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AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt
AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt
Author: Stiftung Schweizerische Text Akademie
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© Stiftung Schweizerische Text Akademie
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Das Podcast-Format «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» der Schweizerischen Text Akademie erörtert, wie Artificial Intelligence uns Menschen im Alltag dient oder bedroht und wie AI unsere Arbeitswelt verändert.
IMPRESSUM
Stiftung Schweizerische Text Akademie
Prof. Dr. Ivo Hajnal, Stiftungsratspräsident
Redaktion: Christoph Soltmannowski, Chefredaktor; Rolf Pfister, Director Research Lab42, wissenschaftliche Beratung. Franco Item, Mitglied Vorstand Science City Davos, inhaltliche Koordination.
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40 Episodes
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Die Schweiz steht bei Artificial Intelligence zwischen Aufbruch und Zurückhaltung. Sarah Levy, Swisscom, erklärt Chancen, Hürden und warum digitale Souveränität jetzt entscheidend ist. Sarah Levy ist bei Swisscom für die Swiss AI Platform zuständig. Die Anwältin mit MBA und Expertin für digitale Transformation gibt im Gespräch mit Christoph Soltmannowski Einblicke, wie Swisscom AI nutzt und welche Herausforderungen die Schweiz bei der AI-Adoption hat. AI bei Swisscom: Vom Kundenservice zur Netzoptimierung Swisscom setzt AI bereits vielfältig ein: Der virtuelle Assistent «Sam» bearbeitet jährlich über 13 Millionen Kundenanrufe und 850'000 Chats, oft selbstständig. Mitarbeitende profitieren von AI beim Programmieren oder bei Wissensabfragen. Im Hintergrund optimiert AI Netzwerke, Antennen und Rechenzentren. Mit Investitionen von über 100 Millionen Franken will Swisscom AI in den nächsten Jahren weiter ausbauen – in der Schweiz und Italien. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Swiss AI Platform, die in Schweizer Rechenzentren läuft, höchste Datenschutzstandards erfüllt und Unternehmen modulare Werkzeuge für AI-Anwendungen bietet.Schweizer AI-Landschaft: Potenzial mit Hürden «Kurzfristig überschätzen wir den Nutzen, langfristig unterschätzen wir ihn», betont Levy. Viele Schweizer Unternehmen stecken in der Pilotphase. Fehlendes Know-how, Datenschutzbedenken und Kosten bremsen die flächendeckende Einführung. Im Vergleich zu internationalen Firmen, die oft experimenteller vorgehen, legt die Schweiz Wert auf Qualität und Sicherheit. Das führt zu nachhaltigen, aber langsameren Fortschritten. Digitale Souveränität ist hier ein Schlüssel, um Abhängigkeiten von ausländischen Modellen, Daten und Infrastrukturen zu reduzieren und macht insbesondere dort Sinn, wo sensitive Daten im Spiel sind. Verantwortungsvolle AI und Souveränität Verantwortungsvolle AI bedeutet für Sarah Levy Transparenz, Fairness und Sicherheit. Modelle müssen nachvollziehbar entscheiden und dürfen niemanden diskriminieren. Die starke Abhängigkeit von KI-Technologien – sowohl bei der Infrastruktur als auch bei Modellen, die überwiegend aus dem Ausland stammen – kann Risiken bergen, denen wir uns bewusst sein sollten. Geopolitische Entwicklungen könnten den Zugang zu zentralen Ressourcen beeinflussen oder als Verhandlungsmasse genutzt werden.Schweizer Sprachmodell Apertus: Ein Schritt zur Souveränität Das im September 2025 lancierte Sprachmodell Apertus, das von ETH und EPFL entwickelt wurde, ist ein Meilenstein. Dieses Open-Source-Sprachmodell berücksichtigt unter anderem auch Romanisch. Swisscom hostet es in sicheren, ISO-zertifizierten Rechenzentren und ermöglicht eine einfache Integration für KMU und Grossunternehmen. «Es ist kostengünstig und niederschwellig», sagt Sarah Levy. Das Modell stärkt die Souveränität und könnte auch im deutschsprachigen Raum Vorteile bieten. Rolle der Swisscom: Innovationstreiber im Ökosystem Swisscom sieht sich als Gestalterin desSchweizer AI-Ökosystems. «Unser Ziel ist, AI in den Alltag zu bringen», betont Levy. Dazu gehören die Unterstützung bei der Identifikation von sinnvollen KI-Lösungen, die Beschleunigung von Pilotprojekten, sowie die erfolgreicheAdaption und Skalierung. Intern fördert Swisscom Vertrauen durch Schulungen und Transformationsmanagement, extern durch zugängliche Lösungen.Ausblick: Eine souveräne KI-ZukunftIn fünf Jahren soll die Schweiz eine führende Rolle in der souveränen AI einnehmen. «Wir sollten nicht nur Konsumenten sein, sondern aktiv gestalten», sagt Levy. Die Swiss AI Platform und das Sprachmodell Apertus könnten ein Vorbild werden. Levys Vision ist es, dass KI als täglicher beruflicher und persönlicher Wegbegleiter – als Assistent, künftig als Agent - den Alltag vereinfacht und Menschen befähigt, kreative Innovationen zu treiben, indem sie Zeit für echte menschliche Interaktionen schafft und die Schweiz in der souveränen Nutzung von KI an die Spitze bringt.
Stéphanie Kioutsoukis ist eine führende Unternehmerin und Innovationsexpertin aus Biel, die sich auf Artificial Intelligence, Organisationsentwicklung und strategische Innovation spezialisiert hat. Als Gründerin und CEO von zwei Unternehmen – Fresh Strategy und Fresh Solutions AI – hat sie sich als einflussreiche Stimme in der Schweizer und internationalen AI- und Innovationslandschaft etabliert.Stéphanie Kioutsoukis vertritt die zentrale These, dass Technologie und KI lediglich Werkzeuge sind, während die eigentliche Transformation im menschlichen Mindset beginnen muss. Sie beobachtet, dass uns oft noch die Vorstellungskraft fehlt, wie AI über die blosse Beschleunigung bestehender Aufgaben hinaus völlig neue Geschäftsmodelle ermöglichen kann. Daher sei Experimentierfreude («Trial and Error») unerlässlich, um diese Potenziale zu erschließen.Eindringlich warnt die Expertin vor einer Verbotskultur in Unternehmen. Da Mitarbeitende KI-Tools zur Arbeitserleichterung ohnehin nutzen, führen Verbote lediglich zu riskanter Schatten-IT auf privaten Geräten. Stattdessen sollten Firmen klare Rahmenbedingungen schaffen und Schulungen anbieten, damit sich Mitarbeitende «die Hände schmutzig machen» können, ohne bestraft zu werden. Unter dem Begriff «Rewire the Organization» erklärt Kioutsoukis, dass Organisationen ihre Workflows und Strukturen grundlegend neu denken müssen, um «AI-native» zu werden.Für die nahe Zukunft, insbesondere ab 2026, prognostiziert Stéphanie Kioutsoukis den Durchbruch von AI-Agenten, die ganze Prozessketten autonom übernehmen, sowie Fortschritte bei «Embedded AI» in der Robotik. Dennoch bleibt der Mensch unverzichtbar: Während KI analytische Fleißarbeit besser erledigt, verschiebt sich die menschliche Wertschöpfung auf kreative Lösungsfindung, Empathie und soziale Interaktion – Bereiche, die eine KI nicht ersetzen kann. Abschliessend appelliert Kioutsoukis besonders an Schweizer KMU, ihre kulturelle Zurückhaltung abzulegen und sich aktiv mit der Technologie auseinanderzusetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.Stéphanie Kioutsoukis auf LinkedIn: / skioutsoukis Fresh Strategyhttps://freshstrategy.ch/
Wie bereiten wir uns auf eine Arbeitswelt vor, in der KI nicht mehr wegzudenken ist? In dieser Folge erklärt Roger Oberholzer, Mitinitiator von EinstAIn, warum fundamentales Technologieverständnis wichtiger ist als Tool-Wissen – und warum Antizipation zur entscheidenden Überlebensstrategie wird.Roger Oberholzer, Partner und Academy Lead bei Kuble AG, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, wie Menschen und Organisationen den KI-Wandel nicht bloss erleiden, sondern aktiv gestalten können. Als Mitinitiator von EinstAIn – dem neuen Thinktank des Verbands Angestellte Schweiz – setzt er auf einen paritätischen Ansatz: Wissenschaft, Unternehmen und Betroffene gemeinsam an einem Tisch, um die Zukunft der Arbeit zu antizipieren, bevor sie einfach passiert.Im Gespräch mit Moderator Christoph Soltmannowski skizziert er, was diese Transformation von früheren Umbrüchen unterscheidet – und warum diesmal die Geschwindigkeit das eigentliche Problem ist.Grundlagen statt Tool-HoppingViele Unternehmen schulen ihre Mitarbeitenden im Umgang mit einzelnen KI-Applikationen. Oberholzer hält das für zu kurz gedacht: Wer nur die Bedienung eines Tools kennt, verliert bei der nächsten Modellgeneration sofort wieder den Anschluss. Entscheidend sei ein grundlegendes Verständnis der Technologie – wie sie funktioniert, wo ihre Grenzen liegen, welche Risiken sie birgt. In den Trainings von Kuble werden deshalb zuerst die Grundlagen vermittelt, bevor konkrete Anwendungen ins Spiel kommen. Das nehme Ängste, erhöhe die Motivation – und schaffe Resilienz gegenüber dem nächsten Wandel.Die Halbwertszeit von Erfahrung sinkt rapideLebenslanges Lernen war schon länger ein Thema – aber seine Dringlichkeit hat eine neue Qualität erreicht. «Ich kann heute etwas testen, finde, das funktioniert nicht. Und in einem Monat ist es bereits gelöst», sagt Oberholzer. Erfahrungen veralten schneller als je zuvor. Das erfordert eine Agilität, die sowohl Individuen als auch Organisationen fordert: Weiterbildung ist keine Aufgabe allein des Arbeitgebers oder des Einzelnen mehr, sondern eine geteilte Verantwortung. Initiativen wie EinstAIn wollen genau diesen Dialog strukturieren – mit Denkanstössen, Szenarien und konkreten Orientierungsangeboten für Angestellte wie für Unternehmen.Der Videopodcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt», moderiert von Christoph Soltmannowski, wird produziert von der Stiftung Text Akademie. Monatlich erscheinen zwei Folgen, auf Spotify, YouTube und den grösseren Podcast-Plattformen.
In dieser Folge des Podcasts «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» diskutiert Moderator Christoph Soltmannowski mit der Strategie-Expertin Barbara Schwede über die tiefgreifenden Veränderungen unserer Sprache durch Artificial Intelligence (AI oder KI, Künstliche Intelligenz). Während die Technologie den Zugang zur schriftlichen Kommunikation demokratisiert, warnt die Expertin vor einem schleichenden «sprachlichen Einheitsbrei» und dem Verlust kultureller Identität.Die Sprache ist das Betriebssystem unserer Gesellschaft. Doch was passiert, wenn dieses System zunehmend von Algorithmen umgeschrieben wird? Barbara Schwede, Dozentin und Inhaberin einer Agentur für digitale Strategie, blickt im Gespräch mit Moderator Christoph Soltmannowski auf eine Entwicklung, die weit über blosse Effizienzsteigerung hinausgeht.KI fungiert heute in erster Linie als Werkzeug der Demokratisierung. Menschen, denen es bisher schwerfiel, Gedanken präzise zu strukturieren oder komplexe Sachverhalte zu formulieren, erhalten durch KI-Tools eine Stimme, die «perfekt geschliffen» klingt. Diese Inklusion ermöglicht eine breitere Teilhabe an öffentlichen Diskursen und baut Barrieren ab.Doch diese neue Leichtigkeit hat ihren Preis: den Verlust der Einzigartigkeit. Schwede beobachtet eine zunehmende Vereinheitlichung. KI-Texte folgen oft den gleichen Mustern: typische Bulletpoints, Dreierfiguren bei Adjektiven und ein immer ähnlicher werdender Aufbau. Die Expertin geht sogar so weit, dass sie ihren eigenen Schreibstil anpasst, um nicht nach «Maschine» zu klingen – so verzichtet sie mittlerweile zum Beispiel bewusst auf Bindestriche, weil diese für sie heute nach einem typischen KI-Duktus aussehen.Ein zentraler Kritikpunkt im Podcast ist der Umgang mit der Verantwortung. Die Perfektion der KI-Outputs verleitet dazu, in einen «geistigen Schlummermodus» zu verfallen; Texte werden unreflektiert übernommen.Hier zieht Barbara Schwede eine klare rote Linie: «Solange mein Name unter einem Text steht, muss ich dafür einstehen können». Die Verantwortung für Fakten und die ethische Einordnung bleibt eine rein menschliche Domäne. Besonders in der Krisenkommunikation oder bei juristischen Themen sei menschliche Kontrolle absolut unerlässlich.Gutes Texten bleibt HandarbeitFür die Medienbranche und die Unternehmenskommunikation bietet KI enorme Chancen zur Automatisierung repetitiver Aufgaben, wie etwa die Aufbereitung von Inhalten für verschiedene Kanäle oder einfache Übersetzungen. Dennoch bleibt gutes Texten laut Barbara Schwede Handarbeit: Tiefgehende Recherche, das Einfühlen in emotionale Kontexte und eine klare Haltung lassen sich (noch) nicht durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen ersetzen.Marken stehen vor der Herausforderung, trotz KI-Unterstützung ein eigenes Profil zu behalten. Während KI häufig Ecken und Kanten «weichspült», entsteht Aufmerksamkeit gerade durch humorvolle Stolpersteine oder dialektale Feinheiten – Elemente, bei denen die KI oft versagt.Verflachung drohtBesorgniserregend ist laut Schwede die kulturelle Verflachung. Da viele Modelle auf englischsprachigen Daten basieren, gehen lokale Referenzen, spezifische Sprichwörter und die spielerische Freude an der Sprache oft verloren. «Ich habe manchmal das Gefühl, der Spaß an der Sprache geht ein bisschen verloren», so Schwede im Podcast.Die Zukunft der Sprachberufe sieht Schwede in einer massiven Konsolidierung. Während das Auftragsvolumen für einfache Übersetzungen bereits radikal auf ein Zehntel geschrumpft ist, gewinnen strategische und kuratorische Fähigkeiten an Bedeutung. Die Rolle des Menschen wandelt sich vom reinen Texter zum kritischen Kurator, der den Output der Maschine steuert, prüft und mit individueller Kreativität veredelt.Website von Barbara Schwede:Die Schwedin.
Effizienz-Turbo oder Kreativitäts-Killer? Visual-Effects-Profi Frank Petzold über Artificial IntelligenceDie Filmbranche erlebt durch Artificial Intelligence einen Umbruch, der an die Euphorie des Atomic Age der Fünfzigerjahren erinnert. VFX-Experte Frank Petzold spricht in dieser Folge über die Ambivalenz neuer Tools, den Schutz von Künstlerrechten und warum das analoge Handwerk in einer digitalen Welt wichtiger wird denn je.Frank Petzold gehört zur Oberliga Hollywoods, was Special Effects betrifft. Mit Mitwirkungen an Blockbustern wie «Starship Troopers», «The Ring» oder «The Legend of Tarzan» und als Visual Effects Director von «Im Westen nichts Neues» (dafür erhielt er u.a. eine Oscar-Nomination und den Deutschen sowie den Europäischen Filmpreis) hat er die visuelle Sprache des modernen Kinos mitgeprägt. Im Gespräch mit Christoph Soltmannowski beleuchtet er nun ein Thema, das die Branche spaltet: Artificial Intelligence.KI – ein zweischneidiges Schwert der Innovation? Frank Petzold betrachtet die aktuelle KI-Entwicklung als «zweischneidiges Schwert»: Er warnt vor einer Überhitzung wie im «Atomic Age», da ein zu hohes Tempo den Blick für den sinnvollen Einsatz trüben könne. In der Postproduktion erweist sich die Technik jedoch bereits als Gewinn, indem sie mühsame Routineaufgaben wie Rotoscoping oder Kameratracking automatisiert. Zudem dient sie als effizientes Werkzeug für Layouts und Inspiration, um etwa in Sekundenschnelle verschiedene Hintergrundvariationen zu entwerfen.Die «Black Box» und der Verlust der KontrolleTrotz der Geschwindigkeitsvorteile sieht der Experte Risiken in der mangelnden Kontrollierbarkeit. Viele KI-Plattformen fungieren als «Black Box» – man weiss nicht genau, was unter der «Motorhaube» passiert. Für einen Visual Effects Director ist dies problematisch, da er für konsistente Ergebnisse über hunderte von Kameraeinstellungen hinweg garantieren muss.Besonders kritisch wird die Entwicklung beim Thema Deepfakes und dem Schutz von Schauspielern. In Hollywood regt sich Widerstand, da Stars wie Robert Downey Jr. bereits komplett digital gescannt wurden. «Da muss man den Deckel draufnehmen und Filter einbauen, um den Missbrauch von Stimme und Aussehen zu verhindern», fordert Petzold.Warum die «Seele» nicht berechenbar istEin zentraler Punkt des Gesprächs ist die Unersetzbarkeit menschlicher Kreativität. Petzold betont, dass echte Kunst von Spontaneität und Fehlern lebt. Visual Effects seien dann am besten, wenn sie eine «Seele» haben und Details eine tiefere Bedeutung im Storytelling übernehmen. So wie die subtilen Flugzeugkämpfe im Hintergrund von Im Westen nichts Neues, welche die ständige Präsenz des Krieges fühlbar machten.Frank Petzolds Rat an die nächste Generation: Das Handwerk von der Pike auf lernen. Trotz aller KI-Plugins bleibt das Verständnis für Optik, Licht und analoge Fotografie die Basis für Qualität. Frank Petzolds Showreel: https://vimeo.com/788279534?share=copy
Wie emotionalisiert man ein Produkt, dem Konsumenten jährlich nur sechs Minuten Aufmerksamkeit schenken? Joel Samsinger, CEO von Moost, bringt die abstrakte Energiewende mit kreativer Kommunikation und KI-Psychologie in die Haushalte. Um den Stromverbrauch bis 2035 um 13 % zu senken, setzt Moost auf Behavioral Design.Wie macht man ein Low-Involvement-Gut wie Strom zum digitalen Erlebnis? Im Gespräch mit Christoph Soltmannowski erklärt Joel Samsinger, CEO von Moost, wie er die Sechs-Minuten-Herausforderung knackt: Da Haushalte pro Jahr kaum Zeit für Energiefragen aufwenden, setzt Moost auf eine kreative Mischung aus Psychologie und KI. Statt abstrakter Sparappelle nutzt die Software präzises Profiling, um das individuelle Nutzungsverhalten zu verstehen und emotionale Anreize wie den «Joyful Impact» zu schaffen. Konkret heisst das: Statt mit dem erhobenen Zeigefinger zu drohen, motiviert Mos durch positives Feedback zu Ersparnissen und Fortschritten.Die Strategie: Psychologie vor TechnologieEin zentrales Instrument dieser Verhaltenssteuerung ist die Gamification. Nutzer werden durch spielerische Elemente wie «Streaks» motiviert, ihren Verbrauch aktiv zu steuern – eine Methode, die gemäss Singer besonders bei kompetitiven Zielgruppen für hohes Engagement sorgt. Wie bei Fitness-Apps werden die User für ihre Anstrengungen belohnt. Hier konkret, wenn sie ihren Stromverbrauch kontinuierlich reduzieren.Branding-Takeaway: Vertrauen durch DiskretionDa Konsumenten laut Erfahrungswerten irgendwann Vorschläge leid sind, kommuniziert Moost heute verstärkt den Wert der unsichtbaren Automatisierung. Dieser technologische Eingriff erfordert ein Höchstmass an kommuniziertem Vertrauen.Joel Samsinger auf LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/jsamsinger/Website Moost:https://www.moost.io//TIMESTAMPS/Herausforderungen der Energiewende (00:00:53)Motivation der Haushalte und Rolle der Energieversorger (00:01:47)Flexibilität und E-Autos als Herausforderung (00:03:01)MOOST als SaaS-Lösung für Energieversorger (00:05:02)Joyful Impact und Nutzerfeedback (00:05:59)Einsatz von KI und Profiling (00:06:58)KI analysiert Stromnutzungsdaten, um Haushaltsprofile zu erstellen und Optimierungspotenziale zu erkennen.Automatisierung und Steuerung von Geräten (00:08:22)Gamification zur Verhaltensänderung (00:10:45)Einsatz von Gamification-Elementen wie Streaks, um Nutzer zu motivieren.Kompetenzaufbau und Bewusstseinsförderung (00:12:40)Datenschutz und Pseudonymisierung (00:13:31)Opt-in und Regulatorik (00:14:47)Nutzer müssen aktiv zustimmen, damit ihre Daten für Optimierung genutzt werden.Internationale Regulierung und Netzanschluss (00:15:39)Energieverbrauch von KI und Effizienz (00:16:56)Diskussion über den Energieverbrauch von KI und die EZukunft der Datenerfassung und Messung (00:19:35)Technologie vs. Psychologie im Unternehmen (00:22:33)Bedeutung von technologischem und psychologischem Know-how für den Unternehmenserfolg.Karriereempfehlungen für junge Menschen (00:24:14)Empfehlung, das zu studieren, was Spass macht, da Spezialisierung wichtiger wird.Learnings und Herausforderungen bei MOOST (00:25:02)Wichtige Erkenntnisse und Herausforderungen aus fünf Jahren Unternehmensentwicklung.KI-Trend und Auswirkungen auf MOOST (00:26:22)Wie der KI-Trend die Nachfrage nach MOOST-Lösungen beeinflusst hat.Regulierung und Kontrolle von KI (00:27:54)Warum MOOST auf regelbasierte Steuerung setzt und generative KI nicht autonom agieren darf.Marktentwicklung und Akzeptanz (00:29:41)Energieknappheit und Verteilungsprobleme (00:31:16)Das Hauptproblem ist die gleichzeitige Nutzung von Strom, nicht die absolute Menge.Chancen und Risiken der KI (00:33:00)KI bietet viele Chancen, birgt aber auch Risiken, die verantwortungsvoll adressiert werden müssen.Kernfusion und kurzfristige Herausforderungen (00:33:52)Kernfusion ist noch weit entfernt, kurzfristig müssen andere Lösungen gefunden werden.
In dieser Podcastfolge spricht Christoph Soltmannowski mit dem Experten für globale Skalierung und Tech-Pionier MarkTurrell, der unter anderem durch das World Economic Forum (WEF) bekannt wurde. Das Gespräch beleuchtet, wie Künstliche Intelligenz die Produktivität revolutioniert und die Gesellschaft grundlegend umgestaltet.Turrell teilt seine beeindruckende persönliche Erfahrung: Durch den gezielten Einsatz von KI-Tools konnte er seine Effizienz in diesem Jahr um das Zwanzigfache steigern. Die beiden diskutieren die tiefgreifenden Auswirkungender KI-Adaption auf verschiedene Branchen, die Herausforderungen für den traditionellen Arbeitsmarkt und wie KI alles transformiert – von Geschäftsabläufen bis hin zu kreativer Arbeit. Ein weiteres Thema ist Turrells «UnDavos»-Bewegung, die darauf abzielt, den Zugang zu einflussreichen Netzwerken und Vordenkern während der Woche des Weltwirtschaftsforums zu demokratisieren.Über den Gast:MarkTurrell ist eine globale Instanz für Skalierung und ein vomWorld Economic Forum anerkannter Technologie-Pionier. Er gründete die „UnDavos“-Bewegung, die während der Davos-Woche ein Alternativprogramm schafft, um den Zugang zu hochkarätigen Diskussionen und Networking zu öffnen. Turrell organisiert Grosskonferenzen, darunter ein Event mit 3'000 Teilnehmenden in Davos, und legt den Fokus dabei auf Taten statt nur auf Dialog. Die wichtigsten Themen der Diskussion:1. Die KI-gestützte ProduktivitätsrevolutionTurrell demonstriert die transformative Kraft der KI anhand seines eigenen Beispiels: Er ist innerhalb eines Jahres 20-mal produktiver geworden. Er kann heute 150 Kontakte pflegen statt nur 10, 20 bis 30 Projektvorschläge erstellen statt nur einen und komplexe Recherchen in verschiedenen Fachgebieten in Stunden statt in Tagen durchführen. Dieser Sprung resultiert aus der Nutzung fortschrittlicher KI-Tools für Recherche, Personalisierung und Content-Erstellung.2. Die bevorstehende BeschäftigungskriseDie Gesellschaft steht vor einer schwierigen Übergangsphase von 10 bis 15 Jahren, da KI traditionelle Arbeitsplätze in allen Branchen verdrängen wird.Die Ausbildung und Berufserfahrung der meisten Menschen hat sie nicht darauf vorbereitet, KI-Tools effektiv zu nutzen. Wer sich jedoch anpasst, wird dramatisch produktiver. Turrell schätzt, dass er für sein aktuelles Arbeitspensum eigentlich 15 bis 20 Mitarbeitende beschäftigen müsste, tatsächlich aber nur zwei benötigt – ein deutliches Zeichen dafür, wie KI-Nutzung die Schaffung neuer Stellen bremsen kann, selbst wenn Unternehmen wachsen.3. Grenzen der KI und QualitätskontrolleAktuelle große Sprachmodelle (LLMs) basieren auf Wahrscheinlichkeiten, was sie zu einer „approximierten Intelligenz“ macht. Sie können beeindruckendeErgebnisse liefern, aber gelegentlich auch völligen Unsinn generieren.4. Die UnDavos-Bewegung und Demokratisierung«UnDavos» bietet ein Alternativprogramm während der Woche des Weltwirtschaftsforums an, wobei der Fokus auf praktischem Handeln statt reinem Debattieren liegt. Die Bewegung reagiert auf die Exklusivität der traditionellen Davos-Events, indem sie vielfältige Veranstaltungsorte und kostengünstigere Optionen anbietet. So werden diversere Stimmen gehört, darunter mehr Frauen und internationale Teilnehmende. Das diesjährige Programm umfasst Themen wie KI, Gesundheit, Energie und Fintech mit Schwerpunkt auf konkreten Ergebnissen.5. Die Zukunft der Koexistenz von Mensch und KIIn den nächsten 5 bis 10 Jahren müssen wir unsere Beziehung zu KI und Robotik grundlegend neu definieren. Während KI in 95–98 % aller wirtschaftlichen Aufgaben wahrscheinlich besser abschneiden wird als der Mensch, bleiben Chancen in den Bereichen Kreativität, kritisches Denken und physische Arbeit. Erfolg erfordert die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, die Entwicklung einzigartig menschlicher Fähigkeiten und den Fokus darauf, mit KI-Systemen zu kollaborieren, statt mit ihnen zu konkurrieren.
In der neuen Folge von «AI und Gesellschaft»erklärt Dr.-Ing. Kyriakos Voutsas von Accenture, warum souveräne KI für Europa zur Schlüsseltechnologie wird. Geopolitische Spannungen, Datenschutz und die wachsende Abhängigkeit von internationalen Anbietern zwingen Unternehmen dazu, ihre digitalen Systeme stärker zuv kontrollieren. Besonders Branchen wie Banken,Energie oder Verwaltung setzen verstärkt auf lokale Datenhaltung und hybride Modelle. Die Schweiz liegt im europäischen Vergleich gut, hat aber bei konkreten Cloud-Plänen und CEO-Verantwortung Aufholbedarf. Voutsas sieht souveräne KI nicht nur als Risikoschutz, sondern als strategischen Wettbewerbsvorteil – vorausgesetzt, Unternehmen und Staat schaffen klare Regeln, wirtschaftlicheRahmenbedingungen und modernisierte Architekturen.
Artificial Intelligence ist in aller Munde – doch viele Unternehmen handeln aus Hype statt aus Strategie. Davon ist Matthias Zwingli, CEO des Zürcher Startups Connect AI, überzeugt.«Viele starten mit einem Tool, bevor sie wissen, was sie damit erreichen wollen», sagt Matthias Zwingli im Podcast-Gespräch mit Christoph Soltmannowski. Für ihn steht fest: KI-Agenten sollten wie digitale Mitarbeitende behandelt werden – mit klar definierten Aufgaben und messbarem Nutzen. «Wenn die Ausbildung mehr kostet als der Nutzen, braucht es den Job nicht – und auch keinen KI-Agenten.»Zwingli sieht in der aktuellen KI-Euphorie viel «FOMO», also Angst, etwas zu verpassen. Unternehmen müssten aber zuerst verstehen, wo KI wirklich einen Mehrwert schafft: in repetitiven, standardisierbaren Abläufen mit hohem Anfragevolumen – etwa im Kundensupport oder im Vertrieb. Dort lohne sich der Einsatz schnell, vorausgesetzt, man starte klein. «Der häufigste Fehler ist, zu komplex zu beginnen. Lieber Schritt für Schritt testen, anpassen und erweitern.»Für Zwingli ist KI kein reines Technologiethema, sondern ein Kulturthema. Skepsis und Angst vor Jobverlust seien normal – bis die Mitarbeitenden den Effekt spüren. «Nach wenigen Wochen sehen Teams, dass die KI das Volumengeschäft übernimmt und sie sich auf komplexe Fälle konzentrieren können.» Der Mensch bleibe zentral, wegen Empathie und sozialer Kompetenz: «KI kann Gefühle imitieren, aber sie hat keine.»Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Datenqualität. «KI lernt nicht automatisch», betont Zwingli. «Sie braucht gepflegte Daten und ein gutes Monitoring.» Connectai.ch arbeitet deshalb mit einem iterativen Entwicklungsprozess: Minimum Viable Product, Testphasen, Auswertung und laufende Optimierung.Auch Datenschutz und digitale Souveränität spielen eine zentrale Rolle. ConnectAI hostet seine Systeme vollständig in der Schweiz für sensitive Aufgaben. «Gerade in sensiblen Branchen ist es entscheidend, die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten.»Sein Fazit: KI lohnt sich dort, wo Unternehmen viele wiederkehrende Anfragen und klare Ziele haben. Zwinglis Empfehlung lautet: Assessment – Strategie – schrittweiser Aufbau. Und vor allem: Mitarbeitende mitnehmen, statt sie zu überrollen. «KI ersetzt keine Jobs – sie verändert sie.»Der St. Galler Unternehmer und ehemalige Director von Digitalswitzerland gründete 2024 das Startup Connect AI, das spezialisierte KI-Agenten für Kundenservice, Vertrieb und Events entwickelt. Connectai.ch setzt auf Schweizer Hosting, agile Entwicklung und enge Zusammenarbeit mit den Kunden – von der Strategie bis zum Rollout.
Der Zürcher Texter Simon Kümin hat etwas getan, wovor sich viele Kreative fürchten: Er hat seine eigene Arbeit teilweise automatisiert. Im Podcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» spricht er über den Umbruch in der Kommunikationsbranche – und darüber, warum er darin keine Bedrohung, sondern eine Chance sieht.Simon Kümin, seit über zehn Jahren als selbstständiger Texter tätig, hat gemeinsam mit dem Schweizer Anbieter Campfire eine eigene KI-Lösung entwickelt. Sie ist auf seinen Stil trainiert und kann Texte in seiner Tonalität verfassen – bis hin zu Pressemitteilungen, die er unverändert veröffentlicht. «Ich wollte zeigen, dass KI gute Texte schreiben kann – und dass man sie produktiv einsetzen kann, statt sie zu fürchten», sagt Kümin im Videopodcast-Gespräch mit Christoph SoltmannowskiIm Gespräch wird deutlich, wie stark sich die Branche verändert. Viele Agenturen stünden unter Druck, Budgets schrumpften, Kundinnen und Kunden nutzten selbst KI-Tools. Gleichzeitig verändere sich die Rolle der Texter:innen: Weg von der reinen Umsetzung, hin zu Strategie, Beratung und konzeptioneller Arbeit. «KI kann Routineaufgaben übernehmen, aber sie versteht keine Geschäftsmodelle, keine Zwischentöne und keine Emotionen», betont Kümin.Mit seiner Lösung verfolgt er daher ein hybrides Modell: Kund:innen können eigenständig mit der KI arbeiten und bei Bedarf Kümin im Chat hinzuziehen. So entsteht eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine – effizient, flexibel und skalierbar.Vom Handwerk zur hybriden Kreativität
Was passiert, wenn Maschinen über Geld nachdenken? – Podcast mit Santiago WalliserParkplatzanalysen aus dem All, Handy-Bewegungsdaten und Nachrichten-Sentiment – was nach Sci-Fi klingt, ist bereits Realität. Hedgefonds lassen per Satellit Walmart-Parkplätze zählen – und Öltrader vermessen Schatten von Öltanks, um frühe Hinweise auf Geschäftsverläufe und Preise zu gewinnen.Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz beginnt, Finanzmärkte zu verstehen – vielleicht sogar besser als wir? In dieser Folge des Podcasts «AI unx Gesellschaft – Wege in die neue Welt» spricht Santiago Walliser, Doktorand im Bereich Quantitative Finance, mit Christoph Soltmannowski über die stille Revolution im Investment: Wenn Satellitenbilder, Nachrichtenstimmungen und Datenmodelle plötzlich Börsenkurse vorhersagen.Doch was bedeutet das für Berater, Anleger – und unser Vertrauen in Geld? Santiago erklärt, wie alternative Daten und KI-Analysen neue Einsichten ermöglichen, warum «Crowdedness» zu einem Problem wird, und weshalb menschliche Intuition trotzdem unverzichtbar bleibt. Ein Gespräch über die Zukunft der Finanzwelt – zwischen Algorithmus und Augenmass, zwischen Dashboards und Bauchgefühl.Parkplatzanalysen aus dem All, Handybewegungen, Medienstimmungen: Was nach Sci-Fi klingt, ist für Finanzprofis längst Realität. Hedgefonds lassen per Satellit Walmart-Parkplätze zählen oder analysieren den Schattenwurf von Öltanks, um Markttrends früher zu erkennen. Im Podcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» spricht Christoph Soltmannowski mit Santiago Walliser, Doktorand in Quantitative Finance, darüber, wie Künstliche Intelligenz (KI) durch kreative Datenanalysen neue Einsichten in Wirtschaft und Gesellschaft ermöglicht – und warum Kommunikationsprofis dabei eine zentrale Rolle spielen.Traditionell stützen sich Analysten auf harte Kennzahlen wie Aktienkurse oder Bilanzen. Alternative Daten erweitern diesen Blick: Satellitenfotos, Patentdaten, Social-Media-Posts oder Nachrichtentexte liefern Frühindikatoren, bevor sie in offiziellen Zahlen auftauchen. So lassen sich Kundenströme, Marktstimmungen und Innovationskraft erkennen, noch bevor die Quartalsberichte erscheinen.Walliser erklärt im Podcast, wie KI unstrukturierte Daten – etwa Nachrichtenartikel – in strukturierte Informationen umwandelt, bewertet und mit Kursentwicklungen verknüpft. Eine Häufung positiver Medienberichte kann auf steigende Aktien hindeuten, negative auf Rückgänge.Eindrücklich ist das Beispiel der Satellitenanalyse von Walmart-Parkplätzen. Mehr Autos bedeuten mehr Kundschaft – und damit steigende Umsätze. Noch raffinierter ist die Methode im Ölmarkt: KI-Systeme erkennen anhand des Schattenwurfs von Tankdeckeln, wie voll Ölspeicher sind. So lassen sich weltweite Lagerbestände schätzen und Preisbewegungen vorhersagen – ein Informationsvorsprung, der Millionen wert sein kann.Doch Walliser betont: „Ob das gesellschaftlich sinnvoll ist, ist fraglich.“ Denn solche exklusiven Datenquellen verschaffen finanzstarken Akteuren Vorteile – eine Informationsungleichheit, die ethische Fragen aufwirft.Wenn viele dieselben Datenquellen nutzen, verlieren sie ihren Wert – ein Phänomen, das Walliser als «Crowdedness» bezeichnet. Erfolgreich bleibt, wer kreativ kombiniert: etwa Patentdaten mit Medienresonanz oder Mobilfunkdaten mit Wetterinformationen. Diese unkonventionellen Verbindungen schaffen neue Einsichten, bevor der Mainstream sie entdeckt. «Die Zukunft liegt nicht in der Menge der Daten, sondern in ihrer klugen Verbindung», so Walliser.KI liefert Tempo und Präzision – doch Sinn, Kontext und Empathie bleiben menschlich. Die Kombination beider Welten eröffnet Chancen weit über die Finanzbranche hinaus. Wer Daten kreativ nutzt und verständlich kommuniziert, prägt die neue Ära der Künstlichen Intelligenz mit. Denn am Ende entscheidet nicht die Maschine über den Erfolg – sondern der Mensch, der ihre Sprache zu erzählen weiss.
Ein roboterähnlicher Hund liefert Essen und Pakete in Zürich. Marko Bjelonic sagt, wie er mit Rivr.ai die Logistik revolutioniert. Er ist Mitgründer und CEO des Schweizer Robotik-Unternehmens, in das auch Jeff Bezos massiv investiert.Autonome Roboter sind in Zürich keine Zukunftsmusik mehr. Was nach Science-Fiction klingt, wird im Alltag sichtbar: In Oerlikon und Regensdorf liefern robotische Helfer Essen und Pakete bis vor die Haustür. In dieser Podcastfolge spricht Marko Bjelonic, Mitgründer von Rivr.ai und ETH-Absolvent, über Chancen, Hürden und Visionen dieser Technologie.Bjelonic erläutert, wie sein Team mit Partnern wie SwissPost und Just Eat bereits konkrete Projekte umgesetzt hat. Pilotversuche stossen zwar auch auf regulatorische Fragen, doch in enger Abstimmung mit Behörden liessen sich Hürden oft schneller überwinden als in anderen Ländern.Die Schweiz werde deshalb zu einem idealen Testfeld für Robotik im Alltag. Einen besonderen Meilenstein markierte die Investition von Jeff Bezos. Mit dem Vertrauen des Amazon-Gründers gewann Rivr.ai nicht nur Kapital, sondern auch internationale Aufmerksamkeit. «Wir sind Teil der ersten Welle von Robotern auf den Strassen», sagt Bjelonic. «Es geht nicht nur um Technik, sondern um den Nutzen für die Gesellschaft.»
In dieser Episode ist Raffaela Witting, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und eidg. anerkannte Psychotherapeutin, zu Gast. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Künstliche Intelligenz die Psychotherapie unterstützt – ohne den Menschen zu ersetzen.Raffaela erklärt, warum sie KI nicht als Konkurrenz, sondern als Chance sieht: etwa um lange Wartezeiten zu überbrücken oder präventiv zu begleiten. Gleichzeitig thematisieren wir die Grenzen von KI, Datenschutzfragen und die Notwendigkeit klarer Regeln. Zudem gibt Raffaela Witting Einblicke in ihre Arbeit mit KI-gestützten Tools wie PlaynVoice, die den Therapiealltag erleichtern und mehr Raum für das Wesentliche schaffen – das Gespräch zwischen Therapeutin und Patient.In dieser Episode ist Raffaela Witting, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und eidg. anerkannte Psychotherapeutin, zu Gast. Mit Christoph Soltmannowski spricht sie darüber, wie Künstliche Intelligenz die Psychotherapie unterstützt – ohne den Menschen zu ersetzen.Raffaela Witting erklärt, warum sie KI nicht als Konkurrenz, sondern als Chance sieht: etwa um lange Wartezeiten zu überbrücken oder präventiv zu begleiten. Gleichzeitig thematisieren wir die Grenzen von KI, Datenschutzfragen und die Notwendigkeit klarer Regeln. Zudem gibt Raffaela Witting Einblicke in ihre Arbeit mit KI-gestützten Tools wie PlaynVoice, die den Therapiealltag erleichtern und mehr Raum für das Wesentliche schaffen – das Gespräch zwischen Therapeutin und Patient.Playnvoice – KI-gestützte Dokumentation in der PsychotherapiePlaynvoice erstellt während einer Therapiesitzung automatisch eine Transkription und fasst die Inhalte strukturiert zusammen. Für Therapeut:innen bedeutet das weniger Schreibarbeit und mehr Präsenz im Gespräch.Raffaela Witting war an der Entwicklung beteiligt und brachte ihre psychotherapeutische Expertise ein, damit das Tool die besonderen Anforderungen der Praxis erfüllt. Sie begleitet zudem die Weiterentwicklung, indem sie Feedback aus der Fachwelt einbringt.Für sie ist Playnvoice nicht nur eine praktische Arbeitserleichterung, sondern vor allem eine mentale Entlastung – denn die Aufmerksamkeit bleibt vollständig bei den Patient:innen.https://www.raffaela-witting.ch/https://www.playnvoice.ai/Beitrag in «20 Minuten»:https://www.20min.ch/story/interview-psychotherapeutin-ki-ist-keine-konkurrenz-sondern-eine-chance-103368363https://www.playnvoice.ai/
Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag vieler Unternehmen angekommen – doch oft fehlt der Plan dahinter. Santiago Walliser, Gründer der Schweizer Beratungsfirma Lean FS, spricht mit Christoph Soltmannowski darüber, wie Unternehmen vom blossen Ausprobieren einzelner Tools zu einer wirklich durchdachten KI-Strategie kommen.Vom Tool zum System – mit dem AI-Readiness-CheckIm Zentrum des Gesprächs steht der von Lean FS entwickelte «KI-Readiness-Check», ein praxisnahes Reifegradmodell, das Unternehmen dabei unterstützt, ihren aktuellen Stand in Sachen Digitalisierung und KI realistisch einzuschätzen. Denn was Walliser in der Praxis immer wieder beobachtet: Viele Firmen setzen Tools wie ChatGPT bereits ein – allerdings meist unstrukturiert, ohne klare Ziele, ohne geschultes Personal und ohne die nötige Datenstrategie im Hintergrund.Strategie beginnt ganz obenFür Walliser ist klar: Die Einführung von AI beginnt beim Management. Erst wenn Führungskräfte selbst verstehen, wie KI funktioniert und welchen konkreten Nutzen sie bringt, kann das Thema im Unternehmen strategisch verankert werden. Genau dafür setzt Lean FS auf gezielte Management-Workshops und praxisorientierte Schulungsformate, die schnell in die Anwendung führen – und dabei helfen, Berührungsängste abzubauen.Sichere Wege in die KI-ZukunftEin weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Datensicherheit und Vertrauen. Viele Unternehmen zögern mit dem AI-Einsatz, weil sie Bedenken beim Umgang mit sensiblen Informationen haben. Lokale AI-Modelle – also Lösungen, die ohne Cloud-Anbindung direkt vor Ort laufen – bieten hier neue, sichere Perspektiven. Sie machen es möglich, mit KI zu arbeiten, ohne Kompromisse bei der Datensicherheit einzugehen.Erste Ergebnisse aus einer begleitenden Studie mit über 250 Unternehmen zeigen, dass der «AI-Readiness-Check» nicht nur Orientierung bietet, sondern auch den Blick für Potenziale schärft. Viele Teilnehmende waren überrascht, wie viel Luft nach oben bei der eigenen Digitalisierung noch besteht – und wie konkret die nächsten Schritte sein können.Santiago Walliser ist überzeugt: AI ist kein Selbstzweck und kein Hype. Sie ist ein Werkzeug – und wie bei jedem Werkzeug kommt es darauf an, wie man es einsetzt. Wer sich heute aktiv mit AI auseinandersetzt, strategisch plant und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellt, verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil.
In der neuen Folge des Videopodcasts «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» diskutiert Moderator Christoph Soltmannowski mit dem AI-Experten und Konzepter Chris Sidow über die Auswirkungen von KI auf Bilder in den Medien und in der Gesellschaft. Die Unterscheidung zwischen echten Fotos und künstlich erzeugten Abbildungen ist mittlerweile nahezu unmöglich. KI kann hochrealistische Bilder und Videos erzeugen, wodurch die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in visuelle Inhalte massiv herausgefordert werden. Besonders im Journalismus und bei Nachrichten aus Krisengebieten wird die Verifikation von Bildmaterial zunehmend schwierig, da KI-Fälschungen schwerer zu entlarven sind.Im Gespräch betont Chris Sidow, wie wichtig Medienkompetenz, kritisches Denken und Faktenchecks sind – nicht nur für Profis, sondern bereits in der Schule. Zudem werden rechtliche Unsicherheiten rund um Kennzeichnungspflichten und Urheberrecht thematisiert. Technische Lösungen zur Erkennung von KI-Inhalten hinken der Entwicklung hinterher.Fazit: KI wird bald als Alibi für jede erdenkliche Manipulation dienen. Wer heute noch blind vertraut, verliert die Kontrolle über die Wahrheit. Der verantwortungsvolle Umgang mit KI und Bildern bleibt somit eine fortwährende Herausforderung für Medien, Nutzer und Politik.Chris Sidow ist Texter und Konzepter in Zürich. Er arbeitet bei der Agentur Therefore und ist Experte für Text, Markenstrategie und Künstliche Intelligenz. Nebenbei unterrichtet er an der Schweizerischen Text Akademie und der Prompt Engineering Academy. Er ist ADC Member und gilt als Experte für die Verbindung von kreativem Texten und neuen Technologien.Der Videopodcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» wird produziert von der Schweizerischen Text Akademie, die in ihrer Prompt Engineering auch Lehrgänge zum Thema Artificial Intelligence anbietet. Monatlich erscheinen zwei Folgen, auf Spotify, Youtube und weiteren Podcast-Plattformen.
Zweieinhalb Jahre nach dem ChatGPT-Launch ist klar: KI-Tools haben die Textbranche revolutioniert. Im aktuellen Podcast der Text Akademie erklärt Chris Sidow, erfahrener Texter und Dozent, den Wandel im Berufsalltag.KI – Fluch oder Segen? «Eher Segen», antwortet Chris Sidow auf die zentrale Frage. Die Aufgaben von Texterinnen und Textern haben sich nicht geändert, aber ihre Arbeitsweise hat sich starkverändert. «KI-Tools sind heute unverzichtbar. Ohne sie zu arbeiten, ist wie mit der Schreibmaschine gegen den Computer anzutreten». Insbesondere in der Texter-Ausbildung zeigt sich diese Entwicklung: Wenn heute Headlines oder Claims entwickelt werden, nutzen Schülerinnen und Schüler KI-Tools völlig selbstverständlich. Diese Technologie gehört einfach dazu – ablehnende Haltungen gegen KI-Tools sind nicht mehr aktuell.Die Gefahr des DurchschnittsDas grösste Risiko sieht der Experte in der Mittelmässigkeit: «Was aus der Maschine kommt, ist meistDurchschnitt». Large Language Models produzieren durch Wahrscheinlichkeitsrechnungen oft austauschbare Texte. Unternehmen, die auf professionelle Texterinnen und Texter verzichten, riskieren die Differenzierungihrer Marke. Wenn Firmen mit durchschnittlichen Texten zufrieden sind, nur weil sie fehlerfrei und einigermassen klar sind, könnte die gesamte Kommunikationslandschaft leiden. Die Werbung soll eigentlich Marken von ihren Mitbewerbern unterscheiden. Doch diese Differenzierung gerät in Gefahr.Kritisches Denken ist die neue SchlüsselkompetenzSidow beschreibt den Wandel der Berufsrolle grundlegend: Das kritische Denken wird zur Schlüsselkompetenz, denn Large Language Models wollen gefallen und formulieren auch den grössten Unsinn sehr überzeugend. Hier ist die menschliche Erfahrung gefragt, um beurteilen zu können, was gut ist und was nur Durchschnitt. Prompt Engineering entwickelt sich parallel zur neuen Kernfähigkeit – wie man mit der Maschine kommuniziert,entscheidet über die Qualität der Ergebnisse.Frankenstein-Texte: Die kreative SymbioseEine seiner Arbeitsmethoden nennt Sidow «Frankenstein-Texte». Er sagt: «Ich lasse mir mehrere Vorschläge von der Maschine machen und nehme dann einzelne Formulierungen heraus. Sozusagen ein Best-of.» So entstehen aus verschiedenen KI-Outputs individuelle Texte. Es ist eine kreative Mischung aus maschineller Unterstützung und menschlicher Gestaltung. Der KI-Output dient als Rohmaterial für die weitere kreative Arbeit.Nachwuchsförderung bleibt essenziellSidow warnt vor kurzsichtiger Sparsamkeit inmitten der KI-Euphorie. «Es ist entscheidend, Junior-Texterinnenund Texter auszubilden», betont er. «Nur so haben wir auch in Zukunft Profis, die den KI-Output professionell beurteilen und damit weiterarbeiten können.» Andernfalls könnte unsere Branche an Expertise verlieren. In stürmischen Zeiten neigen Agenturen dazu, auf die Nachwuchsförderung zu verzichten und blind aufKI zu setzen. Doch so ein Vorgehen ist bestenfalls eine kurzfristige Lösung. Langfristig mangelt es ohne geschulte Talente an der Fähigkeit zur Qualitätsbewertung. Der Blick nach vorn bleibt entscheidend.Die Textbranche erlebt einen ParadigmenwechselDurch KI steigt die Effizienz, aber die menschliche Kreativität bleibt der Schlüssel zum Erfolg. Texterinnen und Texter, die KI als Werkzeug nutzen und nicht als Bedrohung sehen, werden erfolgreich sein. Die Fähigkeit, KI-Output kritisch zu bewerten, und kreative Feinheiten hinzuzufügen, um einzigartige Markensprachen zu entwickeln, sichert die Zukunft des Berufsstands.Chris Sidow ist Texter und Konzepter in Zürich. Er arbeitet bei der Agentur Therefore und ist Experte für Text, Markenstrategie und Künstliche Intelligenz. Nebenbei unterrichtet er an der Schweizerischen Text Akademie und der Prompt Engineering Academy. Er ist ADC Member sowie Mitglied bei KImpact, dem Verband für Künstliche Intelligenz in der Schweiz, und gilt als Experte für die Verbindung von kreativem Texten und neuen Technologien.
Ob personalisierte Ansprache, Empfehlungen oder Analysen – Künstliche Intelligenz kann das Kundenmanagement revolutionieren. Doch: Ohne gute Daten, kein echter Fortschritt. Darauf weist Datenexperte Martin Grossrieder im Podcast der Text Akademie hin.Unvollständige oder verstreute Daten führen zu Fehlkommunikation und schaden der Kundenbindung. Wer seine Daten im Griff hat, kommuniziert zielgerichtet – automatisiert oder manuell. Grossrieder warnt: «Was reingeht, kommt auch wieder raus – schlechte Daten führen zu schlechten Entscheidungen.»Sein Tipp: Ein klares «Datenrezept» – mit Regeln zu Speicherung, Löschung und Zuständigkeiten. Automatisierte Prozesse und saubere Richtlinien helfen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und Risiken zu minimieren.Neben Technik braucht es vor allem ein Umdenken, sagt Martin Grossrieder, Geschäftsführer und Mitinhaber von meinnetz.ch im Gespräch mit Christoph Soltmannowski. Datenkompetenz sollte in allen Abteilungen verankert sein. Grossrieder empfiehlt interdisziplinäre Teams, die gemeinsam an Strategie, Prozessen und Schulung arbeiten. Grossrieder: «Es geht nicht nur um Regeln, sondern um das Verständnis der Konsequenzen.»Grossrieder glaubt an persönliche KI-Assistenten, die Routineaufgaben übernehmen. Voraussetzung: strukturierte, aktuelle und verlässliche Daten. Unternehmen sollten KI dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert schafft – zum Beispiel in der Kundenbetreuung oder Analyse.http://www.meinnetz.chEine Produktion der Schweizerischen Text Akademie http://www.textakademie.ch
Was bedeutet Ethik im Zeitalter von künstlicher Intelligenz? Welche Verantwortung tragen Unternehmen, Politik und jede und jeder Einzelne von uns? Und wie schaffen wir es, Chancen zu nutzen, ohne Menschlichkeit zu verlieren?In dieser Folge des Podcasts «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» der Schweizerischen Text Akademie spricht Gastgeber Christoph Soltmannowski mit Cornelia Diethelm, Unternehmerin und eine der führenden Stimmen für digitale Ethik im deutschsprachigen Raum.Gemeinsam beleuchten sie zentrale Fragen rund um KI und Ethik – von Datenschutz, Deepfakes und Diskriminierung bis hin zu Bildung, Regulierung und gesellschaftlichem Wandel.Cornelia Diethelm plädiert für eine aufgeklärte, reflektierte Nutzung von Technologie: Nicht alles, was machbar ist, ist auch verantwortungsvoll. Sie macht deutlich: Es braucht keine neue Ethik – sondern die bewusste Anwendung bestehender Werte auf neue Technologien.Themen dieser Episode– Warum KI keine neue Ethik braucht – sondern kritisches Denken– Wie Deepfakes digitale Gewalt verschärfen – besonders für Frauen– Welche Rolle Bildung und Aufklärung spielen müssen– Warum Empathie, Fürsorge und Menschlichkeit unersetzlich sind– Wie Regulierung sinnvoll funktioniert – und wo ihre Grenzen liegen. Eine Produktion der Schweizerischen Text Akademie
Agentic AI ist Künstliche Intelligenz, die eigenständig Entscheidungen trifft und Aufgaben ausführt. Salami erklärt, warum sich die autonome Arbeitszeit solcher Agenten derzeit alle sieben Monatev erdoppelt – mit massiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Welche Berufe sind gefährdet, welche bleiben elastisch? Und könnte AI in Zukunft sogar als empathischer wahrgenommen werden als der Mensch? Darüber spricht Gastgeber Christoph Soltmannowski mit Gustavo Salami, Gründer und Head of Innovation von Kuble – House of Intelligence. Eine Folge über technologische Umbrüche, neue Rollen in der Arbeitswelt und die Frage, was Intelligenz eigentlich ist.
Wird künstliche Intelligenz zu einer natürlichen Sache? Bringt sie mehr Kreativität in unseren Alltag? Verändert sie unsere Gesellschaft nicht nur technisch, sondern grundlegend? Darum geht es in der aktuellen Folge des AI-Podcasts der Text Akademie.Zu Gast sind Yariv Adan, der Google Assistant, Google Cloud und Google Lens mitentwickelt hat, und Murièle Solange Bolay, Mitorganisatorin der «Future of Humanity Experience» – einer Parallelveranstaltung zur Art Basel. Moderator ist der Journalist Christoph Soltmannowski.Yariv Adan, heute General Partner der Venturekapital-Firma Ellipsis in Zug, zieht einen Vergleich zu den Anfängen der Menschheit: «Im Moment sind wir wie Höhlenmenschen, die gerade das Feuer entdeckt haben und versuchen, sich vorzustellen, was sie damit alles machen können. Das Potenzial geht weit über unser heutiges Verständnis und unsere Vorstellungskraft hinaus».Adan beschreibt, wie Sprachschnittstellen den Zugang zur Technologie für alle erleichtern, unabhängig von Alter, Herkunft oder technischem Know-how. «Plötzlich kann jeder damit umgehen – jemand, der drei Jahre alt ist, jemand, der 100 Jahre alt ist, jemand, der reich ist, jemand, der arm ist. Egal ob technisch versiert oder nicht».Die Zukunft der Menschheitserfahrung: Kunst als soziales LaboratoriumMurièle Solange Bolay ist Mit-Initiatorin der «Future of Humanity Experience» – die Veranstaltung findet im Juni parallel zur Art Basel statt. Die Veranstaltung versteht sich als Plattform für interdisziplinären Dialog – Künstler, Unternehmer, Wissenschaftler, Futuristen und Visionäre. Ziel: Kreativität in den Alltag und in Entscheidungsprozesse zu integrieren. Yariv Adan wird als Experte teilnehmen. Die Veranstaltung versteht sich als Plattform für interdisziplinären Dialog - Künstler, Unternehmer und Visionäre entwickeln gemeinsam neue Perspektiven für die Zukunft der Menschheit. Bolay: «Wir müssen uns befreien und neu entdecken. Die Menschen müssen sich ihrer neuen Rolle bewusst werden – und auch die Potenziale und Perspektiven entdecken, die sich in der neuen Welt eröffnen.»Yariv Adan ist KI-Experte, Investor und ehemaliger Produktmanager bei Google. Als Mitbegründer des Google Assistant und Senior Director bei Google AI spielte Yariv eine zentrale Rolle bei der Entwicklung innovativer KI-Produkte. Heute, als Gründungspartner von Ellipsis, konzentriert sich Yariv auf Seed- und Pre-Seed-Investitionen in KI-Startups. Er ist begeistert von der Schnittstelle zwischen KI und Kunst. https://www.ellipsis-venture.com/Murièle Solange Bolay ist Investorin und zusätzlich Founder von MSB & Partners, wo sie seit 18 Jahren als Transformationsexpertin und Executive Coach tätig ist. Sie ist Mit-Initiatorin der Future of Humanity Experience https://tinyurl.com/3avcdccx





















