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Wuppertaler Auslese
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Wuppertaler Auslese

Author: Westdeutsche Zeitung

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Die WZ-Redakteure Johanna Christoph und Martin Gehr feiern im WZ-Podcast „Auslese“ die Stadt Wuppertal als Literaturstadt. Sie stellen ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker vor, sprechen mit Wuppertaler Autorinnen und Autoren über ihre Werke, stellen traditionsreiche Buchläden und Verlage aus Wuppertal vor und geben ihnen eine besondere Bühne. Sie sprechen mit Expertinnen und Experten, Übersetzern, Lektoren – kurzum, mit allen, die sich für Sprache, Bücher und Literatur begeistern.

Alle zwei Wochen, immer am Donnerstag, erscheint eine neue Episode. Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: johanna.christoph@wz.de und martin.gehr@wz.de.
45 Episodes
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Bekannt für seine vielseitigen Rollen – vom Vollplaybacktheater bis zu Lesereisen auf Kreuzfahrtschiffen – spricht der Wuppertaler Sprecher und Schauspieler Michael Baute über seine Verbindung zu Charles Dickens’ „A Christmas Carol“, das er traditionell im Tic-Theater in Cronenberg präsentiert. Baute erzählt, warum ihn die Geschichte mit ihrer Mischung aus Gesellschaftskritik, Humor und Menschlichkeit seit Jahren begleitet und welche Bedeutung Humor für seine Arbeit und sein eigenes Leben hat.
Der Wuppertaler Autor Mick Saunter lässt in seinem neuen Thriller „Die List“ seinen Kommissar Konstantin Manner zur Erholung auf einen bayerischen Campingplatz reisen – doch statt Ruhe erwartet ihn eine Serie brutaler Verbrechen. Ein Bauer wird bestialisch ermordet, ein weiterer geköpft, und Manner gerät in ein Geflecht aus psychischen Erkrankungen, Erpressung, Entführung und rechtsextremem Terror.
Unter dem stillen Mond entfaltet sich eine Geschichte über Nähe und Distanz, über Lebensfreude und Zerrissenheit. In ihrem Roman „Mondstillleben“ beobachtet die Wuppertaler Autorin und Psychotherapeutin Marny Münnich das Leben aus einer leisen Perspektive. Ihre namenlose Protagonistin beobachtet die Welt und offenbart dabei die Schönheit des Unscheinbaren, die Tiefe der alltäglichen Momente. Zwischen Poesie und Psychologie entsteht ein feines Geflecht aus Gefühl, Sprache und Stille.
Künstliche Intelligenz hat den Uni-Alltag verändert – auch an der Bergischen Uni Wuppertal. In der Wuppertaler Schreibwerkstatt „wort.ort“ lernen Studierende, KI kritisch zu nutzen und ihren eigenen Ausdruck zu finden. Leiterin Kerstin Runschke berichtet, wie Unsicherheit, Überforderung und Neugier in Zeiten von ChatGPT zusammenkommen, warum KI weder Kreativität noch Persönlichkeit ersetzen kann und wie spielerische Ansätze wie ein „Escape Room“ das Lernen erleichtern sollen.
Die Schwebebahn ist nicht nur Wuppertals Wahrzeichen, sondern auch Protagonist einer besonderen Kinderbuchreihe. Autorin Lucia D’Armento Sahin erzählt, wie aus der Idee ihres Sohnes die Figur „Schwuppi“ entstand. Mit viel Liebe zum Detail verknüpfen die Geschichten Realität und Fantasie, sind liebevoll illustriert und kommen bei Kindern wie Erwachsenen gut an. Passend zum 125-jährigen Jubiläum der Schwebebahn steht Schwuppi vor einem besonderen Jahr.
In der autofiktionalen Novelle „Bekenntnisse aus Eberling“ erzählt Autor Ulrich Pistor die Geschichte von Ludwig Makarius Heterlin, einem eigenwilligen jungen Mann, der in den 1930er Jahren seinen Weg zwischen Freiheit, Kunst und Wissenschaft sucht. Eine Begegnung mit dem Rabbi Kurt in der fränkischen Gemeinde Eberling wird zum Wendepunkt seines Lebens. Zwischen Landschaftsmalerei, sprachlicher Tiefe und politischem Ernst entsteht ein eindrucksvolles Bild der Zwischenkriegsjahre.
Am Tag des Todes der Queen schlägt Rosa ihrem Arbeitskollegen ein blaues Auge. Überstürzt kehrt sie von London zurück nach Wuppertal, um das Haus ihrer Großmutter zu verkaufen. Doch statt eines Neuanfangs holt sie die Vergangenheit ein: ein ehemaliges Internat voller Erinnerungen, alte Freundschaften, ungelöste Familiengeschichten. In "Nowhere Heart Land" erzählt Emily Marie Lara von Heimat, Verlust und der Last der Erinnerung.
Die Wuppertalerin Sofia Marie Wolter verbindet Lesebegeisterung mit Kreativität. Auf Bookstagram, auf ihrem eigenen Blog und vielen weiteren Plattformen teilt sie ihre Eindrücke zu gelesenen Büchern und verfasst fundierte Rezensionen. Die Folge zeichnet nach, wie sich Leidenschaft für Literatur in digitale Inhalte übersetzt, wie aus Gelesenem greifbare Eindrücke entstehen und welche Rolle Bücher im Alltag der angehenden Volljuristin spielen. Ein Blick auf das Leuchten zwischen Buchseiten, Bildschirmen und dem Wunsch, Geschichten weiterklingen zu lassen und andere dafür zu begeistern.
Alexander Schuster, Teamleiter der Wuppertaler Buchhandlung Nettesheim in Cronenberg, erzählt in dieser Folge, wie ein Schulprojekt und eine engagierte Lehrerin seine Begeisterung fürs Lesen geweckt haben. Vom eigenen Jugendliteraturpreis in Wermelskirchen bis zur Ausbildung zum Buchhändler führt sein Weg über Umwege und Zufälle hin zu echter Leidenschaft. Im Gespräch mit der WZ berichtet er von seiner Arbeit, literarischen Schätzen und warum für ihn Bücher weit mehr als nur ein Job sind.
Worte, die flüstern, Bilder, die erinnern – in ihrem neuen Werk „im augenblick“ verweben Matthias Buth und Wolf Birke Lyrik und Fotografie zu einer poetischen Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zwischen Schwebebahn und leeren Kirchenbänken, zwischen politischem Widerstand und persönlichen Erinnerungen entfaltet sich eine vielschichtige, poetische Reise.
Die Wuppertaler Illustratorin Ulrike Möltgen spricht über ihr neues Kinderbuch "Ich war die ganze Welt" und ihren kreativen Schaffensprozess. Sie erzählt von ihrer frühen Leidenschaft für Kunst, ihrem Werdegang und ihrer kritischen Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz in der Kunstwelt. Zudem gibt sie Einblicke in die Entstehung des Buches und die Bedeutung seiner traumhaften Geschichte.
Vera Zischke, Journalistin, Mutter und Romanautorin, trifft mit ihrem Debüt „Ava liebt noch“ ins Zentrum aktueller Themen: Familie, Karriere, Identitätskrisen. Ihre Protagonistin Ava, dreifache Mutter, kämpft mit 43 Jahren darum, sich selbst wiederzufinden – und stellt dabei ihr gesamtes Leben infrage. Zischke berichtet über die Herausforderungen des Schreibens, die Idealisierung von Mutterschaft und den Mut, aus festgefahrenen Rollen auszubrechen. Ihr nächster Roman wird in Wuppertal spielen, einer Stadt, die für sie symbolisch für Grenzen und Möglichkeiten steht.
Die Weihnachtsgeschichte ist mehr als nur ein religiöses Narrativ – sie ist ein zeitloser Mythos, der kulturelle und künstlerische Interpretationen inspiriert. Doch was wissen wir tatsächlich über die historischen Hintergründe? Warum berührt die Erzählung von Bethlehem Menschen aller Generationen? Und wie passen moderne Neuinterpretationen in diese Tradition? Bibelforscherin Claudia Janssen von der Kirchlichen Hochschule Wuppertal gibt spannende Einblicke in die Bedeutung und Vielschichtigkeit dieser einzigartigen Geschichte.
Eine Bühne verwandelt sich in ein Reich aus Eis und Schnee, während Stefanie Smailes als Schneekönigin in der aktuellen Inszenierung in Wuppertal glänzt. Die Folge wirft einen Blick hinter die Kulissen: von der faszinierenden Verwandlung in die eisige Titelrolle über atemberaubende Kostüme bis hin zu den magischen Botschaften des Märchens von Hans Christian Andersen. Es geht um Freundschaft, Liebe und den Mut, sich selbst treu zu bleiben. Stefanie Smailes erzählt, warum sie das Spiel mit der Rolle des Bösen reizt und was die Wuppertaler Bühne für sie so besonders macht. Eine mitreißende Episode voller Theaterzauber, persönlichen Momenten und inspirierenden Geschichten.
Olaf Reitz, Schauspieler, Rezitator und Synchronsprecher aus Wuppertal, ist ein Meister darin, Worte lebendig werden zu lassen. Von Lesungen wie „Der kleine Prinz“ bis zu Kunstprojekten an ungewöhnlichen Orten widmet er sich der Aufgabe, Geschichten spürbar zu machen. Mit seiner ausdrucksstarken Stimme bringt er Klassiker wie Antoine de Saint-Exupérys Erzählung auf die Bühne. Seine Philosophie ist klar: Geschichten sollen nicht belehren, sondern zum Erleben einladen. Doch die Kunstform, der er sein Leben gewidmet hat, steht vor Herausforderungen. Reitz sieht mit Sorge, wie Künstliche Intelligenz immer mehr im Synchronbereich eingesetzt wird – eine Entwicklung, die Authentizität und die menschliche Seele hinter der Stimme zu gefährden droht. Trotz dieser Veränderungen bleibt er ein überzeugter Verfechter echter, lebendiger Erzählkunst, die das Publikum direkt erreicht und bewegt.
Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste. Dieses Zitat von Heinrich Heine könnte kaum passender sein für Anja Kroll und Frank Schneider, die als Deutschlehrer am Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Cronenberg die Kraft der Literatur täglich neu vermitteln. Doch wie funktioniert Deutschunterricht heute? In dieser Podcast-Folge geben Anja Kroll und Frank Schneider Einblicke in den heutigen Deutschunterricht und erzählen, warum klassische Literatur bei Schülern auch heute noch gut ankommt. Themen wie Kindheitstraumata und universelle Konflikte machen Werke wie die von Kafka zeitlos. Dabei hat sich die Unterrichtsmethode verändert: Neben der klassischen Diskussion setzen Lehrer zunehmend auf kreative Zugänge wie szenisches Spiel, Skulpturen und Videos, um Literatur greifbarer zu machen. Literatur bleibt damit eine wertvolle Möglichkeit für Schüler, in fremde Welten und Erfahrungen einzutauchen.
Der Science-Fiction-Zweiteiler „Das Mars-Paradox“ von Robert Rittermann, der unter dem Pseudonym Ryan Rockwell schreibt, entführt die Leser auf eine Mars-Station, wo Astronaut Nick Adam ohne Erinnerungen erwacht und mit einem rätselhaften Mord konfrontiert wird. Manipulierte Gedanken, ein geheimnisvolles Team und fremde Lebensformen sorgen für Hochspannung und Nervenkitzel. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Existenz und Identität auf dem roten, lebensfeindlichen Planeten. Zudem wird beleuchtet, wie Rittermann als Self-Publisher seine Erfolgsgeschichte im Sci-Fi-Genre fortschreibt.
Autor und Dozent Matthias Rürup spricht über seine Arbeit als Lyriker und Bildungsforscher. Er thematisiert unter anderem seinen neuen Gedichtband „ernstHaft – Finde den Fehler“, der 99 Gedichte über den Wechsel von Gefühlszuständen enthält. Außerdem geht es um seine berufliche Tätigkeit am Institut für Bildungsforschung der Bergischen Universität Wuppertal sowie seine Rolle als Leiter des Literaturhauses Wuppertal. Rürup reflektiert in dem Gespräch auch über die Herausforderungen des Mittelmanagements, die er in seinem 2022 erschienenen Band „Chefchen – eine Höllenfahrt“ verarbeitet hat. Die Folge beleuchtet zudem, wie er den Prozess des Schreibens als Möglichkeit der Kommunikation und Reflexion versteht und wie es ihm gelang, trotz der schwierigen Marktlage für Lyrik seine Werke zu veröffentlichen.
Ingrid Reinhardt, freiberufliche Märchenerzählerin, erzählt von der besonderen Bedeutung und Symbolik von Märchen. Sie spricht über ihre Erfahrungen, wie Märchen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen begleiten können, und erklärt, warum die Geschichten nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern auch helfen, die Tiefen des Lebens zu verstehen. Reinhardt teilt ihre Ansichten zur Wichtigkeit der Erzähltradition in einer digitalisierten Welt und erläutert, wie Märchen Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Orientierung und Trost bieten können.
In dieser Folge steht die Wuppertaler Autorin Chris Hartmann im Mittelpunkt, die seit 2016 fesselnde Kinderkrimis veröffentlicht, die alle in Wuppertal spielen. Sie spricht über ihre Inspirationen, den Einfluss von Klassikern wie „Fünf Freunde“ und „TKKG“ und wie sie ihre Heimatstadt Wuppertal als lebendige Kulisse für ihre Geschichten nutzt. Dabei geht es um die intensive Recherche der Schauplätze, die Bedeutung von Geschichte und Lokalkolorit in ihren Büchern sowie darum, wie sie Kindern und Jugendlichen spannende und gleichzeitig aufklärende Geschichten näherbringt.
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