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Nebelspalterinnen

Author: Stephanie Gartenmann und Camille Lothe

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Pointiert. Politisch. Persönlich. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe besprechen die Themen der Woche, diskutieren die politischen Fragen unserer Zeit und teilen persönliche Erlebnisse. Schonungslos, aber charmant führen die beiden Redaktorinnen durch ihren neuen Podcast. «Nebelspalterinnen», jeden Dienstag um 06:00 Uhr.
150 Episodes
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Sind 100'000 Unterschriften für eine Initiative noch angemessen? UBS-CEO Sergio Ermotti hält die Hürde für zu tief. Seit den 1970er Jahren ist die Bevölkerungszahl stark gestiegen, die Unterschriftenzahl jedoch gleich geblieben. Sein Vorschlag: mindestens 350'000. Was würde das für die direkte Demokratie bedeuten? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren über Initiativen, politisches Desinteresse und die Professionalisierung der direkten Demokratie.
Ausverkaufte Tickets, über 1000 Gäste, maximale Medienaufmerksamkeit: Die Albisgüetli-Tagung der SVP ist mehr als ein Parteianlass. Einmal im Jahr, am dritten Freitag im Januar, trifft sich hier die politische Prominenz zur wohl bedeutendsten politischen Veranstaltung des Landes. Doch warum ist der Andrang seit 38 Jahren ungebrochen? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe, beide geübte Teilnehmerinnen, sprechen in dieser Folge darüber, was die Tagung ausmacht.
Die Bar «Le Constellation» wurde zuletzt 2019 auf Brandschutz überprüft – obwohl jährliche Kontrollen vorgesehen sind. Für Alex Bücheli, Geschäftsführer der Bar und Club Kommission Zürich, ist das kein Freipass. Als Betreiber trage man immer die Verantwortung für die Sicherheit. Deshalb setzt seine Organisation auf Sicherheitskurse für Bars und Clubs, inklusive Übungen mit Feuerlöschern. Ein Gespräch über Versäumnisse, Zuständigkeiten und die Konsequenzen für eine ganze Branche.
Nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana mit 40 Todesopfern und 116 Verletzten rücken Schallschutzmatten in den Fokus der Ermittlungen. Nun zeigt sich: Schweizer Baumärkte führen ein breites Sortiment solcher Matten – zahlreiche davon sind leicht entflammbar. Ein Selbsttest der «NZZ am Sonntag» zeigt das Ausmass des Problems: Autor Georg Humbel wurden für das heimische Kinderzimmer eben diese Matten empfohlen. Brandschutzwarnung? Erst auf Nachfrage. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe haben mit Georg Hubel über die Erkenntnisse gesprochen.
Unser Männerbild ist im Umbruch – und zugleich erstaunlich altmodisch. Eine neue Studie des Vereins Geschlechtergerechter zeigt: Während sich Rollenbilder langsam modernisieren, bleibt die Erwartung bestehen, Männer müssen ihre Ehre notfalls mit Gewalt verteidigen. Die Kluft zwischen Männern und Frauen ist deutlich. Zum Jahresende spricht Camille Lothe mit Dr. Sarah Bütikofer, Politikwissenschaftlerin und Mitverfasserin der von SOTOMO durchgeführten Studie, über die widersprüchlichen Erwartungen an Männer.
Die westliche Welt ist gottlos geworden – aber nicht glaubensfrei. An seine Stelle sind Ersatzreligionen getreten, die ohne Gott auskommen, aber mit umso mehr moralischem Absolutheitsanspruch auftreten. Diese These vertritt die Theologin und Publizistin Béatrice Acklin. Sie untersucht das Spannungsfeld von Politik und Religion, Staat und Kirche, und fragt nach der gesellschaftlichen Funktion religiöser Denkformen in einer säkularen Ordnung.
Was Politiker sagen, ist das eine. Wie sie abstimmen, das andere. Zwar sind alle Abstimmungen öffentlich, doch kaum jemand weiss, wie die eigenen Vertreter in Bern entscheiden. «Track your Politician», eine neue Plattform von Facts4Future, schafft Transparenz – übersichtlich, sachlich und politisch unabhängig. Initiator Iwan Hächler erklärt, warum politische Transparenz entscheidend ist.
Was bedeutet heute Männlichkeit? Eine neue SOTOMO-Studie zeigt: Viele junge Männer wissen darauf keine klare Antwort. Zwischen Vorwürfen toxischer Männlichkeit und feministischen Erwartungshaltungen geraten besonders linke Männer in eine Identitätskrise. Wie kam es dazu – und was heisst das für Liebe und Beziehungen? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe über Männlichkeit und Parteipolitik.
Burnout im Bundeshaus? SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer zieht die Notbremse und nimmt sich wegen «grosser Erschöpfung» eine Auszeit. Damit steht sie nicht allein – auch Natalie Rickli, Jacqueline Badran und Cédric Wermuth haben den politischen Dauerstress bereits an den Rand der Belastbarkeit geführt. Warum trifft es gerade politische Spitzenkräfte so häufig? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe haben bei Psychologin Aurelia Siegrist nachgefragt. Und: Könnte ein Modell aus der Westschweiz für Entlastung im politischen Betrieb sorgen?
Die Juso will die «Superreichen» zur Kasse bitten: Am 30. November kommt die Initiative «für eine Zukunft» an die Urne. Vorgesehen sind 50 Prozent Erbschaftssteuer ab einem Vermögen von 50 Millionen Franken. Die Juso rechnet mit Einnahmen von 6 Milliarden – der Bundesrat hingegen warnt vor Steuerausfällen von 3,6 Milliarden. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren: Was bedeutet die Initiative für die Schweiz?
Wie reich ist zu reich? Für die JUSO ist die Grenze klar: Ab 50 Millionen Franken. Ihre «Initiative für eine Zukunft» fordert eine Erbschaftssteuer von 50 Prozent – um «Superreiche zu stoppen». Unternehmer Marc Eichenberger warnt hingegen vor den Folgen: «Man kann vieles beschliessen. Aber wenn niemand mehr hier ist, um das zu bezahlen, dann funktioniert das System nicht mehr». Der Inhaber von Kenny's Autocenter im Gespräch mit Camille Lohte über die Juso-Initiative.
In der Schweiz wird beim Bezahlen immer häufiger zur Karte gegriffen. An manchen Orten ist Bargeld schon gar nicht mehr erwünscht; am Weihnachtsmarkt im Zürcher Hauptbahnhof sollte es sogar vollständig verboten werden. Händler, die trotzdem Cash akzeptierten, sollten gebüsst werden. Doch viele halten dagegen: Nur Bares ist Wahres. Mit einer neuen Initiative sollen der Schweizer Franken und seine garantierte Verfügbarkeit deshalb in der Verfassung verankert werden. Ein Gespräch über Freiheit, Gewohnheit und die Sorge um das mögliche Ende des Bargelds.
Nach dem Ausgang zu Fuss nach Hause? Früher normal. Heute undenkbar. Junge Frauen in Basel-Stadt teilen ihren Standort mit Freunden und Familie – aus Angst vor Übergriffen. Statistisch gesehen zu Recht: Mit 13.2 Gewaltstraftaten pro 1000 Einwohner liegt Basel-Stadt schweizweit im Jahr 2023 an der Spitze. Doch wie erleben die Menschen in Basel-Stadt das selbst? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe haben an der Herbstmesse nachgefragt: Wie sicher ist Basel-Stadt?
Basel gehört zu den Städten mit der höchsten Kriminalitätsrate der Schweiz. In der nationalen Kriminalitätsstatistik ist Basel-Stadt schon zum zweiten Mal in Folge Spitzenreiter. Im Stadtkanton gab es die meisten Gewaltdelikte, aber auch die meisten Einbrüche und Diebstähle pro 1000 Einwohner. Wie erleben junge Frauen den Alltag hier? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe treffen die Basler SVP-Politikerin Demi Hablützel zum Spaziergang durch ihre Stadt – begleitet von Blicken, männlichen Zwischenrufen und der Frage: Wie schützen wir Frauen im öffentlichen Raum?
Die Spuren des Krawalls sind noch sichtbar: verrusste Mauern, zerschlagene Scheiben, verschmierte Fassaden. Tage nach der Pro-Palästina-Demonstration, die mit einem Brandanschlag auf ein Restaurant und 18 verletzten Polizisten endete, zieht Berns Sicherheitsdirektor Philippe Müller eine klare Linie: «Es braucht ein Verbot der Antifa und des schwarzen Blocks.» In seinem Büro im Regierungsgebäude empfing er Stephanie Gartenmann und Camille Lothe zum Gespräch über linksextreme Gewalt – und die Grenzen der Toleranz.
Am 11. Oktober verwandelte sich Bern in ein Schlachtfeld: Brandanschläge auf Restaurants, verletzte Polizisten, Parolen voller Hass. Die Pro-Palästina-Demonstration hinterliess Spuren – und Fragen. Für Sacha Wigdorovits, Gründer des Vereins Fokus Israel und Nahost, steht fest: Diese Proteste sind längst keine politischen Kundgebungen mehr, sondern Angriffe auf Israel – und auf Juden. Darum kämpft er mit Fakten gegen Falschbehauptungen, gegen Geschichtsklitterung – und gegen das Schweigen. Im Gespräch spricht er über den neuen Antisemitismus, über die blinden Flecken der Linken und über die Untätigkeit der UNO.
Ist bald Schluss mit der «Vegi-Wurst»? Das EU-Parlament will, dass Begriffe wie Wurst oder Schnitzel nur noch für echtes Fleisch gelten. Auch das Bundesgericht in der Schweiz schlägt in dieselbe Kerbe: Tiernamen sind bei der Bezeichnung von Fleischersatz unzulässig. Camille Lothe ist in St. Gallen unterwegs – dort, wo die OLMA-Bratwurst Kult ist – und fragt: Sind wir zu dumm, um den Unterschied zwischen Fleisch und Tofu zu erkennen?
Wie viel CO2 steckt in einem Rüebli? Künftig könnten wir das direkt auf der Verpackung erfahren. Der Nationalrat will, dass der Bundesrat eine CO2-Etikette prüft. Die perfekte Gelegenheit für einen Besuch an der OLMA: Camille Lothe mischt sich unter die Besucher und fragt nach. Stephanie? Die geniesst gerade ihre Ferien.
Schon Mitte der 2030er-Jahre dürfte das Durchschnittsalter der Abstimmenden über 60 Jahre liegen. Die politische Macht verschiebt sich – still, aber stetig – zu den Älteren. Was tun? Junge Stimmen aufwerten? Alten das Wahlrecht entziehen? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe sprechen über die Ideen zweier Politikwissenschaftler – und fragen: Braucht es eine Altersguillotine für die direkte Demokratie?
Am Abstimmungswochenende wurde in der Schweiz wie so oft über Verbote und Regulierungen entschieden – von Tanzverbot bis Laubbläserstopp, von Klimazielen bis zur Lex Airbnb. Welche Kantone zeigten sich freiheitsfreundlich und in welchem Kanton schlug die Regulierungswut besonders zu? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren, was hinter diesem Schweizer Regulierungsdrang steckt – und welche gesellschaftlichen Trends die neuesten Studien zeigen.
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