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Innovation einfach machen.
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Innovation einfach machen.

Author: Bianca Prommer

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Willst du Innovation in deinem Unternehmen vorantreiben, aber fragst dich, wie du sie praktisch umsetzen kannst? "Innovation. Einfach. Machen." ist dein Podcast für konkrete Tipps, inspirierende Impulse und praxisnahe Strategien rund um Innovationsmanagement, Innovationskultur und Intrapreneurship.  



Hier bekommst du leicht umsetzbare Ideen und Methoden, wie Design Thinking, Innovationsworkshops und vieles mehr. Ob als CEO, CTO oder Innovationsverantwortliche:r – dieser Podcast hilft dir, Innovation nicht nur zu planen, sondern endlich ins Handeln zu kommen.  



Freu dich auf Solo-Episoden voller wertvoller Insights sowie spannende Interviews mit Expert:innen aus der Welt der Innovation. Lass uns gemeinsam Innovation einfach machen!

138 Episodes
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Innovation scheitert selten an Ideen.Sie scheitert daran, dass wir sie romantisieren.Zu viele Projekte.Zu viele Piloten.Zu wenig klare Entscheidungen.In dieser Folge spreche ich über einen zentralen Denkfehler im Innovationsmanagement:Warum gute Stories oft wichtiger sind als gute Kriterien –und warum genau das Innovationsportfolios blockiert.Anhand eines Praxisbeispiels zeige ich, was nach Hackathons, Ideenplattformen und Wettbewerben oft fehlt: klare Entscheidungen, Ownership und Wirksamkeit.Du erfährst,woran du romantisierte Innovation erkennst,welche Denkfehler dahintersteckenund was es braucht, um Innovation wirksamer zu machen – mit Fokus, klaren Kriterien und dem Mut zur Exnovation.Diese Folge ist eine Einladung, Innovation weniger zu feiernund sie stattdessen besser zu führen.Links & Ressourcen:🔗 Buche dir hier dein kostenloses Erstgespräch: LINKFolge zur Exnovation: LINKInnovation Assignment: LINKInnovation messen Teil 1: LINKInnovation messen Teil 2: LINK
Wenn du morgen alle Innovationsformate stoppst – was würde wirklich fehlen? Was würde passieren, wenn morgen alle Innovationsformate in deinem Unternehmen gestoppt würden?Keine Workshops.Keine Hackathons.Keine Ideenwettbewerbe.Keine Labs. Würde wirklich etwas fehlen oder vielleicht sogar Erleichterung eintreten? In dieser Folge spreche ich über eine unbequeme, aber zentrale Frage im Innovationsmanagement:Warum frisst Innovation in vielen Organisationen so viel Energie, Zeit und Budget – und erzeugt trotzdem so wenig messbare Wirkung?Du erfährst, woran du Innovationserschöpfung erkennst, warum gut gemeinte Formate oft ins Leere laufen und was Innovation tatsächlich wirksam macht. Links & Ressourcen:🔗 Buche dir hier dein kostenloses Erstgespräch: LINK📎 Innovation Assignment – So legst du das richtige Sprint-Ziel fest: LINK
Welche fünf Entwicklungen entscheiden darüber, ob dein Innovationssystem 2026 wirklich wirkt – oder nur gut aussieht?In dieser Episode zeige ich dir, welche Trends du jetzt kennen solltest.Mit konkreten Beispielen, Reflexionsfragen und einer Einladung, dein Innovationssystem weiterzuentwickeln. Konkrete InhalteWarum KI nicht nur ein Tool, sondern Co-Innovator wird – inkl. KIRA als digitale PersonaWie du echte Innovationsökosysteme aufbaust statt punktueller KooperationWarum Nachhaltigkeit kein Add-on mehr ist, sondern InnovationsmotorWie du Employee-Driven Innovation in Teams verankerst (inkl. Intrapreneurship-Beispiele)Was die ISO 56001 wirklich bedeutet – und warum sie dir mehr hilft als schadet  Nützliche Links:📝 Blogartikel zur Folge: [LINK]🎧 Andere Episoden zum Thema ISO 56001: Gespräch mit Dennis Böcker [LINK]🤖 Kira Persona-KI – mehr zu KI im Sprint: LINK🔍 Schnell-Assessment für dein Innovationssystem: [LINK]📅 Webinar am 21. April 2026 – UN World Creativity and Innovation Day: Save the date!
Bianca Prommer [00:00:00]: Welche Trends haben sich im Innovationsmanagement 2025 wirklich durchgesetzt? Darüber sprechen wir in der heutigen Podcast Folge. Lass uns direkt loslegen. Bianca Prommer [00:00:13]: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Innovation einfach machen. Schön, dass du heute wieder dabei bist, wenn es darum geht, einen kleinen Rückblick zu starten und zu schauen, welche der fünf von mir vorhergesagten Trends haben sich 2025 im Innovationsmanagement wirklich behauptet. Ich habe ja Anfang 25 also Anfang des Jahres, eine Podcast Folge und einen Blogbeitrag, verlinke ich dir auch gerne noch in meinen Shownotes, geteilt, wo ich fünf Trends für 2025 vorhergesagt habe. Also welche Trends werden das Innovationsmanagement 2025 prägen? Ich habe auch Trends für 2026, dazu dann in der nächsten Folge mehr, also abonniere dir unbedingt den Podcast, um diese Trends nicht zu versäumen. Und heute geht es wirklich um einen Rückblick. Welche dieser Trends haben sich hier entsprechend behauptet? Welcher dieser Trends ist hier auch entsprechend wahr geworden oder was habe ich vielleicht auch fehlinterpretiert damit? Lass uns gleich direkt einsteigen. Und zwar die erste Entwicklung, also Trend Nummer 1, den ich vorhergesagt habe, war die Demokratisierung der Innovation. Da steckt dahinter, dass ich vorhergesagt habe, dass Innovation nicht einfach nur mehr im Elfenbeinturm oder in der Innovationsabteilung, in der R D Abteilung stattfinden kann, in einer Vorentwicklung, sondern Innovation wirklich alle Mitarbeitenden innerhalb eines Unternehmens betrifft. Bianca Prommer [00:01:48]: Also dass es nicht mehr nur darum geht, dass Innovation in der Entwicklung entstehen darf, sondern Innovation kommunizieren größer gedacht wird, dass Innovation nicht mehr nur im Produkt oder Service gedacht wird, sondern vor allem auch in Prozessinnovation, Effizienzen, Kostenreduktionen und so weiter und so fort. Also Innovation hatte viele Gesichter, viele Facetten. Und einer dieser Trends war eben diese Demokratisierung der Innovation. Was ist da passiert? Was habe ich erlebt? Ich ja, es ist eigentlich so eingetreten. Also wenn ich mit Unternehmen spreche und die sich mit Innovation auseinandersetzen wollen, dann wird mittlerweile sehr, sehr häufig darüber nachgedacht, wie können wir alle Mitarbeitenden in die Innovation einbinden? Und dann werden halt ganz häufig Ideen Workshops gemacht, Ideen Plattformen, Ideenaufrufe gestartet. Das sind halt wirklich häufig so die ersten Dinge, dass man sagt, lass uns doch hier einfach mal einen Ideenaufruf machen und schauen, was dann passiert. Und es ist für mich ja nur ein Teil davon, Also dass man sagt, wirklich alle in die Ideenentwicklung einzubinden. Ich glaube, wichtig ist sie auch dann in die Ideenumsetzung einzubinden. Bianca Prommer [00:03:06]: Also nicht nur gebt uns eure Ideen und dann seid ihr wieder draußen, sondern vielmehr auch, wie können wir hier alle beteiligen und hier gemeinsam wirklich Innovation zu entwickeln. Und da ist es wirklich so, das passiert also vor allem in der Ideenentwicklung. Das darf jetzt dann auch noch ein bisschen stärker in der Ideenumsetzung sein. Da kommt dann halt leider sehr häufig wieder Silodenken dazu, Ressourcendenken, wo dann wirklich Führungskräfte sagen, naja, aber meine Mitarbeiterin darf da jetzt nicht mitarbeiten, weil ich habe keine Ressourcen. Auf welche Kostenstelle wird es dann gebucht? Wie schaut es aus? Da fehlen ja mir dann Ressourcen. Also das ist tatsächlich noch ein sehr schwieriger Teil. Wir sehen hier aber wirklich erste Anzeichen dafür, dass Innovation demokratisiert wird, dass Innovation hier wirklich über alle Unternehmensbereiche stattfinden darf. Und deshalb ist es wirklich sehr, sehr spannend. Bianca Prommer [00:04:08]: Und es wird sich sicher weiter fortsetzen, weil Innovation einfach nicht nur bei einer Abteilung in einem Bereich stattfinden kann, sondern wenn ein Unternehmen innovativ sein möchte und sich dieses Ziel hat, dann braucht es das sicher mehr. Trend Nummer zwei, den ich vorhergesagt habe, war der Trend Aufbau von Innovationsbotschafternetzwerken bzw. Innovation Ambassadors, Innovationsbotschafterinnen, nämlich Menschen, die hier bestimmte Kompetenzen haben, also die entsprechend interne Workshops moderieren, die hier Community Building betreiben, die hier wirklich auch den Austausch fördern. Und da sage ja auch, das hat in einigen Unternehmen letztes Jahr super stattgefunden. Es hat wirklich hier auch Initiativen zum Community Aufbau gegeben. Unternehmen haben Innovation Communities gestartet. Unternehmen hab auch geschaut, wie können wir hier Menschen, Talente. Bianca Prommer [00:05:14]: Aber auch Freiwillige fördern, zu solchen Innovationsbotschafterinnen zu werden. Also wirklich hier einmal zu schauen, können wir Innovationsmoderator innen ausbilden, können wIR hier Design Thinking Moderatorinnen ausbilden? Und diese Nachfrage nach solchen Trainings und Ausbildungsprogrammen ist bei mir 2025 gestiegen. Es war natürlich nicht ganz einfach, weil natürlich Budgetkürzungen sind dann auch ein paar Trainings ins nächste Jahr verschoben worden, aber die Wichtigkeit. Bianca Prommer [00:05:49]: Eines solchen Netzwerkes, einer solchen Community, die ist auf jeden Fall erkannt worden. Also weg von Wir holen uns ständig externe Moderatoren hin zu Wen in unserer Organisation können wir hier befähigen? Wen können wir hier gut einbauen, damit sie dann entsprechend hier Innovation betreiben können. Bianca Prommer [00:06:14]: Was war dann noch eine weitere Entwicklung, die ich vorhergesagt habe, war das Thema KI im Innovationsmanagement. Und ja, also gefühlt lese ich ja täglich irgendwelche geschichten dazu auf LinkedIn in den sozialen Medien. Und ja, KI ist im Innovationsmanagement angekommen, egal ob es für Trendanalysen, für Konzept Ausarbeitungen, fürs Prototyping, wirklich hier Konzepte auszuformulieren. Das ist auf jeden Fall angekommen. Und wir haben hier zum Beispiel, habe ich mit Produkt und Markt gemeinsam auch ein Webinar gehalten. Es war ein wirklich tolles Webinar zum Thema KI, also KI Personas und zwar digitale KI Personas und wie wir das in einem Design Thinking Prozess einsetzen können. Und da ist die Nachfrage definitiv gestiegen. Also da erkenne ich ja, da wollen Menschen mehr wissen. Bianca Prommer [00:07:17]: Immer wenn ich darüber spreche, dann wird sofort Wie funktioniert das und wie machst du das? Und das setze ich auch wirklich in meinen Workshops ein, zum Beispiel bei einem Design Thinking Prozess mit einem Kunden von mir, wo es um Care lieber geht. Also Menschen, die aus einer Fremdunterbringung bei Pflegefamilien, Kinder, Dörfern etc. Rausfallen, weil sie erwachsen werden und damit neue Produkte, neue Services, neue Angebote entwickelt. Und dort haben wir beispielsweise diese KI, das ist die Kira von Produkt und Markt, verlinke ich auch in den Shownotes. Das haben wir hier wirklich entsprechend angewandt und das ist so schön Ersetzt es bitte nicht das Gespräch mit echten Menschen, aber du bekommst einfach ganz schnell Feedback. Also ja, KI ist im Innovationsmanagement angekommen. Trend Nummer 4, den ich vorhergesagt habe und der definitiv nicht so eingetreten ist, ist das Thema Nachhaltigkeit des Innovationstreiber. Also ich habe vorhergesagt, dass dieses Thema Sustainability driven Innovation wichtig sein wird, weil Natür ESG Kriterien ganz stark in eine Bewertung von Innovationsprojekten einfließen wird, dass sie auch ein bisschen bestimmen werden, wie nachhaltig Innovationen werden, zum Beispiel im Produktdesign, dass das biologisch abbaubar ist, recycelbar. Bianca Prommer [00:08:36]: Das hat sich tatsächlich nicht so bewahrheitet. Also in bestimmten Branchen wie Versicherungen, Banken, ja, aber jetzt gerade in der Produktentwicklung ist es oftmals noch nicht ganz so angekommen. Es ist nicht ganz so notwendig geworden. Es hat viele Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit, Lieferkettengesetze etc. Gegeben. Das ist jetzt tatsächlich noch nicht so angekommen. Wir sehen es ja auch in der Automobilindustrie, wo nach wie vor am Verbrenner festgehalten wird, anstatt wirklich zu überlegen, wie kann hier nachhaltige Mobilität wirklich gelebt werden. Jetzt nicht nur indem ich den Verbrenner besser mache oder effizienter mach, sondern welche neuen Technologien gibt es. Bianca Prommer [00:09:23]: Also dieser Trend hat sich nicht ganz so bewahrheitet. Und dann habe ich noch eine Entwicklung vorhergesagt und die ist auch noch nicht so angekommen. Die sehe ich dann wirklich fürs nächste Jahr dann noch stärker und zwar die ISO 56001. Die ISO 56001 ist ja die erste internationale zertifizierbare Norm. Für Innovationsmanagementsysteme. Das heißt es gibt mittlerweile die Möglichkeit, genauso wie man das Qualitätsmanagementsystem oder das Umweltmanagement, Datensicherheit etc. Zertifizieren lassen kann, kann man jetzt auch das Innovationsmanagement zertifizieren. Die Norm gibt es ja seit 10 September 2024 und ich bin ja auch in dem ISO Gremium in der Entwicklung drinnen. Bianca Prommer [00:10:12]: Wir überarbeiten jetzt gerade die ISO 56002 das ist die dazugehörige Guidance, wo das noch einmal bisschen detaillierter drinnen ist. Es ist so, dass mittlerweile ein Unternehmen in Deutschland diese ISO Zertifizierung hat. Das heißt ein Unternehmen hat es bis jetzt geschafft sich darauf zertifizieren zu lassen. In der Türkei, in Spanien sind es schon mehrere weltweit ohnehin. Also da gibt es wirklich mittlerweile viele internationale Unternehmen in China, in Amerika, die sich darauf zertifizieren lassen, in Europa leider noch nicht. Das ist wirklich sehr sehr schade. Bianca Prommer [00:10:55]: Wie gesagt ein Unternehmen jetzt in Deutschland, Österreich noch nicht. Es ist auch ganz schwierig da jetzt wirklich auch Zertifizierer zu finden und da bin ich auf jeden Fall dran. Also da wird es nächstes Jahr ganz ganz viele tolle Webinare dazu geben, Veranstaltungen dazu geben. Ich bin auch mi
Bianca Prommer [00:00:00]: Das haben wir schon immer so gemacht und deshalb bekommst du ein Nein auf deine Idee. In der heutigen Folge möchte ich mit dir darüber sprechen, woher diese vielen Neins zu neuen Ideen kommen und wie du diese Neins abbauen kannst. Lass uns direkt einsteigen. Bianca Prommer [00:00:21]: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Innovation einfach machen. Heute geht es um vier Buchstaben. Bianca Prommer [00:00:31]: Die Kreativität im Keim ersticken. Und zwar das Wörtchen Nein. Nein, das geht nicht. Nein, das ist zu teuer. Nein, das funktioniert bei uns nicht. Nein, das haben wir schon immer so gemacht. Und dieses Wort Nein, das kann ganz, ganz viel zerstören. Und ich habe das selbst erlebt. Bianca Prommer [00:00:52]: Ich war ja lange Zeit in der Automobilindustrie und ich kann mich noch an einen Moment erinnern, mein Telefon klingelt. Und kennst du das auch, wenn du schon am Klingeln vom Telefon merkst oh, oh, da hat's was, Da passiert heute was? Mein Chef ist nicht gut drauf. Also mein Chef hat angerufen, ich heb ab und Ja, hallo, komm in mein Büro. OK, gut. Also ich ins Büro rein ins Büro. Die Assistentin schaut mich schon ganz verzweifelt an, also verdreht die Augen und ich hab gewusst oje, ich also ins Büro hinein. Er mach die Tür zu. Ich also Tür zu, hab mich hingesetzt, er baut sich vor mir auf und Bianca, ist dir langweilig? Bianca Prommer [00:01:48]: Wie Mir ist langweilig? Nein, mir ist nicht langweilig. Ich habe genug zu tun. Dann hör auf damit, so viele Ideen einzureichen. Kurz zur Erklä Ich habe damals berufsbegleitend Innovationsmanagement studiert und habe dann natürlich innerhalb dieser ganzen Projekte in den Lehrveranstaltungen die eine oder andere Idee für das Unternehmen. Bianca Prommer [00:02:10]: Entwickelt und habe die dann in unser Ideenmanagement eingereicht. So einfach nur so als Erklärung. Und er sagt dann zu Bianca, hör auf damit. Ich habe keine Zeit dafür. Dir ist anscheinend langweilig. Hör auf damit, Ideen einzureichen. Also in meinem Kopf sind ganz, ganz viele Gedanken rumgegangen, wie Ich soll aufhören damit Ideen einzureichen? Ideen, wie wir unsere Kundinnen und Kunden glücklicher machen, wie wir neue Geschäftsfelder erschließen. Er noch einmal nachdrücklich Bianca, hör auf damit. Bianca Prommer [00:02:46]: Was soll ich sagen? Ich habe aufgehört und zwar dort zu arbeiten. Und genau das passiert, wenn wir so oft Nein zu den Ideen von unseren Kolleginnen und Kollegen, von Mitarbeitenden sagen entweder sie kündigen innerlich und okay, dann bekommst du keine Idee mehr oder weniger wie in meinem Fall. Ich habe dann wirklich die Reißleine gezogen und habe dann auch entsprechend gekündigt. Bianca Prommer [00:03:16]: Ich habe mich dann selbstständig gemacht, mittlerweile vor 14 Jahren, bin dann ja Innovationsberaterin geworden und habe da natürlich auch viele Neins kassiert. Nein, das brauchen wir nicht. Nein, das ist zu teuer. Und bin dann in ein Verkaufsseminar gegangen. Und in diesem Verkaufsseminar hat der Trainer folgendes. Bianca Prommer [00:03:36]: Wenn du einen Einwand von einem Kunden bekommst, also von einem potenziellen Kunden und einen Einwand bringt, wie das ist zu teuer, dann bedeutet das nur, dass er noch nicht verstanden hat, was sein Nutzen ist. Also er hat noch nicht verstanden, worum es hier genau geht. Er kann sich noch nicht vorstellen. Es fehlen hier einfach noch Informationen. Bianca Prommer [00:04:00]: Und vielleicht kennt ihr auch diese Momente, wo es einfach so wirklich im Gehirn so macht, so richtig so die Glühbirne, die aufgeht und das war so ein Moment. Und dann habe ich mir gedacht, okay, wenn ich ein Nein bekomme, was ist, wenn da einfach nur was fehlt? Und seitdem verwende ich das Nein als Akronym. Das nur folgendes. Bianca Prommer [00:04:24]: Noch eine Information nötig, noch eine Information nötig, Das bedeutet ein Nein. Also wenn du bekommst nicht Nein, das ist zu teuer, dann fehlt hier noch eine Information. Und da gehen wir gleich noch tiefer rein, was das genau bedeutet. Bevor wir da jetzt direkt reingehen. Und ich habe dir deine konkrete Methode mitgebracht, noch die kleine nette Schwester vom Nein, weil wir Menschen sind ja nett, wir wollen ja niemanden vor den Kopf stoßen, wir wollen ja niemanden verletzen. Und deshalb sagen wir oftmals ja gar nicht Nein, sondern wir sagen Ja, aber. Ja, aber ist genau das Gleiche wie ein Nein. Es ist einfach nur ein bisschen netter, aber im Grunde ist es die kleine nette Schwester von Nein. Bianca Prommer [00:05:14]: Es ist und bleibt ein Nein. Und deshalb dürfen wir hier auch das Ja, aber als ein Nein sehen. Und das bedeutet wiederum noch eine Information nötig. Und. Bianca Prommer [00:05:30]: Ich habe diese Woche eine Keynote gehalten, eine Abschlusskeynote am KGSD Festival, am Personalkongress, wo ganz viele aus der Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Amtsleitungen von Städten und Kommunen aus Deutschland waren. Und die Keynote ist genau rund um dieses Nein aufgebaut worden. Ich habe wirklich tolles Feedback bekommen Es war wirklich eine ganz tolle Sache, habe mich da vorher auch noch coachen lassen, damit die Keynote wirklich großartig und das war wirklich ein schöner Erfolg. Und was ich dort geteilt habe, war meine Nova Methode. Ich mag Akronyme. Akronyme sowie das Nein. Noch eine Information nötig ist auch Nova, ein Akronym. Nova gefällt mir deswegen auch so gut, weil das Wort Nova historisch bedingt bedeutet ein plötzlich auftretender, vorher nicht vorhandener Stern. Bianca Prommer [00:06:28]: Und das gefällt mir so gut, weil es ja auch zur Innovation passt. Innovation ist ja auch etwas, was noch nicht da war und plötzlich da ist. Und das finde ich einfach so schön, dass dieses Nova da dazu passt. Und diese Nova Methode möchte ich jetzt mit dir Schritt für Schritt durchgehen. Das N der Nova-Methode steht für. Neins verstehen und annehmen. Was heißt das jetzt? Ich habe schon erwähnt, das Nein bedeutet lediglich noch eine Information nötig. Und wenn wir uns das jetzt so anschauen, dann bedeutet das sowas. Bianca Prommer [00:07:02]: Da ist noch eine Frage offen. Ein Nein ist also nicht das Ende einer Idee, sondern für mich wirklich dieser Startpunkt, wo ich noch einmal draufschauen darf. Was fehlt hier noch? Welche Informationen habe ich noch nicht geteilt? Was habe ich vielleicht auch noch nicht berücksichtigt? Und wenn wir jetzt zum Beispiel hö Nein, das ist zu teuer? Dann ist hier noch eine offene Frage zu klären, und zwar die Erstens, was wird es kosten und wie lässt sich das finanzieren? Und wenn ich das weiß, dann kann ich diese Information vorbereiten und mitgeben und nicht einfach nur eine Idee. Also das erlebe ich ja sehr häufig, wenn mir jemand erzählt Du, Bianca, ich habe jetzt wieder meine Idee gehabt und die habe ich meinem Chef präsentiert und er hat gleich einmal Nein gesagt. Na okay, wie hast du es denn präsentiert? Ich habe einfach nur gesagt, was die Idee ist. Also ganz Konkretes Eine liebe Kollegin von mir, eine Freundin von mir hatte die Idee, also die arbeitet auch in einer Gemeinde. Die hatte die Lass uns doch das Klimaticket, das wir den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen, digitalisieren. Also dieses Klimaticket können also die drei Klimatickets und diese Klimatickets können sich die Bürgerinnen und Bürger ausborgen. Bianca Prommer [00:08:21]: Dafür müssen sie in der Gemeinde anrufen und den Tag reservieren. Und sie hatte die Lass uns das digitalisieren, weil es einfach wahnsinnig viel Aufwand ist, da zu telefonieren ein richtiges Datum rauszusuchen. Also warum nicht so ein Online Buchungssystem? Und sie ist halt zu ihrem Chef gegangen und hat Du, lass uns das digitalisieren. Und das war's. Mehr hat sie nicht gesagt. Sie hat nur das gesagt und Und da hat sie ein Nein bekommen, also mehrere Neins und ein Nein, das ist zu teuer. Ein weiteres Nein, das sie bekommen hat. Nein, das brauchen unsere Bürgerinnen und Bürger nicht. Bianca Prommer [00:09:01]: Wenn wir auch da schauen, welche Frage dahinter liegt, dann ist das die Welchen Nutzen haben unsere Bürgerinnen und Bürger? Und Oder sie hat auch gehört Nein, das brauchen wir nicht. Und auch hier, welche Frage liegt hier dahinter? Erstens natürlich, warum könnten wir das brauchen? Was ist der Nutzen für uns? What's in it for me? Was habe ich davon? Das ist oftmals eine zentrale Frage. Das heißt, dieses Nein. Hier gilt es wirklich mal dahinter zu schauen, was ist hier noch offen? Welche Information fehlt? Und dann möchte ich dir jetzt hier ganz konkret eine Technik mitgeben. Bianca Prommer [00:09:45]: Für diese erste Phase in der Nova Methode. Und zwar mache ich, wenn ich eine neue Idee habe, wenn ich ein neues Angebot habe, dann schreibe ich mir eine Liste. Und diese Liste besteht aus drei Spalten. In die Spalte Nummer 1 schreibe ich mir alle möglichen Neins rein. Also was könnte ein Kunde sagen? Was könnte hier ein Vorgesetzter sagen? Was könnte hier ein Kollege, eine Kollegin sagen? Du schreibst dir mal die Nein auf. Also Nein, das ist zu teuer. Ja, aber das brauchen wir nicht. Schreib dir diese Neins auf. Bianca Prommer [00:10:17]: In die zweite Spalte schreibst du nun, was die dahinterliegende offene Frage ist. Also was wird es kosten? Wie lässt es sich finanzieren? Was ist der Nutzen dahinter? Wie viel Ressourcen brauchen wir? Also welche Frage ist hier noch offen? Und dann in der dritten Spalte überlegst du dir, wie du dieses Nein entkräften kannst, was es jetzt also braucht, welche Informationen du hier noch liefern darfst, was es hier wirklich entsprechend noch für Maßnahmen braucht. Also das N steht für Nein verstehen und annehmen. Um daraus erste Schritte abzuleiten. Kommen wir zum O Offenheit entwickeln und Mut kultivieren. Also das O steht für Offenheit und Mut entwickeln. Hier geht es mir darum, dass du immer wieder Neins hören wirst. Das ist normal. Bianca Prommer [00:11:11]: Du wirst hören, warum etwas nicht geht. Wie ich mich selbstständig gemacht
Bianca Prommer [00:00:00]: Eine Methode oder eine Technik, eine Inspiration, die in all meinen Workshops vorkommt. Und genau darum geht es in der heutigen Podcast Folge. Lass uns direkt loslegen. Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass du auch heute wieder bei Innovation einfach machen dabei bist. Ich möchte heute mit dir eine Idee teilen, die ich in all meinen Workshops einsetze. Also ich moderiere viele Workshops, Teamklausuren, Strategieklausuren bis hin wirklich zu Innovations Workshops, Design Thinking Trees, also unterschiedlichste Methoden. Was ich aber wirklich immer einsetze, ist Musik. Bianca Prommer [00:00:43]: Und das klingt so banal, also bitte nicht abschalten. Ich gebe dir drei ganz konkrete Ideen mit. Warum Musik und in welcher Form Musik? Es ist nicht einfach nur Musik, sondern da stecken so ein paar kleinere Ideen dahinter. Und zwar Musik in Form einer Team Playlist. Ich habe letztes Jahr eine HR Klausur begleitet und wir haben im Vorfeld, habe ich alle Teilnehmenden gebeten, mir ihren Lieblingssong zu schicken. Es waren über 20 Teilnehmende mit über 20 Songs und daraus habe ich eine Playlist gestaltet und wir haben es dann einfach wirklich dafür genutzt, um dann immer wieder ein Lied zu spielen und zu raten, von wem das das Lieblingslied ist, so ein bisschen als Teambuilding Maßnahme. Das war total schön. Also die haben sich total gefreut, die haben echt riesen Lust auf die Playlist gehabt. Bianca Prommer [00:01:34]: Die haben die Playlist dann, wir haben die dann auch abgespeichert, die haben sie dann auch bekommen. Und dieses Jahr vor kurzem, also vor rund 3 Wochen, habe ich wieder die Klausur dort begleitet und habe die Playlist wieder mitgebracht und habe immer wieder so Lieder eingestreut und gespielt und die dann so ist das unser Playlist? Und die waren so positiv überrascht und es war einfach sofort ein Gut Energie da und das habe ich einfach schön gefunden. Also wirklich mal Musik als Team Playlist zu verwenden. Also wirklich so was sind unsere Lieblingslieder, was inspiriert uns und dann einfach nutzen. Idee Nummer 2, um Musik einzusetzen in den Pausen, aber nicht um in der Pause zu spielen, sondern ich nutze ein bestimmtes Lied, das mache ich mir mit dem Team vorher aus, dass ich am Ende der Pause spiele und wenn das Lied aus ist, heißt es jetzt geht es wieder weiter. Das heißt, dieses Lied zeigt an, dass die Pause vorbei ist und es funktioniert so großartig, weil oftmals so als Trainer, Facilitator, Moderator geht man dann 5 Minuten nach Pause, ist gleich vorbei, so spiele ich ein Lied und die wissen, wenn dieses Lied vorbei ist, dann ist auch die Pause vorbei. Und ein dritter Anwendungsfall und du siehst diese echt kurze Inspirationsfolge. Dritter Anwendungsfall ist natürlich in Arbeitsphasen. Bianca Prommer [00:03:01]: Also wenn die zum Beispiel Ideen entwickeln, wenn sie vielleicht auch einmal reflektieren sollen, dann spiele ich hier auch Musik. Also gerade so in Einzelarbeit, aber auch wenn sie so im Breakout sind, also wenn sie in Kleingruppen arbeiten. Da möchte ich dir aber Frag das Team, ob sie das wollen. Also manche wollen das, manche wollen es nicht. Manche arbeiten einfach oder leichter ohne Musik, andere wieder mit Musik. Das ist wirklich Geschmackssache. Ich sag den Teams auch immer wieder lasst uns einfach ausprobieren, schauen, ob es funktioniert. Wenn nicht, dann schalten wir es wieder ab. Bianca Prommer [00:03:37]: Also da würde ich wirklich mal schauen, was braucht denn das Team? Also Musik, Lieder, Playlist sind einfach wirklich eine ganz, ganz tolle Möglichkeit, um Workshops aufzupeppen, um Workshops motivierender zu gestalten. Musik bewirkt ja so viel und da eben wirklich nutz Playlists mit den Lieblingsliedern, Nutze ein bestimmtes Lied, um anzuzeigen, dass die Pause vorbeigeht und nutze Musik auch in Arbeitsphasen. Das war es auch mit der heutigen Folge, eine kurze Folge rund um das Thema Musik in Innovationsworkshops. Nächste Woche geht es um das Thema Einwände in der Innovation. Also dieses typische Nein oder dieses typische Ja, aber das geht ja nicht. Und da möchte ich dir zeigen, warum das Nein nicht das Ende der Innovation ist, sondern vielmehr der Anfang. Und damit bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.
Bianca Prommer [00:00:00]: Letzte Woche hat TEDx Graz stattgefunden und in dieser Folge möchte ich gerne ein paar Einblicke mit dir teilen, wie das Event so war, wie die Stimmung war und vor allem auch, was ich aus diesem Event mitnehme. Lass uns direkt in die Folge einsteigen. Hallo und herzlich willkommen in einer neuen Folge von Innovation einfach machen. Ja, heute möchte ich dir ein bisschen in diese TEDx Reise mitnehmen. Vielleicht hast du es ja mitbekommen und zwar hat am 19. November TEDx Graz stattgefunden. Also TEDx sind ja diese TED Talks, also diese wunderbaren, maximal 18 Minuten inspirierenden Keynotes und Geschichten, die man dann so auf YouTube findet. Und TEDx ist das unabhängige regionale Format, das heißt, da können sich Menschen zusammenfinden und und eine entsprechende Lizenz beantragen und dann eben TEDx Graz stattfinden lassen. Bianca Prommer [00:01:07]: Und da möchte ich einfach ein paar Learnings mit dir teil, dich ein bisschen mit hinter die Kulissen mitnehmen und einfach auch so, wie ist es da gelaufen, wie ist es mir auch damit gegangen, um dich da ein bisschen wirklich hinter die Kulissen von TEDx mitzunehmen, weil das ist schon sehr, sehr faszinierend. Das Ganze hat stattgefunden am 19. November und das war eigentlich gar nicht so viel Zeit zum vorbereiten und zwar TEDx kann man ja eine Lizenz beantragen und das hat in unserem Fall, also für TEDxGraz hat es die Carola Sakotnik gemacht, die ist die Lizenzhalterin und Ich selbst bin Co Organizer von TEDxGraz. Sie ist Initiatorin, Lizenzhalterin und Organizer und ich im Co Organizer. Wir haben dann im Frühjahr 2025 die Lizenz beantragt, dann musst du so rund sechs bis acht Wochen warten, bis du die Freigabe bekommst. Das war dann eben im zweiten Quartal irgendwann mal und dann hat es geheißen, ihr dürft TEDxGraz veranstalten und das war natürlich wunderbar, das war großartig und gleichzeitig haben wir gewusst, jetzt haben wir nicht mehr viel Zeit, weil das Event, also du musst, wenn du diese Lizenz beantragst, auch gleichzeitig sagen, wann dieses Event stattfinden soll und haben gesagt, passt 19.11. Und das war dann wirklich gar nicht mehr so viel Zeit rückblickend, weil natürlich ganz, ganz viel zu organisieren ist. Du brauchst Sponsoren für dieses Event, du brauchst eine Webseite, ein Ticketsystem, du musst das ganze bewerben, weil du musst dir auch Tickets verkaufen oder sollst Tickets verkaufen. Bianca Prommer [00:02:53]: Du brauchst Catering, du brauchst Location, du brauchst die ganze Technik rundherum und du brauchst natürlich Speaker und Speakerinnen, also wunderbare Menschen, die da was zum Teilen haben. Also das sind ganz ganz viele Dinge, die da einfach im Hintergrund passieren und TEDx ist auch sehr streng geregelt, was voll logisch ist, weil die natürlich auch ihre Marke schützen wollen und sicherstellen wollen, wenn da TEDx draufsteht, dass da auch TEDx drinnen ist. Und ich möchte zuerst gerne drei Learnings mit dir teilen, dann drei Dinge, für die ich dankbar bin und drei Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen würde. Und bitte, das sind wirklich meine persönlichen Punkte, die sind weder mit dem Team noch sonst abgestimmt. Das sind wirklich meine ganz ganz persönlichen Dinge. Lass uns mal mit den drei Learnings starten. Mein größtes Learning ist es definitiv, das TEDx bedeutet raus aus der Komfortzone zu gehen und einfach einmal machen. Es war schnell klar, dass wir als Organizer und auch Co Organizer natürlich keinen TED Talk halten, aber dass wir das Event moderieren und es ist so, dass ich natürlich ganz ganz viele Workshops moderiere, Open Spaces, Grossgruppenformate, selbst auch Vorträge halte, aber die Moderation von so einem Event dann doch noch einmal was anderes ist. Bianca Prommer [00:04:24]: Also bin es überhaupt nicht gewohnt Events zu moderieren und das war schon außerhalb meiner Komfortzone dann noch das ganze auf Deutsch und auf Englisch, also immer wieder zweisprachig. Das war schon etwas, wo ich mir also da habe ich wirklich viel vorbereitet, viel Vorbereitungszeit reingesteckt, auch entsprechend Moderationskarten vorbereitet, was mir einfach wichtig war, das gut und professionell rüberkommen zu lassen. Aber auch natürlich und das Feedback, wenn ich jetzt so LinkedIn Beiträge über TEDxGraz lese, ist schön zu lesen. Lesen das genau auch das Ankommen ist Learning Nummer zwei. Pläne sind da, um verworfen zu werden. Also natürlich haben wir Pläne gehabt im Sinne von wann ist wer dran, wer ist wofür zuständig und wie es halt für ihn. Pläne sind auch immer da, um umgeworfen zu werden, neue Reihenfolge zu machen. Eine unserer Künstlerinnen ist zum Beispiel krank geworden, da man dann umswitchen müssen. Bianca Prommer [00:05:25]: Wir haben auch einmal bei den Speakern eine andere Reihenfol dann reingetan aufgrund von Reisezeiten und Zugzeiten, das gehört alles dazu. Und ich glaube, umso wichtiger ist es, einen guten Plan zu haben, weil ich bin jemand, ich brauche einen guten Plan, damit ich ihn dann noch verwerfen kann. Und das ist sicher eines der Learnings. Und dazu gehört mein drittes Learning, dass es ganz wichtig ist, ein Team im Hintergrund zu haben, das selbstorganisiert ist, das eigenverantwortlich handelt und wenn Themen auftreten, da auch wirklich schnell ins Tun kommen. Und das hat wirklich wunderbar funktioniert, weil nicht alles so geklappt hat, wie wir es geplant haben, sondern dass wir halt einfach spontan auch einmal umentscheiden müssen. Es war so, dass Carol und ich uns voll und ganz auf die Moderation fokussieren wollten und deshalb natürlich ein Team im Hintergrund gebraucht haben, auf das wir uns verlassen können und die da einfach auch wirklich vorausschauend denken, dass sie gleich einmal zum Aufräumen beginnen, dass die von sich aus Dinge sehen und dann auch entsprechend Lösungen finden. Und das führt mich jetzt auch zu den drei Dingen, für die ich dankbar bin. Und eins dieser Dinge sind auf jeden Fall unsere Volunteers. Bianca Prommer [00:06:41]: Wir haben ein ganz, ganz tolles Team an Freiwilligen gehabt, und zwar wirklich Freiwillige, die ihre Zeit schon vor TEDx investiert haben, gemeinsam mit uns nach Sponsoren gesucht haben, LinkedIn betreut haben, wirklich da ganz, ganz tolle Arbeit geleistet haben mit uns wirklich die ganzen Speaker und Speakerinnen. Es waren ja über 120 Bewerbungen, Videos durchgeschaut haben, mit bewertet haben, ausgewählt haben, also die wirklich Zeit investiert haben und dann halt auch noch Freiwillige, die dann an diesem Abend dabei waren oder an diesem Nachmittag und Tag dabei waren. Und es war echt wunderbar, weil die einfach wahnsinnig viel Zeit und Energie investiert haben. Wofür bin ich noch dankbar? Das sind natürlich alle Sponsoren und Partner, die wir so gefunden haben. Das war wirklich so schön zu sehen. Kann mich erinnern, nachdem wir TEDx die Lizenz bekommen haben, habe ich recht schnell einen LinkedIn Beitrag gemacht, so quasi hey, TEDx Graz kommt und wir suchen Sponsoren, Sponsorinnen für Hoodies, Catering etc. Und was dann in Bewegung gekommen ist, das war so sensationell. Da haben sich wirklich ehemalige Studienkollegen von mir gemeldet, Kunden von mir gemeldet, ehemalige Kollegen gemeldet, die dann gesagt Hey, wir haben da was, wir unterstützen, wir fördern das Ganze, egal ob Das jetzt Herzstück 81 von der Lebenshilfe Fürstenfeld ist, die uns die hoodies und die Goodie Bags zur Verfügung gestellt. Bianca Prommer [00:08:11]: Haben. Die sind mit Siebdruck bedruckt worden von Menschen mit Behinderung und es ist halt wirklich wunderbar angekommen. Oder auch die Firma Payer, die gesagt Hey, wir haben da coole Location auf der Turnier. Wenn ihr wollt, sponsern wir euch die. Oder die Firma Durmont, die gesagt Hey, wir machen Teppiche und ihr braucht doch so einen richtig coolen, runden roten Teppich. Die danach gesagt haben, da sponsern wir diesen Teppich. Dann waren da auch noch so viele, die ich nicht gekannt haben, die uns aber per E Mail angeschrieben haben, egal ob Sieger, Fredo, Diner, Trace, BearingPoint, die gesagt hey, cool, wir sind auf jeden Fall dabei und unterstützen, wie wir halt auch können. Oder auch die Sonja von Great Vibes, die ich Ja, wir haben dann nachgerechnet tatsächlich ich Glaube im Jahr 2015 kennengelernt habe und die dann gesagt hat, ich sponsor euch das komplette Grafikdesign. Bianca Prommer [00:09:09]: Dann haben wir noch Unterstützung von unserem Videoteam Fat Moon Media bekommen. Wir haben Unterstützung von Johannes Bechmann bekommen, der die Fotos gemacht hat. Also ich habe sicher nicht alle aufgezählt, aber vielen, vielen Dank dafür und das ist wirklich etwas, wofür ich sehr, sehr dankbar bin und ich bin dankbar für alle, die teilgenommen haben. Also der event war ja vier Wochen vorher ausverkauft. Wir haben 100 Tickets verkauft, weil die erste Lizenz von TEDx ist immer 100 Personen. Das haben wir dann gehabt und diese 100 Tickets haben wir verkauft. Die Teilnehmenden waren so wunderbar. Die haben uns dann auch danach noch so viel positives Feedback geben. Bianca Prommer [00:09:48]: Die haben uns wirklich bestär darin weiterzumachen, TEDxGraz auch ins nächste Jahr zu holen und dafür, da bin ich wirklich sehr, sehr dankbar. Ja, und jetzt noch drei Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen würde. Eines der Punkte, ich glaube, ich würde persönlich weniger Talks machen. Wir haben diesmal 15 verschiedene TED Talks gehabt, also 15 Speaker und Speakerinnen und dazu dann noch ein paar Show Acts, um das Ganze aufzulockern. Also das war wirklich ein schönes, wunderbares Event. Ich persönlich glaube, dass 15 einfach für den Nachmittag und Abend zu viel ist. Also wie gesagt, das ist wirklich nur meine persönliche Reflexion, aber da glaube ich, darf man vielleicht noch einmal drüber nachdenken. Etwas, was ich auch anders machen würde. Bianca Prommer [00:10:37]: Wir haben uns dieses Mal tatsächlich für ein Bilingual Event entschieden, also Deutsch Englisch. Zukünftig würde ich es tatsächlich nur auf Englisch
Bianca Prommer [00:00:00]: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Folge von Innovation einfach machen. Mein Name ist Bianca Brommer und ich bin Host dieser Show. Und diese Show dreht sich rund um das Thema Innovation ermöglichen, Innovation einfach machen, aber eben vor allem auch Innovation einfach machen. Heute gibt es eine ganz kurze Folge und zwar direkt aus dem Hotel, deswegen auch mit dem Smartphone aufgezeichnet. Und zwar habe ich gerade ein Pub Quiz im Rahmen einer Teamklausur moderiert und möchte da einfach ein paar Impulse mitgeben, ein paar Ideen mitgeben, wie du so ein Pappquiz moderieren bzw. Vorbereiten kannst. Ich bin jetzt gerade in einer tägigen teamklausur mit einem HR Bereich und es ist so, dass wir hier 24 Teilnehmende haben. Diese 24 Teilnehmenden haben jetzt am ersten Tag inhaltlich gearbeitet. Bianca Prommer [00:01:04]: Es ist sehr viel reflektiert worden und heute Abend werden wir oder haben wir ein Pappquiz veranstaltet. Und dieses Pappquiz haben wir geheim gehalten. Es hat niemand gewusst, was sie erwartet. Sie haben gewusst, es wird ein Team Event geben. Letztes Jahr war es zum Beispiel Kegeln und heuer wollten wir irgendwas machen, wo eben das Team jetzt nicht das Hotel verlassen muss. Und da ist die Idee entstanden, warum nicht so eine Art Pubquiz zu machen. Und es muss man sagen, dass ich kaum Erfahrung mit Pub Quizzes habe. Also ja, ich war mal dabei, aber das war es auch schon. Bianca Prommer [00:01:41]: Und ich habe mich dann wirklich da vorbereitet, auch überlegt, wie können wir das Gut gestalten mit 24 Teilnehmenden, mit unterschiedlichen Teams und habe es dann so aufgebaut und das hat richtig gut funktioniert. Ich habe unterschiedliche Kategorien verwendet und zwar war es einfach nicht nur irgendwelche Fragen, sondern es waren unterschiedliche Arten von Quiz. Also wir haben zum Beispiel ganz klassisch Pubquiz. Da habe ich mir so ein Spiel gekauft, wo eben so Pappquiz drauf sind, die ich dann verwendet habe. Kann man natürlich auch mit KI generieren. Ich wollte es einfach mit so Kärtchen machen und das war so eine Kategorie. Eine zweite Kategorie, die habe ich im Urlaub selbst erlebt. Ich war ja vor kurzem auf Gran Canaria im Urlaub und da hat es im Hotel einen Quizabend gegeben und da ist viel Musik geraten worden. Bianca Prommer [00:02:37]: Ich habe das so charmant gefunden mit den unterschiedlichsten, unterschiedlichsten Liedern und dann einfach auch auf Schnelligkeit und habe dann eben eine Kategorie gemacht, Filmmusikraten, habe mir dann einfach ein paar Titel auf meine Playlist geladen und habe dann für diese Runde auch Buzzer organisiert, also richtig mit so Bäm, dass man draufhauen kann und es war richtig cool, da ist gute Stimmung aufgekommen. Das habe ich auch als erste Runde gemacht, die erste Spielkategorie, weil ich gewusst habe, der entsteht dann gleich mal Energie. Dann habe ich auch noch eine Kategorie gemacht, mehr oder weniger. Auch da gibt es Spielsets, Kartensets, die man kaufen kann, wo einfach so Fragen drinnen sind, wie braucht man mehr als 4 Liter Milch für 250 Gramm Butter zum Beispiel. Dann haben die Teams mehr oder weniger raten müssen. Da haben wir es dann so gemacht, dass sie das einfach auf ein Blatt Papier schreiben müssen und dann gleichzeitig nach einer bestimmten Zeit dann hochhalten müssen und dann hat es einfach Punkte gegeben. Also ich habe wirklich versucht, unterschiedliche Spielkategorien da reinzugeben und das hat echt super funktioniert. Zum Ablauf bzw. Bianca Prommer [00:03:55]: Zur Wir haben verschiedenste Teams gemacht, also insgesamt hat es vier Teams gegeben und das waren so Sitzinseln, wo die gesessen sind. Da hat es dann ganz, ganz viel Knabberzeug gegeben, Getränke hat es gegeben, also richtig wie in so einem Pub. War sehr, sehr nett gestaltet. Jedes Team hat sich dann einen Namen ausdenken dürfen, also wie nennen sie sich? Das war so der Start. Die Teams sind so zusammengewürfelt worden, dass sie teamübergreifend waren. Also es waren mehrere Teams aus einem Bereich und wir wollten, dass die teamübergreifend arbeiten und nicht Team gegen Team, sondern wir haben da wirklich geschaut, dass aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, aus den unterschiedlichsten Fachteams die Teilnehmenden zusammenkommen. Und dann haben wir eben noch so eine Pinnwand gehabt, da waren dann die Teams drauf und die Runden und da sind die Punkte mitgezählt worden. Punkte hat es immer auf eine richtige Antwort gegeben und das war auch ganz nett. Bianca Prommer [00:04:55]: Ja genau. Wir hatten auch noch ein Bilderrätsel, das war auch super spannend. Also auch das da gibt es ein Kartenset mit Pubquiz, mit Bilderrätseln und die sind zwar ziemlich klein, so in A CA, die habe ich dann eingescannt und in A ausgedruckt und das hat auch super funktioniert. Also war auch noch so eine Spielekategorie. Vielleicht noch wichtig als flexibel sein. Ich habe mir das im Kopf zurechtgeregt, ich hab gewusst, was ich machen möchte und dann hat einmal bei diesem mehr oder weniger eigentlich geplant mit Buzzer zu arbeiten, aber dann haben wir es schnell gesehen, das funktioniert so nicht und deshalb haben wir dann gesagt, OK, dann machen wir das mit dem Blatt Papier und die sollen dann weniger oder mehr draufschreiben, also wirklich flexibel bleiben. Wir haben dann auch gesehen, die ersten vier Runden haben ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen, mehr als ich gedacht habe. Und die fünfte Runde war eigentlich ein Spiel geplant, das am längsten gedauert hätte. Bianca Prommer [00:05:53]: Und da habe ich dann bewusst entschieden, das nicht zu machen und habe dann noch einmal ein paar Fragen reingeworfen. Wir haben dann einen Sieger gekürt. Dieser Sieger hat dann auch noch eine Schokolade bekommen. Ich habe Schokolade aus der Steiermark mitgebracht, einfach damit das Siegerteam einfach was bekommt. Und das war sehr, sehr spannend. Vielleicht noch herausfordernd war die Lautstärke. Es war wirklich so, dass ja, es war wirklich so, dass wir 24 Menschen einfach ziemlich laut werden kann natürlich. Und wir haben dann quasi ausgemacht, okay, wenn wir, wenn ich die Hand hebe und jeder hebt dann die Hand, dass es dann immer ruhiger wird. Bianca Prommer [00:06:37]: Es war dann wirklich so, dass es wahnsinnig anstrengend für mich war von der Stimme her. Das heißt, da würde ich wirklich eine Regel einführen, wie bekommt man dieses Team schnell wieder leise, weil ansonsten wird es sehr anstrengend, dann werden auch die Fragen nicht wirklich gehört. Also da würde ich wirklich darauf achten. Ja, das war es. Also das Pappquiz vielleicht so zusammengefasst. Es war wirklich wunderbar. Es war schön, das Feedback war sehr, sehr schön, dem Team hat es gut gefallen. Es war ein sehr, sehr schöner, kurzweiliger Abend und ich kann es wirklich empfehlen, hier so Pappquiz auch mal in Teamklausuren einzu. Bianca Prommer [00:07:18]: Ihr könnt es ja auch noch ein bisschen fachlicher machen. Ihr könntet zum Beispiel das mit Fragen aus dem Bereich auch machen. Also zum Beispiel könntet ihr brauchen wir mehr oder weniger als 1000 Kopien in der Woche zum Beispiel jetzt. Also ihr könnt ein bisschen auch mit den Fragen spielen. Das wollte ich dir in der heutigen Folge mitgeben. Also wirklich kurz, knackig auf den Punkt gebracht mit einem Pappquiz. Ich war super vorbereitet, es hat wahnsinnig viel Zeit in der Vorbereitung gekostet. Ich habe mir auch Moderationskarten überlegt und erstellt. Bianca Prommer [00:07:57]: Also es war wirklich viel Aufwand, aber es hat sich richtig, richtig gelohnt. Und das war's mit der heutigen Podcast Folge. Nächste Woche möchte ich auch noch einmal ein paar Methoden teilen, die ich in einer Teamklausur durchführe, die ich so in Teamklausuren zur Entwicklung von Wertschätzung dem Beitrag entsprechend auch teilen werde. Das heißt, nächste Woche bekommst du einen kompletten Workshop Fahrplan rund um so eine Teamklausur. Und damit wünsche ich dir jetzt viel Spaß beim Umsetzen des Pubquiz und wir hören uns beim nächsten Mal. Ciao, ciao.
Bianca Prommer [00:00:00]: Was ist eigentlich ein Innovation Sprint und vor allem für wen sind Innovation Sprints geeignet? Worauf ist zu achten und wie führe ich Innovation Sprints aus? Genau diesen Fragen gehen wir in der heutigen Podcast Folge nach. Lass uns direkt einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Den Podcast für alle, die nicht nur Ideen sammeln, sondern echte Innovation mit Wirkung entwickeln wollen. Mein Name ist Bianca Brommer und ich bin dein Host dieser Podcast-Folge. Heute schauen wir uns den Innovation Sprint an. Der Innovation Sprint findet mittlerweile in zahlreichen Organisationen Platz und ich möchte mit euch über Stärken, Vorteile als auch Herausforderungen und Nachteile des Innovation Sprint sprechen. Wir werden uns anschauen, welche Formen des Innovation Sprints es gibt und ich gebe euch dann eine spezielle Methodik mit, die ihr in einem Innovation Sprint auch anwenden könnt. Bianca Prommer [00:01:08]: Lass uns mal beginnen mit der Frage, was ist eigentlich ein Innovation Sprint? Der Innovation Sprint zusammengefasst ist eine ganz kurze, hochfokussierte Arbeitsphase, in denen ein interdisziplinäres Team zusammenkommt für wenige Tage, also wirklich kurz, wenige Tage, neue Ideen zu entwickeln, zu prototypen und zu testen. Also das ist immer so die kurze Zusammenfassung, was es ist. Also es geht hier darum, dass ein interdisziplinäres Team, also aus unterschiedlichen Fachbereichen, aus unterschiedlichen Bereichen 1 Unternehmens, für wenige Tage zusammenkommen. So ein Innovation Sprint kann von 2 Tagen bis 5 Tage, manches Mal vielleicht sogar 2 bis 3 Wochen dauern. Hängt ein bisschen davon ab, mit welcher Methodik wir arbeiten und wie wir diese Methodik in die Länge ziehen. Also führen wir die jetzt sofort innerhalb von 5 Tagen durch oder teilen wir die 5 Workshop-Tage auf 2 bis 3 Wochen aus. Also das hängt ein bisschen auch davon ab, was die Gegebenheiten sind, weil nicht jedes Unternehmen kann oder hat die Ressourcen, 5 Tage hintereinander in einen Workshop zu gehen. Da ist es vielleicht auch einfacher, 2 Tage in der Woche und 2 Tage in der nächsten Woche zum Beispiel zu machen. Bianca Prommer [00:02:47]: Und im Grunde ist der Innovation Sprint in der Ideation-Phase da, das heißt, wenn wir Ideen entwickeln, wenn wir wirklich hier neu, also wir haben ein Problem erkannt, Wir haben ein Bedürfnis erkannt und wir wollen jetzt neue Ideen dafür entwickeln. Wir wollen diese Ideen auch visualisieren, prototypen und dann vor allem auch schnell testen, dazu dann auch im Rückschlüsse ziehen zu können. In einem Innovation Sprint, man kann es unterschiedliche Methodiken verwenden, grundsätzlich baut ein Innovation Sprint auf den Elementen von Design Thinking auf. Das heißt, es geht Verstehen, die Empathiephase, es geht darum, Ideen zu entwickeln, Ideen zu finden, es geht darum, Prototypen zu bauen und dann auch zu testen und Feedback einzuholen. Und das aber nicht in einem langen Prozess, sondern in ganz, ganz komprimierter Form. Am Ende von einem Innovation Sprint sollten dann auch greifbare Prototypen und Konzepte vorhanden sein. Also das ist wirklich etwas, das Ergebnis 1 Ideen oder Innovation Sprints, ist es Ideen zu haben, für die Prototypen bestehen und die bei Usern, bei Kundinnen und Kunden getestet wurden. Es geht also hier nicht die Perfektion und den perfekten Prototypen zu haben, sondern es geht ganz, ganz klar hier wirklich schnell zu lernen, schnell mit Ideen rauszugehen, dann zu sehen, was lohnt sich jetzt auch in den Innovationsprozess hineinzubringen. Bianca Prommer [00:04:32]: Das heißt, wir sind hier wirklich am Fussy Frontend der Innovation angekommen. Das heißt, wirklich in der Ideation-Phase und dann wird entschieden, welche Ideen gehen jetzt weiter, zum Beispiel in einen Produktentwicklungsprozess oder eben in einen Innovationsprozess. Was geht einfach weiter in die nächste Phase. Und diese Innovation Sprints sind wirklich eine wunderbare Möglichkeit, schnell Ideen zu entwickeln. Es gibt natürlich auch noch andere Methoden, wie zum Beispiel Hackathons. Hackathons sind aber sehr häufig Wettbewerbe in 24 bis 48 Stunden. Die sind dann oftmals auch ein bisschen chaotisch, hängt das auch wieder von der Moderation ab, von der Durchführung ab. Die sind aber sehr, sehr, sehr schnell. Bianca Prommer [00:05:27]: Da gibt es auch sehr, sehr viel Energie meistens. Aber es wird bei Hackathon sehr häufig dann auch schnell die NutzerInnen-Perspektive übersprungen, weil man da vielleicht gar nicht so die Zeit hat Nutzer, KundInnen und Kunden einzubinden. Beim Sprint, also beim Innovation Sprint geht es sehr wohl darum hier auch wirklich mit echten Kundinnen und Kunden zu arbeiten und die auch hier gezielt einzubauen. Für den Innovation Sprint, man kann jetzt natürlich hergehen und sagen, wir machen einfach Design Thinking, machen zum Beispiel in 5 Tagen einen Design Thinking Prozess durch. Es gibt aber allerdings eine besondere Form, die viele Unternehmen verwenden, wenn es den Design Sprint geht und zwar ist es der sogenannte Design Sprint, der von Jake Knapp bei Google Ventures entwickelt worden ist. Das ist sozusagen der Klassiker, die Mutter des Innovation Sprints. Dieser Google Design Sprint ist so konzeptioniert, dass in 5 aufeinanderfolgenden Tagen ein Team einen festen Ablauf durchläuft. Es gibt es auch schon Abwendlungen mit 4 Tagen, aber die Ursprungsform waren 5 Tage. Bianca Prommer [00:06:50]: Tag 1, da geht es darum, das Problem zu verstehen und ein Ziel zu setzen. Tag 2, da werden Lösungen skizziert. An Tag 3 werden die besten Ideen ausgewählt und Prototypen geplant. Tag 4, da geht es dann alles das Prototyping. Und am Tag 5 wird dann mit echten Nutzerinnen und Nutzern, also mit echten Kundinnen und Kunden getestet. Das kann man da natürlich auch an verschiedenen Stellen möglicherweise auch KI nutzen. Also ich nutze ja zum Beispiel Kira von Produkt und Markt. Ein großes Shoutout, Wir haben da auch am 5. Bianca Prommer [00:07:31]: November hatten wir da auch ein wunderbares Webinar zu diesem Thema, wie ich KI, also vor allem die Kira, das ist eine digitale Persona-KI, innerhalb von solchen Innovation Sprints nutze. Vielleicht machen wir dann noch eine eigene Podcast-Folge dazu. Ich verlinke dir Kira allerdings auch in den Shownotes. Schau dir das mal an. Wirklich ganz was Tolles. Es geht also darum, in diesem Google Design Sprint vom Problem zur getesteten Lösung zu kommen. Und es ist wirklich was, also Es ist so, dass wir das Problem haben, wir entwickeln dafür Ideen und am Ende wird die Frage beantwortet, wird diese Lösung bei den Kundinnen und Kunden funktionieren. Das klingt jetzt einmal ganz gut. Bianca Prommer [00:08:20]: Was ich allerdings in der Praxis beobachte, sind da jetzt ein paar Fallstricke beziehungsweise Kritikpunkte und Herausforderungen, die es in einem solchen Design Sprint gibt. Erstens die Umsetzungslücke. Ja, was steckt da dahinter? Ganz häufig erlebe ich diese Design Sprints als hochinnovativ, also hochkreativ. Da ist viel Energie drinnen, da werden ganz ganz tolle Ideen entwickelt, da werden viele viele Post-its entwickelt. Die werden dann auch getestet, im besten Fall wie gesagt auch mit Menschen, mit echten Kundinnen und Kunden. Manchmal erlebe ich leider auch, dass Firmen dann sagen, naja, aber wir kommen dann nicht zum Kunden, zur Kundin. Bitte ein Innovation Sprint hat immer auch die Zielgruppe dabei. Das ist einmal ganz, ganz wichtig. Bianca Prommer [00:09:13]: Was ich aber eben auch immer wieder sehe, ist, dass nach so einem Innovation Sprint, nach so einem Design Sprint es einfach nicht weitergeht. Das heißt, wir haben so Ideen entwickelt, aber die kommen nicht in die Umsetzung. Dann machen die den nächsten Sprint, aber irgendwie kommt da einfach kein Geschäftsmodell raus, da kommt kein wirkliches Konzept raus, weil oftmals vergessen wird, wie geht es nach diesem Design-Sprint weiter. Also das muss definitiv auch ganz, ganz klar schon vorweg geklärt sein, was passiert mit diesen Ideen, in welchen werden die dann zum Beispiel in einem weiterführenden Meeting vom Topmanagement entschieden, gehen die dann alle in einen Innovationsprozess hinein, also was passiert mit diesen Ideen, ganz ganz wichtig. Also wirklich hier schon vorher überlegen, wer sind hier Verantwortliche und wie schaut es hier nach diesem Innovation Sprint aus, wie geht es weiter mit diesen Ideen? Das führt mich allerdings zum zweiten Thema, das ich habe. Sehr selten sind in diesen Innovation Sprints Top-Manager und Managerinnen dabei. Das heißt Entscheiderinnen und Entscheider. Das kommt sehr, sehr, sehr, sehr selten vor. Bianca Prommer [00:10:37]: Das ist wirklich etwas, was ein riesengroßes Thema ist, dass jetzt innerhalb von diesen 5 Tagen wunderbare Ideen entwickelt werden. Die werden getestet und es wird dann ein Management präsentiert und die waren aber nicht dabei. Und dann tun sich die schwer, da eine wirklich fundierte Entscheidung zu treffen, weil eben dieses sogenannte Buy-in fehlt. Das heißt, es ist einfach wirklich nicht diese Akzeptanz dabei, es ist nicht dieses Buy-in dabei und deshalb empfehle ich dir hier vielleicht auch schon innerhalb dieses Sprints die Top Entscheider mit einzubinden. Also nicht erst am Ende, sondern wirklich mittendrin. Und das mache ich auch im Innovation Sprint, den ich verwende. Und zwar ist das der 4th Innovation Sprint. Da Komme ich gleich noch dazu. Bianca Prommer [00:11:35]: Was ich auch immer wieder erlebe ist, dass mir fehlt aber auch ein bisschen bei diesem klassischen Design Sprint tatsächlich ein bisschen die Iteration. Es ist so aufgebaut, dass immer am Tag 5 das User-Feedback eingeholt wird, dann wird es auch noch einmal maletiert, geschaut, wie können wir die Idee weiterentwickeln, aber dann ist es auch aus. Das heißt eigentlich fängt dann ja erst die erste Iteration an und es liefert dieser 5-Tage-Sprint also Prototyp und Feedback, aber wie geht es dann weiter? Das heißt
Bianca Prommer [00:00:05]: Herzlich willkommen bei Innovation einfach machen, dem Podcast für alle, die Innovation in ihrem Unternehmen vorantreiben und dabei wirklich ins Tun kommen wollen. Ob Innovationsmanagement, Design Thinking, Entrepreneurship oder die Gestaltung 1 lebendigen Innovationskultur. In diesem Podcast dreht sich alles darum, wie du Innovation förderst und aktiv umsetzt. Du bekommst ganz konkrete Tipps, praxis- erprobte Methoden und inspirierende Impulse. Lass uns gemeinsam Innovation einfach machen. Los geht's! Hallo und herzlich willkommen bei Innovation einfach machen, deinem Podcast rund das Thema Innovation ermöglichen. In der heutigen Folge möchte ich ein Thema aufgreifen, das mir besonders am Herzen liegt und zwar warum ein Podcast, auch wenn er noch so inspirierend ist, allein nicht ausreicht, echte Innovation zu ermöglichen. Ja, ich liebe Podcasts. Bianca Prommer [00:01:12]: Nicht nur, weil ich selbst einen Podcast habe und mich gerne selbst sprechen höre. Nein, ich liebe Podcasts, ich höre viele Podcasts. Während ich im Fitnessstudio bin, höre ich Podcasts. Beim Zähneputzen höre ich Podcasts. Also ich höre täglich Podcasts. Wirklich jeden einzelnen Tag, auch am Wochenende. Und ich hole mir da ganz, ganz viel Inspiration. Ich hole mir da Tipps, ich hole mir da Methodenwissen, ich hole mir da einfach wirklich neue Blickwinkel, neue Perspektiven. Bianca Prommer [00:01:43]: Was ich allerdings dadurch nicht bekomme, ist das zu wissen, wie ich genau das umsetzen kann und wie ich genau das auch entsprechend für mich auch anwenden kann. Das heißt, Ich bin davon überzeugt, dass Podcasts wunderbar sind, etwas in Bewegung zu setzen, uns zu inspirieren, aber Podcasts alleine reichen nicht aus. Sie reichen nämlich deshalb nicht aus, weil wir damit nicht automatisch in die Umsetzung gehen. Und das gleiche ist bei Büchern, das gleiche ist bei Vorträgen, das heißt, wenn wir auf Konferenzen sind. Und das erlebe ich so häufig, dass sich Führungskräfte, mit denen ich dann arbeite oder auch InnovationsmanagerInnen, mit denen ich arbeite, erzählen, ja ich habe da dieses Buch gelesen und ich habe jenes Buch gelesen und dann lesen sie Bücher über irgendwelche Innovationsmethoden, sie lesen Bücher über Change Management, sie lesen Bücher über Organisationsentwicklungen, Sie haben wunderbare Magazine im Büro liegen, rund Organisationsentwicklung, Führung. Sie besuchen Konferenzen, Sie hören sich TED-Talks an, Sie holen sich ganz ganz viel Inspiration. Aber das ist Inspiration und das ist noch lange nicht die Umsetzung. Und darüber möchte ich heute mit dir sprechen. Bianca Prommer [00:03:12]: Ich möchte da jetzt auch die Credits an eine Kollegin von mir weitergeben, und zwar an Silvia Agerschantl, denn sie hat vor kurzem eine ähnliche Podcast-Folge aufgenommen und die hat mich so angesprochen, dass ich mir gedacht habe, danke liebe Silvia, dass du das ansprichst, ich möchte auf jeden Fall auch darüber in meinem Podcast sprechen, weil ich das eben auch bei meinen Kundinnen und Kunden sehe, dass sie sich ganz intensiv mit Dingen beschäftigen, aber dann eben nicht in die Umsetzung kommen. Oder zumindest auch nicht in die richtige oder in die passende Umsetzung kommen. Und deshalb habe ich dieses Thema jetzt von der Silvia aufgegriffen. Ich verlinke dir ihren wunderbaren Podcast. Da geht es Verkaufen und Vertrieb. Sell like a Queen heißt dieser Podcast. Kann ich absolut empfehlen. Wunderbarer Podcast. Bianca Prommer [00:04:02]: Verlinke ich dir in den Show Notes. Und Mir ist es wichtig zu erwähnen, weil die Inspiration für die heutige Folge eben von der lieben Silvia gekommen ist. Ja, also lasst uns damit direkt einsteigen, was so meine Gedanken dazu sind, warum ein Podcast, ein Buch, ein Vortrag alleine nicht helfen. Und glaubt mir, ich habe selbst so viele Bücher zu Hause, auch Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, aber mir eingebildet habe, wenn ich sie wo sehe, zum Beispiel in einem LinkedIn Post, ja, den muss ich sofort bestellen. Und es liegen da, weiß nicht wie viele Bücher, die bis heute noch nicht gelesen worden sind. Einfach nur sie zu haben für den Fall der Fälle, dass ich sie mal brauche. Und ich lese diese Bücher und ich merke dann auch, wenn ich nicht sofort in irgendeiner Form in die Umsetzung gehe, dann ist dieses Wissen wieder weg. Und das Gleiche ist, wenn ich irgendwo einen wunderbaren Vortrag höre. Bianca Prommer [00:04:53]: Ich habe vor kurzem wieder den Markus Hengstschläger gehört, der über Lösungsbegabung gesprochen hat und auch da, ich denke mir dann immer, wie cool und ja natürlich und ja super und das muss ich machen. Wenn ich dann nicht sofort in die Umsetzung gehe, ist das wieder weg. Und ein Grund, der dazu führt, inst dass Podcast-Vorträge meist einfach auf 1 Was-Ebene sind. Das heißt, die erklären ganz häufig, was du tun kannst, was zu tun wäre, was möglich ist. Also beispielsweise, habe ich letzte Woche über 5 Aktivierungsübungen gesprochen. Und auch da, auch wenn ich kurz erkläre, wie ich das umsetze und wie das funktioniert, bleibt es auf der Was-Ebene. Ich habe gar nicht so viel Zeit in 1 Podcast-Folge, dass ich da ins Detail reingehe. Denn dann werden die Podcast-Folgen ja über eine Stunde lang, wenn nicht sogar länger. Bianca Prommer [00:05:51]: Und deshalb bleiben Podcasts als auch Vorträge und auch viele, viele Bücher wirklich auf 1 Was-Ebene. Das heißt, was der Podcast tut, er inspiriert dich, er gibt dir Impulse, er gibt dir Möglichkeiten, womit du dich beschäftigen kannst. Er zeigt dir Beispiele, er zeigt dir Erfahrungen, kann neue Perspektiven öffnen, Er kann dich inspirieren, er kann dich zum Nachdenken bringen. Aber ein Podcast ist und bleibt auf der Warum- und auf der Was-Ebene. Das heißt, in einem Podcast kann ich dir mitteilen, was funktioniert, aber ich kann dir nicht sagen, wie es funktioniert und vor allem nicht, wie es in deinem konkreten Kontext funktioniert. Weil nur, wenn ich jetzt zum Beispiel von einem Kunden spreche und wie das dort funktioniert hat, dann heißt das nicht, dass du das 1 zu 1 übernehmen kannst und in deinem Kontext übersetzen kannst und anwenden kannst. Wir bleiben einfach auf dieser was Ebene und dann ist dieses große Fragezeichen, okay, und wie mache ich das jetzt? Wie kann ich das jetzt konkret umsetzen? Wie funktioniert das bei mir? Bei mir ist es ja doch anders. Mein Unternehmen ist anders, meine Mitarbeitenden sind anders. Bianca Prommer [00:07:15]: Und da ist die Grenze erreicht, wo einfach ein Podcast, ein Buch, auch ein YouTube-Video oder ein TED-Talk einfach an Grenzen stößt. Das ist einfach, ganz ehrlich, das ist eine eindimensionale Kommunikation. Also ich kommuniziere jetzt, ich rede jetzt, du hörst dir das an, was großartig ist, bekommst Inspiration und dann kommt das große Fragezeichen und wie mache ich das jetzt? Wie gehe ich da jetzt ins Umsetzen? Und das ist das, was ich in meinen Coachings mache, egal ob in 1 zu 1 Coachings oder in Gruppencoachings, da geht es darum, wie du das umsetzt. Egal ob du in 1 Bank bist, in einem Startup bist, Einzelunternehmerin bist, egal ob du in einem Konzern bist, völlig egal. Wir schauen uns an, wie du das ganz konkret umsetzen kannst. Ich habe jetzt auch gerade eine neue Anfrage bekommen von 1 Führungskraft, die gerne Kreativitätstechniken lernen will. Und auch das, ja, großartig. Wir werden ein Mentoring starten. Bianca Prommer [00:08:22]: Gar kein Training, sondern wirklich ein Mentoring. Wir schauen uns an, wofür möchtest du Ideen entwickeln? Zum Beispiel für neue Strategien, für neue Produkte. Dann probieren wir gemeinsam neue Techniken aus, schauen welche funktionieren und welche vielleicht nicht ganz so gut funktionieren und können da wirklich ins Tun kommen gemeinsam. Und das ist für mich der riesengroße Unterschied zwischen 1 Inspiration in Form 1 Podcasts auf der Was-Ebene und 1 Begleitung, 1 Mentoring, 1 Coachings auf der Wie-Ebene. Das heißt, Podcast kann dich inspirieren, aber es geht ja auch wirklich darum, das Wie zu finden. So, jetzt beginnt der Nachbar gerade zu hämmern. Bei uns sind gerade wieder neue Mieter eingezogen. Ich hoffe, das hört man jetzt nicht ganz so stark in der Podcast-Folge, aber solltest du es hören, es tut mir leid, da wird gerade gehämmert, es ist Samstag Vormittag, wie ich das aufnehme. Bianca Prommer [00:09:23]: Also ich hoffe es geht mit dem Mikrofon und es wird gut rausgefiltert. Ja, also Inspiration kann geliefert werden, aber das bleibt ihm auf der Was-Ebene. Damit komme ich zu einem weiteren Punkt, den ich gerne ansprechen möchte und zwar ohne Begleitung bleibt vieles in der Idee stecken und zwar weil so eine Form von Accountability fehlt. Jetzt hörst du den Podcast, vielleicht beim Laufen, beim Autofahren, im Zug, beim Kochen, beim Zähneputzen und dann denkt man sich, boah wie cool, das müsste ich mal ausprobieren, das müsste ich mir mal anschauen, das klingt super, ja dann hat man eine Idee. Also mir geht es ganz häufig so, wenn ich laufen gehe oder spazieren gehe und dann einen Podcast höre und dann denke ich mir, wie cool ist diese Idee, muss ich machen, ich habe es dann wieder vergessen. Also wenn ich dann eine Stunde noch unterwegs bin, ich habe es vergessen. Und auch bei dir wird es vielleicht vorkommen, dass du dann im Zug was anhörst, im Auto was anhörst. Du bist natürlich auch nicht vielleicht zu 100 Prozent bei diesem Podcast, weil du dich auf den Verkehr konzentrieren musst, weil im Umfeld gerade voll viel los ist, man ist einfach abgelenkt. Bianca Prommer [00:10:33]: Das heißt, der Gedanke ist ganz, ganz schnell weg und da ist niemand da, der danach fragt, wie läuft es denn damit? Was hast du schon ausprobiert? Was hat denn funktioniert und was hat nicht funktioniert? Was hast du denn gelernt? Wo stehst du denn? Das heißt, wir haben da 0 Antrieb dahinter, wir haben niemanden dahinter, der dahinten nach ist und damit fehlt die Verbindlichkeit. Und auch das ist jetzt wieder der Unterschied zwischen einem Impuls und 1 echte
Bianca Prommer [00:00:00]: 5 Aktivierungsspiele, die in jeder Gruppe funktionieren. Genau darum geht es in der heutigen Podcast-Folge. Lass uns direkt einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Deinem Podcast, wenn es darum geht, Innovation in Unternehmen möglich zu machen und vor allem auch zu begleiten. Mein Name ist Bianca Brommer und ich bin dein Host für die heutige Folge. Schön, dass du wieder dabei bist. Mir hat Lisa geschrieben. Bianca Prommer [00:00:33]: Lisa ist Innovationsmanagerin in einem Traditionsbetrieb Mittelstand und sie soll immer wieder halt auch Workshops moderieren, Workshops begleiten, Ideen-Workshops, wirklich auch Design-Thinking- Workshops als auch so Problemlösungs-Workshops und sie hat mir geschrieben, Bianca, irgendwie wenn ich so Aktivierungsspiele einbauen möchte, ich bin mir da so unsicher. Und zwar hat sie vor kurzem von 1 Führungskraft gehört, die auch sehr stark meinungsbildend im Unternehmen ist. Du hör doch bitte mit diesen Aktivierungsspielen auf. Die braucht niemand, die sind absolut sinnlos. Ich mag da nicht mitmachen und keiner mag da mitmachen. Abgesehen davon, dass da jetzt eine Generalisierung dahinter steckt, völlig egal. Es geht darum, dass die Lisa sich total verunsichert fühlt und es nicht weiß, ob sie weiterhin Aktivierungsspiele in ihren Workshops einbauen soll. Und sie hat mich dann gefragt, was kann ich tun, gibt es da vielleicht so die ein oder andere Aktivierung, die vielleicht auch eher in kritischen Gruppen funktioniert. Bianca Prommer [00:01:41]: Liebe Lisa, vielen Dank für deine Frage, die greife ich natürlich gerne auf. Und wenn du auch eine Frage hast, die ich in meinem Podcast beantworten soll, dann schreib mir gerne auf LinkedIn oder an promma at growth-factory.at, verlinke ich dir selbstverständlich auch noch in den Show Notes. Ja, diese Aktivierungsspiele. Ich persönlich, ich liebe sie ja, diese Aktivierungsspiele, aber ich kann es voll nachvollziehen, was da die Lisa auch erlebt hat. Bei uns war das vor kurzem auch in einem Workshop, wo eine Teilnehmerin gesagt hat, also das war so spielerisch, da waren so viele Spiele und Workshop-Spiele dabei, das braucht es nicht. Ja, wenn es eine Person sagt, vor allem wenn es dann auch noch eine meinungsbildende Führungskraft ist, dann kann das schon verunsichern. Und Wichtig ist an der Stelle zu sagen, zu überlegen, warum möchte ich überhaupt eine Aktivierung einbauen. Es geht ja nicht das Aktivierungsspiel per se, weil es halt so ist und weil man das in einem Training gelernt hat und weil das halt in jedem Workshop sein muss, sondern ich schaue schon, wann braucht es eine Aktivierung und auch in welcher Form. Bianca Prommer [00:02:54]: Das heißt, mir ist es schon wichtig Aktivierungsspiele dann einzusetzen, wenn sie auch Sinn machen. Also beispielsweise nach 1 Mittagspause. Wenn wir ohnehin gerade mit Kreativitätstechniken arbeiten, dann braucht es vielleicht nicht unmittelbar ist auch gleich noch eine Aktivierung in Form von irgendwas spielerischen, weil dann sind ja ohnehin die Kreativitätstechniken auch schon sehr aktivierend. Ich würde mal sagen, nach 1 Mittagspause macht es auf jeden Fall Sinn, vielleicht auch eine kurze Übung im Nachmittagstief, da kann das schon Sinn machen. Also der Zeitpunkt ist wichtig. Zweitens, was ich mitgeben möchte, ist natürlich, dass Aktivierungsübungen so gewählt werden sollen, dass sie auch einen bestimmten Zweck erfüllen. Was meine ich damit? Wenn ich merke, dass die Energie raus ist, dass die Luft raus ist, dass die Leute müde werden, dann braucht es aus meiner Sicht etwas, das wirklich aktiviert, also irgendwas mit Bewegung. Also das muss es bitte nicht tanzen sein, das kann auch einmal sein, einfach durch den Raum zu gehen, die Arme zu kreisen, Schultern zu kreisen, ein paar mal tief ein- und auszuatmen. Bianca Prommer [00:04:02]: Das können einfach wirklich Kleinigkeiten sein. Das muss es nicht irgendwie wieder ein Spiel sein, das hochkreativ ist, wie der Kuhstall oder das kotzende Känguru. Wenn ich jetzt etwas brauche, was eher die Kreativität entfachen soll, dann werde ich mir eher hier eine Aktivierung suchen, die die Kreativität fördert. Wie beispielsweise, ich lasse alle in einen Kreis aufstellen und dann gebe ich einen Gegenstand durch, zum Beispiel einfach einen Flipchartstift und jeder soll eine Verwendung für diesen Flipchartstift suchen, ohne die eigentliche Verwendung zu sagen. Also zum Beispiel sage ich, okay ich stecke mir diesen Flipchartstift in die Haare und nutze es als Haarklammer, ja oder als Zeigestab oder als Wurfgegenstand, wie auch immer. Das heißt, das fördert die Kreativität. Das sind so Dinge, die kann ich hier gut nutzen, also wenn ich die Kreativität fördern möchte, wenn ich wirklich die Energie hochheben möchte im Sinne von, alle sind müde. Also ich überlege mir wirklich, was möchte ich erreichen, was ist Sinn und Zweck. Bianca Prommer [00:05:09]: Möchte ich, dass sie sich konzentrieren, dass sie sich fokussieren, dann werde ich hier vielleicht eine sehr stille Aktivierung nutzen, wie zum Beispiel das mit den 30 Kreisen, die man dann ausmalt in 1 kurzen Zeit. Oder ich könnte auch sowas nutzen wie Spiral Journaling aus den Liberating Structures. Das heißt, da gibt es wirklich ganz, ganz viele großartige Möglichkeiten hier zu schauen, was möchte ich erreichen und welche Aktivierungsübungen macht das Sinn. Und das erkläre ich dann auch, dass ich sage, im nächsten Teil brauchen wir Fokus, deshalb machen wir es eine Übung für euren Fokus. Ich merke, ihr seid müde, deshalb machen wir es eine kleine Aktivierung, damit wieder frischer, frischer Sauerstoff, frische Energie in unsere Zellen kommt. Das heißt, das ist immer ganz wichtig. So und jetzt habe ich rundherum gesprochen und jetzt kommen zu 5 Aktivierungsübungen, die ich wirklich regelmäßig verwende, die in Branchen funktionieren, die vielleicht sehr traditionell sind, die vielleicht ja auch sehr skeptisch, kritisch sind. Ich arbeite immer wieder auch mit Banken, mit Versicherungen, die auch noch sehr traditionell sind, sehr traditionsreich sind. Bianca Prommer [00:06:23]: Und da gibt es einfach ein paar Übungen, die einfach gut funktionieren. Übung Nummer 1, Aktivierung Nummer 1, das 1-2-3-Zählspiel oder, ja, also ich nenne es 1-2-3-Zählspiel. 2 Personen stehen sich gegenüber voneinander und zählen abwechselnd 1-2-3. Also immer im Wechsel. 1, zweite Person sagt 2, erste Person sagt wieder 3. Und nach der ersten Runde, das ist ja noch nicht schwer, wird die Zahl 1 durch eine Marke ersetzt. Das heißt, ich sage zum Beispiel, ohne jetzt irgendwie Werbung für irgendwas zu machen, Apple 2 3, Apple 2 3, und so weiter und so fort. Das wird dann eine Runde lang durchgezogen, so ein, 2 Minuten, dann wird der Zweier ersetzt. Bianca Prommer [00:07:13]: Das heißt, die Marke bleibt, dass den Zweier ersetze ich dann beispielsweise durch ein Geräusch, ein Pfeifen, also sage ich Äppel, Pfeifen, 3. Äppel, Pfeifen, 3. Und so weiter und so fort. So, und dann wird der Dreier noch ersetzt durch eine Bewegung, also zum Beispiel einen Hampelmann. Dann habe ich Äppel, Pfeifen, Hampelmann. Äppel, Pfeifen, Hampelmann. Und das ist immer im Wechsel und da muss man sich dann schon konzentrieren und das funktioniert wirklich immer. Und ich lasse immer die Zweier-Teams natürlich aussuchen, welche Marke, welches Geräusch und welche Bewegungen sie machen. Bianca Prommer [00:07:54]: Funktioniert auch, wenn zum Beispiel jemand im im Rollstuhl dabei ist, weil die natürlich eine Bewegung aussuchen, die für die beiden einfach funktionieren. Also das ist wirklich eine schöne Übung, die hier gut funktioniert. Eine zweite Übung möchte ich dir mitgeben und zwar die Touch-Blue-Übung. Die Touch-Blue-Übung funktioniert sowohl offline als auch online. 1 der Klassiker, ich liebe sie diese Übung, weil sie so einfach ist, heißt einfach berühre etwas Blaues. Du sagst, du beginnst und sagst, okay berührt mal etwas Blaues und dann sucht man sich irgendwas zum Beispiel ein Post-it, ein Sweatshirt, das man anhat und blau ist, die Jeans, die blau ist und berührt das. Ich fange mal langsam an und einfach an und dann mache ich auch etwas Kreatives und sage sowas wie, Sucht mal etwas weihnachtliches oder sucht mal etwas, das euch als Kind ganz wichtig war, vor allem wenn jemand im Homeoffice war. Also ihr könnt hier wirklich auch kreativer werden und dann gehen die durch den Raum, suchen etwas und es macht wirklich ganz ganz viel Spaß. Bianca Prommer [00:09:05]: Eine weitere Übung, die ich sehr gerne verwende, ist die Übung mit dem Zollstab, mit diesem Millimeterstab und den auf den Boden zu legen. Funktioniert so, dass man diesen Millimeter- oder Zollstab hat, ausgebreitet, also dann über 2 Meter lang und jeder Teilnehmer hält seinen rechten Zeigefinger unter diesen Zollstab. Ziel ist es, den Zollstab langsam gemeinsam auf den Boden zu bringen, ohne den Kontakt zu verlieren. Ist ein bisschen tricky, funktioniert allerdings auch immer sehr, sehr gut. Ja, was habe ich noch mitgebracht? Eine Möglichkeit, gerade so am Anfang zu aktivieren. Allerdings funktioniert es auch zum Beispiel in der Mitte 1 Trainings, in der Mitte 1 Workshops, dann kannst du die sogenannte stehende Umfrage machen. Das ist eine Technik, die kommt aus dem Werkzeugkoffer Training from the back of the room und ich mache es zum Beispiel so, ich habe ein Training rund Geschäftsmodelle, da sind laut der Firmenkundenbetreuerinnen aus Banken dabei und da starten wir mit dieser Aktivierung in dieses Training. Ich bereite Fragen vor, das sind unterschiedliche Fragen, Die schreibe ich auf Kärtchen, die sind auf 1 Pinnwand drauf. Bianca Prommer [00:10:23]: Da steht dann sowas drauf wie, was verstehst du heute unter dem Geschäftsmodell oder was war das verrückteste Geschäftsmodell, das du bisher gehört hast. Also so unterschiedliche Fragen, das können wirklich, kann zu einem Thema passen, kann etwas ganz Einzigartiges sein, etwas Kr
Bianca Prommer: Was ist eigentlich ein Innovations-Ökosystem und wie funktioniert das in der Praxis? Genau darum geht es in der heutigen Folge von Innovation einfach machen. Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass du dabei bist. Mein Name ist Bianca Brommer und Ich bin Expertin für Innovationsmanagement-Systeme in Unternehmen und Organisationen und begleite Unternehmen dabei, Strukturen zu schaffen, Räume zu schaffen, Innovation möglich zu machen. Und 1 dieser Räume sind Innovations-Ökosysteme. In den letzten Folgen haben wir bereits mehrfach darüber gesprochen, was ist überhaupt ein Innovationsökosystem, worauf kommt es an, wie geht man das auch an und was sind so wirklich Herausforderungen, Stolpersteine. Heute möchte ich mit einem Experten für Innovationsökosysteme aus der Praxis sprechen, denn er ist Transfer- und Innovationsmanager in einem Innovationsökosystem und zwar der Universität Bayreuth. Ich habe mir dazu David Eder eingeladen. Bianca Prommer: Wie gesagt, er ist wirklich ein Experte, wenn es darum geht, Innovationsökosysteme aufzubauen, auszubauen, zu skalieren und hier Initiativen zu starten, damit unterschiedliche Akteure zusammenkommen und gemeinsam Innovation ermöglichen. Wir steigen jetzt direkt in das Interview ein und ich freue mich sehr darauf. Lass uns direkt loslegen. Hallo David, schön, dass du heute in meinem Podcast Innovation einfach machen wirst. David Eder: Hallo Bianca, vielen Dank für die Einladung. Bianca Prommer: Ja, wir beide haben ja ein gemeinsames Thema, das uns beide sehr antreibt. Das sind Innovationsökosysteme. Und darüber werden wir uns jetzt gleich dann auch in der Tiefe beschäftigen und darüber unterhalten. Was mich jetzt natürlich interessiert und bestimmt auch unsere Hörerinnen und Hörer. Wer ist denn David Eder und warum hat er mit Innovations Ökosystemen zu tun? David Eder: Ja, David Eder mein Name. Ich bin vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Uni Bayreuth. Was mache ich dort? Ich kümmere mich die Planung und Durchführung von Innovationsprojekten mit unseren Unternehmen. Ich bin auch dabei, die strategische Weiterentwicklung der Universität in Bezug auf Transfer und Innovation mit zu beunterstützen und natürlich, und das ist der Grund, warum ich heute wahrscheinlich mit dabei bin, ich bin dabei, auch den Aufbau und Ausbau unseres regionalen Innovationsökosystems zu betreuen. Da sind viele verschiedene Themen mit dabei, unter anderem beispielsweise unsere vielen Netzwerkveranstaltungen, die wir machen mit Gründenden, Unternehmen und unseren Partnern im Innovationsökosystem. Und auf der anderen Seite natürlich auch die strategische Weiterentwicklung des Innovations- ökosystems aus Sicht der Uni Bayreuth. Bianca Prommer: Das ist ja so spannend, wir haben uns ja auch darüber kennengelernt. Ich habe einen Beitrag über Innovations- ökosysteme geschrieben, den hast du mich angeschrieben auf LinkedIn und dann haben wir uns mal ausgetauscht und das ist einfach so spannend auch gefunden, was ihr tut. Bevor wir da jetzt auch gleich noch darüber sprechen, wie euer Ökosystem funktioniert, wie das aufgebaut ist, was so Herausforderungen sind und auch Learnings sind, Eine Frage, die mir immer wieder wichtig ist, auch zu klären, ist, was ist denn überhaupt ein Innovationsökosystem? Ich glaube, da gibt es ganz viele Missverständnisse dahinter. Wie definiert ihr denn an der Universität Bayreuth und vor allem auch Buda natürlich Innovations-Ökosysteme? David Eder: Ja, ich glaube, zunächst ist es, glaube ich, ganz wichtig zu verstehen, oder das war jetzt auch in der Reise, die wir jetzt angetreten sind, zu verstehen, dass Innovations-Ökosysteme immer aus 1 ganz speziellen Perspektive zu betrachten sind, nämlich aus der eigenen. Das heißt, alles, was wir jetzt in den nächsten Minuten besprechen, sind wir aus der Sicht der Uni Bayreuth zunächst einmal, wie wir das sehen. Also wir sind nicht das Innovations Ökosystem, sondern wir betrachten das Innovations Ökosystem aus unserer Perspektive und schauen uns natürlich an, wie das ausgestaltet sein muss, damit auch Innovation, das ist ja der Kern dieses Ökosystems, auch umgesetzt werden kann und das so am besten oder am effektivsten, am schnellsten und so weiter. Bianca Prommer: Jetzt habe ich letztens einen Beitrag nämlich darüber geschrieben über Innovations Ökosystem. Und dann hat darunter jemand kommentiert Ja, wir haben auch so ein Netzwerk an Facilitators und das ist ein großartiges Innovationsökosystem. Daraufhin habe ich dann einen neuen Beitrag verfasst, ich glaube das war gestern oder heute, wo ich geschrieben habe, ein Netzwerk ist noch lange kein Innovationsökosystem. Was ist denn da deine Meinung dazu und deine Erfahrung? David Eder: Ja, den kann ich nur anschließen. Vielleicht nochmal ergänzend zu dem, wie wir das sehen, ist so ein Innovationsökosystem besteht im Grundlegenden eigentlich aus 4 Bereichen oder 4 Akteursgruppen. Das eine sind die etablierten Unternehmen, dann haben wir die Startups, wir haben die dem ganzen Bereich der Forschung und der Bildung, Forschungsinstitute und so weiter dazu und natürlich auch unsere Unterstützer oder Unterstützer im Innovationsprozess. Und diese 4 Gruppen kann man natürlich einzeln betrachten, aber am Ende ist es ja so, dass diese nur im Zusammenspiel entweder untereinander, also Startups mit anderen Startups oder Unternehmen mit anderen Unternehmen, aber auch über die einzelnen Gruppen hinaus, als Unternehmen mit Start-ups, Forschung mit Unternehmen. Erst da ist das Innovationspotenzial eigentlich am höchsten. Und die Aufgabe, zum Beispiel, da gibt es verschiedene Rollen auch in so einem Innovations-Ökosystem und wir zum Beispiel, wie als Uni Bayreuth oder als Institut für Entrepreneurship Innovation, nehmen da eine ganz profilierte Rolle ein. Und je nachdem, welche Rolle man in diesem Ökosystem auch hat, hat man verschiedene Aufgaben und verschiedene, ich sag mal, Herausforderungen auch, mit denen man zu kämpfen hat. Und jetzt die Frage des Themas mit dem Netzwerk. David Eder: Also es ist ja so, da gibt es ja ganz verschiedene Begrifflichkeiten, die da so rumschwirren, also Cluster, Netzwerke, auch teilweise Verbände, die einfach ein Thema binden. Oder auch, es gibt ja auch viele, mittlerweile viele Forschungsprojekte oder geförderte Projekte, die sich als Innovationsökosystem begreifen. Und ich glaube, da ist die Perspektive immer nicht ganz so trennscharf. Aber ich würde grundsätzlich sagen, ein Netzwerk oder gute Netzwerke sollten in dem Ökosystem, in Innovations- ökosystemen vorhanden sein. Nur die, da kommen wir vielleicht dann später ein bisschen genauer dazu, weil die haben ja auch eine besondere Aufgabe. Also solche Netzwerke, solche Cluster, die bringen beispielsweise bestimmte Akteursgruppen profiliert zusammen. Sie haben Technologien oder eben auch Zugänge, die relevant sind. Und deswegen kann man nicht sagen, dass ein Netzwerk oder ein Cluster ein Innovations Ökosystem darstellt, sondern eher der übergeordnete Zusammenspiel dieser Cluster und dieser Netzwerke können möglicherweise nicht immer, immer keine, es ist keine Kausalbeziehung, ein Innovations Ökosystem darstellen. David Eder: Und ich glaube, dieses Missverständnis, was oft dann auftritt, dass eben ein Netzwerk gleich ein Innovationsökosystem ist, es kommt meistens, oder so denke ich das heraus, meistens ist das Ziel meistens das gleiche. Auch ein Netzwerk kann Innovation zum Ziel haben, aber das macht es halt immer noch nicht per se zu einem Innovationsökosystem. Bianca Prommer: Ich glaube, das ist ganz wichtig, was du jetzt noch einmal gesagt hast. Ein Innovationsökosystem hat ja zum Ziel, gemeinsam Innovation zu entwickeln und zu umzusetzen, indem man sich ja Ressourcen teilt, indem man Wissen teilt, indem man wirklich gemeinsam auch etwas tut, auch einmal geistiges Eigentum teilt, dann gemeinsam etwas für eine bestimmte Zielgruppe zu entwickeln, für ein bestimmtes Thema zu entwickeln. Und ein Netzwerk ist ja per se einfach nur mal ein Austausch. Heißt ja noch lange nicht, dass ich jetzt gemeinsam etwas entwickle, gemeinsam etwas umsetze, sondern ja vielmehr einmal in den Wissensaustausch, vielleicht gehe ich auch in den Ideenaustausch. Aber das Ökosystem geht ja dann wirklich noch weiter, dass man sagt, gemeinsam haben wir alle Ressourcen, die notwendig sind, auch diese Ideen in die Umsetzung zu bringen und dann im besten Fall eine Innovation zu haben. David Eder: Ja, das ist der entscheidende Punkt. Bianca Prommer: Und das finde ich so spannend. Ich glaube, mir ist es so wichtig, diese Begrifflichkeiten auch immer wieder zu kommunizieren, weil es einfach dieses Missverständnis gibt. Das ist ja auch ein Grund, warum ich in dieser ISO 56.012 Guidance mitarbeite, dieses Thema der Innovationsökosysteme greifbarer zu machen. Das ist das gleiche wie mit dem Begriff Innovation. Jeder versteht was anderes darunter. Und das haben wir jetzt bei den Ökosystemen auch. Und ich glaube, da ist es einfach wichtig, immer wieder Bewusstsein zu schaffen, was ist ein Innovationsökosystem. Jetzt klingt das ja eigentlich ganz toll. Bianca Prommer: Da schließt man sich mit ein paar Unternehmen, Forschungseinrichtungen zusammen, dann das Risiko zu minimieren, gemeinsam Ressourcen zu teilen. So einfach ist das ja nicht, muss man es ganz ehrlich sagen. Wie war das denn bei euch, als ihr gestartet habt? Also erstens einmal, wie ist es überhaupt dazu gekommen? Und wie erlebst du das auch so? Ich glaube, es ist nicht so einfach. David Eder: Nee, ist es auch nicht. Und ich glaube, Da braucht man auch einen sehr langen Atem, sowas aufzubauen. Das geht sicherlich nicht über, sagen wir mal, eine kurze Zeit, ein paar Jahren. Und das zeigt auch das Beispiel von der Uni Bayreuth. Da wurde schon 2014 die strategische Entscheidung getroffen, seitens auch der Hochschulleitung, dass das Thema Unternehmertum, Innovationen und auch was daraus aus der Universität herauskommt im Zusammenspiel mit den regionalen Akteure
Bianca Prommer [00:00:00]: Überlegst ein Innovations-Ökosystem zu starten, weißt aber noch nicht so richtig, wie das Ganze funktioniert, dann ist diese Podcast-Folge genau richtig für dich, inklusive Voraussetzungen, konkreten Fahrplan und was funktioniert und was funktioniert nicht. Lass uns direkt in das Thema einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Ich freue mich, dass du auch heute wieder dabei bist, wenn es Teil 4 ist, rund Innovationsökosysteme. Wir haben in den letzten Folgen schon über Innovationsökosysteme gesprochen. Wir haben darüber gesprochen, was es überhaupt ist, welche Modelle es hier gibt, was einfach im Hintergrund einfach da sein muss und heute geht es die Frage, wie starten wir eigentlich ein Innovationsökosystem? Und ich stecke da ja mitten in diesem Prozess drinnen, wenn diese Folge jetzt online geht, dann ist auch tatsächlich der Förderantrag draußen. Dann haben wir es tatsächlich geschafft, pünktlich zum 15. Oktober den Förderantrag abzugeben, weil es innerhalb der EU ein tolles Förderprogramm für Innovationsökosysteme gibt und der Call jetzt war bis 15. Bianca Prommer [00:01:21]: Oktober und da haben wir wirklich jetzt mit Hochtouren daran gearbeitet, das auch richtig noch durchzubringen. Und dann möchte ich es auch ein bisschen so einen Einblick geben, was braucht es denn eigentlich, wenn du sagst, ich würde echt gerne so ein Ökosystem starten, weil ich glaube, das macht voll Sinn. Ich glaube, das ist wirklich etwas, was total wichtig ist. Und ich habe da einfach so 3 Punkte für dich mitgebracht. Das erste ist, ich möchte mal auf Voraussetzungen eingehen. Das zweite ist ein bisschen ein Vorgehen, ein Vorgehensmodell, ein Plan, wie du hier vorgehen kannst. Und das dritte ist, Ich möchte noch ein bisschen mitgeben, was funktioniert und was funktioniert nicht. Also, lasst uns da gleich direkt einsteigen rund das Thema, was sind denn so Voraussetzungen. Bianca Prommer [00:02:12]: Voraussetzung Nummer 1, wenn du sagst, ich möchte ein Innovationsökosystem aufbauen, dann ist es ganz ganz wichtig, dass es hier ein ganz spezielles Thema gibt. Also du brauchst einen scharfen Fokus, eine scharfe Vision, einen scharfen Purpose. Also so was wie zum Beispiel smarte Mobilität für Pendler und Pendlerinnen oder KI-gestützte Pflegepfade. Das heißt, es braucht hier einfach eine klare Zielsetzung, wofür soll dieses Innovationsökosystem Innovation entwickeln. Wer ist die Zielgruppe und wer sind hier einfach ganz ganz wichtige Player, Akteure, die da mit dabei sind. Und das ist einfach wichtig, weil das zieht natürlich dann zukünftige Akteure, also zukünftige Partner in dieses Ökosystem. Je klarer wir haben, worum es in diesem Thema, in diesem Ökosystem gehen soll, Für wen es sein soll, desto einfacher wird es. Und da gibt es wirklich Beispiele, die zeigen, dass erfolgreiche Innovationsökosysteme sehr fokussiert starten. Bianca Prommer [00:03:33]: Es gibt zum Beispiel in Abu Dhabi ein Web 3 Spezial Ökosystem und das ist der Hub 71 Plus Digital Assets und der ist zum Beispiel mit über 2 Milliarden US Dollar zugesagten Kapital plus Regulierungspartner gestartet. Also das habe ich sehr spannend gefunden, weil das einfach ganz ganz speziell war, die haben wirklich einen klaren Fokus gehabt und das ist aus meiner Sicht auch eine Grundvoraussetzung. Bei uns war es auch so, wir haben eine ganz klare Zielgruppe gehabt, eine ganz klare Vorstellung, auch ganz klare Ziele, sind damit dann auf bestimmte Partner, mögliche Partner zugegangen, haben gesagt, habt ihr denn Lust mit uns das zu starten, mit uns hier auch diesen Förderantrag einzureichen und die waren dann dabei, weil sie eben den Mehrwert erkannt haben, weil sie eben gesehen haben, hey wir haben uns da Gedanken gemacht, wofür das ist. Wir haben nicht einfach gesagt, ah lass uns ein Innovationsökosystem im Bereich Sozialpädagogik machen oder so, sondern wir haben ganz klar gehabt, wer ist die Zielgruppe, worum geht es. Zweite Grundvoraussetzung, Anker und Orchestrierung. Was heißt das? Wir haben schon in der Folge 2 über Ökosysteme, über die verschiedenen Modelle gesprochen und unter anderem das quadruple helix Modell. Und da würde ich wirklich schauen, dass ihr, wenn du startest, hier auch mit diesem Quadruple Helix Modell startest und aus jedem dieser Bereiche einen Partner findest, also jemand aus dem wissenschaftlichen Bereich, eine Universität, eine Fachhochschule, eine Forschungseinrichtung, dass jemand aus dem Industriebereich dabei ist. Das sind KMUs, Unternehmen, Startups. Bianca Prommer [00:05:24]: Es macht natürlich auch total Sinn, jemand aus dem Bereich Politik dabei zu haben. Vielleicht irgendeine Regierungsstelle, irgendeine Stadtverwaltung. Und auch das vierte Thema in der Quadruple Helix, hört da gerne in die Podcastfolge noch einmal genauer rein, ist eben die Zivilgesellschaft. Das heißt, dass hier auch entsprechend die Zielgruppe dabei ist, der Endkunde, die Gesellschaft dabei ist. Und auch da gibt es ein schönes Beispiel, wie das sein kann, was da stattfinden kann. Da gibt es wirklich ganz, ganz tolle Ökosysteme ist zum Beispiel Xista am ISTA und zwar ist dort wirklich eine tolle Kombination aus Forschung, aus Zivilgesellschaft, aus Kapitalgebern, ganz ganz viel Infrastruktur und das in einem System unter einem Dach, hier gemeinsam auch Innovation zu ermöglichen. Und das ist ganz, ganz wichtig. Und der dritte Punkt, den habe ich in der letzten Podcast-Folge auch angesprochen, ist wirklich das Thema geteilte Infrastruktur zu haben, dass man sagt, wir teilen uns hier Daten, wir teilen uns hier Ressourcen, wir teilen uns hier Wissen, wir teilen uns hier entsprechend auch personelle Ressourcen, damit hier gemeinsam Innovationen möglich gemacht werden. Bianca Prommer [00:06:53]: Ich habe letztens schon in der letzten Folge über den Mobility Data Space gesprochen, hört da gerne rein. Also da geht es wirklich darum, dass wir hier schauen, wie können wir die vorhandene Infrastruktur besser machen, besser nutzen und für alle zugänglich machen. Also das sind die 3 Grundvoraussetzungen. Der scharfe Fokus, diesen Anker in all den 4 Bereichen der Quadruple Helix zu haben und eine geteilte Infrastruktur zu haben. Kommen wir zu Punkt Nummer 2, den ich heute mitgeben möchte und zwar seinen kleinen Fahrplan, wie du hier vorgehen kannst. Das ganze ist unterteilt, ich habe es einfach unterteilt in 4 verschiedene Phasen. Phase Nummer 1, da geht es Fokus und Commitment. Da geht es darum, dass ihr euch als Partner zusammensetzt, als Partner mal gemeinsam eine Vision entwickelt und hier entsprechend gemeinsam Ziele definiert. Bianca Prommer [00:07:56]: Also genauer gesagt, da geht es wirklich darum, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und die gemeinsame Richtung zu entwickeln. Also eben auch einmal einen Strategieentwicklungsworkshop zu machen, die Zielgruppe genauer zu definieren, die Customer Journey dieser Zielgruppe zu definieren, das Nutzenversprechen, die Value Proposition des Ökosystems zu definieren. Da geht es darum wirklich alle beteiligten Partner an einen Tisch zu bringen und einmal zu sagen, wie könnten wir das Ganze aufsetzen, Wie könnten wir da entsprechend vorgehen und wie kann es entsprechend ausschauen? Und das finde ich einfach ganz, ganz wichtig. Da kann man natürlich dann auch überlegen, wie wollen wir uns regelmäßig austauschen. Man könnte zum Beispiel einen monatlichen Council Call machen oder alle 14 Tage trifft man sich zu einem Sprint Meeting, also was auch immer. Wichtig ist, dass ihr das gemeinsam definiert in der Phase 1, wo es Fokus und Commitment geht. Phase Nummer 2 ist dann das ganze Thema Governance und Portfolio. Bedeutet, wie wollen wir zusammenarbeiten? Also wir haben es definiert, warum wir das ganze machen, wohin wir wollen und jetzt geht es darum, wie wollen wir zusammenarbeiten, wie wollen wir entscheiden, wie wollen wir kommunizieren, wer bringt was ein, wer kann sich wie hier entsprechend integrieren, Wie schaut es jetzt konkret im täglichen Tun aus? Es sind wiederum einzelne Workshops, die man hier macht. Bianca Prommer [00:09:39]: Das ist auch etwas, was seitens Orchestrator, der ja ein bisschen so die Fäden zieht und moderiert, hier auch ein Stück weit vorgegeben werden kann. Da baut man dann vielleicht auch verschiedene Entscheidungsgremien auf, wie Soundingboards. Man kann sich natürlich auch überlegen, dass man sagt, hey wir machen ein Ecosystem Council, das besteht aus dem Orchestrator und wir machen aber zusätzlich noch einen Platz jeweils für einen der Akteure plus es gibt noch einen Sitz für die Zielgruppe. Also da kann man sich wirklich anschauen, wie wollen wir miteinander arbeiten. Und da geht es dann auch schon einmal darum, Portfolios zu bilden. Das heißt, dass man mal schaut, wie schaut unser Innovationsportfolio aus, welche Initiativen wollen wir starten, welche Themen wollen wir angehen, wie kann es genau ausschauen. Es soll natürlich nicht sein, dass es lauter Einzellösungen sind, sondern dass man sagt, wir haben unsere Zielrichtung und jetzt schauen wir uns an, was ist so die Palette an Innovationen, die innerhalb dieses Zielbildes notwendig sind. Und damit kommen wir nämlich auch schon zu Phase 3. Bianca Prommer [00:10:55]: Phase Nummer 3, da sehe ich jetzt die ersten Pilotprojekte, die Pilotinitiativen, so Leuchttürme. Da sagt man, hey, lass uns doch mal los starten, lass uns doch mal schauen, wie wir hier gemeinsam Innovation entwickeln können. Das kann ein gemeinsamer Hackathon sein, das kann ein gemeinsamer Design Sprint sein. Ich persönlich, wir werden auch, also wir haben das jetzt so vorgesehen in unserem Innovations Ökosystem, dass wir hier mit der FORTH Innovationsmethode arbeiten. Das ist ein 20 Wochen Vorgehen, klar strukturiert, erste Leuchtturmpiloten zu entwickeln. Also das wird bei uns so stattfinden, dass wir sagen, hey, wir binden hier alle Akteure ein in so 1 20-Wochen-Reise und am Ende haben wir 3 bis 5 validierte L
Bianca Prommer [00:00:00]: Stell dir vor, du bist Teil 1 Innovationsnetzwerks aus Startups, Forschungseinrichtungen, großen Unternehmen, Politik und ja, vielleicht sogar Privatpersonen. Alle haben natürlich gute Ideen, Sie haben Wissen, Ressourcen und alle wollen vorankommen und Innovation entwickeln. Aber ohne gemeinsame Spielregeln, ja da kann es ganz schnell chaotisch werden und auch, ja ich würde mal sagen, ein Stück weit kommt dann vielleicht auch die Neidkultur hervor, weil ich habe mehr eingebracht als du und das wollen wir nicht, wenn es Innovationsökosysteme geht. Und genau aus diesem Grund schauen wir uns in der heutigen Folge an, wie funktioniert denn eigentlich das Zusammenspiel in einem Innovations- ökosystem und welche Strukturen braucht es, damit aus vielen Akteuren Innovation entstehen kann. Lass uns direkt in die Folge einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Heute mit dem dritten Teil der kleinen Serie rund Innovations- ökosysteme. Wir haben uns in den letzten beiden Folgen bereits damit auseinandergesetzt, was ist überhaupt ein Innovationsökosystem und auch welche verschiedenen Modelle des Ökosystems gibt es. Bianca Prommer [00:01:30]: Da haben wir auch unter anderem über das quadruple helix modell gesprochen, wo es ja darum geht, dass verschiedene player aus verschiedenen perspektiven hier gemeinsam zusammenkommen, Innovation möglich zu machen. Im Quadruple Helix Modell sind es unter anderem Unternehmen, Forschung, also Universitäten, Forschungseinrichtungen, dann das ganze Thema Politik und auch Privatpersonen. Und je mehr Menschen da ist natürlich zusammenkommen, je mehr unterschiedliche Unternehmen, Forschungseinrichtungen zusammenkommen, desto komplexer wird das Ganze natürlich. Weil jedes Unternehmen, ich stelle vor, es arbeiten 3 verschiedene Unternehmen zusammen. Dann hat jedes Unternehmen eine andere Kultur, jedes Unternehmen hat vielleicht einen eigenen Innovationsprozess, jedes Unternehmen hat verschiedene Rahmenbedingungen und jetzt soll plötzlich etwas gemeinsam gemacht werden, gemeinsam Innovation entwickelt werden und das macht es natürlich nicht wenig komplex. Warum beschäftige ich mich gerade sehr intensiv mit Innovations- ökosystemen? Das sind 2 Punkte, warum ich gerade so ganz, ganz tief in diesem Thema drin stecke. Einerseits bin ich ja Teil 1 Expertinnen-Netzwerkes rund Innovations-Ökosysteme und der ISO 56.012, das ist eine ISO-Guidance rund Innovationsökosysteme, die wir jetzt gerade entwickeln. Und der zweite Aspekt, und das ist noch so viel spannender, da ist es so, dass ich gemeinsam mit einem Kunden einen Förderantrag schreibe. Bianca Prommer [00:03:20]: Wir sind gerade mittendrin, aber wenn diese Folge online geht, dann haben wir noch genau eine Woche Zeit, diesen Förderantrag zu schreiben, weil am 15.10. Diese Förderung, dieser Call ausläuft. Und da sind wir jetzt gerade mittendrin und wir haben jetzt wirklich schon ganz, ganz tolle Partner dafür gefunden, die mit uns gemeinsam einreichen. Und auch da merkt man schon, wie wichtig es ist, miteinander zusammenzuarbeiten. Also Auch an diesem Förderantrag, da kommen jetzt unterschiedliche Organisationen aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen zusammen und auch da merken wir schon, wie wichtig es ist, hier klar zu sein, klar in der Kommunikation zu sein, klar einfach auch in der Zusammenarbeit zu sein. Und es geht natürlich weiter, je mehr wir in diesem Ökosystem voranschreiten, je weiter wir voranschreiten und desto mehr wir hier wirklich in das gemeinsame Arbeiten kommen. Und genau deshalb möchte ich wirklich mit dir heute auch darüber sprechen, was so diese unsichtbare Architektur hinter einem Ökosystem ist. Also Mechanismen, die dafür sorgen, dass dieses Innovations-Ökosystem auch wirklich funktioniert und am Ende des Tages Innovation rauskommt. Bianca Prommer [00:04:38]: Weil was wir nicht wollen, ist, dass jeder Akteur in diesem Ökosystem sein eigenes Süppchen kocht. Wir wollen hier wirklich gemeinsam was schaffen. Und Da möchte ich jetzt 3 konkrete Gedanken mit dir teilen. Gedanke Nummer 1, den ich ganz ganz wichtig finde, ist es gemeinsame Roadmaps zu haben, also eine Orientierung für alle zu haben. Was meine ich damit? Wenn wir jetzt natürlich in einem Ökosystem, in so einem Innovations-Ökosystem zusammenarbeiten, dann sind ja viele verschiedene Akteure dabei. Wie gesagt, da können Privatpersonen dabei sein, also die Zielgruppe, Forschungseinrichtungen, verschiedene Unternehmen, Startups. Und es verfolgt natürlich jeder Einzelne auch seine eigene Agenda, seine eigene Zielsetzung. Wenn es aber jeder seine eigenen Ziele verfolgt und nur sich die Rosinen rauspicken wird, dann wird es natürlich schwierig. Bianca Prommer [00:05:35]: Dann ist es wie so ein kleiner Fleckerlteppich, würden wir jetzt in der Steiermark sein, so ein Flickenteppich. Und deshalb ist es ganz wichtig, hier eine gemeinsame Roadmap zu haben. Es gibt hier ein schönes Beispiel aus der Halbleiterindustrie und zwar gibt es da die International Technology Roadmap for Semiconductors und dort haben sich Unternehmern, Universitäten, Regierungen weltweit auf dieselben technologischen Hürden verständigt. Von der Miniaturisierung bis zu neuen Materialien. Das heißt, sie haben eine gemeinsame Richtung, die haben gemeinsame Herausforderungen definiert und jetzt ist es wirklich so, dass entlang von diesen Herausforderungen, von diesen Zielen auch entsprechend innoviert wird. Und wenn es diese Abstimmung jetzt da zum Beispiel nicht gäbe, dann hätten wir vielleicht weniger leistungsfähige Chips in unseren Smartphones oder Laptops. Aber auch Städte. Städte arbeiten immer mehr mit Bürgerinnen gemeinsam. Bianca Prommer [00:06:49]: Sie arbeiten immer mehr auch mit KMUs beziehungsweise auch Forschungseinrichtungen zusammen und auch die haben zum Beispiel Roadmaps und Portfolios. Und da gibt es zum Beispiel ein ganz schönes Beispiel aus Schweden und zwar in Lund in Schweden. Und da bündelt die Stadt zum Beispiel Projekte in den Themenfeldern nachhaltige Mobilität. Und da gibt es dann ein gemeinsames Portfolio-Board und dann sieht man wirklich, wohin soll die Reise gehen, wohin wollen wir, was ist uns wichtig, damit alle Initiativen innerhalb dieser Stadt auf dieses Zielbild einzahlen. Das heißt, die wissen genau, was nachhaltige Mobilität dort bedeutet, was es heißt und jetzt werden Initiativen gegründet, dort in dieses Zielbild einzubezahlen und das macht es natürlich einfacher, Mittel zu bündeln, Ressourcen zu bündeln, Wissen zu bündeln und dann entsprechend Wirkung sichtbarer zu machen. Deshalb Takeaway Nummer 1 für dich heute ist es, wenn du Teil 1 Innovations Ökosystems bist oder 1 aufbauen möchtest, dann sollte das gemeinsame Zielbild da sein und diese Roadmap, also welche Innovationsinitiativen sind notwendig, wie schaut unser Portfolio aus, was ist notwendig, dieses Zielbild zu erreichen. Damit kommen wir auch zu Gedanken Nummer 2 und zwar geteilte Infrastruktur und Datenräume, der gemeinsame Boden sozusagen. Da geht es darum, dass natürlich ein Ökosystem ja viel mehr ist, als dass man sich einmal im Jahr zu einem Netzwerk treffen trifft, sich dort ein bisschen austauscht, die ein oder andere Keynote dort hört. Bianca Prommer [00:08:40]: Es geht vielmehr auch darum, dass hier Zusammenarbeit stattfindet, also innerhalb von bestimmten Innovationsinitiativen. Und das braucht einerseits physischen Raum als auch digitalen Raum. Beispielsweise gibt es in St. Louis in den USA, da gibt es ein Innovationsökosystem rund Biotech Startups. Und diese Biotech Startups, die bräuchten jetzt so ganz teure Nass- und Trockenlabore. Die sind aber wahnsinnig teuer. Jetzt kann sich natürlich nicht jedes Startup diese Nass- und Trockenlabore leisten. Deshalb haben die ihnen gesagt, schließen wir uns doch zusammen, erstellen wir hier ein gemeinsam nutzbares Laborzentrum, das für alle zugänglich ist. Bianca Prommer [00:09:28]: Und so können diese Forschungsideen aus diesen Startups einfach viel viel schneller in die Anwendung kommen, weil eben hier wirklich gemeinsam Ressourcen genutzt werden. Es gibt allerdings auch eine digitale Lösung Und zwar habe ich da ein Beispiel mitgebracht aus Deutschland, und zwar den Mobility Data Space. Dort sind Autohersteller, Startups, aber auch öffentliche Verkehrsbetriebe, sind hier mit ihren Daten auf 1 neutralen Plattform und die tauschen Daten über diese neutrale Plattform. Und zwar ist es so, dass die Datenhoheit, also die eigenen Datenhoheit, die bleibt bei einem selbst im Unternehmen, also man behält die Kontrolle über die Daten. Es gibt ganz ganz klare Regeln, wie das passieren darf, aber es werden auch Daten ausgetauscht zwischen einem Autohersteller, einem Startup, zwischen Startup und öffentlichen Verkehrsbetrieb. Und jeder hat eben diese Kontrolle, Es gibt ganz klare Regeln und damit entsteht natürlich Vertrauen. Gleichzeitig können aber neue Lösungen entstehen, wie zum Beispiel autonome Shuttles oder smarte Verkehrssteuerungen. Das heißt, die lernen voneinander, weil jeder hat einen anderen Datensatz und diese Daten können dann miteinander verbunden werden und entsprechend zu neuen Lösungen, zu neuen Geschäftsmodellen werden. Bianca Prommer [00:10:54]: Deshalb auch für dich ganz wichtig hier zu überlegen, wie können wir hier Datenräume schaffen, Wie können wir hier auch digitale Räume schaffen, hier gemeinsam was zu entwickeln? Es kann eine gemeinsame Ideenplattform sein, es kann eben ein Datensharing-System sein. Wie können wir hier gemeinsam zusammenarbeiten und voneinander profitieren, als auch eben physisch im Sinne von Labors gemeinsamen Räumlichkeiten. Und der dritte Punkt, den ich dir mitgeben möchte, Da geht es die Spielregeln für das Miteinander, geht es das ganze Thema Governance. Und das finde ich einfach so einen spannenden Aspekt, weil natürlich gerade in einem Innovationsökosystem, je mehr da dabei sind, desto mehr Interessen kommen natürlich
Bianca Prommer [00:00:00]: Wenn es Innovation geht, dann tauchen immer wieder Begriffe wie Triple Helix, Quadruple Helix oder sogar die Quintuple Helix auf. Das klingt jetzt einmal vielleicht nach Biologie, aber das sind Denkmodelle für das Zusammenspiel von Stakeholdern in einem Innovationsökosystem. Was dahinter steckt, was entscheidend ist und wen du brauchst für ein funktionierendes Innovationsökosystem, genau darum geht es in der heutigen Podcastfolge. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovationen einfach machen. So schön, dass du heute wieder dabei bist zu Teil 2 unserer Innovations-Ökosystem Serie. Wenn du dich jetzt fragst, oh mein Gott, was ist überhaupt ein Innovationsökosystem, dann hör dir die Folge von der letzten Woche an. Da erkläre ich nämlich ganz genau, was ein Innovationsökosystem ist, gebe dir ganz konkrete Beispiele und auch, warum du dich überhaupt mit Innovationsökosystemen auseinandersetzen solltest. Heute möchte ich ein bisschen tiefer gehen, also wenn du jetzt entschieden hast, ja ich möchte so ein Innovations- ökosystem, dann solltest du für dich auch wissen, nach welchen Denkmodellen baue ich mir ein funktionierendes Innovationsökosystem auf? Ich habe es eingangs schon erwähnt, es gibt sowas wie die Triple Helix, die Quadruple Helix und die Quintuple Helix. Bianca Prommer [00:01:30]: Und da werden wir jetzt gleich einsteigen, was das heißt, was es bedeutet und wen du hier wirklich brauchst. Denn ein Innovationsökosystem funktioniert nur dann, wenn du ganzheitlich denkst, wenn du wirklich schaust, wen brauche ich hier wirklich und hier unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Es geht nicht darum, dass du weiterhin im gleichen Saft bratest und immer mit den gleichen Playern, Stakeholdern arbeitest, sondern hier neue Erkenntnisse, neues Wissen, neue Technologien reinholst. Und das kann es sein, dass du mal startest, okay wir schauen, welche Startups sind denn da. Ja, das ist ein Baustein, aber es gibt noch viel mehr. Und deshalb möchte ich mit dir heute genau in diese 3 Denkmodelle rein. Lass uns doch gleich mit dem ersten starten. Das ist das Modell Triple Helix. Bianca Prommer [00:02:24]: Das ist eigentlich die klassische Basis. Das ist so wirklich das, womit man mal starten kann. Im Grunde geht es darum, dass in einem Innovationsökosystem, das sich auf dieser Triple Helix aufbaut, 3 Stakeholdergruppen zusammentun, Innovation zu entwickeln, umzusetzen und dann auch natürlich erfolgreich auf den Markt zu bringen. Und diese 3 Player sind Universität, Industrie und Staat. Also beispielsweise die Universität liefert Wissen, Grundlagenforschung, Forschungsergebnisse und auch junge Talente. Die Industrie bringt natürlich Zugang zum Markt, die bringt Kapital ein, Ressourcen wie Produktionsmaschinen ein, Die hat auch diese Umsetzungskraft, die weiß ganz genau, wie man hier vorgeht, bestimmte Dinge zu erreichen. Und den Staat hat man hier mit dabei, bestimmte Rahmenbedingungen zu setzen, Förderungen zu geben, vielleicht sogar mal auch Wagen ins Kapital zu geben. Also da ist wirklich auch so ein bisschen diese Finanzierung Rahmenbedingungssache. Bianca Prommer [00:03:40]: Und es gibt zum Beispiel, nur so als Beispiel 1 Triple Helix, ist das Bayh-Dole-Act in den USA. Dort ist es so, dass Universitäten zum Beispiel Forschungsergebnisse patentieren dürfen und ausgründen dürfen. Das heißt, es gibt hier diesen Act, diese Rahmenbedingungen, die eben wirklich erlaubt, wenn du an 1 Universität studierst, dann kannst du deine Forschungsergebnisse patentieren und daraus dann auch ausgründen. Das hat natürlich dazu geführt, dass es ganz, ganz viele Spin-offs gegeben hat, dass es ganz, ganz viel Technologietransfer gegeben hat. Es hat den Transfer zu der Industrie gegeben und es hat dann auch wirklich gut funktioniert und hier ganz ganz viele neue Startups entstehen lassen. Diese Triple Helix ist die Basis von einem Innovationsökosystem, Allerdings bin ich der Meinung, dass da noch was fehlt und zwar der Kunde beziehungsweise die Kundin. Und das wird mittels des zweiten Denkmodells erklärt und zwar ist das die quadruple helix. Da geht es wirklich darum, die Gesellschaft, den Kunden, die Kundin ganz aktiv mit einzubauen. Bianca Prommer [00:04:59]: Also zum Beispiel Städte, die hier sogenannte Living Labs veranstalten, zum Beispiel Bürgerinnen und Bürger mit einbinden in neue Mobilitätslösungen, dass sie da wirklich Feedback geben können, dass da einfach wirklich geschaut wird, was funktioniert wirklich. Und jetzt nicht nur irgendwann, wenn das Produkt fertig ist, sondern wirklich von Beginn an. Also zum Beispiel bei uns in Weiz, ich bin ja in Weiz zu Hause, da ist auch die Gestaltung des neuen Hauptplatzes gegangen Und da hat man halt auch geschaut, wen braucht man dafür. Man hat quasi Forschungseinrichtungen eingeladen, man hat auch Unternehmen eingeladen und man hat die Bürgerinnen eingeladen, hier wirklich gemeinsam neue Ideen zu entwickeln, wie dieser Hauptplatz gestaltet werden soll. Und das wäre jetzt so typisch diese quadruple helix. Das heißt, dass man natürlich die Universität, Forschungseinrichtungen hat, dass man Industrie, Unternehmen hat und den Staat jetzt auch zivile Menschen mit einzuladen, also Nutzer, User, Kundinnen und Kunden, Bürgerinnen, NGOs, dass hier wirklich die Innovation nicht im Elfenbeinturm entsteht, sondern hier wirklich echte Probleme gelöst werden. Das heißt für mich ist das eigentlich ein ganz wichtiger Aspekt und wenn du sagst wir starten hier mit einem Innovations Ökosystem, dann bitte überleg dir wirklich mehr auf dieses Quadruple Helix Modell zu setzen als auf das Triple Helix Modell, weil du möchtest ja Innovationen entwickeln. Innovation heißt doch, dass am Ende des Tages irgendjemand davon profitiert. Bianca Prommer [00:06:39]: Der Kunde, die Kundin hier wirklich auch bereit ist Geld in die Hand zu nehmen, was zu kaufen, was zu nutzen. Also bindet die Personen doch gleich auch am Anfang mit ein. Und deshalb finde ich dieses Modell einfach viel wirkungsvoller, weil du von Anfang an wirklich hier diese Zielgruppe mit dabei hast. Es gibt es noch ein drittes Modell, es geht sogar noch einen Schritt weiter, gerade wenn es im Bereich Nachhaltigkeit ist und zwar das Quintuple Helix Denkmodell. Da wird es jetzt quasi, wir haben die Uni, Industrie, Staat, Zivilgesellschaft und jetzt kommt auch noch die natürliche Umwelt dazu. Das heißt, dass eine Innovation nicht nur ökonomisch und gesellschaftlich passt, dass man wirklich einen Kundenmehrwert hat, dass man auch Geld damit verdient, sondern dass sie auch eben ökologisch nachhaltig ist. Das heißt, diese natürliche Umwelt beschreibt so etwas wie das sozioökologische System. Also das ist das gesamte natürliche Ökosystem, dazu zählen Klima, Biodiversität, Ressourcenbasis und das ist wirklich so, ich schaue mir also auch an, was tut sich denn hier in der Umwelt, was passiert denn da, wie entwickelt sich das Klima, wie entwickelt sich die Bodenqualität, wie entwickeln sich die Pflanzen. Bianca Prommer [00:08:06]: Also ich schaue mir hier wirklich an, was passiert hier in der Umwelt. Und da gibt es zum Beispiel Green Tech Cups. Die Green Tech Cups, die setzen ganz stark auf dieses Quintuple Helix Modell, weil die nämlich auch wirklich dann noch Innovation auf Basis der Klimaziele entwickeln, sondern sagen, es ist jetzt nicht nur ein Rahmen, wir müssen so ein Ziel erreichen, sondern bauen eben diese natürliche Umwelt noch einmal aktiv ein. Also das Gwinn-Double-Helix-Modell verbindet Innovation mit Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Also das war jetzt sehr theoretisch, aber ich wollte einfach mitgeben, es gibt 3 verschiedene Modelle, wie wir das anpacken können. Das Triple Helix Modell ist wirklich das Fundament und das soll immer die Basis sein. Also damit solltest du auf jeden Fall starten. Für mich besser geeignet ist auf jeden Fall das quadruple helix Modell, weil dort eben der Kunde und die Kundin dazugehören und du weißt ja, mir ist es ganz wichtig, dass Innovation immer menschenzentriert ist. Bianca Prommer [00:09:13]: Und der dritte Punkt ist eben dieses quintuple helix Modell, wo es dann auch noch Nachhaltigkeit und die natürliche Umwelt geht. Was du jetzt für dich mitnehmen kannst, wenn du sagst, wir möchten ein Innovations-Ökosystem aufbauen und wir überlegen es zumindest, dass ihr mal schaut, welche Helix gibt es denn schon in deinem Umfeld? Habt ihr vielleicht schon Kontakte zu Uni, zu Kunden, zur Zivilgesellschaft? Was gibt es denn schon und welches Modell macht da für euch auch wirklich Sinn? Und ja, das nächste Mal gehen wir noch einen Schritt weiter, da schauen wir uns nämlich an, wie jetzt dieses Zusammenspiel funktioniert, also welche Spielregeln, Strukturen, Mechanismen, Ökosysteme brauchen, damit das überhaupt funktioniert. Wir haben letztens nämlich geschaut in der ersten Folge, was ist ein Innovationsökosystem und warum. Jetzt haben wir uns mal angeschaut, welche Grunddenkmodelle gibt es und im nächsten Schritt schauen wir uns wirklich an, welche Mechanismen wirken da, damit wir hier wirklich vom Groben ins Detail kommen. Wenn du dazu Fragen hast, dann schreib mir gerne auf LinkedIn, Link zu meinem Profil in den Shownotes und hinterlasse mir gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts und damit bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017
Bianca Prommer [00:00:00]: Was ist eigentlich ein Innovationsökosystem? Stell dir folgende Situation vor. Du möchtest ein richtig gutes Orchester zusammenstellen. Da reicht es halt nicht einfach nur die besten Geigerinnen zu haben oder die besten Schlagzeugspielerinnen, die besten Dirigenten zu haben, sondern es geht das Zusammenspiel. Das ist wie im Fußball, da hilft es auch nicht, wenn ich die besten Einzelspieler habe. Ich brauche eine Gesamtheit, ich brauche dieses Zusammenspiel, damit hier Erfolg passieren kann. Und genau so ist es auch mit Innovationen. Da ist es einfach wirklich so, dass diese Einzelkämpferinnen schnell an ihre Grenzen stoßen Und deshalb sprechen heute bereits viele über Innovationsökosysteme. Was das genau ist und warum auch du dich damit beschäftigen solltest, darum geht es in der heutigen Folge. Bianca Prommer [00:01:00]: Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Heute dreht sich alles Innovations Ökosysteme und weil das so ein komplexes Thema ist, gibt es nicht nur die heutige Folge dazu, sondern ein paar weitere Folgen. Also insgesamt werden es so 4, 5 Folgen sein, wo ich verschiedene Aspekte 1 Innovations-Ökosystems beleuchten möchte. Wenn du wissen möchtest, was ein Innovationssystem, Ökosystem überhaupt ist, was dahinter steckt, warum es eigentlich heute notwendig ist, erfolgreich innovieren zu können und vor allem auch, wie du jetzt als Innovationsverantwortliche davon profitieren kannst. Damit werden wir in der heutigen Folge des Teil 1 dieser Serie starten. Wir schauen uns ein bisschen so die Theorie an, wir schauen uns auch spannende Beispiele an und ich werde wirklich darauf eingehen, was ist das jetzt ganz konkret, was bedeutet es auch und was sind so auch die Vorteile. Warum beschäftige ich mich gerade damit? Ich war schon öfters Teil 1 Innovationsökosystems, egal ob es in der Automobilindustrie, wo wir sehr stark mit Universitäten als auch mit Startups kooperiert haben. Ich war Teil der Startup-Welt, wo wir auch wirklich mit Startups, Gründerinnen, KMUs und Forschungseinrichtungen gearbeitet haben. Bianca Prommer [00:02:26]: Und jetzt ist es wirklich so, dass 2 Dinge dazu führen, dass ich mich ganz, ganz intensiv damit beschäftige. Das erste ist, dass ich ja Teil 1 ISO-Expertinnen-Gremiums bin, das sich ja mit der 56.000-Namen-Familie auseinandersetzt, wo es Innovationsmanagement-Systeme geht. Und seit ein paar Wochen beschäftigt sich eine kleine Kerngruppe mit 1 neuen ISO-Guideline, und zwar der 56.012, wo es eine Guideline für Innovationsökosysteme geht. Und da bin ich Teil davon, habe da auch einen Team-Lead übernommen, das heißt mein Team und ich, wir schreiben diese Guideline rund das Thema Operation, also Operating the Innovation Ecosystem und was es hier wirklich auf der operativen Ebene braucht, damit Innovation in einem Innovationsökosystem passieren kann. Das heißt, da beschäftige ich mich wirklich mit Expertinnen, Experten aus unterschiedlichsten Ländern dieser Welt, also von Amerika bis nach China sind da wirklich ganz ganz viele Expertinnen und Experten mit drinnen und wir schreiben da jetzt gerade diese Guidelines. Finde ich super spannend, weil natürlich das Schreiben 1 solchen ISO-Guideline noch etwas anderes ist, als wenn ich es so im Podcast drüber spreche oder am Blogartikel drüber schreibe. Finde es aber echt spannend, mit welch großartigen Menschen ich da jetzt gerade zusammenarbeiten darf und hier wirklich einen Beitrag leisten darf. Na ja, seit ich mich so intensiv mit diesen Innovations-Ökosystemen auseinandersetze, spreche ich natürlich auch mit meinen Kundinnen und Kunden über das Thema. Bianca Prommer [00:04:15]: Und plötzlich ist es so, dass ich in 2 konkreten Horizon EU Anträgen mit dabei bin, weil wir hier eine Förderung haben wollen für den Aufbau von einem Innovationsökosystem. Und das sind 2 verschiedene. Das eine ist eher im Gesundheitsbereich, das andere eher im Sozialbereich. Und immer wenn ich davon spreche, Ökosystem, dann sind die, die mir gegenüber sitzen, egal ob das jetzt Geschäftsführende sind, ob das jetzt Innovationsmanagerinnen und Manager sind. Es ist so spannend, sind sofort alle voll interessiert und deswegen habe ich mir gedacht, naja, dann nutze ich doch meinen Podcast, hier mal über dieses Thema zu sprechen. Und deshalb heute starten wir wirklich mit diesen Basics. Lass uns da gleich einsteigen. Was ist denn ein Innovationsökosystem? Und ich möchte gleich einmal mit einem Zitat vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation nennen. Bianca Prommer [00:05:19]: Und zwar sagen die, ein Innovationsökosystem ist ein dynamisches Netzwerk von Akteuren, deren Interaktivität und gemeinsame Nutzung von Ressourcen den Innovationsprozess beschleunigen und nachhaltige Mehrwerte schaffen. Was heißt das jetzt? Ein Innovationsökosystem ist eine Gemeinschaft, eine lebendige Gemeinschaft von verschiedensten Stakeholdern, von verschiedensten Akteuren, die gemeinsam daran arbeiten, Innovation zu entwickeln, umzusetzen und voranzutreiben. Das heißt, das ist eine Gemeinschaft an Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Investoren, Behörden, Startups und auch Kunden und Kundinnen. Das heißt, die bringen wir zusammen in ein Netzwerk, in eine Gemeinschaft, in eine echte Kooperation. Jeder bringt unterschiedliche Ressourcen, Blickwinkel, Wissen mit ein, vernetzen sich und dadurch können dann neue Ideen entwickelt werden, Innovationen entwickelt werden und auch entsprechend in marktreife Produkte, Services, Geschäftsmodelle verwandelt werden. Das ist einmal so die Definition. Was heißt das jetzt ganz konkret? Stell dir vor, ein Krankenhaus. Ein Krankenhaus beschließt, wir wollen patientenzentrierter arbeiten. Bianca Prommer [00:06:55]: Uns ist es wichtig, hier noch patientenzentrierter zu arbeiten. Wir wollen hier neue Services, neue Geschäftsmodelle entwickeln. Wir wollen hier wirklich Innovation ermöglichen und das komplett auf den Patienten zugeschneitert. Und es beschließt dieses Krankenhaus, wir suchen uns jetzt weitere Akteure, die dieselbe Zielgruppe haben und mit denen wir hier gemeinsam Innovation entwickeln können. Also so ein Krankenhaus könnte jetzt hingehen und sich mit irgendeiner medizinischen Universität zusammenschließen. Die könnten sich mit Versicherungsunternehmen zusammenschließen, die ja hier auch Krankenversicherung, Unfallversicherungen anbieten. Die könnten auch schauen, welche Start-ups gibt es denn da in dieser Richtung, welche Start-ups beschäftigen sich mit dem Thema. Die könnten aber noch einen ganz anderen Schritt machen und sagen, naja, für diese Patientenzentrierung ist auch das Gebäude wichtig und in diesem Gebäude ist zum Beispiel auch die Lichttechnik wichtig oder da ist wichtig, wie die Wände, die Räumlichkeiten gestaltet sind. Bianca Prommer [00:08:02]: Das heißt, die können sich mit Architekten zusammenschließen, die können sich mit Beleuchtungsunternehmen zusammenschließen. Das heißt, ich schaue mir hier diese gesamte Kundenreise meiner Zielgruppe an, in dem Fall Patientinnen und Patienten, und schaue, wer entlang dieser Kundenreise ist hier vielleicht noch ein wichtiger Akteur, ein wichtiger Stakeholder, den wir hier mit einbinden können. Und da geht es nicht darum, dass man es mit denen einfach mal einen Workshop macht, weil das passiert ohnehin schon in vielen Unternehmen. Die laden sich dann Universitäten ein, andere Unternehmen ein, hier gemeinsam Innovation in einem Workshop zu entwickeln. Da ist es wirklich in einem Ökosystem, dass man hier wirklich über alle Phasen des Innovationsprozesses von wir haben es einmal Chancen-Handlungsfelder identifiziert hin über Ideenentwicklung hin zu zum Testen der Ideen bis wirklich zur Umsetzung und Markteinführung. Das heißt, sie arbeiten hier ganz ganz eng zusammen. Das könnte auch sein, ein weiteres Beispiel könnte sein, dass eine Versicherung sagt, wir bieten Haushaltsversicherungen an. Und jetzt schaue ich mir an, naja, Wer sind denn meine Kunden in so 1 Haushaltsversicherung? Das sind halt Privatpersonen vielleicht, Menschen, die in einem Haus wohnen, die in 1 Wohnung wohnen. Bianca Prommer [00:09:24]: Und jetzt kann ich mir auch hier diese gesamte Kundenreise anschauen. Vielleicht der Student, die Studentin oder der junge Erwachsene, der das erste Mal von zu Hause auszieht, seine erste Wohnung sucht. Bis hin, ich muss vielleicht was reparieren lassen, instand setzen, siedeln. Also was sind so typische Fälle innerhalb so 1 Kundenreise von jemandem, der irgendwo wohnt. Das sind ja viele Dinge. Handwerker zu suchen, also die Ausstattung, die erste Möbeleinrichtung, da gibt es ganz, ganz viele Punkte. Und jetzt sagt die Versicherung, okay, wen brauchen wir entlang dieser Kundenreise, hier gemeinsam was Neues zu entwickeln? Und es können auch die hergehen und sagen, naja, wir könnten mit Siedlungsunternehmen zusammenarbeiten, wir könnten mit Handwerkern, vielleicht auch solchen Plattformen zusammenarbeiten, wo Handwerker vermittelt werden. Und was hat es die Versicherung davon? Die Versicherung hat davon, wenn das neue Produkt, das Service, das Geschäftsmodell entstehen, dann können die wieder überlegen, was können wir da jetzt versichern. Bianca Prommer [00:10:31]: Also zum Beispiel, wenn wir zum Beispiel das Siedeln, ja es wird ein Siedlungsunternehmen beauftragt für ganz ganz teure Gegenstände, dann kann ich sagen, okay ich biete deine Versicherung dafür an, zum Beispiel jetzt. Das heißt, ich schaue mir hier wirklich entlang 1 kompletten Kundenreise für einen Kunden an, was kann ich hier neu machen, welche neuen Möglichkeiten ergibt sich. Und der Vorteil, den ich hier sehe, und das ist wirklich ein ganz großer Vorteil, ist, dass durch diese anderen Stakeholder, durch die anderen Akteure hier neue Blickwinkel kommen. Weil wenn ich da jetzt mit einem Beleuchtungstechniker zusammenarbeite, der sieht hier ganz andere Themen, ganz andere Kundenbedürfnisse möglicherweise als ich als Versicherung
Bianca Prommer [00:00:04]: Hallo Dominique, schön, dass du heute in meinem Podcast Innovation einfach machen wirst. Dominique Giger [00:00:10]: Ja, hallo Bianca, es freut mich sehr, dass ich bei dir Gast sein darf. Bianca Prommer [00:00:14]: Ich freue mich ja schon sehr auf unser Gespräch heute, denn es geht ein ganz, ganz wichtiges Thema in der Innovation, psychologische Sicherheit. Jetzt aber mal die erste Frage für alle, die dich noch nicht kennen. Was soll denn unser Publikum, egal ob per Video oder im Podcast, Was soll unser Publikum über dich wissen? Dominique Giger [00:00:36]: Ja, also ich bin, hallo, ich bin Dominique Giger. Ich habe einen Master in Informatik und über 18 Jahre Erfahrung im internationalen Projektmanagement, im Change Management. Und ich habe lange auch Lean Management gemacht und dort Führungskräfte gecoacht. Und das ist eigentlich auch das, was ich heute sehr gerne mache. Ich begleite Firmen und Führungskräfte durch die Transformation, aber auch wie man mit Teams zusammenarbeiten kann, die Zusammenarbeit, also auch, dass die Führungskräfte ihre Teammitglieder besser coachen und besser führen können. Und Da ist natürlich psychologische Sicherheit ein Kernthema. Bianca Prommer [00:01:20]: Und du bist ja aus der Schweiz, oder? Dominique Giger [00:01:22]: Genau, ich bin aus der Schweiz. Bianca Prommer [00:01:24]: Mein erster Gast aus der Schweiz, das freut mich doch sehr. Also bis jetzt immer Deutschland, Österreich und jetzt machen wir den Dachraum komplett. Das ist schön. Dominique Giger [00:01:34]: Das freut mich auch sehr, dass ich da mit beitragen darf. Bianca Prommer [00:01:40]: Du hast es schon psychologische Sicherheit gesagt. Lass uns da vielleicht mal ein bisschen mehr Fleisch rangeben. Psychologische Sicherheit ist ja auch schon so ein Schlagwort geworden, das ganz häufig vorkommt, egal ob auf LinkedIn oder in Büchern, in Artikeln. Aber Was bedeutet denn psychologische Sicherheit? Was bedeutet es für dich auch? Dominique Giger [00:02:04]: Ja, also danke für die Frage, weil ich finde es auch extrem wichtig, weil es ist nur Mode oder Trendwort und jeder versteht dann unter was anderes. Und für mich bedeutet psychologische Sicherheit, dass du klare Regeln hast, also wirklich auch Klarheit, eben genau nachfragen, was es bedeutet, aber auch die Sicherheit im Team, dass man alles aussprechen darf, dass man Fehler machen darf, also dass man versteht auf der einen Seite, wie wollen wir zusammenarbeiten? Wir als Team stellen klare Regeln und Teamnormen auf, was ist erwünscht, was nicht, aber auch, dass man Fehler machen darf. Ich glaube, das ist wirklich wichtig. Und gerade da kann die Führungskraft extrem viel dazu beitragen. Weil wenn eine Kultur herrscht, wo Angst ist, das ist nicht psychologische Sicherheit. Also ich meine, jeder der arbeitet und der Verantwortung übernimmt, macht auch viel. Das gehört zum Menschsein dazu. Und das Wichtige ist ja, dass man darüber spricht und daraus lernt. Dominique Giger [00:03:09]: Und auch gemeinsam daraus lernt, das machen wir das nächste Mal besser. Und das bedeutet für mich psychologische Sicherheit. Bianca Prommer [00:03:17]: Zu mir hat mal 1 gesagt, das war eine Führungskraft in der Automobilindustrie, der hat zu mir gesagt, Bianca, wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und das sagte genau das eigentlich aus. Ja, du hast es gerade gesagt, dort wo gearbeitet wird, wo jemand Verantwortung übernimmt, ja, da passieren auch mal Fehler. Und dann kommt es darauf an, traue ich mich darüber zu sprechen oder beginne ich meine fehler zu vertuschen und das erlebe ich ja auch immer wieder du wahrscheinlich das auch schon einmal erlebt oder Dominique Giger [00:03:47]: natürlich natürlich ich glaube das kennen wir alle also Ich hatte auch mal ein Team oder war bei einem Arbeitgeber, wo ich gemerkt habe, wenn ich jetzt Fehler mache und da leidet meine Performance Review am Ende, das Endjahresgespräch darunter, Vielleicht sogar der Bonus oder weiß ich was. Aber auch meine Karriere, ich komme den nächsten Schritt nicht weiter. Und wenn du in so 1 Umgebung arbeitest, dann beginnst du alles zu vertuschen. Oder du übernimmst keine Verantwortung mehr. Das ist so das Gartendenken. Ich schaue zwar über den Garten, aber ja, ich bleibe bei mir. Das ist nicht mein Bereich, ich kümmere mich nicht darum. Dann können die Prozesse auch nicht mehr fliessen. Dominique Giger [00:04:32]: Und auch Innovation, was ja auch dein Podcast beinhaltet, kann nicht mehr entstehen, weil ich probiere ja nichts mehr aus, ich teste nichts mehr, dann mache ich ja Fehler und das ist ganz, ganz schlimm und das habe ich auch gemerkt bei meiner lean arbeit wenn ich dann in solche teams hineingekommen bin und wir das gemeinsam begonnen haben mit team workshops mit normen workshops was ist unsere gemeinsame vision wie wollen wir eigentlich zusammenarbeiten und auch diese fehler kultur etabliert haben da offen darüber gesprochen haben wie plötzlich das Team aufgeblüht ist und wie viel Neues entstanden ist. Und du siehst, ich bin total begeistert. Bianca Prommer [00:05:17]: Das merkt man. Und das hast du schon so schön gesagt. In der Innovation braucht es diese psychologische Sicherheit, weil ansonsten kann nichts Neues entstehen. Du hast gesagt, du hast auch erwähnt, dass es ja auch darum geht, was auszuprobieren, ja, mal wirklich was zu experimentieren und dass man das ja dann nicht tut. Was sind noch so Gründe, die du siehst, warum psychologische Sicherheit gerade für Teams, die Innovation entwickeln, also Innovationsteams, Entwicklungsteams, warum ist da psychologische Sicherheit vielleicht noch mal besonders wichtig? Dominique Giger [00:05:51]: Also sagen wir mal so, also wenn du keine psychologische Sicherheit hast, dann hat man ja Angst. Wenn was passiert, wenn ich Fehler nicht machen darf, dann habe ich ja irgendwie Angst. Und wie reagieren wir, wenn wir Angst haben? Entweder gehen wir in den Feindmodus, also alle anderen sind Feinde und ich kämpfe, oder ich gehe in den Freeze-Modus, also ich mache gar nichts mehr. Und dann entsteht keine Innovation. Also bei beidem auch Innovation bedeutet ja auch wirklich Zusammenarbeiten, also zusammen brainstormen, Ideen äussern. Und wenn ich Angst habe, dass ich nachher ausgelacht werde, nicht mal Fehler machen, aber zum Beispiel ausgelacht werde, das meine, also Ich finde immer so schön die Geschichten, wenn es heisst, wir haben zusammen Bier getrunken, rumgeblödert und dann ist das entstanden. Das ist ja eben Brainstorming teilweise auch. Innovationen entstehen daraus, dass man einfach mal über Thinking out of the Box eben irgendwas Neues, irgendwas Verrücktes, wirklich verrückte Ideen äussert. Dominique Giger [00:06:56]: Und das ist ja die Aviation Phase, sagt man ja auch dazu. Und genau da muss man sich sicher fühlen, da muss man sich eigentlich unter freunden fühlen und das ist halt im team wenn keine psychologische sicherheit ist dann fühlt man sich nicht unter freunden und auch der Vorgesetzte muss ein Freund sein oder man muss sich getrauen auch beim Vorgesetzten die Ideen zu äußern. Das hat auch psychologische Sicherheit doppelt. Bianca Prommer [00:07:27]: Finde ich ganz wichtig, was du gerade sagst, nämlich auch, ich habe, weil du gerade das Bier erwähnt hast und beim Bier dann die Ideen entstehen. Ich habe vor Kurzem einen LinkedIn-Beitrag gesehen, wo jemand geschrieben hat, bei der Kaffeemaschine entstehen ganz viele Ideen. Also man geht quasi aus dem Meetingraum raus, dann trinkt man einen Kaffee gemeinsam, man spricht über Ideen und plötzlich ist aber auch dieses, also meine Theorie dahinter und jetzt bin ich gespannt was du dazu sagst, meine Theorie ist, dass bei der Kaffeemaschine oftmals dann auch diese Hierarchiestufe verschwindet. Das heißt, dann ist das jetzt nicht mehr mein Boss, wie im Meetingraum, ist er vielleicht mein Chef oder meine Chefin. Bei der Kaffeemaschine in der Pause, da ist es dann eher, da spreche ich jetzt mit einem Kollegen, 1 Kollegin und dadurch ist ihm diese Angst vielleicht geringer oder eben diese psychologische Sicherheit höher. Das ist so meine Theorie dahinter, warum das beim Bier, beim Wein, beim Wasser, beim Kaffee einfach leichter funktioniert. Was sagst du da dazu? Dominique Giger [00:08:28]: Finde ich eine sehr gute und sehr spannende Idee und unterstütze, kann ich total unterschreiben. Ich glaube, was auch noch dazu kommt, ist das Umfeld. Weißt du, das Umfeld wechseln, die Umgebung. Und es gibt ja auch so die Theorien eben wenn du die Umgebung wechselst, dann wechselst du auch dein Verhalten und auch dein Mindset. Weisst du? Sie haben meistens unser Mindset, Bürogebäude, okay, ich muss ganz korrekt sein, ich darf nicht alles äussern, ich muss mein Verhalten kontrollieren, Kaffeemaschine, Freizeit. Und das ist halt schon irgendwie lockerer Umgang. Ich kann etwas anderes auch mal besprechen. Ich glaube, das hat auch einen riesengroßen Einfluss darauf. Bianca Prommer [00:09:13]: Und weil du gesagt hast, Psychologische Sicherheit hat natürlich Auswirkungen auf unsere Kreativität. Also ob wir verrückte Ideen aussprechen dürfen. Ich finde, hat aber auch Einfluss darauf, ob ich auch mal konstruktive Kritik äußere. Weil was ich auch schon beobachtet habe, ist, jetzt sitzt dort zum Beispiel der Chef oder die Chefin dabei, äußert eine Idee und alle applaudieren, einfach weil sie sich nicht trauen, etwas dagegen zu sagen. Hast du das auch schon mal erlebt? Dominique Giger [00:09:43]: Ja, natürlich. Also Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich glaube, Feedback und eine richtige Feedbackkultur zu etablieren, ist entscheidend bei Innovation. Und eben auch konstruktives Feedback geben. Aber ich glaube, wir müssen beide, Führungskraft und auch Mitarbeiter, wir müssen lernen, wie wir Feedback annehmen können, was Feedback ist, dass Feedback kein Geschenk ist, wie wir mit Feedback umgehen, aber auch eben, wie wir Feedback geben, dass es trotzdem eben konstruktiv ist, nicht zerstörend. Also dass es wirkl
Bianca Prommer [00:00:00]: In der heutigen Folge sprechen wir über die ISO 56000 Familie. Das ist ein aktuelles dynamisch wachsendes Normensystem rund das Innovationsmanagement. Was es genau ist, was da dazu gehört, wer es braucht, wer es auch nicht braucht und welche Kritikpunkte es dazu gibt, das erfährst du in der heutigen Podcast-Folge rund die ISO 56000. Lass uns direkt loslegen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Schön, dass du auch heute dabei bist, wenn es die ISO 56.000 geht. Ja, ich habe bereits Ende letzten Jahres, also Ende 2024, Anfang 2025, eine Podcast-Folge aufgenommen mit den 5 Trends im Innovationsmanagement. Und einen Trend, den ich dort vorgestellt habe, und ich verlinke dir die Folge in den Shownotes, ist die ISO 56001. Bianca Prommer [00:01:04]: Und über diese ISO 56001 ist eine zertifizierbare Innovationsmanagement-Norm, also da wird das gesamte Innovationsmanagement-System in einem Unternehmen zertifiziert. Gibt es erst seit kurzem, da sage ich gleich noch was dazu. Da habe ich schon gesagt, dass das sich durchsetzen wird. Wir stehen hier wirklich noch am Anfang und es gibt eine ganz wunderbare Podcast Folge mit dem Dennis Böcker, die ich dir auch in die Shownotes gebe, der da wirklich ganz genau erklärt, was steckt denn auch hinter dieser ISO 56001. Die ISO 56001 ist eine Norm innerhalb dieser ISO 56001 Familie. Und natürlich ist es berechtigterweise, stellt sich bei vielen die Frage, Bianca, braucht Innovation denn wirklich eine Norm? Ist es nicht ein Widerspruch? Norm hat so viel mit Bürokratie zu tun, so mit Starrheit und so viel Struktur und so. Und Innovation ist eigentlich genau das Gegenteil. War auch ein LinkedIn-Beitrag, den ich vor kurzem geteilt habe mit dieser Frage. Bianca Prommer [00:02:21]: Und es ist so spannend, weil es so unterschiedliche Sichtweisen gibt. Die einen, die sagen, ja, es ist ganz gut, so einen Leitfaden zu haben. Die anderen sagen, na ja, aber dadurch wird doch Genialität auch entsprechend ein bisschen eingeschränkt. Also wirklich diese Kreativität, die ja für Innovation notwendig ist. Und deshalb glaube ich, ist es einfach einmal gut, da einen Blick drauf zu werfen, was ist das überhaupt, was kann es, für wen ist es überhaupt und was sind denn wirklich so Kritikpunkte. Und deshalb habe ich mir gedacht, nehme ich doch da eine Folge dazu auf. Jetzt möchte ich auch noch dazu sagen, dass ich seit kurzem, aber eigentlich mittlerweile schon fast ein Jahr, tatsächlich Teil 1 Expertinnenrunde bin, die sich mit den Normen innerhalb dieser ISO 56000 Familie beschäftigt. Also es gibt hier einen technischen Ausschuss, den ISO TC 279 und das ist ein Ausschuss der Internationalen Organisation für Normung, also der ISO. Bianca Prommer [00:03:32]: Und da sind ganz ganz viele Expertinnen und Experten, also Expertinnen und Experten aus über 78 Nationen dabei und da bin auch ich dabei, hier Feedback auf neue Normen zu geben und vor allem ganz aktiv mitzugestalten. Und deshalb habe ich da auch ganz, ganz viele Einblicke in diese ISO-Normen, wie das entsteht, was da dahinter steckt, wie viel Expertise da dahinter steckt. Und das Schöne ist, wir arbeiten da in so einem internationalen Team und die sind so unterschiedlich. Also da sind ja wirklich welche aus Forschung und Wissenschaft dabei, da sind aber auch wirklich Leute aus den Unternehmen dabei, da sind Menschen dabei, die sich wie ich eher aus der Beraterinnenbrille damit beschäftigen. Das heißt, es sind so ganz ganz viele unterschiedliche Blickwinkelperspektiven, die zusammenkommen, hier ihre Expertise einbringen, damit hier Leitplanken und einen Leitfaden zur Verfügung zu stellen. Die ISO 56000, also diese Familie nennt man das, also Es gibt ja nicht nur die ISO 56000, sondern es gibt dann die 1001 und die 1002 und die 1003, 1004, 1005, was auch immer. Es gibt ganz, ganz viele. Es gibt die 5, die 7. Bianca Prommer [00:04:55]: Wir arbeiten im Hintergrund. Es gibt, wir arbeiten an der 11., wo es rund Kompetenzen im Innovationsmanagement geht. Es gibt dann auch noch, wir arbeiten ganz aktiv gerade an der ISO 56012, rund Innovationsökosysteme, da bin ich auch Teil davon. Also es gibt hier ganz, ganz viele verschiedene Normen innerhalb dieser ISO 56000 Familie. Begonnen hat das Ganze mittlerweile 2013. Dort wurde gestartet hier mittels Expertinnen und Experten einfach wirklich zu schauen, was braucht Innovationsmanagement. Und man hat dann einfach diese Experten und Experten zusammengebracht und hat ja mal begonnen, einfach Grundbegriffe und Konzepte festzulegen. Also die ISO 56000 beschäftigt sich immer mit Grundbegriffen und Konzepten. Bianca Prommer [00:05:53]: Die ISO 56001, die ist dann ziemlich neu entstanden, Denn davor ist noch die ISO 56002 entstanden, das war im Juli 2019, wo es einen Leitfaden für den Aufbau und die kontinuierliche Verbesserung von Innovationsmanagementsystemen geht. Das heißt, die ISO 56002 bietet wirklich einen Leitfaden, was braucht denn ein Innovationsmanagementsystem? Welche Komponenten stecken dahinter? Was braucht es hier wirklich, damit Innovation in einem Unternehmen funktioniert? Und daraus abgeleitet wurde dann am 10. September 2024, also circa ein Jahr her, also diese Folge geht am 12.9. Online. Das heißt, vor 2 Tagen hatte die ISO 56001 den ersten Geburtstag. Die ist am 10. September 2024 veröffentlicht worden und es ist die zertifizierbare Norm für Innovationsmanagementsysteme. Was bedeutet das vielleicht? Ist ein Unternehmen bereits ISO 9001 zertifiziert. Bianca Prommer [00:07:05]: Das ist so die Norm, die ganz ganz viele kennen, das ist die Qualitätsmanagementnorm. Also ich war ja lange Zeit in der Automobilindustrie und wir haben regelmäßig die ganzen Zertifizierungen, Audits, Rezertifizierungen gehabt und davon war eben die ISO 9001 im Qualitätsmanagement das, was halt immer wieder stattgefunden hat. Es gibt aber auch die ISO 14001 rund ums Umweltmanagement. Auch das ist etwas, was sich mittlerweile durchgesetzt hat und hier entsprechend auch bekannt ist. Und jetzt gibt es eben innerhalb dieses dieselben Logik von Management System Normen eben auch die ISO 56001 und da geht es das Innovationsmanagement innerhalb der Organisation. Das heißt, was braucht es hier, damit Innovation wirklich funktionieren kann? Und da ist es der springende Punkt, so ja, waren die Normen und mein Gott, das ist so bürokratisch. Ganz ehrlich, für mich ist diese Norm ein Leitfaden. Ein Leitfaden, der von Expertinnen und Experten entwickelt worden ist, zu zeigen, welche Bausteine es braucht, damit Innovation entwickelt und umgesetzt werden kann. Bianca Prommer [00:08:29]: Und da sind wir uns aber ganz ehrlich, scheitert es an ganz ganz vielen Stellen und in vielen Organisationen. Da wird viel Geld investiert in Workshops, es gibt Trainings rund Innovation, Design Thinking, Design Sprints, es werden wirklich Entrepreneurship Programme durchgeführt, Es wird viel investiert und am Ende des Tages schaut kaum was raus. Also die Leistung, mit denen ist kaum jemand zufrieden. Also wenn man so mit den Unternehmen spricht, die tun ganz, ganz viel im Innovationsbereich. Aber irgendwo bleiben dann die Ideen auf der Strecke. Gerade in der Umsetzung, das ist meistens immer etwas, was zusätzlich zum Tagesgeschäft ist, was nicht immer ganz so viel Priorität hat und dann bleibt es einfach auf der Strecke. Und diese ISO 56001 zeigt einfach auf, welche Bausteine es braucht, damit Innovation funktionieren kann. Also vom Kontext der Organisation über Leadership, Führung, natürlich die Prozesse, aber auch Ressourcen. Bianca Prommer [00:09:36]: Da steckt so viel dahinter, so ein ganzheitlicher Blick drauf und das kann man gut dafür nutzen, mal zu schauen, habe ich denn alles dort, wo es sein soll? Habe ich alles berücksichtigt? Wo sind meine Stärken, wo sind meine Schwächen und wo kann ich hier noch nachbessern. Genau darum geht es und das ist das, was für mich diese ISO 56000 und insbesondere eben auch die ISO 56001 bereitstellt. Also wirklich dieses, das ist es für mich, sagen wir es so, das ist es für mich, dieses, es zeigt mir einfach, was braucht es, damit Innovation im Unternehmen funktionieren kann. Und ich kann anhand dieser Leitlinien, dieses Leitfadens schauen, was habe ich schon und was habe ich noch nicht und was ist einfach der nächste Schritt. Geht noch nicht darum, dass man sich es unbedingt zertifizieren lassen muss, sondern dass man diese Normen wirklich dafür nutzt, das eigene Innovationsmanagement einmal systematisch strukturiert zu bewerten, zu schauen, wo stehen wir und dann entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Das ist nämlich 1 der großen Vorteile, die ich jetzt durch diese ISO 56000 sehe. Also wenn ich jetzt sage ISO 56000, ist immer diese ganze Normenden-Familie gemeint. Es ist für mich wirklich dieser Leitfaden für systematische Innovationsfähigkeit, weil du damit wirklich diesen Rahmen bekommst, den es braucht, Innovation gezielt zu fördern. Bianca Prommer [00:11:10]: Das ist das Erste. Das Zweite ist, ja, genauso wie jetzt, wenn ich so zurückdenke an die ISO 9001, da war es so, wenn du nicht zertifiziert warst, hast du bestimmte Kunden und Kundinnen gar nicht beliefern dürfen. Das war so mittlerweile dann so Standard, das hast du haben müssen, mit bestimmten Unternehmen überhaupt arbeiten zu dürfen. Und ich bin davon überzeugt, dass in einigen Jahren auch die ISO 56001 ein Imagefaktor und ein Wettbewerbsvorteil sein wird. Weil Wenn man darauf zertifiziert ist, zeigt man nach außen, wir haben ein Innovationsmanagementsystem aufgebaut, das ganzheitlich gedacht ist, das kann man nach außen sichtbar machen und das stärkt das Vertrauen bei Kunden, Investoren, Partnern und zeigt einfach, da passiert was. Man kann sich da auch wirklich als ein bisschen so einen Branchenpionier positionieren. Und erste Unternehmen beschäftigen sich jetzt schon damit. Also Vor allem in Deutschland gibt es erste Unternehmen, die sich mit der ISO 56001 auseinandersetzen und e
Bianca Prommer [00:00:01]: Hallo Eva, schön, dass du heute in meinem Podcast bist. Eva Novak [00:00:04]: Guten Morgen, ich freue mich auch sehr. Bianca Prommer [00:00:07]: Eva, wir kennen uns ja, ich würde sagen, ein halbes, dreiviertel Jahr über den New Work Wirbel, den wir ja dann gemeinsam auch im April dann veranstaltet haben und irgendwie sind wir dann auch so zum Quatschen gekommen, vor allem bei dem UBIT-Fest, also für uns Unternehmensberaterinnen und Berater. Und dann habe ich mir gedacht, naja, die Eva, die ist doch ganz spannend, die lade ich mir doch jetzt einfach mal den Podcast ein, weil du noch einmal einen ganz anderen Zugang auch zum Thema Innovation, Innovation möglich machen, Teamarbeit hast und darüber möchte ich ja heute mit dir sprechen. Aber bevor wir da ist gleich direkt einsteigen, Eva, Was sollten denn unsere Zuhörerinnen und Zuhörer über dich wissen? Eva Novak [00:00:51]: Ja, danke für die Einladung auf alle Fälle. Ich freue mich, dass ich heute mit dir darüber sprechen kann, was so in Teams abgehen kann. Ich selber bin Unternehmensberaterin, spezialisiert auf Fragen rund Personal und Organisation und was man vielleicht wirklich wissen sollte ist, aus meinem Werdegang heraus, Ich setze dort an, wo es Wirksamkeit im Arbeitsalltag geht. Das ist mir ganz wichtig, dass es darum geht, wie können Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gut und mit Freude leisten? Was braucht es dazu? Und von dem weg ergeben sich dann eigentlich die tatsächlichen Fragen. Geht es Teamentwicklung? Geht es die Organisation? Was braucht es? Wie ist das Mindset? Wie ist die Kultur da, gut arbeiten zu können? Und das macht mir richtig viel Freude. Bianca Prommer [00:01:44]: Was ist eine typische Fragestellung, mit dem jetzt Unternehmen auf dich zukommen, damit ich mir das besser vorstellen kann? Eva Novak [00:01:53]: Genau. Ja, ganz klassisch dort, wo der Schuh drückt. Wir würden uns als Vorberaterseite ja oft wünschen, dass es auch von der anderen Seite kommt. Wo können wir positiv hingehen? Aber natürlich ganz verständlich. Teams arbeiten nicht gut zusammen. Das ist die erste Frage. Was heißt gut? Es kommen keine Ergebnisse raus. Oder es ist so konfliktträchtig. Eva Novak [00:02:18]: Sie verstehen sich nicht. Die Arbeitsatmosphäre passt nicht. Was können wir hier tun? Und leider oder aus der betrieblichen Praxis heraus auch ganz oft sehr plakativ einfach, die tun nicht oder es funktioniert nicht, was auch immer dann. Und da gibt es dann hinzugreifen und zu schauen, was steht denn eigentlich wirklich dahinter. Bianca Prommer [00:02:44]: Und was steckt da häufig? Gibt es da etwas, was häufig dahinter steckt oder ist es sehr individuell? Eva Novak [00:02:51]: Nein, das ist auch genau das, was mir so viel Freude an diesem Job eigentlich macht und wo ich so auch ein bisschen meine Mission sehe. Ich habe jetzt auch, weil ich ja selber auch aus der Praxis komme, selber im Personalmanagement auch tätig war, es zeigt sich sehr oft, dass es völlig klar ist, wenn dann Konflikte da sind, dass komplette emotionale Überlagerung schon da ist. Und dass sehr vieles in einem ersten Schritt schon aufgeräumt werden kann, dass es oft an Wissen fehlt. Ja? Warum? Und da sagen wir schon, warum ist es emotional? Aus welchen Gründen welche Situation wo ist. Oft auch Theoriewissen fehlt, was für Fakten, für Daten dahinter stehen und das zweite auch ganz oft, dann ist oft auch einfach schlicht und ergreifend, das ist eben nicht so schlicht, an der Methodik fehlt. Wie kommuniziere ich? Wir werden uns zunehmend nicht aussuchen können, mit wem wir zusammen, als ganz normal, dass wir auch mit Personen zusammenarbeiten, die uns jetzt vielleicht weniger sympathisch sind, wo ich dem oder derjenige auch nicht sympathisch bin. Aber wir müssen es schaffen, arbeitsfähig zu sein. Und da sehe ich sehr oft, dass schon viel, viel, viel gewonnen werden kann, indem ich einfach die richtige Methodik beherrsche und insofern das ermöglichen kann. Bianca Prommer [00:04:11]: Spannend, was du sagst. Ich bin ja jemand, ich liebe ja Methodiken, weil sie einfach einen roten Faden geben, auch eine Sicherheit geben. Hast du da vielleicht schon nochmal so einen ersten Tipp für uns, welche Methodik da vielleicht auch helfen kann, wo man vielleicht auch mal ein bisschen nachschauen kann, womit man sich beschäftigen sollte vielleicht. Eva Novak [00:04:34]: Ja, vielleicht möchte ich noch einen Schritt zurückgehen. Für mich ist immer ganz wichtig, das habe ich auch so auch in der, ich sage jetzt in der HA, in der OE, Personalentwicklungsszene doch etwas kritisch beäugt in den letzten Jahren, ja ganz klar dieses Hinwenden zu wie es auch immer heißt Soft Skills, Personalkompetenzen und so weiter und so fort, weil das andere kann man lernen und da sind wir jetzt eigentlich beim Thema des heutigen Tages, dann sage ich, ja gut, richtig. Aber es muss auch gelernt werden. Also ich kann mich jetzt dem nicht mehr zuwenden und das ist für mich so ein Punkt, wo ich sage, nur Mut, ja ganz klar, Es gibt persönliche Eigenschaften, Kompetenzen, Fähigkeiten, die ich mitbringe, gut als Führungskraft arbeiten zu können, die mich eher befähigen, in einem Team eine gewisse Rolle einzunehmen. Aber das Handwerkzeug brauche ich trotzdem. Und nur Mut. Es kann gelernt und erlernt werden. Und für mich eine so eine Methodik, die ganz klar ist, ist dieses Kommunikationsset, sage ich, rund Fragetechniken. Eva Novak [00:05:50]: Also ich bekomme immer mehr drauf, ich sehe immer weniger. Jeder Satz hat zwar einen Kurikul, einen Teil Kommunikation, aber was steckt da wirklich dahinter? Welches Handwerkzeug nehme ich mit? Und da komme ich dann schon auch sehr oft in dieses Thema, das heißt, naja, also so wie du das jetzt so siehst, da fange ich ja dann an, Personen zu manipulieren. Ja, ist auch schon in diese Richtung gekommen. Und dann muss ich aber oder möchte ich ganz provokant fragen, ja was ist denn Führung eigentlich? Führung ist Menschen beeinflussen wollen und können, aber in diesem positiven Sinn auch das gemeinsame Ziel hinzubewegen. Und allein dieser Gedankengang zum Beispiel merke ich oft, ist bei vielen sehr neu und sehr spannend. Also dieses nicht nur beeinflussen, manipulieren wirklich eine Aufgabe der Führungskraft, von dem ich dafür tatsächlich Handwerkzeug habe, das ich nutzen kann. Bianca Prommer [00:06:48]: Spannend, was du sagst, weil manipulieren wird das ja häufig sehr negativ behaftet. Ich stülpe jemandem was drüber, was er eigentlich nicht möchte. Also wirklich dieser negative Touch von manipulieren. Aber so wie du sagst, also ich glaube auch, dass es genau darum geht, wir wollen ja im sinne des unternehmens ziele gemeinsam erreichen genau dafür bin ich als führungskraft ja auch mitverantwortlich gemeinsam mit meinem Team hier einen Beitrag zu leisten, damit diese Ziele möglich werden. Eva Novak [00:07:19]: Genau, ganz genau. Bianca Prommer [00:07:23]: Und deswegen, ich glaube dieses Manipulieren ist so negativ behaftet, aber es geht ihm wirklich gemeinsam in eine Richtung zu gehen, gemeinsam über Ziele überhaupt einmal zu sprechen, gemeinsam nachzudenken, wie können wir denn zusammenarbeiten, damit wir diese Ziele auch erreichen. Und du hast sehr schön gesagt, Fragetechniken. Ich werde auch ganz häufig gefragt, du Bianca, was ist die wichtigste Technik, was sollte ich unbedingt lernen, was ist die beste Innovationsmethode? Und ich habe schon mehrmals erwähnt, es sind Fragetechniken. Also für mich ist es nicht jetzt, du musst jetzt Ries machen, du musst das machen, sondern du musst gut in Fragetechniken sein. Da habe ich auch schon eigene Podcast-Folgen dazu gemacht, weil ich glaube, dass das wirklich das Grundwerkzeug ist, gute Fragen stellen zu können. Eva Novak [00:08:07]: Genau, gute Fragen zu stellen, stellen zu können und insofern offen und neugierig für neues, gierig nach Neuem zu sein und so wirklich neue Handlungsmöglichkeiten überhaupt aufzumachen, neue Perspektiven aufzumachen. Und das bringt mich jetzt auch zu diesem Punkt, wo ich auch ganz bewusst sage, das Handwerkzeug auf der einen Seite, auf der anderen Seite, was sind so diese Future Skills, von denen man spricht. Und da ist im Gespräch immer wieder überraschend, dass ich sage, Leute, es braucht Neugier. Neugier von dem her. Lebenslanges Lernen, das sind also diese Begrifflichkeiten, die da sind. Wobei für mich lebenslanges Lernen ja dann schon wieder das Tun ist, das aus der Neugier entspricht. Und genau da sind wir bei dem Punkt, kann ich als Führungskraft und jetzt möchtet ihr, das ist jetzt wieder die hierarchische Denke, ja, auch in einem selbst wirk-selbstorganisierten Team können wir gute, richtige Fragen stellen, die uns Neues eröffnen, ja, Und das Wichtige bei Neugier, jemand der neugierig ist, das bedeutet, wir kennen das ja alles. Wenn wir auf irgendwas neugierig sind, dann entdecken wir vielleicht etwas und dürfen gleich einmal einfach nur, das heißt nur, wir dürfen erstens staunen, meistens staunen wir zuerst. Eva Novak [00:09:37]: Das heißt, das ist auch was total Emotionales, was positiv Emotionales und dann bewerten wir erst oder gehen in ein Urteil, ob das jetzt passt oder nicht. Und das ist für mich so dieses Versprechen in die Zukunft, wenn ich neugierige Mitarbeiter und neugierige Führungskräfte habe. Das sind Menschen, die von vorneherein sagen, ich kann gar nicht alles wissen, Ich möchte Neues erfahren, weil ich glaube, dass mich das ins Staunen versetzt und ich dann erst auch urteile, passt das jetzt oder passt das nicht. Und das ist zum Beispiel auch so etwas, was jetzt in Kombination mit dem Handwerkzeug der Fragen extrem wirksam ist. Bianca Prommer [00:10:18]: Du hast jetzt einiges gesagt, wo ich gerne gleich mit dir weitersprechen möchte. Ich glaube auch, nur Fragetechniken alleine helfen nichts. Ich muss ja wirklich neugierig sein und auch offen sein, so wie du gesagt hast, diese Antworten auch wirklich hören zu wollen. Ja. Dann natürlich auch schnell einmal sagen, so, okay, w
Bianca Prommer [00:00:00]: Scamper, eine meiner absoluten Lieblings-Kreativitätstechniken zur Weiterentwicklung bestehender Produkte, Services und Prozesse. Und in der heutigen Folge teile ich mit dir, wie Scamper funktioniert und wie du Scamper auch in der Moderation gezielt anwenden kannst und welche Stolpersteine du hier vermeiden kannst. Lass uns direkt in die Folge einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Ja heute ist es wieder mal Zeit eine Kreativitätstechnik zu teilen und wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du ja, wie gern ich mit den verschiedensten Kreativitätstechniken arbeite. Und eine dieser Techniken ist Scamper. Scamper ist ein Akronym und jedes dieser Buchstaben steht für eine bestimmte Aufgabe, eine bestimmte Fragestellung. Und da gehe ich jetzt gleich noch darauf ein. Bianca Prommer [00:01:02]: Doch bevor wir da jetzt gleich tiefer reingehen, vielleicht noch einmal ganz kurz, wofür Scamper geeignet ist. Scamper benötigt, und du wirst es jetzt gleich sehen, wenn wir auf die Fragen eingehen, immer ein bestehendes Produkt, ein bestehendes Service, einen bestehenden Prozess, also irgendwas, was besteht, es neu zu denken oder besser zu machen. Das heißt, also beispielsweise du sagst, ich möchte unseren Innovationsprozess neu denken. Dann kannst du dazu Scamper verwenden oder ein Kunde von mir, die stellen Produkte her im Endkundensegment, so im Bereich Lebensmittel und dort haben sie immer wieder so Aufsteller, die an den Supermarktkassen stehen und den wollten sie neu denken. Oder ein anderer Kunde von mir wollte seinen Messestand neu denken und auch dazu ist Scamper großartig geeignet. Also immer dann, wenn du etwas Bestehendes neu denken möchtest. Und was ist Scamper jetzt? Scamper, wie gesagt, ist ein Akronym Und jeder Buchstabe steht für eine andere Denkrichtung. Also da stecken Fragestellungen dahinter, so kleine Leitfragen und sie helfen dir damit einfach eine neue Denkrichtung aufzumachen und dann wirklich neu zu kombinieren, neu zu denken. Bianca Prommer [00:02:34]: Und da möchte ich jetzt ein bisschen reingehen, wofür diese einzelnen Fragen stehen. Das S von Scamper steht für Substitute, also ersetzen. Da steckt die Frage dahinter, was können wir ersetzen? Was könnte man stattdessen nutzen? Wer kann stattdessen eingebunden werden? Welchen Prozess könnte man stattdessen nutzen? Welches andere Material könnte man nutzen? Machen wir ein ganz ein einfaches Beispiel. Stellt euch vor, die Fragestellung lautet, wie könnte man einen Einkaufswagen neu denken? Du siehst hier schon, wir starten mit 1 sogenannten How-Might-We-Frage. Wie könnten wir einen Einkaufswagen neu denken, neu gestalten? Und wenn wir Substitute, also Ersetzen, verwenden, dann könnten wir uns überlegen, gut, was könnte man mit einem Einkaufswagen ersetzen? Das Material, der ist klassischerweise irgendwie aus Metall. Naja, vielleicht könnte man den ja ersetzen durch ein anderes Material. Kunststoff, Holz, Glas. Also welches Material könnte man hier stattdessen verwenden? Du kannst aber auch einzelne Bauteile ersetzen. Bianca Prommer [00:03:50]: Beispielsweise könntest du die Räder des Einkaufswagens ersetzen. Naja, wie? Das könnte irgendwie eine Art Hoverboard sein oder über ein Schienensystem sein oder es schwebt. Also da gibt es unterschiedliche Ansätze, was man hier ersetzen kann. Also das S steht für Substitute. Das C steht für Combine, also kombinieren. Was lässt sich kombinieren? Was kann kombiniert werden? Was kann man miteinander mischen? Welche Teile kann man miteinander verbinden? Oder auch welche Zwecke könnte man kombinieren? Gut, bleiben wir beim Einkaufswagen. Also der Einkaufswagen, was könnte man hier kombinieren? Man könnte vielleicht die 4 einzelnen Räder kombinieren und ein großes machen draus. Oder man könnte beispielsweise auch kombinieren, da gibt es ja meistens so diese Sitze, wo man die Kinder hineinsetzen kann, den könnte man vielleicht kombinieren mit irgendeiner Art Spiel. Bianca Prommer [00:04:57]: Da kennen wir dann ja auch schon die Einkaufswegen, die dann so vorne wie ein kleines Auto aussehen. Also was lässt sich kombinieren? Das C, combine. Das A steht für adapt. Also was kann angepasst werden? Was kann übertragen werden? Gibt es etwas von anderen bestehenden Produkten, das man vielleicht hier anwenden kann? Gibt es vielleicht ähnliche Problemstellungen, die man hier anwenden kann? Also was genau kann hier angepasst werden, im Sinne von übertragen werden. Beispielsweise sagt man, es gibt ja zum Beispiel auch diese Scheibetruden, die man im Garten verwendet, die sind so aufgebaut, dass sie 3 Räder haben. Vielleicht könnte man auch im Einkaufswagen irgendwas mit diesen 3 Rädern machen, also mit diesem System vorne ein, Rad 2, hinten. Oder, das könnte man noch übertragen, ja, diese selbstfahrenden Rasenmäherroboter, Vielleicht kann man auch das auf einen selbstfahrenden Einkaufswagen übertragen. Also das steht hier für Adapt. Bianca Prommer [00:06:09]: Dann gibt es das M steht für Modify. Das Modify steht für, was lässt sich verändern und auch im Hinblick auf ganz groß machen oder ganz klein machen, also auch im Sinne von, was könnte man hier übertreiben. Also beispielsweise, du könntest die Räder viel größer machen, die blockieren doch meistens, Die lassen sich schwer lenken, vor allem wenn du jetzt viele Dinge in deinem Einkaufswagen hast, dann ist das meistens sehr schwer zu lenken oder wenn es dann so am Parkplatz bei uns im Supermarkt, ich gehe ganz, ganz häufig bei uns in einem Supermarkt einkaufen und wenn du dann Richtung Parkplatz gehst, dann ist da so eine kleine Schräge drinnen und du musst aber gleichzeitig die Kurve und diese Schräge und es ist dann ziemlich anstrengend und schwierig, diesen Einkaufswagen zu lenken und da könnte man jetzt überlegen, was kann ich modifizieren, was kann ich hier besser machen? Vielleicht sind es einfach größere Räder. Oder wie kann ich es leichter machen? Also welche Materialien brauche ich? Also du siehst, das kombiniert man dann schon wieder fast mit Ersetzen, also mit diesem Substitute. Aber was kann hier wirklich modifiziert werden? Welche Einzelteile könntest du modifizieren? Welche Farben könntest du modifizieren? Dann kommen wir zum P. P steht für put to another use. Wie könnte dieses Produkt noch anders verwendet werden? Und wir haben das wirklich mal in einem Workshop durchgespielt mit diesen Einkaufswegen und da sind dann auch so Ideen gekommen, man könnte Blumentöpfe daraus machen. Es gibt ja auch so Gärten, wo schon so Einkaufswagen so quasi wirklich als kleines Hochbeet verwendet werden. Bianca Prommer [00:07:55]: Also wie könnte man dieses Produkt, diesen Prozess noch anders einsetzen? Das E steht für eliminate, im Sinne von weglassen. Was könnte weggelassen werden? Also wenn du den Einkaufswagen nimmst, was passiert, wenn wir die Räder weglassen? Was passiert, wenn wir diesen Griff weglassen? Was passiert, wenn wir diese Sitzmöglichkeit für Kinder weglassen? Was ist, wenn wir den ganzen Einkaufswagen weglassen? Wie können wir dann diese Funktion 1 Einkaufswagens auf eine andere Art und Weise erfüllen? Und ich finde gerade das super spannend. Vor allem dann mit dieser Frage, was ist, wenn wir den ganzen Einkaufswagen weglassen? Was passiert dann? Was erfüllt denn diese Funktion? Auf welche neuen Ideen kommen wir? Und das R steht für reverse. Da geht es darum, etwas neu anzuordnen. Was passiert, wenn wir etwas umkehren? Was könnte man neu probieren? Also wenn die Räder nicht mehr unten sind, sondern oben wären. Wenn der Griff nicht mehr vor einem ist, sondern vielleicht auf der Rückseite montiert ist. Also was passiert, wenn wir Dinge neu anordnen? Das steht für dieses Reverse. Also Scamper steht noch einmal zusammengefasst für Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to another use, Eliminate und Reverse. Bianca Prommer [00:09:28]: Und wie du siehst, Scamper braucht halt wirklich diese Basis, weil es nichts ist, womit man jetzt komplett in die Neuentwicklung geht, sondern wir brauchen etwas, was schon besteht. Also wie könnten wir ein bestehendes Produkt, einen bestehenden Prozess, ein bestehendes Service, ein bestehendes Geschäftsmodell neu denken, neu gestalten. Und das ist auch, warum ich Scamper wirklich gerne verwende, weil es sehr, sehr strukturiert ist. Du hast diese Buchstaben, du kannst, also ich bereite es dann oftmals so auch für Kleingruppenaufgaben vor, dann bekommen Sie diese Buchstaben mit ein paar Leitfragen, die kann man super in Kleingruppen ohne Moderation verwenden. Das ist einfach wirklich etwas, womit du sehr strukturiert arbeiten kannst und dadurch entstehen oftmals ja nicht nur Verbesserungsideen, sondern auch komplett neue Ideen. Und es ist einfach sehr, sehr einfach in der Anwendung. Was mir wichtig ist, was ich dir mitgeben möchte. Ein Tipp, bitte bleib so lange wie möglich bei einem Buchstaben. Bianca Prommer [00:10:34]: Ich erlebe es immer wieder in den Teams, dann fällt einem zu zum Beispiel put into another use, niemandem was ein und dann wird sofort weitergegangen zum nächsten Buchstaben. Nein, wir sind hier im Divergenten-Denken. Divergentes Denken heißt Quantität vor Qualität, das heißt es geht darum, so viele Ideen wie möglich zu holen. Und deshalb arbeite ich Buchstaben für Buchstaben ab und wirklich hier im Divergenten denken. Das heißt, ich bleibe hier, ich erzwinge schon fast Ideen für einen dieser Buchstaben. Also mein Tipp, bleib wirklich pro Buchstaben mindestens einmal so 3 bis 5 Minuten dabei, weil ich merke, dass da so oft drüber gesprungen wird, weil einem nicht sofort was einfällt. Deshalb gibt es da auch diese Unterfragen, diese Light Fragen, die du da einfach gut verwenden kannst. Und dann ein zweiter Tipp, weil es auch immer wieder vorkommt, ja gehört das selbst zu Modify oder ist es nicht eher Combine oder ist es nicht eher Reverse? Ganz ehrlich, völlig egal. Bianca Prommer [00:11:44]: Es ist doch völlig egal unter welchen Bu
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