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Kontrafunk: Menschenbilder
Kontrafunk: Menschenbilder
Author: Kontrafunk
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© Kontrafunk AG
Description
Kants philosophische Grundfragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? – werden hier verhandelt. Der katholische Publizist und Schriftsteller Giuseppe Gracia erörtert im Dialog mit jeweils einem Gast die Momente der Anfechtung und des Seelenheils, die unser Leben kennzeichnen.
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Dies ist die letzte Ausgabe der „Menschenbilder“ mit Giuseppe Gracia. Der Moderator verlässt das Format und übernimmt neue Aufgaben als Herausgeber des Magazins „Schweizer Monat“. Nach zwei Jahren und zahlreichen gemeinsamen Sendungen verabschieden sich Giuseppe Gracia und die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer mit dem Thema „Abschied“ von ihren Zuhörern.
Der Schweizer Philosoph und Autor Michael Rüegg beschäftigt sich mit Technik, Religion und Politik. Giuseppe Gracia diskutiert mit ihm über den Hype um KI, die Angst vor der digitalen Apokalypse, über den Unterschied zwischen Geist und Maschine und Rüeggs These, dass auch die beste KI in Zukunft nur liebloses Mittelmaß liefern wird.
Ein EU-Beitritt hat in der Schweiz gemäß Umfragen keine Chance. Dennoch wird in naher Zukunft über neue EU-Verträge abgestimmt. Dabei hat kaum jemand gelesen, was auf den über 2200 Seiten (plus 20.000 Ausführungsbestimmungen) steht. Ronnie Grob, Chefredakteur des Autorenmagazins „Schweizer Monat“, spricht mit Giuseppe Gracia über den Unterschied zwischen der Schweiz und der EU sowie über die Frage, ob die Stimmbürger überhaupt fähig sein werden, das unüberschaubare Vertragswerk als Gegenstand einer Abstimmung zu verstehen.
Lange Zeit war die Psychoanalyse populär, wurde in den letzten Jahren aber aus dem akademischen Mainstream verdrängt. Kritisiert wird an der von Sigmund Freud begründeten Methode eine Reduktion des Menschen auf ein reines Triebwesen und die Gefahr eines psychischen Determinismus. Welchen Wert kann die Psychoanalyse heute dennoch haben? Was ist ihr Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft? (Wiederholung vom 23. Feburar 2025)
Fast so alt wie die menschliche Fantasie sind Verschwörungstheorien. Mit den heutigen Social Media erleben sie ein exponenzielles Wachstum. So abwegig viele Verschwörungstheorien sind, leben sie doch vom Bedürfnis nach Wahrheit und Vertrauen. Daraus lässt sich lernen. (Wiederholung vom 21. Januar 2024)
Freiheit ist ein Wort, das wir ganz selbstverständlich benutzen. Auch im politischen Diskurs wird Freiheit verteidigt oder unter gewisse Einschränkungen gestellt, wenn es um Grundrechte oder den Schutz vor Diskriminierung geht. Aber wie frei sind wir wirklich in unserem Denken und Handeln? Woher wissen wir, dass wir nicht manipuliert werden oder uns selbst etwas vormachen?
Was bedeutet Vertrauen in Menschen oder ins Leben? Was bedeutet Misstrauen? Bedingen sich diese Haltungen? Ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen beiden wichtig, weil übermäßiges Misstrauen zu Angst führen kann, während zu viel Vertrauen anfällig für Enttäuschungen macht?
Die Rede von der „gewaltfreien Kommunikation“ ist verbreitet. Dazu gibt es mittlerweile Lehrgänge. Aber sind beleidigende, wütende oder abwertende Äußerungen wirklich mit Gewalt gleichzusetzen? Ist eine Messerstecherei oder eine Vergewaltigung ebenso Gewalt wie ein Schimpfwort, ein verbaler Ausrutscher? Was bedeutet die Verunklärung des Unterschieds zwischen physischer Gewalt und Sprechhandlung für die Gesellschaft? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Psychoanalytikerin Jeannette Fischer.
Nach allgemeiner Vorstellung sind Instinkte angeborene, ungelernte Verhaltensweisen. Genetisch festgelegt, dienen sie etwa der Arterhaltung oder dem Überleben. Stimmt das oder steckt mehr dahinter? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Psychoanalytikerin Jeannette Fischer.
Sadomasochismus bezieht sich in der Regel auf sexuelle Lustempfindungen durch die Zufügung oder das Erleben von Schmerz, Macht oder Demütigung. Stimmt das? Oder ist das Phänomen größer? Leben wir sogar allgemein in einer sadomasochistischen Kultur, ohne dass es uns bewusst ist? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Psychoanalytikerin Jeannette Fischer.
Etwas wollen, erstreben, herbeiwünschen oder nach jemandem Verlangen haben: so wird menschliches Begehren oft umschrieben. Was bedeutet das eigentlich? Liefern wir uns den Launen unserer Lust aus, wenn wir das Begehren so wichtig nehmen, oder ist das für ein Leben in Fülle gerade entscheidend?
Im klassisch bürgerlichen Wertekanon gilt die Familie als Grundbaustein einer stabilen Gesellschaft. Wie steht es um den Wert der Familie in Zeiten hoher Trennungsquoten, zunehmender Vereinzelung und emotionaler Verwahrlosung durch Social Media?
In der Psychologie deuten „blinde Flecken“ auf Eigenschaften, Gefühle und Verhaltensweisen, die einem nicht bewusst sind, anderen jedoch auffallen. Sie entstehen oft durch Verdrängung schmerzhafter oder beschämender Erfahrungen. Wie lassen sich blinde Flecken erkennen? Wie können wir daran reifen?
Fast überall in der EU, auch in Deutschland, leidet die Wirtschaft unter Steuererhöhungen und einem staatlichen Schuldensumpf. Das Versagen der finanzpolitischen Systeme führt in die Überschuldung, so dass der Krieg als Gesundbrunnen für den Staat erscheint. Giuseppe Gracia im Gespräch mit Benjamin Mudlack, Wirtschaftsinformatiker, Geldexperte und Buchautor.
Feiern hat die Bedeutung, besondere Ereignisse oder Erfolge festlich zu begehen, um Erreichtes zu geniessen, soziale Bindungen zu stärken oder Traditionen zu pflegen. Das Fest bietet eine Abwechslung vom Alltag und fördert das Wir-Gefühl. Oder steckt mehr dahinter?
Wie kann ich mein Leben unter Kontrolle halten? Lässt sich das Leben überhaupt kontrollieren? Müssen wir den Wunsch nach Kontrolle überwinden? Ein Gespräch über die Selbstverantwortung und wie realistisch diese ohne die Kontrolle über das eigene Leben ist.
Zum Alten Testament gehört ein radikales Buch namens „Kohelet“, das alles infrage stellt, was einer Mehrheit der Menschen lieb ist. Der Text leugnet, dass das Leben einen tieferen Sinn ergibt oder dass es sich lohnt, nach Liebe, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit zu streben. Das Leben wird als willkürlich geschildert, ohne bleibenden Wert. Ist das ein vergessener Realismus aus der Antike, der uns etwas lehren kann?
Jeder weiß, dass Allmachtsfantasien ungesund sind, trotzdem dominieren sie Politik, Wirtschaft und Religion. Gehört die Allmachtsfantasie zu Judentum und Christentum, oder ist sie etwas anderes? Die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer organisiert vom 17. bis zum 19. Oktober 2025 im Schweizer Kloster Schönthal (Langenbruck) zum Thema Macht und Ohnmacht Referate und Gespräche.https://www.kommaund.ch/moa
Politik und Medien geben täglich Anlass, sich zu empören. Krieg und Krisen, Unrecht und Verrat, Lügen und Manipulation: Die Liste ist lang, die Empörung groß. Leben wir in besonders gestörten Zeiten, oder ist die Welt gar nicht schlimmer als früher? Sind wir das Problem, weil wir süchtig sind nach der täglichen Dosis Empörung?
Als Autonomie bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung durch den freien Willen des Menschen. Das Gegenteil wäre die Fremdbestimmung. Heute wird der freie Wille von der Neurowissenschaft geleugnet, außerdem zweifeln seit Corona viele an der Fähigkeit der Selbstbestimmung.




