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Predigtbruch
Predigtbruch
Author: Patrick Smith
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Description
Muss ich dankbar sein? Warum bin ich unglücklich? Ist das, was mir passiert reiner Zufall? - "Predigtbruch" beschäftigt sich mit Fragen zu Lebensthemen wie Glück, Sinn und Hoffnung. Pfarrer Patrick Smith betrachtet schwierige Fragen und leichtfüßige Ausblicke mit Eloquenz, Empathie - und anderen Alliterationen.
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Wer nur sich selbst gehört ist frei. Aber man ist auch alleine. Alleine Verantwortlich und alleine zuständig. Wo gehörst du hin?
Ist Perfektion schön? Oder ist wahre Schönheit die Weigerung sich von all dem Mist erschlagen zu lassen? Etwas mit Dornen, das blüht auch wenn der eisige Wind weht.
Fragst du um Hilfe, wenn du was nicht kannst? Oder gibst du Aufgaben nur ab mit so einer kleinen Regieanweisung. Mit Erwartungsmanagement. Das soll man dann doch bitte so machen. Aber eigentlich... Ach eigentlich machst du es lieber selbst.
Damit einer gewinnt, muss einer verlieren. Ist so oder? Und dann schauen wir sofort einmal nach oben, wer denn besser war als ich. Das verknüpft deinen Wert und deine Würde mit einem ständigen Vergleich. Jesus sagt es geht anders.
Weihnachten ist Realitätsflucht. Und das ist gut so.
Wir hüllen uns in eine fix und fertiges Gefühlskonstrukt.
Wir entkommen unserem Alltag und der Welt für eine kurze Weile.
Und Gott begegnet uns auf dieser Flucht.
Und beim Zurückkehren.
Und in jedem Moment dazwischen.
Fehler sind eine Entscheidung im Moment. Sie sind kein Zustand und keine Wesensbeschreibung. Mit Fehler umzugehen, heißt akzeptieren. Es bedeutet nach vorne schauen, mit dem Gepäck, das du trägst.
zwischen "nicht mehr" und "noch nicht" liegt ein Raum. Ein Dazwischen.
Warten ist aber kein passives Geschehen. Im Warten geschieht Wachstum.
Alleine sein kann sich warm anfühlen. Ein Tee, Ruhe, Zeit auf der Couch.
Einsamkeit sucht sich keiner aus. Einsamkeit ist ein Schmerz. Da fehlt was.
Wie gehen wir damit um?
Wir denken oft Mut heißt Durchhalten.
Aber vielleicht ist es mutiger stehenzubleiben. Zu sagen: Ich bin müde.
Vielleicht braucht es mehr Mut sich halten zu lassen, statt
alles zu ertragen.
Von Lebensträumen...
Deine Mauern sind nicht dafür da, dich GEGEN andere zu schützen. Sie sind FÜR dich da. Und wenn sie dir nicht mehr dienen, sondern dich einsam im Dunkeln sitzen lassen: dann ist es Zeit nach den Rissen zu suchen.
Wenn wir einen Rückfall erleiden in unserem Verhalten, dann schämen wir uns. Wir erleben es als Scheitern. Als Versagen. Stattdessen könntest Du mit Mitgefühl reagieren. Für dich selbst. Und nachspüren, welche Sehnsüchte und Baustellen da immer noch Macht über dich haben.
Bei einem Besuch bei der Seelsorge im Gefängnis, hab ich gemerkt, wie wertvoll Freiheit wirklich ist. Freiheit in den kleinen Dingen. Essen. Klamotten. Aufstehen und zu Bett gehen.
Es sind echte Menschen, die einem da begegnen. Menschen, die ihre Freiheit verloren haben.
Paulus sagt: da wo der Geist Gottes weht, da ist Freiheit.
Aber weht er auch durch die Gitterstäbe?
Wir atmen 20.000 mal am Tag. Atem hält uns am Leben. Er strömt hinein und wieder hinaus. Am ersten Tag unseres Lebens und am letzten Tag unseres Lebens. Er ist der Rahmen. Die Konstante.
Und was der Atem Gottes alles bewirken kann, erfahrt ihr in dieser Folge.
Das, was wir an uns nicht mögen oder gerne haben wollen, packen wir in unseren Schatten. Das sagt C.G. Jung. Und dann werfen wir es anderen stellvertretend vor. Jesus sagt dazu: Was ärgerst du dich über den Splitter im Auge des Anderen, siehst aber den Balken vor deinen eigenen Augen nicht.
Wenn ich das Gefühl habe die Kraft reicht nicht mehr, erzähle ich es Gott. Er hört zu. Und ich habe oft das Gefühl, da kommt Kraft durch. Wie durch kleine Gefäße fließt sie in mein Herz. Ich merke sie nicht immer gleich. Aber wenn die Rechnung mal wieder aufgeht, obwohl ich dachte das klappt nie: dann muss ich schmunzeln.
Manche Menschen schaffen es JEDES Gespräch auf die Person zu lenken, die sie gerade innig hassen. Kollegen, ehemalige Freunde usw. Das liegt daran, dass sie die Welt in gut und böse teilen wollen. Das macht es leichter selbst der Gute zu sein. Aber wie geht man mit Hass um? Und wozu ist er da?
Ich bin nicht nachtragend.
Dachte ich immer. Aber wenn du an Verletzungen festhältst und die Gespräche weiter im Kopf führst, dann schleppst du den Sack mit Mühlsteinen für alle alleine weiter.
Würdest alles so nochmal machen? Würdest du den gleichen Beruf ergreifen? Die gleiche Beziehung führen? Und was wenn nicht? Macht dich das bitter und zynisch? Oder führt es zu der Erkenntnis, was du brauchst und was du hast und was du willst?



