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CHANGE - INSPIRATION FÜR DEN WANDEL

Author: Das Zentrum

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Unsere Welt befindet sich in einem großen Wandel. Wohin wird uns diese Reise führen? Wir wissen es alle nicht. Aber es liegt an jeder einzelnen Person, den Kurs mitzubestimmen. Es liegt an Dir. Es liegt an mir. Es liegt an uns.

Es braucht Mut. Es braucht neue Wege. Es braucht aktive Veränderung. Verändern wir uns selbst, dann verändern wir unser Umfeld. Fangen wir damit an. Jetzt. Change will Dich dazu inspirieren. Durch Gespräche mit Menschen, die den ersten wichtigen Schritt bereits gesetzt haben.
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ME/CFS - LEBENDIG BEGRABEN?

ME/CFS - LEBENDIG BEGRABEN?

2026-04-0701:09:43

Eine junge Frau mit vielen Plänen und großer Begeisterung für die Zukunft. Und dann fehlt diesem Menschen plötzlich die Energie, um einen Löffel in die Hand zu nehmen und selbst zu essen. Selbst aufrechtes Sitzen oder Sprechen ist zu anstrengend. Die kleinsten Reize überfordern, ob Licht oder Berührung. Oft ist eine anwesende Person schon ein Zuviel an Belastung. Das Leben ist nur mehr äußerst reduziert möglich. Fast wie lebendig begraben. Im November 2020, ein paar Tage vor ihrem achtzehnten Geburtstag, erkrankte Mila Hermisson schwer an ME / CFS... Jahre verbringt Mila in einem absolut dunklem Raum. Einsamkeit. Ungewissheit. Angst. Das Essen muss püriert und gefüttert werden. Kommunikation ist manchmal nur jeden zweiten Tag möglich, denn in manchen Phasen spricht Mila nicht mehr als drei Wörter pro Tag. Sabine Hermisson: „Mila hat eineinhalb Jahre darauf gewartet, bis sie einen Arzt gesehen hat. Eine Fahrt im Krankenwagen ging nicht mehr. Das ist war zu laut." Wie geht man mit einer solchen Situation um, Frau Dr. Sabine Hermisson? Was macht das mit der Mutter, mit der Familie und natürlich mit der betroffenen Tochter selbst? ME/CFS ist eine große Herausforderung für jede betroffene Familie, weil man damit oft alleine dasteht. Zwanzig Prozent aller 80.000 in Österreich ME/CMS-Betroffenen sind ans Haus oder sogar ans Bett gebunden. Von medizinischer Seite gibt es noch viel zu wenig Forschung und Versorgung. So bleibt der Umgang mit einer solch belastenden Situation oft Privatsache. Mag. Dr. Sabine Hermisson ist Religionspädagogin an der Universität Wien und spricht in diesem sehr berührenden Podcast offen über die Erkrankung ihrer Tochter.
Jeder Mensch trägt ein Feuer in sich. Und das von Rudi Anschober beleuchtet das Thema Gesundheit. Sicher auch aus eigener Erfahrung. Ein frühes Burnout hat den Oberösterreicher vieles gelehrt. Zum Beispiel, dass ein Grashalm nicht schneller wächst, so sehr man auch an ihm zieht. Dass wir mehr Wert auf die Qualität des Benzins für unsere Autos legen als auf die Qualität unserer Ernährung. Dass die Bedeutung von Bewegung nicht hoch genug betont werden kann. Es geht um Gesundheitskompetenz und Prävention. Diese wollte er als frisch gebackener Gesundheitsminister 2020 politisch verankern. Und dann kam die Pandemie... Natürlich geht es in diesem vielschichtigen Podcast auch um CoVid und die Aufgabe und Rolle der Politik in diesen herausfordernden Zeiten. Aber es geht um weit mehr. Eigentlich geht es um das Leben an sich, um große Fragen, um die Suche nach Wohlbefinden, um die Konfrontation mit der Endlichkeit und um ein Tagebuch, das sich primär den schönen Dingen des Lebens widmet. In Summe drängt sich das Resümee auf, dass es sehr schade ist, dass dieser Mann die Politik verlassen hat. Heute arbeitet Rudi Anschober als Autor, Vortragender und Berater und lebt in Wien.  Produziert von Mili Badic / www.milibadic.com
Dr. Dr. Katharina Sabernig ist eine vielseitige Frau: Doktorin der Philosophie, Doktorin der Medizin, Magistra der Ethnomedizin, Forscherin, Künstlerin, Shiatsu Praktikerin. Dementsprechend vielseitig ist dieses Gespräch: Von der Kraft der Berührung, Wandbildern in Tibet, Aderlass in der Mongolei bis zur Wahl der richtigen Stricknadelgröße. Denn: Wie strickt man ein Innenohr? Als unabhängige Forscherin ist Dr. Dr. Katharina Sabernig mit der Medizinischen Universität in Wien sowie dem Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften assoziiert. Sie unterrichtet verschiedene Bereiche der tibetischen Medizin, medizinische Terminologie und Aspekte interkultureller Gesundheitsfragen an mehreren akademischen Institutionen in Wien. Sie leitete FWF-geförderte Projekte über medizinische Wandbilder im Kloster Labrang und die anatomische Erkenntnisse des tibetischen Arztes Blo-bzang-chos-grags (1638-1712), der auch Leibarzt des Fünften Dalai Lama war. Ihre intensive Auseinandersetzung mit anatomischen Illustrationen, visualisierter Medizin und tibetischer medizinischer Terminologie sowie von der Vielfalt anatomischer Darstellungen und den damit verbundenen ethischen Fragen inspiriert, begann sie 2015 anatomische Objekte zu stricken. Die Textilkunstwerke fordern den Betrachtenden auf, nicht nur über die Funktionalität und Darstellung des menschlichen Körpers nachzudenken, sondern auch über die Art und Weise, wie Wissen in der Medizin visualisiert wird. Fazit: Ein genauso faszinierendes wie inspirierendes Gespräch.
Wenn eine Person sowohl das Studium der Theologie als auch der Medizin absolviert hat, dann liegt es auf der Hand, dass ein tiefes Interesse an den ganz großen Lebensthemen besteht. Es ist die Endlichkeit, die als Schnittstelle beider Ausrichtungen gesehen werden kann. Was danach kommt, ist ungewiss. Wie man das Davor jedoch mit einem sinnstiftenden Beitrag bestmöglich füllen kann, zeigt der beeindruckende Lebenslauf von Univ.-Prof. Dr. Dr. Johannes Huber… Ein paar ausgewählte Meilensteine: Doktor der Theologie, persönlicher Sekretär von Kardinal Franz König, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Professor und Leiter der klinischen Abteilung für gynäkologische Endokrinologie und Sterilitätsbehandlung an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde des AKH Wien und Leiter der Hormon- und Kinderwunschambulanz, Leiter der Frauenklinik im Wiener AKH, Vorsitzender der Bioethik-Kommission, Mitglied des Obersten Sanitätsrates und korrespondierendes Mitglied des Kuratoriums Alpbach, großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, Opilio-Rossi-Medaille… Darüber hinaus ist Univ.-Prof. Dr. Dr. Johannes Huber Bestseller-Autor. Können wir 240 Jahre alt werden? Warum bekommen Elefanten keinen Krebs? Warum wird der Grönlandwal so alt? Warum ist es wichtig, Patienten mit dem Herzen zu begegnen? Und was hat es mit einem Apfel zum Nachtmahl und Goethes Leibarzt auf sich? Ein sehr inspirierendes und fundiertes Gespräch, das sich um Gesundheit, Altern, Medizin, Forschung und Ethik dreht.
Seit Jänner 2022 ist der assistierte Suizid in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Das Sterbeverfügungsgesetz erlaubt es erwachsenen Personen unter genauen Rahmenbedingungen, ihr Leben nach einem freien und selbstbestimmten Entschluss zu beenden und sich dabei der Hilfe einer dazu bereiten, dazu qualifizierten und dazu legitimierten Person zu bedienen. Im Falle des Lehrer, Schriftstellers und Journalisten Nikolaus Glattauer war dies Dr. Christina Kaneider. Der prominente Status von Glattauer hat somit nicht nur ein polarisierendes Thema, sondern auch mehr oder weniger über Nacht eine engagierte Ärztin ins Rampenlicht der Medien gebracht. Und wie immer, geht es eigentlich um weit mehr als um das Reizwort Suizid und erhobene Zeigefinger. Es geht um Selbstbestimmtheit. Um Verantwortung. Um Würde. Um Reife. Um ein humanes Lebensende und wie sich dieses gestalten lässt. Das sind hochkomplexe Themen, für die es weder Standardantworten noch Standardlösungen geben kann. Diesen kann man sich nur annähern, wenn man sein ganzes Wirken im Dienste dieser Aufgaben und Herausforderungen stellt. Dr. Christina Kaneider tut das, öffnet Türen, betritt Neuland und hilft vor allem vielen Menschen und deren Angehörigen in Grenzsituationen. Ein äußerst spannendes Gespräch, das uns – wie jegliche Konfrontation mit der Endlichkeit – auch immer wieder zurück ins Leben führt.
Dr. Olivia Pojer ist Ärztin für Allgemeinmedizin, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für kontrollierte Akupunktur und TCM, Dozentin an der Medizinischen Universität Graz, Mitorganisatorin des TAO-Kongresses, internationale Referentin, Mitinhaberin des Zentrums Femme&Fertile sowie Buchautorin und Mutter. Hinter all diesen Tätigkeiten steht eine tief gefühlte Mission: Wird irgendwann auf dieser Welt einmal ein Kind geboren, das all die globalen Probleme zu lösen vermag? Dazu muss sich der Mensch seine gesunde Reproduktionsfähigkeit erhalten. Die Andrologie ist die männliche Entsprechung der Gynäkologie und medizinisch immer noch ein Nischenfach mit Nachholbedarf. Aber die Zeit tickt. Die Spermienkonzentration und -zahl ist in den Industrienationen in den letzten 40-50 Jahren um mehr als 50 % gesunken. Rechnet man das hoch, wird es eher früher denn später eng rund um die männliche Fruchtbarkeit. Dr. Olivia Pojer nähert sich diesem wichtigen Thema aus östlicher und westlicher Perspektive, denn gerade hier können sich diese beiden Medizinsysteme hervorragend ergänzen. Welche Rolle dabei ein Mens Room und eine VR-Brille spielt, warum Blümchensex an dieser Stelle nichts zu suchen hat, was Viagra mit chinesischen Kräutern verbindet und unter welchen Umständen Dr. Pojer Männer aus ihrer Praxis verweist sind nur ein paar Highlights dieses spannenden und informativen Gesprächs mit Dr. Florian Ploberger, das auf einer sehr persönlichen und lebendigen Ebene stattfindet.
Was ist Heilung? Wie kann man diese bewirken? Dr. Elisabeth Lazcano stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Mit seiner Geschichte, mit seinen Bedürfnissen, mit seiner Geisteshaltung. Nur wenn man alle Faktoren versteht, kann die Therapie maßgeschneidert und erfolgreich sein. Dazu braucht es auch eine Offenheit, die sich wieder mehr an Inhalten und Möglichkeiten orientiert und ein breites Spektrum an Zugängen anbietet. Die Homöopathie hat es heutzutage nicht leicht. Aber mit manchen Systemen muss man sich auf einer tiefen Ebene auseinandersetzen, um sie zu verstehen. Oder wie Dr. Lazcano meint: “Wir sind ja alle auch Mediziner:innen. Wir kennen den wissenschaftlichen Zugang. In der gelebten Praxis gibt es aber so viele Fälle, wo sich dieser erschöpft.” Genau dort möchte sie ansetzen. Daher auch ihr Werdegang: Ausbildung zur Fachärztin für Psychiatrie, Ausbildung zur Systemischen Psychotherapeutin, Diplom für klassische homöopathische Medizin, Absolvierung der PSY I und II Diplome (Psychosomatische Medizin)… Zur Heilung kann ein Globuli beitragen. Zur Heilung können Medikamente beitragen. Ob Psychopharmaka oder Psychedelika. Dementsprechend breit gefächert führt dieses wunderbare inspirierende Gespräch mit Dr. Florian Ploberger durch viele Aspekte von Krankheit, Gesundheit und dem Leben an sich.
Wie kommt man eigentlich zum Buddhismus, wenn man als Kind und Jugendlicher eher katholisch sozialisiert wurde? Ist es Karma? Eine Fügung? Auf jeden Fall war es eine Reise, genau genommen nach Sri Lanka, wo Gerhard Weißgrab mit 27 Jahren mit dem Buddhismus in Kontakt kam. Genährt wurde das Interesse aber vor allem auch durch das Buch “Freiheit und Glück des Philosophen” von Volker Zotz. Der Grundstein für ein lebenslanges und intensives war gelegt. Und Wege entstehen durch Gehen. Von 2003 bis 2006 war Weißgrab Vorstand der Buddhistischen Gemeinde Österreich. 2006 wurde er zum Präsidenten der ÖBR gewählt und übt diese Funktion seither aus. 2011 erhielt Weißgrab für seinen Einsatz für den Buddhismus in Europa vom obersten Mönchsorden Sri Lankas den Jathyantara dharmaduta wansa pradeepa – die höchste Ehrung für einen Nichtmönch. Im Vorfeld der Ehrung hatte Weißgrab ein halbstündiges Treffen mit dem Staatspräsidenten von Sri Lanka, bei dem auch über das Ende des Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieges gesprochen wurde. 2012 erhielt Weißgrab das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich für seinen jahrelangen Einsatz um den Buddhismus und dessen positive Wirkung auf die Gesellschaft. 2016 wurde Weißgrab im Internationalen Konferenzzentrum von Pathum Thani in Thailand mit dem „World Buddhist Outstanding Leader Award 2016“ ausgezeichnet. Dieser Preis wird seit 2014 von der „World Alliance of Buddhist Leaders“ und der Jugendorganisation der World Fellowship of Buddhists an um die Entwicklung des Buddhismus verdiente Persönlichkeiten verliehen. Weißgrab wurde dafür aus 136 Nominierungen aus 51 Staaten ausgewählt. Die Essenz dieser lebenslangen Auseinandersetzung ist die Basis dieses wunderbaren Dialogs mit Dr. Florian Ploberger, der über den Weg der tibetischen Medizin ebenfalls eine tiefe Verbindung zum Buddhismus pflegt.
Franz Schmatz hat früh die Essenz seines Seins und Wirkens für sich entdeckt. Und dann doch noch oder gerade deswegen ein erfülltes Leben geschenkt bekommen, vor allem auch gemeinsam mit seiner Frau Stephanie. Beide begleiten Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Dr. Franz Schmatz ist Psychotherapeut, Theologe, em. Universitätsdozent und Hochschulprofessor sowie Träger des goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Sein Schwerpunkt sind seit über 40 Jahren Krisen- bzw. Grenzsituationen, hier vor allem Sterbe-und Trauerbegleitung. Unter anderem ist er Mitbegründer der Hospizbewegung in Österreich. Stephanie Schmatz ist Lehrerin und Energetikerin. Schreiben, Malen, Musik und Tanz sind ihr Lebenselixier. Die Bilder auf den Büchern und Broschüren von Franz Schmatz sind aus dem Zyklus „Lichtsehnsucht auf Seide gemalt“. Ein wunderbar tief gehendes und inspirierendes Gespräch, das sehr zum Nachdenken und Reflektieren einlädt.
Dr. Andreas Salcher ist Bestsellerautor, Unternehmensberater, Keynote Speaker, Mitbegründer der „Sir Karl Popper Schule“ für besonders begabte Kinder und Initiator der „Waldzell Meetings“ im Stift Melk, an denen sieben Nobelpreisträger und der Dalai Lama teilgenommen haben. Das ist außergewöhnlich. Er geht aber davon aus, dass eine weit höhere Anzahl an Menschen ihr volles Potential entfalten könnten, wenn sie dies nur lernen würden. So ist Dr. Salcher als scharfer Kritiker der Talentvernichtung in unseren Schulen bekannt geworden. Sein im März 2008 erstes Buch "DER TALENTIERTE SCHÜLER UND SEINE FEINDE" löste eine intensive öffentliche Debatte aus. Der Inhalt dieses Buches widmet sich folgenden Fragen: "Wenige Kinder werden als Genies geboren, aber alle Kinder haben eine Vielzahl von Talenten. Warum werden diese Lebenschancen in unseren Schulen systematisch vernichtet? Sind es die Eltern, die zu überfordert und zu bequem sind, um die Verantwortung für das einzigartige Talent ihres Kindes zu übernehmen? Oder die Lehrer, die die Kinder zu wenig lieben und die die Begeisterung für die Sache verloren haben oder gar nie hatten? Ist es das System Schule insgesamt, das Freude und Leistung verhindert und sich völlig von unserer Gesellschaft abgeschottet hat?" Dr. Andreas Salcher sucht hier nach Lösungen. Die Vision von „THE CURRICULUM PROJECT – Creating the Schools of Tomorrow“ ist das Bestreben, mit den besten Köpfen der Welt die Schule der Zukunft zu schaffen und für alle Kinder zugänglich zu machen. Es geht dabei darum, die Kluft zwischen dem, was die Kinder heute tagtäglich in der Schule lernen, und dem, was sie tatsächlich für die Zukunft bräuchten, zu verkleinern. „Wenn wir bedenken, dass laut UNESCO in den nächsten 30 Jahren mehr Menschen eine Schule absolviert haben werden als in all den Jahren der bisherigen Geschichte der Menschheit, dann ist es geradezu ein Gebot der Stunde, die richtigen Schlüsse aus den Thesen von Andreas Salcher zu ziehen.“ Gunter Blobel, Nobelpreisträger für Medizin In diesem äußerst lebendigen Podcast geht es aber auch nicht nur um das Thema Schule und Bildung und sein neuestes Buch "DAS BESTE FÜR MEIN KIND", sondern auch um viele weitere Themenfelder - von Spiritualität über Gesundheit bis hin zu sehr persönlichen Anekdoten.
Wer neue Wege einschlägt, hat es nicht immer leicht. Aber: „Stellen Sie sich vor, ich würde Ihnen einen Gartenschlauch in den Hals stecken: Würde das Ihre Lebenskräfte fördern?“ Dr. Marina Marcovich verfolgte in der Betreuung von Frühgeborenen vor mehr als 30 Jahren einen unkonventionellen Ansatz, der damals auf viel Widerstand in der medizinischen Fachwelt stieß. Sie setze vorwiegend auf Zeit, Wärme und Geborgenheit und bewegte sich weg vom vorherrschenden Standardprogramm, das auf Intubieren, maschinelle Beatmung, Beruhigungsmittel, Sondenernährung oder Antibiotika-Therapie aufbaute. Mit großem Erfolg… „In dem Moment, in dem ich sagte, die Frühgeborenen brauchen eher die Eltern und Geborgenheit als die Medizin und Maschinen, wurde ich ausgestoßen aus dem ehrenwerten Kreis der Mächtigen“, sagt Dr. Marina Marcovich, obwohl sie bereits mit 29 Jahren im Vorstand der österreichischen Gesellschaft für Prä- und Perinatale Medizin und im Vorstand der deutsch-österreichischen Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin saß. Aber sie ließ sich nicht beirren, sie war durch ihre Beobachtungen einfach davon überzeugt, dass es half, wenn man die zarten Babys den Müttern auf die Brust legte, wenn man sie streichelte, mit ihnen redete, sie wärmte. Das war gegen den Zeitgeist. Das war gegen die gängige medizinische Lehrmeinung. Das war eine Pionierarbeit, die nicht gerne gesehen wurde. 1994 wurde ein Strafverfahren gegen Dr. Marina Marcovich wegen fahrlässiger Tötung von 16 Neugeborenen eingeleitet. Weitere Anzeigen folgten. Gutachten zeigten jedoch, dass die Sterblichkeit der von ihr behandelten Frühgeborenen im Vergleich zu anderen Kinderkliniken relativ niedrig gewesen sind und ihr kein einziger Fall angelastet werden konnte. Die Zeitschrift Spiegel schrieb dazu: “Kampf der Mechaniker”. Man muss eine sehr starke Frau sein, wenn man unter solchen Umständen seinen Weg trotzdem weiter geht. Mittlerweile ist die Behandlung Frühgeborener nach der Methode von Dr. Marina Marcovich in vielen Kinderkliniken Routine geworden, auch in Krankenhäusern, die ihr Konzept bekämpft hatten. Denn nicht nur, dass sich ihr Zugang positiv auf die Entwicklung und die Überlebensfähigkeit der Frühgeborenen auswirkt, auch in weiterer Folge zeigen sich signifikante Unterschiede bei emotionaler Offenheit, sozialer Kompetenz und psychischer Gesundheit. Neben ihrer medizinischen Tätigkeit schloss sie ein Philosophiestudium ab, absolvierte die landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Facharbeiterprüfung und besitzt den Traktorführerschein. So vielseitig wie die Person Dr. Marina Marcovich ist auch dieses tief gehende Gespräch mit Dr. Florian Ploberger, bei dem auch die Überschneidungen ihres Ansatzes mit der TCM berührt werden. Fazit: Äußerst hörenswert!
Wie bereitet man sich am besten auf Reden vor? Wie kann man Menschen rasch einschätzen? Wie bewährt man sich in der Politik und in der Wirtschaft? Und warum nimmt sich Brigitte Ederer an ihrem Geburtstag immer frei? Dr. Florian Ploberger begleitet Mag. Brigitte Ederer durch ein sehr persönliches, spannendes und inspirierendes Gespräch, von dem man sich immer wieder wunderbare Lebenslektionen ableiten kann. Aufgewachsen in Wien, studierte Mag. Brigitte Ederer Volkswirtschaft und arbeitete nach dem Studium in der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer Wien. Danach war sie unter anderem als Europastaatssekretärin mitverantwortlich für den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995, anschließend Bundesgeschäftsführerin der SPÖ sowie Wiener Finanz- und Wirtschaftsstadträtin, bevor sie 2000 in den Vorstand der Siemens AG Österreich wechselte, deren Generaldirektorin sie zwischen 2006 und 2014 war. 2010 bis 2013 war sie zudem in den Konzernvorstand von Siemens in Deutschland berufen.
Ein langes Leben. Ein erfülltes Leben. Ein Leben voller Menschen und voller Geschichten. Heinz Nußbaumer gilt als einer der profiliertesten Journalisten Österreichs. Und hat dementsprechend viel zu erzählen… Eine Auswahl der Personen, die Heinz Nußbaumer im Rahmen seiner Tätigkeit interviewt hat: Dalai Lama, Ronald Reagan, Michael Gorbatschow, Chou En-lai, Indira Gandhi, Schah Mohamed Reza Pahlewi, Sultan Qabus, Muammar Gaddafi, Yasser Arafat, Anwar al-Sadat, König Hussein… Eine Liste der Auszeichnungen, die Heinz Nußbaumer bekommen hat: Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis, Leopold-Kunschak-Pressepreis, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, René-Marcic-Preis, Concordia-Preis, Europäischer Toleranzpreis für Demokratie und Menschenrechte des Österreichischen PEN-Clubs und der Stadt Villach… Er stand Kirchenführern in staatspolitischen Fragen zur Seite. Er war Vorstandsvorsitzender von Europas größtem SOS Kinderdorf. Er hat für Reden für Bundespräsidenten geschrieben. Was hat ihn begeistert? Was beeindruckt? Und wie sieht er als Mann mit einer derart umfassenden Lebenserfahrung seinen letzten Lebensabschnitt. Ein äußerst spannendes und vielseitiges Gespräch!
Achtsamkeit ist eine Qualität, die unser Leben entscheidend vertiefen und verbessern kann. Achtsamkeit kann uns zu mehr innerer Ruhe, zu mehr Bewusstheit und Ausgeglichenheit verhelfen. Mit einer ausgeglichenen Basis lässt es sich wiederum leichter mit äußeren und inneren Belastungen umgehen. Achtsamkeit ist an sich an keine Religion oder Ideologie gebunden, obgleich sie vor allem im Buddhismus eine tragende Rolle spielt. Dr. Martina Draszczyk ist Tibetologin sowie Dharma- und Achtsamkeitslehrerin. Ihre buddhistische Schulung in Philosophie und Meditation durchlief sie hauptsächlich mit tibetisch-buddhistischen Lehrern. Sie promovierte am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde an der Universität Wien. Dort widmete sie sich zudem viele Jahre hindurch ihrer Forschung zu Madhyamaka, Mahāmudrā, dem Thema der Buddha-Natur sowie zur Praxis der Achtsamkeit. Dr. Florian Ploberger ist nicht nur Arzt dreier unterschiedliche medizinischer Richtungen (westlich, chinesisch, tibetisch), sondern ebenfalls Tibetologe. Somit war schon einmal ein gemeinsamer Ausgangspunkt für dieses Gespräch gegeben, das sich jedoch sehr inspirierend und praxisnah am Alltag und am Leben an sich orientiert.
Miguel Herz-Kestranek ist Universalist und sein Leben kann man durchaus als Gesamtkunstwerk betrachten. In all seinem Wirken findet man Leidenschaft und Intensität, aber auch Tiefgang und Reflexion. Dementsprechend spannend wird es, wenn er sich mit einem Mediziner über Themen wie Gesundheit, Krankheit oder Vergänglichkeit unterhält… Viele kennen Miguel Herz-Kestranek als Schauspieler, Theater- und Musicaldarsteller. Ungefähr 180, zum Teil internationale, TV- und Filmrollen sowie zahlreiche Rezitations-, Chansons- und kabarettistische Soloprogramme hat er absolviert. Darüber hinaus war und ist er als Moderator, Redner und Diskussionsleiter aktiv. Von 2000 bis 2010 war er Vizepräsident des Österreichischen PEN-Clubs und 2008 bis 2018 Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung. Weiters ist er Beiratsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, Mitbegründer des BürgerInnenforum Europa 2020 und Kuratoriumsmitglied des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes. 1993 war er Gründer des VÖFS (Verband Österreichischer FilmschauspielerInnen) – und heute ist er Ehrenpräsident. Fazit: Dieser Mann hat viel zu erzählen. Mit Dr. Florian Ploberger taucht auch in Themen ein, die man bisher weniger mit ihm in Verbindung gebracht hat. Aber lauschet selbst…
"Wahre Innovation entsteht dort, wo Fortschritt auf Tradition trifft." Das ist der Ansatz von Univ.. Prof. Priv.-Doz. Dr. T. Peter Panhofer, MBA, MSc, Facharzt für Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie. Darüber hinaus zählen auch die Traditionelle Chinesische Medizin, die Mikrobiommedizin, die Orthomolekulare Medizin und die Ernährungsmedizin zu seinem Spezialgebieten. 2018 wurde Dr. Peter Panhofer auf den österreichweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin an der Sigmund Freud Universität Wien berufen: "Mir ist wichtig, meine Patient:innen ganzheitlich zu betrachten und ihnen eine umfassende Abklärung und angepasste Behandlung anzubieten." Als Lehrstuhlinhaber und ärztlicher Leiter im MedOstWest Zentrum kombiniert er die Medizin des fernen Ostens mit der modernen Wissenschaft des Westens. Nicht nur die breite und fundierte Expertise in gleich mehreren Medizinsystemen verbindet ihn mit Dr. Florian Ploberger. Es ist die tief gehende Suche nach Heilung, die beide beschäftigt. In Summe ein wunderbares Gespräch über die Medizin, über Krankheit, Gesundheit und das Leben an sich...
Immunität. Ein spannendes Thema mit vielen Facetten. Wie ist die Perspektive der TCM? Wie die der Tibetischen Medizin? Wie die von Shiatsu? Was kann man tun, um sie zu stärken? Was kann sie schwächen? Ist Eisbaden eine gute Idee oder nicht? Und welcher der beiden Herren ist ein Warmduscher? Dr. Florian Ploberger und Mike Mandl tauschen sich seit Jahren regelmäßig aus. Dementsprechend ist dieses Gespräch lebendig, humorvoll und auch etwas unkonventionell – ohne dabei auf einen fundierten Zugang und interessante Einsichten zu verzichten.
Warum reift in einem neunjährigen Kind der Wunsch, sein Leben der Spiritualität zu widmen? Wie gelangt man im Auftrag des Buddhismus von Sri Lanka nach Wien? Was bedeutet es, ein geistliches Oberhaupt zu sein? Was ist wirklich wichtig für uns Menschen? Spannende Fragen. Spannende Antworten… Geboren am 12. Mai 1953 in Wijayarajapura, einem traditionellen Dorf in Sri Lanka, wuchs Bhante Seelawansa mit sechs Geschwistern auf und verlor im Alter von sieben Jahren seine Mutter durch einen Unfall. Bereits mit neun Jahren reifte in ihm der Wunsch, ein spirituelles buddhistisches Mönchsleben zu führen. Im Mai 1964, im Alter von zehn Jahren, elf Monaten und zwanzig Tagen erhielt er die Zustimmung seines Vaters und wurde buddhistischer Novize. Er absolvierte seine Schulausbildung im Rahmen des Klosters, und studierte Pali und Sanskrit. Er besuchte die Universität in Sri Lanka, wo er neben Englisch auch Deutsch erlernte. Nach seinem Studium war er als Lehrer in einer buddhistischen Schule in Sri Lanka tätig. 1982 kam Bhante Seelawansa nach Österreich. Sein erstes Jahr verbrachte er in Salzburg und studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften sowie Germanistik. Anschliessend kam er nach Wien, setzte dort sein Studium fort und wurde Lehrbeauftragter der Universität Wien sowie der Global Academy in Liechtenstein. Er ist der spirituelle Leiter der Theravada-Schule und des Dhammazentrums Nyanaponika in Wien. Hervorzuheben sind seine Bemühungen um interkulturelle Begegnungen, besonders im Rahmen der AKADEMIE FÜR BUDDHISMUS UND CHRISTENTUM. Der Dialog zwischen Buddhismus und Christentum bietet die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten und Gegensätze zu erkennen.
Sport war schon immer ein wichtiger Teil im Leben von Sabine Weber-Treiber. In jungen Jahren spielte sie leistungs­mäßig Landhockey und ergänzte ihre Aktivitäten im Alltag mit Laufen, Radfahren und vielem mehr. Ein Bewegungsmensch. Und dann der Tag X. Seit 2009 ist sie aufgrund einer Virusinfektion im Rückenmark querschnittgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Dass sie 2017 ihren größten sportlichen Erfolg überhaupt erzielte, liegt an ihrer Einstellung und an ihrer Willenskraft. Darüber spricht sie mit Dr. Florian Ploberger. “Einmal Sportler, immer Sportler – egal welche Wege oder Kreuzungen das Leben für einen bereit hält”, so Sabine Weber-Treiber. Denn Hindernisse entstehen nur im Kopf. Und nach neuen Zielen und neuen Ufern kann man immer streben, man kann immer versuchen, sein Optimum zu erreichen – auch wenn die Bedingungen suboptimal dafür erscheinen. So wurde das Land gegen das Wasser eingetauscht und Sabine Weber-Treiber zu einer der erfolgreichsten Para-Sportlerinnen Österreichs. Der Höhepunkt: Die Goldmedaille in 50 Meter Freistil bei den Para-Schwimm-Weltmeisterschaften in Mexiko. Dabei geht es viel um Eigenverantwortung, denn: “Eigenverantwortung ist elementar in allen Bereichen des Lebens! Herz, Hirn und Einsatz von Eigenverantwortung ist das Rüstzeug, um Schäden an und von mir sowie meiner Umwelt fernzuhalten. Würden wir alle mit etwas mehr Eigenverantwortung durchs Leben schreiten und nicht andere für Fehler verantwortlich machen, würden viele Fehler nicht passieren und die Aufmerksamkeit im Umgang mit den Mitmenschen wieder etwas in den Mittelpunkt rücken.” Neben den vielen sportlichen Erfolgen, hat sie auch zwei Kinder auf die Welt gebracht. Rollstuhlfahrerinnen wird üblicherweise empfohlen per Kaiserschnitt zu entbinden. Weber-Treiber hat ihre Kinder jedoch auf natürlichem Weg zur Welt. Problemlos. Ein kleines Wunder, das viel über ihre Lebenseinstellung zum Ausdruck bringt, denn “Gesundheit ist das Streben nach innerer Ruhe, Zufriedenheit und ein Geschenk.” Ein äußerst inspirierendes Gespräch mit Dr. Florian Ploberger, das gerne einlädt, über die eigene Lebenssituation nachzudenken.
Palliativmedizin ist keine “Sterbemedizin”, sie dient ganz im Gegenteil dazu, dass das Leben schön bleibt. Sie widmet sich Menschen mit schweren Erkrankungen sowie ihren Angehörigen und Freund:innen. Nicht wenige Patientinnen und Patienten haben jedoch Angst, in Kontakt mit diesem Bereich der Medizin zu treten, da sie damit das Ende des Lebens und Hoffnungslosigkeit verbinden… Dass der Abschied von dieser Welt auf wundervolle Weise gelingen kann, ist das Ziel die Lebensaufgabe von Univ. Prof. DDr. Eva Katharina Masel, Leiterin der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin am AKH Wien der Medizinischen Universität Wien, wo sie auch den Lehrstuhl für Palliativmedizin inne hat.
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