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BZ am Ohr
BZ am Ohr
Author: Badische Zeitung
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© Badischer Verlag GmbH & Co. KG
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Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in Südbaden gerade spricht. Das kann Aktuelles sein, ein Kriminalfall oder spannende Hintergründe einer BZ-Geschichte. Auch andere Redakteurinnen und Redakteure der Badischen Zeitung kommen als Gesprächspartner ans Mikrofon: Sie berichten von ihren Recherchen oder teilen ihre Expertise. Neue Folgen gibt's immer donnerstags - hören Sie rein!
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Zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen haben irgendwann Angststörungen. Das zeigt ein aktueller DAK-Report, Die Zahlen sind in der Pandemie massiv gestiegen - und seitdem hoch geblieben. Angst ist zunächst mal ganz normal und auch gesund. Doch wann wird Angst zum Problem? Und was können Eltern tun, wenn die Angst den Alltag ihres Kindes bestimmt?
In dieser Folge von „BZ am Ohr“ geht es um Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Folge ist ein Mitschnitt einer Live-Veranstaltung der Reihe „Kindermedizin im Dialog", bei der BZ-Redakteurin Katharina Meyer mit Experten und einem Vater eines betroffenen Kindes über Angststörungen im Kindesalter spricht. Der betroffene Sohn hat mit sechs Jahren plötzlich massive Ängste entwickelt, sein Vater erzählt im Podcast vom Leben mit der Angst. Henrik Büch, Psychotherapeut an der Freiburger Kinder- und Jugendpsychiatrie, erklärt die verschiedenen Formen von Angststörungen – von sozialen Ängsten über Trennungsängste bis zur generalisierten Angststörung. Isolde Krug, leitende Psychologin an der Kinder- und Jugendklinik Freiburg, beleuchtet das enge Zusammenspiel von Angst und körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen.
Die gute Nachricht: Angststörungen sind sehr gut behandelbar. Die Experten erklären, wie kognitive Verhaltenstherapie funktioniert, welche niederschwelligen Hilfsangebote es gibt und warum es so wichtig ist, Kinder ihre Ängste nicht vermeiden zu lassen. Auch die Rolle der sozialen Medien, die besonders bei Mädchen zu einem starken Anstieg sozialer Ängste geführt haben könnten, wird diskutiert. Wie können Eltern ihr Kind ermutigen, sich der Angst zu stellen – und wo finden Familien Unterstützung?
Er ist mit 24 Jahren der mit Abstand dienstälteste Freiburger Bürgermeister: Mit 70 geht Ulrich von Kirchbach nun in den Ruhestand. In der Stadt genießt der Kulturbürgermeister hohe Wertschätzung. Wie er sich fühlt, wenn er jetzt auf seiner Abschiedstournee so viel Zuneigung spürt, das erzählt er in einer sehr persönlichen Podcastfolge von „BZ am Ohr“.
Er blickt zurück auf seine Jugendjahre in Ostfildern nahe der Landeshauptstadt Stuttgart. Er findet schon, dass er schwäbischen Tugenden wie den Fleiß in Südbaden eingesetzt hat. Er hat sich an die badischen Neckereien im Laufe der Jahrzehnte gewöhnt und erzählt drum selbst auch seinen Lieblingsschwabenwitz. Und er erzählt auch, wie er noch zu Studentenzeiten in Tübingen, einen schweren Feuerunfall beim Grillen mit schweren Verbrennungen überlebt hat, was auch seine Sicht aufs Leben veränderte.
Nach einer Tätigkeit als Dezernent im Landkreis Rastatt ist der Jurist dann 2002 zum neuen Sozial- und Kulturbürgermeister von Freiburg gewählt worden. Er berichtet, wie ihn das Langzeitprojekt der Sanierung des Augustinermuseums durch die ganze Amtszeit begleitet hat. Er beleuchtet in der Rückschau die Freiburger Anstrengungen in der Flüchtlingskrise samt den Anfeindungen, die er einstecken musste. Denkwürdig verlief einst auch der Premierenabend der von ihm miterfundenen „Säule der Toleranz“ auf dem Augustinerplatz. 70-Stunden-Arbeitswochen waren für ihn Standard - auch als seine Kinder noch klein waren.
Und dann gab es auch noch die OB-Wahl im Jahr 2010, als von Kirchbach gegen seinen damaligen Chef Dieter Salomon antrat. Während des Wahlkampfs stieg von Kirchbach sogar als Kämpfer in den Boxring. Gefightet hat er auch im letzten Jahr seiner Amtszeit, nachdem bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Trotz schwerer Chemo arbeitete der Bürgermeister einfach weiter.
Ein Studienberater der Universität Freiburg hat über 15 Jahre hinweg mehr als 800 Frauen heimlich in intimsten Situationen gefilmt – in WG-Badezimmern, auf Uni-Toiletten und sogar während vertraulicher Beratungsgespräche. Der Fall sorgte Anfang März für Entsetzen in Freiburg, als das Amtsgericht den 57-jährigen Peter S. wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs zu einer Bewährungsstrafe verurteilte. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Reporter Frank Zimmermann über den erschütternden Prozess und die Dimension des Spanner-Skandals.
Wie konnte der Täter jahrelang unentdeckt bleiben? Welche perfiden Methoden nutzte er, um seine Opfer zu filmen? Frank Zimmermann berichtet von den Aussagen betroffener Studentinnen, die in der von Peter S. vermieteten WG lebten und erst durch Zufall die versteckte Kamera im Badezimmer entdeckten. Der Reporter erklärt, wie die Ermittler auf über 800 Namen von Frauen stießen und warum nur ein Bruchteil der Taten überhaupt verhandelt werden konnte.
Neben dem Urteil und der juristischen Einordnung geht es in dieser Folge auch um die heftige Kritik am Vorgehen der Universität Freiburg. Viele betroffene Frauen erfuhren erst durch die BZ-Berichterstattung von den heimlichen Aufnahmen am Arbeitsplatz. Studierende und Mitarbeitende demonstrierten vor der Uni und fordern mehr Transparenz und Schutz. Wie reagiert die Hochschulleitung auf die Vorwürfe? Und was bedeutet dieser Fall für den Umgang mit sexualisierter Gewalt an Universitäten?
Armut, psychische Gesundheit und Klassenkampf – darüber spricht Miriam Davoudvandi in dieser Folge von „BZ am Ohr". Die 33-jährige Journalistin und Podcasterin ist in Bad Säckingen am Hochrhein aufgewachsen. In einer Sozialwohnung, umgeben von Wohlstand, den sie selbst nie hatte. In ihrem aktuellen Buch „Das können wir uns nicht leisten – Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein" (btb) beschreibt sie, wie Armut von der Geburt bis zum Tod alles beeinflusst: Bildungschancen, Gesundheit, Partnerwahl und vor allem die Psyche.
Miriam erzählt, warum sie trotz Bestnoten auf die Hauptschule sollte, wie Hip-Hop und der Rapper Haftbefehl ihr halfen, sich gesehen zu fühlen, und warum sie ihre ADHS erst mit 30 diagnostiziert bekam. Sie erklärt den Zusammenhang zwischen Armut und Depression und warum sie heute mit ihrem Podcast „Danke, gut" über mentale Gesundheit spricht. Wie geht es Menschen, die jeden Cent umdrehen müssen? Was bedeutet sozialer Aufstieg wirklich? Und warum reichen Achtsamkeitskurse nicht aus, um eine gute Psyche für alle zu schaffen?
Im Gespräch mit BZ-Redakteurin Dora Schöls wird deutlich: Armut ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch ein Gefühl, das Menschen ein Leben lang prägt. Miriam fordert ein Umdenken in der Debatte über Sozialleistungen und erklärt, was sie tun würde, wenn sie Bundeskanzlerin wäre – und warum sie diesen Traum längst aufgegeben hat.
Auf den jungen Unternehmen ruhen viele Hoffnungen. Start-ups sollen Reichtum bescheren, neue Arbeitplätze schaffen und helfen, den ökonomischen Strukturwandel im Land zu bewältigen – auch in Südbaden. Mittlerweile hat sich eine vielfältige Start-up-Szene etabliert: Zum Beispiel mit dem Bildgeneratorenentwickler Black Forest Labs, dem Radarsensorbauer Ondosense oder Dermagnostix - ein Unternehmen, das neue Methoden zur Erkennung von Hautkrankheiten entwickelt hat. Doch ist das wirklich eine Erfolgsbilanz? In den USA ist aus dem Start-up Google der Weltkonzern Alphabet geworden, der die Weltwirtschaft umgekrempelt hat.
Was unterscheidet die Situation für junge Unternehmen heute von der zu Beginn der 2000-er Jahre, als der Start-up-Begriff erstmals ins öffentliche Bewusstsein rückte? Ist Südbaden interessant für Wagniskapitalgeber? Sind die Hochschulen in der Region gründerfreundlich? Was macht ein Start-up erfolgreich? Im Video-Podcast "BZ am Ohr" geben Expertinnen und Experten Antworten. Der südbadischer Start-up-Veteran Ulrich Birsner hat mehrere Unternehmen gegründet und wurde mit dem Freiburger Biotech-Aushängeschild Genescan bekannt. Thomas Scheuerle leitet den Badencampus, wo Gründerinnen und Gründer unterstützt werden. Marco Winzer ist Partner des bekannten deutschen Wagniskapitalgebers High-Tech-Gründerfonds. Am Lehrstuhl des Freiburger Uni-Professors Roland Zengerle sind etliche junge Hightech-Unternehmen entstanden. Und wie man erfolgreich gründet, das weiß Dermagnostix-Chefin Natalie Garzorz-Stark.
Clara Koppenburg ist eine erfolgreiche deutsche Radrennfahrerin, die vor allem durch ihre Ausdauer und ihre Kletterqualitäten im Profi-Peloton auf sich aufmerksam gemacht hat. Besonders hervorzuheben sind ihr Gesamtsieg bei der Setmana Ciclista Valenciana 2019 sowie die WM-Bronzemedaille im Mixed-Staffel-Wettbewerb 2023.
Nach Jahren intensiver Rennerfahrung, Erfolgen und Rückschlägen suchte die 30-jährige Lörracherin eine Veränderung und fand zum Beginn des Jahres im Gravel-Sport ihre neue sportliche Heimat. Dieser Disziplinwechsel bedeutet für Koppenburg nicht nur sportlich einen Neuanfang, sondern auch mehr Eigenverantwortung und Freiheit abseits der starren Strukturen des klassischen Straßenradsports, wie sie im Podcast „BZ am Ohr“ erzählt.
Offen spricht Clara Koppenburg im Podcast mit BZ-Redakteur Bernhard Amelung zudem über ihren langjährigen Kampf mit Essstörungen, die im Leistungssport durch den Fokus auf Gewicht und Watt pro Kilogramm verstärkt wurden. Mithilfe professioneller Unterstützung gelang es ihr, zu mehr Wohlbefinden und Lebensfreude zurückzufinden. Im Gravel-Sport hat sie ein Umfeld entdeckt, das Selbstverantwortung und Zusammenhalt fördert und ihr ermöglicht, ihre Leidenschaft fürs Radfahren auszuleben.
Baden-Württemberg hat gewählt – und die Grünen stehen als Sieger da. Ganz knapp ist die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir vor der CDU gelandet. Den Grünen und Özdemir ist damit eine echte Aufholjagd geglückt, lag die Partei in den Umfragen doch phasenweise mehr als zehn Prozentpunkte hinter der CDU. Trotz deutlichen Zugewinnen zeigt sich die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel unzufrieden mit dem Ergebnis.
In dieser Sonderfolge von „BZ am Ohr“ erklärt Michael Wehner, Politikwissenschaftler und Leiter der Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für Politische Bildung, warum der Wahlkampf von Cem Özdemir Erfolg hatte – und was bei der CDU gefehlt hat. Er analysiert die Ergebnisse in den südbadischen Wahlkreisen und erläutert, warum die Ergebnisse bei Erst- und Zweitstimmen so sehr variieren.
Wehner ordnet ein, warum sich der Wahlkampf so sehr auf die beiden Kandidaten Özdemir und Hagel zugespitzt hat – und wieso darunter vor allem SPD, FDP und Linke litten. Welche Rolle spielte die Bundespolitik bei der Landtagswahl? Wie haben die 16- und 17-Jährigen abgestimmt, die bei dieser Landtagswahl erstmals stimmberechtigt waren? Und wie geht es jetzt weiter in Stuttgart? Antworten auf diese Fragen finden Sie in dieser Folge von „BZ am Ohr“.
Endlich mal wieder loslassen, sich frei fühlen, tanzen und feiern – so wie früher. Als man sich noch nicht ständig verantwortlich gefühlt hat, nicht das Leben von anderen mit organisieren musste. Das können Mamas - und alle anderen Frauen - beim Mama-Rave.
Veranstaltet wird diese Reihe in Freiburg und Umgebung von Saskia Durst. Sie ist 40 Jahre alt, kommt aus Staufen und hat drei Kinder. Sie ist Betriebswirtin, Geburtsbegleiterin, das nennt sich Doula, sie ist Yoga-Lehrerin und Beraterin für den Übergang in die Mutterschaft.
Im Podcast erzählt sie, was ihr Musik und Tanzen bedeuten und wie sich das durch ihre Mutterschaft verändert hat. Warum es eine besondere Veranstaltung nur für Mütter braucht – und warum bei ihr ausgerechnet elektronische Musik läuft. Wir sprechen darüber, wie schwierig es für Frauen sein kann, Mutter zu werden. Dafür gibt es sogar einen eigenen Begriff: Die Muttertät.
Der nächste Mama-Rave findet am 21. März 2026 im Waldsee in Freiburg statt.
Die nächsten Termine von "Mama geht tanzen": 7.3. in Freudenstadt im Martinique, 13.3. in Freiburg im Puzzles, 14.3. in Lahr im Meier Club, 21.3. in Achern im Theodor Noise Club, 17.7. Sommerspecial in Breisach auf einem Schiff.
Am 8. März haben die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg die Wahl: Wie soll der neue Landtag aussehen? Insgesamt stehen 21 Parteien zur Wahl - Chancen auf das Amt des Ministerpräsidenten haben die CDU mit Manuel Hagel an der Spitze und die Grünen um Cem Özdemir. Wie ticken die beiden Spitzenkandidaten, wo kommen sie her? Wie wollen sie die Wirtschaft wieder in Schwung bringen? Wie bekommt mit ihnen jedes Kind die gleichen Bildungschancen? Und was ist eigentlich mit dem Klima?
BZ-Politikchef Dietmar Ostermann hat beide Kandidaten im Wahlkampf erlebt. Im Podcast ordnet er ihre Ideen ein, erklärt, wo er Unterschiede zwischen den beiden sieht - und verrät auch, für wie glaubwürdig er sie hält. Dabei kommen natürlich auch die beiden Politiker Özdemir und Hagel selbst zu Wort, mit Zitaten aus BZ-Veranstaltungen.
Und: Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige bei einer Landtagswahl im Südwesten wählen. Ostermann sagt, warum er das für richtig hält, warum bei dieser Landtagswahl jeder zwei Stimmen hat und wie groß eigentlich das Erbe von Winfried Kretschmann ist.
Wie lebt ein Jugendlicher mit einer Autismus-Spektrum-Störung, wie meistert er seinen Alltag, was fällt ihm schwer? Davon berichtet der 17-jährige Ian bei der Podiumsveranstaltung „Kinderheilkunde im Dialog“ zum Thema Autismus-Spektrum-Störung bei Kindern und Jugendlichen, eine Kooperation der Badischen Zeitung und der „Initiative für unsere Kinderkliniken“, die Geld für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Freiburg sammelt. Hier erzählen Betroffene und Experten vom Leben mit Autismus.
Was genau ist Autismus eigentlich? Sind Betroffene gesund, komisch - oder krank? Wo finden Eltern Unterstützung? Und wie schwierig ist es im Alltag, diese Unterstützung auch wirklich zu bekommen? Darum geht es in dieser Sonderfolge von BZ am Ohr, moderiert von BZ-Redakteurin Katharina Meyer.
Dieser Podcast bietet wertvolle Informationen, persönliche Einblicke und einen offenen Austausch rund um das Thema Autismus-Spektrum-Störung bei Kindern und Jugendlichen. Er informiert Eltern, Fachkräfte und alle Interessierten über die Störung, die Betreuende – und vor allem das Betreungssystem – häufig vor Herausforderungen stellt. Die Veranstaltungsreihe „Kinderheilkunde im Dialog“ wird auch 2026 fortgesetzt.
Mut entsteht, wenn man macht“, sagt Wiebke Lühmann über das „Abenteuer ihres Lebens“, eine Radreise aus Freiburg bis zum Kap der guten Hoffnung. 14 Monate war sie unterwegs, als sie im Dezember 2024 zurückkehrt nach Deutschland. Im Gepäck: Momente von Freiheit, Hoffnung und Kraft. Grenzen - die von 22 Ländern, die ihres eigenen Körpers und solche, von denen sie vor ihrer Reise keine Ahnung hatte.
Im Podcast spricht die radreisende Freiburgerin über ihren Aufbruch nach einer Trennung, das alleine Reisen - und dennoch zusammen mit anderen unterwegs zu sein, über Angst und Stereotype, atemberaubende Natur und immer wieder tiefe menschliche Begegnungen, in denen sie das größte Glück an den abgelegendsten Orten fand. Nicht nur auf ihrem Instagram-Account macht sie sich außerdem dafür stark, auch oder gerade als Frau einen eigenen Weg zu gehen, anstatt vor jedem Schritt zu fragen, was erlaubt ist - und was nicht.
Fasnacht – für die einen bedeutet das schöne Tradition, Gemeinschaft, Feiern – und für die anderen ist das alles ein wenig befremdlich, das bunte Narrenhäs, die Brauchtumspflege und die mehr oder weniger wilden Partys rund um die Fasnachtszeit.
Lisa Eckert gehört zur ersten Sorte. Sie will versuchen, ihre Leidenschaft für Fasnacht auch an andere weiterzugeben. Wie viele andere Närrinnen und Narren ist sie in eine Zunft „reingeboren“ worden, und zwar bei den Ribblinghielern Freiburg aus dem Stadtteil Stühlinger. Mit 23 Jahren wurde Lisa schon deren Zunftvögtin, also Vorstand des Vereins. Inzwischen ist sie 30 Jahre alt, hat einen zweijährigen Sohn und wohnt mit ihrer kleinen Familie in Herbolzheim. Fasnacht spielt nach wie vor eine wichtige Rolle in ihrem Leben: "Das hat gerade Priorität 1".
Deshalb hat sie Anfang Februar auch die ganze Familie zusammengetrommelt und ins Häs gesteckt, um am großen Kinder- und Narrenumzug im Freiburger Stadtteil St. Georgen Anfang Februar mitzumachen. Kurz bevor der Umzug losgeht, mitten im Narrengewusel, treffen wir sie für die Podcastfolge.
Welche Ideen und Hoffnungen sie hat, damit die traditionelle Fasnacht noch über Generationen erhalten bleibt, und warum ihre Narrenfigur immer weint, das erzählt sie im dieser Folge von "BZ am Ohr" - und nimmt die Hörerinnen und Hörer mit zum Fasnachtsumzug.
Kinder spielen, Menschen trinken Kaffee, plaudern, lachen: An Markttagen wirkt er wie ein ganz normaler Platz. Doch der Stühlinger Kirchplatz in Freiburg hat auch eine dunkle Seite, mit Drogen, Kriminalität, Gewalt. Die Stadt will den Platz wieder für alle sicher und schön machen - auch mit einem Kulturkiosk. Betreiben wird ihn Stephanie Boye. Sie hat einige Jahre im Senegal gelebt und geht schon seit Jahren immer wieder auf den Platz, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.
Was hat sie mit dem Kulturkiosk vor? Warum kommt es ihr gar nicht so auf ihre eigenen Ideen an? Fühlt sie sich auf dem Platz auch mal unsicher? Was hält sie von Messerverbot und Videoüberwachung? Kann Kultur wirklich einen Kriminalitäts-Hotspot retten? Und was hat das alles mit einem senegalesischen Automechaniker zu tun? Davon erzählt Stephanie Boye hier, bei BZ am Ohr.
NEUE BZ-PODCAST-SERIE: PLATZANGST
Für die neue BZ-Podcast-Serie Platzangst gehen die Reporter Joshua Kocher und Jannik Jürgens auf Spurensuche auf dem Stühlinger Kirchplatz. Der Platz gilt seit Jahren als Kriminalitätsschwerpunkt. Wie ist es dazu gekommen und wo liegen heute die größten Probleme? Welche Lösungsansätze gibt es und was sagen die Menschen, die täglich mit dem Platz zu tun haben? Die erste Folge erscheint am 6. Februar, die zweite am 13. Februar und die letzte Folge am 20. Februar 2026.
>> Platzangst ist zu hören auf mehr.bz/Platzangst und überall, wo es Podcasts gibt.
FREIBURGER OB-WAHL
Die Freiburgerinnen und Freiburger wählen am 26. April einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Das bedeutet: In den kommenden Wochen wird der Wahlkampf an Fahrt aufnehmen und die Kandidierenden werden mit ihren Wahlprogrammen versuchen, Stimmen in der Stadt zu sammeln. Doch sind das auch tatsächlich die Themen, die euch in Freiburg am meisten bewegen? Das wollen wir, die Freiburger Lokalredaktion der BZ, zusammen mit dem Recherchenetzwerk Correctiv herausfinden. Dafür haben wir das Projekt „Deine Stimme, deine Themen“ gestartet. Unser Ziel ist es, euch in den kommenden Wochen zuzuhören und die Themen und Fragen zu sammeln, die euch wichtig sind. Nehmt dazu gerne an unserer Umfrage unter mehr.bz/deinestimme teil oder kommt vorbei, wenn wir am Freitag, 6. Februar, 17 Uhr, und Samstag, 21. Februar, 11 Uhr, unsere Redaktion für euch öffnen (Kaiser-Joseph-Straße 229). Eure Anliegen sollen den Kern unserer Berichterstattung bilden. Wir freuen uns auf eure Themen.
Die Demokratie in Deutschland ist so gefährdet wie lange nicht mehr. Es braucht Menschen, die sie verteidigen. Eine von ihnen ist Jenny Haas. Sie ist Sprecherin der Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ in Offenburg. Mit ihren Mitstreitern dokumentiert sie demokratiefeindliche Umtriebe in der Region – und wird dabei auch zur Zielscheibe.
Im Podcast BZ am Ohr erzählt sie, wie sie damit umgeht, wenn sie angefeindet, angespuckt, angeschrien wird. Sie erklärt, warum sie die AfD für so gefährlich hält - und ein Verbotsverfahren für dringend nötig. Nicht nur in Ostdeutschland gebe es Menschen mit rassistischen und menschenfeindlichen Ansichten, sagt Jenny Haas. Wie gut grenzen sich die anderen Fraktionen im Gemeinderat von Offenburg von der AfD-Fraktion ab? Was ist eigentlich mit dem Antisemitismus von Links? Was macht Jenny Haas Hoffnung? Und was kann jede und jeder Einzelne tun?
Bei Gina Kutkat im Podcast-Studio sitzen heute die Freiburger Zwillingsbrüder Felix und Till Neumann. Als Musikerduo Zweierpasch haben sie gerade das Bundesverdienstkreuz von Frank-Walter Steinmeier verliehen bekommen. In seiner Laudatio nannte der Bundespräsident sie ein „Bollwerk gegen die Gleichgültigkeit“. „Ein Gänsehautmoment“, sagt Felix Neumann. Seit über zehn Jahren macht der 42-Jährige zusammen mit seinem Bruder Till politischen HipHop, der für Frieden und gegen Grenzen ist.
Wie gehen die beiden damit um, dass die Welt, für die sie einstehen, gerade dabei ist, zu zerbröckeln? „Mein Rückzugsort ist die Musik. Wenn ich Texte schreibe, verarbeite ich, was gerade auf der Welt passiert“, sagt Till Neumann. Zweierpasch steht für politischen Rap, der immer eine Botschaft hat. Im Podcast sprechen sie über den schmalen Grat zwischen Botschafter und Moralapostel, persönliche Zweifel und die Frage, ob Musik in einer zerbrechenden Weltordnung wirklich etwas verändern kann. Und sie verraten, wie oft sie sich als eineiige Zwillingsbrüder wirklich streiten.
Ohne Sex kann man leben, aber nicht ohne Beachtung, sagt Irmtraud Tarr. Die 75-jährige Psychotherapeutin weiß, wie wichtig der Kontakt zu anderen Menschen ist. Und wie sehr man unter Einsamkeit leiden kann. Innerhalb von nur zwei Monaten hat sie fünf nahestehende Menschen verloren. Drei enge Freunde sind gestorben, ihre Mutter – und ihr Mann. Um den Verlust und die Einsamkeit besser zu verarbeiten, hat Irmtraud Tarr ein Buch darüber geschrieben. Unter dem Titel „Einsamkeit – vom Mut, sich selbst und anderen zu begegnen“ ist es im Patmos-Verlag erschienen.
Irmtraud Tarr lebt in Rheinfelden. Sie hat Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und diverse Sachbücher geschrieben. Im Dreiländereck, aber auch international ist sie als Konzertorganistin bekannt. 2016 hat sie die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg bekommen, mit der Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden.
Bei BZ am Ohr erklärt Irmtraud Tarr, wo der Unterschied zwischen einsam und allein sein ist, wie Corona die Gesellschaft verändert hat und wie man als Single nicht einsam wird. Sie spricht darüber, ob man der Einsamkeit vielleicht auch etwas Positives abgewinnen kann und wo die Einsamkeit überhaupt herkommt – denn sie betrifft ganz schön viele Menschen. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat 2025 ergeben, dass sich in Baden-Württemberg mehr als ein Drittel, nämlich gut 38 Prozent der Menschen, einsam fühlen. Deshalb sagt Irmtraud Tarr natürlich auch, was ihr hilft, wenn sie einsam ist.
Mal eben ein Hotel und Restaurant übernehmen, das Romantik Hotel & Restaurant Spielweg im Münstertal – das hat Viktoria, Viky Fuchs gemacht, zusammen mit ihrer Schwester Kristin. Wobei das mit „mal eben“ natürlich nicht ganz stimmt – genau darüber sprechen wir mit der Köchin, Küchenchefin und TV-Kochshow-Star Viktoria Fuchs aus dem Schwarzwald: Was heißt es eigentlich, einen Familienbetrieb in die sechste Generation zu führen, mit Mitte dreißig, einem kleinen Kind und drei Generationen unter einem Dach, die jeden Tag zusammen leben und arbeiten? Mit Dutzenden Mitarbeitenden, anspruchsvollen Gästen und mehreren Fernsehshows im Jahr. Daher kennt ihr Viktoria Fuchs vielleicht. Egal ob „Kitchen Impossible“, „Küchenschlacht“ oder „Fuchs und Vogel“, wahrscheinlich ist Euch Viky schonmal über den Bildschirm oder den Instagram-Feed gelaufen. Passend zum Jahresende ging es um: Übergänge. Von einer Generation zur nächsten, von der Köchin zur Chefin und natürlich von 2025 in 2026, mit allem was dazugehört: Ein schönes Weihnachtsessen und Pläne schmieden. Ihre Pläne teilt Viky Fuchs im Podcast mit uns. Schön dass ihr dabei seid.
Die weiteren Folgen von "Kochen, essen, posten", der Gastro-Weihnachtsserie der Badischen Zeitung, hört ihr hier:
Folge 1: Vegane Vesperstube im Schwarzwald - wie geht das?
Folge 2: Mira Maurer über das Kochen zwischen Showküche und Instagram
Wer Mira Maurer ist, das muss man in Südbaden eigentlich niemandem mehr erklären. In den letzten Jahren hat sich die Freiburger Köchin als Fernsehköchin, Instagram-Köchin und BZ-Kolumnistin einen Namen gemacht. Mit ihrer authentisch-badischen Art begeistert sie auf Instagram über Hunderttausend Fans. Und auch im Gespräch bei BZ am Ohr zeigt sie sich nahbar und sympathisch.
Was treibt sie an, wo will sie noch hin? Im Podcast wird Mira Maurer auch ein bisschen privater: Sie erzählt, dass Freunde sie nur noch selten zum Essen einladen und verrät, welche Zutat bei ihr immer im Kühlschrank ist. Außerdem hat sie jede Menge Tipps: Wie reagiert man am besten, wenn einem das Essen in einem Restaurant nicht schmeckt und wie macht man das Weihnachtsessen unkompliziert?
Diese Folge ist Teil einer kleinen Serie, einem 3-Gänge-Menü zu Weihnachten. In der ersten Folge erzählen Sina und Marcel Hildmann, wie ihre vegane Vesperstube an einem Wanderweg mitten im Schwarzwald bei den Leuten ankommt. Und Im dritten Teil spricht Gourmet-Köchin und Instagram-Star Victoria Fuchs aus dem Münstertal von Übergängen - hin zu ihrem eigenen Restaurant und ins neue Jahr. Diese Folge erscheint am 23. Dezember.
Mehr von Mira Maurer gibt es hier: In ihrer Kolumne "Mira empfiehlt" erzählt sie, welche Restaurants und Cafés in Südbaden es ihr angetan haben – und was ihr dort besonders gut schmeckt. Auf dem BZ-Instagramkanal gibt's Videos von Mira. Alle Folgen von BZ am Ohr gibt es hier.
Und hier geht's zur Weihnachtsaktion: Welches Tablet liegt bei Ihnen unterm Baum? Bestellen Sie jetzt BZ-Digital Premium mit einer Laufzeit von 24 Monaten und sichern Sie sich ein Apple iPad oder das brandneue Samsung Galaxy Tab kostenlos!
Vegane Vesperstube, mitten im Schwarzwald? Wie passt das zusammen? Für Sina und Marcel Hildmann passt das wunderbar - vegan leben, kochen, essen und das als Influencer bei Instagram zeigen. Die beiden betreiben in Ottenhöfen in der Ortenau einen Gnadenhof für Tiere, mit einer veganen Gastronomie dabei - den Lebenshof Mut im Bauch. Wie sie mit Mitte 30 diese große Lebensentscheidung getroffen haben, ob ihre Kinder auch vegan leben und warum es rund um ihren Lebenshof einen Shitstorm inmitten der veganen Szene gab, das erzählen sie hier, bei BZ am Ohr, dem Podcast der Badischen Zeitung.
Diese Folge ist Teil einer kleinen Serie, sozusagen ein 3-Gänge-Menü zu Weihnachten! In der zweiten Folge erzählt die Freiburger Köchin Mira Maurer von der Vielfältigkeit ihres Berufs von Instagram bis Showküche – zu hören ab 18. Dezember. In Teil 3 spricht Gourmetköchin und Insta-Star Viktoria Fuchs aus dem Münstertal von Übergängen, hin zu ihrem eigenen Restaurant und natürlich ins neue Jahr. Zu hören in der Weihnachtswoche.
Kasi und Antonius sind Mitte 20 und sind vor ein paar Jahren zum Studieren nach Freiburg gezogen. Das Studium ist Vergangenheit, denn mittlerweile sind die beiden erfolgreiche Indie-Pop-Künstler. 2022 haben sie ihren ersten Song rausgebracht, 2023 gelang mit "Vielleicht in einem Jahr" der Durchbruch. Gerade erst haben sie zwei ausverkaufte Konzerte in Freiburg gespielt. „Das ist ein krasses Gefühl, das man sich so nicht kaufen kann“, sagt Antonius über den Moment auf der Bühne. Wie war ihr Jahr 2025 und was erwartet die Fans auf dem neuen Album „Kids“?





Schade, dass der Ton so schlecht ist. Aber toller Podcast.