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Insekten
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Author: ORF/Ö1
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© 2026 ORF / Ö1
Description
Die Welt der Insekten ist noch nicht einmal vollständig entdeckt, und schon sterben pro Tag weltweit rund 100 Insektenarten aus. Im Ö1 Podcast „Was die Welt am Brummen hält“ widmen wir zahlreichen Insekten ein Portrait. Wir erzählen, wie faszinierend, aber auch wie wichtig sie für das Ökosystem sind. Jede Staffel handelt von einem anderen Thema. Die Serie ist auch im Ö1 Online-Archiv dauerhaft hörbar: oe1.orf.at/insektarium.
43 Episodes
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Ein Lieblingsfeind des Menschen: der Zeck. Er ruft Ekel hervor, bohrt sich in die Haut und kann Krankheiten übertragen. Zecken sind große Milben, die sich parasitisch vom Blut von Säugetieren - auch des Menschen - ernähren. Es gibt mindestens 900 Zeckenarten, in Österreich auch viele "neue", die durch den Klimawandel heimisch werden. Sie können gefährlich werden, da sie Krankheiten übertragen: Am bekanntesten sind die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Doch es gibt noch viele andere: Zecken sind Meister der Übertragung - kein anderer Parasit bringt so viele Krankheiten mit wie sie.Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 50. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 09. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Der vorwiegend nachtaktive Ammendornfinger, die Spinne des Jahres 2023, spinnt keine Fangnetze, sondern lauert seiner Beute - Insekten bis hin zu Gottesanbeterinnen und Heuschrecken - auf und überwältigt sie mit einem Giftbiss. Die Tage verbringt er in kugeligen Ruhegespinsten, meist in offenen Wiesen mit hohem Bewuchs, in Gestrüpp oder unter Steinen. Ihre Gelege aus 80 - 300 Eiern verteidigen die Spinnenweibchen sehr vehement. Die Jungen verlassen sofort nach dem Schlupf das Nest und überwintern bodennah in winzigen Ruhegespinsten.Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 49. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Die größte Spinne Mitteleuropas lebt schon lange in Österreich, wo sie die westlichste Grenze ihres Verbreitungsgebiets erreicht. Ihr Lebensraum ist vorzugsweise lehmiger Uferbereich, wo sie eine Nisthöhle anlegt. Die Eier reifen in einem Kokon heran, den die Spinne mit den Hinterbeinen in die Sonne hält, um ihn zu wärmen. Nach dem Schlupf bleiben die Jungspinnen bei der Mutter, die sie auf dem Rücken trägt. Die Tarantel ist eine nachtaktive Jägerin, die kleinen Wirbeltieren und Gliederfüßern auflauert.Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 49. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 11. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Milben sind mikroskopisch kleine Tierchen die als Parasiten Hunde, Katzen und Pferde befallen und auch auf den Menschen übertragen werden können. Diese Räudemilben sind für den Menschen keine allzu große Belastung, da er ein "Fehlwirt" ist und die Tiere bald absterben. Sehr unangenehm und sogar gefährlich für den Menschen kann die "Krätzmilbe" werden. Sie ist 0,3 bis einen halben Millimeter groß und wird bei länger dauerndem direktem Hautkontakt übertagen. Die Parasiten bohren sich unter die oberste Hautschicht, legen dort ihre Eier ab und ernähren sich von abgestorbenen Zellen und Zellflüssigkeit. Diese "Wohngemeinschaft" bleibt nicht unerkannt: Es juckt bestialisch und muss schleunigst behandelt werden.Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 48. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 12. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Aedes japonicus gehört zur Familie der asiatischen Stechmücken. Sie hat eine auffällig geringelte Beinzeichnung und ist am Rücken behaart. Sie ist doppelt so groß wie heimische Gelsen, sticht vorzugsweise in der Dämmerung aber auch tagsüber. Die Eier können lange Trockenperioden und sogar den Winter überdauern, die Entwicklung der Larve erfolgt im Wasser - je wärmer dieses ist, desto schneller entwickelt sich das Insekt. Die Mücke kann das Westnil-, Dengue-, und Chickungunya-Virus übertragen - tatsächliche Erkrankungsfälle sind jedoch sehr selten.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 45. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 12. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Phlebotomen - winzige stechende geräuschlos fliegende Schmetterlingsmücken - kommen überall auf der Welt mit Ausnahme einiger pazifischer Inseln und Neuseelands vor. Sie können die Leishmaniose übertragen, eine Erkrankung die Haut, Schleimhäute und Innenorgane befallen kann - im letzteren Fall kann das tödlich enden. Die Mücken sind nachtaktiv - aber Vorsicht: ein herkömmliches Moskitonetz schützt oft nicht, da die Tiere so winzig sind, dass sie durch die Öffnungen im Netz krabbeln können. In Mitteleuropa wurden sie als typisch mediterrane Insekten lange übersehen. Bekannt sind sie seit fast 30 Jahren, ihre Wanderung weiter nach Norden wird vermutlich durch den Klimawandel begünstigt.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 46. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 12. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Orthopodomyia pulcripalpis ist ein lebendes Fossil. In Österreich wurde sie bei den regelmäßig stattfindenden Insektenmonitorings vor einigen Jahren im 14. Wiener Gemeindebezirk gefunden. Sie ist aber noch so neu, dass sie keinen deutschen Namen hat, wie die österreichische Biologin Carina Zittra darlegt. Tatsächlich ist sie aber seit langem in Europa heimisch - sie hat die letzte Eiszeit in eisfreien Nischen überlebt. Die Tiere können Träger von Arboviren sein, die sie aber wenn überhaupt dann auf Vögel übertragen. Die "Wohlfühlgelse" ist nämlich orthophil, sie sticht Vögel, aber keine Menschen.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 47. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 11. 12. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Die Schmeißfliege ist grün oder blau glänzend und kommt in mehreren Unterarten vor, die in einem Fall sogar nach ihrer bevorzugten Nahrung benannt ist: Calliphora vomitoria ernährt sich, man ahnt es schon, von Erbrochenem. Die wenig beliebten Tiere ernähren sich von Ausscheidungen, toten Tieren und eben auch menschlichen Leichen, auf denen sie auch ihre Eier ablegen. Ein wichtiger Indikator dafür, wie lange ein Mensch schon tot ist. Die Unterart der "Goldfliegen" leistet - im Labor keimfrei gezüchtet - wertvolle Dienste bei der Behandlung schlecht heilender Wunden. Anschaulich erklärt vom Gerichtsmediziner Gutachter und Forensiker Christian Reiter, der schon an der Aufklärung von hunderten Todesfällen beteiligt war.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 41. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 22. 09. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Es gibt weltweit über 2500 Arten dieser ursprünglich aasfressenden Fliegenarten (Nekrophagie), die auch menschliche Leichen befallen, fressen und auf ihnen Ihre Eier ablegen können. Es gibt unter den Fleischfliegen aber auch Arten, die quasi "lebendgebärend" sind, also bereits geschlüpfte Larven auf ihrer Nahrung (Kot, tote Tiere, tote Menschen, Totholz, alles was verwest) ablegen. Die Fleischfliege ist bedeutsam für die Forensik, erklärt der Gerichtsmediziner Christian Reiter, denn anhand der Besiedelung eines Toten kann relativ exakt dessen Todeszeitpunkt bestimmt werden.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 42. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 23. 09. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Er hat schon Napoleons Armee zugesetzt und diese im Zusammenwirken mit der russischen Kälte im wahrsten Sinne des Wortes gekillt. Er lebt auf vielen Säugetieren wie Hunden, Katzen, Igeln, Vögeln und, ja, auch Ratten. Bei letzteren zeigte sich seine Fähigkeit Krankheiten zu übertragen als fatal - mit den Rattenflöhen kam die Pest nach Europa. Und Flöhe sind nicht wählerisch, was ihre Wirtstiere betrifft, oft sind sie aber auf eine Säugetierart spezialisiert - so wie Pulex irritans der vorzugsweise Menschen besiedelt und dort, wie sein Name schon sagt, für Irritationen sorgt, erklärt der stellvertretende Leiter des Instituts für Parasitologie an der veterinärmedizinischen Universität Wien, Hans-Peter Führer.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 43. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 24. 09. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Auch sie hatte ihren Anteil am Untergang der Grande Armée vor Moskau: Die Laus. Weltweit gibt es drei Arten, die den Menschen dauerhaft befallen und sich dort sehr gut eingerichtet haben: Die Kopflaus, die Kleiderlaus und - iiiiiiiigittt - die Filzlaus, die im Genitalbereich des Menschen lebt. Voraussetzung dafür ist Behaarung, weshalb Kinder, die manchmal Läuse aus dem Kindergarten mitbringen, entweder mit Mayonnaise auf dem Kopf oder nach einem beherzten Griff zur Schermaschine kurzzeitig kahlköpfig herumlaufen müssen. Heute gibt es aber auch weniger stigmatisierende Behandlungsmethoden, erklärt die Leiterin des Instituts für Parasitologie an der veterinärmedizinischen Universität Wien, Anja Joachim.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 44. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 25. 09. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Honigbienen leben eng gedrängt in einem Bienestock - im Matriarchat. Die männlichen Nachkommen, genannt Drohnen, sammeln keine Nahrung sondern müssen ihr Leben lang gefüttert werden. Sinn der Sache: die Befruchtung der Königin. Ist dies vollbracht, werden sie aus dem Stock gedrängt und sterben innerhalb weniger Tage. Da die Drohnenbrut häufiger von Varroamilben befallen ist, als die Arbeiterinnenbrut, wird ein Großteil durch den Imker entfernt. Das spart Pestizide, und - was nur wenige wissen: schmeckt sogar gut. Ein nachhaltiger, regionaler, eiweißhaltiger Power-Snack.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 40. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 21. 05. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Er ist kein Wurm, sondern das Larvenstadium des Mehlkäfers aus der Familie der Schwarzkäfer. Der Schwarzkäfer gilt als Vorratsschädling, der seine Eier im Getreide ablegt. Nach wenigen Tagen schlüpfen winzige Larven, die wegen ihres Aussehens auch als "Mehlwürmer" bezeichnet werden. Die gefräßigen Tierchen fressen viel und wachsen rasch, bis sie nach 2 - 4 Monaten mit 4 Zentimetern und einer goldbraunen Farbe ihre maximale Größe erreichen. Vor der Verpuppung können sie "geerntet" werden. Meist enden sie als Pulver in Suppen, Saucen, Brotteig oder als knusprige Beigabe zu Schokolade.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 39. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 20. 05. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Die Langfühlerschrecke aus der Familie der Echten Grillen oder Gryllidae erfreut weltweit die Menschen in warmen Sommernächten mit ihrem Gesang. Das 11 - 15 mm lange gelb bis gelbbraune Insekt ist ein Allesfresser und nachtaktiv. Schon seit langem wie das sogenannte "Heimchen" als Futtertier für in Terrarien gehaltene Amphibien und Reptilien verwendet, kommt es nun als Novel Food auch auf den Esstisch des Menschen. Tiefgefroren, getrocknet oder als Pulver als Nahrungsmittelzutat ist die Hausgrille seit 2022 auf dem Lebensmittelmarkt zugelassen.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 38. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 19. 05. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
In der 10. Staffel geht es um Krabbler in der Wohnung.Ameisen leben normalerweise im Wald oder im Garten, doch manchmal kommen sie auch in die Wohnung auf der Suche nach Essbarem oder einem geschützten Nistplatz. Kleine Löcher und Spalten bei Fenstern, Türen oder Fußböden reichen aus, um das Interesse des ersten Spähtrupps zu wecken. Mit ein paar Tricks und Glück kann man diesen aber davon abhalten, den ganzen Staat herbeizulocken. Da Ameisen nützliche Tiere sind, sollte man auf Gift möglichst verzichten.Gestaltung: Sonja Bettel | Das ist die 35. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 12. 2024 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
In der 10. Staffel geht es um Krabbler in der Wohnung.Wenn es draußen kalt wird, kommen plötzlich allerlei ungebetene Gäste in die Wohnung: Marienkäfer, Mücken, Fliegen oder Wanzen. In den vergangenen Jahren ist vor allem die Marmorierte Baumwanze unangenehm aufgefallen. Man sollte nun ja nicht zum Staubsauger greifen und sie wegsaugen, denn ihr Beiname Stinkwanze sagt, was dabei passiert: Sie sondert ein übelriechendes Sekret ab, wenn sie sich bedroht fühlt, und das wird dann in der Wohnung verteilt. Die Wanze ist ein Zuwanderer aus Asien und belästigt uns nicht nur in der Wohnung, sie saugt auch an Obst und Gemüse und sorgt so für wirtschaftlichen Schaden. Grazer Forscher:innen wollen sie nun mit Drohnen und Robotern eindämmen.Gestaltung: Sonja Bettel | Das ist die 36. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 11. 12. 2024 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
In der 10. Staffel geht es um Krabbler in der Wohnung.Irgendetwas kleines Graues flattert in der Küche herum und Tage später zieht der Grieß so komische Fäden? Eindeutig ein Hinweis darauf, dass eine Lebensmittelmotte die Vorräte befallen bzw. dort ihre Eier abgelegt hat. Nun heißt es, den ganzen Vorratsschrank auszuräumen, zu putzen und Mottenfallen aufzustellen. Lebensmittelmotten sind lästig und unangenehm. Deshalb ist es gut, wenn man über ihre Biologie Bescheid weiß. So kann man besser verhindern, dass sie sich in der Küche oder Vorratskammer breit macht.Gestaltung: Sonja Bettel | Das ist die 34. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 9. 12. 2024 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
In der 10. Staffel geht es um Krabbler in der Wohnung.Sie sehen aus, wie eine winzige Mischung aus silbrig schillerndem Fisch und Krebs mit langen Fühlern und tauchen plötzlich im Badezimmer oder in der Toilette auf: Silberfischchen. Dreht man das Licht auf, verschwinden sie blitzschnell in einer Ritze. Diese Ur-Insekten fressen zucker- und stärkehaltige Lebensmittel, Leim und Tapetenkleister, Algen, Schimmelpilze, Hausstaubmilben und Hautschuppen. Sie sind also prinzipiell nicht nur unproblematisch, sondern sogar nützlich, solange sie nur vereinzelt auftreten. Ihre entfernten Verwandten, die Papierfischchen, können jedoch in Bibliotheken und Archiven zum Problem werden.Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 37. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 12. 12. 2024 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
Sie ist bis zu 28 Millimeter groß und damit die größte Wildbiene in Mitteleuropa: die Blauschwarze Holzbiene. Wer sie zum ersten Mal sieht, hält sie meist für eine Hummel oder erschrickt sogar ob ihrer Größe. Doch die schwarze Biene mit den blau schillernden Flügeln ist völlig ungefährlich. Trifft man sie im April oder Mai auf Streuobstwiesen oder in Weingärten an, ist sie vermutlich auf der Suche nach abgestorbenen Bäumen, alten Holzpfählen oder Balken, um darin ihre Brutzellen aus einer Mischung aus Holzspänen und Speichel anzulegen. Wer die schillernde Schönheit, die zur Wildbiene des Jahres 2024 erklärt wurde, in ihrem gefährdeten Bestand unterstützen möchte, kann sie mit verschiedenen Lippenblütlern und Totholz in den Garten locken.Gestaltung: Sonja Bettel | Das ist die 32. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 16. 10. 2024 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
In der 9. Staffel geht es ums Leben im Holz.Im April 2019 machten die Forscher des Nationalpark Kalkalpen einen sensationellen Fund: Sie entdeckten den Rothalsigen Düsterkäfer, eine Urwald-Relikt-Art, die in der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie der EU unter prioritärem Schutz steht. Der Käfer, der von Totholz lebt, war zuletzt vor 40 Jahren nachgewiesen worden. Die nächste bekannte Population lebt im Bialowieza-Nationalpark in Polen. Der seltene Käfer profitierte davon, dass die Kalkalpen schwer zugängliche Schluchten, Hänge und Gräben haben, die sich der einstigen forstwirtschaftlichen Nutzung entzogen haben. Gestaltung: Sonja Bettel | Das ist die 33. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 17. 10. 2024 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.























