbob“. Und der Thüringer verrät auch, wieso er die so ersehnte Medaille gar nicht gerne um den Hals trägt. Ebenso Thema in dieser Folge quasi direkt aus Cortina ist das Drama um die als Drama-Queen bekannte Lindsey Vonn. Ihr Sturz zu Beginn der Abfahrt sorgt auch am Tag danach für teils kontroverse Diskussionen - und macht die Silbermedaille für Emma Aicher aus Berchtesgaden fast zur Nebensache. Und auch Bronze für die deutsche Biathlon-Mixed-Staffel wird im „Dreierbob“ gefeiert - hat doch Sachsens bester Skijäger Justus Strelow als hoch zuverlässiger Startläufer und Schütze großen Anteil daran. Dazu macht der „Dreierbob“ den Stimmungscheck mit ersten Eindrücken aus dem Wintersportort Cortina, wo sich Podcast-Host Tino Meyer aufhält, und auch aus Mailand. Dort macht Franziska Höhnl eigentlich gerade Urlaub, aber die Reporterin von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung hat sich trotzdem umgesehen und erklärt schließlich, wieso sie sich nach ihrem Rundgang „ein bisschen unterwältigt” gefühlt hat.
Dass Olympische Spiele etwas besonderes sind, bedarf eigentlich keiner Erklärung. Sie finden nur alle vier Jahre statt, es treffen sich konzentriert in einer Region die besten Sportlerinnen und Sportler der Welt und eine olympische Medaille toppt sowieso alles, worum es im Sport sonst immer geht. Dennoch ist in diesen Tagen ein Satz immer wieder zu hören: „Dieses Olympia wird besonders“. Ist da was dran? Werden die Spiele, die an diesem Freitag beginnen, wirklich besonderer als besonders? Der „Dreierbob“ geht dieser Frage nach und startet - wie sollte es auch anders sein - in eine besondere Zeit. Denn der „Dreierbob“ schaut nicht nur zu, sondern er steuert mitten hinein ins olympische Geschehen. Tino Meyer, Sportchef bei der Sächsischen Zeitung, reist nach Cortina d’Ampezzo. Im Gepäck hat er neue Schuhe (Anm. d. Red.: Das ist ein Running Gag, hören Sie einfach regelmäßig den Podcast), ein Mikrofon und einen klaren Plan: ganz nah ran an die deutschen Athletinnen und Athleten kommen, Stimmen sammeln und mit Co-Host Fabian Deicke regelmäßig im Podcast alles besprechen, auswerten und diskutieren. So weit der Olympia-Plan für den „Dreierbob“, in dieser Warm-up-Folge am Tag vor der Eröffnungsfeier erzählen aber auch noch fünf sächsische Teilnehmer, wie sie sich auf das Highlight vorbereitet haben und mit welchen Erwartungen sie nach Norditalien reisen. Mit dabei sind Biathlet Justus Strelow, die beiden Dresdner Skeletoni Susanne Kreher und Axel Jungk, Bob-Anschieber Jörn Wenzel und natürlich Francesco Friedrich. Der Pirnaer will in Cortina sein drittes Doppelgold erreichen, also die Siege im Zweier- und Viererbob einfahren. Im Interview verrät er, was ihn zuversichtlich stimmt.
Der Bob- und Skeleton-Weltcup in Altenberg ist speziell, denn der Eiskanal im Osterzgebirge ist einer der schwierigsten der Welt. Und die Rennen im Kohlgrund sind immer auch besonders stimmungsvoll sowie ein echtes Heimspiel - auch für den Dreierbob, den Wintersportpodcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina steht der Höhepunkt in dieser Wintersport-Saison natürlich in dieser Folge im Fokus. Und eigentlich sollte es darin um das ewige Duell zwischen Bobdominator Francesco Friedrich und seinem Herausforderer Johannes Lochner gehen, die in dieser Saison die Rollen getauscht haben. Doch nach den aktuellen Eindrücken von Altenberg könnte es mit Adam Ammour einen lachenden Dritten im deutschen Team geben. Am Sonntag ist er der Überraschungssieger im Viererbob. „Jetzt wollen wir das Momentum mitnehmen”, sagt er im Podcast. Und Friedrich? Der Heimweltcup, die Generalprobe vor Olympia - zwei Rennen, kein Sieg. Nach dem Vierer macht er seinem Frust Luft. „Entweder wir machen hier Rennsport oder lassen es sein”, schimpft er ins „Dreierbob”-Mikrofon und hadert mit dem Eis in der Bahn. Das ist diesmal nicht gespritzt worden, um die Geschwindigkeiten zu begrenzen, um so das Sturzrisiko zu minimieren. Außerdem zu hören: - Laura Nolte, die Gesamtweltcupsiegerin in Mono- und Zweierbob geworden ist und als Top-Favoritin zu Olympia reist, - Susanne Kreher, die Skeletoni aus Dresden, die beim Heimweltcup in Altenberg ihr Olympiaticket gelöst hat, - Armin Schuster (CDU), Sachsens Innenminister, der über die Bedeutung Altenbergs für den deutschen Wintersport spricht, - und: Marc Rodloff, Fan von Francesco Friedrich und der Mann, mit dem der Bobdominator im Sommer gelegentlich Rennrad fährt.
Der Olympia-Winter nimmt jetzt so richtig Fahrt auf, und in der Jahresauftakt-Folge des Dreierbobs ist das nicht nur ein sprachliches Bild. Zu Gast diesmal: Michael Rösch, Biathlon-Olympiasieger 2006, TV-Experte bei Eurosport - und mittlerweile auch bekannt geworden mit ausgefallenen Ideen. Zum 20. Mal jährt sich in diesem Februar sein größter sportlicher Erfolg, und wieder finden die Olympischen Winterspiele in Italien statt. Das sind die Eckpfeiler von Röschs neuestem Projekt. Mit einem Fiat Panda, seit Kindertagen sein Lieblingsauto, will er sich auf den Weg zu Olympia machen, um als TV-Experte im Einsatz zu sein - und um auf dem Weg dorthin Spenden einzusammeln. 44 Sportlerinnen und Sportlern mit geistiger Behinderung sowie zwölf Begleitpersonen ohne Behinderung soll damit die Teilnahme an den Special Olympics im Juni in Saarbrücken ermöglicht werden. „Es war eigentlich eine Schnapsidee, als es um das Jubiläum meines Olympiasiegs ging – und nun ist dieses große Projekt daraus geworden“, sagt Rösch, der seit vielen Jahren in Dresden lebt und die Aktion mit der Lebenshilfe Dresden sowie der Stiftung Lichtblick umsetzt. Der Clou: Jeder Spender, der ihm zudem ein Foto zuschickt, ist dann auch bei Olympia mit dabei. Denn Rösch lässt die Bilder auf den Fiat drucken. Die Aktion mit den Fotos läuft bis zum 26. Januar (gespendet werden kann noch länger), dann wird der Oldtimer startklar gemacht. Und am 2. Februar fährt der 42-Jährige los ins 800 Kilometer entfernte Antholz, wo die olympischen Biathlon-Wettbewerbe ausgetragen werden. Die Dreierbob-Hosts Tino Meyer und Fabian Deicke haben direkt während der Podcast-Aufnahme ihre Spende inklusive Foto abgeschickt. Wer das auch machen will: Hier geht es zur Aktion auf der Plattform „Gofundme“ Und natürlich blickt Rösch im Podcast auch aus sportlicher Sicht auf den Saisonhöhepunkt, spricht über Ambitionen und Aussichten der deutschen Athletinnen und Athleten und insbesondere auch von Justus Strelow, Sachsens besten Biathleten. Herausfordernd für ihn wie alle anderen: Die Sportstätten von Antholz liegen auf etwa 1600 Meter Höhe, was eine besondere Vorbereitung verlangt. Auf die Frage, ob drei Biathlon-Medaillen fürs deutsche Team bei Olympia realistisch sind, muss Rösch nicht lange überlegen. „Es können auch viel mehr werden“, meint er, wohlwissend dass gerade beim Saisonhöhepunkt mit den fünf Ringen vieles zusammenpassen muss. So wie vor 20 Jahren, als Rösch als zweiter Starter mit zwei Schnellfeuereinlagen am Schießstand die deutsche Mannschaft auf Goldkurs brachte. Auch davon erzählt er im Dreierbob, und er verrät seine Vorsätze fürs neue Jahr.
Er kam, sah, und er siegte auch. 2020 bei den ersten Olympischen Jugendspielen überhaupt fuhr Alexander Czudaj zur Goldmedaille im Monobob. Spätestens seitdem wird der mittlerweile 23-Jährige regelmäßig auf seinen Vater Harald angesprochen, der 1994 in Lillehammer bei den „großen“ Winterspielen den Olympiasieg einheimste. Natürlich kommt Czudaj junior auch im „Dreierbob“ nicht an der Frage vorbei. Ist es nicht manchmal eine Bürde, einen prominenten und noch dazu erfolgreichen Vater zu haben? Und wie ist das, wenn man - zumindest in sächsischen Bobkreisen - mitunter als möglicher Nachfolger von Francesco Friedrich bezeichnet wird? Im Podcast spricht Czudaj junior darüber, wie er seinen eigenen Weg an die Spitze gehen will. Und er macht klar, was seine Ziele sind: Im nächsten Winter Weltcup und 2030 Olympia.
Nach vier Rennen in der neuen Bob-Saison steht es im Dauerduell zwischen den Weltklasse-Piloten Johannes Lochner und Francesco Friedrich 3:1. Der Bobdominator, wie Friedrich auch genannt wird, dominiert noch nicht. Ist das ein Zeichen der Schwäche? Oder - das behaupten manche Beobachter zu Beginn dieses Olympia-Winters - sogar die Wachablösung? Von wegen - entgegnet einer, der es wissen muss: Martin Grothkopp. 2018 hat der Dresdner den Friedrich-Viererbob mit zu Olympiagold geschoben, er startete 65-mal im Weltcup (54-mal Viererbob, 11-mal Zweierbob), wurde viermal Welt- und zweimal Europameister. Im Podcast „Dreierbob“ sagt Grothkopp: „Das Duell Friedrich-Lochner wird massiv weitergehen. Und die Messe wird ganz am Ende in Cortina gelesen." Grothkopp sieht die größeren Vorteile aufseiten seines früheren Team-Chefs. Der habe mehr Erfahrung im Umgang mit Druck in entscheidenden Phasen - und: "Er hat den Killerinstinkt." Allerdings, so der frühere Anschieber weiter, sei Lochner ein ausgezeichneter Sportler. Das Duell mit Friedrich, egal wie es ausgehen möge, tue dem Bobsport gut. Außerdem geht es in dem ausführlichen Interview um Grothkopps Engagement beim Dresdner Sportclub, wo er die Abteilung Bob, Skeleton und Rodeln mit gegründet hat. Der Dopingfall um den Sprinter und Bob-Anschieber Simon Wulff, der beim DSC trainiert, ist ebenfalls Thema des Gesprächs. Grothkopp berichtet darüber, wie mit dem Fall im Verein umgegangen werde und wieso "die ganze Geschichte massiv unglücklich gelaufen" ist. Und schließlich erzählt Grothkopps noch von seinem Hauptjob. Als Projektmanager bei der Dresdner Firma Solarwatt sorgt er dafür, dass auch auf Dächer von außergewöhnlichen Immobilien Solarmodule kommen. Ein Gefängnis in Münster, der denkmalgeschützte Kulturpalast in Dresden oder das Olympiastadion in Berlin, die Liste der von Grothkopp ausgestatteten Dächer ist schon fast so lang wie die seiner Erfolge.
Drei Minuten, 22 Sekunden und 45 Hundertstel! Das ist nicht irgendeine Zahlenfolge, das ist die zusammengerechnete Zeit nach den vier Läufen des Zweierbob-Rennens der Frauen bei den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea. Und es ist die Siegerzeit von Mariama Jamanka, mit der sie sich damals ohne vorher je ein großes Rennen gewonnen zu haben zur Olympiasiegerin krönte. Im Podcast „Dreierbob” von Sächsischer Zeitung und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht die frühere Weltklasse-Bobpilotin über den größten Moment ihrer aktiven Laufbahn - und darüber, warum ihr dieser Erfolg zwar viel, aber längst nicht alles bedeutet. Die heute 35-Jährige studiert inzwischen Psychologie in Berlin und arbeitet als Reporterin für die ARD. Sie dreht große TV-Dokumentationen, moderiert den Sportblock im vom MDR produzierten Mittagsmagazin und berichtet für die Sportschau von Bobbahnen überall auf der Welt. Im Podcast-Interview verrät sie, wie sie das alles unter einen Hut bekommt und wieso es ihr jetzt hilft, dass sie als Leistungssportlerin lernen musste, in schwierigen Phasen mit hohem Erwartungsdruck umzugehen. Ein Gespräch über Ehrgeiz, Neuanfang und die Freiheit, selbst zu bestimmen, was wichtig bleibt. Oder, wie Jamanka es selbst sagt: „Ich bin tatsächlich fein damit, auch so ein bisschen zurückzutreten.“
Dass der bevorstehende Winter ein besonderer wird, ist schon in diesen Tagen zu spüren - und auch gleich in der ersten Folge der neuen Staffel Dreierbob, dem Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Olympia ist eben nur alle vier Jahre - und in vielen Sportlerbiografien ein tatsächlich einmaliges Erlebnis. Er übertrifft auch diesbezüglich alles: Francesco Friedrich. Für den Bobdominator, unter anderem zweimal zweifacher Olympiasieger, werden es die vierten Spiele sein, wenn sich im Februar 2026 in Cortina d‘Ampezzo die Elite des Wintersports zu dem alles überragenden Höhepunkt trifft. Im italienischen Dolomiten-Dorf, bekanntgeworden in den 1950er-Jahren durch den legendären Eugenio Monti, will Friedrich seine ohnehin schon außergewöhnlich erfolgreiche Karriere endgültig krönen. Und danach den Schlitten für immer in die Garage stellen? Der Dreierbob fragt nach - und Friedrich antwortet ausführlich. Der 35 Jahre alte Weltklasse-Pilot aus Pirna spricht über seine Erwartungen an die Olympia-Saison und die Spiele selbst, und er erzählt von der nicht konfliktfreien Sommervorbereitung. Dass er beim Hausputz von der Leiter fiel und sich an der Hand verletzte, ist dabei eine Anekdote, über die Friedrich schmunzeln kann. Wenngleich er auch sagt: „Das war ein Warnschuss.“ Außerdem berichtet Gerd Leopold, stellvertretender Bundestrainer und seit 17 Jahren Heimtrainer von Friedrich, wie das deutsche Team aufgestellt ist. Dabei geht es auch um den Wettkampf der Dauerrivalen Friedrich und Johannes Lochner. Zudem geht es auch um die Folgen des Dopingfalls bei Anschieber Simon Wulff. Und schließlich berichtet noch Jens Morgenstern, der Chef am SachsenEnergie-Eiskanal, von Bauarbeiten und einem kniffeligen Defekt, der die Saisonvorbereitung turbulent werden ließ.
Ein guter Wintersportler, das ist bekannt, wird im Sommer gemacht. Und ein sehr guter Wintersportler, das ist zumindest in Sachsen mittlerweile Tradition, wird im April geehrt - beim Empfang von Landessportbund Sachsen und dem für den Sport im Freistaat verantwortlichen Innenministerium. Allen voran auch diesmal: Weltklasse-Rodlerin Julia Taubitz, die im vergangenen Winter drei WM-Goldmedaillen im kanadischen Whistler gewann, sowie Bobdominator Francesco Friedrich, der gut 5.000 Kilometer östlich im nordamerikanischen Lake Placid zwei WM-Erfolge einfuhr. Was die Annabergerin mit dem Pirnaer verbindet, ist zudem der Sieg im Gesamtweltcup sowie der Blick zurück verbunden mit der Vorschau auf das, was kommt, im „Dreierbob“, dem Wintersportpodcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland. Auch das gehört inzwischen zum Abschluss einer Saison dazu. Zugleich gibt es eine Premiere in dieser Folge: Mit Selina Freitag ist erstmals eine Skispringerin am „Dreierbob“-Mikrofon. Die 23-Jährige aus dem Erzgebirge hat mit zwei Silbermedaillen bei der WM in Trondheim für Schlagzeilen gesorgt und die erfolgreichste Saison ihrer Karriere absolviert. Im Interview erzählt sie davon. Wie bei Taubitz und Friedrich stellt sich natürlich auch bei Freitag die Frage, mit welchen Erwartungen und Wünschen sie auf die nächste, die olympische Saison blickt. Mit dem Trio wird Sachsen in jeden Fall drei Top-Kandidaten für Top-Platzierungen am Start haben, wobei es vor allem bei den Kufen-Assen um mehr als lediglich Medaillen geht. Die haben sie fest eingeplant - und den Olympiasieg als Ziel. Bis zum Saisonstart ist indes noch reichlich Zeit, das Training aber hat bereits wieder begonnen. Und nachdem Julia Taubitz vor einem Jahr das Surfen lernte, ist sie diesmal läuferisch unterwegs - bei einem Halbmarathon in den Alpen. Wo genau, mit wem zusammen und warum, auch das erzählt sie in der letzten Folge „Dreierbob“ für diese Saison.
Es waren aufregende, ereignisreiche, mitunter turbulente, heiße und kalte, vor allem aber erfolgreiche Tage für die deutschen Bobfahrerinnen und Bobfahrer bei der Weltmeisterschaft in Lake Placid. Im berühmt-berüchtigten Eiskanal am Mount van Houvenberg haben sie in der Vergangenheit selten etwas Großes gewonnen – und diesmal so richtig abgeräumt. Die schwarz-rot-goldige Bilanz: insgesamt neun von zwölf möglichen Medaillen, darunter drei von vier Siegen. Für den krönenden Abschluss, so hat das Bundestrainer René Spies gesagt, haben dabei die Frauen gesorgt mit ihrem nicht für möglich gehaltenen Dreifach-Triumph im Zweierbob gesorgt. In der WM-Bilanz des „Dreierbobs“, dem Wintersportpodcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland, sprechen die neuen Weltmeisterinnen Laura Nolte und Deborah Levi über ihren Titel, den sie eigentlich schon im Vorjahr bei ihrer Heim-WM in Winterberg gewinnen wollten. Für Nolte und Levi, die zusammen im Zweierbob starten, hat es also nun ausgerechnet auf der Heimbahn der US-Amerikanerinnen geklappt. Für Nolte gab es dazu noch Silber im Monobob. Die beiden Sportlerinnen machen deutlich, warum der Eiskanal von Lake Placid ein besonderer ist – und vor allem besonders anspruchsvoll und herausfordernd. Das ist zugleich die Steilvorlage für Brigitte Schmailzl, Physiotherapeutin aus München, spezialisiert auf Atmung und seit elf Jahren mit der Bob-Nationalmannschaft unterwegs. „Die Bahn in Lake Placid ist schon eine ordentliche Möbelei.“, sagt Schmailzl im Podcast. Die Sportlerinnen und Sportler müssten nach ihren Fahrten intensiv betreut werden. "Sie haben nach den vielen Erschütterungen einfach wahnsinnig viel Druck im Körper." Und wie sie den aus eben diesen raus bekommt, erklärt die Therapeutin. Und sie sagt auch, wie es Bobdominator Francesco Friedrich immer wieder schafft, den nicht nur sprichwörtlich langen Atem zu beweisen und zum Saisonhöhepunkt abzuliefern. Mit seinem Team fährt der Pirnaer in Lake Placid schließlich die WM-Titel 15 und 16 ein. Seine Karriere krönen möchte Friedrich ebenso wie der erneut zweimal besiegte Dauerherausforderer Johannes Lochner in einem Jahr bei Olympia – in Cortina!? Ob Ausrufe- oder Fragezeichen, das ist bis zuletzt nicht ganz klar gewesen, weil die italienischen Gastgeber die Bahn auf den letzten Drücker und nun in Rekordtempo bauen. Dass es gelingt, davon ist Heike Größwang überzeugt. Die Generalsekretärin des Bob- und Skeleton-Weltverbandes IBSF zieht im Podcast zum einen WM-Bilanz und schaut zum anderen voraus auf Cortina. Dort, das betont sie, wird es bereits Ende März die ersten offiziellen Testfahrten geben. Der Plan B des Internationalen Olympischen Komitees, also die Eiskanal-Wettbewerbe in Lake Placid statt Cortina, werde nicht benötigt. Größwang sagt: "Daran gibt es keinen Zweifel."
Nach dem WM-Sieg im Zweier ist vor dem WM-Sieg mit dem Vierer? So einfach geht das selbst bei Bobdominator Francesco Friedrich nicht, auch wenn es mittlerweile den Anschein macht. In Lake Placid hat der Pirnaer, schon jetzt der beste, weil erfolgreichste Bobpilot aller Zeiten, seinen 15. Titel perfekt gemacht – auf spektakuläre, fast unglaubliche Art und Weise. 0,02 Sekunden lagen er und sein Anschieber Alexander Schüller vier, fünf Kurven vor Schluss zurück, 0,03 Sekunden betrug im Ziel dann ihr Vorsprung. So spannend war Bobsport lange nicht mehr. Ein Herzschlagfinale verbunden mit emotionalen Extremen. Und nicht nur Johannes Lochner, Dauerkonkurrent und nun zum neunten Mal bei Olympia oder WM auf Platz zwei hinter Friedrich, fragt entnervt wie bewundernd: Wie macht der das nur? Die Antworten gibt es im "Dreierbob", dem Wintersportpodcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland. Diese Folge fasst die Ereignisse des ersten Wochenendes dieser Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft zusammen, ordnet ein und bietet Hintergründe. Dazu die O-Töne der Protagonisten: Was also sagen Friedrich, Lochner sowie deren Anschieber Alexander Schüller und Georg Fleischhauer zur dramatischen Entscheidung im Zweier der Männer? Eine Erklärung liefert zudem Gerd Leopold, der stellvertretende Bundestrainer aus Riesa und zugleich Friedrichs Heimtrainer. Dabei fällt es ihm hörbar schwer, und das ist ein Puzzleteil für den immer wiederkehrenden Erfolg, den Sieg zu genießen. „Es gibt Dinge, die müssen wir nächstes Jahr besser machen. Das wissen wir, und das haben wir uns jetzt schon gesagt“, so Leopold. Denn im nächsten Jahr stehen dann die ganz großen, die allerwichtigsten Rennen an, dann ist Olympia. Den WM-Titel im großen Schlitten am kommenden Wochenende, den hätten sie trotzdem sehr gerne, Friedrich wie auch Lochner. Und vielleicht wiederholt sich ja Geschichte: 2017 wurden beide zeitgleich Viererbob-Weltmeister. Und apropos Olympia: Das haben auch die beiden sächsischen Skeletoni Susanne Kreher und Axel Jungk fest im Blick. Jungk, gerade 34 alt geworden, feiert in Lake Placid überraschend Bronze. Kreher wird nach einem verkorksten ersten Lauf noch starke Sechste. Beide sind im Dreierbob im Interview.
Die eine Medaille hat er sich so sehr vorgenommen, und dann sind es sogar zwei geworden. „Das ist natürlich praktisch und nehme ich gern so mit“, sagt Justus Strelow mit verschmitztem Grinsen in dieser Folge „Dreierbob”. Gemeint sind die Bronzemedaillen im Single-Mixed-Wettbewerb und in der Mixed-Staffel, die der aus dem sächsischen Schmiedeberg stammende Biathlet im Februar bei der Weltmeisterschaft in Lenzerheide fürs deutsche Team, aber natürlich zuallererst auch für sich selbst gewonnen hat. Medaillen bei einem Großereignis sind immer etwas Besonderes, bei Strelow gilt das jedoch umso mehr. Denn sieht man einmal ab von einem ersten Platz in einem Single-Mixed-Rennen beim Weltcup in Antholz in der Vorsaison, sind eben diese beiden dritten Plätze bei der WM jetzt die bisher größten sportlichen Erfolge in seiner Karriere. Doch der 28-Jährige macht schnell klar: Ausgelassen feiern konnte er das nicht. Allein die Zeit würde dazu schon fehlen, meint Strelow, der für das Podcast-Gespräch aus dem Team-Hotel der deutschen Mannschaft im tschechischen Nové Město zugeschaltet ist. Dort steht am kommenden Wochenende der nächste Weltcup auf dem Programm, die Saison ist schließlich längst noch nicht vorbei. „Es gilt also immer noch die Spannung zu halten für die letzten noch ausstehenden Rennen, weil ich noch andere Ziele habe“, betont Strelow. Der Biathlet erzählt, was er sich für den Rest dieser Saison noch vorgenommen hat. Ein Platz unter den besten 15 im Gesamtweltcup wäre schon toll, aktuell steht er auf Rang 17. Fest im Blick, auch wenn er darüber noch gar nicht so richtig sprechen mag, hat er auch Olympia in einem Jahr. Wie bereitet er sich auf diesen nächsten Karriere-Höhepunkt vor? Wird er wieder wie im vergangenen Sommer einen Marathon unter drei Stunden laufen? Und wie wichtig ist für ihn, den Einzelsportler, eigentlich die große Biathlon-Mannschaft, mit er etwa 180 Tage im Jahr zusammen unterwegs ist? Antworten auf diese vielen Fragen liefert das gut 40 Minuten lange Gespräch mit Justus Strelow. Und ganz nebenbei wird auch geklärt, wieso ein Ritual mit Kaffee und Kuchen einen nicht ganz unwesentlichen Anteil am Erfolg des Sachsen hat.
Sekundenbruchteile entscheiden im Spitzensport oft über Sieg oder Niederlage. Es gleicht also umso mehr einer Kunst, wenn sich Athletinnen und Athleten mitunter jahrelang auf genau den einen Wettkampf vorbereiten. Hartes körperliches Training, Schweiß, Entbehrungen: All das ist nötig in der nicht selten als „Mission“ titulierten Vorbereitung für den Gewinn einer Medaille bei Großereignissen wie Olympia und Weltmeisterschaften – oder eben einer neuen persönlichen Bestleistung. Weil Sport von Menschen und bestenfalls mit, nicht von Maschinen betrieben wird, dürfte klar sein: Auf den Schultern von Spitzensportlern lastet in solchen Situationen enormer Druck. Die Problemzone, um im Bild zu bleiben, liegt dabei allerdings genau dazwischen, nämlich im Kopf. Womit das Thema für diese Folge „Dreierbob“, dem Wintersportpodcast von Sächsische.de und Redaktionsnetzwerk Deutschland, klar umrissen ist: Es geht um mentale Fitness und vier überraschende Erkenntnisse. Zu Gast ist die Dresdner Sportpsychologin Grit Reimann. Sie sagt, was grundsätzlich gilt: „Wenn ich mental fit bin, kann ich zum entscheidenden Zeitpunkt mein volles Potenzial abrufen – unabhängig von äußeren Bedingungen“. Reimann betreut zahlreiche Spitzenathleten, darunter Wintersportler wie die Weltklasse-Rodlerin Jessica Degenhardt, die bei der WM in Whistler kürzlich einen kompletten Medaillensatz eingefahren hat, oder das Bogenschützen-Duo Michelle Kroppen und Florian Unruh, das bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 Silber gewann. Unter anderem auch im Eisschnelllauf, Shorttrack und Turnen ist ihre Expertise gefragt. „Es wäre leichter, die Sportarten aufzuzählen, mit denen ich noch nicht in Berührung kam“, meint Reimann. Mentale Fitness, das wird im Podcast schnell deutlich, geht alle an - und bewirkt, man möchte es sagen, fast schon Wunder.
Sie sind scheinbar harmlos und kommen nicht selten mit einem gesundheitsfördernden Leistungsversprechen daher: Nahrungsergänzungsmittel. Auch im Spitzensport sind die Pulver und Tabletten weit verbreitet. Dabei gibt es Risiken, die gerade Top-Athleten kennen – doch womöglich auch unterschätzen. Denn nicht immer ist klar, was genau oder wie viel von einer möglicherweise verbotenen Substanz in einem solchen Mittel steckt. Und bei manchen Stoffen ist es zudem so, dass sie lediglich im Wettkampf verboten sind, nicht aber im Trainingsprozess. Die Folge der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann also schlimmstenfalls sogar einen positiven Dopingtest nach sich ziehen. Genau das ist Simon Wulff, dem Dresdner Supersprinter und inzwischen Bobanschieber im Team von Francesco Friedrich, passiert. Im „Dreierbob“ erklärt Dopingforscherin Maria Kristina Parr, wieso Nahrungsergänzungsmittel im Leistungssport problematisch sind – und was Methylhexanamin ist. Diese Substanz wurde Anfang Dezember 2024 nach einer Wettkampfkontrolle bei Wulff nachgewiesen. Parr ist Leiterin des Instituts für Pharmazie an der Freien Universität Berlin. Sie hat vor ihrer Zeit an der Universität mehrere Jahre im Kölner Anti-Dopinglabor gearbeitet und gilt als Expertin für Nahrungsergänzungsmittel. Im Podcast ordnet Parr den aktuellen Fall im Bobsport ein. Schließlich stellt sich die Frage: Kann sich ein Sportler also überhaupt sicher sein, dass er bei der Einnahme von harmlos wirkenden Pillen nicht doch eine verbotene Substanz schluckt? Die Antwort darauf gibt es in dieser Folge „Dreierbob“ – und eine Warnung nicht nur für Profis, sondern auch für alle, die nach dem Fitnessstudio, dem Lauftraining oder auch im Alltag zu Nahrungsergänzungsmittel greifen. Denn wie die Forscherin Parr betont: „Es gibt keine Wirkung ohne Nebenwirkung.“
Bob ist, wenn am Ende die Deutschen gewinnen. Das ist fast schon eine der vielen festen Regeln im Eiskanal. Ein großes Interesse daran, nicht immer nur die Deutschen siegen zu sehen, hat deshalb auch der Weltverband IBSF – und deshalb vor dieser Saison an den Regeln für die Bobbauer geschraubt. So deutlich mag das öffentlich im Verband niemand bestätigen, das übernimmt stattdessen Michael Nitsch, Direktor des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten in Berlin, kurz FES und besser bekannt als die Medaillenschmiede des deutschen Sports. Im "Dreierbob" sagt Nitsch: „In letzter Zeit ist aus meiner Sicht zu spüren, dass unsere Konkurrenz in Teilen versucht, unsere Geschwindigkeit durch Regeländerungen zu begrenzen.“ Neben Nitsch ist auch FES-Projektleiter Bob Enrico Zinn im Podcast dabei. Zinn, den man auch als Chef-Entwickler der deutschen Bobs bezeichnen könnte, erklärt, was sich genau geändert hat – und warum die Deutschen trotzdem nach wie vor die Nase vorn haben. Schnell wird klar, in der Komplexsportart Bob, bei der es auf Athletik, fahrerisches Können und Material ankommt, ist letztgenannte Komponente wohl die Schwierigste. Eben eine Wissenschaft für sich. Nitsch und Zinn erzählen von fast staatstragenden Geheimnissen und einer bestimmten Anzahl von Verbindungen zwischen einzelnen Bauteilen unter der Haube. Diese Verbindungen sind es schließlich, auf die es die Regelhüter abgesehen und mutmaßlich darin eine Schwachstelle ausgemacht hatten. Außerdem erklären die beiden Ingenieure, wie sich ein Techniker eine Bahn erarbeitet, um den Athleten einen optimal ausbalancierten Bob bereitzustellen. Besonders mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in ziemlich genau einem Jahr im italienischen Cortina ist das entscheidend – denn die Bahn dort wird gerade erst noch gebaut. Wie also kann beim FES in Berlin jetzt ein Schlitten entstehen, der im Februar 2026 zu Medaillen fährt? Und was heißt es eigentlich für das FES, wenn Bundestrainer René Spies und immer wieder auch Bobdominator Friedrich nach Rennen bei den TV-Übertragungen sagen, man habe etwas am Schlitten probiert und müsse weiter „unsere Hausaufgaben“ machen? Die Antworten gibt es in dieser Folge „Dreierbob“.
Der Termin ist ganz sicher nicht der beste gewesen, das Wetter erst recht nicht – da sind sich Sportler, Trainer, Organisatoren und eben auch das Publikum einig. An der Lust auf Eiskanal wird es noch am allerwenigsten gelegen haben, schon gar nicht bei den Bobfahrerinnen und Bobfahrern. Lange genug mussten sie auf ihren Saisonstart warten. Und der Mythos Altenberg – der ist Herausforderung und Reiz zugleich. Aber wer hat am zweiten Adventswochenende schon Zeit für den Abstecher ins Mekka des Bobsports, wenn doch gerade überall die Weihnachtsmärkte öffnen und es noch dazu wie die sprichwörtlichen Bindfäden regnet? Klare Antwort: rund 3.600 Zuschauer – die wiederum Weltklasse-Sport geboten bekamen. Es war tatsächlich ein „Wow-Weltcup“, den der Sachsen-Energie-Eiskanal am vergangenen Wochenende erlebte, verbunden mit unerwartet vielen Aha-Effekten – zusammengefasst in dieser Folge „Dreierbob“. Pilotin Laura Nolte beeindruckte mit einem Comeback-Sieg im Monobob und einem Bahnrekord im Zweierbob, unterstützt von Anschieberin Deborah Levi. „Ein super Einstand in die Saison, so kann es weitergehen“, sagt Nolte im Podcast-Interview an der Bahn. Francesco Friedrich, der „Bobdominator“, stellte mit seinem neuen Anschieber Simon Wulff einen Startrekord im Zweierbob auf - und das in Wulffs ersten Weltcup-Rennen überhaupt. Auch im verkürzten Viererbob-Wettbewerb am Sonntag zeigte Team Friedrich Stärke und setzte mit einem Sieg ein großes Ausrufezeichen hinter dieses Wochenende. „Wir sind gut aufgestellt, bauen auf diesen Erfolgen auf und ziehen mit Blick Richtung Olympia mit dieser Mannschaft jetzt durch“, so Friedrich. Es wirkte fast so, als wollte Friedrich den Wirbel um den Wechsel seines Anschiebers Thorsten Margis zu Konkurrent Johannes Lochner einfach abschütteln. Natürlich wird diese Nachricht, die auch an diesem Weltcupwochenende die Runde machte, im Podcast thematisiert. "Dieses Hin und Her mit den Anschieben, nach dieser ganzen Publicity, wollten wir jetzt einfach zeigen, dass wir gut aufgestellt sind", sagte Friedrich. Und was meinte Johannes Lochner dazu? Er betont im Podcast, dass es trotz aller Konkurrenz im deutschen Team ein gemeinsames Ziel gebe: Olympia. Aber was wäre Lochner ohne einen typischen Lochner-Spruch? Den lieferte der Bayer natürlich auch - und zwar auf die Frage, ob er mit Friedrich nach all dem Streit noch auf ein Bier gehen könnte. Diese Antwort gibt's im Podcast, genauso alle Hintergründe dazu, warum das Viererbob-Rennen am Sonntag auf nur einen Lauf verkürzt werden musste. Nur so viel dazu sei verraten: Es hat mit dem Thema Sicherheit und einer steilen Lernkurve zu tun.
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